Mein BDSM-Blogartikel: „Aber bitte mit Seele?! Das Kennenlernen von Sub und Dom“

FSK 18 – Bitte nur Erwachsene lesen, danke.

Immer wieder kann es im Leben zu Situationen der Neu- und Umorientierung kommen. Eine Verbindung, eine Übereinkunft endet aus irgendwelchen Gründen. Ob seelischer Schmerz oder Erleichterung, Trauer oder Freude, die vielfältigsten Emotionen gilt es nach einem solchen Ende zu reflektieren und zu verarbeiten. Hierbei verwende ich für mich gerne die Metapher eines Schrankes, welcher auf einem Dachboden stehend, gefüllt mit allerlei verschieden großen Schachteln. Diese Schachteln repräsentieren Menschen, Ereignisse und Lebensabschnitte in einem Leben, die bereits der Vergangenheit angehören.

Auf der einen Schachtel mag „Meine Schulzeit“ stehen, auf der anderen „Mein erster Freund“. Und auf wieder anderen Schachteln befinden sich die bisher gemachten Erfahrungen im Bereich der Submission. Idealerweise befinden sich auf all den Behältern auch Deckel, denn nur auf diese Weise sind diese Kisten auch verschlossen und als gewesen kategorisiert. Schwieriger könnte es hingegen werden, wenn eine dieser Kisten oder auch mehrere offen in diesem Schrank des Lebens verweilen. Dieser Sachverhalt zeigt auf, dass das Geschehnis wohl bereits passierte, doch scheinbar noch nicht gänzlich verarbeitet und abgelegt wurde unter der Rubrik „Vergangenes“. So reicht der Atem des Inhalts der offenen Schachteln in die Gegenwart und vermag auch die Zukunft zu färben.

Je mehr Schachteln offenstehen, desto mehr kann die Gefahr bestehen, dass sich Unverarbeitetes anhäuft und ein wirkliches Ankommen im Hier und Jetzt verhindert und unnötig Lebensenergie entzieht.

Wiederkehrend beschäftigt sich im Umkehrschluss die eigene Gedankenwelt mit bereits Gewesenem und vernebelt mitunter den Blick auf das Wesentliche oder vereitelt das Wahrnehmen von neuen Chancen.

So kann es durchaus ratsam sein, Gewesenes zu reflektieren, zu verarbeiten, persönliche Schlüsse daraus zu ziehen und dann der Vergangenheit zuzuordnen und damit endgültig abzuschließen. Sprich, den Deckel auf die Schachtel zu lupfen und diese zu schließen. Gerade beim Kennenlernen und in der Begegnung von und mit neuen Menschen empfiehlt sich dies umso mehr, denn Vertrauen zu entwickeln und sich auf jemanden voll und ganz und ohne Wenn und Aber einzulassen, kann oftmals am besten mit einem freien Geist gelingen und ohne die Gespenster der Ex-Partner im Schlepptau.

Von daher stellt es eine große Wichtigkeit dar, sich ausreichend Zeit für ein gegenseitiges Kennenlernen zu nehmen.

Doch wieviel Seelenleben offenbare ich dem anderen?

Wieviel Seele bin ich bereit zu zeigen?

Nun kann es starten, das spannende Wagnis, sich auf einen unbekannten Menschen einzulassen und diesen in die eigene Welt eintreten zu lassen.

Wie schnell oder langsam kann das Annähern geschehen?

Es kann eine Rolle im Prozess des Zugehens spielen, was jeder an Rahmenbedingungen innerhalb dieser Verbindung sehnt.

Doch kommt es wirklich auf den gesuchten Rahmen an?

Wird dabei unterschieden zwischen einer Spielbeziehung, einer Wochenendaffäre oder einer 24/7-Lebensgemeinschaft?

Wir sprechen hier von BDSM, von einem intensiven Heranlassen eines anderen Menschen in eigene, tiefe Empfindungswelt. Auch wenn die sexuelle Komponente bei einem Treffen im Vordergrund stehen sollte und die mentale Ebene dabei weniger gesucht wird. Möchte nicht jeder Beteiligte gesehen werden, wie er ist und was ihn ausmacht?

Möchte nicht jeder BDSM-Praktizierende das Gefühl erleben dürfen, diese Interaktion geschehe mit ihm und nicht über ihn hinweg?

Außerhalb jeder spielerischen Erniedrigung, möchten da Rollen eingenommen und Erwartungen erfüllt werden? Oder möchte sich jeder Mensch in seinem tiefsten Dunkel angesprochen fühlen?

Führt eine vorherige menschliche Begegnung zu einem ungefilterten Genuss?

Toxischer BDSM – Wird er durch einen achtsamen und empathischen Umgang verhindert?

Hier könnte sich die Spreu vom Weizen trennen. Denn ein von Egoismus und Narzissmus getriebener Dom und eine selbstverliebte und egozentrische Sub haben vermutlich kaum Lust, ihre Handlungsweisen zu hinterfragen.

Wenn der Gehorsam von Sub gleichgesetzt mit Schweigen wird. Was lapidar geschrieben scheint, kann für Sub ernsthaften Stress bedeuten und das Selbstwertgefühl empfindlich schmälern. Die Submission sollte bestenfalls alle Akteure fliegen lassen und ein gutes und glückliches Gefühl implizieren. Auf keinen Fall sollte meines Erachtens BDSM wirklichen seelischen Schmerz verursachen, kommunizierte Auslebungsformen ausgenommen.

Die Bereitschaft meines Gegenübers, offen für Fragen zu sein, kann ein Zeichen für die Integrität und Aufrichtigkeit eines Gegenübers nicht nur im Kennenlernprozess sein. Jeder Mensch besitzt sein ureigenes Tempo, sich anzunähern und Vertrauen fassen zu können. Und ohne Vertrauensbildung kann wohl kein erfüllender und beständiger BDSM entstehen. Dieses Tempo sollte bestenfalls mutig und offen kommuniziert werden, denn Sub und Dom steht dies uneingeschränkt zu.

Nun zur Gretchenfrage: Braucht es Seele im Miteinander von Dom und Sub?

Ich würde diese Frage bejahen. Mein Empfinden ist natürlich subjektiv, geformt von Lebenseinsichten und individuellen Erfahrungen. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Meinung, was sein soll.

Ich möchte gerne erläutern, weshalb es für mich Seele in der Begegnung braucht: Nur wenn ich Seele zulasse, kann ich von meinem Gegenpart gesehen werden. Dann kann Interaktion mit mir als Mensch geschehen, bevor die Sub in mir zum Tragen kommt. Jede Begegnung kann ihren Ursprung im gegenseitigen, gleichberechtigten Kennenlernen des anderen Menschen haben, der sich hinter Sub und Dom verbirgt. Wenn dieser Mensch in all seinen Facetten wahrgenommen wird, wenn dieser Mensch angenommen wird und Akzeptanz findet, wenn dieser Mensch sein darf, wie er wirklich ist und leben darf, was ihn vollends glücklich macht, dann können sich Sub und Dom wahrhaftig in voller Kraft entfalten.

Mein persönliches Fazit zur erfüllt gelebten Submission:

Der Weg des Kennenlernens geschieht zuerst über den Menschen, bevor sich Sub und Dom gewidmet wird. Auch wenn die Facetten als eine Einheit scheinen, so sind die wenigsten Beteiligten ausschließlich Sub und Dom. Wir sind alle auch Menschen.

Vielleicht sind wir auch Eltern oder berufstätig, vielleicht haben wir noch anderweitige Verpflichtungen oder verschiedenste Stimmungen in uns, außerhalb der Welt des BDSM. Jeder von uns bringt ein komplexes Zusammenspiel an äußeren und inneren Faktoren mit sich, das uns erst zu dem Menschen werden ließ, der wir in der Gegenwart sind.

Die eigene Sexualität ist nur eine von vielen Facetten, die uns ausmachen.

Ist es nicht wundervoll, in allen Facetten gesehen und gleichsam von unserem Gegenüber angenommen zu werden, egal in welchem Rahmen und wie oft sich begegnet wird?

Oder irre ich mich diesbezüglich? Was meint ihr?

Geschrieben von: Julia, Autorin „Gewürzt mit Herz“

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Meine Fetisch-Kurzgeschichte: Lucia und Amber

  • FSK 18/ Bitte nur Erwachsene lesen, danke!

Teil 1

Lucia fehlte schlichtweg der Mut. Sie bewunderte die Topmodels in den Hochglanz-Zeitschriften, die ausgefallene Frisuren trugen und sich experimentierfreudig und farbenfroh zeigten. Für sie war das nichts und würde wohl immer ein Traum bleiben. Spitzen schneiden und vielleicht ein paar Highlight-Strähnen, mehr traute sich Lucia nicht zu. Es war nicht so, dass ihr nicht Tipps unterbreitet wurden, wie sie optisch mehr aus ihrem Typ herausholen konnte. Ihr Friseur gab sich in seiner Überzeugungsarbeit alle Mühe. Doch Lucia trug letztendlich stets den gleichen Haarschnitt und die gewohnte Haarfarbe brünett. Sie war Anfang Dreißig und das vielbesagte graue Mäuschen, dem weder Männer hinterher schmachteten, noch Frauen neidvoll nachblickten. Eine ganz gewöhnliche Frau, die im Strom der Menschenmenge verschwand. Ungesehen.

Mist! Wann habe ich eigentlich aufgehört, etwas aus meinem Typ zu machen? Ok, ab und an raffe ich mich auf, eine Runde joggen oder schwimmen zu gehen. Doch ganz ehrlich, das war es dann schon. Ich schminke mich nicht und trage kein besonderes Parfum oder aufregende Garderobe. Meine alten, verwaschenen Jeans habe ich satt. Gepflegt bin ich zu jeder Zeit, das ist mir wichtig. Lackierte Finger- und Fußnägel bleiben aber eher die Ausnahme. Dabei habe ich eine akzeptable Figur, wie ich finde. Ein zarter Busen füllt meinen BH aus, und ein knackiger Apfelpo drückt gegen meine Hose. Meine Haare reichen bis zu meinen Schultern und sind lockig. Die Locken stören mich. Zu kurz darf ich sie nicht schneiden lassen, sonst stehen mir die Haare kraus ab. Ein wahrer Alptraum! Zu lang dürfen die Locken allerdings auch nicht sein, sonst schluckt die Haarpracht förmlich mein schmales Gesicht.

Und so seufzte Lucia an diesem Dienstagmorgen sehnsüchtig auf, als sie im Wartezimmer der Praxis ihres Hausarztes saß und die Illustrierten durchblätterte.  Sie hatte sich neulich wohl verkühlt, denn ihr Nacken war ganz steif. Vorsichtshalber wollte sie das gesundheitliche Problem ärztlich abklären lassen. Wie bei ihrem Styling ging Lucia in Sachen Körperlichkeit auf Nummer sicher.

Auf einmal fiel ein Schatten auf den Artikel, den Lucia las. Sie blickte verärgert empor. Wer sich wohl erdreistete, an ihr durchzuzwängen, wo es doch genügend freie Plätze auf der gegenüberliegenden Seite gab? Da verfing sich Lucia in einem Paar bezaubernden, blauen Augen, die ihre Erscheinung musterten, in aller Ruhe und fein säuberlich. Erst skeptisch prüfend, dann wohlwollend einladend. Lucia wurde es unbehaglich zumute, und sie rutschte auf ihrem Stuhl hin und her.

Die Person, die sie so genau in Augenschein nahm, war eine Frau mittleren Alters, mit langen, blonden Haaren und einem hübschen, unverbrauchten Gesicht. Sie trug einen enganliegenden Latex Rock, der glänzend schimmerte und ihre sinnlichen Kurven stilvoll betonte. Lucias Blick blieb an dem außergewöhnlichen Kleidungsstück hängen. Latex. Sie war irritiert. Warum bemerkte sie das überhaupt? Und warum rieselte ihr ein prickelnder Schauder den Rücken herab, je länger sie den faszinierenden Stoff anstarrte? Latex – pervers und anstößig. Nichts für eine anständige Frau, wie sie eine war, oder? Zugegeben, die Körperform der anderen Frau hob die besondere Beschaffenheit des Materials gekonnt hervor. Sie sah sehr verführerisch darin aus. Für Lucia jedenfalls würde solch ein raffinierter Rock nie in Frage kommen. Zu sehr richtete sie sich nach der Meinung anderer Zeitgenossen und stand ungern im Mittelpunkt. Das graue Mäuschen eben.

Egal. Lucia schob den unangenehmen Gedankengang beiseite und lenkte ihren Blick auf die Strumpfhose der Frau. Das Kleidungsaccessoire erschien ebenso extravagant wie ihre Bluse, die einen einladenden, prallen Ausschnitt präsentierte. War die Zurschaustellung der Brüste um diese Tageszeit nicht etwas zu gewagt? Diese Frau weckte gemischte Gefühle in Lucia. Einerseits stieß Lucia der auffällige Kleidungsstil der Dame ab, andererseits faszinierte sie das Selbstbewusstsein, mit der sie ihre Figur betonte, die keinem gängigen Schönheitsideal entsprach.

Warum der eindringliche Blick der anderen Frau Lucia so in Verlegenheit brachte, konnte sie sich nicht erklären. Etwas Unergründliches durchzuckte sie. „Wann hast du deine Musterung beendet? Meine Knie werden allmählich weich.“ Grinste die blonde Schönheit, als Lucia vor Verlegenheit schnell ihre Augen senkte. Grazil stöckelnd ging sie auf den Stuhl zu, der sich direkt neben Lucia befand.

Argwöhnisch sah Lucia zur Seite, ignorierte dabei das schmerzhafte Ziehen im Nacken und folgte den anmutigen Bewegungen, als sich ihre Sitznachbarin anlehnte, einen Schminkspiegel aus der Handtasche entnahm und mit einem Lippenstift die dunkelroten Lippen nachzog. Ihre Eleganz verlieh ihr eine besondere Würde, die in einem eigentümlichen Kontrast zu ihrem provozierenden Style stand. Lucias Interesse war geweckt, auch wenn sie sich das ungern eingestand. Neid regte sich, denn alle ersehnten Eigenschaften sah sie in der Frau vereint, die soeben ihren Lippenstift und Schminkspiegel wieder in der Handtasche verstaute.

Schminken, so eine Sache! Das letzte Mal schminkte ich mich als Teenager, als mich ein Junge aus der Oberklasse ins Kino einlud. Der Film war allerdings spannender als der junge Mann, weshalb meine Bemühungen, ihm zu gefallen, umsonst waren.

„Ich mache das für mich, musst du wissen.“ Lucia wurde aus ihren zynischen Gedanken gerissen und sah zu der Frau an ihrer Seite, die sie angesprochen hatte. Konnte sie etwa Gedanken lesen? Verwirrt runzelte Lucia ihre Stirn. „Wie bitte? Was meinen Sie?“ Hakte Lucia nach, Überlegenheit demonstrierend.

Unbeeindruckt des Umstands, dass sie gesiezt wurde, sprach die Frau klar und in Ruhe weiter: „Das Schminken. Ich mache es nur für mich. Nicht für einen Mann, nicht um jemandem zu gefallen. Wenn ich mich schminke, schenke ich mir selbst Zeit.“

Lucia wurde ganz still. Die Worte der auffälligen Dame regten Denkprozesse in ihr an, die verschüttet zu sein schienen.

Zeit, die ich mir selbst schenke. Wie oft habe ich mir das in den vergangenen Jahren vorgenommen? Wie wenig habe ich mir selbst etwas Gutes getan? Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Egoistisch zu wirken, ist mir ein Graus. Doch bin ich selbst bezogen, wenn ich achtsam mit mir umgehe?

Als Lucias Gedanken drohten, immer finsterer zu werden, streckte ihr die freundliche Frau auf einmal ihre Hand entgegen. Perfekt manikürte, lange Fingernägel baten um Annahme. Na toll! Lucia genierte sich, dass ihre Hand unscheinbar im Vergleich zur anderen wirkte. Zögerlich griff sie zu und erwiderte zaghaft den Händedruck. „Hallo, ich heiße Lucia.“ Obwohl sie nicht nach dem Namen ihrer Sitznachbarin fragte, entgegnete diese: „Freut mich dich kennenzulernen. Ich heiße Amber.“ Nach einer kurzen Pause ergänzte sie: „Amber ist der Name meines wahren Ichs. Geboren wurde ich als Silke. Du kannst dir gerne aussuchen, wie du mich nennen willst, Lucia.“

Ambers unvoreingenommene Herzlichkeit tangierte einen sensiblen Punkt in Lucia und berührte sie zutiefst. Diese Frau, die sie als Konkurrentin eingestuft und mit Vorurteilen belegt hatte, nahm sie vorbehaltlos an. Einfach so. Ohne Wertung, ohne Verurteilung, ohne Spott. Lucia wurde nie zuvor von einer anderen Frau mit einer solchen Wärme und Wertschätzung willkommen geheißen, die nicht eine bestimmte Absicht mit ihrem Verhalten verfolgte. Scham breitete sich in ihr aus, dass sie Amber noch vor ein paar Augenblicken mit negativen Sichtweisen abgehandelt hatte. Dann umspielte ein Lächeln ihre Lippen, als sie die Bedeutung Ambers Worte erkannte. „Dein wahres Ich?“ Hakte sie nach.

Ambers Gesichtsausdruck wirkte zuvorkommend, als sie feststellend fragte: „Da du das äußerst, nehme ich an, du hast dich noch nicht gefunden?“ Da bemerkten beide Frauen, dass sich ihre Finger seit dem Vorstellen umfingen. Das Eis war nunmehr zwischen ihnen gebrochen, die unsichtbare Barriere verschwunden. Lucia sinnierte über Ambers ernste Frage. Nachdenklich verlor sich dabei ihr Blick in der Ferne. In ihrem Seelenleben suchte sie nach einer Antwort.

Habe ich mich gefunden? Oder suche ich mich noch?

Vielsagend formten sich Lucias Worte: „Es gab noch keine Hand, die mich aufrichtig hielt und verantwortungsvoll führte, Amber.“

Die unerwartete Tiefe des Gesprächs vermischte sich mit einer Vertrautheit, die vollkommen im Moment verweilen ließ. Lucia wurde bereits das zweite Mal von der Sprechstundenhilfe aufgerufen, bevor ihr Name zu ihr durchdrang. Wie aus einer Trance erwachend, sprang sie hastig auf, um ihren Hausarzt nicht unnötig warten zu lassen. Der plötzliche Schmerz in ihrem steifen Nacken erinnerte sie daran, warum sie die Arztpraxis aufgesucht hatte. Verdammt, keine ruckartigen Bewegungen! Nicht auffallen, das hatte sie perfektioniert. Ambers Handgriff, der noch immer bestand, veranlasste Lucia, augenblicklich innezuhalten.

„Süße, es wird Zeit, dass die Leute mal auf dich warten.“ Verwirrtheit erfasste Lucia und ließ ihren Pulsschlag erhöhen. „Wenn du es zulassen und mir vertrauen kannst, werde ich deine Hand halten. Ich will dir eine Welt zeigen, die du noch nicht kennst. Eine Welt, die dich bereichern wird. Eine Welt, die dich gefangen nehmen wird. Eine Welt, die dich zu deiner Mitte lenkt.“ Verheißungsvoll fügte Amber flüsternd hinzu: „Und eine Welt, die dir unglaubliche Orgasmen schenken wird. Möchtest du das?“ Lucia war nicht in der Lage, sofort zu reagieren. All diese eindringlichen Worte Ambers, sie kamen nur bruchstückhaft in ihrem Verstand an. Doch ihr Herz pochte heftig. Etwas Unwiderrufliches vollzog sich. Ebnete den Weg für ein Gefühl, das sich schon lange Bahn brechen wollte und nun endlich ein Portal fand, um entweichen zu können.

Ungeduldig rief die Sprechstundenhilfe ein drittes Mal ihren Namen auf. Da übermannte Lucia eine Welle des Trotzes. Ihr Konter kam mit fester Stimme: „Der Herr Doktor kann warten. Schließlich musste ich gerade über eine Stunde auf ihn warten.“ Stille.

Alle Anwesenden richteten unverzüglich ihr Augenmerk auf sie. Fassungslos. Der Arzthelferin blieb konsterniert der Mund offenstehen. Lucias Wangen begannen, tiefrot zu glühen.

Habe ich das soeben wirklich gesagt? Ich, die Unauffällige? Das entspricht doch nicht meinem Naturell, selbstbewusst zu sein. Oder?

Da spürte Lucia Ambers liebevolles Lächeln auf sich ruhen. Ihre neu hinzugewonnene Freundin bestärkend, richtete sie sich humorvoll an die anderen Patienten: „Recht hat sie! Schließlich müssen wir Frauen den Männern zeigen, wo der Hammer hängt, nicht wahr?“ Einige Wartende brachen ob dieser Schlagfertigkeit in Gelächter aus, andere schüttelten verständnislos den Kopf.

Lucia wäre am liebsten im Erdboden versunken. Warum war da nie ein Loch, wenn man eines brauchte? Als sie daraufhin gedanklich alle Arztpraxen in der Gegend durchlief, um diese hier vor lauter Unsicherheit nicht mehr aufsuchen zu müssen, streichelten Ambers Finger die Innenseite ihres Handgelenks. Das darauffolgende prickelnde Sehnen, das sich in ihrem Unterleib ausbreitete, beförderte Lucia in die Wirklichkeit zurück.

Seit wann begehre ich Frauen?

Von der plötzlich aufkommenden Erregung überwältigt, brachte sie stammelnd hervor: „Ich muss jetzt gehen. Es war schön, dich kennenzulernen.“ Noch immer hielt Amber ihre Hand. Die Welt stand nochmals still, als sie erneut in den Augen des jeweils anderen versanken. Da löste Amber die Berührung, griff in ihre Handtasche und reichte Lucia eine Visitenkarte.

„Für dich, meine Liebe. Du darfst mich anrufen, sobald du dir über die Antwort auf meine Frage im Klaren bist. Ich werde da sein, wenn du es weißt und dein Reiseführer sein.“ Mit zitternden Fingern nahm Lucia die Visitenkarte entgegen und steckte sie zügig in ihre Hosentasche, um nicht erneut die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Als sie sich zum Gehen wandte, ließ sich Ambers Stimme erneut vernehmen. Zärtlich wisperte sie: „Blaue Haare. Lang. Bis über deine Brüste reichend. Das wäre die perfekte Perücke für dich. Du wärst ein geiles, dreckiges Miststück.“

Lucia rannte förmlich aus dem Wartezimmer und beachtete Amber nicht weiter. Ihre Kopfhaut brannte. Intensive Worte, die ein Feuer in ihr entfachten. Verdammt seist du, Amber! Lucia konnte nicht mehr denken. Noch drangen die gesprochenen Worte nicht in voller Tragweite in ihr Bewusstsein vor. Doch sie würden Gestalt annehmen. Die versaute Disziplinierung der Anwärterin würde geschehen. Dessen war sich Amber sicher.

Wie Lucia wohl die roten Latex Dessous und der schwarze Latex Slip mit eingearbeitetem Anal Dildo gefallen würden? Oder würde sie Lucia in einen Leder Bondage Ganzkörpersack stecken und ihre Feminisierung mit Latex Handschuhen und Lack Kleid vorantreiben? Ambers Kopfkino lief auf Hochtouren. Sie konnte nicht ahnen, wie sehr Lucia ihren Fetisch für Latex entdecken und was für ein verruchtes Fickstück sie werden würde. Für sich – und einige andere Personen.

Geschrieben von: Julia, Autorin „Gewürzt mit Herz“

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Mein BDSM-Blogartikel: Der Dom – Ernährungs- und Fitnesscoach?

In letzter Zeit begegnen mir in den sozialen Netzwerken vermehrt Beiträge von weiblichen Subs, die über besondere Aufgabenstellungen ihrer Doms erzählen. Dabei bestehen die geschilderten Aufgaben aus Sportübungen und Ernährungsvorgaben, welche die Subs aufgetragen bekommen und bemüht sind, diese zu erfüllen. Oftmals folgten diesen Erzählungen Gewichtsprotokolle, und Sub berichtete von ihren Abnehmerfolgen oder Misserfolgen.

Diese Bewegung, bzw. dieser Trend fiel mir zuvor nicht auf. So wurde ich neugierig und suchte das Gespräch mit den Subs, die über ihre Erfahrungen diesbezüglich sprachen. Mir wurde geschildert, dass diese Aufgabenstellungen fast nie von den Subs ausgehend artikuliert wurden, sondern von den Doms an sie herangetragen wurden. Einige, so sagten sie, freuten sich über die Sichtweise ihres dominanten Gegenübers und nahmen diese zum Anlass, ein besseres Körperbewusstsein zu entwickeln und achtsamer im Umgang mit ihrer Ernährung zu sein. Andere wiederrum fühlten sich durch die Sportaufgaben gekränkt und minderwertig, doch kommunizierten dies nicht offen aus Angst vor Zurückweisung oder dem Gefühl, als nicht ausreichend wahrgenommen zu werden.

