Mein Blogartikel: Die Macht der Seile

Die Macht der Seile

FSK 18

Seile sind wohl eines der bekanntesten Werkzeuge und nahezu Aushängeschild des BDSM, sowohl in vielen sozialen Netzwerken als auch in plakativen Darstellungen in den unterschiedlichsten Medien. Der gefesselte Körper wird zum Synonym für Submission und Unterwerfung, für Hingabe und Ergebenheit dem dominanten Part gegenüber.

Bei genauerer Betrachtung findet wohl kaum ein anderer Gegenstand innerhalb des Repertoires von Spielmitteln neben den positiven Assoziationen ebenso gleichsam viele negative.

Auf der Zeitreise in die geschichtliche Vergangenheit begegnet einem das Seil vielmals als bedrohliches Medium der Unterdrückung und Gewalt. Die Fesselung von Menschen stand dabei in keinerlei erbauendem Aspekt, sondern war stets mit einer Vielzahl an Qualen und Torturen verbunden. Das Seil machte Menschen wehrlos, um über deren Verbleib erbarmungslos Macht auszuüben, sie zu foltern oder festzusetzen. Nicht selten fanden einige dabei auch den Tod, sei es gerechtfertigter- oder ungerechtfertigterweise. Der Henker, der die Festigkeit des Seils vor der Hinrichtung prüft, die Verurteilten, die erhängt am Seil baumeln – neben den Geschichtsbüchern findet sich auch in zahllosen Filmen diese groteske Szenerie, welche wohl keinen so wirklich unberührt lässt.

Die gefesselten Hände können somit beim Betrachter derer ein Kaleidoskop an Empfindungen auslösen, die sehr facettenreich sein können. So können neben den an- und erregenden Gedanken auch Unsicherheiten und Bedenken in Bezug auf Seile im Raum stehen. Essentiell für ein harmonisches Miteinander scheint es, sich der Vielfalt an unterschiedlichsten Gefühlen bewusst zu sein, diese zuzulassen und nicht zu werten oder gar zu verdrängen. Ein Verdrängungsmechanismus dieser würde eine immer enger werdende Spirale der Verzweiflung erzeugen, aus welcher irgendwann kaum einer mehr unbeschadet entweichen kann.

Wie können nun Seile zu etwas sehr Erfüllendem werden, zu einem Mittel, welches im Guten erzittern und erglühen lässt?

 

Die Antwort darauf ist im Grunde simpel – durch Vertrauen.

 

Ansichten eines Doms:

„Vollständig bewegungslos verschnürt und ausgestellt…
Deine Brüste quellen anregend aus den Seilen, meine Finger streicheln kreisend deine Warzenhöfe, spielen gierig mit den Nippeln. Diese richten sich hart und steil auf. Meine Finger drücken und quetschen sie. Du spürst ein erregendes Pochen, ein Pulsieren und ein Gefühl der Hitze in deinen eng eingeschnürten Brüsten.

Nichts verdeckt den Blick auf die durch die Erregung leicht angeschwollen und zartrosafarbenen Lippen und die Spitzen der inneren und etwas dunkleren Schamlippen. Meine suchende Hand legt sich auf deine feuchten Schamlippen. Behutsam mit mal mehr, mal weniger Druck umkreise ich den Kitzler, ohne ihn jedoch zu berühren. Wie sehr sehnst du dich nach der nächsten Berührung…“

 

Nun wird kaum ein menschliches Gut oftmals so selbstverständlich eingefordert wie das Vertrauen. Sozusagen als eine Art Pfand wird dieses dem dominanten Part gereicht, um sich überhaupt auf jegliche Interaktionen im Rahmen der Submission wirklich und tief einzulassen. Nicht zu vergessen sei hier auch der Dom, welcher mindestens genauso viel Vertrauen in seine Sub benötigt, um diese fliegen lassen zu können.

So leicht und doch so schwer scheint es, wahrhaftiges Vertrauen in einen anderen Menschen zu finden. Gerade bei Ganzkörperfesselungen funktioniert ohne eine vertrauensvolle Basis nichts. Doch nicht nur im Vorfeld des Einsatzes von Seilen, auch währenddessen und auch im Nachhinein kann dieses Material intensive Empfindungen aufsteigen lassen. Angefangen von Panik, Tränen und Verzweiflung bis hin zu freudigen Gefühlsausbrüchen und grenzenloser Euphorie kann die ganze Bandbreite an Bewusstseinsebenen tangiert werden.

In solch besonderen Momenten sollten wohl beide Spielpartner sehr nah beieinander sein, um sich die ganze Zeit über in einer Session nicht zu verlieren, sich zu sehen und das gemeinsame Band der Verbindung nicht zu brechen.

Doch was macht den Reiz der Seile aus?

 

Dem Seil an sich als Mittel zum Zweck sollten sich alle Anwender stets sehr bewusst nähern. Die Hantierung mit Seilen bürgt eine große Verantwortung und das für beide Seiten. Druckstellen und Marken der Zeichnung sind oftmals erwünscht und lassen Sub und Dom erblühen in ihrer gegenseitigen Zuwendung und Wertschätzung, doch ein Abbinden und Abklemmen von Nervenbahnen gehören hier vermutlich weniger dazu. Damit ernsthafte Verletzungen ausbleiben, wäre es durchaus ratsam, einen Workshop oder eine ähnliche Weiterbildung in dieser Richtung vorzunehmen, um die lustvolle Fesselung eines Menschen gekonnt umsetzen zu können, gerade wenn zu Beginn ein wenig die Erfahrung fehlt. Auch eine Schulung über die unterschiedlichen Beschaffenheiten des Ausgangsmaterials des Seils kann äußerst hilfreich sein, bevor aktiv mit der Umsetzung begonnen wird.

Hierbei gibt es eine wunderschöne Philosophie, die sich wohl auf sehr viele Praktiken und auch Fetische übertragen lässt: Nicht der Kink findet den Menschen, sondern der Mensch den Kink.

So suchen sich viele Doms ihr Handwerkszeug passend für Sub und ihren Körper und vor allem ihrer Mentalität aus.

Soll es das schmale oder das breitere Seil sein?

Welches Material eignet sich am besten?

Spielt die Farbe dabei eine Rolle?

 

So sehen manche Doms ihre Sub und allmählich formt sich das Seil individuell zu der jeweiligen Person. Natürlich ist die Anwendung eines bereits vorhandenen Repertoires, welches auch bei wechselnden Subs zur Anwendung kommt, nicht verkehrt, da sich somit auch viel Erfahrungswert in der Anwendung anreichert. Wichtig sei hierbei immer, dass alle Beteiligten ihren eigenen für sich passenden Weg finden, sich selbst treu bleiben und eigene Eindrücke offen kommunizieren, dann kann alles Weitere in einem ausgeglichenen und befreienden Fluss folgen.

Ansichten eines Doms:

„Dein Haar riecht so gut… Deine Augen sind geschlossen und dein schöner Mund lächelt, als ich dir die Augen verbinde. Ein Seil fixiert schließlich deine Handgelenke, zwei weitere schnüren Unter- an Oberschenkel. Sicher ahnst du, dass das Seil hinter deinem Rücken gleich von mir straffgezogen wird.

Jetzt verspüre ich prickelnde Gänsehaut, als ich über dein Fleisch streichle, die weichen und sinnlichen Rundungen nachziehe und die Rückseiten deiner Schenkel striegele. Stimmvoll stöhnst du auf, als ich das Seil deiner gebundenen Hände straff durch Po und dein Geschlechtsteil ziehe.

Nun liegst du in all deiner Pracht vor mir… Ziemlich sicher wird es hinterher Abdrücke der Seilwicklungen geben, die dir keinen Bewegungsspielraum zulassen. Der Knoten im Seil, welcher auf deine empfindliche Perle drückt und bei der kleinsten Bewegung reibt, macht dir das Atmen schwer. Dieser erdrückt deine Perle beinahe und erlaubt kein Widerwort deinerseits. Fesseln müssen sein – Sie gehören zu dir. Sie binden dich, aber umfangen dich auch. So wehrlos du in ihnen erscheinst, so sehr findest du dich darin. Und in deiner Hingabe finde ich mich, gebunden an dich.

Es gefällt mir, Stück für Stück deines appetitlichen Körpers von oben bis unten zu betrachten. Ein perfektes Bild, verbunden mit deinem Duft.

Ich halte dein hübsches Bäckchen in der einen kräftigen Hand, kraule und knete es, während meine andere sich deinen Schopf krallt.

Mein Blick wird immer wieder abgelenkt von deinen sinnlichen Lippen. Deren geschmeidigen Bewegungen fesseln mich vollkommen. Wie sehr liebe ich es, wie du mich mit ihnen küsst und auch, diese zu beobachten. Jetzt kann ich dem intensiven Drang, mir ständig lüstern über die eigenen Lippen zu lecken, während ich deinen wunderschönen Körper mustere, kaum widerstehen.

Du bist meiner fresslustigen Attacke ausgeliefert, keine Chance! Deine Geilheit wird von mir fremdbestimmt, meine wundervolle Sub. Ich bin da, wo ich sein will…“

 

Nun ist die Grundlage geschaffen und das Seil wird zum Gegenstand der gemeinsamen Reise.

Welche Faszination geht davon aus?

Das Seil wird zum verlängerten Arm des dominanten Parts, die Berührung damit ist zeitgleich seine Berührung. Nicht irgendein Gegenstand nimmt Besitz von Subs Körper, nein, es ist und bleibt der Dom, der seine Sub mit den Seilen umarmt.

Seile transportieren sehr viel Sinnlichkeit; einerseits im taktilen und sensomotorischen Sinne, andererseits durch deren wundervolle Optik, welche sie hervorbringen.

Das Verschnüren zeichnet die Konturen des jeweiligen Körpers nach und umschließt Rundung um Rundung. Dadurch werden diese stark akzentuiert und in Szene gesetzt, weshalb diese visuelle Betonung sehr reizvoll sein kann.

Synonym für die Liebe zum Seil ist die pure und uneingeschränkte Hingabe an den jeweils anderen Menschen. Nur in diesem absoluten Vermögen, sich komplett und bedingungslos auf den anderen ein- und fallenlassen zu können, erschließt sich der volle Wert der Bondage.

Der geschenkte süße Schmerz des eher groben Materials auf weicher Haut lässt ungeahnte Wonnen aufsteigen und unendliche Lust aufkommen. Doch geben diese Verknotungen und Schnürungen gleichsam auch Halt und lassen das gesamte Empfinden sehr viel sensibler werden.

Das ist wohl eines der Paradoxen des Seils – Es nimmt alle Freiheit und schenkt dennoch vollkommenen Halt und absolute Sicherheit. Dieses Finden von Geborgenheit im Umschlossensein und die Einschränkung des eigenen Bewegungsspielraums bilden wohl einige der größten Reize der Fesselung mit Seilen aus, neben der geschenkten Hingabe und dem grenzenlosen
Urvertrauen in das Gegenüber.

So führt jeder weitere Knoten zu noch lauterem Stöhnen und zu noch stärkerer Ekstase, so dass die Seile zu einem sehr bedeutsamen Medium des Agierens in der Welt des BDSM werden.

Im Kleinen starten und alles in Ruhe und mit Bedacht angehen, um die Spiele mit dem Seil im Anschluss Stück für Stück zu steigern, dies könnte ein achtsamer Weg und der Beginn einer erfüllenden Reise in die Welt der Seile sein – und letztendlich zu sich selbst.                                                                     

Gastbeitrag: Wie das Liebesleben auffrischen, nachdem die Partner Eltern wurden?

Mein neuer Gastbeitrag ist von einem Mann verfasst, der andere Leser für ein ganz bestimmtes Thema sensibilisieren möchte: Wie geht ein Paar mit einer Sexflaute nach der Geburt des Kindes um? Aus seiner Sicht als Partner und Vater lässt er den Leser teilhaben an seinen persönlichen Empfindungen und Erlebnissen und möchte anderen Vätern und Männern Mut machen, an der Beziehung zu arbeiten und sich nicht aufzugeben. Vielen lieben Dank dem Autor!


Beginn Gastbeitrag:

Warum mache ich das?

Bevor ich meine Geschichte erzähle, wie ich zu dem kam, was ich jetzt mache und mir wichtig ist, möchte ich mich höflicherweise kurz vorstellen.