Die Aussagen der Subs stimmten mich nachdenklich. So kam ich auf die Idee, meine ganz subjektiven Gedanken zu diesem derzeitigen Phänomen aufzuschreiben. Meine Gedanken sollen nicht werten oder verurteilen, sondern bestenfalls eine Tendenz einfangen und vielleicht ein Denken in Gang setzen, das den Ein oder Anderen bereichern kann. Das würde mich freuen!

Meinem Empfinden nach liegt es in der Natur eines devoten Wesens, gefallen zu wollen. Die Bereitschaft zu Dienen ist tief im Bewusstsein verwurzelt und schenkt Frieden. Dabei kann es zum persönlichen Glück werden, sein dominantes Pendant zufrieden zu stellen. Es kann der devoten Seele Glückseligkeit schenken, den gestellten Aufgaben des Doms zu dessen Zufriedenheit nachzukommen. Gleichsam kann es Dom mental und geistig zutiefst befriedigen, wenn er seine Aufgabenstellungen, die er sich mit Engagement und Einsatz für seine Sub überlegt, ernstgenommen weiß.

Aufgaben können Mittel zur Disziplinierung, Erniedrigung, Erziehung, Belohnung und Strafe sein. Diese zu gestalten und zu stellen und im Umkehrschluss diese anzunehmen und zu bedienen kann in vielen Dom-Sub-Beziehungen einen festen Bestandteil im Miteinander einnehmen. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt, so lange beide Partien in gegenseitigem Einvernehmen agieren und zum Wohle des anderen. Egozentrik und Egoismus sollten hier selbstverständlich nicht tangiert werden, weder bei Dom noch bei Sub, was selbstredend für alle Bereiche einer BDSM-Vereinigung gelten sollte.

Körpermodifizierung, sei es durch Kleidung, Accessoires, kosmetische Behandlungen, Piercings oder Tattoos, ist vermutlich nichts Neues und kann ein wundervolles Feld von spannenden Möglichkeiten eröffnen. Doch wo verlaufen hierbei die Grenzen? Gibt es überhaupt Grenzen? Oder ist die bedingungslose Hingabe der wahre Kern eines devot veranlagten Menschen? Beinhaltet die Bereitschafft zum Kontrollverlust nicht nur die Übergabe des Körpers in gewissenhafte Hände im Ist-Zustand, sondern auch in angestrebte Zustände?

Ein interessantes Thema, wie ich finde. Zudem stellen sich mir dabei auch Fragen zur seelischen Beschaffenheit aller Beteiligten. Was macht es mit Sub, wenn Dom ihr ein Ernährungskonzept erstellt, um dass sie eine Kleidergröße verliert? Ist es, wie wenn er ihr einen Besuch bei der Kosmetikerin gönnt oder ein aufregendes Dessous?

Gleichsam kamen in mir auch Gedanken auf, welche Intention bei einem Dom mitschwingen könnte, der Sport- und Ernährungsaufgaben konzipiert. Geht es dabei um das Wohl der Sub oder um die Erfüllung eines eigenen optischen Ideals?

Leider konnte ich zum Zeitpunkt meiner Recherche keinen Austausch mit einem dominanten Menschen zu diesem Thema finden, was ich sehr schade fand. Dieses Thema scheint wohl tiefe Gefühlsebenen zu berühren.

Je länger ich darüber nachdenke, ob mein Dom auch mein Fitness- und Ernährungscoach sein kann, wenn er es denn möchte, formt sich in mir folgender Gedanke:

Vielleicht macht es den Ausschlag solcher Aufgabenstellungen, wer von beiden diese in die Wege leitet. Wenn in einem der lange Wunsch nach körperlicher Veränderung gereift ist, es jedoch der Anreize von außen bedarf, um diese umzusetzen, kann es Sub sehr glücklich machen, wenn Dom sich ihrer Wünsche annimmt. Ein enges Begleiten durch tägliche sportive Tätigkeiten und einem Ernährungsplan kann dann mitunter helfen, um die ersehnte Veränderung herbeizuführen.

Ich persönlich fände es grundsätzlich schön zu wissen, dass mich ein Dom in jedem Ist-Zustand annimmt, auch wenn ich gerade mit mir unzufrieden sein sollte. Es kann unglaublich schön sein, wenn dich ein anderer Mensch um deinetwillen bejaht, unabhängig deines Aussehens, deines Gebens oder vermeintlich vorhandener charakterlicher Schwächen. Mit diesem Grundstein eines Miteinanders kann eine wundervolle gemeinsame Reise beginnen, selbstverständlich auch jenseits jeder Sexualität.

In meinem Empfinden könnte es hingegen Schwierigkeiten generieren, wenn Sub sich verändern soll, da sie nicht dem optischen oder charakterlichen Ideal des dominanten Parts entspricht. Sei dies nun in Bezug auf ihre Haarfarbe, ihre Figur oder ihre Eigenarten. Es kann sehr erfüllend und auch lohnenswert sein, an individuellen Mängeln zu arbeiten wie zum Beispiel dem der Ungeduld oder dem der unkontrollierten emotionalen Ausbrüche.

Wobei auch diese vermeintlichen Mängel eine Kehrseite haben wie die zwei Seiten einer Medaille und den Menschen zu dem Individuum werden lassen, das er ist.

Wann nehmen wir einen Menschen an und wann implizieren wir dessen Veränderung?

Ein Gedankengang fühlt sich dabei gut für mich an: Wenn der Mensch diese Veränderung in sich trägt, ob bewusst oder unbewusst und diese zu seinem Wohl geschieht.

Dabei nimmt der dominante Part eine beachtliche Verantwortung auf sich, denn jede Form der Umorientierung verbirgt intensive psychische Prozesse, die um gewissenhafte Begleitung bitten. Dieses Pfand des Vertrauens ist ein großes Geschenk und gleichsam auch eine Bürde und das für alle Involvierten.

Was sich zunächst einfach anhört, kann wohl harte Arbeit bedeuten. Nicht umsonst gibt es die Berufe des Fitnesstrainers und des Ernährungscoachs. So nebenbei ist eine Körpermodifizierung nicht getan und auch nicht mit einer einmalig gestellten Aufgabe erledigt. Dieser Prozess in Bezug auf das Körpergewicht ist komplexer, als vielleicht angenommen werden könnte. Mit „Dann esse doch weniger“ ist den Wenigsten geholfen. Das Einwirken auf die körperliche Betätigung und die Ernährung eines Menschen lösen ganzheitliche Stoffwechselreaktionen hervor, die demjenigen schlimmstenfalls auch schaden können. Und hier wäre für mich eine Grenze erreicht, nicht nur in der Welt des BDSM.

Wie bei allem im Leben gibt es vermutlich nicht den einen Weg, sondern viele Richtungen und Verzweigungen. Mit am Wichtigsten bleibt wohl der Wert der Kommunikation miteinander, um sich innerhalb solcher Dynamiken nicht gegenseitig zu verlieren.

Bitte achtet aufeinander, dann kann vieles möglich werden! Auch der Dom als Fitness- und Ernährungscoach.

                                                   Geschrieben von Julia, Autorin „Gewürzt mit Herz“

Gastartikel erotische Kurzgeschichte: „Feierabend“

Ein wundervoller Lesegenuss des Gastautors „Steven“, der uns hier mit einer erotischen Geschichte verwöhnt. Vielen lieben Dank dem Gastautor für das Schenken seiner spannenden Gedankenreise!

Bitte nur Erwachsene lesen – FSK 18. Gastbeiträge als auch meine Beiträge unterliegen dem Urheberrecht und dürfen ohne Erlaubnis des Autors nicht vervielfältigt werden. Danke.


Beginn Gastartikel – FSK 18:

Jack saß in seinem grauen Anzug gekleidet in dem britischen Ledersessel vor dem Kamin.
Er trank einen Cinzano Tonic mit Eis und genoss sichtlich seine Zigarette, als die Tür aufging und seine Frau hereinschlenderte.

„Alles gut Jack?“ Fragte sie ihn und ging langsam auf ihn zu.

Er schaute sie an und fragte: „Friseur, Schuhgeschäft?“

„Friseur und Fußpflege, sonst nichts, mein Lieber.“ Entgegnete sie ihm.

„Du willst doch auch, dass ich morgen auf der Cocktail Party gut aussehe, nicht wahr Schatz?“

Jack musterte sie von oben bis unten. Keine Regung zeigte sich in seinem Gesicht.

Dann stellte sie ein Bein auf die Lehne vom Sessel, legte ein laszives Lächeln auf und rollte ihren halterlosen Strumpf langsam nach unten. Jack genoss den Anblick, verharrte dennoch in einer stoischen Ruhe. Schnell wechselte sie das Bein und wiederholte den Vorgang mit dem anderen Strumpf und dem gleich heißen Lächeln.

Als der Strumpf unten war, stieß sie ihn ab, in dem sie ihn leicht auf seinen Schoss kickte. Jetzt wies sie ihn auf die wunderschönen Beine und lackierten Zehen hin, während sie ihren Oberkörper leicht zurückfallen lies, ihr Haar öffnete und den Kopf leicht aufschüttelte.

Nun sah Jack ihre wunderbaren langen Beine und das betörende Rot der neuen Nägel, während ihm ihr orientalisch duftendes Parfüm in die Nase stieg. Jack musterte diese Szene für einen Moment, nahm noch einen tiefen Zug an seiner Zigarette, bevor in ihm die Begierde aufstieg.

Blitzschnell drückte er die Zigarette aus, sprang wie ein Tiger auf der Jagd auf, packte sie fest, dennoch behutsam am offenen Haar und…

Geschrieben von: Steven

Symbolbild

Mein Blogartikel: Wettbewerbsdenken im BDSM

FSK 18 – Bitte nur Erwachsene lesen, danke!

Schneller, weiter, besser – Wettbewerbsdenken im BDSM

Auf Twitter in meinem Account beschäftige ich mich mit der Thematik, dass derzeit in Tweets viele Umfragen und Meinungen zu verschiedenen Techniken und Praktiken zu BDSM im Umlauf sind.

Dies ist einerseits eine gute Sache, denn auf diese Art und Weise kann ein lebendiger und hoffentlich respektvoller Austausch unter Gleichgesinnten stattfinden. Andererseits bekomme ich persönlich immer Bauchweh dies zu lesen, denn solche Tweets können auch einen Wettbewerb implizieren, der nicht sein sollte.

Die Individualität beim BDSM

Jeder BDSM ist genauso individuell wie Sub und Dom, die diesen ausleben und mit Leben, Geist und Seele füllen. Es gibt nicht DAS BDSM, genauso wenig wie es DIE Sub und DEN Dom gibt. Gerade diese Vielfalt unter uns, dieser bunte Erfahrungsschatz war eines der ersten Dinge, die mich an BDSM faszinierten, lange bevor ich eine Technik kennenlernte. Praktiken, genauso wie Spielzeug und Locations, sind schmückendes Beiwerk und dienen als Mittel zum Zweck, sind jedoch nicht das Herzstück. Einen speziellen Fetisch oder Kink dabei ausgenommen. Dieses Herzstück bilden Sub und Dom, die es mit Leben füllen, so zumindest mein Standpunkt.

Fisten, Kaviar, Ohrfeigen, Rape-Game, Partnertausch, Fremdbenutzung, Rollenspiele, etc. sind alles Möglichkeiten der Auslebung, jedoch nicht zwingend notwendig und kein Indiz für „wahren“ BDSM, zumindest nicht in meiner individuellen Auslegung von BDSM.

Steht zu euch und euren Vorlieben

Seid in dieser Hinsicht selbstbewusst und steht zu euren persönlichen Vorlieben, wäre mein Rat. Liebe Sub, auch wenn du kein Analverkehr magst, bist du nicht minder Sub. Lieber Dom, auch wenn du deine Sub nicht ohrfeigen willst, bist du nicht minder Dom. ‚Alles kann, nichts muss‘ sagt bekanntlich schon der Volksmund.

Auch das Schenken von Schmerzen kann erfüllend sein für einige Praktizierende, für andere wiederrum gehört es nicht zu ihrem gelebten BDSM. Es geht nicht darum, wer was am meisten aushalten kann oder wer besonders viele Gangarten befürwortet und ausübt. BDSM ist kein Sport und keine Kompensierung für derweil Profilierung.

Der Dom unter Druck

Im Übrigen kann eine solche Dynamik auch den Dom ganz schön unter Druck setzen. Nicht jede dominante Person möchte zum Beispiel sein Geschäft auf seiner Sub verrichten. Einen diesbezüglichen Beitrag zu lesen muss nicht, kann aber unsicher werden lassen. Egal ob Sub oder Dom, diese Gedanken zerstören und lassen nicht fliegen und haben von daher keinen Platz im BDSM, zumindest meines Erachtens.

Meine Worte sollen bitte niemanden kränken oder verletzen. In meinen Artikeln und Tweets spreche ich von persönlichen Ansichten im Hinblick auf die Schönheiten des Fetischs und des BDSM und der Akzeptanz derer.

Mögliche Verunsicherung am Anfang der Selbstfindung

Hätte ich als unerfahrene Sub so manchen Tweet gelesen, wäre ich extrem verunsichert. Vielleicht hätte ich mich auch abgewandt und wäre von BDSM im Allgemeinen abgeschreckt.

Einem möglichen Treffen hätte ich auf keinen Fall zugestimmt aus Angst, dass verschiedene Praktiken von mir erwartet würden.

Wir sind alle oftmals in einem Prozess und durchlaufen verschiedene Entwicklungsphasen in unserer Selbstfindung. Dabei gibt es viele Wege der Auslebung und Instrumente der Unterstützung. Traut euch bitte jedoch, diese zu benennen und steht zu euch! Auch Nein zu sagen oder Praktiken abzulehnen, hinter denen ihr nicht steht, gehört dazu. Es ist vollkommen in Ordnung, nicht alles auszuprobieren. Lasst euch dahingehend nichts einreden und auch nicht untereinander vergleichen, egal ob Sub oder Dom. Sonst kann BDSM toxisch werden und mitunter nicht mehr guttun.

Die Magie des BDSM

Ich bin für viele schöne Dinge offen, jedoch auch nicht immer und nicht mit jedem Dom. Der Mensch zählt dabei und steht für mich immer am Anfang von allem und ist mein Dreh- und Angelpunkt jeder weiteren Dynamik.  

Und das zu jeder Zeit und an jedem Ort. Lasst euch gerade zu Beginn eurer Selbstfindung nicht verunsichern oder in Richtungen lenken, die nicht eurem Willen und eurem Wollen entsprechen. Seid mutig und zeigt euch eurem Gegenüber, wie ihr wirklich seid. Erst dann kann BDSM seine volle Magie entfalten und geschieht mit euch und nicht über euch hinweg.

Dies wünsche ich jeder Sub und jedem Dom. Wir sind alle einzigartig – das macht uns aus!

                                                   Geschrieben von Julia, Autorin „Gewürzt mit Herz“

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Meine Fetisch-Kurzgeschichte: Der Himmel des lieben Marie

FSK 18 – Bitte nur Erwachsene lesen, danke!


„Das ist ja ein Mann! Was ist denn das für ein Spinner?“

Spätestens jetzt waren alle Blicke der Wartenden an dieser Bushaltestelle auf Egon gerichtet. Er spürte, wie sich heiße Röte auf seinen Wangen ausbreitete und ihm der Schweiß ausbrach und den Rücken hinablief. Mitleid vermischte sich mit Verwirrung, Verwirrung wurde zu Ungläubigkeit, Ungläubigkeit mündete in Aggression.

„Was für eine Tunte! Na, braucht die Sissi mal was Richtiges?“ Die vulgäre Unverschämtheit wurde begleitet von einer unmissverständlichen Geste. Der stämmige Mann mittleren Alters fasste sich demonstrativ in den Schritt seiner Stoffhose und grinste Egon höhnisch an. Dabei entblößte er seine gelben Zähne, die sich wohl von jahrelangem Rauchen und mangelnder Pflege verfärbt hatten. Ein widerlicher Kerl! Dennoch genoss er die Zustimmung im Bad der Menschenmenge, die sich allmählich immer dichter um das Geschehen tummelte und missmutiges Gemurmel verlauten ließ.

Der ungehobelte Typ blähte seine beleibte Brust auf, stemmte seine feisten Arme in die Seiten seines dunklen Anzugs und setzte sein gehässiges Spotten ungeniert fort. Sein aufgequollener Finger zeigte direkt auf Egon, als er boshaft spie: „Solche Freaks wie du gehören doch weggesperrt! Wer braucht schon solche Abartigen wie dich!“

Um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen, stieß er mit einem seiner ledernen Halbschuhe die blonde Perücke wie einen Fußball mit Schwung von sich fort. Diese war Egon zuvor verrutscht und auf den Boden gefallen, genau vor seine cremefarbenen Pumps. Immer mehr Schaulustige blieben stehen und gesellten sich zu dem ungewöhnlichen Treiben hinzu, das sich an der Bushaltestelle allmählich verdichtete. Die umstehenden Leute grölten immer lauter, gestikulierten wild mit den Armen und blickten auf Egon, als sei er irgendein lästiges Insekt, das es zu verscheuchen galt. Egon war wie gelähmt. Er hatte schon des Öfteren Bekanntschaft mit kaltem Hass und rigider Ausgrenzung machen müssen und wollte aufbegehren und sich gegen den Hetzer und den Mob behaupten, doch es gelang ihm nicht. Alle Kraft war ihm auf einmal entwichen. Wie gejagtes Wild kauerte er in der Mitte der Ansammlung, unfähig, auch nur eine Silbe der Verteidigung zu erwidern und den unmöglichen Denunzianten zur Rede zu stellen.

„Ich brauche ihn!“, ertönte plötzlich eine wohlklingende, weibliche Stimme. Ob denn diese nicht schreiend ertönte, ließen die darin verborgene Autorität und Bestimmtheit die Versammlung augenblicklich verstummen. Neugierig drehten sich die Köpfe der Anwesenden in die Richtung, aus der die liebliche Stimme erklang. Wie durch Zauberhand teilte sich die Formation und bildete ein Mittelgang, durch den eine hochgewachsene, schlanke Frau schritt. Als sie auf ihrem Weg die blonde Frauenperücke passierte, bückte sie sich in einer grazilen Bewegung und hob diese anmutig auf. Ihre rot lackierten und perfekt manikürten Fingernägel strichen in einer zärtlichen Geste durch das Kunsthaar. Versonnen lächelnd blickte sie auf die Haarsträhnen. Wie seiden sie sich anfühlten. Da hob die Frau ihren Blick zu Egon, grinste keck und ging entschlossenen Schrittes auf ihn zu. Ihre grünen Tiefen schimmerten liebevoll, als sie ihm seine Perücke reichte. Egon erwiderte ihren wohlwollenden Blick mit einem dankbaren Lächeln und erhob sich unsicher aus seiner gebeugten schutzsuchenden Haltung, die er im Kreuzfeuer seines Widersachers unbewusst eingenommen hatte.

Die Frau war eine ausgesprochene Schönheit. Sie trug auffällige, mit Nieten besetzte High-Heels, die ihre Körpergröße provozierend hervorhoben. Ihre anthrazitfarbene Netzstrumpfhose und ihr enganliegender, schwarzer Bleistiftrock verliehen ihrer kurvigen Figur einen eleganten Charme und eine einladende Attraktivität. Ihre stille Präsenz wirkte deeskalierend auf die aufgepeitschte Situation und brachte das zuvor aufgebrachte Gemurmel der Leute augenblicklich zum Erliegen. Bewundernde Blicke folgten dem Gang der Frau und begleiteten diesen wie das Klackern ihrer Pfennigabsätze.

Als sie bei dem untersetzten Stimmungsmacher ankam, hob sie eine fein geschwungene Augenbraue und musterte den Mann mit unverhohlener Abscheu. Er war ihr nicht unbekannt. Einmal hatte sie von ihm eine Anfrage für ein spezielles Treffen erhalten, da ihm ihre Dienste von einem Bekannten empfohlen wurden. Sunny, so hieß die eloquente Dame, erinnerte sich, dass ihr die Anfrage und vor allem der Mann, der dahinterstand, spontan unsympathisch war. Ihr Gefühl riet ihr damals, von seinem Gesuch Abstand zu nehmen. Scheinbar hatte sie ihre Intuition nicht getäuscht.

Die Situation wirkte umso einnehmender, da Sunny den ungehobelt auftretenden Mann um Kopflänge überragte und diesen ihre körperliche Überlegenheit betonten Blickes spüren ließ.

„Gibt es hier irgendwelche Probleme?“, fragte sie bestimmt. Zunächst hielt der Fiesling ihrem strengen Blick stand. Er maß abschätzend und mit unverhohlener Gier ihre Erscheinung und tastete ihre weiblichen Attribute länger als notwendig mit forschen Augenblicken ab. Doch dann änderte sich etwas im Ausdruck des Mannes. Er hatte ihre mentale Überlegenheit erkannt.

Sunny sah den fliehenden Ausdruck in den blauen Augen des gedrungenen Mannes und jubelte innerlich. Der Hanswurst war eingeknickt. Jetzt würde sie ihn gänzlich erniedrigen, wie er es zuvor mit ihrem treuen Freund und Kunden Egon getan hatte. Solche Besserwisser benötigten eine Lektion. Im besten Fall würde die Wirkung ihrer Demütigung eine Weile anhalten und den Mobber stillsetzen. Leider würde der Nachhall der seelischen Verletzungen, die er Egon zugefügt hatte, wohl ein Leben lang andauern. Verdammtes Schwein!

Und so setzte Sunny an und holte dabei ihr Handy hervor: „Vielleicht sollte ich auch die Polizei rufen, um diesen Vorfall zur Anzeige zu bringen?“ Nachdem sie sich mit einem prüfenden Blick durch die Runde der Aufmerksamkeit der Sensationsgierigen sicher war, fuhr sie nach einer kunstvoll inszenierten Pause fort: „Warten Sie, sind Sie nicht der Herr Vorsitzende des Gerichts? Das passt ja wunderbar, dann kann Ihre Frau die Strafanzeige für Sie bearbeiten! Das bleibt dann sozusagen in der Familie! Ihre Angetraute arbeitet doch noch im entsprechenden Sekretariat?“

Sunny hatte noch nicht zu Ende gesprochen, da war der unangenehme Zeitgenosse auch schon aus ihrem Sichtfeld in der Menschenmenge verschwunden, die sich nun ebenso schnell verflüchtigte, wie sie aufgetreten war. Ihre bordeauxfarbenen Lippen verzogen sich zu einem zynischen Grinsen. Dieser Mistkerl hatte eine nette Frau, die sie ab und an in einem gehobenen Friseursalon antraf. Wie sie den Gesprächsfetzen bei diesen Zusammentreffen entnehmen konnte, hatte sich die Ehefrau wohl erst kürzlich einen aufmerksamen Liebhaber genommen. Sie brüstete sich fröhlich damit, wie sie ihrem Ehemann regelmäßig die Hörner aufsetzte.

Nun denn, das Beziehungsleben anderer Leute ging sie nichts an. Sunny war keine indiskrete Frau und schätzte und gab Privatsphäre. Was ihr ihre Kunden erschöpft keuchend und nach Luft ringend in den intimen Momenten ihrer erotischen Arrangements über ihre Partnerinnen erzählten, behielt sie grundsätzlich für sich.

Mit Zornesfalten auf der Stirn schimpfte Sunny noch den Gehenden hinterher: „Schämt euch, nichts unternommen zu haben!“ Dann war sie mit Egon alleine.

Egon, einer ihrer besten Kunden, der im Laufe der vergangenen Monate auch zu ihrem Freund wurde. Wie schön er heute aussah, er hatte sich sehr viel Mühe gegeben. Versonnen betrachtete sie seine Erscheinung. Egon trug ein schwarzes Kleid mit Blümchenmuster, kombiniert mit einer beigefarbenen Strumpfhose und den benannten cremefarbenen Pumps, in welche er gerade wieder schlüpfte. Eine lilafarbene Handtasche und Strassschmuck zierten sein Handgelenk, seine Finger und seine Brust. Die Linien des schicken Kleides zeichneten ein Bild von wohlgeformten, weiblichen Rundungen, die äußerst verführerisch wirkten. Komplettiert wurde das stilvolle Gesamtbild von der blonden Langhaarperücke, die nun wieder Egons Haupt zierte. Die formvollendete Weiblichkeit, gekonnt in Szene gesetzt.

Doch es war die Illusion einer Frau, denn ob denn sich Egon Marie nannte, wenn er diese schönen Kleider trug, war er biologisch gesehen ein Mann. Egon war ein Crossdresser. So werden Menschen bezeichnet, die gerne in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpften und sich dementsprechend kleideten. Sunny vermutete beim Anblick der inszenierten Kurven, dass Egon einen Ganzkörper-Silikonanzug unter der weiblichen Kleidung trug. Diesen oder Vagina-Höschen trug Egon bei ihren Sessions, wenn Sunny ihm eine ganz besondere Behandlung zukommen ließ. An den Silikon-Kleidungsstücken befanden sich Silikonbrüste und Silikonvagina. Der Träger derer konnte sich damit wie in einem realen Frauenkörper fühlen.