Ich bin Xander und 39 Jahre jung. Xander ist mein Autorenname auf meinem Blog. Wenn du wissen willst, wie ich richtig heiße, besuche meinen Blog. Vielleicht findest du dort meinen richtigen Namen. Ich bin glücklich verheiratet und habe einen Sohn. Und ja es stimmt, ich bin wirklich glücklich verheiratet. Warum? Weil ich meine Traumfrau geheiratet habe, ich immer noch Sex (mit meiner Frau) habe und täglich an meiner Beziehung mit meiner Frau arbeite. Natürlich liebe ich meinen Sohn auch über alles. 

Nun zu meiner Geschichte, die hoffentlich auch anderen Menschen Mut macht, ihre Beziehung wieder spannender und abwechslungsreicher zu gestalten.

Ich liebe Sex (Fängt schon gut an, oder?), der sich aber in den letzten Jahren verändert hat. Warum? Aufgrund unsere Sohnes. Kinder verändern das Leben in einer Partnerschaft. Aber auf der anderen Seite bereichern sie es ungemein. Dinge wie häufiger oder regelmäßiger Sex rücken in den Hintergrund.

Als meine Frau und ich noch keinen Nachwuchs hatten, hatten wir mehrmals in der Woche Sex. Wirklich abwechslungsreichen Sex. Das was uns gefiel oder wir ausprobieren wollten, haben wir gemacht. Von romantisch bis “dreckig” war alles dabei.

Aber wie bereits gesagt änderte sich das mit dem Tag, als mein Frau schwanger wurde. Unser Sohn ist ein absolutes Wunschkind. Wir haben lange dafür gebraucht. Obwohl wir oft miteinander geschlafen haben, hat es nicht funktionieren wollen. Bis zu diesem einen Tag, als wir die Nachricht erhielten, dass meine Frau schwanger war. Den Tag vergessen wir nie! Es war zufällig der Geburtstag meiner Schwester, als wie die Nachricht bekamen.

Von da an änderte sich unser Leben. Meine Frau nahm schnell und viel zu. Ihr Körper veränderte sich, was ja auch logisch bei einer Schwangerschaft ist. Aber die Erotik schwand dennoch. Sie hatte keine Anziehung mehr auf mich. Aber Fremdgehen kam nie für mich in Frage, nur um Sex zu haben. Wir hatten eben nur keinen Sex mehr. Das frustet mich natürlich. Hatte oft schlechte Laune. Und ich war unfair gegenüber meiner Frau. So ging es 9 Monate. Es gab auch gute Zeiten, obwohl die Schwangerschaft sehr anstrengend war.

Ich hatte die Hoffnung nach der Geburt, wenn sich der Alltag nach ein paar Wochen wieder eingependelt hat, dann wird es auch wieder mit dem Sex klappen. Aber Pustekuchen. Alles drehte sich nur um meinen Sohn, und abends war meine Frau so kaputt, dass sie keine Lust mehr hatte. Ich war weiterhin gefrustet. Da war bestimmt auch eine gute Portion Neid dabei. Das will ich gar nicht abstreiten. Ich überlegte, was ich tun kann. Komischerweise fiel mir das Einfachste nicht ein.

Miteinander reden!

Als ich sie eines Abends darauf ansprach, erklärte sie mir alles und ich sah alles mit anderen Augen. Jetzt verstand ich ihre Welt. Das Mama-sein. Eins der wichtigsten Aufgaben im Leben, wenn man es denn möchte. Genau wie das Papa-sein. Aber für Mamas ist es am Anfang schwerer und stressiger. So sind zumindest unsere Erfahrungen.

Nachdem weitere Wochen vergingen, der Alltag entspannter wurde und ich meine Frau besser verstand, schlich sich so langsam auch wieder die Zweisamkeit ein. Romantik und Zärtlichkeiten. Ein erster Schritt. 

Als unser Sohn ca. ein halbes Jahr alt war, fingen wir wieder an ein Paar zu sein. Nicht nur Mama und Papa, sondern wieder ein Paar. Wir nahmen uns bewusst Zeit für uns. Und das machen wir bis heute so. Klar, wir haben nicht mehr soviel Sex wie früher, aber wir haben wieder Sex. Wir verbringen Zeit miteinander. Und nehmen uns auch nur einfach mal in den Arm. Und auch die erotische Anziehungskraft, die meine Frau immer auf mich hatte, ist wieder zurück. Mehr denn je.

Ich bin davon überzeugt, dass es bei sehr vielen Paaren so ist, dass mit der Geburt ihres Kindes das Paar-sein aufhört. Leider.

Warum hat es bei uns funktioniert, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten?

Weil wir miteinander geredet haben. Oft. Was wir denken und was wir uns wünschen. Natürlich ging es dabei nicht nur um Sex. Aber es erleichtert das Miteinander. Es reinigt die Seele.

Und genau das habe ich mir jetzt durch meinen Blog zur Aufgabe gemacht. Ich möchte anderen Männern helfen, mit meinen Erfahrungen ihr Liebesleben wieder aufzufrischen. Denn jeder hat ein abwechslungsreiches und tolles Liebesleben verdient. Ich möchte Männern Mut machen, sich nicht zu verstecken oder es einfach so hinzunehmen.

Meine Kurzgeschichte: Anna und Karin

Lust auf einen heißen Trip an den See mit zwei tollen Frauen?

Dann habt gerne Spaß mit meiner lustvollen Kurzgeschichte nur für Erwachsene / FSK 18.

Viel Vergnügen beim Lesen! Die Personen und Inhalte meiner Geschichte sind frei erfunden.

Empfehlt mich und meine Geschichten gerne weiter, falls ihr mögt.

Eure Julia


FSK 18

Anna und Karin

Es war ein wunderschöner, lauer Sommerabend in einem ungewöhnlich warmen August. Den Zeitpunkt unseres Ausflugs hatten wir weise gewählt – es war die Zeit unmittelbar vor der eintretenden Dämmerung, wenn die Hitze des Tages etwas nachließ und Gnade schenkte, jedoch noch keine penetranten Stechmücken die Waden umschwirrten und zusetzten.

Karin und ich unternahmen gerade einen spontanen Trip zu einem nah gelegenen Baggersee, ausgerüstet mit einem prall gefüllten Picknickkorb voll mit allerlei Leckereien und ein paar Decken und einem Sonnenschirm. Da mit einem Hitzestich nun wirklich in keiner Weise zu spaßen ist, entschieden wir uns in dieser Hinsicht für die sichere Variante.

Zum Glück war Karin mit mir hier an diesem wundervollen Fleckchen Erde, denn sie hatte eine zupackende Art und eine praktisch veranlagte Ader, so dass im Nu der Sonnenschirm aufgespannt über uns thronte und angenehmen Schatten spendete. Auch bereiteten ihre flinken Finger in Windeseile ein zauberhaftes kleines Menü zu, welches sie kunstvoll auf einer kleinen karierten Decke ausbreitete. Ich möchte ihren Sinn für Ästhetik. Diesen vermuteten jedoch wenige hinter ihr, welche sie das erste Mal kennenlernten. Karin war mollig, hatte einen etwas kräftigen Oberkörper, jedoch wundervolle, milchig-weiße Brüste, die sich voll und schwer gegen ihr lila Shirt pressten. Dieses beeindruckende Attribut von Weiblichkeit strafte ihre etwas herbere Erscheinung und ihr eine Spur zu männlich wirkendes Gesicht, welches jedoch von blonden, fülligen Locken umrahmt wurde. Diese Haarfülle verlieh ihr etwas Besonderes.

Im Gegensatz zu ihrer weichen Figur war ich sehr zierlich gebaut mit sehr kleinen Brüsten und kaum weiblichen Kurven. So gerne hätte ich mehr Hintern oder vollere Oberschenkel besessen; fast schon knabenhaft wirkte ich von daher. Auch verfügte ich nicht über eine so schöne, lange Mähne wie Karin, denn ich hatte dunkelbraune Haare und einen kinnlangen Bob. Auf meine grün-blauen „Katzenaugen“ war ich dabei sehr stolz. Viele sagten mir, ich sehe dadurch unglaublich sexy und verführerisch aus, wie eine zarte Elfe.

Karin und ich hätten rein optisch nicht unterschiedlicher sein können, doch waren wir die besten Freundinnen und hatten keinerlei Geheimnisse voreinander. Sie wusste im Grunde um alle meine Männergeschichten und auch von allen meinen Fehltritten, denn ich vertraute immer sehr schnell, vielleicht auch zu schnell, was mich leider oft an die „falschen“ Männer gerieten ließ. Karin musste wohl meine Gedanken erraten haben, denn sie schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln und reichte mir ein paar Trauben. Dabei zwinkerte sie mich an: „Ich habe dir schon immer gesagt, wenn du mal ein bisschen Ablenkung von all deinen Männergeschichten brauchst, wende dich an mich, ich kann dir da sehr weiterhelfen!“

Wie sie es wieder einmal schaffte, mich zum Erröten zu bringen. Ich spürte augenblicklich eine heiße Röte in mir aufsteigen, die nicht von der Sommersonne hervorgerufen wurde. Verlegen knabberte ich an meinen Trauben. Verstohlen blickte ich zu ihr auf und erinnerte mich an die Geschichten von ihren Abenteuern, an denen sie mich ab und zu teilhaben ließ. Ihre Geschichten waren auch mit Drama gespickt, auch sie hatte ab und an Beziehungsstress, doch der große Unterschied dabei war, dass Karin lesbisch war und Frauen als Partnerinnen und für ihr Sexualleben bevorzugte.

Irgendwie veränderte sich die Stimmung zwischen uns auf einmal merklich. Ich kann im Nachhinein gar nicht mehr genau sagen, was diese Veränderung hervorgerufen hatte, doch es lag mit einem Mal ein gewisses Prickeln und eine leicht erotische Anspannung in der Luft. Karin erkannte das scheinbar sofort. Beherzt wie sie war, stand sie auf einmal auf und zog ihre Jeans-Hotpants aus. Ich konnte gar nicht anders und starrte zu ihr hin. Ihr Hintern war üppig und doch akzentuiert, ein schöner Rubenskörper, der sehr ansprechend auf mich wirkte. Dieses Gefühl verwirrte mich auf einmal sehr. Was war denn nur los mit mir? Karin war eine Frau, kein Mann. Warum löste sie in mir diese eigenartigen Empfindungen aus? Doch was war das für ein Höschen, das sie trug? Schwarz und glänzend und wie eine zweite Haut schmiegte sich das Material an ihre Kurven. Karin schien meine Blicke zu genießen und blieb länger als nötig in ihrer stehenden Position, um mich in Ruhe an ihrem Anblick satt sehen zu lassen.

Auf einmal ging sie auf mich zu. Oh Gott, was hatte sie nur vor?

Sie blieb direkt vor mir stehen, beugte ihre Scham beinahe in mein Gesicht und fragte mich ganz locker, wie mir ihr neuer Slip gefiele. Von unten herauf musste ich sie mit großen Augen angeschaut haben, denn sie lächelte mir erneut aufbauend zu und sagte: „Das ist Latex, Anna. Dieses ist ein ganz besonderes Material. Es schmiegt sich an wie eine zweite Haut, lässt diese jedoch nicht atmen, so dass ich unter dem Latex schwitze.“

Wieder betrachtete ich den Venushügel von Karin, elegant und stilvoll verpackt, wie ich empfand. Latex… Ich hatte schon davon gehört und gelesen, doch habe ich das bisher eher in speziellen Clubs gesehen. „Du darfst mich gerne einmal da unten berühren Anna um herauszufinden, wie sich Latex anfühlt. Vielleicht gefällt es dir ja.“

Meine Neugier war in der Tat geweckt, sowohl dieses neuartige Material als auch Karin an sich zu erkunden. Ein leichter Schauder überkam mich, denn ich hatte gerade das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Sollte ich Karin wirklich dort anfassen?

Ich war ein wenig erleichtert, als sie mir diese Entscheidung scheinbar abzunehmen schien, meine Hand ergriff und auf ihre Scham legte. Dabei drückte sie sich gegen diese und stöhnte hörbar auf. Das konnte unmöglich sein, doch ich spürte, wie ich zwischen meinen Beinen feucht wurde und mich Erregung dabei überkam, Karin`s Venushügel sanft zu massieren. Da ich selbst eine Frau bin, wusste ich instinktiv, welche Stellen besonders empfindsam auf Berührung reagierten und lenkte meine Finger diesbezüglich. Meine Umgebung um mich herum nahm ich gar nicht mehr wahr, so sehr ließ ich mich fallen und genoss unser erotisches Verwöhnen.

Jeder Vorbeilaufende hätte uns zuschauen können!

Neben den stimulierenden und neuen Eindrücken gefiel mir die Beschaffenheit des Materials Latex sehr. Ihre Schamlippen zeichneten sich darunter ab, eine Spalte zog sich durch die vordere Hälfte. Dieses Samtige und Glatte noch hinzu – die Sinnlichkeit des Materials hielt mich ganz gefangen. Auch der eigene Geruch nach Gummi, vermischt mit Karin`s Moschus, wirkte sehr inspirierend auf mich. Das Stöhnen wurde immer lauter und Karin schaute währenddessen mit entrückt schimmernden, blau-grauen Augen auf mich herab. Auf einmal zog sie den schwarzen Latexslip ein wenig nach unten und legte dadurch ihre rasierte Scham fast gänzlich frei. Ihr lila Shirt zog sie ebenfalls aus, so dass sie nur noch spärlich bekleidet vor mir stand.

„Magst du mir einen oder zwei Finger einführen Anna? Ich habe so Lust auf dich, schöne Frau.“

Ein wenig zuckte ich zusammen, doch war so getragen von diesem faszinierenden und aufregenden Augenblick, dass ich ihren Vorschlag umsetzte und meinen Zeigefinger in sie einführte. Eine unglaubliche Nässe sowie weiche, warme Festigkeit umschloss meinen Finger und reagierte leicht zuckend, als ich einen weiteren zufügte und diese rhythmisch hin und her bewegte. Ihr Nektar hatte sich im Latexslip gesammelt und zeichnete sich weißlich-klar auf dem schwarzen Hintergrund ab. Es war ungewohnt, das Geschlechtsteil einer anderen Frau zu erforschen, doch fühlte sich gleichsam sehr natürlich und richtig an.

Inmitten dieser wundervollen Natur stöhnte Karin lauthals auf, zuckte ein paar Mal wellenartig und ergoss sich dann auf meine Finger. „Können das auch Frauen?“, dachte ich mir völlig überrascht und behielt meine Hand noch in dieser Stellung. Karin rieb sich noch ein wenig daran, dann rückte sie mit ihrem Becken nach hinten, zog den schwarzen Latexslip wieder hoch und kniete sich vor mich hin.

„Lecke deine Finger ab und schmecke mich, Anna! Schmecke, was du bei mir ausgelöst hast, werde dir deiner Weiblichkeit bewusst!“

Irgendwie fanden meine Finger wie von selbst in meinen Mund und setzten erneut Karin`s Anregungen um. Wie fremdartig und gleichsam erregend diese unanständige Geste war. Ich fühlte mich sehr verrucht und gleichzeitig vollkommen befreit und lebendig. Farin schien meine Emotionen genau zu erkennen, denn sie beugte sich nach vorne und begann mir mit kreisenden Bewegungen ihrer Hände die Brustspitzen zu massieren. Manchmal kniff sie auch leicht hinein und nahm diese schließlich in den Mund, um daran zaghaft zu saugen.

Heftige Gefühlswellen durchströmten mich und ließen mich erzittern; ich war froh zu sitzen. Karin drückte mich auf einmal leicht und dennoch bestimmt nach hinten, so dass ich ausgebreitet vor ihr lag. Beinahe hätte ich dabei das Essen umgestoßen. Die warme Abendsonne streichelte unser beider Körper und tauchte uns in ein warmes Licht, welches uns sanft scheinen ließ und perfekt die Stimmung des Moments einfing. Wie von Geisterhand war ich auf einmal ohne Rock und Slip. Karin musste in einem von mir unbemerkten Augenblick mein rosa Baumwollhöschen abgestreift haben. Sie hielt es an ihre Nase und roch genüsslich daran.

„Wie fein und lecker du riechst Anna, wie ein milder, süßer Pfirsich. Darf ich deinen Pfirsichsaft kosten?“

Völlig perplex ob dieser erotischen Eindrücke konnte ich ihr nicht antworten, denn ich fand gerade keine Worte mehr. Wie immer beherrschte sie die Situation meisterlich, drückte mir einfühlsam die Oberschenkel auseinander und legte meine Scham komplett frei. Instinktiv wollte ich die Beine wieder schließen, doch Karin befand sich schon dazwischen und bewunderte mich eingängig. Noch nie hatte mich jemand so intensiv zwischen den Beinen in Augenschein genommen. Heute war ich auch nicht rasiert, sondern trug Schambehaarung, anders als Karin, die komplett rasiert war.

„Ob sie meine Schambehaarung wohl störte?“, kam es mir in den Sinn.

Meine Sorge war jedoch unbegründet, denn ihr weiches Haar streifte die Innenseiten meiner Oberschenkel und ließ mich spontan erschaudern. Sogleich spürte ich ihre warme, feuchte Zunge auf meinen Schamlippen, die erst zärtlich darüberstrich, bis sie schließlich fordernder in mein weiches Fleisch eintauchte und gegen meine Öffnung stupste. Mein Gott, wie wahnsinnig heftig erregte mich dies. Instinktiv drückte ich ihren Kopf fester gegen meinen Schoß und genoss jede ihrer Zungenbewegungen, die gerade meine Liebesperle bearbeiteten. Immer eindringlicher wurde ihr Drängen, immer bestimmter ihr Lecken, gleich einer unausgesprochenen Reise in ein fernes Paradis.

Auf einmal sah ich kleine Sternchen vor meinen Augen, die Außenkulisse verschwamm vor meinem geistigen Auge, alle Gedanken waren auf einmal weit fort. Ich konnte mich komplett losgelöst fallen lassen und erlebte einen unglaublich intensiven Orgasmus, durch welchen mein gesamter Körper durchgeschüttelt wurde. So heftig hatte ich das noch nie mit einem Mann erlebt; was war nur mit mir los?

Ein wenig genierte ich mich, da ich beim Kommen gespürt hatte, wie ich meinen Nektar ausspritzte. Das musste doch direkt in Karin`s Gesicht gelandet sein. Doch es schien sie nicht wirklich zu beeinflussen, denn sie leckte mir in aller Ruhe all meinen Saft aus und reinigte mich so gründlich.

Als ich wieder einigermaßen zu Atem gekommen war, lag Karin schon neben mir und hielt mich eng umschlungen in ihren Armen. Ihren schwarzen Latexslip hatte sie noch immer an. Es fühlte sich gerade sehr richtig und sehr friedlich an, so als hätte dies schon lange passieren sollen.

„Magst du ihn einmal anziehen, meinen schwarzen Latexslip, Anna?“

Ihre Frage riss mich komplett aus meinen genussvollen Nachwehen. Bevor ich etwas erwidern konnte, war Karin schon dabei, sich ihren Latexslip auszuziehen und ihn mir über die Beine zu streifen. Es war ein sehr erhabenes und sehr geiles Gefühl, Latex das erste Mal auf der Haut zu spüren, und ich genoss diesen Moment sehr. Etwas von Karin`s Nässe war noch am Slip gewesen, doch das störte mich nicht. Im Gegenteil, es stimulierte mich auf eigenartige Art und Weise, da es sich so unerhört unanständig und versaut anfühlte. Obwohl Karin fülliger war als ich, schmiegte sich das Latexmaterial relativ eng an meine Kurven an. Sonst haderte ich mit meinen burschikosen Rundungen, schämte mich aufgrund meiner Zierlichkeit, doch dieser schwarze Latex auf meiner Haut gab mir gerade ein starkes Gefühl des Selbstbewusstseins und der Attraktivität! Ich fühlte mich auf einmal sehr weiblich und äußerst verführerisch, so als könnte ich jeden Mann und jede Frau dieser Welt verführen. Ein unvorstellbares Machtgefühl durchflutete mich.

„Karin, meinst du, wir könnten das das nächste Mal mit einem Mann zusammen machen? Also du, ich und einer meiner Freunde? Es war so schön… Und dabei noch von einem Mann verwöhnt zu werden und diesen zeitgleich in mir zu spüren, wäre das größte Glück!“

„Ach Schätzchen jederzeit, freut mich, dass es für dich so erfüllend war und es für dich ein gemeinsames nächstes Mal gibt.“ Dabei reichte sie uns beiden ein belegtes Brot und wir genossen unser Mahl in der abendlichen Stille der Natur.

Symbolbild

Gastbeitrag: „Was es mir bedeutet, Vater zu sein“

Manchmal lernen wir in den sozialen Netzwerken wundervolle Menschen kennen, die unser Leben auf angenehme Art und Weise bereichern.

Einer dieser Menschen ist für mich Freric, der auf Twitter einen Account unter dem Namen @freric1973 führt. Auch hat er einen eigenen Blog mit einer tollen, kostenfreien Webseite feetlove1973.de . Er freut sich bestimmt über Euren Besuch, falls Ihr mögt.

Freric möchte uns einen Einblick in sein Leben vor und nach seinem Vater-werden schenken. Vielen lieben Dank dem Gastautor für seinen Gastbeitrag. 💚

Hinweis: Der Gastbeitrag enthält Themen wie Alkoholsucht, schwere Kindheit und klinische Behandlung zum Kinderwunsch.

Bitte nur Erwachsene lesen – FSK 18. Danke!

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Hier beginnt der Gastbeitrag von Freric:

Mein Gastbeitrag für Julia:

Was es mir bedeutet, Vater zu sein“

Julia und ich haben uns über Twitter kennengelernt. In ihren Tweets erzählte sie über ihr verstorbenes Kind und erklärt, wie sie mit ihrer Trauer umgeht und diese verarbeitet. Darüber bin ich gestolpert und dementsprechend auch über ihren Blog. Für sie bin ich der Nordmann mit der tiefen Stimme. Auf Twitter eher unter @feetlove1973 bekannt. Mein Rufname ist Freric, bin 48 Jahre jung und schreibe bisweilen auch in einem eigenen Blog. Doch heute möchte ich Euch und Ihnen erzählen, was es mir in meinem Leben bedeutet, Vater zu sein.

Früher hatte ich nicht viel mit Kindern zu tun, außer dass ich selbst eines war und offen gestanden, auch noch heute bin. Da ich in einem Kinderheim groß wurde, war ich trotzdem immer mit anderen Kindern umgeben. Das lag in der Natur eines Kinderheimes. Natürlich kümmerte ich mich um die jüngeren Kinder und beschützte sie vor den älteren Kameraden. Das war auch bitter nötig, da viele Kinder aus allen möglichen sozialen Schichten dort zusammen leben mussten – ob sie wollten oder nicht. Das führte zu inneren Spannungen, welche sie extern äußerten… höflich gesagt.

Damals dachte ich in keiner Weise daran, mal selbst eigene Kinder zu bekommen. Dies änderte sich lange Zeit auch nicht. Ich lebte mein Leben ziemlich alleine und dies war auch okay für mich. Meine berufliche Situation auf See ließ auch keine festen Beziehungen an Land zu. 15 Jahre bin ich zur See gefahren, mit Kreuzfahrtschiffen auf allen Weltmeeren. Und dauernd unterwegs. Heimweh und Fernweh gaben sich die Klinke in die Hand. Und wenn jemand ständig „Weh“ hat, flüchtet er. Ich flüchtete mich in den Alkohol, wurde stark abhängig und konnte irgendwann den Job auf den Schiffen nicht mehr machen. Durch Entzug und langen Therapien, Umschulung und durch Wechsel in ein völlig anderes Umfeld gelang es mir bis heute trocken zu bleiben, klar denken zu können und mein Leben nüchtern zu meistern.

Und etwa zu diesem Zeitpunkt lernte ich meine jetzige Frau kennen und lieben. Wir planten und heirateten und auch der Kinderwunsch stand im Raum. Jedoch sollte sich dieser nicht so schnell erfüllen. Wir probierten und versuchten so ziemlich alles, was uns in die Finger kam. Doch trotzdem hatten wir keinen Erfolg. Nachdem wir uns weiter Gedanken gemacht hatten, entschlossen wir uns die Ärzte zu befragen. Meine Frau ab zum Frauenarzt und ich… zum Männerdoktor. Und dabei kam eben heraus, dass mein Sperma untersucht wurde und uns gesagt wurde, dass die Nichtschwangerschaft kein Wunder wäre bei der miserablen Qualität desselben.