Der Weg dorthin war für Egon kein leichter gewesen, das wusste Sunny. In ihren gemeinsam verbrachten Sessions hatte er sich ihr vollkommen anvertraut und sie eingeladen, in die Tiefe seiner Seele einzutauchen. Bevor Egon zu Sunny fand, focht er so manchen inneren Kampf aus. Der bedeutsamste Moment war für Egon, sich seine ureigenen Bedürfnisse einzugestehen und diese aktiv auszuleben. Zunächst geschah das Praktizieren des Crossdressings ausschließlich hinter verschlossenen Türen. Dann rief er Sunny an einem schönen Sonntagmorgen, schlaftrunken und beschwipst, an. Er hatte zig Annoncen durchwühlt, bis er auf Sunny stieß. Ihm gefielen ihre Herzlichkeit und Natürlichkeit, er hatte sofort ein gutes Gefühl bei ihr.

Es vergingen weitere Wochen, bis Egon so viel Mut sammelte, sich bei ihr vorzustellen. Das war auch das erste Mal, dass er sich vor jemanden als Frau kleidete. Der Rahmen war ein geschützter, doch es war dennoch ein bedeutsamer Schritt gewesen.

Zudem war Egon vollkommen überrascht gewesen, dass Sunny nicht ausschließlich auf sexuelle Handlungen konzentriert war. Sie nahm sich Zeit für ihn, mehr als er ihr bezahlte. Hörte ihm zu, nahm aufrichtig Anteil. Zu keiner Zeit fühlte sich ihr Zusammensein als bloße Dienstleistung an. Sunny war Sexarbeiterin mit Leib und Seele, was wohl auch beinhaltete, Menschen zu lieben und sich für sie zu interessieren. Oftmals aßen sie auch zusammen Kuchen, den Egon für sie mitbrachte. Wenn Sunny Zeit fand, backte sie sogar und bezog seinen persönlichen Geschmack dabei mit ein.

So war die Sexarbeiterin zu einer lieben Freundin geworden, mit der er sich nicht nur sexuell, sondern auch menschlich sehr wohlfühlte. Egon vertraute ihr. Und sie war weise und lebenserfahren genug, um dieses Geschenk zu erkennen und wertzuschätzen. Sunny wusste zu gut, dass die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht käuflich waren, so abgehalftert das klingen mochte. Vertrauen war eines dieser Dinge. Es konnte niemals eingefordert werden oder vorausgesetzt. Es wuchs und bemaß sich an den Gedanken und Taten der Involvierten.

Wie schön Sunny heute wieder aussah, ging es Egon durch den Sinn. Und wie mutig sie sich für ihn einsetzte. Selbstloses Handeln wurde ihm sonst nicht zuteil. Um so mehr war er tief berührt von ihrem Auftreten ihm gegenüber. Verlegen richtete sich Egon seine Perücke und blinzelte Sunny mit erröteten Wangen an, die sein gut deckendes Make-up nicht vertuschen konnte. Sunny erwiderte liebevoll sein Lächeln und begann, nach etwas in ihrer Handtasche zu suchen.

Ihr Lächeln wurde spitzbübisch, als sie Egon ihren Lippenstift reichte. „Ziehe dir deine Lippen nach, falls dir danach ist, Marie.“ Ein Hauch von Erotik schwang mit, als sich Sunny an seine Schultern lehnte und unauffällig ihre Hand über seinen Rücken bis hin zu seinen Pobacken gleiten ließ. Flüsternd hauchte sie: „Wenn du mich bei unserem nächsten Treffen fickst, wird es Voraussetzung sein, dass du ihn trägst. Ich küsse gerne deine geschminkten Lippen, während dein harter Speer mein weiches Fotzenfleisch teilt!“

Ihre warmen Lippen legten sich auf seinen Mund und verlangten ihm einen schnellen, fordernden Kuss ab. Augenblicklich schoss ihm das Blut mit aller Kraft in seine Lenden. Sein Glied wurde hart. Noch während sich sein Hodensack beinahe schmerzhaft vor Verlangen nach oben zog, wandte sich Sunny keck winkend ab und ging mit schwingenden Hüften davon.

„Was für eine Frau!“, stöhnte Egon innerlich wie äußerlich auf. Bald fand ihr nächstes Treffen statt. Er konnte es kaum erwarten. Sunny verstand ihn und konnte seine verborgenen Sehnsüchte stillen wie keine andere. Er wollte sie nie wieder missen.

Seine Erektion drängte sich gegen das Latex-Catsuit und erinnerte Egon daran, dass er gerade als Marie unterwegs war. Dem ungläubig dreinblickenden Alten, der tadelnd seinen Kopf schüttelte, warf Egon selbstbewusst eine Kusshand zu. Er begehrte keine Männer, doch wollte er den Moralisten auf die Schippe nehmen. Das schnelle Wegdrehen konnte den überraschten Blick des Urteilenden nicht verbergen, welches Egon ungekannte Befriedigung verlieh. „Ich lebe nicht, um eure Erwartungen zu erfüllen, Idiot!“, wisperte Egon kaum hörbar, doch laut genug, um dass es gehört werden konnte.

Da traf der Bus ein. Grinsend stöckelnd stieg Egon ein, nicht scherend der vielen Blicke, die ihm missmutig folgten. Irgendwie hatte es Sunny geschafft, dass er sich selbstsicherer fühlte und wieder mehr zu sich stehen konnte. Eine beeindruckende Persönlichkeit, seine Sunny. Bald durfte er sie wieder allumfassend genießen.

Urheber/Geschrieben von: Julia, Autorin „Gewürzt mit Herz“

Mein Blogartikel: Wie frische ich das Liebesleben mit BDSM auf?

FSK 18

Was benötige ich als Anfänger für soften SM/BDSM?

Die Welt des BDSM ist eine sehr aufregende mit vielen wundervollen Möglichkeiten. Doch sie sollte achtsam betreten werden, denn das physische als auch psychische Wohl aller Beteiligten ist ausschlaggebend dafür, um ein angenehmes Miteinander zu generieren. Es ist ratsam, sich vorab genügend Informationen darüber einzuholen, welche Optionen bestehen, wie spezielles Spielzeug gehandhabt wird und welche Reaktionen welche Handlungen hervorrufen können. Hier kann es auch um ganz praktische Fragen gehen, deren Antwort es zu erforschen gilt. Eine Fessel anzulegen scheint simpel, ist es jedoch nicht. Die Empfindungen, die beim Anbringen eines Knebels hervorgerufen werden, sollten sich bewusst gemacht werden. So gibt es noch zahlreiche andere Beispiele, die aufzeigen, wie sehr eine gegenseitige Fürsorge vor, während und nach einer Session wichtig ist. Dabei sollte der devote Part als auch der dominante stets im Blickwinkel des Geschehens stehen. Beidseitig aufrichtige und wertfreie Kommunikation bildet die zentrale Basis ein jeder Interaktion im Leben, so auch in der submissiven Welt.

Wie gehe ich an die Sache heran?

Vor jeder praktischen Aktivität steht immer das gemeinsame Gespräch. Die getanen Beschlüsse sind verbindlich, denn sie basieren auf gegenseitigem Einvernehmen. Dennoch sollten die Beteiligten stets die Möglichkeit haben, im direkten Erleben die Meinung ändern und Vereinbarungen lösen zu dürfen. Das gilt sowohl für den devoten als auch für den aktiven Part. Ganz wichtig ist das Nachgespräch nach einem gemeinsamen Erkunden, denn Erlebtes braucht Zeit zum Verarbeiten, Sortieren und Neu-Ordnen und wirkt nach. Der Fachbegriff dafür ist das „Aftercare“. Viele BDSMler beziehen sich darauf, dass durch das Aftercare wirkliche Tiefe und Nähe entsteht. Einerseits werden gewollte Marken versorgt, andererseits die erlebten Eindrücke verbalisiert. Dieses ist dem dominanten Part eine wichtige Aufgabe, um seine Erziehung seiner Sub individuell anzugleichen. Um wahre Lust erleben zu können und das eigene Liebesleben aufzufrischen, braucht es demnach einen vertrauensvollen Austausch. Doch wie führt sich am besten solch ein Gespräch, um die Beziehung zu beleben?

  1. Finde einen ruhigen Gesprächsrahmen an einem ungestörten Ort. Mache dir gerne im Vorfeld ein paar Notizen. Das kann dir Sicherheit geben, und du vergisst nicht die wesentlichen Punkte.
  2. Vergesse dabei nicht deinen Humor und versuche eine entspannte Atmosphäre herbeizuführen. So kann deine Partnerin zur Ruhe kommen, sich sammeln und fokussieren.
  3. Ein so bedeutsames Gespräch muss nicht sitzend in einem Raum geführt werden. Auch ein langer Spaziergang kann eine angenehme Basis bilden. Zudem baut Bewegung Nervosität ab, und du zappelst nicht so herum.

Wenn die Rahmenbedingungen stehen, solltest du dich mit den Gesprächs-Inhalten beschäftigen. Wichtig ist, nicht vorwurfsvoll in ein solches Gespräch zu starten. Anstatt sofort einen Schuldigen für das erlahmte Sexleben zu definieren („Seitdem du Mutter geworden bist…“), versuche es in etwa so: „Ich liebe dich und würde gerne mit dir unser Sexleben weiterentwickeln. Ich habe eine spannende Sexualpraktik entdeckt, die ich dir gerne vorstellen würde.“

An dieser Stelle machen viele Männer den Fehler, sofort mit einer pragmatischen Auflistung zu beginnen, wie sie Lust erleben möchten. Damit könntest du deine Partnerin überrollen oder überfordern. Frage sie stattdessen direkt nach ihrer Meinung zum Thema: „Wie siehst du das mit unserem Sexleben? Wie geht es dir damit?“ Wichtig wäre hier, offene Fragen und keine rhetorischen zu stellen. Konkrete Beispiele sind im Anschluss wichtig, damit sich deine Partnerin eine Vorstellung deiner Wünsche und deiner Vorschläge machen kann. Mit dem Begriff BDSM wird sie weniger anfangen können, als wenn du konkret sagst, du wolltest ihr einmal ein paar Klapse auf den Hintern verabreichen, um die gemeinsame Lust ganz neu zu erleben.

Ebenso sinnvoll wäre es, du erzähltest ausschließlich aus deiner Sicht. Formuliere deine persönliche Wahrnehmung und lasse sie bewusst außen vor. Dabei kannst du sagen: „Unser Sexleben würde sich für mich verbessern, wenn ich dir deine Brustwarzen klammern dürfte.“ Weniger gut könnte hingegen sein: „Du wolltest doch schon immer in unserem Sexleben mehr Einbezug deiner Brüste; da passen doch die Nippelklemmen.“ Gebt euch hierbei immer genügend Raum, um Fragen stellen zu können. Vermeidet das Aufkommen von Interpretationen der Aussagen. Das geht fast nie gut. Ein „Was würde dir dabei gefallen?“ oder ein „Meinst du damit diese Sexstellung?“ passt meistens hervorragend.

Welche Utensilien benötige ich für das Lust-Erleben?

Lust zu erleben, um das Liebesleben aufzufrischen, braucht eine gewisse Vorbereitung verschiedener Utensilien. Im Vorfeld im gegenseitigen Gespräch herauszufinden, in welche Richtung es gehen könnte, bietet sich als hilfreich an. Möchte die Partnerin gerne mit dem Lustschmerz experimentieren? Dann würden sich Schlaginstrumente oder Klammern-Toys eignen. Auch Vibratoren, die dehnbar sind oder spezielle BDSM-Kerzen können eine reizvolle Option sein. Manchmal kann auch mit Haushaltsutensilien experimentiert werden. Entdecke Wäscheklammern oder Spaghetti-Zange einmal ganz neu. Am Anfang eignet sich ein Seidenschal sehr gut zur Fesselung oder dem Verbinden der Augen, so dass nicht sofort Seile gekauft werden müssen, wenn noch ausgetestet wird. Grundsätzlich bietet es sich an, vor dem Kauf von hochwertigem Spielzeug einen gewissen Rahmen gefunden zu haben, in dem sich bewegt wird. Von haushaltsüblichen Kerzen für Spiele mit Wachs sei an dieser Stelle jedoch abzuraten, denn diese führen zu Verbrennungen.

Viele Internetshops bieten heutzutage Anfänger- oder Einsteiger-BDSM-Pakete an, mit denen für wenig Geld experimentiert werden kann. Bei Vibratoren empfiehlt es sich, auf die Herkunft und das Material zu achten. Auch Klammerspielzeug sollte nicht unbedingt aus der günstigsten Riege erworben werden. Dieses kann zu schnell seine Funktion verlieren, wenn zu billig fabriziert wurde. Denke daran, dass die Utensilien dir und deiner Partnerin sehr nahekommen werden.

Auch an ausreichende Hygiene sollte immer gedacht werden. Händewaschen und Toys zuvor reinigen sollte elementar und zur Routine werden. Ebenso wie die Wunden zu versorgen nach einer Session, die immer desinfiziert werden sollten. Anal eingesetztes Spielzeug bitte niemals vaginal einführen, sondern immer von vorne nach hinten zum Einsatz bringen. Das Infektionsrisiko wäre ansonsten zu hoch. Auch Spiele mit Körperflüssigkeiten oder Lebensmittel bieten sich hervorragend an, um das Sexleben aufzufrischen und die eigene Beziehung zu beleben. Durch ein simples Anpinkeln oder Ejakulieren auf Körperteile oder Gegenstände lassen sich unkompliziert und einfach pikante Rollenspiele generieren, die große Lust erleben lassen. Vielleicht entdeckt auch manche Partnerin ihre dominante Ader und möchte den Partner befehligen? Vielleicht darf er einmal Dessous tragen oder sich schminken, um seiner Herrin zu gefallen? Oder er darf einer ihrer Dildos benutzen und vor ihr masturbieren, um sein Sperma von ihren Füßen zu lecken? Fantasie hilft hier sicherlich, und auch das Lesen von erotischer Literatur lässt einem so manchen heißen Einfall kommen. Übrigens kann es sehr reizvoll sein, sich gegenseitig Sexgeschichten vorzulesen. Einfach mal trauen und ausprobieren!

Hier die wichtigsten Tipps auf die Schnelle:

● Sanft anfangen und langsam steigern!

● Eine Skala und ein Safeword entwickeln, die verbindlich sind. Eine Skala von 1-10, bei der Sub mitteilen kann, wie hoch ihr Schmerzempfinden während der Interaktion ist. Dies gibt dem Dom Orientierung, ob er noch Spielraum für Aktionen und Steigerung hat. Ein Safeword, dass sofort eine Session beendet, wenn es von einem der beiden ausgesprochen wird. Wichtig: Auch Dom kann dieses benutzen!

● Tabus unbedingt im Vorfeld abklären! Diese sind für alle verbindlich.

● Immer wieder Zwischenfragen einbauen, um nach dem Befinden des Spielpartners zu fragen. Gerade zu Beginn kann ein Part schnell von den neuen Eindrücken überfordert sein. Auch ist es für den dominanten Part schwerer, zu Beginn einer Session sein Gegenüber in seinen Reaktionen immer richtig zu lesen. Dieses Eingespieltsein wächst mit der Zeit, und die Wahrnehmung wird diesbezüglich zunehmend besser.

● Schlaginstrumente für Spanking unbedingt zuvor am eigenen Körper ausprobieren. So kann die Kraft des Schlages besser eingeschätzt werden. Dabei kommt es auch auf das Material an. Leder wirkt beim Aufprall anders auf der Haut als Gummi oder ein Rohrstock.

● Organe, die nicht von Knochen geschützt sind, sollten niemals behandelt werden. Dies meint vor allem die Region zwischen Hüftknochen und Rippenbögen. Gerade Neulinge sollten diese Stelle aussparen und sich lieber dem Hintern widmen. Dieser hält eine ganze Menge aus. Ernste Verletzungen geschehen dort seltener.

● Bei längeren Gerätschaften wie Peitschen oder Dressurgerten sollte zuvor an einem Kissen Zielübungen unternommen werden. So passieren Unfälle sehr viel weniger, und die Entfernung und Wirkung beim Schlag können besser eingeschätzt werden.

● Alles, was unter die Haut geht, wie zum Beispiel das Spiel mit Nadeln, sollte als Praktik für Anfänger ausgespart bleiben, denn das Infektionsrisiko und die Gefahr für schwere Verletzungen wie Nervenschäden sind hier schlichtweg zu hoch. Solche Spielvarianten gehören in das Repertoire erfahrener BDSMler, die sich vorab einer medizinischen Schulung unterzogen haben.

● Die Sicherheit deiner Sub steht immer vor deinem sexuellen Vergnügen (meint BDSM-Begrifflichkeit SSC – Safe, Sane and Consensual). BDSM heißt nicht, dass du deiner Partnerin weh tust und über ihre Bedürfnisse hinweg agierst. Sie behält die ganze Zeit die Kontrolle über die Situation und legt im Vorgespräch mit ihren Tabus fest, was erlaubt ist und was nicht. Daran musst du dich halten, immer und zu jeder Zeit. Das ist der Unterschied zur Gewalt. Sub behält durch das Safeword die Kontrolle darüber, wie weit ein Geschehen gehen darf.  

● BDSM sollte zu jeder Zeit nüchtern und ohne den Einsatz von Drogen oder anderen Betäubungsmitteln praktiziert werden.

Was ist meiner Partnerin gegenüber zu beachten?

Wer mit seiner Partnerin wahre Lust erleben und seine Beziehung auffrischen möchte, der sollte ein paar Grundsätze beachten, die grundsätzlich in einer Partnerschaft und nicht nur für die Sexualpraktik BDSM gelten:

  1. Setze auf gute Kommunikation

Die Sexroutine durch aufregende, submissive Rollenspiele zu durchbrechen, kann die gegenseitige Vertrauensbasis zueinander stärken und im besten Fall noch steigern. Doch vor jeder Aktivität steht der gemeinsame und ehrliche Austausch. Wünsche und Ängste sollten hierbei offen angesprochen werden.

  • Humor ebnet den BDSM-Weg

Betrachtet vor einer Session euer ausgewähltes Kinky-Spielzeug. Fasst es einmal beide an, lasst das Material auf eure Sinne wirken. An dieser Stelle würde sich die Vereinbarung des Safewords anbieten.

  • Erst die Komfortzone, dann den neuen Gefühlen nachgehen

Kleine Schritte führen zum großen Erfolg. Beginne nicht gleich mit der härtesten Praktik, sondern wähle Inhalte, von denen du sicher weißt, diese gefallen deiner Partnerin. BDSM muss nicht unbedingt gleichschaltend mit Lustschmerz einhergehen. Vertrauensvolle Hingabe, leidenschaftliches Ausgeliefertsein und das Spiel mit Macht sind einige besondere Eckpfeiler, die den Reiz des BDSM ausmachen. Ein sinnliches Wechselspiel zwischen Eiswürfeln und einer Feder meint auch reizvolle Unterwerfung. Es braucht nicht zwingend eine Gerte.

  • Nutze geschenktes Vertrauen niemals aus

Endlich kannst du an deiner Partnerin einmal deinen ganzen Frust auslassen? Vorsicht, das geht nach hinten los und zerstört Vertrauen! Mache dir bewusst, dass du als dominanter Part eine große Verantwortung trägst. Die Sicherheit und das Wohl deiner Partnerin liegen zu jeder Zeit in deinen Händen. Sie kann sich nur ganz fallen lassen, wenn sie darum weiß. Handelst du hingegen eigennützig oder gar aus Rache, vergehst du dich an ihr.

  • Hole dir fachmännische Unterstützung

Da BDSM die Gesundheit deiner Partnerin bei unsachgemäßer Ausübung gefährden kann (sowohl die physische als auch die psychische), solltest du dir vorab technische Hilfe und fachmännische Anleitung holen. Schäme dich nicht dafür, sondern sei stolz darauf, dass du deine Fürsorgepflicht gegenüber deiner Partnerin ernst nimmst.

  • Gemeinsam das Neuland betreten

BDSM lebt vom Miteinander, es ist keine One-Man-Show. Weder eine Sub noch ein Dom agieren dabei alleine. Durch BDSM und die Gespräche, die damit verbunden sind, könnt ihr beide noch näher aneinanderwachsen und euch gegenseitig unterstützen. So wächst das Vertrauen auf beiden Seiten.

Fazit:

Die Welt des BDSM ist keine abartige oder gestörte. Sie kann für eure Beziehung zum Sprungbrett für eine bessere Kommunikation und ein solideres Vertrauensfundament werden. Diese positiven Erfahrungen können auf alle Bereiche der gemeinsamen Beziehung abfärben, euer Liebesleben auffrischen und euch große Lust erleben lassen.

                                                                 Written by Julia, Autorin „Gewürzt mit Herz“

Meine Kurzgeschichte: „Vom Einengen und Befreien – Ein Mann und seine Hassliebe zu Latex“

FSK 18

Die heruntergelassene Jalousie erlaubte es nur wenigen Sonnenstrahlen, in das Schlafzimmer des Einfamilienhauses vorzudringen und das dämmrige Licht zu durchbrechen. Dennoch herrschte in diesem Raum vornehmlich Dunkelheit, jedoch in einem überschaubaren Maße, welches es noch erlaubte, die Umgebung einigermaßen klar zu erkennen. Eine gewisse Schwüle waberte durch die Luft und ließ den leicht untersetzten Mann merklich schwitzen, der auf dem großen Bett saß. Ein grünes Handtuch war um seine Hüften gewickelt, ein paar letzte Wassertropfen glitzerten auf seinen kantigen Schultern. Er musste wohl gerade geduscht haben, denn Kondenswasser bildete sich am Badfenster. Der Mann musste in den Fünfzigern sein. Mit einer Hand fuhr er sich durch die graumelierten Schläfen, mit der anderen Hand griff er nach einem größeren Gegenstand, der neben ihm auf dem Bett lag.

Nun wandte er auch seinen glatt rasierten Oberkörper diesem größeren Gegenstand zu – einem Karton, dessen Klebeband schon entfernt worden war. Es musste nur der rechteckige Deckel angehoben werden, dann war der Inhalt dieser Kiste offenbart. Doch noch schien der geduldige Mann kein Interesse am Auspacken zu haben, denn er nahm die Kiste auf seinen Schoß und streichelte den Deckel zärtlich und liebevoll, so als würde er einen menschlichen Körper streicheln. In keiner Weise schien er es eilig zu haben, sondern zelebrierte stattdessen das Auspacken des Inhalts dieses braunen Kartons. Irgendetwas Besonderes musste wohl darin verborgen sein, denn mit einer gehaltvollen Inbrunst schien der fast nackte Mann diesem entgegenzufiebern. Scheinbar schienen seine Finger ein wenig vor freudvoller Erwartung zu zittern, als er den Deckel behände anhob. Überraschenderweise nahm er den gesichteten Inhalt nicht sofort aus dem Karton, sondern beugte sich mit seinem Kopf darüber und tätigte ein paar tiefe Atemzüge.

Die zuvor angespannten und hart wirkenden Gesichtszüge des Mannes entspannten sich augenblicklich.

Seine Schultern fielen sodann herab und gaben ihm sofort einen gelösteren Gesamteindruck. Der Geruch, welcher ihm aus dem Karton entgegen strömte, musste ihm wohl sehr gefallen. Ein wenig verweilte er noch in diesem sinnesstarken Vorgang, dann griff er mit seinen großen Händen hinein und ein leises Rascheln war zu hören. Kurz darauf wurde der in Karton befindliche Inhalt angehoben und entblößt. Zum Vorschein kam ein schwarzer Heavy-Rubber-Catsuit.

Beinahe zärtlich drückten die groben Hände des Mannes den festen Latexstoff gegen seine Wangen, um diesen im Anschluss an die schmalen Lippen zu führen und zu küssen. Als wäre er in einem Zwiegespräch mit einem Gegenüber, glitten die Hände des Mannes behutsam über den Latex und streichelten diesen wie die warme, weiche Haut eines geliebten Menschen.

Langsam ließ der Mann seinen stämmigen Oberkörper nach hinten gleiten, bis dieser auf der rotgemusterten Bettdecke zum Liegen kam. Genießerisch führten die sanften Bewegungen des Mannes den Latexstoff wohlig über seinen gesamten Körper, um auf dem Bauch letztendlich zum Stillstand zu kommen. Fest drückten die haarigen Hände des Mannes den schwarzen Heavy-Rubber-Catsuit an seine Körpermitte und entlockten ihm ein glückseliges Lächeln.