Uffz. Auf natürlichem Weg ging also gar nichts. Nach einer Weile, auch bei mir musste dieses Ergebnis erst einmal sacken, machten wir einen Termin in der Kinderwunschklinik, sprachen mit der Krankenkasse, und so nahm dieses Kapitel seinen Lauf. Meine Frau nahm Hormone, Spritzen und hatte echt zu kämpfen. Ich dagegen hatte wohl die wenigste Arbeit. Als der Tag nun endlich gekommen war, machten wir uns auf den Weg. Ich konnte meinen Teil in einen Plastikbecher dazu geben. Ein kleiner rot angestrichener Raum, welcher mich wohl „in Stimmung“ bringen sollte, war dafür vorgesehen. Ein paar Pornoheftchen- und Filme lagen da auch rum – von „Dolly´s dicke Dinger“ bis „Der Gärtner, der durch die Hintertür kam“. Also nichts, was mich tatsächlich erheiterte. Romantik sah anders aus. Versprochen. Nun denn, die Probe wurde mir entrissen, labortechnisch bearbeitet und meine Frau mit dem Ergebnis künstlich befruchtet.

Welch herbe Enttäuschung für uns, dass es beim ersten Mal nicht geklappt hatte. Der zweite Versuch brachte uns Erleichterung, denn dieser hatte funktioniert, und meine Frau wurde schwanger. Das war schon ein kleines Wunder, hörten wir doch immer wieder, dass dies nicht immer der Normalfall ist. Als ich hörte, dass sie schwanger ist, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Tausend Fragen taten sich auf. Was essen Baby´s so? Wachsen die schnell? Zerbricht ein Baby nicht, wenn ich es festhalte? Mag es mich? Welche Tapete für das Zimmer? Welche und wie viele Kuscheltiere braucht ein Menschenkindlein? Wie hoch ist der Schnullerverbrauch im Durchschnitt? Da wir beide Ersteltern wurden hatten wir mehr Fragen als Antworten. Wir taten unser Bestes, renovierten die Bude, richteten ein Kinderzimmer ein, kauften die sinnigsten und unsinnigsten Sachen ein und freuten uns auf unser Wunschkind.

Und dann war sie endlich da, ich durfte bei der Geburt zugegen sein, wenngleich ich nach der Geburt unserer Tochter erst einmal weggeschickt wurde. Unsere Tochter hat alles gut überstanden und die Frau Mama auch. Und wir waren selig. Und ich hatte immer noch Angst, mehr denn je, dieses kleine Etwas Mensch könnte in meinen grobmotorischen Händen kaputtgehen.  Tat es nicht. Die Welt drehte sich weiter und mit jedem Tag mit diesem wunderbaren Menschenjungen zeigte sich mir den Sinn des Lebens. Nicht nur der Sinn meines Lebens, sondern generell DES Lebens.

Dieses Kind zeigt mir jeden Tag, wie einfach das Leben sein kann. Die Augen leuchten, nicht nur wenn es Schokolade gibt. Nein, auch wenn wir albern sind und miteinander spielen. Ihre Augen sind traurig, wenn Papa zur Arbeit oder Mama kurz mal weg muss. Lachen und Weinen liegen oft eng beieinander. Doch einmal in den Arm genommen, ist alles wieder gut.

Mein Kind, und es ist mir bewusst, dass nicht jedes Kind ein glückbehaftetes zu Hause hat, soll von mir eine Kindheit bekommen, welche es glücklich sein lässt. Ich habe es geschworen, als sie aus dem Schoß meiner Frau kam.

Selbst habe ich eine Kindheit gehabt, wie ich sie niemandem wünschen würde. Es war die Hölle auf Erden! Und diese Kindheit erspare ich meinem Kind auf jeden Fall. Geliebt zu werden ist für ein Kind kein Privileg, das es sich erst verdienen muss. Nein, es ist eine Selbstverständlichkeit! Ja, natürlich müssen Werte wie Ethik und Moral an das Kind vermittelt werden. Aber passiert dies nicht automatisch, wenn dem Kind diese vorgelebt werden? Ich denke schon. Kinder zeigen einem selbst, ohne dass sie es willentlich merken, wie man sich gibt.

Sie spiegeln das Verhalten der näheren sozialen Umgebung und ich hoffe, dass wir beide unser Großmöglichstes tun und natürlich vorleben, wie es hoffentlich „richtig“ ist. Und ja, wir machen auch Fehler, wer kann von sich behaupten, perfekt zu sein? Doch wenn die Grundrichtung vorhanden ist, kann schon sehr viel Gutes passieren. Unser Kind muss nicht perfekt sein, es darf einfach „sein“. Ein Kind, ein glückliches. Mich rührt es, wenn sie unsere Nähe sucht und wir immer für sie da sein können. Ein Leben lang. Das ist für mich Glück!

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Liebe Julia, mir ist bewusst, dass das Thema „Eltern sein“ zwei Seiten in Deinem Leben hat. Und da ich allenfalls nur erahnen kann, was Du durchgemacht hast, möchte ich Dir sagen, dass ich trotzdem mit Dir fühle. Auch wenn ich weiß, dass keine noch so gut gemeinten Worte Deinen Schmerz auch nur ansatzweise lindern könnten. Wir Menschen haben ein paar gute Eigenschaften. Eine davon ist das Mitgefühl. Und so kann ich mit Dir fühlen. Ich muss oft an Dich denken, wenn ich in die kleinen Augen meiner Tochter schauen darf. Und fühle mit Dir.

In diesem Sinne, fühle Dich herzlich umarmt.

Freric

Meine Kurzgeschichte: Nicole

Liebe Leser!

Manche von Euch warten schon sehnsüchtig darauf, nun ist es endlich so weit! Hier meine neue Kurzgeschichte für Euch!

Taucht ein in ein ganz besonderes Bewerbungsgespräch und lernt die hinreißende Nicole kennen! Alle handelnden Figuren meiner Geschichte als auch die Handlung selbst sind frei erfunden. Die Geschichte ist nur für Erwachsene – FSK 18! Danke.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Julia


FSK 18

Nicole

„Sag mal, wäre das nichts für dich, als Erotik-Chatterin zu arbeiten?“

Claudias warme Stimme riss Nicole augenblicklich aus ihren abschweifenden Gedanken. Sie hatte gerade ein junges Pärchen durch die Scheiben der kleinen Eisdiele beobachtet, welches Hand in Hand stehend in einer Seitengasse vor einem Juweliergeschäft die glitzernde Auslage betrachtete. Der blonde Mann lächelte versonnen seine brünette Partnerin an, als seine kantige Hand über ihre Wange strich.

„Nicole, ich habe dir eine Frage gestellt!“, beharrte Claudia, doch ihr liebevoller Blick strafte die Strenge ihrer Worte Lügen. Nicole wandte widerwillig den Blick von dem verliebt wirkenden Pärchen ab. Eine leichte Melancholie glomm in ihren grünen Augen nach, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Claudia lenkte.

Diese sah erwartungsvoll zu ihr. „Ich soll als Erotik-Chatterin arbeiten, ist das dein Ernst?“, hakte Nicole mit hochgezogenen Augenbrauen zögerlich nach.

„Warum denn nicht? Das ist eine spannende Tätigkeit. Du kommst mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt, und es wird dir dabei garantiert nicht langweilig. Außerdem arbeite ich in einem klasse Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. Ein Moderator hört nächste Woche aus privaten Gründen auf. Die Stelle wäre demnach neu zu besetzen. Dabei dachte ich spontan an dich Nicole!“ Claudia untermauerte ihre Aussage mit einem charmanten Lächeln, das ihre Schönheit und Eloquenz in besonderer Weise hervorhob.

Eine leichte Spur von Neid verdunkelte Nicoles Gedankengänge. Sofort schämte sie sich dafür, denn sie hatte Claudia vom ersten Tag an in ihr Herz geschlossen. Claudia war nicht nur optisch eine äußerst attraktive Frau; sie besaß auch viele wundervolle Charaktereigenschaften, die ihre ganze Person wie eine kleine Sonne erstrahlen ließen. Dennoch gestand sich Nicole zähneknirschend ein, dass sie Claudia nicht wirklich das Wasser reichen konnte, ginge es nach dem gängigen Schönheitsideal. Nicole würde zwar auch von sich behaupten, einen guten Charakter und ein aufrichtiges Herz ihr Eigen nennen zu können, doch wirklich gutaussehend fand sie sich nicht. Wenn sie durch die Straßen flanierte, drehten sich nur gelegentlich Männer nach ihr um. Ganz anders bei Claudia, die beim Betreten eines Raumes diesen fast gänzlich für sich einnahm.  

„Ich weiß nicht, Claudia. Das ist sehr nett von dir, dass du dabei an mich gedacht hast. Doch ich bin nicht so selbstbewusst wie du, eher das unscheinbare Mauerblümchen, das niemand sieht. Sollten so einen Job nicht eher mutige Frauen machen, die jeden Mann um den Finger wickeln können? Was soll ich den Kunden denn erzählen? Mir fällt da nichts Passendes ein, zumal ich nicht einmal ein aufregendes Sexleben, eine Beziehung oder eine Affäre habe. Claudia, ich bin nicht wirklich eine begehrenswerte Frau. Da soll ich Männer animieren können?“ Das Lachen, mit dem Nicole ihre Rede schloss, klang etwas hohl und ließ einen gewissen Zynismus mitschwingen.

Claudia quittierte es mit einer wegwerfenden Handbewegung und konterte mit einem „Ach papperlapapp“. Nachdem sie einen großen Schluck ihres Latte macchiatos getrunken hatte, strahlte sie Nicole mit ihren blauen Augen an: „Mache dich nicht schlecht Nicole! Du bist sehr viel attraktiver, als du denkst. Deine zurückhaltende und bedachte Art kann sehr erotisch wirken. Doch weil du nicht an dich glaubst, glauben andere Menschen auch nicht an dich. Für mich bist du die perfekte Besetzung für diese Stelle und ich denke, dass sie dir den Glauben an dich und deine Stärke zurückgeben wird.“ In einer eleganten Handbewegung stellte Claudia die langstielige Tasse ab und fuhr fort: „Deshalb, gerade weil ich an dich glaube und dieses als große Chance für dich erachte, habe ich unserem Chef Bescheid gegeben, dass du die Stelle gerne hättest. Heute Abend hast du ein Meeting-Date mit ihm. Dabei wird er dich in die Tätigkeit einweisen, und du kannst nächste Woche starten!“

Nicole verschluckte sich an dem Stück Apfelkuchen, das sie beim Zuhören gegessen hatte. Nachdem sie wieder zu Atem kam, blickte sie voller Entrüstung zu Claudia, die sie herausfordernd angrinste.

„Claudia, ich kann das wirklich nicht, ich bin nicht wie du, so sexy und selbstsicher. Ist das nicht auch unanständig, einen solchen Job auszuüben?“

Claudias Lächeln wurde noch strahlender und erhellte beinahe den gesamten Gastraum der Eisdiele. „Na klar ist der Job pikant, doch was kümmern uns die doofen Spießer? Außerdem sind die Doppelmoralisten unsere besten Kunden!“ Augenzwinkernd winkte Claudia dem Kellner zu und orderte die Rechnung. Dieser ließ beinahe das Tablett fallen, als er Claudias hübsche Erscheinung wahrnahm.

„Na toll, bei mir lässt der wohl nichts fallen!“, kommentierte Nicole selbstironisch die Reaktion des Angestellten. Claudia überhörte gekonnt Nicoles süffisante Äußerung und kramte fröhlich in ihrer türkisfarbenen Handtasche. „Du bist eingeladen, Süße!“ Mit einem breiten Lächeln, das ihre gepflegten weißen Zähne entblößte, ergänzte Claudia: „Tom, unser Chef, freut sich schon sehr darauf, dich kennenzulernen!“

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Was sollte sie nur anziehen? Tom war es bestimmt gewohnt, von schönen Frauen in stilvollen Kleidern umgeben zu sein. Claudia musste ihre Anspannung gespürt haben, denn sie bot sich an, mit ihr vor dem Treffen shoppen zu gehen. Eine Schnappatmung bekommend ließ sich Nicole von Claudia in einen Erotikshop ziehen und in eine Umkleide drängen, die bewusst abseits der Verkaufsräume lag. Dort musste sie auf Claudias Anweisungen hin aufregende Dessous und Kleider anprobieren. Schließlich hatte sich Nicole zu einem Kauf einer exklusiven Kombination überreden lassen, für die sich Nicole niemals alleine entschieden hätte. Nachdem ihr Claudia spielerisch mit einer Beendigung ihrer Freundschaft drohte, willigte sie schließlich lachend ein.

Nun umschmeichelte ein knöchellanges Wetlook-Kleid mit langen Ärmeln ihren kurvigen Körper und hob gekonnt ihre Vorzüge hervor. Zuvor hatte Nicole noch nie Wetlook getragen, doch sie empfand dieses anschmiegsame Material als sehr angenehm zu tragen und fühlte sich dadurch sehr weiblich und anziehend. Das schwarze Wetlook-Kleid erweckte in ihr ungekannte Gefühle von Selbstvertrauen und Erhabenheit, die durch die Latex-Dessous, die sie darunter trug, noch verstärkt wurden.

Oh ja – die Latex-Dessous! Da hatte Claudia auch ganz besondere Exemplare für sie entdeckt. Der BH schenkte ihr einen atemberaubenden Ausschnitt und das dazu passende Höschen betonte raffiniert ihre Hüften und Beine. Sie hatte schon von dem exquisiten Material gehört, sah diese spezielle Mode jedoch eher in dunklen Domina-Studios platziert. Dass auch eine ganz normale Frau wie sie Latex tragen konnte, gefiel ihr zunehmend. Sie fühlte sich damit herrlich unanständig und verrucht.

So aufreizend gekleidet hatte sich Nicole schon lange nicht mehr. Erstaunlicherweise fühlte sie sich nach einer anfänglichen Überwindung doch erstaunlich wohl. Insgeheim dankte sie Claudia, dass sie diese Empfindungen in ihr erkannt hatte und diesen zum Ausbruch verhalf durch ihre einfühlsame Beratung in Sachen Kleiderwahl.

Nervös blickte Nicole auf ihre kleine Uhr am Handgelenk. Nur noch ein paar Stunden, dann würde sie Tom gegenüberstehen. „Oh Gott!“, dachte sie und schluckte aufgeregt einen dicken Kloß herunter. „Hoffentlich werde ich ihm gefallen.“

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Sein angenehmes Parfum würde Nicole wohl nie wieder aus der Erinnerung entweichen. Der intensive Duft nach Moschus und Sandelholz umhüllte sie wie ein zartes Band, welches alle negativen und drückenden Gedanken der letzten Zeit fernhielt. Wie in einer wundervollen Blase saß Nicole gemeinsam mit Tom, dem Chef der Erotik-Hotline, an einem edlen Holztisch, welcher in seiner natürlichen Schlichtheit die Vertrautheit des Moments unterstrich.

Tom hatte sie von einem Fahrer abholen und in dieses heimelige Restaurant fahren lassen. Als der Wagen vorfuhr, sah sie Tom eindrucksvoll und von den schimmernden Lichtern des noblen Restaurants umrahmt am Eingang stehen.

Welch imposante Erscheinung er doch bot!

Nicole war sofort beeindruckt von diesem ihr noch unbekannten Mann und freute sich auf den gemeinsamen Abend, ob denn sie vor lauter Aufregung kaum ein Wort herausbrachte. Sie wäre ihm beinahe in die Arme gestolpert, als sich ihr leichter Seidenschal beim Aussteigen im Türrahmen der schwarzen Limousine verfing. Die ungewohnt hohen Pfennigabsätze ihrer High-Heels taten ihr übriges. Nicole war vollauf erleichtert gewesen, als Tom charmant lächelte und sie gekonnt in einer Drehung auffing, um sie dann galant in das stilvolle Restaurant zu führen.

Es war ein berauschendes Gefühl, als sie beide so über die Türschwelle schritten und alle Blicke auf sie gerichtet waren. Bisher drehte sich kaum jemand nach Nicole um. Um so mehr konnte sie mit dieser neuen und ungewohnten Situation kaum umgehen und blickte unsicher zu Tom auf, der einen ganzen Kopf größer als sie war und das trotz der High-Heels. Er hatte ihren Arm wie selbstverständlich in seine Armbeuge gelegt. Seine Körperwärme strahlte kraftvoll zu ihr und schenkte ein wohliges Gefühl des Getragen-seins, das sie veranlasste, ihm ihr Vertrauen zu schenken. Seine grauen Augen blickten sie liebevoll an, und sein spitzbübisches Grinsen verleitete auch sie, sich komplett losgelöst in die aufregend neue Situation zu begeben.

Galant zog Tom Nicoles Stuhl zurecht, als sie an dem romantisch eingedeckten Tisch Platz nahm. Tom setzte sich seitlich zu ihr und gab dem Kellner unauffällig einige geflüsterte Anweisungen, denen dieser umgehend nachkam. Eine stille Autorität begleitete diesen gutaussehenden Mann, die wohl nicht nur Nicole wahrnahm.

Dankbar, einige ruhige und unbeobachtete Momente für sich zu haben, folgte Nicole fasziniert Toms Fingern, die leise klackend auf die Armatur des Laptops auftippten. Den Laptop hatte er mitgebracht und vor ihnen aufgestellt.

Interessanterweise war Tom nicht Nicoles optischer Typ. Sein weißes Hemd spannte sich über seiner ausgeprägten Oberkörper- und Oberarmmuskulatur und ließ erahnen, welche Kraft sich hinter dieser verbarg. Nicole mochte zwar trainierte Männer, die Sport betrieben und auf ihren Körper achteten, doch zu viele Muskeln sollten es dann doch nicht sein. Normalerweise – vor dem Kennenlernen mit Tom.

Nun erwischte sie sich dabei, wie sie gebannt auf dessen lebendiges Spiel der Muskeln starrte und sogar eine leichte Erregung dabei verspürte. Auch war Tom älter als ihre bisherigen Partner. Sie schätzte ihn auf Ende Fünfzig, denn sein Haar war graumeliert und zu einem Zopf am Hinterkopf zusammengebunden. Es reichte ihm schätzungsweise bis auf die Schultern, und trotz seines Alters war es noch recht voll. Tom trug zudem einen Vollbart, der in einem geflochtenen Zopf mündete.

Nicole mochte ihre Männer bisher bartlos, störte sie sich doch an dem Kratzen und Kitzeln beim Küssen. Dann auch noch dieses Zöpfchen am Bart – Tom war eine Type, die einem nicht jeden Tag begegnete. Seine faszinierenden grauen Augen wirkten in keiner Weise kühl und unnahbar, wie es oft bei dieser Augenfarbe der Fall war. Ein kleines wildes Feuer loderte in diesen, ein Versprechen auf eine Leidenschaft, die sich Bahn brechen konnte und die seinem Blick eine attraktive Eindringlichkeit verlieh.

Nicoles errötete nervös. Um den Moment zu überspielen, nahm sie einen Schluck aus dem bauchigen Rotweinglas. Sie musste sich zusammenreißen und versuchen, nicht so intensiv auf diesen außergewöhnlichen Mann zu reagieren. Schließlich war dies hier ein Geschäftsessen und keine romantische Verabredung.

„Mich faszinieren errötende, rothaarige Schönheiten!“, murmelte Tom fast unmerklich und ohne Nicole anzusehen, doch seine liebevoll-neckenden Worte verfehlten ihre Wirkung nicht und trafen Nicole mitten ins Herz – und an anderer Stelle zwischen ihren Beinen. Diesem berauschenden Gefühl wollte sie jetzt nicht bewusst nachgehen.

Dass Tom sie schön nannte, war Nicole Balsam für ihre Seele. Um so mehr, da sie instinktiv spürte, dass es Tom ernsthaft meinte. Sie selbst hätte sich nie als schön bezeichnet. Claudia vielleicht mit ihrem blonden aparten Bob und ihrer athletischen Figur, die kein Gramm Fett zu viel hatte.

Doch sie mit ihren zehn Kilo zu viel auf den Rippen, mit ihrem vollen Busen und ihrem etwas zu prallen Hintern und strammen Schenkeln. Nicole würde wohl kaum dem gängigen Schönheitsideal entsprachen, sie sollte schön sein?

Dann noch ihre roten Haare, die sie oft mit einer brünetten Tönung abmilderte, damit sie sich nicht wie ein Kobold vorkam. Sie war weder besonders groß noch mit auffälligen Tattoos oder Piercings versehen. Nicole empfand sich als gewöhnlich, vielleicht höchstens als hübsch.

Toms angenehme Stimme riss Nicole aus ihren bewegten Gedanken, als er begann, ihr die organisatorischen und technischen Abläufe des Chat-Programms zu erklären. Das Gute daran war, dass sie dieses im Grunde überall aufrufen und damit arbeiten konnte. So war sie nicht an einen bestimmten Arbeitsort gebunden und musste keine Fahrtwege in Kauf nehmen. Auch versuchte Tom ihr die Nervosität vor dem erotischen Schreiben mit den Männern zu nehmen, in dem er ihr die Stammkunden und deren Anliegen vorstellte. Auch zeigte er Wege der Kommunikation auf, die sie auch in kniffligen Situationen anwenden und mit denen sie sich aus diesen manövrieren konnte.

Nach diesem Einführungsgespräch in den Tätigkeitsbereich einer Erotik-Chatterin fühlte sich Nicole wesentlich entspannter und sich der Aufgabe durchaus gewachsen. Ihre nagenden Selbstzweifel schienen an diesem Abend weit fort. Dies war der Verdienst dieses ungewöhnlichen Mannes, der immer wieder unauffällig ihren Unterarm streifte. Auch beugte sich Tom wiederholt zu ihr und verringerte somit unaufhörlich den Abstand zwischen ihnen.

Nachdem Nicole keine Fragen mehr hatte, genossen beide ein wundervoll abgeschmecktes Lammragout und frisch zubereitete Bandnudeln, welche die kulinarische Spezialität des gut besuchten Restaurants darstellten. Während sich Nicole und Tom angeregt über alle möglichen Themen unterhielten, berührten sich ihre Knie und Ellenbogen wieder und wieder, und Toms Blick suchte immer wieder Nicoles Augen. Auch fiel ihr auf, wie Tom in scheinbar ungesehenen Momenten zu ihr hinsah. Nicole empfand seine Blicke wie ein sanftes Streicheln und ließ sich nicht anmerken, wie sehr sie diese genoss.

Die Luft zwischen ihnen schien allmählich dünner zu werden. Ein leises, starkes Gefühl verschaffte sich zunehmend Gehör. Nicole konnte es nicht benennen, doch es sorgte dafür, dass ihr Puls anstieg. Fast schon berauschend war es, als Tom die Rechnung beglich und Nicoles Arm wie selbstverständlich in seine Armbeuge legte und sie nach draußen führte.

Scheinbar hatte Tom den Fahrer der schwarzen Limousine zwischenzeitlich kontaktiert, denn dieser wartete schon vor dem kleinen Restaurant, um seine Gäste nach Hause zu fahren.

„Macht es dir etwas aus, wenn ich dich nach Hause begleite?“, fragte Tom unvermittelt. Ein Anflug von Unsicherheit verdunkelte seine grauen Augen und zeigte seine Furcht vor einem Korb.

„Was antworte ich ihm nur?“, dachte Nicole panisch. Toms direkte Frage brachte sie gänzlich aus dem Konzept, zumal sie um ihre besondere Latex-Unterwäsche wusste. Bestimmt wollte er höflich sein und sie einfach ganz gentlemanlike nach Hause begleiten.

Doch wenn es doch zu mehr kommen und sie Zärtlichkeiten austauschen würden, was dann?

Diese Vorstellung löste einen wohligen Schauer in ihr aus. Ein tiefer Seufzer entfuhr ihr, als sie Tom klopfenden Herzens ein Küsschen auf die Wange gab. Sie wollte diesen einmaligen Moment nicht verstreichen lassen. Zu lange war sie das stille Mauerblümchen gewesen. Ein Prickeln rann ihr den Rücken herunter. Ja, sie wollte endlich vom Leben kosten und nicht nur existieren! So fasste sie all ihren Mut zusammen und setzte sich mit ihm auf die Rücksitze der Limousine. Eine dunkle Scheibe trennte Gast- und Fahrerraum und schenkte beiden Parteien Privatsphäre.