„Bald … Bald darf er wieder sein, mein Besuch der Gartenlaube“, erfüllte das kehlige Flüstern den spärlich beleuchteten Raum. Nach einer kurzen Pause ergänzte er: „Sehr bald …“ Daraufhin breitete sich ein glückliches Grinsen auf dem stoppeligen Gesicht des Mannes aus.

***

Die schweren, grauen Wolken des Morgens hatten es dem aufmerksamen Beobachter bereits angekündigt. Nun setzte der Landregen in stetig steigender Frequenz ein. Doch das schlechte Wetter störte den Mann kein bisschen. Im Gegenteil, er war bestens gelaunt. Heute war ein besonderer Tag – heute durfte es wieder geschehen. Fast schon hatte er ein schlechtes Gewissen. Er liebte seine Frau wirklich. Sie war eine gute Frau und gleichsam seine Freundin und Beraterin, ein Coach und eine Managerin des Alltags. Und doch hatte er ihr nie von seinen tiefsten Sehnsüchten und Bedürfnissen erzählt, nie von seinen inneren Dämonen und Gelüsten, ihr nie seine wahrhaftige Seele preisgegeben. Sie war weder devot noch dominant und konnte seines Erachtens nichts mit der Submission anfangen, geschweige denn mit den Ausartungen einer Fetischliebe.

Ja, sie pflegten noch Sexualität miteinander, auch regelmäßig. Der Sex war durchaus in Ordnung und sie war immer noch eine schöne und begehrenswerte Frau, trotz dass sie ihre Blütezeit schon länger überschritten hatte. Es machte durchaus Spaß, mit ihr zusammen zu sein und Zeit zu verbringen. Doch …

Und da waren auch noch die Kinder, zwei an der Zahl. Unglaublich dankbar war er seiner Frau für ihren unermüdlichen Einsatz und für ihr nimmermüdes Schaffen und Gestalten ihres Heimes, der Erziehung der Kinder und der Aufrechterhaltung ihres gesellschaftlichen Wirkens. Seine Frau hatte ihm stets diese Alltagssorgen vom Leib gehalten und ihn nicht mit unnützen Fragen genervt, die sie alleine entscheiden konnte. Ja, in der Tat, was hatte er doch für eine wundervolle Frau und zwei gesunde, talentierte Kinder.

Verdammt!

In seiner Magengegend zog es sich unangenehm zusammen, der Klumpen darin drückte ihm schwer auf das Gemüt. Verdammt! Sein schlechtes Gewissen meldete sich erneut zurück und ließ seinen Puls ansteigen. Warum haderte er mit seinem Dasein, wo er doch alles hatte, was sich jeder wünschte? Warum war er verdammt nochmal ein solcher Versager und verrückter Freak? Warum musste ausgerechnet er ein Spinner sein und nicht sein Nachbar? Die Welt des BDSM, warum hatte er nicht den Mut, sich zu dieser zu bekennen?

Heftige Schamgefühle breiteten sich in seinem Denken aus, schwappten über und bahnten sich ihren toxischen Weg durch sein gesamtes Sein. Wenn er nur ein richtiger Mann wäre, wenn er nur etwas mehr Courage besäße, dann könnte er seine Wirklichkeit genießen und diese inneren, besonderen Regungen unterdrücken.

Auf einmal bekam er etwas schlechter Luft. Eingeschnürt war er von gesellschaftlichen Verpflichtungen. Zu erfüllende Konventionen fühlten sich wie ein Korsett an, dass sich immer enger um seinen Leib schlang. Wo es nur ging, passte er sich den Umständen an und tat, was von ihm erwartet wurde. Dem ungerechten und selbstherrlichen Vorgesetzten gegenüber, dem er liebend gerne einmal die Fresse polieren würde! Seiner Familie und seinen Verwandten gegenüber und ja, sogar seinem ganzen sozialen Umfeld bis hin zu seinen Freunden war er in dieser Hinsicht absolut verlässlich. Niemand wusste von seinem Geheimnis. Er hatte dieses vermaledeite Versteckspiel so dermaßen satt! Diese immer drückende Demütigung begleitete ihn schon so lange und hing wie ein Damoklesschwert über seinem Haupt. Nie konnte er sicher sein, dass sich irgendwann dieses Schwert herabsenkte und ihn traf, ihn zerstörte und ihm seine Würde nahm, ihn bloßstellte als verrückten Freak – wenn sein Geheimnis entdeckt würde.

Was hatte er für eine andere Wahl, als sich zu verstecken wie ein Geächteter?

Gab es denn überhaupt eine Alternative?

Wie konnte er sein Glück und seine geheimsten Wünsche leben, und dennoch nicht alles Ansehen und allen Status zu verlieren? Schlicht gesagt, nicht sein Gesicht zu verlieren?

Die Stimme seiner Frau riss ihn aus seinen Gedanken. Gerade stand er mit ihr am Familienauto. „Liebling, alles ist verstaut und erledigt. Ich fahre dann mit den Kindern los zu meinen Eltern in das verlängerte Wochenende, ein bisschen Erholung finden. Möchtest du wirklich nicht mit? Etwas Entspannung würde dir, glaube ich, auch ganz guttun!“

Mit diesen Worten schloss sie den Kofferraum und näherte sich ihm schwungvoll, den Regentropfen verzweifelnd ausweichend. Er nahm sie in seine Arme und gab ihr einen schnellen Kuss auf die duftende Stirn. Ihr Parfum war wieder einmal hinreißend. Was für eine attraktive Frau sie doch noch immer war.

„Mach dir um mich bitte keine Gedanken Schatz, ich bleibe hier und nutze den Feiertag, um den Garten ein wenig auf Vordermann zu bringen. Habe viel Spaß und grüß bitte Horst und Inge von mir!“

Der blaue Van setzte sich geräuschvoll in Gang, passierte eine große Pfütze und bog in die angrenzende Straße. Der Wagen war noch nicht aus seinem Blickfeld entschwunden, da flüsterte er schon gedankenverloren zu sich selbst: „Ich werde Entspannung finden, Schatz, mehr als du erahnen kannst.“ Dass er dabei nicht vorhatte den hauseigenen Garten zu bewirtschaften, tat in diesem Moment nichts zur Sache.

***

In seiner Gartenlaube tat sich ihm eine vollkommen andere Welt auf. Diese war sein Zufluchtsort, seine sichere Insel in dem tobenden Gewässer des Alltags. Hier war sein Herz zu Hause, hier wohnte seine Seele, hier lebte er seinen tiefsten, inneren Spirit. Hier in dieser heimeligen Gartenlaube war er, schlichtweg gesagt, einfach er selbst. Nicht oft konnte er diesen Ort aufsuchen, es bedurfte immer ausreichend an Vorbereitung. Seine Frau wusste nichts von dieser Lokalität, warum auch. Sie sollte nicht unnötig beunruhigt werden. Das war seine Privatsphäre, hier schirmte er sich von der kompletten Außenwelt ab. Innerhalb dieser kleinen Welt gab es keine Richter und auch keine Henker, kein gesellschaftliches Diktat und keine rigiden und energieraubenden Verpflichtungen. Nicht einmal seine Freunde aus der BDSM-Szene wussten von dieser Hütte.

Er hatte sich nicht viel Mühe gegeben, eine wundervolle Atmosphäre zu schaffen, denn er hatte ein wenig Bedenken, jemand Unbefugtes könnte den Unterschlupf einmal überraschenderweise betreten. Vorsicht war hier auf jeden Fall besser als Nachsicht, und seine geheime Passion durfte nicht entdeckt werden. Royalblaue, schwere Vorhänge schirmten neugierige Blicke ab. Ein schlichter Schrank, ein Holztisch, ein bequemer, aber einfacher Stuhl und eine recht große, graue Couch bildeten das gesamte Möbelinterieur. Den Raum zierend wirkte ein großer auf dem Boden stehender Spiegel, dessen Mattigkeit wieder einmal wegpoliert werden müsste. Zudem hatte sich der Mann einen Wasseranschluss gebaut, welcher ein karges Spülbecken mit einem Wasserkanister verband, damit er sich nach der Anstrengung waschen konnte. Eine unauffällige Campingtoilette erlaubte eine ungestörte Notdurft.

Einzig in das Auge fallend, und gar nicht an diesen Ort passend, war ein weiblicher Torso, welcher in einer Ecke stand, umschlungen von einem extravaganten, roten Latex-BH. Er hatte diesen vor einigen Jahren als Geschenk für seine Frau gekauft, als er noch unbedarfter war und dachte, er könne sich ohne Weiteres offenbaren. Doch die Angst vor Ablehnung und „Verlassen-werden“ hatte gesiegt und eine Scheidung wollte er auf keinen Fall heraufbeschwören. Die vermeintliche Unvergänglichkeit des Materials gewährte Gnade und zeigte nicht, wie lange dieser Latex-BH bereits von der Puppe getragen wurde und nicht von seiner Frau.

Ein leicht-süßlicher Geruch von Gummi hing in der Luft und verriet sein geheimes Laster – er war ein Latex-Liebhaber, ein Material-Fetischist.

Dieser geschmeidige, sinnliche Gummistoff hatte es ihm rettungslos angetan. Schon als Teenager fand er Bilder von Damen und auch Herren reizvoll, die in Latexmode gekleidet waren. Damals kam er noch recht schwer an diese Bilder heran, er musste sich an Etablissements wenden, um diese zu erhalten. Seitdem bezahlte er auch regelmäßig Frauen dafür, dass sie sich nach seinen Wünschen in Latex hüllten und ihm davon Bilder zukommen ließen. Eine dieser käuflichen Frauen aufzusuchen und seine Materialliebe real mit einem anderen Menschen auszuleben, das hatte er sich bisher nicht getraut. Zu groß wäre sein Schuldempfinden gegenüber seiner Frau. Das stand für ihn jedoch auch nicht zwingend im Mittelpunkt. Herzstück seines Fetischs war das Tragen von Heavy-Rubber-Fashion.

Dieses Gefühl des „Umschlossen-Seins“ liebte er, diese vollkommene Enge, welche unaufhörlich an seinem Körper arbeitete, bis er allmählich seine Arme und Beine nicht mehr spürte. Dieses „Loslassen“ des Körpers, dieses „Kontrolle-abgeben“, dieses „Sich-intensiv-spüren“, das starke und unaufhörliche Schwitzen. Eng umfasst seinen Körper mental verlassen zu können und zu fliegen in weite Ferne, hin zu geilen Welten – das war es, was ihn antrieb, was ihn immer wieder in diese Gartenlaube trieb, in der er seinem Materialfetisch frönen durfte.

Seinen Fetisch auszuleben bedurfte immer einer gewissen Vorbereitung. Mal schnell nebenbei ging das auf keinen Fall, das schnelle Konsumieren barg für ihn nicht seine Erfüllung. Hier in dieser karg eingerichteten Gartenlaube zelebrierte er seine Heavy-Rubber-Latexliebe und das oftmals stundenlang. Noch war er jung genug und hatte die Konstitution dazu. Das Treibenlassen und Abtauchen in diese dunkle, geheime Lust war äußerst kräftezehrend und beanspruchte seinen Kreislauf immer sehr. Das eindringliche und starke Schwitzen unter dem nicht atmungsaktiven Material tat sein Übriges. Gott sei Dank hatte er keine Vorerkrankungen, hatte weder Diabetes noch eine Herzinsuffizienz. Stets ausreichend während einer Heavy-Latex-Session zu trinken, das war im Grunde das Einzige, auf das er gesundheitlich achten musste, denn schließlich war er hier vollkommen alleine. Wer sollte sich um ihn kümmern, falls er kreislaufbedingt einfach das Bewusstsein verlor? Trotz aller Latexliebe, solch ein Risiko wollte er nicht eingehen. Er beugte stets vor und hatte immer ausreichend Wasser im Geräteschuppen hinter der Gartenlaube deponiert. Unvernünftig sollte keiner seinen Fetisch ausleben.

Für einen kurzen Moment schloss er die Augen und atmete einige Male hörbar ein und aus. Ruhe erfasste ihn. Ruhe – und ein erhabenes Gefühl der Zufriedenheit, welches sich wie eine warme Flüssigkeit in seinem gesamten Körper ausbreitete.

Es begann.

Als würde er über eine unsichtbare Schwelle schreiten, straffte er seine Schultern und wirkte auf einmal wie ein anderer Mensch. Ein innerer Drang ließ in ihm den Wunsch aufkommen, seine Haut abzustreifen und sich eine andere Haut überzustreifen. Eine Haut, die seiner wahren Bestimmung entsprach – eine Latexhaut.

Festen Schrittes ging er auf den Schrank zu. Dort angekommen öffnete er die etwas schwere Holztür, welche sich hörbar knarrend den Anweisungen fügte. Im Schrank offenbarte sich ihm eine beträchtliche Fülle an allerlei Latex-Fashion-Teilen, die fein säuberlich, akkurat und farblich sortiert an der Kleiderstange angeordnet waren. Ein süßlich-schwerer Duft erfüllte sogleich den kleinen Raum der Gartenlaube und lud ein zu einer Sinnesreise der besonderen Art.

All das, auch das Hinkommen dorthin, bildete die Grundlage für seinen vollkommenen Genuss. Behutsam nahm er den schwarzen Catsuit aus dem obersten Fach, welchen er sich damals schicken ließ. Der Anzug besaß eine Materialdichte von 0,8 und gehörte der Kategorie Heavy-Rubber an. Der schwarze Catsuit wog schwer in seinen Armen, so dass diese Anstrengung ihn das erste Mal seinen Körper bewusst spüren ließ. Behutsam trug er den Catsuit hin zum breiten Sofa und bereitete ihn darauf aus. Voller Vorfreude ging er erneut zum Schrank und nahm noch ein Paar schwarze Latexsocken sowie schwarze Latexhandschuhe heraus, die eine Länge bis zu den Ellbogen aufwiesen.

Wie in einem feierlichen Zeremoniell begann er, alle Latexkleidungsstücke auf links zu drehen und diese fein säuberlich mit einem speziell für diese Anlässe gefertigten Silikonöl einzureiben. Da er seinen Materialfetisch schon lange praktizierte, war ihm durchaus bewusst, dass er nicht zwei unterschiedliche Farben gleichzeitig verwenden durfte, sonst drohte eine Verfärbung, welche seine Kostbarkeiten für immer und unwiderruflich ruinieren würde. Auch legte er zuvor seinen Ehering ab, denn er wollte auf keinen Fall eine Schädigung der Struktur des Materials riskieren, welche Metall auf Latex grundsätzlich hervorrufen konnte. Das Silikonöl war geruchsneutral und ließ seine großen Hände sämig über den glatten Stoff gleiten. Wie die sinnlichen Berührungen eines Liebhabers vollzogen sich seine Bewegungen, untermalt vom liebevollen Blick seiner blauen Augen. Ab diesem Moment an verlor er jegliches Zeitgefühl und tauchte widerstandslos ein in diese wunderschöne Welt und trat eine aufregende Reise in sein Innerstes an.

Das Anziehen dieser außergewöhnlichen Kleidung erforderte all seine männliche Kraft. Das Silikonöl half zwar dabei, doch diese zweite Haut dem eigenen Körper zu schenken, diesen Vorgang fürchtete und genoss er jedes Mal gleichermaßen. Als er es endlich erreicht hatte, strich er sich mit stolzgeschwellter Brust über diese, erfüllt von unsagbarer Freude und Glückseligkeit. Fast augenblicklich reagierte sein eigener Körper auf den festen Griff des dicken Latexmaterials. Dieser biologische Vorgang verhalf ihm dabei, sich zu spüren. So oft musste er im mühsamen Alltag bestehen, funktionieren und agieren im Sinne der anderen, nie wirklich in seinem Sinne. Diese Erdung, dieses „Sich-Spüren“, diese Wonne schenkte ihm seine zweite Latexhaut, in deren konsequenter Umarmung er sich komplett fallen lassen konnte.

Konnte ihn ein Mensch überhaupt so halten wie diese Latexhaut?

Das Schwitzen setzte ein – unaufhörlich rannen die Schweißperlen über seine Haut, denn Latex ist atmungsinaktiv. So paradox dies für einen Außenstehenden klingen mag, auch das genoss er über alle Maßen. Mit jedem Tropfen dieses Schweißes entwich auch ein wenig seiner Beklemmung und seines Unwohlseins. Das fast zu Boden drückende Heavy-Rubber Material ließ ihn Stunde um Stunde leichter werden und hob ihn gleichzeitig in den Himmel. Er flog. Je schwerer und dicker der Latex war, desto schneller und wahrscheinlicher trat dieser psychologische Effekt bei ihm ein. Dünner Latex vermochte dies in der Tat für ihn persönlich eher nicht.

Mühsam bückend streifte er sich die Socken über die Beinenden des schwarzen Catsuits, darauf bedacht, dass der Schweiß nicht hinauslief. Bereits jetzt schon schränkte der Heavy-Rubber seinen gesamten Bewegungsapparat extrem ein und ließ seine Bewegungen holprig und seinen Gang staksig werden. Die ellenbogenlangen ebenfalls schwarzen Handschuhe hob er sich dabei bis zum Schluss auf, um es ein wenig leichter beim Anziehen der restlichen Kleidung zu haben.

Nun stand er fast komplett in dicken Latex gekleidet da. In langsamen Bewegungen suchte er den großen Spiegel auf, in welchem er sich eingehend betrachtete. Wie schön er sich selbst in diesen Augenblicken fand – wie perfekt. Diese gnadenbringende Perfektion, glatt und ohne Schnörkel, eben ohne Ecken und Kanten – warum vermochte es im Alltag nicht immer so sein? So leicht, so friedvoll, so ohne Probleme, die einen beinahe innerlich zerfraßen wie Salpetersäure?

Sein Blick im Spiegel richtete sich erneut auf das Innenleben des Schrankes. Im untersten Fach befand sich gewöhnliche Alltagskleidung. Karierte Hemden, Pullover, Jeanshosen, Socken, Unterhemden, Unterhosen. Er würde sein Werk vollenden und Alltagskleidung über seine Latexmontur überziehen, um sich wieder vermeintlich der Norm anzupassen. Doch insgeheim lachte er im Stillen über diese Spießbürger, wussten diese doch kein bisschen um sein prickelndes Geheimnis, welches er auf der Haut unter der Kleidung und im Herzen mit sich trug.

„Diese verdammten Idioten!“, lachte er in den Raum hinein und überlegte sich schon einmal gedanklich, an welcher Stelle er zuerst das Unkraut jäten würde. Der Landregen hatte mittlerweile aufgehört und der Boden duftete dadurch herrlich und urtümlich. Dank des Regens würde ihm diese eher unangenehme Arbeit ein wenig erleichtert sein. Die Hecke musste gestutzt werden und der angrenzende Geräteschuppen wartete auch auf ein wenig Aufräumen. Viel war zu tun, er würde vollends auf seine Kosten kommen.

Immer mehr würden dabei seine Gliedmaßen bei der körperlich fordernden Arbeit anfangen zu kribbeln, so als würden diese einschlafen. Immer mehr würde er gegen diese unsagbare Schwere des dicken Latex ankämpfen müssen, um Contenance zu wahren. Vielleicht würde er einen dieser blöden Spießer an der Nase herumführen, einen Plausch mit dem Parzellennachbar am Zaun halten?

Ein diebisches Grinsen breitete sich auf seinen herben Gesichtszügen aus. Ja, heute würde er allen den Mittelfinger zeigen.

Heute würde er wieder frei sein – und fliegen.

Seiner Seele würde Erdung widerfahren und seinem Geist würde Ruhe geschenkt. An diesem Tag würde er seine Batterien gänzlich wieder neu aufladen und sich vollends entspannen können.

Im Zugehen auf den Kleiderschrank passierte er den Frauentorso mit dieser atemberaubend schönen, roten Latexschönheit. Wehmut kam sogleich in ihm auf und ließ ihn bedächtig über die feinen Kurven der Figur streichen.

„Schatz, hoffentlich geht es dir gerade gut und du bist glücklich!“, kam es ihm gedankenverloren in den Sinn.

Dieser rote Latex-BH würde ihr so wundervoll stehen und sie glanz- und stilvoll einkleiden. Würde sie so geschmückt einen Raum betreten, wären ihr alle bewundernden Blicke gewiss. Jede andere Frau würde in ihrem Schatten stehen und sie neidvoll anblicken. Könnte er seine Frau nur ein einziges Mal seinen BDSM-Gleichgesinnten vorstellen oder gar bei einer Vorführung präsentieren, er wäre der glücklichste Mann auf Erden.

Unbeholfen wirkenden Schrittes setzte er seinen Gang und sein Vorhaben fort. Wie schade, dass diese bezaubernde Vorstellung seiner Frau, geziert mit dem rotem Latex-BH, wohl für immer eine Fantasie bleiben würde.

So dekorierst du deine Frühlingshochzeit

Herzlichen Glückwunsch zu eurer Entscheidung, im Frühling heiraten zu wollen! Welche Dekorationsmöglichkeiten bieten sich euch hierfür an?

Der schönste Tag im Leben

Der Frühlingsmonat Mai ist statistisch gesehen der Monat, in welchem am meisten geheiratet wird. Kommt mit auf eine Reise der Inspiration!

Nachhaltigkeit und Natürlichkeit

Der Trend bei Frühlingshochzeiten sind nachhaltige und natürliche Deko-Elemente. Dieser Trend zeichnet sich auch bei den Einladungskarten ab. Schlichtheit und Eleganz, klare Linien und Schriftführung, wenig Worte und realistische florale Motive, alles ohne viel Schnörkel.

Eine Fotostory gehört unbedingt dazu

Eine wunderbare Möglichkeit, eure Liebe durch ein Printmedium festzuhalten, ist eine Fotostory. Nutzt die Fotostory, um die Meilensteine eurer Liebe und die Eckpfeiler der gemeinsamen Zusammengehörigkeit festzuhalten. Für euch selbst und für eure Liebsten stellt eine Fotostory eine zeitlose Erinnerung dar! Bedient euch des zauberhaften Kaleidoskops der Frühlingsfarben. Klassisch zeitlos sind Pastelltöne wie Apricot und Hellblau. Wenn ihr gerne auch trendy sein wollt, probiert einmal den komplett weißen Vintage-Stil.

Holz als nachhaltiges Dekoelement

Zugegeben, etwas robust und derb kann Holzdekoration schon wirken. Fehlt da nicht die filigrane Note, fragt ihr euch vielleicht? Schließlich wollt ihr nicht im Herbst heiraten. Gehören zur Hochzeit im Frühling nicht Leichtigkeit und Zartheit?

Bitte bedenkt, dass sich alles Genannte nicht ausschließen muss. Wirkt nicht erst Derbheit durch Zartheit und Klarheit durch Verspieltheit? So wie eure Liebe viele verschiedene Facetten beinhaltet, so ist dies auch in Bezug auf eure Dekoration. Seid gerne auch für ungewöhnliche Kombinationen offen.

Die Braut und die Brautjungfern im Frühling

Meistens genießen Braut und Brautjungfern die Zeitmomente vor der Trauung gemeinsam. Haltet diese gefühlvollen Impressionen unbedingt auf Fotos fest. Wählt den Farbton der Brautjungfernkleider in einem Pastellton wie einem zartes Rosa oder einem sanften Lavendelblau. Auch ein frisches Mintgrün oder ein schimmerndes Lila eignen sich hervorragend.

Aufgrund des Frühlings solltet ihr vor größerer Hitze verschont bleiben. Wählt luftige Stoffe und Schnitte mit hübschen Blumengestecken. Das Wohlfühlen in der Garderobe ist sehr wichtig für euer Stimmungsbarometer!

Für den Blumenschmuck der Tischdeko und des Brautstraußes bieten sich im Frühling Pfingstrosen und Kirschblüten an.

Geheimtipp: Verwendet für die Brautfrisur Schleierkraut. Diese Pflanze übersteht einen ganzen Tag und eine ganze Nacht und lässt die glückliche Braut wunderschön erstrahlen.

Beleuchtung am Abend

Eine Hochzeit dauert bis in die späte Nacht. Da sollte die Dekoration mit Lichtelementen nicht vergessen werden.

Hochzeitslieder und Hochzeitssänger

Auch eine Frühlingshochzeit sollte klassische Musikelemente wie auch individuelle Highlights beinhalten. Wusstet ihr, wer der teuerste Hochzeitssänger der Welt ist? Mariah Carey möchte für Ihre Audienz schlappe 2,5 Millionen US-Dollar. Dann vielleicht doch lieber Elton John? Ihn könnt ihn für 1 Millionen US-Dollar buchen! Na gut, dann lieber eine günstigere Superlative: Die Hochzeitstorte von Queen Victoria macht euch lange satt! Sie bringt ein Gewicht von 300 Pfund mit sich!

Fazit:

Für eine Hochzeit im Frühling eignet sich hervorragend der Vintage-Look, alles basierend auf Hochzeitsweiß. Helle, klare und einladende Strukturelemente, verbunden mit grünen Farbtupfern und Holzdeko aus Birkenstämmen, runden das perfekte Wohlfühlambiente einer Frühlingshochzeit ab.