Auf einmal setzte eine erwartungsvolle Stille ein. Im Nachhinein hätte Nicole nicht rekonstruieren können, wie es dazu kam, doch sie spürte plötzlich Toms weiche Lippen auf den ihren und seine feuchte Zunge in ihre Mundhöhle eindringen. Er stieß diese behutsam in sie und unterstrich sein Begehren mit seinen Händen, die zärtlich ihre Oberschenkel hinaufstrichen. Dabei schob er sanft den Wetlook-Rock hinauf und entblößte ihre leicht zitternden Beine. Nicole stöhnte in seinen drängenden Kuss und erwiderte diesen mit einer Inbrunst, die sie von sich so nicht kannte.

Was machte dieser faszinierende Mann nur mit ihr?

Der Kuss wurde zunehmend leidenschaftlicher und Toms Hände frecher. Nicole spürte einen kühlen Lufthauch an ihren Schenkeln, als Tom diese mit leichter Führung öffnete und seine Finger vor ihrem Latex-Höschen positionierte. Mit kreisenden Bewegungen begann er, diese gegen Nicoles Mitte zu drücken und durch den Latex-Stoff ihren Kitzler zu stimulieren. Diese intime und zugleich sehr achtsame Geste berührte Nicole zutiefst, und sie spreizte instinktiv ihre Beine noch ein wenig weiter und bäumte sich Toms starkem Körper entgegen.

Die Limousine führte kurz darauf eine starke Linkskurve aus, so dass Tom versehentlich ganz auf Nicole rutschte. Die drängenden Finger machten einer festen Beule Platz, die sich reibend gegen Nicoles Unterleib presste. Lautes Stöhnen erfüllte den Innenraum des Fahrzeugs, als der wunderschöne Latex-BH zum Vorschein kam und zwei volle milchige Wölbungen präsentierte. Tom grinste breit und murmelte an ihre Lippen: „Du kleines Luder! Dass du auf Latex stehst, hätte ich nicht gedacht.“ Nicole wollte entrüstet antworten, doch Tom umschloss lustvoll saugend eine ihrer Brustspitzen und brachte sie so zum wohligen Schweigen.

Nicole konnte nicht mehr klar denken; starke Emotionen bäumten sich in ihr auf.

Sie spürte ihre Vagina schon schmerzhaft pochen und griff mit ihren Händen beherzt an Toms Pobacken, um ihn noch näher an sich drücken zu können. Ob denn Toms Hose und Nicoles Latex-Höschen einen Haut-an-Haut-Kontakt verhinderten, konnte der Moment nicht inniger sein. 

Da hörte Nicole Toms tiefe Stimme an ihrem Ohr: „Meine Schöne, komm für mich!“

Nicole konnte nicht mehr an sich halten und verlor jegliche Selbstkontrolle. Mit einem lauten Aufschrei hob sie ein letztes Mal ihre Hüften an. Dann fühlte Nicole einen unglaublich intensiven Orgasmus über sich hinwegbrechen, der sie in zuckenden Wellen davontrug. Eine solche Heftigkeit hatte sie noch nie zuvor mit einem Mann erlebt. Auch wusste sie nicht, dass sie überhaupt zu solch einer großen Begierde fähig war.

Was machte dieser Mann nur mit ihr! Nicole erkannte sich selbst kaum wieder und atmete schwer ein und aus, um wieder Herr ihrer Sinne zu werden.

Toms verschmitztes Grinsen und sein Blick Richtung Hose holten Nicole sanft in die Wirklichkeit zurück. Ein großer dunkler Fleck breitete sich auf Toms Hose genau in seiner Schritthöhe aus und zeugte davon, dass auch er gerade einen großartigen Orgasmus gehabt hatte. Verlegen schlug Nicole ihre Augen nieder, überkamen sie doch Schuldgefühle, dieses nicht bemerkt zu haben.

„Entschuldige Tom, es ist so lange her, dass ich mit einem Mann beisammen war. Ich habe deinen Orgasmus gar nicht bemerkt. Hätte ich mich anders verhalten sollen?“

„Nicht doch, du hast dich genau richtig verhalten. Du warst authentisch, hast nicht über dein Handeln nachgedacht und mir vertrauensvoll deine Hingabe dargeboten. Dafür möchte ich dir von Herzen danken. Und zu deiner Latex-Unterwäsche kann ich nur staunend sagen: Wow!“

Um seinen bewundernden Worten Ausdruck zu verleihen, küsste Tom Nicole lange auf die Stirn und strich ihr eine seidene, rote Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Außerdem befinden wir uns wohl in einer ganz ähnlichen Situation.“ Mit erhobenen Augenbrauen glitt sein Blick zwischen ihre noch immer leicht geöffneten Beine auf ihr Latex-Höschen, an dessen Seiten ihr Nektar hervorquoll. Selbst an den Innenseiten ihrer Schenkel befand er sich und transportierte einen unvergleichlich süßen Duft. Tom beugte sich vor und nahm genussvoll ein paar tiefe Atemzüge, bevor er anzüglich grinste.

Dies gefiel Nicole so sehr, dass sie spontan ihren Slip auszog und ihm diesen feierlich reichte. Tom war davon vollkommen überrascht und konnte Nicole nur mit großen Augen anstaunen.  

„Ich könnte mir vorstellen, mein Geschenk gefällt dir. Behalte mein Höschen und trage es mit dir, dann kannst du meinen Duft überall genießen.“ Hatte das Nicole gerade wirklich gesagt? So als würde sie neben sich stehen, wartete sie gespannt auf Toms Reaktion.

„Meine Güte, du kannst wirklich meine Gedanken lesen! In der Tat liebe ich den Duft von Frauen und deinen ganz besonders. Sehr gerne nehme ich dein himmlisch-köstliches Geschenk an und werde deinen geilen Latex-Slip wie einen Schatz aufbewahren. Wenn ich an dich denke, werde ich deine Lust inhalieren und voller Sehnsucht auf unsere nächste Begegnung hoffen.“

Voller Inbrunst drückte er den außergewöhnlichen Stoff gegen seine Nase und leckte kurz über Nicoles Nässe, die noch am Slip heftete. Tom stöhnte auf und schien für einen kurzen Moment der Gegenwart entrückt.

„Wie fantastisch du bist, genauso wie dein Geschmack.“

Just in diesem Moment, als Nicole vor freudiger Erregung erneut errötete, hielt das schwarze Gefährt an. Kurze Zeit später öffnete der Fahrer die Tür auf Nicoles Seite, denn sie waren an ihrem Zuhause angekommen.

Auf einmal ergriff Tom Nicoles Hand und hielt diese fest umschlossen, als er sie um ein Wiedersehen bat. Spielerisch koket zögerte sie kurz, dann hauchte sie ihm ein erlösendes „Sehr gerne“ mit einer Kusshand entgegen, welches seine markanten Gesichtszüge freudvoll erstrahlen ließ.

Sie tauschten noch einen heißen Kuss, dann stieg Nicole aus und vernahm dabei Toms poetische Worte: „Was bist du nur für ein berückender Mensch!“

Eine kleine Ewigkeit verfingen sich ihre Blicke, graue in grüne Tiefen. Da äußerte Nicole auf einmal keck: „Wenn dir Latex so gut gefällt, kannst du dich ganz besonders auf ein Wiedersehen freuen. In meinem Kleiderschrank hängt ein neues Latex-Minikleid mit aufregenden Reißverschlüssen an ganz besonderen Stellen. Noch fand ich keine Gelegenheit es auszuführen.“ Ohne Toms Antwort abzuwarten, schloss Nicole geschwind die Tür. Sie erhaschte noch einen Blick in seine erstaunt blitzenden Augen, da setzte der Wagen schon an und war alsbald aus Nicoles Sichtfeld entschwunden.

Eine ganze Weile stand Nicole einfach nur da, gefangen in ihrer bewegten Gedankenwelt. War das gerade alles sie, die das erleben durfte?

Bald würde die einbrechende Dämmerung die Nacht verabschieden und den Tag einläuten. Kaum hatte sie Gelegenheit gehabt sich zu sammeln, da vibrierte auch schon ihr Handy. Sie nahm es neugierig zur Hand und rief das Display auf. Tom hatte ihr geschrieben. Er bedankte sich für den wundervollen Abend und ihr entzückendes Geschenk. Und er schrieb, dass er sich auf ihr baldiges Wiedersehen sehr freute und noch nie eine solch bezaubernde Frau kennengelernt hatte.

Ein verführerisches Grinsen umspielte Nicoles rosafarbene Lippen, als sie Tom sogleich antworten wollte. Just in dem Augenblick, als sie ansetzen wollte, erhielt sie eine weitere Nachricht. Im Eifer des erotischen Gefechts hatte sie ganz vergessen, dass ihre Schicht im Erotikchat soeben begonnen hatte.

Die erste Nachricht eines Kunden hatte sie soeben erreicht. Darin war zu lesen: „Ich sitze hier auf dem Stuhl und warte gespannt, wie du aus der Dusche kommst.“

Nicoles aufkommendes, selbstbewusstes Lächeln verlieh ihr auf einmal einen ganz besonderen Glanz. Nicht einmal ein Höschen trug sie gerade. Ihr Leben schien wohl recht interessant zu werden…

Meine Kurzgeschichte: Mein Verehrer, der Boxer

Sie waren geradezu magisch, diese Freitagabende im Hallenbad. Bis 22 Uhr war immer geöffnet. Draußen lag alles im kompletten Dunkel, umso eindringlicher reflektierten die Glasscheiben das Geschehen in der Schwimmhalle. Das Wasser wurde oftmals stimmungsvoll beleuchtet, die Deckenbeleuchtung gedimmt. Da keine Vereine mehr trainierten, gab es keine abgetrennte Bahnen mehr, die Schwimmer konnten frei im Becken ihre Bahnen ziehen. Freitagabend waren oftmals die gleichen Schwimmer anwesend, die Stammkunden – so wie ich zu diesen zählte.

Wie immer nahm ich mir vor, zumindest eine halbe Stunde durchzuziehen. Freitags fiel mir das immer schwer, denn oftmals war ich etwas müde von der Woche. An diesem Abend trug ich einen roten Triangel-Bikini mit weißen Tüpfelchen und Rüschenvolant an Oberteil und Höschen.

Ich hatte schon ungefähr die Hälfte hinter mir, da fiel mir ein Mann am anderen Ende des Beckens auf, der gerade eine Schwimmpause einlegte und mich eindringlich betrachtete. Ich schaute kurz in seine Richtung, konnte sein Gesicht jedoch nicht deutlich erkennen, da er sich im schummrigen Licht befand.

Mir fiel sein Oberkörper auf. Und Oberarme, die ihn am Beckenrand hielten. Meine Herren, war dieser Mann stark. Muskelbepackte Arme liefen in einen Brustkorb über, der definierter nicht hätte sein können. Der Mann fuhr sich mit einer riesigen Hand durch sein blondes kurzes Haar, bevor er sich zu voller Größe aufrichtete, auftauchte und seinen Körper bis zum Bauchnabel freilegte.

Dann fuhr er sich mit dieser Riesenhand über seine glatte Brust und schaute mich die ganze Zeit über an. Ein blaues Schimmern ließ mich nicht mehr los. Ich reagierte auf ihn und spürte leichte Erregung in mir aufsteigen. Verlegen senkte ich meinen Blick und schwamm wieder los.

Der Mann tat es mir gleich und durchpflügte das Wasser. Es war erkennbar, dass er seinen Körper trainierte und gut im Griff hatte, auch mental. Er schwamm konzentriert, ausdauernd und zielführend. Während den kurzen Drehungen am Beckenrand bemerkte ich im Blickwinkel, dass seine Augen immer wieder auf mir ruhten. Irgendwie schien sich der Abstand zwischen uns zu verringern, obwohl ich meine Position nicht verändert hatte.

Und so kam es, dass er auf einmal direkt in der Bahn neben mir schwamm. Er erreichte vor mir den Beckenrand. Als er sich erhob, erhaschte ich einen Blick auf seinen mächtigen Rücken.