Meine Kurzgeschichte: „Bis dass der Tod uns scheidet? Eine BDSM-Liebesgeschichte“

FSK 18

„Ich bin ein alter Mann. Siehst du den Kellner, Sub? Er dürfte so um die Dreißig sein. Wäre er ein Dom, wäre er doch alterstechnisch perfekt für dich!“

Jana verschluckte sich beinahe an ihrem aromatischen Kaffee, als sie die Worte ihres Herrn vernahm. Wieder dieses leidige Thema, auf das er in letzter Zeit wiederholt zu sprechen kam – sein Alter. Es war nicht so, dass es ihr Herr offensichtlich tat. Nein. Er ging behutsam vor, denn er ahnte, dass seine Worte sie verletzten. Meist standen diese verheerenden Sätze in einem subtilen Zusammenhang und wurden mit einer sorglosen Leichtigkeit ausgesprochen, die in einem ambivalenten Verhältnis zu deren Schwere stand.  

Missmutig kniff Jana ihre Augen zusammen und runzelte verärgert ihre Stirn. Konnte sich ihr Herr diese Spitzen nicht verkneifen? Bereitete es ihm Vergnügen, unentwegt auf ihren Altersunterschied hinzuweisen? Anfangs war er kein bedeutsames Thema zwischen ihnen. Im Gegenteil, sie scherzten darüber. Doch in den vergangenen Wochen rückte ihr Herr die größere Altersdifferenz vermehrt in den Fokus.

Jana fragte sich, warum er dies tat. Meist verbarg sie ihren Groll über seine Aussprüche hinter einem angestrengten Lächeln oder überhörte sie schlichtweg. Das ganze Verhalten ihres Herrn war seltsam, nicht nur in dieser Hinsicht.

Es war schwer, die passenden Worte für dieses wabernde Ungetüm zwischen ihnen zu finden. Der beste Vergleich fand sich in einer immer dichter werdenden Wolkendecke. Wolken, deren Weiß sich in Grau umwandelten. Wolken, die sich unaufhaltsam formierten und zu einer unheilbringenden Gewitterfront auftürmten. Je länger sie über diese Metapher nachdachte, desto trefflicher erschien sie ihr. Ob Jana eher den aufziehenden Sturm fürchtete oder die einsetzende Stille, kurz bevor sich der erste Blitz entlud, dessen war sie sich nicht sicher. Doch sie fürchtete sich.

Der Duft des mit Karamell verfeinerten Kaffees stieg Jana erneut in die Nase. Gedankenverloren griff sie nach der randvollen Tasse. Gerade erst serviert worden, war das Getränk noch sehr heiß und schmerzte ihr beim Ansetzen an den Lippen. Ein spitzer Schrei entfuhr ihr. Beherzt stellte sie die bauchige Tasse ab. Dabei schwappte der Inhalt über die Untertasse und verunstaltete die geblümte Tischdecke mit einem großen, brauen Fleck.

Hastig tupfte Jana diesen trocken und bemühte sich um Schadensbegrenzung. Dabei stieß sie gegen die Blumenvase in der Mitte des Tisches. Die zwei roten Rosen darin kamen gefährlich ins Wanken. Jana prustete und spürte Tränen der Entrüstung in sich aufsteigen. Das war doch absurd! Konnte sie sich nicht wie andere Leute im Griff haben? Wer außer ihr weinte wegen einer solchen Lappalie? Ihre Nerven waren wohl angespannter, als sie vermutete.

Da spürte Jana die markante Hand ihres Herrn auf ihren Fingern. Ein schwieliger Daumen strich rau über ihre zarte Haut und sandte angenehme Schauder über ihren Rücken. Ein mächtiges Gefühl von Erregung vertrieb alle ungeliebten Gedanken. Sinnliches Prickeln erfüllte ihren Kitzler, ließ ihn pochen und ihre Schamlippen anschwellen. Drängende Nässe breitete sich in ihrem pulsierenden Spalt aus und benetzte die Innenseiten ihrer Oberschenkel. Jana atmete schneller und um Beherrschung ringend. Ihre Wangen waren erhitzt. Wie vermochte ihr Herr es, sie mit einer simplen Geste so intensiv zu berühren? Die Angst, dass dieser Umstand keinem anderen Herrn mehr gelingen würde, verdrängte Jana tunlichst. Trotz ihrer Unerfahrenheit erahnte sie instinktiv, dass sie und ihr Herr etwas Seltenes teilten, das nicht so leicht zu finden war.

Das tiefe Timbre ihres Herren Stimme lockte sie aufzublicken und in den unergründlichen Tiefen seiner blauen Augen zu versinken. Ein ganzes Gefühlskaleidoskop begegnete Jana darin. Sie hielt seinem eindringlichen Blick stand, als er wohlwollend resümierte: „Meine Liebe, du wärst nur ein Schatten deiner selbst, bliebest du allseits beherrscht. Wie schön dein Licht strahlt in deiner Aufrichtigkeit. Unschuldig und rein, gleich einem kostbaren Diamanten.“ Seine Worte umhüllten Jana wie ein schützender und Geborgenheit spendender Mantel. Zärtlich glitten seine Finger in ihre und hielten sie sanft umfangen.  

Jana konnte nichts erwidern. Ein dicker Klos formte sich in ihrer Kehle und drückte bei jedem Schlucken. Erneut stiegen Tränen in ihr auf. Tränen der Rührung. Aufgrund ihres impulsiven Charakters kam es vor, das sie von ihren Mitmenschen abgelehnt wurde und Missgunst und Ausgrenzung erfuhr. Sie wusste darum, mit einem überlegten Handeln und reflektierten Vorgehen Probleme und Missverständnisse vermeiden zu können. Eine intrigante Absicht verbarg sich nicht hinter ihren Reaktionen. Jana agierte schlichtweg in bestem Wissen und Gewissen und frei jeglichen Taktierens. Sie trug ihr Herz auf der Zunge.

„Den meisten Menschen wirst du zu anstrengend sein. Auch vielen Doms. Doch manchmal widerfährt einem Glück im Leben. Vielleicht auch dir und einer wird verweilen und genauer hinblicken. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen!“

Wieder so ein Ausspruch ihres Herrn, der sie nachdenklich stimmte. Warum zog er andauernd diese Vergleiche? Sie war seine Sub und hegte kein näheres Interesse an anderen dominanten Wesen. Nein, definitiv nicht! Jana wollte nur ihren Herrn und war ihm ergeben mit alledem, was ihn ausmachte.

Der herannahende Kellner veranlasste Jana dazu, schnell die Tränen zu trocknen. Sie wollte ihren Herrn nicht erzürnen. Obwohl sich Jana seiner vollen Unterstützung gewiss war, ahnte sie, dass ihm emotionale Ausbrüche in der Öffentlichkeit unangenehm waren. Ihr Herr war ein diskreter Zeitgenosse, der nicht jedem Einblick in seine Gefühlswelt gewährte. So lächelte Jana, als der Bedienstete fragte, ob beide noch einen Wunsch hätten.

„Haben wir noch einen Wunsch, Schatz?“, konterte Jana grinsend und fing den vielsagenden Blick ihres Herrn auf. Die plötzlich eintretende Stille verursachte ihr ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend. Irgendetwas stimmte nicht, dessen war sie sich sicher. Ihre Intuition hatte sie selten getäuscht. Sonst lachte ihr Herr über ihren Humor und ergänzte die neckischen Bemerkungen schlagfertig mit zweideutigen Anspielungen. Oder eine anzügliche Bestrafung folgte.

Jana wurde übel. Am liebsten wäre sie aufgestanden und hätte diese groteske Szenerie verlassen, um an einem ruhigen Ort tief Luft zu holen. Ihre Hände begannen zu zittern, als ihr Herr seine Finger von ihren löste und den Kellner mit einem „Nein, vielen Dank, die Rechnung bitte“ abspeiste.  

Der bittere Geschmack von Galle breitete sich in Janas Mund aus. Sie versuchte ihre Angst vor einem drohenden Unheil mit einem Positionswechsel zu kompensieren und schlug ihre Beine auf andere Weise übereinander. Etwas Unausweichliches brach sich gerade Bahn. Jana ahnte, dass es ihre verletzliche Seele zerstören könnte. Und die ihres geliebten Herrn.

„Ich müsste noch auf die Toilette, bevor wir gehen. Darf ich Sie darum um Erlaubnis bitten, Herr?“ Jana wartete nicht seine Ermächtigung ab, sondern stand hastig auf. Eine ungewöhnliche Handlungsweise von ihr, denn normalerweise war sie eine gehorsame Sub. Von Verzweiflung getrieben griff sie eilig nach ihrer Handtasche.

„Setze dich bitte.“ Mehr von seiner Seite brauchte es nicht. Jana folgte seinen ruhigen Worten umgehend. Ihres Herren stille Autorität hatte sie von Beginn an fasziniert. Die Eindringlichkeit seiner Präsenz hätte nicht wirkungsvoller sein können. Es bedurfte keines Schreiens. Nie. Stumm sank Jana auf den hölzernen Stuhl zurück. Ihr Herr fuhr sich mit der Hand durch seine graumelierten Schläfen und fixierte sie starren Blickes.

„Sub, du hast mitbekommen, dass ich bei meinem Hausarzt war, weil ich wiederkehrende, starke Bauchschmerzen hatte und ab und an Blut spuckte. Er verordnete mir daraufhin eine Magenspiegelung, bei der auffällige Schleimhautwucherungen entdeckt wurden.“

Er konnte Jana nicht mehr ansehen und betrachtete leeren Blickes die zwei roten Rosen in der Vase. Seine Schultern wirkten eingefallen, trotz der beachtlichen Spannung, die seinen Körper erfasste, und seine Gesichtsfarbe wurde fahl. In diesem Augenblick erschien ihr Herr ihr um Jahre gealtert. Da kehrte sein Blick zu Jana zurück. Die aufglimmende Ausweglosigkeit darin ließ sie zusammenzucken.

„Bitte nicht!“, stammelte sie. Unbeeindruckt dessen sprach ihr Herr weiter: „Die Gewebeproben, die anschließend entnommen und untersucht wurden, stellten sich als bösartig heraus. Ich habe Magenkrebs.“

Den wiederkehrenden Kellner bemerkte Jana nicht, genauso wenig die Begleichung der Rechnung. Alles drehte sich. Nur mit äußerster Mühe konnte Jana verhindern, sich nicht an Ort und Stelle zu übergeben. Ihr Tisch lag zum Glück abseits der anderen Gäste. Oder war dies kein Zufall? An diesem späten Vormittag fanden sich nur wenige in der heimeligen Brasserie ein. So waren sie, trotz dem sie sich in der Öffentlichkeit befanden, relativ abgeschirmt.

Jana fühlte sich in einen schrecklichen Film versetzt, in dem ihr die grausame Hauptrolle zukam. Sie stand vollkommen neben sich. Fühlte es sich so an, wenn das Herz vor Kummer zerbrach? War dies der Zustand, bevor nichts mehr zu einem durchdrang?

Das Zittern ihrer Hände verschwand und machte einer Steifheit Platz. Hatte Jana seine Worte richtig verstanden? Magenkrebs? Bedeutete das etwa, er musste sterben?

Ihr Herr schien ihren betroffenen Zustand nicht zur Kenntnis zu nehmen. Als sie wieder alleine waren, führte er seine Erzählung fort: „Sub, mache dir keine Sorgen. Ich werde mich in der kommenden Zeit einer ganzen Reihe medizinischer Behandlungen unterziehen. Dein Herr hat schon andere Dämonen in seinem Leben bezwungen. Nun nehme ich es mit dem Monster Krebs auf. Sollte ich diesen Kampf verlieren, werde ich mein Schicksal akzeptieren. Wenn es so sein soll, kann ich in Frieden und reinen Gewissens von dieser Welt gehen.“

Jana war fassungslos. Sie räusperte sich und redete gegen den immer dicker werdenden Klos in ihrem Hals an. Ihre Stimme klang unnatürlich hoch: „Mein Herr, bitte schließen Sie nicht mit Ihrem Leben ab. Werden Sie nicht mutlos und verzagen Sie nicht! Sie sind ein kraftvoller und entschlossener Mann und werden den Krebs besiegen!“ Jana unterdrückte die Tränen, die heiß hinter ihren Lidern flirrten, denn sie wollte stark für ihren Herrn sein. Am liebsten hätte sie ihm all ihre Energie übertragen, um dass sie gemeinsam diese unheilvolle Krankheit besiegen konnten. Dieser tröstliche Gedanke schenkte Zuversicht. „Wir schaffen das! Ich werde da sein und Sie zu Ihren Untersuchungen begleiten.“

Die große Hand ihres Herrn krachte mit einer solchen Wucht auf den Holztisch, dass die Tischbeine vibrierten. „Nein Sub, das wirst du nicht!“ Jana erschrak und starrte ihn offenen Mundes an.

Die darauffolgende Stille hätte nicht lauter hallen können. Ein Rauschen breitete sich in Janas Trommelfell aus und verursachte ihr heftige Kopfschmerzen. „Warum denn nicht?“, hauchte sie kaum hörbar. Ihre Selbstkontrolle ließ sie im Stich. Eine Träne rann bereits über ihre blasse Wange.

Ihr Herr ballte seine Hand so vehement zu einer Faust , dass die Knöchel weiß hervortraten. Der intensive Ausdruck in seinen blauen Augen hielt Jana gefangen. Eine lähmende Ohnmacht kroch ihr eiskalt in die Glieder. Das alles verzehrende Gefühl nackter Angst bemächtigte sich ihrer erbarmungslos. Janas fein geschwungene Lippen zuckten unkontrolliert, als er in kühlem Ton weitersprach:

„Unsere Wege trennen sich hier Sub Jana. Ich entlasse dich aus deinen Diensten und stehe dir als Herr nicht mehr zur Verfügung. Danke für deine Hingabe und dein ehrenwertes Dienen. Du wirst dir einen Dom suchen, der deiner Altersklasse entspricht und mit ihm glücklich werden.“ Reglos erhob er sich und stolperte über das Tischbein, als er zum Gehen ansetzte. Sogleich sprang Jana auf und stellte sich ihm in den Weg. All ihre Selbstbeherrschung war verflogen. Sie scherte sich nicht mehr um die anderen und was sie dachten, inklusive ihrem Herrn.

Getrieben von unbändiger Wut holte sie schwungvoll aus und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. „Was erlaubst du dir Weib, mich zu schlagen?“, keuchte er. Seine geschlagene Gesichtshälfte leuchtete gerötet. Janas Händeabdruck zeichnete sich deutlich auf seiner Haut ab. Doch Jana ignorierte seinen Protest und holte erneut aus. Grenzenlos wog ihre Empörung über sein Verhalten.

Geistesgegenwärtig hatte ihr Herr Janas Reaktionen vorausgesehen, kannte er doch ihr temperamentvolles Wesen zu gut. In einer schnellen Drehung packte er ihr Handgelenk und bog ihr den Arm hinter den Rücken. Ihre attraktiven Kurven pressten sich unwillkürlich gegen seinen harten, männlichen Körper. Schwer atmend spie der Herr ihr entgegen: „Du Miststück wagst es, meine Autorität infrage zu stellen? Ich handle aus Verantwortung dir gegenüber, dummes Ding! Die hässliche Fratze der Krankheit möchte ich dir ersparen. Du bist jung und kennst noch kein wahres Leid. Glaubst du etwa, es würde dir Vergnügen bereiten, mich mit Schläuchen versehen im Krankenbett liegen zu sehen? Oder mich kotzend und vor Schmerzen windend wegen der Nebenwirkungen der Bestrahlung zu erleben? Möchtest du dabei sein, sollte ich elendig krepieren? Ist es das, was du willst? Ist es das?“

Sein Griff um ihr Handgelenk wurde zunehmend fester und er schüttelte sie, als jedes seiner Worte messerscharf auf Jana niederprasselte. Der glühende Ausdruck in seinen Augen ließ diese grau und undurchdringlich werden, als sein Gesicht nur noch wenige Zentimeter von ihrem entfernt war.

Jana war vollkommen aufgelöst und nicht mehr in der Lage, sich zu zügeln. Die unwiderrufliche Wahrheit drang gnadenlos in ihr Bewusstsein vor und manifestierte sich dort zu einer unüberwindbaren Mauer. Eine Mauer, die ihr Herz mit stählernem Griff umschlossen halten würde. Doch unbändiger Zorn gab ihr die Kraft, für sich einzustehen. „Werter Herr, ich bin erwachsen und kann selbst darüber entscheiden, mit was ich konfrontiert werde und mit was nicht. Verstehen Sie das? Sie sind für mich kein bloßer Beschaffer meiner Begierde, den ich nur will, wenn er gesund ist! Wir haben uns einst geschworen: „Für immer und ewig, in guten wie in schlechten Tagen“. Ich stehe zu meinem Versprechen Ihnen gegenüber, weil ich Sie liebe! Sie nehmen ihres scheinbar nicht ernst, Sie blödes Arschloch!“  

Da vergaß sich ihr sonst so gemäßigter Herr. Er packte Jana am Schopf, riss ihren Kopf nach hinten, schimpfte sie Luder und senkte seine Lippen in einem leidenschaftlichen Kuss auf ihre. Jana stöhnte in seine Mundhöhle und rang mit ihm, doch ihr Körper war nicht mehr ihr Verbündeter. Er strafte ihre Gegenwehr Lügen, als sein berauschender Duft sie einlullte. Ihre Knie gaben nach, als sie ihn schmeckte und ihre Zungen erregend aneinander stießen. Seine Bartstoppeln zerkratzten ihr Kinn und scheuerten es wund. Jana öffnete gierig den Mund, empfing all seine Heftigkeit und verdrängte die vernichtende Erkenntnis, das sie wohl ihren letzten gemeinsamen Kuss teilten. Seltsamerweise war es nicht von Belang, denn dieser kostbare Moment der Glückseligkeit würde sich für immer in beide Seelen einbrennen. Dieser Augenblick würde alle Zeiten überdauern.

Gleich einer Verzweiflungstat schlangen die Liebenden ihre Arme umeinander und pressten sich die Hüften entgegen. Sie fochten einen verzehrenden inneren Kampf aus, liebkosten und straften, schenkten und nahmen. Warme Feuchte traf bedingungslose Hingabe. Die Zeit stand still.

Janas Herr vertiefte seinen Kuss und nahm sie fordernd in Besitz. Immer wieder drang seine Zunge in sie ein. All seine Verzweiflung und Zuneigung brandeten in dieser Liebkosung. Er trank ihre weibliche Essenz, bediente sich ihres Begehrens, brandschatzte sie. Seine geliebte Sub. Seine Gefährtin. Seine Seelenpartnerin. Sein Lebenselixier. Seine Daseinsberechtigung. Sein Ein und Alles.

Die Beule in seiner Hose wuchs unaufhörlich und drückte sich schmerzhaft an ihr saftendes Fleisch. Sein hartes Glied sehnte nach Erlösung und einem Frieden, der über die schlichte körperliche Vereinigung weit hinausging. Das drängende Bedürfnis, Jana als die Seine mit seinem Sperma zu markieren, ihren Leib mit Marken zu zeichnen und sich tief in ihr zu verströmen, war übermächtig. Am liebsten hätte er sie an Ort und Stelle auf die Pflastersteine gebettet und sich so lange in ihr versenkt, bis jeder Tropfen seines Lebenssaftes vergossen war und die Erschöpfung ihn niederrang. Er wollte mit ihr alle Hindernisse überwinden und der vermaledeiten Krankheit ins grässliche Antlitz spucken. Er wollte. Verdammt!

So unvorhergesehen, wie der Kuss begann, endete er. Ihr Herr löste sich ruckartig von Jana und schob sie von sich. Wieviel Kraft ihn dieser Schritt letztendlich kostete und wie sehr er darunter litt, konnte sich Jana nicht erschließen. Zu unbeweglich muteten seine Gesichtszüge an, als erneut die Maske der kühlen Zurückhaltung niedersank. Die nüchterne Contenance war zurück. Ihres Herren wild pochendes Herz blieb genauso verborgen wie die Gallenflüssigkeit, die er mühsam herunterschluckte.  

„So ist es zu deinem Besten Sub. Dein Herr weiß, was er tut. Meine Erkrankung soll dich nicht belasten. Es reicht, wenn sie mich zerstört. Dich soll sie unbeschadet lassen.“ Er blickte auf ihre geschwollenen Lippen. Salzig hatten sie geschmeckt von ihren Tränen, neben der unvergleichlichen Süße. Ein letztes Mal verlor er sich in ihrem wunderschönen Antlitz, das ihm liebend entgegenfunkelte. Verflucht sollte er sein!

„Lebe wohl“, flüsterte er. Dann trat er aus ihrem Leben.

Der Hauch seines Rasierwassers lag noch in der Luft, als ihr Herr schon längst gegangen war. Er hatte sie verlassen. Jana war danach an den Tisch zurückgekehrt und wie eine Marionette, deren Fäden durchgeschnitten wurden, in sich zusammengesunken. Auf ihrem Platz kauernd betrachtete sie den leeren Stuhl, auf dem er zuvor gesessen hatte. Ihr war auf einmal kalt. Die wärmenden Strahlen der Sonne, die mittlerweile hoch am Himmel stand, erreichten sie nicht mehr. Unfähig sich zu bewegen, registrierte Jana den Kellner erst spät, der soeben an ihre Seite gekommen war. Sie musste schrecklich aussehen mit ihrem verschmierten Make-up und dem vom Weinen verquollenen Gesicht. Ihre Tränen waren nicht versiegt und rannen unaufhörlich über ihre bleichen Wangen. Der Angestellte war professionell genug, über ihr derangiertes Aussehen hinwegzusehen. Er wollte die sympathische, junge Frau, die so niedergeschlagen wirkte, nicht unnötig in Verlegenheit bringen.

„Entschuldigen Sie bitte, ich möchte Sie nicht stören, doch das Taxi ist da. Der Fahrer wird allmählich ungeduldig. Der freundliche Herr, ihre Begleitung, hat es für Sie in Auftrag gegeben, bevor er ging.“ Unauffällig legte er eine Packung Taschentücher ab.

Jana lächelte freudlos. Der Glanz ihrer Augen war erloschen. „Natürlich“, wisperte sie kaum hörbar und mehr zu sich selbst, „mein Herr war schon immer ein fürsorglicher Mann.“

Mein Blogartikel: Die Macht der Seile

Die Macht der Seile

FSK 18

Seile sind wohl eines der bekanntesten Werkzeuge und nahezu Aushängeschild des BDSM, sowohl in vielen sozialen Netzwerken als auch in plakativen Darstellungen in den unterschiedlichsten Medien. Der gefesselte Körper wird zum Synonym für Submission und Unterwerfung, für Hingabe und Ergebenheit dem dominanten Part gegenüber.

Bei genauerer Betrachtung findet wohl kaum ein anderer Gegenstand innerhalb des Repertoires von Spielmitteln neben den positiven Assoziationen ebenso gleichsam viele negative.

Auf der Zeitreise in die geschichtliche Vergangenheit begegnet einem das Seil vielmals als bedrohliches Medium der Unterdrückung und Gewalt. Die Fesselung von Menschen stand dabei in keinerlei erbauendem Aspekt, sondern war stets mit einer Vielzahl an Qualen und Torturen verbunden. Das Seil machte Menschen wehrlos, um über deren Verbleib erbarmungslos Macht auszuüben, sie zu foltern oder festzusetzen. Nicht selten fanden einige dabei auch den Tod, sei es gerechtfertigter- oder ungerechtfertigterweise. Der Henker, der die Festigkeit des Seils vor der Hinrichtung prüft, die Verurteilten, die erhängt am Seil baumeln – neben den Geschichtsbüchern findet sich auch in zahllosen Filmen diese groteske Szenerie, welche wohl keinen so wirklich unberührt lässt.

Die gefesselten Hände können somit beim Betrachter derer ein Kaleidoskop an Empfindungen auslösen, die sehr facettenreich sein können. So können neben den an- und erregenden Gedanken auch Unsicherheiten und Bedenken in Bezug auf Seile im Raum stehen. Essentiell für ein harmonisches Miteinander scheint es, sich der Vielfalt an unterschiedlichsten Gefühlen bewusst zu sein, diese zuzulassen und nicht zu werten oder gar zu verdrängen. Ein Verdrängungsmechanismus dieser würde eine immer enger werdende Spirale der Verzweiflung erzeugen, aus welcher irgendwann kaum einer mehr unbeschadet entweichen kann.

Wie können nun Seile zu etwas sehr Erfüllendem werden, zu einem Mittel, welches im Guten erzittern und erglühen lässt?

 

Die Antwort darauf ist im Grunde simpel – durch Vertrauen.

 

Ansichten eines Doms:

„Vollständig bewegungslos verschnürt und ausgestellt…
Deine Brüste quellen anregend aus den Seilen, meine Finger streicheln kreisend deine Warzenhöfe, spielen gierig mit den Nippeln. Diese richten sich hart und steil auf. Meine Finger drücken und quetschen sie. Du spürst ein erregendes Pochen, ein Pulsieren und ein Gefühl der Hitze in deinen eng eingeschnürten Brüsten.

Nichts verdeckt den Blick auf die durch die Erregung leicht angeschwollen und zartrosafarbenen Lippen und die Spitzen der inneren und etwas dunkleren Schamlippen. Meine suchende Hand legt sich auf deine feuchten Schamlippen. Behutsam mit mal mehr, mal weniger Druck umkreise ich den Kitzler, ohne ihn jedoch zu berühren. Wie sehr sehnst du dich nach der nächsten Berührung…“

 

Nun wird kaum ein menschliches Gut oftmals so selbstverständlich eingefordert wie das Vertrauen. Sozusagen als eine Art Pfand wird dieses dem dominanten Part gereicht, um sich überhaupt auf jegliche Interaktionen im Rahmen der Submission wirklich und tief einzulassen. Nicht zu vergessen sei hier auch der Dom, welcher mindestens genauso viel Vertrauen in seine Sub benötigt, um diese fliegen lassen zu können.

So leicht und doch so schwer scheint es, wahrhaftiges Vertrauen in einen anderen Menschen zu finden. Gerade bei Ganzkörperfesselungen funktioniert ohne eine vertrauensvolle Basis nichts. Doch nicht nur im Vorfeld des Einsatzes von Seilen, auch währenddessen und auch im Nachhinein kann dieses Material intensive Empfindungen aufsteigen lassen. Angefangen von Panik, Tränen und Verzweiflung bis hin zu freudigen Gefühlsausbrüchen und grenzenloser Euphorie kann die ganze Bandbreite an Bewusstseinsebenen tangiert werden.

In solch besonderen Momenten sollten wohl beide Spielpartner sehr nah beieinander sein, um sich die ganze Zeit über in einer Session nicht zu verlieren, sich zu sehen und das gemeinsame Band der Verbindung nicht zu brechen.

Doch was macht den Reiz der Seile aus?

 

Dem Seil an sich als Mittel zum Zweck sollten sich alle Anwender stets sehr bewusst nähern. Die Hantierung mit Seilen bürgt eine große Verantwortung und das für beide Seiten. Druckstellen und Marken der Zeichnung sind oftmals erwünscht und lassen Sub und Dom erblühen in ihrer gegenseitigen Zuwendung und Wertschätzung, doch ein Abbinden und Abklemmen von Nervenbahnen gehören hier vermutlich weniger dazu. Damit ernsthafte Verletzungen ausbleiben, wäre es durchaus ratsam, einen Workshop oder eine ähnliche Weiterbildung in dieser Richtung vorzunehmen, um die lustvolle Fesselung eines Menschen gekonnt umsetzen zu können, gerade wenn zu Beginn ein wenig die Erfahrung fehlt. Auch eine Schulung über die unterschiedlichen Beschaffenheiten des Ausgangsmaterials des Seils kann äußerst hilfreich sein, bevor aktiv mit der Umsetzung begonnen wird.

Hierbei gibt es eine wunderschöne Philosophie, die sich wohl auf sehr viele Praktiken und auch Fetische übertragen lässt: Nicht der Kink findet den Menschen, sondern der Mensch den Kink.

So suchen sich viele Doms ihr Handwerkszeug passend für Sub und ihren Körper und vor allem ihrer Mentalität aus.

Soll es das schmale oder das breitere Seil sein?

Welches Material eignet sich am besten?

Spielt die Farbe dabei eine Rolle?

 

So sehen manche Doms ihre Sub und allmählich formt sich das Seil individuell zu der jeweiligen Person. Natürlich ist die Anwendung eines bereits vorhandenen Repertoires, welches auch bei wechselnden Subs zur Anwendung kommt, nicht verkehrt, da sich somit auch viel Erfahrungswert in der Anwendung anreichert. Wichtig sei hierbei immer, dass alle Beteiligten ihren eigenen für sich passenden Weg finden, sich selbst treu bleiben und eigene Eindrücke offen kommunizieren, dann kann alles Weitere in einem ausgeglichenen und befreienden Fluss folgen.

Ansichten eines Doms:

„Dein Haar riecht so gut… Deine Augen sind geschlossen und dein schöner Mund lächelt, als ich dir die Augen verbinde. Ein Seil fixiert schließlich deine Handgelenke, zwei weitere schnüren Unter- an Oberschenkel. Sicher ahnst du, dass das Seil hinter deinem Rücken gleich von mir straffgezogen wird.

Jetzt verspüre ich prickelnde Gänsehaut, als ich über dein Fleisch streichle, die weichen und sinnlichen Rundungen nachziehe und die Rückseiten deiner Schenkel striegele. Stimmvoll stöhnst du auf, als ich das Seil deiner gebundenen Hände straff durch Po und dein Geschlechtsteil ziehe.

Nun liegst du in all deiner Pracht vor mir… Ziemlich sicher wird es hinterher Abdrücke der Seilwicklungen geben, die dir keinen Bewegungsspielraum zulassen. Der Knoten im Seil, welcher auf deine empfindliche Perle drückt und bei der kleinsten Bewegung reibt, macht dir das Atmen schwer. Dieser erdrückt deine Perle beinahe und erlaubt kein Widerwort deinerseits. Fesseln müssen sein – Sie gehören zu dir. Sie binden dich, aber umfangen dich auch. So wehrlos du in ihnen erscheinst, so sehr findest du dich darin. Und in deiner Hingabe finde ich mich, gebunden an dich.

Es gefällt mir, Stück für Stück deines appetitlichen Körpers von oben bis unten zu betrachten. Ein perfektes Bild, verbunden mit deinem Duft.

Ich halte dein hübsches Bäckchen in der einen kräftigen Hand, kraule und knete es, während meine andere sich deinen Schopf krallt.

Mein Blick wird immer wieder abgelenkt von deinen sinnlichen Lippen. Deren geschmeidigen Bewegungen fesseln mich vollkommen. Wie sehr liebe ich es, wie du mich mit ihnen küsst und auch, diese zu beobachten. Jetzt kann ich dem intensiven Drang, mir ständig lüstern über die eigenen Lippen zu lecken, während ich deinen wunderschönen Körper mustere, kaum widerstehen.

Du bist meiner fresslustigen Attacke ausgeliefert, keine Chance! Deine Geilheit wird von mir fremdbestimmt, meine wundervolle Sub. Ich bin da, wo ich sein will…“

 

Nun ist die Grundlage geschaffen und das Seil wird zum Gegenstand der gemeinsamen Reise.

Welche Faszination geht davon aus?

Das Seil wird zum verlängerten Arm des dominanten Parts, die Berührung damit ist zeitgleich seine Berührung. Nicht irgendein Gegenstand nimmt Besitz von Subs Körper, nein, es ist und bleibt der Dom, der seine Sub mit den Seilen umarmt.

Seile transportieren sehr viel Sinnlichkeit; einerseits im taktilen und sensomotorischen Sinne, andererseits durch deren wundervolle Optik, welche sie hervorbringen.

Das Verschnüren zeichnet die Konturen des jeweiligen Körpers nach und umschließt Rundung um Rundung. Dadurch werden diese stark akzentuiert und in Szene gesetzt, weshalb diese visuelle Betonung sehr reizvoll sein kann.

Synonym für die Liebe zum Seil ist die pure und uneingeschränkte Hingabe an den jeweils anderen Menschen. Nur in diesem absoluten Vermögen, sich komplett und bedingungslos auf den anderen ein- und fallenlassen zu können, erschließt sich der volle Wert der Bondage.

Der geschenkte süße Schmerz des eher groben Materials auf weicher Haut lässt ungeahnte Wonnen aufsteigen und unendliche Lust aufkommen. Doch geben diese Verknotungen und Schnürungen gleichsam auch Halt und lassen das gesamte Empfinden sehr viel sensibler werden.

Das ist wohl eines der Paradoxen des Seils – Es nimmt alle Freiheit und schenkt dennoch vollkommenen Halt und absolute Sicherheit. Dieses Finden von Geborgenheit im Umschlossensein und die Einschränkung des eigenen Bewegungsspielraums bilden wohl einige der größten Reize der Fesselung mit Seilen aus, neben der geschenkten Hingabe und dem grenzenlosen
Urvertrauen in das Gegenüber.

So führt jeder weitere Knoten zu noch lauterem Stöhnen und zu noch stärkerer Ekstase, so dass die Seile zu einem sehr bedeutsamen Medium des Agierens in der Welt des BDSM werden.

Im Kleinen starten und alles in Ruhe und mit Bedacht angehen, um die Spiele mit dem Seil im Anschluss Stück für Stück zu steigern, dies könnte ein achtsamer Weg und der Beginn einer erfüllenden Reise in die Welt der Seile sein – und letztendlich zu sich selbst.                                                                     

Mein Blogartikel: Kink sagen oder nicht?

Mit dieser Frage habe ich mich auseinandergesetzt und mich dahingehend reflektiert.

Falls Ihr mögt, viel Spaß beim Lesen.

Bitte nur Erwachsene, danke.

Eure Julia

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Sage ich meinem Partner meine/n Vorliebe/Kink/Fetisch oder lieber nicht?

FSK 18

Wichtig ist so finde ich zu vertrauen. Männer sind meiner Erfahrung nach in dieser Hinsicht sehr klar und pragmatisch. Wenn dir dein Partner sagt, er habe eine Vorliebe für eine bestimmte Haarfarbe oder einen bestimmten Frauentyp, du seist jedoch dennoch für ihn perfekt, so glaube ihm das bitte. Dann spricht er höchstwahrscheinlich die Wahrheit.

Vertrauen ist hierbei sehr wichtig, genauso wie die offene Kommunikation darüber. Auf keinen Fall sollten Selbstzweifel beim Gegenüber aufkommen, das ist leider oftmals der Anfang vom Ende. Sehe es immer als ein großes Geschenk an, wenn dir dein Partner eine sexuelle oder optische Vorliebe oder eine Fantasie präsentiert und dich an seinem Seelenleben teilhaben lässt. Wenn du unsicher bist, frage nochmal nach, inwiefern dieser Wunsch Einfluss auf ihn hat. Ist es eine Fantasie, die nicht weiter drängt? Oder ist es ein präsenter Fetisch, der nicht unterdrückt werden kann? In diesem Fall schenke ihm Entfaltungsfreiheit und glaube an eure Liebe.

Der Sinn von Liebe meint Freiheit schenken

Schenke deinem Partner die Sicherheit des Verstanden- und Angenommenseins und übe dich in Toleranz. Gestatte ihm Wege zu gehen, um inneren Frieden zu finden. Denn das ist meines Erachtens der Sinn von Liebe – Freiheit zu schenken, um dass dein Partner sein Glück finden kann.

Heimlichkeiten, Unausgesprochenes und Unterdrücktes wird auf kurz oder lang eure Beziehung vergiften und zerstören, das liegt oftmals in der Natur der Dinge.

Sagen oder nicht sagen?

An dieser Stelle sei noch eine weitere Überlegung erwähnt: Soll ich wirklich immer ehrlich sein? Soll ich meiner Partnerin/meinem Partner meinen Fetisch „beichten“? Soll ich ihr/ihm sagen, dass ich eigentlich Rothaarige bevorzuge, ob denn sie/er jedoch blond ist?

Als ich früher wie heute in der psychologischen Beratung tätig war, kam ich einmal mit einem Mann in das Gespräch, der eine Vorliebe für große Brüste hatte. Seine Partnerin hatte jedoch eher kleinere Brüste. Dennoch liebte er sie vollkommen, denn für ihn zählte das Gesamtbild. Doch immer wieder kam diese Vorliebe in ihm hoch und entwickelte sich zu einem Kink, der nahe an ein Fetisch reichte. Wenn er auch nur Frauen mit großen Brüsten sah, konnte er kaum an sich halten.

Dieses Unterdrücken führte dazu, dass er mittlerweile mit seiner Partnerin Erektionsprobleme im Liebesspiel bekam und heimlich Pornos konsumierte, um diesem Verlangen nachzugehen. Er dachte an Fremdgehen, doch sein schlechtes Gewissen seiner Partnerin gegenüber wuchs in das Unermessliche. Gleichsam wuchs die Begierde nach großen Brüsten immer mehr.

Was hätten Sie diesem Mann geraten, hätte er Sie um Rat gefragt?

Eine schwere Frage, nicht wahr?

Schwierig kann es auch werden, wenn sich Partner innerhalb einer Beziehung optisch sehr verändern oder sich sexuelle Wünsche auftun, die 10 Jahre zuvor beim Kennenlernen vielleicht noch nicht da waren oder noch im Inneren verborgen schlummerten.

Auch kann ich aus der Sicht der Frau sagen, dass es erstmal nicht schön ist, wenn dir dein Herzenspartner sagt, er stehe optisch auf einen ganz anderen Typ als man selbst ist oder er hat eine bestimmte sexuelle Vorliebe, die man nun gar nicht teilt und auch nicht ausprobieren möchte.

Ich denke, jeder von uns wird diese Frage sehr individuell beantworten. Und genau das ist das Gute daran. Vielleicht sollte nie der Mensch aus dem Blick verloren gehen, der hinter den Worten und Aussagen steht. Und vielleicht sollte einander vertraut werden, denn wo gesprochen wird, ist noch Liebe.

Ist dies nicht immer besser, als wenn das Sprechen versiegt?

Natürlich spreche ich hier aus meinem Herzen, meinen persönlichen Erfahrungen und Ansichten, die niemanden verletzen, angreifen oder triggern sollen. Dies ist mir an dieser Stelle wichtig zu erwähnen.

Und so halte ich mich persönlich an die Worte, die einst der Psychoanalytiker Friedrich Nietzsche fand (Zitat):

„Die dümmste Lüge ist die, mit der man sich selbst belügt.“

Gastbeitrag: Unanständige Gedanken mit einer attraktiven Sekretärin

Ein Gastautor, der unerkannt bleiben möchte, teilt seine erotischen Gedanken mit euch! Ein aufregendes Kopfkino mit einer attraktiven Büroangestellten und – vielleicht dir?
Vielen Dank dem Gastautor! Viel Spaß beim Lesen!
Nur für Erwachsene – FSK 18!

Eure Julia

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FSK 18
Beginn Gastartikel:

Lass dich nur nicht ablenken Süße….
Wenn ich in dein Büro komme und du mich nicht bemerkst. Ich von hinten an dich herantrete und du auf deinem Stuhl sitzt, lege ich meine Hände auf deine Schultern. Du zuckst zusammen, weil du damit nicht gerechnet hast.
Meine Hände wandern abwärts zu deinen Brüsten auf der Kleidung und liegen dort erstmal auf. Ich will deine Atmung spüren, während ich mit meinem Kopf seitlich deinen Nacken erreiche und zuerst nur Luft durch meine Nase puste, um deine Reaktion abzuwarten.
Meine Hände tun nichts, mein Mund allerdings öffnet sich, um deinen Nacken sanft zu küssen. Du legst deinen Kopf dafür zur Seite, weil es dir gefällt.
Ich spüre deine Erregung und beginne deine Bluse aufzuknöpfen. Knopf für Knopf. Deine Brüste durch deinen BH zu berühren.
Du raunst und wirst lauter, weil du es schön findest und mir zuflüsterst, dass du bereits schon ganz feucht bist. Du beugst dich eben nach vorn, um selbst den BH komplett zu öffnen und ihn von deinen Schultern zu streifen. Meine Zunge wandert zu deinem Ohr und beginnt an der Ohrmuschel zu knabbern und zu lecken, während meine Hände deine Brustwarzen zwirbeln und kneifen.
Du stöhnst auf, dass du mich willst. Ich drehe deinen Stuhl um, sodass du zu mir blickst. Da stehst du fix auf, streifst deinen engen Bleistiftrock herunter und setzt dich wieder. Ich spreize deine Beine und lass meinen Kopf dazwischen verschwinden, um deine heiße Mitte zu erforschen.
Meine Zunge arbeitet sich voran und verwöhnt dich, während meine Hände deine Schenkel sanft halten.
Du stöhnst und windest dich, weißt nicht, wo dir der Kopf steht. Presst meinen Kopf mit deinen Händen noch mehr in deinen Schritt.
Nicht mehr lange und dein Körper wird sich anspannen, während dein Orgasmus dir süße Befriedigung verspricht.

Photo by W R on Pexels.com -Symbolbild-

Meine Kurzgeschichte: Laura

Liebe Leser!

Es ist eine verbotene Fantasie und heißer Stoff für ein aufregendes Kopfkino!

Begleitet die junge Studentin Laura, die wider Erwarten käuflich wird…

Die Kurzgeschichte ist nur für Erwachsene / FSK 18. Alle Personen und Handlungen sind frei von mir erfunden. Wenn Euch die Geschichte gefällt, empfehlt mich gerne weiter!

Liebe Grüße

Eure Julia

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Kurzgeschichte / FSK 18:

Laura

„Würdest du dich für hundert Euro mit mir treffen und Sex haben?“

Laura wollte eigentlich ihrem ersten spontanen Impuls folgen und die Nachricht von diesem Fremden löschen. „Unverschämtheit!“, dachte sie sich empört und ging im Geiste den äußerst knappen Wortwechsel durch, den sie mit dem 15 Jahre älteren Mann in dem Chat der Singlebörse gehabt hatte. Seit einigen Tagen hatte sie sich diese neue Dating-App heruntergeladen und sich ein ausführliches Profil angelegt, um nicht zu viele in die Leere laufende Aufmerksamkeiten zu bekommen. Als junge Frau mit gutem Aussehen wurde ihr Account regelrecht gestürmt und erfreute sich sehr großer Beliebtheit. Glücklicherweise beinhaltete die App auch einen Fetisch-Schwerpunkt, so dass sich Gleichgesinnte gezielt kennenlernen konnten. Laura hatte eine gewisse Vorliebe für aufregende Stoffe und Materialien. Sie liebte Wetlook-Dessous und Kleidungsstücke aus Latex, ferner auch Leder.

Dabei schrieben sie deutlich ältere oftmals verheiratete oder gebundene Männer an, die mit ihren Partnerinnen aus vielerlei Gründen keinen Geschlechtsverkehr mehr hatten. Jedoch auch Männer im gleichen Alter wie sie oder sogar noch jünger, die sich meist eine Beziehung wünschten. Einige kamen sehr schnell zur Sache und machten deutlich, dass sie Unverbindlichkeit suchten. Andere lehnten den schnellen Sex kategorisch ab und suchten eine aufrichtige Tiefe und wollten sie als Menschen erst einmal in Ruhe kennenlernen.

Da ihr die Flut an Mitteilungen schlichtweg zu viel wurde, hatte sie sehr viel gelöscht und auch stumm geschaltet. So war Laura dann doch vollkommen überrumpelt, als ihr dieser Mann nach einem Korb von ihr erneut schrieb. Viele meldeten sich dann einfach nicht mehr oder beschimpften sie sogar. Irgendwie setzte auf einmal ein angenehmes Kribbeln als Reaktion auf die Frage ein, welches sie nicht so wirklich deuten konnte. Auch ein drängendes Pochen machte sich zwischen ihren Beinen bemerkbar und förderte ihre Feuchtigkeit zutage. Vermutlich hatte sie zu lange keinen Sex gehabt.

Laura war grundsätzlich sehr wählerisch, was die Menschen anbelangte, die sie näher an sich heran und zum Teil ihres Lebens werden ließ. Diese Haltung war nicht aus Arroganz oder gar Überheblichkeit geboren, sondern basierte auf reinem Selbstschutz. Wenn Laura liebte, dann liebte sie wahrhaftig und ohne Halten. Dieser besondere Mensch durfte sich dann maßlos über ihre Liebe freuen, denn für diesen tat sie alles und opferte sich auf, um dass dieser ein sehr angenehmes Leben mit ihr führen durfte. Dabei stellte es für sie auch kein Problem dar zu verzichten, eigene Bedürfnisse hintenanzustellen oder diese Person in den Mittelpunkt zu heben, denn dann war diese in diesem Moment ihr vollkommener Dreh- und Angelpunkt.

Viele Männer nutzten diese umsorgende und großherzige Charaktereigenschaft von Laura leider oftmals rücksichtslos aus und zogen nur die eigenen Vorteile aus einer Beziehung mit ihr. So geriet sie in ihrer Vergangenheit leider immer wieder an Egoisten oder Narzissten, denen sie gefällig war und die sich durch ihre Schönheit und ihren Geist schmückten, jedoch kaum etwas ausreichend oder selbstlos zurückgaben. Immer wieder gab sie alles – immer wieder brach ihr dann ein Partner das Herz und immer wieder starb dann ein kleiner Teil ihres Selbstwertgefühls. Mit der Zeit war diese Spirale toxisch, denn Laura kam sich vermehrt hohl und unempfindsam vor und hatte Angst, irgendwann nicht mehr wirklich fähig sein zu können, vollen Herzens zu lieben.

Da das Alleinsein auf Dauer aber auch nicht ihrem Naturell entsprach und sie ernsthaft anfing, einen Menschen an ihrer Seite zu vermissen, reifte in ihr der Gedanke, wieder auf Partnersuche zu gehen. Wie es der Zufall im Leben manchmal dann will, las sie just in dem Moment von einer neu entwickelten Dating-App, die ihren Mitgliedern scheinbar so einiges zu bieten hatte. Also war sie spontan, überlegte diesmal nicht lange und wägte auch nicht zig Mal das Für und Wider ab und meldete sich kurzerhand an.

Binnen kürzester Zeit gingen die ersten Profilanfragen ein und gaben Laura ein freudiges Gefühl der Anerkennung und Wertschätzung in Bezug auf ihre Person. Ein paar Mal wurde sie von anderen Usern sogar gefragt, ob sie echt sei und kein Fake-Account, da ihre Bilder so gut aussehen würden wie bei einem professionellen Fotomodell. Diese Rückmeldungen taten ihr gut, denn obgleich Laura kein eingebildeter Mensch war, pflegte sie sich und ihren Körper, achtete auf ihre Ernährung und trieb regelmäßig Sport. Das Rauchen hatte sie zum Glück nie angefangen und der Konsum von Alkohol lag ihr mehr als fern.

So wirkte ihr Aussehen fast jugendlich und nicht nur einmal musste sie schon ihren Ausweis bei Alterskontrollen vorlegen. Laura studierte Betriebswirtschaftslehre und hatte zuvor ihr Abitur mit einem sehr guten Notenschnitt absolviert. Gedichte und Songtexte schreiben war ein großes Hobby ihrer gleich nach den abwechslungsreichen Fitnesskursen. Sie war also nicht nur attraktiv mit dem gewissen Etwas, sondern auch gebildet und studiert. Mit ihrer Intelligenz kamen leider auch nicht alle Männer klar, sahen sie doch in ihr mitunter das typische Blondchen mit Schmollmund und großem Busen, welches nichts im Kopf zu haben schien. Doch von dieser Sorte Mann hielt sie sich schon lange bewusst fern; zu wichtig war für Laura ihr eigenes Seelenwohl und zu oft hatte sie schon wegen solchen Egozentrikern, die eine Freude daran hatten sie klein zu halten, geweint.

Laura ging gedankenversunken auf die Toilette und erleichterte ihre Blase. Als sie sich mit dem Toilettenpapier abputzte, wunderte sie sich über ihre unglaubliche Nässe. Dieser unvermutete Zustand überraschte sie vollkommen, hatte sie doch gar kein erotisches Kopfkino gehabt oder sich selbst berührt. Dieses Pochen an ihrem Kitzler war urplötzlich wieder da und wie fremdgesteuert fing sie an, sich ihre Perle zwischen den Zeigefinger und Daumen zu nehmen und zu reiben.

Dabei stellte sie sich vor wie es wohl wäre, einem Mann zur Verfügung zu stehen, der sie gekauft hatte und der für gemeinsamen Sex bezahlte. In ihrer Phantasie zog sie sich ganz langsam vor diesem aus, schwang dabei ihre sinnlichen Hüften und lockte und reizte ihn damit gleichermaßen. Die Dessous, die dabei von ihrem heißen Körper glitten, waren aus dem glänzenden Material, welcher sich Wetlook nannte. Dieses umschloss ihre Kurven gekonnt, engte sie jedoch nicht wirklich ein. Eine bequeme und sexy Wäsche sozusagen, in welcher sich jede Frau sehr wohl und gleichsam gewollt fühlen konnte.