Nun zog er die Schwimmbrille ab, die er aufgrund des Kraulens getragen hatte. Schwungvoll drehte er sich auf einmal zu mir um und sah mir zu, wie ich die letzten Meter zurücklegte, bis ich den Rand des Beckens erreicht hatte. Er drehte sich synchron mit mir, beide schauten wir eine Weile nach vorne und sahen uns in unserem Spiegelbild im Fenster vor uns.

Unvermittelt wandte er sich plötzlich zu mir und sagte mit tiefer Stimme: „Hallo.“

Ich drehte mich zu ihm und blickte in ein solch blaufunkelndes Augenpaar, wie ich es noch nicht erlebt hatte.

Ein helles, klares Blau mit Schatten von Grau. Ein Drei-Tage-Bart mit leicht rotblonder Note schmückte sein Gesicht, seine Wimpern und Augenbrauen standen hingegen im dunkleren Kontrast zu seiner hellblonden Haarfarbe. Er lächelte mich offen und liebevoll an und zeigte dabei seine schönen und gepflegten Zähne.

Ich konnte gar nicht anders, als sein Lächeln zu erwidern. „Hallo.“, antwortete ich.

„Ich heiße Waldemar.“

Anstatt ihm zu antworten, musterte ich ihn unauffällig.

„Wie heißt Du?“, hakte er nach.

„Julia.“

„Julia – ein schöner Name. Es freut mich dich kennenzulernen.“

Dabei kam er einen Schritt auf mich zu. Eine Bugwelle erreichte mich, als er mir seine Hand zur Begrüßung reichte.

Mein Gott waren das Pranken! Riesige Handteller, dicke Finger und ein kräftiger Händedruck. Meine eigene Hand verschwand in diesem Händedruck komplett.

Mir gefiel dieses höfliche Auftreten. Damit ehrte er mich auf eine ganz urtümliche Art und Weise. Sein Blick glitt unauffällig über meinen Körper, als er wieder etwas zurückwich.

„Du bist immer freitags hier, nicht wahr? Ich sehe dich schon länger und habe mein Training so gelegt, dich hier anzutreffen.“

Interessant, wie man doch gesehen wird. Er war mir bisher nicht bewusst aufgefallen.

„Was trainierst du denn?“

„Ich bin Boxer. Krafttraining gehört auch dazu. Am Schluss gehe ich dann immer schwimmen für die Kondition.“

„Das ist nicht zu übersehen“, äußerte ich spontan ohne nachzudenken. „Eigentlich bist du gar nicht mein Typ, das sind mir fast zu viele Muskeln.“

Verwegen grinste er mich an: „Dafür bist du genau mein Typ. Bist du Single? Da schwimmt manchmal ein Mann mit dir“.

„Das ist vermutlich Rouven, den du meinst. Wir treffen uns als auch hier. Er geht ebenfalls regelmäßig schwimmen. Ich bin aber nicht mit ihm zusammen. Rouven kommt gerade aus einer Beziehung und will erstmal keine Freundin.“

Waldemar musste auf einmal lachen. „Quatsch. Ich habe euch beobachtet. Er will was von dir. Nur ein dummer Mann will dich nicht.“

Er sagte es sehr bestimmt und eindringlich und als ich ihm widersprach, meinte er:

„Julia, du wirst immer gewollt sein. Ich sehe es in deinem Gang, du hast Stil. Dein Lachen ist herzlich und dein Herz ist ehrlich. Das sehe ich alles. Das wirst du auch als alte Frau noch haben!“

Ich war seltsam berührt von seinen Worten. Waldemar sprach mit mir, als würden wir uns schon Jahre kennen. Es war eine Intimität zwischen uns spürbar, die nichts mit Sexualität zu tun hatte. Im anschließenden Gespräch erzählte er mir, dass er Inhaber und Chef einer Firma war, die Personenschutz anbietet. Daher sein wacher Blick für seine Umgebung, kam es mir in Gedanken.

Ich hatte spontan ein Gefühl des absoluten Vertrauens. Instinktiv wusste ich, dass dieser Mann immer gut zu mir sein würde und immer aufrichtig und loyal. Seine Augen waren grundehrlich, seine Absichten spürbar rein. Optisch sah er aus wie der geborene Checker, doch spürte ich Güte von ihm ausgehen und ein riesengroßes Herz in seiner Brust wohnen. Seine scharfe Wahrnehmung hatte nichts mit Kontrollwahn zu tun. Dieser Mann sorgte sich um mich und mein Wohlergehen. Und das nach dieser kurzen Zeit…

Mein Blogartikel: Das Strafbuch

Welche Bedeutung kommt dem Strafbuch im BDSM zu? Ist das nicht eine verstaubte Angelegenheit? Oder kann darin ein ganz besonderer Reiz liegen?

Ich habe mir Gedanken zum Erziehungsmittel „Strafbuch“ gemacht. Falls Ihr mögt, viel Spaß beim Lesen.

Bitte nur Erwachsene, vielen Dank!

Eure Julia

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FSK 18

Ein Strafbuch als Mittel der Erziehung ist ein wenig verkannt. Oftmals wird dieses belächelt und genießt eher weniger Ansehen in seiner Verwendung. Ein Grund dafür könnte sein, dass dieses ein eher subtileres Mittel der Disziplinierung darstellt und nur innerhalb eines absoluten Vertrauensverhältnisses seine wirkliche Kraft entfalten kann. Warum dieses, fragt Ihr Euch?

Nun, es ist ganz einfach: Die Handhabung eines Strafbuchs erfordert eine unabdingbare Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit des devoten Parts und stellt somit eine unglaublich große Respektbekundung an den dominanten Part dar. Ein Strafbuch erfordert auch eine gewisse Eigenständigkeit als auch Kreativität des Subs. In diesen Momenten agiert Dom nicht unmittelbar, sondern überträgt eine gewisse Selbstständigkeit an Sub. Ein Strafbuch macht insofern auch nur Sinn, wenn dieses Sub ernst nimmt und entsprechend würdigt. Dabei steht nicht das „Nach-Lust-und-Laune“-Prinzip im Vordergrund, sondern dass das wahrhaftige Geschehen dokumentiert wird. Der devote Part steht dabei in der Pflicht, eigene Empfindungen und Bedürfnisse sehr differenziert wahrzunehmen und sich selbst gegenüber absolut aufrichtig sein. Gerade in solchen Momenten des Interagierens zeigt sich, ob Sub wirklich Achtung vor Dom hat, denn dieser sollte alles festhalten und sich diesen Prozessen der Erziehung ernsthaft stellen. Nur so können diese sehr wichtigen und oft unbewusst ablaufenden Meilensteine der Disziplinierung ihre volle Wirksamkeit entfalten.

Ein Strafbuch soll auch nicht unbedingt Spaß machen und Freude schenken. Es soll durch das Niederschreiben ein Bewusstwerden implizieren über Gewesenes und über das Empfangen von daraus resultierenden Konsequenzen. Anstatt Strafbuch kann es auch Reflektions- oder Findungsbuch genannt werden, denn letztendlich ist das Erleben des Aufschreibens und nochmaligen Durchlesens und des Vortragens dieser Niederschriften vor Dom ein sehr klares Herangehen und Aufzeigen von persönlichen Strukturen und Denkmustern, die es in der Erziehung aufzuzeigen und anzugehen gilt. Nimmt Sub das Strafbuch ernst, nimmt sie auch ihren Dom ernst und vor allem die eigene Submission. Dieser wiederrum vertraut in Sub, um dass Sub ehrlich aufschreibt und kein Schauspiel darstellt, welches Dom`s Verhalten im schlechtesten Fall manipulieren soll.

Manipulieren? Ja, genau das. Steht Sub auf Schläge, könnte dieser doch Vergehen erfinden, um in den Genuss derer zu kommen. Oder Sub empfängt diese lieber nicht und verschweigt deswegen Vergehen gegen zuvor vereinbarte Regeln. Auch dies stellt eine ernstzunehmende Beeinflussung der Erziehungsmaßnahmen dar und beleidigt Dom und ehrt letzten Endes weder Dom noch Sub.

Von daher stellt ein Strafbuch auch immer einen Gradmesser für die wirkliche Substanz und Ernsthaftigkeit ein jeder submissiven Verbindung dar. Macht Euch dies bitte vor Anwendung dieses Disziplinierungsmittels bewusst. Ob von allen Beteiligten oder von einzelnen gewünscht, ein Strafbuch kann Zeiten der Trennung sehr interessant und anregend gestalten und bereichernd überbrücken. Sei es nun innerhalb einer Übergangsphase zwischen zwei Treffen oder im Rahmen einer Online-Erziehung, ein Strafbuch kann ein äußerst reizvolles Mittel der Erziehung und Formung darstellen.

Ein Tipp für Euch:

Bitte verzichtet dabei jedoch auf die Handhabung von Beweismitteln wie zum Beispiel den gerne angewandten Beweisbildern. Warum? Beweismedien sollen dem Namen nach etwas beweisen, also sicherstellen. So oder so sind Beweisvorgänge immer Misstrauensvoten an den anderen gerichtet nach dem Motto: „Zeige mir, dass du es gemacht hast!“ Sub wird es von sich aus wollen und genießen, Dom mit seinen Mitteln zu erfreuen und Doms Vertrauen mehrfach auf seine ureigene Art und Weise wertzuschätzen. Dies liegt in der submissiven Natur eines jeden Subs. Je weniger Dom einfordert, desto mehr bekommt dieser aus freien Stücken von Sub. Einfach mal ausprobieren und neue Wege gehen!

Gastartikel: Das erste Mal bei einer Escort-Dame

Den folgenden Gastbeitrag reichte mir ein junger Mann ein, der die Menschen daran teilhaben lassen möchte, wie er sein erstes Mal Sex mit 18 Jahren mit einer Escort-Dame erlebte.

Damit möchte er nicht die Sensationsgier der Leute stillen, sondern Mut machen, zu seinen Gefühlen zu stehen und das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mut wird oftmals belohnt! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle dem Autor des Gastartikels, der gerne anonym bleiben möchte.

Alle handelnden Personen in der Erzählung sind mindestens 18 Jahre alt. Bitte nur Erwachsene lesen, danke!

Liebe Grüße

Eure Julia

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FSK 18

Gastartikel:

Meine Geschichte handelt von meinem ersten Mal im doppelten Sinne. Es war meine erste sexuelle Erfahrung und dazu noch im Escort-Bereich. Angefangen hat es, als meine damalige Freundin und ich uns getrennt haben. Zu diesem Zeitpunkt war ich 18, und aufgrund verschiedener Dinge kam es bis dahin leider nicht zum ersten Mal.

Also fing ich an im Internet nach Anzeigen zu schauen, weil ich nun endlich diese Erfahrung machen wollte. Habe lange überlegt, ob ich diese Erfahrung wirklich so sammeln möchte, was ich im Nachhinein überhaupt nicht bereue.

Zurück zum eigentlichen Thema. Nach längerer Suche bin ich fündig geworden. Ich erklärte ihr die Situation, und sie zeigte großes Verständnis. Ein paar Nachrichten später war es klar, dass ich mit dieser Frau mein erstes Mal haben möchte, und so machten wir ein Treffen aus. Vor lauter Aufregung hab ich das erste Treffen in den Sand gesetzt und dachte schon, das wars. Aber nein, sie gab mir eine zweite Chance, die ich diesmal warnahm.

Kurz vor dem Klingeln bei ihr.

Vor der Haustüre angekommen wollte ich vor Nervosität schon wieder gehen, doch ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und klingelte. Eine liebevolle Stimme bat mich herauf zu kommen. Oben angekommen öffnete sie mir die Tür, und was soll ich sagen? Einfach ein Traum. Lange, dunkelbraune Haare, ein super süßes Gesicht, dazu eine üppige Oberweite und einen Po, der prall und knackig wie ein Apfel war.

Ich betrat die Wohnung und nahm auf der Couch im Wohnzimmer Platz. Total nervös und mit beginnender Erektion saß ich nun da, und sie setzte sich neben mich. Wir unterhielten uns, sie fragte mich noch einmal, ob ich mein erstes Mal wirklich so möchte und ich dürfte mich nicht verlieben. Fasziniert von ihrem Körper war ich wie benommen, und sie bemerkte schnell meine Schwellung in der Hose. Also fragte sie, ob ich bereit wäre und wo es mir am liebsten wäre.