Laura hatte das aufregende Material erst kürzlich für sich entdeckt; seitdem trug sie es sehr gerne und auch mal auf einer Party oder gar in der Uni, also nicht ausschließlich nur in einem erotischen Zusammenhang. Ein besonders aufregender Favorit war dabei für sie ein Wetlook-Glanz-Kleidchen mit einem auf dem Rücken liegenden sexy Reißverschluss, süßen Rüschen am Rockteil und einem integrierten Slip. Darin fühlte sie sich äußerst begehrenswert und liebte das anschmiegsame Tragegefühl des glänzenden Materials mit seinem hohen Elasthan-Anteil.

Wie aufregend das war und wie begehrt sich Laura dadurch fühlte. Dann genoss sie es, dass sie ihre Beine vor dem Freier spreizte und er sie ausgiebig in Augenschein nahm. „Du wirst jetzt von mir rangenommen, Schlampe!“, entgegnete ihr der markant aussehende und ihr doch kaum bekannte Mann, als dieser sich genüsslich und bestimmend in Position brachte. Laura erfühlte sein steifes Glied kurz am Oberschenkel, da schob er ihr seinen harten Riemen schon in einem Satz tief in ihre Vagina ein. Kurz raubte ihr ein Gefühl zwischen Erregung und Schmerz den Atem, dann begleitete das Klatschen seiner Hüften an ihr weiches Fleisch ihr erfülltes Stöhnen.

Diesen aufregenden und ein wenig verbotenen Gedanken hing Laura nach und als sie sich gerade ausmalte, von dem dominanten Herrn hart und ausdauernd von hinten genommen zu werden, kam es ihr in einem heftigen und intensiven Orgasmus.

Noch die fantastischen Nachwehen auskostend und dennoch ein wenig ratlos und konstatiert vom eigenen Verhalten, begab sich Laura wieder vor ihren Laptop und las sich die Nachricht des abgewiesenen Mannes noch einmal durch – ein unmoralisches Angebot sozusagen. Ob denn sie masturbiert hatte, war diese Grundanspannung in ihrem Inneren immer noch da. Sollte sie es wagen?

„Um ehrlich zu sein, könnte ich das Geld gerade schon gut gebrauchen.“, ging es Laura durch den Kopf. Die Leasingraten für ihr kleines Auto drückten jeden Monat auf den Geldbeutel genauso wie die unverschämte Miete, bei der ihr vom Vermieter erst vor vier Tagen eine Erhöhung angekündigt wurde. Und neue Klamotten hatte sie sich seit langen Zeiten nicht mehr gegönnt, da sie sehr sparen musste, um über die Runden zu kommen. Hmmm…

„Ach was soll`s!“, rief Laura aus und schrieb dem Unbekannten zurück, dass sie es sich überlegen würde mit einer Zusammenkunft. Zudem bat sie ihn, ein Foto von sich zu schicken und fragte ihn, was er sich für hundert Euro so vorstellte, mit ihr machen zu wollen.

Binnen zwei Minuten erfolgte bereits seine Antwort: „Keine Sorge, ich bin kein Spinner oder Freak. Ich will keine abartigen Sachen mit dir machen. Du bist echt eine süße Maus und ich habe einfach spontan Bock auf dich. Zudem gefällt mir deine Vorliebe für außergewöhnliche Stoffe und Kleidungsstücke. Wenn ich dich zum Essen einladen würde, hätte ich das Geld auch ausgegeben und es wäre nicht sicher, ob wir im Bett landen würden. So ist es irgendwie einfacher und ehrlicher, finde ich. Lass uns kuscheln und dann sehen wir weiter, ok?“

Seine Worte wirkten sympathisch und Laura konnte im folgenden Wortwechsel Vertrauen zu ihm fassen. Sie hatte wohl auch ein wenig Angst, er könnte kein Gentleman sein oder ihr dann nach dem Sex das Geld nicht geben. Doch die Neugier es ausprobieren zu wollen war größer.

So stimmte Laura schließlich ein, dass sie sich bei ihr daheim für Sex treffen könnten. Dass sie damit ein großes Wagnis einging, in dem sie ihm ihre Adresse gab, war ihr zu dieser Zeit nicht wirklich bewusst. Schließlich war sie kein Profi und empfing das erste Mal einen Freier, der sie für Sex bezahlen würde.

So kam der Tag des erotischen Treffens. Laura duschte sich in aller Ruhe und sehr ausgiebig und genoss das wohlige Plätschern des warmen Wassers auf ihrer Schulter- und Rückenpartie. Wäre sie für sich gewesen und hätte keinen Besuch erwartet, hätte sie gerade liebend gerne Lust gehabt, sich den Strahl des Duschkopfes direkt auf ihre Perle zu richten und die erregenden Wonnen dabei voll und ganz zu genießen. Doch leider konnte das nun nicht sein, denn die Uhr tickte unaufhörlich und erinnerte sie daran, dass sie sich ein wenig beeilen musste. Schließlich wollte sie sich noch ein ansprechendes, wenn auch dezentes Make-up auflegen und sich attraktiv kleiden. So zog sie sich aufreizende rote Latex-Dessous an, welche sich eng und straff an ihre weiblichen Kurven schmiegten und darüber das aufregende schwarze Wetlook-Glanz-Kleidchen, welches sie wie ein anziehendes Dienstmädchen aussehen ließ. Laura fühlte sich rundum wohl in ihrem attraktiven Outfit und wartete im Anschluss an das Ankleiden gespannt auf ihren Gast. So machte sie im Anschluss dem Mann die Wohnungstür auf, mit dem sie geschrieben hatte und stellte fest, dass er ehrlich zu ihr gewesen war und aussah wie auf dem Bild, das er ihr zur Verfügung gestellt hatte. Irgendwie seltsam waren diese ersten Minuten des Kennenlernens.

Da Laura und er in ihrer Wohnung waren, fühlte sie sich jedoch ganz gut und fing an, sich vor ihm in noch etwas unsicheren, jedoch nicht minder lasziven Bewegungen auszuziehen. Die bewundernden Blicke des Mannes gaben ihr Recht, mit dem Wetlook-Glanz-Kleidchen eine gute Auswahl getroffen zu haben. Sein warmer und vor Begierde schimmernder Blick ruhte auf ihren sinnlichen Kurven, als sie im roten Latex-BH und -Slip vor ihm stand.

„Wie wunderschön du bist, Laura!“, rief er unverhohlen bewundernd aus und holte freundlich lächelnd und ohne Aufforderung ihrer den vereinbarten Geldbetrag aus seiner Jeans und gab ihn ihr. Mit etwas zitternden Händen nahm Laura diesen dankend entgegen und verstaute die Scheine unauffällig in einer Schublade.

Dabei fand sie es sehr rücksichtsvoll und einfühlsam von ihm, dass sie von ihm gefragt wurde, ob er sie anfassen durfte. Dieser Mann, der ihre Dienstleistung gekauft hatte, behandelte Laura die ganze Zeit über sehr respektvoll und zuvorkommend und bezog sie die ganze Zeit über in die sexuellen Handlungen mit ein. Dadurch konnte sie sich entspannen und fand auch eine gewisse Erregung dabei. Laura begann, ihn oral zu verwöhnen und fand beim Ablecken seiner Eichel, dass seine Lusttropfen wundervoll schmeckten. Auch sein männlich-herber Moschusduft im Intimbereich war ihr sehr angenehm und ehrlicherweise war sie sehr froh darum. Der Mann ließ Laura das Tempo des Blasens bestimmen, denn er wollte ihr durch plötzliches Einlenken keinen absichtlichen Würgereiz verursachen, da er sie dafür schlicht zu wenig kannte und sie nicht erschrecken wollte.

Auf einmal zog er sich ruckartig aus Lauras Mund zurück und quittierte ihren überraschten Gesichtsausdruck mit einem verständnisvollen Lächeln: „Weißt du Laura, für mich ist das alles genau so aufregend wie für dich. Wir hatten zwar sehr schön miteinander geschrieben, doch wusste ich letztendlich ja nicht, was mich hier bei dir erwartet. Oder auch besser gesagt wer. Dabei meine ich nicht dich selbst oder dein Aussehen, sondern eher, dass ein Mann auch in einen Hinterhalt gelockt werden kann, wenn er sich auf solche Dates einlässt. Schon so mancher wurde währenddessen überfallen und ausgeraubt und zwar von Männern, die sich irgendwo im Hintergrund versteckt hielten und eine gutaussehende Frau nur als Lockvogel fungierte. Ein wenig Herzklopfen habe ich noch immer, entschuldige. Du bist so wunderschön, ich möchte keinen Fehler machen, es soll trotz des Geldes auch schön für dich sein. Gerade wäre ich beinahe gekommen, doch ich weiß nicht, ob ich wegen meiner Nervosität ein zweites Mal ohne längere Pause könnte.“

Irgendwie rührte dieses Geständnis an Lauras Herz und spontan und ohne langes Nachdenken ergriff sie seine Hand und gab ihm einen Kuss darauf. Diese unvermutete Geste der Zärtlichkeit zog beide in ihren Bann, war sie doch aus freien Stücken und unaufgefordert gegeben. Zärtlichkeit ist immer ein in Freiwilligkeit gegebenes Geschenk an einen anderen Menschen und kann niemals erkauft werden. Dieser eindringliche und zugleich sehr menschliche Moment zwischen beiden brach das Eis vollends. Nicht nur Laura, sondern auch Tom, so hieß ihr Freier, wirkten nun viel lockerer miteinander und genossen zusehends ihr Miteinander. So legte sich Tom auf das Bett, während Laura auf ihn stieg und seinen prallen Harten in ihre nasse Scheide einführte. Pikanterweise hatte sie ihre roten Latex-Dessous noch immer an, denn auch Tom war Wäscheliebhaber und absoluter Latexfan. So präsentierte ihm Laura die Öffnung am roten Latexslip ouvert, durch welche sie Toms hartes Glied schob und in sich aufnahm. Tom genoss das Gefühl der zusätzlichen Reibung an seiner Peniswurzel sehr, welche ihm durch den Latexstoff an der Öffnung im Slip geboten wurde. Große, kantige Männerhände gruben Lauras üppigen Busen aus dem roten Latex-BH, umschlossen diesen gierig und rieben ihre rosigen Brustspitzen, bis Laura ihn immer heftiger ritt, bis sie beide beinahe zeitgleich zum Orgasmus kamen. Natürlich hatten sie ein Kondom benutzt, wie zuvor auch schon beim Oralverkehr. Zum Glück hatte Tom diese selbst mitgebracht, denn als Single und keinen Sex habend hatte Laura diese gar nicht im Haus gehabt und in ihrer Aufregung zuvor schlicht vergessen, welche zu besorgen.

Erschöpft lag nun Laura an Toms Seite und sinnierte gedanklich darüber nach, dass sie gerade sehr viel Spaß hatte und das Geld eigentlich sehr leicht verdient war. Dafür hätte sie in irgendeinem Restaurant lange kellnern müssen. Da spürte sie wie sich Tom ihr zuwandte und sie nonchalant anlächelte. Dabei entblößte er seine gepflegten Zähne und Laura dachte auf einmal, wie sie wohl reagiert hätte, wären die Zähne nicht so adrett gewesen.

„Hättest du Lust, dass wir das demnächst wiederholen? Wir können gerne ins Kino gehen, ich würde dich gerne einladen. Wenn es für dich in Ordnung ist, würde ich gerne mit dir dann einen Blowjob im Auto in der Tiefgarage und auch Analverkehr haben. Das dann bei dir daheim oder in einem Hotelzimmer in aller Ruhe. Ich gehe auch ganz behutsam vor, mache dir keine Sorgen. Solltest du irgendetwas brauchen an Hilfe oder Unterstützung, melde dich gerne bei mir, meine Nummert hast du ja. Ansonsten melde ich mich wieder bei dir, falls ich darf.“ Wie leicht das alles ging, damit hätte Laura nun wirklich nicht gerechnet.

Tom wollte eine Wiederholung des Ganzen. Das Schöne daran war, dass sie ihn nun kannte und alles beim nächsten Mal noch vertrauter wäre. Dennoch zögerte Laura ein wenig ihm gleich eine Zusage zu geben. So erbat sie sich Bedenkzeit, denn sie merkte schon, dass sie erstmal ein wenig zur Ruhe kommen und das aufregende Erlebnis heute verdauen musste, wenn sie wieder alleine war.

„Kein Ding Laura, auch für mich war das alles recht neu; ich mache solche Treffen sonst auch nicht jeden Tag. Du bist einfach so wundervoll und ehrlich zu mir. Gerade fühle ich mich eher wie dein Freund und nicht wie dein Freier. Richtig wohl fühle ich mich mit und bei dir. Deine Dessous vorhin waren übrigens sehr heiß und sexy. Ich werde morgen mal im Internet schauen und dir für das nächste Mal, sollte es stattfinden, ein Geschenk mit Wetlook- oder Latex-Wäsche mitbringen. Das sage ich dir, damit du dich bereits jetzt schon darauf freuen kannst. Du wirst es immer gut mit mir haben, das verspreche ich dir!“

Einerseits fühlte sich Laura sehr geschmeichelt, andererseits brauchte sie jetzt Zeit für sich. Das drängende Bedürfnis, das Erlebte verarbeiten zu wollen, stieg nun mit aller Kraft in ihr auf. So löste sich Laura als Erste aus der Umarmung und begann sich wieder anzuziehen. Ihre roten Latex-Dessous sahen einfach nur himmlisch und absolut verführerisch aus. Tom duschte noch und war die ganze Zeit über freudig aufgelegt.

Als er dann zirka 20 Minuten später die Türe hinter sich schloss, ließ sich Laura erleichtert auf das grüne Sofa fallen. Sie schloss mit einem Aufseufzen die Augen und grübelte über den fantastischen Sex nach, den sie gerade mit einem fast Fremden gehabt hatte. Ihre blonde Mähne nach hinten werfend, sinnierte sie aber auch über die Gefahr nach, in welche sie sich leichtfertig begeben hatte. Nein, sich bei ihr daheim zu verabreden, das ist wohl keine so gute Idee gewesen, das würde sie so nicht noch einmal umsetzen. Ihre Privatsphäre würde sie in Zukunft sehr viel besser wahren, dessen war sich Laura nun sicher. Sie hatte auch schon von gewissen Portalen gehört, die interessierte Frauen wie Laura suchten und zahlenden und seriösen Kunden vermittelten. Oder sollte sie diese Erfahrung als einmalig abhaken und nicht mehr wiederholen?

Laura entschied sich eindeutig für ein Weitermachen. Sie traf Tom wieder und verbrachte mit ihm noch einige tolle Dates. Irgendwann sprach er von Liebe, da beendete Laura schweren Herzens die Treffen mit ihm, denn sie wollte Tom nicht unnötig verletzen, da sie ihn wohl sehr mochte, jedoch nicht liebte. Dieses ließ die Leichtigkeit ihres Zusammenseins leider immer mehr schwinden. Dennoch erinnerte sie sich immer gerne an Tom zurück, schließlich war er ihr erster Kunde und stets ehrenvoll zu ihr gewesen.

Auch beschloss Laura ihr eigener Herr zu werden und meldete sich offiziell als Sexarbeiterin an, um sich nicht verletzbar zu machen und natürlich korrekt zu agieren. So wurde sie zu einem sehr begehrten Escortgirl, welches ein gewisses Ansehen erlang, gut gebucht wurde und stets zufriedene Gäste hatte.

Am Tag, als Laura ihr Studium erfolgreich absolvierte, klopfte ihr Herz vor Freude bis zum Hals. Dumm war sie mit ihrer blonden Haarpracht und ihrem süßen Aussehen nun wirklich nicht. Dumm war, wer dies ernsthaft glaubte.  

– Symbolbild –

Gastbeitrag: Wie das Liebesleben auffrischen, nachdem die Partner Eltern wurden?

Mein neuer Gastbeitrag ist von einem Mann verfasst, der andere Leser für ein ganz bestimmtes Thema sensibilisieren möchte: Wie geht ein Paar mit einer Sexflaute nach der Geburt des Kindes um? Aus seiner Sicht als Partner und Vater lässt er den Leser teilhaben an seinen persönlichen Empfindungen und Erlebnissen und möchte anderen Vätern und Männern Mut machen, an der Beziehung zu arbeiten und sich nicht aufzugeben. Vielen lieben Dank dem Autor!


Beginn Gastbeitrag:

Warum mache ich das?

Bevor ich meine Geschichte erzähle, wie ich zu dem kam, was ich jetzt mache und mir wichtig ist, möchte ich mich höflicherweise kurz vorstellen.

Ich bin Xander und 39 Jahre jung. Xander ist mein Autorenname auf meinem Blog. Wenn du wissen willst, wie ich richtig heiße, besuche meinen Blog. Vielleicht findest du dort meinen richtigen Namen. Ich bin glücklich verheiratet und habe einen Sohn. Und ja es stimmt, ich bin wirklich glücklich verheiratet. Warum? Weil ich meine Traumfrau geheiratet habe, ich immer noch Sex (mit meiner Frau) habe und täglich an meiner Beziehung mit meiner Frau arbeite. Natürlich liebe ich meinen Sohn auch über alles. 

Nun zu meiner Geschichte, die hoffentlich auch anderen Menschen Mut macht, ihre Beziehung wieder spannender und abwechslungsreicher zu gestalten.

Ich liebe Sex (Fängt schon gut an, oder?), der sich aber in den letzten Jahren verändert hat. Warum? Aufgrund unsere Sohnes. Kinder verändern das Leben in einer Partnerschaft. Aber auf der anderen Seite bereichern sie es ungemein. Dinge wie häufiger oder regelmäßiger Sex rücken in den Hintergrund.

Als meine Frau und ich noch keinen Nachwuchs hatten, hatten wir mehrmals in der Woche Sex. Wirklich abwechslungsreichen Sex. Das was uns gefiel oder wir ausprobieren wollten, haben wir gemacht. Von romantisch bis “dreckig” war alles dabei.

Aber wie bereits gesagt änderte sich das mit dem Tag, als mein Frau schwanger wurde. Unser Sohn ist ein absolutes Wunschkind. Wir haben lange dafür gebraucht. Obwohl wir oft miteinander geschlafen haben, hat es nicht funktionieren wollen. Bis zu diesem einen Tag, als wir die Nachricht erhielten, dass meine Frau schwanger war. Den Tag vergessen wir nie! Es war zufällig der Geburtstag meiner Schwester, als wie die Nachricht bekamen.

Von da an änderte sich unser Leben. Meine Frau nahm schnell und viel zu. Ihr Körper veränderte sich, was ja auch logisch bei einer Schwangerschaft ist. Aber die Erotik schwand dennoch. Sie hatte keine Anziehung mehr auf mich. Aber Fremdgehen kam nie für mich in Frage, nur um Sex zu haben. Wir hatten eben nur keinen Sex mehr. Das frustet mich natürlich. Hatte oft schlechte Laune. Und ich war unfair gegenüber meiner Frau. So ging es 9 Monate. Es gab auch gute Zeiten, obwohl die Schwangerschaft sehr anstrengend war.

Ich hatte die Hoffnung nach der Geburt, wenn sich der Alltag nach ein paar Wochen wieder eingependelt hat, dann wird es auch wieder mit dem Sex klappen. Aber Pustekuchen. Alles drehte sich nur um meinen Sohn, und abends war meine Frau so kaputt, dass sie keine Lust mehr hatte. Ich war weiterhin gefrustet. Da war bestimmt auch eine gute Portion Neid dabei. Das will ich gar nicht abstreiten. Ich überlegte, was ich tun kann. Komischerweise fiel mir das Einfachste nicht ein.

Miteinander reden!

Als ich sie eines Abends darauf ansprach, erklärte sie mir alles und ich sah alles mit anderen Augen. Jetzt verstand ich ihre Welt. Das Mama-sein. Eins der wichtigsten Aufgaben im Leben, wenn man es denn möchte. Genau wie das Papa-sein. Aber für Mamas ist es am Anfang schwerer und stressiger. So sind zumindest unsere Erfahrungen.

Nachdem weitere Wochen vergingen, der Alltag entspannter wurde und ich meine Frau besser verstand, schlich sich so langsam auch wieder die Zweisamkeit ein. Romantik und Zärtlichkeiten. Ein erster Schritt. 

Als unser Sohn ca. ein halbes Jahr alt war, fingen wir wieder an ein Paar zu sein. Nicht nur Mama und Papa, sondern wieder ein Paar. Wir nahmen uns bewusst Zeit für uns. Und das machen wir bis heute so. Klar, wir haben nicht mehr soviel Sex wie früher, aber wir haben wieder Sex. Wir verbringen Zeit miteinander. Und nehmen uns auch nur einfach mal in den Arm. Und auch die erotische Anziehungskraft, die meine Frau immer auf mich hatte, ist wieder zurück. Mehr denn je.

Ich bin davon überzeugt, dass es bei sehr vielen Paaren so ist, dass mit der Geburt ihres Kindes das Paar-sein aufhört. Leider.

Warum hat es bei uns funktioniert, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten?

Weil wir miteinander geredet haben. Oft. Was wir denken und was wir uns wünschen. Natürlich ging es dabei nicht nur um Sex. Aber es erleichtert das Miteinander. Es reinigt die Seele.

Und genau das habe ich mir jetzt durch meinen Blog zur Aufgabe gemacht. Ich möchte anderen Männern helfen, mit meinen Erfahrungen ihr Liebesleben wieder aufzufrischen. Denn jeder hat ein abwechslungsreiches und tolles Liebesleben verdient. Ich möchte Männern Mut machen, sich nicht zu verstecken oder es einfach so hinzunehmen.

Meine Kurzgeschichte: Anna und Karin

Lust auf einen heißen Trip an den See mit zwei tollen Frauen?

Dann habt gerne Spaß mit meiner lustvollen Kurzgeschichte nur für Erwachsene / FSK 18.

Viel Vergnügen beim Lesen! Die Personen und Inhalte meiner Geschichte sind frei erfunden.

Empfehlt mich und meine Geschichten gerne weiter, falls ihr mögt.

Eure Julia


FSK 18

Anna und Karin

Es war ein wunderschöner, lauer Sommerabend in einem ungewöhnlich warmen August. Den Zeitpunkt unseres Ausflugs hatten wir weise gewählt – es war die Zeit unmittelbar vor der eintretenden Dämmerung, wenn die Hitze des Tages etwas nachließ und Gnade schenkte, jedoch noch keine penetranten Stechmücken die Waden umschwirrten und zusetzten.

Karin und ich unternahmen gerade einen spontanen Trip zu einem nah gelegenen Baggersee, ausgerüstet mit einem prall gefüllten Picknickkorb voll mit allerlei Leckereien und ein paar Decken und einem Sonnenschirm. Da mit einem Hitzestich nun wirklich in keiner Weise zu spaßen ist, entschieden wir uns in dieser Hinsicht für die sichere Variante.

Zum Glück war Karin mit mir hier an diesem wundervollen Fleckchen Erde, denn sie hatte eine zupackende Art und eine praktisch veranlagte Ader, so dass im Nu der Sonnenschirm aufgespannt über uns thronte und angenehmen Schatten spendete. Auch bereiteten ihre flinken Finger in Windeseile ein zauberhaftes kleines Menü zu, welches sie kunstvoll auf einer kleinen karierten Decke ausbreitete. Ich möchte ihren Sinn für Ästhetik. Diesen vermuteten jedoch wenige hinter ihr, welche sie das erste Mal kennenlernten. Karin war mollig, hatte einen etwas kräftigen Oberkörper, jedoch wundervolle, milchig-weiße Brüste, die sich voll und schwer gegen ihr lila Shirt pressten. Dieses beeindruckende Attribut von Weiblichkeit strafte ihre etwas herbere Erscheinung und ihr eine Spur zu männlich wirkendes Gesicht, welches jedoch von blonden, fülligen Locken umrahmt wurde. Diese Haarfülle verlieh ihr etwas Besonderes.

Im Gegensatz zu ihrer weichen Figur war ich sehr zierlich gebaut mit sehr kleinen Brüsten und kaum weiblichen Kurven. So gerne hätte ich mehr Hintern oder vollere Oberschenkel besessen; fast schon knabenhaft wirkte ich von daher. Auch verfügte ich nicht über eine so schöne, lange Mähne wie Karin, denn ich hatte dunkelbraune Haare und einen kinnlangen Bob. Auf meine grün-blauen „Katzenaugen“ war ich dabei sehr stolz. Viele sagten mir, ich sehe dadurch unglaublich sexy und verführerisch aus, wie eine zarte Elfe.