Ich entschied mich für das Schlafzimmer.

Zuerst ging es ins Bad frisch machen. Langsam befreite sie mich von meinen Klamotten, küsste meinen Körper, bis ich nur noch in meiner Unterhose vor ihr stand. Als sie plötzlich mit ihrer Hand nach meinem Penis griff, stellten sich mir alle Haare auf. Sie zog meine Unterhose aus,  und so stand ich wie von Gott geschaffen vor ihr. Mein Penis platzte schon fast vor Geilheit, und ich hoffte nicht allzu schnell zu kommen. 

Aus dem Nichts fing sie an, ihn in den Mund zu nehmen und mit ihrer Zunge zu bearbeiten. Im Gespräch vorhin meinte sie zwar, dass sie gerne bläst, aber hey ich dachte nicht, dass es so geil wird.

Es war unbeschreiblich! Sie wusste genau, was ein Mann braucht.

So standen wir im Badezimmer, und sie bearbeitete abwechselnd mit ihrer Hand und Zunge meinen Penis. Auch meine Eier kamen nicht zu kurz. Es war einfach wunderschön. Nach einer Weile merkte sie, dass ich es nicht mehr lange halten würde, und so zog sie mich an meinem Schwanz ins Schlafzimmer, wo ich sie endlich näher betrachten konnte.

Sie zeigte auf ihren Po mit der Aufforderung, ihren Slip auszuziehen.

Ich weiß noch, wie sie meinte: „Nicht dass es dir gleich kommt“. Ich griff mit meinen Händen nach ihrem Arsch und zog ihren Slip herunter.  Ich knetete ihre Arschbacken und gab ihr Küsse. Als sie sich aufs Bett legte und ihr Oberteil freimachte, erstrahlte sie in ihrer ganzen Schönheit. Unbeholfen stand ich da, und sie zeigte auf ihre Vagina. Ich fragte verlegen, ob ich sie fingern, bzw. lecken dürfte.

Sie erwiderte mit der Antwort: „Sehr gerne“, und so begann ich meinen Finger langsam in ihre Muschi zu schieben. Sie zeigte mir, wie ich am besten Hand anlege. Nach kurzer Zeit vergrub ich mein Gesicht zwischen ihren Schenkel und begann sie zu lecken.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl. So schön warm und weich.

Ich weiß nicht, ob es mir eingebildet habe, aber ich glaube, sie war trotz meiner Unerfahrenheit erregt und begann schwerer zu atmen. Nach einer gefühlten Ewigkeit nahm sie meinen Kopf und fragte, ob ich nun bereit wäre. Ich antwortete in Trance: „Klar“. Sie griff in ihrer Kommode nach einem Kondom, dass sie mir überzog. 

So lag ich nun auf ihrem Bett und war kurz davor, meine Jungfräulichkeit zu verlieren.

Als sie sich dann langsam näherte und meinen Penis vor ihrer Vagina platzierte, wusste ich mir nicht zu helfen. Dieser Anblick war zu schön. Wie sie auf mir saß und mich verträumt anschaute. Sie merkte meine Aufregung und flüsterte mir nur ins Ohr: „Keine Sorge, versuch nur nicht direkt zu kommen“. Leichter gesagt als getan bei meiner Geilheit.

Und dann war es soweit: Sie senkte ihr Becken herab, und mein steifer Schwanz drang in ihre Vagina ein.

Es war eine totale Reizüberflutung. Noch nie überkamen mich solche Gefühle. So warm, weich und schön. Sie bewegte sich auf und ab, während ich völlig unbeholfen da lag. Ich versuchte, mich mit ihr im Rhythmus zu bewegen, was leider nicht direkt so funktionierte. Aber das war nicht schlimm, denn meine Prinzessin wusste ja, dass ich in dem Moment das erste Mal mit einer Frau Sex hatte und übernahm die Führung. 

Es war einfach nur geil.

Durch die Spiegel konnte ich schön sehen wie sie auf mir ritt, langsam und sicher dem Orgasmus entgegen.  Mir fiel es sichtlich schwer nicht zu kommen, und so kündigte ich an, dass es gleich so weit wäre. Völlig unbeirrt erhöhte sie das Tempo, und ich griff zusätzlich nach ihrem Busen.

Plötzlich überkam es mich und ich spritzte drei bis vier starke Male in den Gummi. Sie blieb auf mir sitzen und küsste mich, bis mein Kleiner schlaff war. Wir lagen in ihrem Bett und kuschelten noch eine Weile, während ich es einfach genoss, mit ihr nackt da zu liegen. Nach einer gefühten Ewigkeit fragte sie, ob ich nochmal könnte und bereit wäre für eine zweite Runde. „Natürlich, nichts lieber!“, antwortete ich. So führte sie mich mit halber Erektion ins Bad zum Frischmachen. Danach ging es direkt wieder ins Schlafzimmer, wo sie ihn mit einem traumhaften Blowjob zum Stehen brachte wie eine Eins. Also Gummi drauf, und ich konnte es kaum erwarten, dieses geile Gefühl wieder zu erleben. Dieses Mal legte sie sich mit halb gespreizten Beinen aufs Bett und deutete darauf, dass ich zu ihr kommen sollte.

Total hilflos legte ich mich über sie, und sie platzierte meinen Penis vor ihrer Vagina.

Als ich schließlich in sie eindrang, versuchte ich die typischen Bewegungen zu machen, was leider nicht direkt funktionierte. Sie half mir mit einem Tipp und dann lief es. Es war einfach unbeschreiblich, wie ich das erste Mal mit einer Frau in der Missionar-Stellung Sex hatte. Ich rammelte drauf los, und ein paar gefühlte Sekunden später füllte sich wieder das Gummi. Wie gerne hätte ich in der Stellung Stunden auf ihr ihr liegen bleiben können, doch bevor mein Penis schlaff wurde, bat sie mich ihn rauszuholen, dass nicht noch etwas passiert. So lagen wir dann noch ein paar Minuten im Bett, wo wir redeten und kuschelten.

Gastartikel: Die Zeit nach meinem Escort-Besuch

Der Gastautor, der anonym bleiben möchte und uns an seinem ersten Mal mit 18 Jahren mit einer Escort-Dame teilhaben ließ, verfasste einen Brief für alle Leser.

In diesem Brief möchte er uns schildern, wie es in seinem Leben nach dem intensiven Erlebnis seiner Entjungferung weiterging.

Vielen lieben Dank dem Gastautor für seinen Brief und seine Zeit.

Bitte nur Erwachsene lesen, danke.

Liebe Grüße, Julia

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FSK 18

Der Brief des Gastautors:

Ohje, ich hab jetzt nicht mit so Reaktionen gerechnet im positiven Sinne. Danke sehr!


Kurzum, die Vorteile meiner Entjungferung mit einer Escort-Dame waren offensichtlich. Weiter ging es eigentlich ganz ehrlich gesagt nur mit einer kurzen Zeit und einer längeren Beziehung, wo der Sex einfach Katastrophe war, weil was soll ich sagen? In meinem Alter sind die meisten entweder total geil oder was ich eigentlich gar nicht gesucht habe. Das, was ich gesucht habe, hat darin geendet, dass sich die Mädchen erst selbst finden mussten. Charakter aus Gold, aber dadurch das sie einfach verklemmt waren und nicht ansatzweise wussten, was sie wollten und nicht zu ihrem Körper standen, endete es in „guten“ Freundschaften.

Ich bin auch nicht krampfhaft auf der Suche, weshalb da nicht so viel bei raus kam. Was auch besser ist, weil entweder ergänzt es sich und passt oder eben nicht. Aber ja, sexuell ist es in meinem Alter schwer, weil umgekehrt bringt es mir auch nichts, wenn ich das Mädchen liebe, man sich Zukunft vorstellt, und sie wollen nur Sex oder Materielles.

Im Bereich Pay Sex hab ich es ein paar Mal danach wieder probiert, aber das ist halt wirklich nur für den schnellen Druckabbau. Klar, bei meinem Escortgirl und mir war es auch Geld gegen Sex, aber ehrlich? Kann man halt nicht miteinander vergleichen.

Wenn ich mit Kollegen im Laufhaus, Bordell, etc. war ist es einfach komisch, weil alles nach dem Eieruhr-Prinzip funktioniert. Für die einen ist es was, für die anderen eben nicht. Aber im Endeffekt ist es auch nicht schlimm, weil hey, ich bin zwar irgendwo ein Mann mit Trieb, aber nicht um jeden Preis muss ich mir sowas geben. Und der Scheiß war einfach oder ist bis heute, dass ich bedingt durch den Tod meiner Mutter schwer klar komme mit allem.

Sie ist jetzt seit fast 4 Jahren tot, und trotzdem vergeht kein Tag, wo ich nicht auf dem Friedhof bin und an sie denke. Gehört jetzt auch nicht hier her, aber das Gesamte macht es eben schwer. Auch durch Selbstständigkeit usw. habe ich gar nicht die Zeit und Lust, so auf die Suche zu gehen. Wie gesagt, wenn der Druck zu groß wird, geht’s halt schnell wohin, aber genauso schnell hat man die Begegnung wieder vergessen.


Und das können Sie mir jetzt glauben oder nicht, aber es ist gut so wie es ist, weil meistens scheitert es bei Menschen daran, dass sie Dinge erzwingen wollen, egal ob die große Liebe, Wohlstand oder sonst etwas. Sobald man etwas erzwingt, wird des nichts.

Und zuletzt hab ich die Arschkarte gezogen, dass bei mir das Beste zuerst kam und nicht zum Schluss, wie man sagt. Dachte damals auch, wenn es gut läuft, bin ich nach dem Treffen mit der Escort-Dame einfach keine Jungfrau mehr und alles ist gut. Mann ich konnte damals doch nicht wissen, dass mit ihr gleich das Beste kommt.

Klar wird noch viel passieren, aber sie hat halt die Messlatte zu hoch gelegt, und ich meine es in jeder Hinsicht.

Ob vom Wesen, Charakter oder Sex, wenn ich es vergleiche und das sollte ich nicht, wird es glaube ich schwer, so jemanden zu finden. War einfach alles zu schön, und ich weiß nicht, ob es am naiven Alter lag oder weil es das erste Mal war. Ich weiß nur, dass es super war. Und bevor ich hier einen Liebesbrief schreibe, muss ich mich selbst bremsen. Habe ja schon gesagt, sie hat alles richtig gemacht. Und ob wir uns je wieder sehen, überlasse ich ihr natürlich. Klar gäbe es nichts Schöneres, wie wenn wir einfach zusammen Sex hätten und sie mir Sachen zeigt, wo sie in meinem Alter dafür einfach nicht offen sind, aber es muss eben nichts sein.


Ich sag immer, Gott gibt und Gott nimmt, und alles was ich bekomme, nehme ich dankend an und hinterfrage nicht, was er für mich auf meinem Weg bereit hält.

Es gibt auch Menschen, die nicht allein sein können und immer einen Partner brauchen, aber ich habe meine Familie und ein paar sehr gute Freunde. Ich mag es nicht nicht zu wissen, woran man bei Menschen ist. Heutzutage ist es alles schwierig geworden, egal ob mit der Ehrlichkeit oder sonst was.

Katastrophe mit mir, Sie merken es ja selbst.

Auf jeden Fall schön, dass es so eine Resonanz auf den Beitrag gab!

BDSM-Poesie: Liebesbrief einer Sub

FSK 18

Und so schrieb eine glückliche Sub ihrem geliebten Herrn:

„Oh ja – Mein Geist pulsiert, sie erregen mich wahnsinnig.
Meine Mitte pocht stumm und leicht schmerzend für Ihren Herrn…
Sie sehnt Euch Herr.
Eure Essenz ruft mich…
Eure Narben sehnen meine Küsse und zarten Berührung meiner Finger.
Ich begehre diese Eure Narben.
Sie zeigen mir, dass Ihr lebt und überwunden habt – Eure wahre Stärke…
Dann erst kommt die Peitsche.
Die nichts wäre, schlapp und kraftlos, ohne die Kraft Ihres Ausführenden und Herrn.
Mein Herr…
Wie schön Ihr seid.“