Karin und ich hätten rein optisch nicht unterschiedlicher sein können, doch waren wir die besten Freundinnen und hatten keinerlei Geheimnisse voreinander. Sie wusste im Grunde um alle meine Männergeschichten und auch von allen meinen Fehltritten, denn ich vertraute immer sehr schnell, vielleicht auch zu schnell, was mich leider oft an die „falschen“ Männer gerieten ließ. Karin musste wohl meine Gedanken erraten haben, denn sie schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln und reichte mir ein paar Trauben. Dabei zwinkerte sie mich an: „Ich habe dir schon immer gesagt, wenn du mal ein bisschen Ablenkung von all deinen Männergeschichten brauchst, wende dich an mich, ich kann dir da sehr weiterhelfen!“

Wie sie es wieder einmal schaffte, mich zum Erröten zu bringen. Ich spürte augenblicklich eine heiße Röte in mir aufsteigen, die nicht von der Sommersonne hervorgerufen wurde. Verlegen knabberte ich an meinen Trauben. Verstohlen blickte ich zu ihr auf und erinnerte mich an die Geschichten von ihren Abenteuern, an denen sie mich ab und zu teilhaben ließ. Ihre Geschichten waren auch mit Drama gespickt, auch sie hatte ab und an Beziehungsstress, doch der große Unterschied dabei war, dass Karin lesbisch war und Frauen als Partnerinnen und für ihr Sexualleben bevorzugte.

Irgendwie veränderte sich die Stimmung zwischen uns auf einmal merklich. Ich kann im Nachhinein gar nicht mehr genau sagen, was diese Veränderung hervorgerufen hatte, doch es lag mit einem Mal ein gewisses Prickeln und eine leicht erotische Anspannung in der Luft. Karin erkannte das scheinbar sofort. Beherzt wie sie war, stand sie auf einmal auf und zog ihre Jeans-Hotpants aus. Ich konnte gar nicht anders und starrte zu ihr hin. Ihr Hintern war üppig und doch akzentuiert, ein schöner Rubenskörper, der sehr ansprechend auf mich wirkte. Dieses Gefühl verwirrte mich auf einmal sehr. Was war denn nur los mit mir? Karin war eine Frau, kein Mann. Warum löste sie in mir diese eigenartigen Empfindungen aus? Doch was war das für ein Höschen, das sie trug? Schwarz und glänzend und wie eine zweite Haut schmiegte sich das Material an ihre Kurven. Karin schien meine Blicke zu genießen und blieb länger als nötig in ihrer stehenden Position, um mich in Ruhe an ihrem Anblick satt sehen zu lassen.

Auf einmal ging sie auf mich zu. Oh Gott, was hatte sie nur vor?

Sie blieb direkt vor mir stehen, beugte ihre Scham beinahe in mein Gesicht und fragte mich ganz locker, wie mir ihr neuer Slip gefiele. Von unten herauf musste ich sie mit großen Augen angeschaut haben, denn sie lächelte mir erneut aufbauend zu und sagte: „Das ist Latex, Anna. Dieses ist ein ganz besonderes Material. Es schmiegt sich an wie eine zweite Haut, lässt diese jedoch nicht atmen, so dass ich unter dem Latex schwitze.“

Wieder betrachtete ich den Venushügel von Karin, elegant und stilvoll verpackt, wie ich empfand. Latex… Ich hatte schon davon gehört und gelesen, doch habe ich das bisher eher in speziellen Clubs gesehen. „Du darfst mich gerne einmal da unten berühren Anna um herauszufinden, wie sich Latex anfühlt. Vielleicht gefällt es dir ja.“

Meine Neugier war in der Tat geweckt, sowohl dieses neuartige Material als auch Karin an sich zu erkunden. Ein leichter Schauder überkam mich, denn ich hatte gerade das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Sollte ich Karin wirklich dort anfassen?

Ich war ein wenig erleichtert, als sie mir diese Entscheidung scheinbar abzunehmen schien, meine Hand ergriff und auf ihre Scham legte. Dabei drückte sie sich gegen diese und stöhnte hörbar auf. Das konnte unmöglich sein, doch ich spürte, wie ich zwischen meinen Beinen feucht wurde und mich Erregung dabei überkam, Karin`s Venushügel sanft zu massieren. Da ich selbst eine Frau bin, wusste ich instinktiv, welche Stellen besonders empfindsam auf Berührung reagierten und lenkte meine Finger diesbezüglich. Meine Umgebung um mich herum nahm ich gar nicht mehr wahr, so sehr ließ ich mich fallen und genoss unser erotisches Verwöhnen.

Jeder Vorbeilaufende hätte uns zuschauen können!

Neben den stimulierenden und neuen Eindrücken gefiel mir die Beschaffenheit des Materials Latex sehr. Ihre Schamlippen zeichneten sich darunter ab, eine Spalte zog sich durch die vordere Hälfte. Dieses Samtige und Glatte noch hinzu – die Sinnlichkeit des Materials hielt mich ganz gefangen. Auch der eigene Geruch nach Gummi, vermischt mit Karin`s Moschus, wirkte sehr inspirierend auf mich. Das Stöhnen wurde immer lauter und Karin schaute währenddessen mit entrückt schimmernden, blau-grauen Augen auf mich herab. Auf einmal zog sie den schwarzen Latexslip ein wenig nach unten und legte dadurch ihre rasierte Scham fast gänzlich frei. Ihr lila Shirt zog sie ebenfalls aus, so dass sie nur noch spärlich bekleidet vor mir stand.

„Magst du mir einen oder zwei Finger einführen Anna? Ich habe so Lust auf dich, schöne Frau.“

Ein wenig zuckte ich zusammen, doch war so getragen von diesem faszinierenden und aufregenden Augenblick, dass ich ihren Vorschlag umsetzte und meinen Zeigefinger in sie einführte. Eine unglaubliche Nässe sowie weiche, warme Festigkeit umschloss meinen Finger und reagierte leicht zuckend, als ich einen weiteren zufügte und diese rhythmisch hin und her bewegte. Ihr Nektar hatte sich im Latexslip gesammelt und zeichnete sich weißlich-klar auf dem schwarzen Hintergrund ab. Es war ungewohnt, das Geschlechtsteil einer anderen Frau zu erforschen, doch fühlte sich gleichsam sehr natürlich und richtig an.

Inmitten dieser wundervollen Natur stöhnte Karin lauthals auf, zuckte ein paar Mal wellenartig und ergoss sich dann auf meine Finger. „Können das auch Frauen?“, dachte ich mir völlig überrascht und behielt meine Hand noch in dieser Stellung. Karin rieb sich noch ein wenig daran, dann rückte sie mit ihrem Becken nach hinten, zog den schwarzen Latexslip wieder hoch und kniete sich vor mich hin.

„Lecke deine Finger ab und schmecke mich, Anna! Schmecke, was du bei mir ausgelöst hast, werde dir deiner Weiblichkeit bewusst!“

Irgendwie fanden meine Finger wie von selbst in meinen Mund und setzten erneut Karin`s Anregungen um. Wie fremdartig und gleichsam erregend diese unanständige Geste war. Ich fühlte mich sehr verrucht und gleichzeitig vollkommen befreit und lebendig. Farin schien meine Emotionen genau zu erkennen, denn sie beugte sich nach vorne und begann mir mit kreisenden Bewegungen ihrer Hände die Brustspitzen zu massieren. Manchmal kniff sie auch leicht hinein und nahm diese schließlich in den Mund, um daran zaghaft zu saugen.

Heftige Gefühlswellen durchströmten mich und ließen mich erzittern; ich war froh zu sitzen. Karin drückte mich auf einmal leicht und dennoch bestimmt nach hinten, so dass ich ausgebreitet vor ihr lag. Beinahe hätte ich dabei das Essen umgestoßen. Die warme Abendsonne streichelte unser beider Körper und tauchte uns in ein warmes Licht, welches uns sanft scheinen ließ und perfekt die Stimmung des Moments einfing. Wie von Geisterhand war ich auf einmal ohne Rock und Slip. Karin musste in einem von mir unbemerkten Augenblick mein rosa Baumwollhöschen abgestreift haben. Sie hielt es an ihre Nase und roch genüsslich daran.

„Wie fein und lecker du riechst Anna, wie ein milder, süßer Pfirsich. Darf ich deinen Pfirsichsaft kosten?“

Völlig perplex ob dieser erotischen Eindrücke konnte ich ihr nicht antworten, denn ich fand gerade keine Worte mehr. Wie immer beherrschte sie die Situation meisterlich, drückte mir einfühlsam die Oberschenkel auseinander und legte meine Scham komplett frei. Instinktiv wollte ich die Beine wieder schließen, doch Karin befand sich schon dazwischen und bewunderte mich eingängig. Noch nie hatte mich jemand so intensiv zwischen den Beinen in Augenschein genommen. Heute war ich auch nicht rasiert, sondern trug Schambehaarung, anders als Karin, die komplett rasiert war.

„Ob sie meine Schambehaarung wohl störte?“, kam es mir in den Sinn.

Meine Sorge war jedoch unbegründet, denn ihr weiches Haar streifte die Innenseiten meiner Oberschenkel und ließ mich spontan erschaudern. Sogleich spürte ich ihre warme, feuchte Zunge auf meinen Schamlippen, die erst zärtlich darüberstrich, bis sie schließlich fordernder in mein weiches Fleisch eintauchte und gegen meine Öffnung stupste. Mein Gott, wie wahnsinnig heftig erregte mich dies. Instinktiv drückte ich ihren Kopf fester gegen meinen Schoß und genoss jede ihrer Zungenbewegungen, die gerade meine Liebesperle bearbeiteten. Immer eindringlicher wurde ihr Drängen, immer bestimmter ihr Lecken, gleich einer unausgesprochenen Reise in ein fernes Paradis.

Auf einmal sah ich kleine Sternchen vor meinen Augen, die Außenkulisse verschwamm vor meinem geistigen Auge, alle Gedanken waren auf einmal weit fort. Ich konnte mich komplett losgelöst fallen lassen und erlebte einen unglaublich intensiven Orgasmus, durch welchen mein gesamter Körper durchgeschüttelt wurde. So heftig hatte ich das noch nie mit einem Mann erlebt; was war nur mit mir los?

Ein wenig genierte ich mich, da ich beim Kommen gespürt hatte, wie ich meinen Nektar ausspritzte. Das musste doch direkt in Karin`s Gesicht gelandet sein. Doch es schien sie nicht wirklich zu beeinflussen, denn sie leckte mir in aller Ruhe all meinen Saft aus und reinigte mich so gründlich.

Als ich wieder einigermaßen zu Atem gekommen war, lag Karin schon neben mir und hielt mich eng umschlungen in ihren Armen. Ihren schwarzen Latexslip hatte sie noch immer an. Es fühlte sich gerade sehr richtig und sehr friedlich an, so als hätte dies schon lange passieren sollen.

„Magst du ihn einmal anziehen, meinen schwarzen Latexslip, Anna?“

Ihre Frage riss mich komplett aus meinen genussvollen Nachwehen. Bevor ich etwas erwidern konnte, war Karin schon dabei, sich ihren Latexslip auszuziehen und ihn mir über die Beine zu streifen. Es war ein sehr erhabenes und sehr geiles Gefühl, Latex das erste Mal auf der Haut zu spüren, und ich genoss diesen Moment sehr. Etwas von Karin`s Nässe war noch am Slip gewesen, doch das störte mich nicht. Im Gegenteil, es stimulierte mich auf eigenartige Art und Weise, da es sich so unerhört unanständig und versaut anfühlte. Obwohl Karin fülliger war als ich, schmiegte sich das Latexmaterial relativ eng an meine Kurven an. Sonst haderte ich mit meinen burschikosen Rundungen, schämte mich aufgrund meiner Zierlichkeit, doch dieser schwarze Latex auf meiner Haut gab mir gerade ein starkes Gefühl des Selbstbewusstseins und der Attraktivität! Ich fühlte mich auf einmal sehr weiblich und äußerst verführerisch, so als könnte ich jeden Mann und jede Frau dieser Welt verführen. Ein unvorstellbares Machtgefühl durchflutete mich.

„Karin, meinst du, wir könnten das das nächste Mal mit einem Mann zusammen machen? Also du, ich und einer meiner Freunde? Es war so schön… Und dabei noch von einem Mann verwöhnt zu werden und diesen zeitgleich in mir zu spüren, wäre das größte Glück!“

„Ach Schätzchen jederzeit, freut mich, dass es für dich so erfüllend war und es für dich ein gemeinsames nächstes Mal gibt.“ Dabei reichte sie uns beiden ein belegtes Brot und wir genossen unser Mahl in der abendlichen Stille der Natur.

Symbolbild

Gastbeitrag: „Was es mir bedeutet, Vater zu sein“

Manchmal lernen wir in den sozialen Netzwerken wundervolle Menschen kennen, die unser Leben auf angenehme Art und Weise bereichern.

Einer dieser Menschen ist für mich Freric, der auf Twitter einen Account unter dem Namen @freric1973 führt. Auch hat er einen eigenen Blog mit einer tollen, kostenfreien Webseite feetlove1973.de . Er freut sich bestimmt über Euren Besuch, falls Ihr mögt.

Freric möchte uns einen Einblick in sein Leben vor und nach seinem Vater-werden schenken. Vielen lieben Dank dem Gastautor für seinen Gastbeitrag. 💚

Hinweis: Der Gastbeitrag enthält Themen wie Alkoholsucht, schwere Kindheit und klinische Behandlung zum Kinderwunsch.

Bitte nur Erwachsene lesen – FSK 18. Danke!

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Hier beginnt der Gastbeitrag von Freric:

Mein Gastbeitrag für Julia:

Was es mir bedeutet, Vater zu sein“

Julia und ich haben uns über Twitter kennengelernt. In ihren Tweets erzählte sie über ihr verstorbenes Kind und erklärt, wie sie mit ihrer Trauer umgeht und diese verarbeitet. Darüber bin ich gestolpert und dementsprechend auch über ihren Blog. Für sie bin ich der Nordmann mit der tiefen Stimme. Auf Twitter eher unter @feetlove1973 bekannt. Mein Rufname ist Freric, bin 48 Jahre jung und schreibe bisweilen auch in einem eigenen Blog. Doch heute möchte ich Euch und Ihnen erzählen, was es mir in meinem Leben bedeutet, Vater zu sein.

Früher hatte ich nicht viel mit Kindern zu tun, außer dass ich selbst eines war und offen gestanden, auch noch heute bin. Da ich in einem Kinderheim groß wurde, war ich trotzdem immer mit anderen Kindern umgeben. Das lag in der Natur eines Kinderheimes. Natürlich kümmerte ich mich um die jüngeren Kinder und beschützte sie vor den älteren Kameraden. Das war auch bitter nötig, da viele Kinder aus allen möglichen sozialen Schichten dort zusammen leben mussten – ob sie wollten oder nicht. Das führte zu inneren Spannungen, welche sie extern äußerten… höflich gesagt.

Damals dachte ich in keiner Weise daran, mal selbst eigene Kinder zu bekommen. Dies änderte sich lange Zeit auch nicht. Ich lebte mein Leben ziemlich alleine und dies war auch okay für mich. Meine berufliche Situation auf See ließ auch keine festen Beziehungen an Land zu. 15 Jahre bin ich zur See gefahren, mit Kreuzfahrtschiffen auf allen Weltmeeren. Und dauernd unterwegs. Heimweh und Fernweh gaben sich die Klinke in die Hand. Und wenn jemand ständig „Weh“ hat, flüchtet er. Ich flüchtete mich in den Alkohol, wurde stark abhängig und konnte irgendwann den Job auf den Schiffen nicht mehr machen. Durch Entzug und langen Therapien, Umschulung und durch Wechsel in ein völlig anderes Umfeld gelang es mir bis heute trocken zu bleiben, klar denken zu können und mein Leben nüchtern zu meistern.

Und etwa zu diesem Zeitpunkt lernte ich meine jetzige Frau kennen und lieben. Wir planten und heirateten und auch der Kinderwunsch stand im Raum. Jedoch sollte sich dieser nicht so schnell erfüllen. Wir probierten und versuchten so ziemlich alles, was uns in die Finger kam. Doch trotzdem hatten wir keinen Erfolg. Nachdem wir uns weiter Gedanken gemacht hatten, entschlossen wir uns die Ärzte zu befragen. Meine Frau ab zum Frauenarzt und ich… zum Männerdoktor. Und dabei kam eben heraus, dass mein Sperma untersucht wurde und uns gesagt wurde, dass die Nichtschwangerschaft kein Wunder wäre bei der miserablen Qualität desselben.

Uffz. Auf natürlichem Weg ging also gar nichts. Nach einer Weile, auch bei mir musste dieses Ergebnis erst einmal sacken, machten wir einen Termin in der Kinderwunschklinik, sprachen mit der Krankenkasse, und so nahm dieses Kapitel seinen Lauf. Meine Frau nahm Hormone, Spritzen und hatte echt zu kämpfen. Ich dagegen hatte wohl die wenigste Arbeit. Als der Tag nun endlich gekommen war, machten wir uns auf den Weg. Ich konnte meinen Teil in einen Plastikbecher dazu geben. Ein kleiner rot angestrichener Raum, welcher mich wohl „in Stimmung“ bringen sollte, war dafür vorgesehen. Ein paar Pornoheftchen- und Filme lagen da auch rum – von „Dolly´s dicke Dinger“ bis „Der Gärtner, der durch die Hintertür kam“. Also nichts, was mich tatsächlich erheiterte. Romantik sah anders aus. Versprochen. Nun denn, die Probe wurde mir entrissen, labortechnisch bearbeitet und meine Frau mit dem Ergebnis künstlich befruchtet.

Welch herbe Enttäuschung für uns, dass es beim ersten Mal nicht geklappt hatte. Der zweite Versuch brachte uns Erleichterung, denn dieser hatte funktioniert, und meine Frau wurde schwanger. Das war schon ein kleines Wunder, hörten wir doch immer wieder, dass dies nicht immer der Normalfall ist. Als ich hörte, dass sie schwanger ist, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Tausend Fragen taten sich auf. Was essen Baby´s so? Wachsen die schnell? Zerbricht ein Baby nicht, wenn ich es festhalte? Mag es mich? Welche Tapete für das Zimmer? Welche und wie viele Kuscheltiere braucht ein Menschenkindlein? Wie hoch ist der Schnullerverbrauch im Durchschnitt? Da wir beide Ersteltern wurden hatten wir mehr Fragen als Antworten. Wir taten unser Bestes, renovierten die Bude, richteten ein Kinderzimmer ein, kauften die sinnigsten und unsinnigsten Sachen ein und freuten uns auf unser Wunschkind.

Und dann war sie endlich da, ich durfte bei der Geburt zugegen sein, wenngleich ich nach der Geburt unserer Tochter erst einmal weggeschickt wurde. Unsere Tochter hat alles gut überstanden und die Frau Mama auch. Und wir waren selig. Und ich hatte immer noch Angst, mehr denn je, dieses kleine Etwas Mensch könnte in meinen grobmotorischen Händen kaputtgehen.  Tat es nicht. Die Welt drehte sich weiter und mit jedem Tag mit diesem wunderbaren Menschenjungen zeigte sich mir den Sinn des Lebens. Nicht nur der Sinn meines Lebens, sondern generell DES Lebens.

Dieses Kind zeigt mir jeden Tag, wie einfach das Leben sein kann. Die Augen leuchten, nicht nur wenn es Schokolade gibt. Nein, auch wenn wir albern sind und miteinander spielen. Ihre Augen sind traurig, wenn Papa zur Arbeit oder Mama kurz mal weg muss. Lachen und Weinen liegen oft eng beieinander. Doch einmal in den Arm genommen, ist alles wieder gut.

Mein Kind, und es ist mir bewusst, dass nicht jedes Kind ein glückbehaftetes zu Hause hat, soll von mir eine Kindheit bekommen, welche es glücklich sein lässt. Ich habe es geschworen, als sie aus dem Schoß meiner Frau kam.

Selbst habe ich eine Kindheit gehabt, wie ich sie niemandem wünschen würde. Es war die Hölle auf Erden! Und diese Kindheit erspare ich meinem Kind auf jeden Fall. Geliebt zu werden ist für ein Kind kein Privileg, das es sich erst verdienen muss. Nein, es ist eine Selbstverständlichkeit! Ja, natürlich müssen Werte wie Ethik und Moral an das Kind vermittelt werden. Aber passiert dies nicht automatisch, wenn dem Kind diese vorgelebt werden? Ich denke schon. Kinder zeigen einem selbst, ohne dass sie es willentlich merken, wie man sich gibt.

Sie spiegeln das Verhalten der näheren sozialen Umgebung und ich hoffe, dass wir beide unser Großmöglichstes tun und natürlich vorleben, wie es hoffentlich „richtig“ ist. Und ja, wir machen auch Fehler, wer kann von sich behaupten, perfekt zu sein? Doch wenn die Grundrichtung vorhanden ist, kann schon sehr viel Gutes passieren. Unser Kind muss nicht perfekt sein, es darf einfach „sein“. Ein Kind, ein glückliches. Mich rührt es, wenn sie unsere Nähe sucht und wir immer für sie da sein können. Ein Leben lang. Das ist für mich Glück!

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Liebe Julia, mir ist bewusst, dass das Thema „Eltern sein“ zwei Seiten in Deinem Leben hat. Und da ich allenfalls nur erahnen kann, was Du durchgemacht hast, möchte ich Dir sagen, dass ich trotzdem mit Dir fühle. Auch wenn ich weiß, dass keine noch so gut gemeinten Worte Deinen Schmerz auch nur ansatzweise lindern könnten. Wir Menschen haben ein paar gute Eigenschaften. Eine davon ist das Mitgefühl. Und so kann ich mit Dir fühlen. Ich muss oft an Dich denken, wenn ich in die kleinen Augen meiner Tochter schauen darf. Und fühle mit Dir.

In diesem Sinne, fühle Dich herzlich umarmt.

Freric

Meine Kurzgeschichte: Nicole

Liebe Leser!

Manche von Euch warten schon sehnsüchtig darauf, nun ist es endlich so weit! Hier meine neue Kurzgeschichte für Euch!

Taucht ein in ein ganz besonderes Bewerbungsgespräch und lernt die hinreißende Nicole kennen! Alle handelnden Figuren meiner Geschichte als auch die Handlung selbst sind frei erfunden. Die Geschichte ist nur für Erwachsene – FSK 18! Danke.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Julia


FSK 18

Nicole

„Sag mal, wäre das nichts für dich, als Erotik-Chatterin zu arbeiten?“

Claudias warme Stimme riss Nicole augenblicklich aus ihren abschweifenden Gedanken. Sie hatte gerade ein junges Pärchen durch die Scheiben der kleinen Eisdiele beobachtet, welches Hand in Hand stehend in einer Seitengasse vor einem Juweliergeschäft die glitzernde Auslage betrachtete. Der blonde Mann lächelte versonnen seine brünette Partnerin an, als seine kantige Hand über ihre Wange strich.

„Nicole, ich habe dir eine Frage gestellt!“, beharrte Claudia, doch ihr liebevoller Blick strafte die Strenge ihrer Worte Lügen. Nicole wandte widerwillig den Blick von dem verliebt wirkenden Pärchen ab. Eine leichte Melancholie glomm in ihren grünen Augen nach, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Claudia lenkte.

Diese sah erwartungsvoll zu ihr. „Ich soll als Erotik-Chatterin arbeiten, ist das dein Ernst?“, hakte Nicole mit hochgezogenen Augenbrauen zögerlich nach.

„Warum denn nicht? Das ist eine spannende Tätigkeit. Du kommst mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt, und es wird dir dabei garantiert nicht langweilig. Außerdem arbeite ich in einem klasse Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. Ein Moderator hört nächste Woche aus privaten Gründen auf. Die Stelle wäre demnach neu zu besetzen. Dabei dachte ich spontan an dich Nicole!“ Claudia untermauerte ihre Aussage mit einem charmanten Lächeln, das ihre Schönheit und Eloquenz in besonderer Weise hervorhob.

Eine leichte Spur von Neid verdunkelte Nicoles Gedankengänge. Sofort schämte sie sich dafür, denn sie hatte Claudia vom ersten Tag an in ihr Herz geschlossen. Claudia war nicht nur optisch eine äußerst attraktive Frau; sie besaß auch viele wundervolle Charaktereigenschaften, die ihre ganze Person wie eine kleine Sonne erstrahlen ließen. Dennoch gestand sich Nicole zähneknirschend ein, dass sie Claudia nicht wirklich das Wasser reichen konnte, ginge es nach dem gängigen Schönheitsideal. Nicole würde zwar auch von sich behaupten, einen guten Charakter und ein aufrichtiges Herz ihr Eigen nennen zu können, doch wirklich gutaussehend fand sie sich nicht. Wenn sie durch die Straßen flanierte, drehten sich nur gelegentlich Männer nach ihr um. Ganz anders bei Claudia, die beim Betreten eines Raumes diesen fast gänzlich für sich einnahm.  

„Ich weiß nicht, Claudia. Das ist sehr nett von dir, dass du dabei an mich gedacht hast. Doch ich bin nicht so selbstbewusst wie du, eher das unscheinbare Mauerblümchen, das niemand sieht. Sollten so einen Job nicht eher mutige Frauen machen, die jeden Mann um den Finger wickeln können? Was soll ich den Kunden denn erzählen? Mir fällt da nichts Passendes ein, zumal ich nicht einmal ein aufregendes Sexleben, eine Beziehung oder eine Affäre habe. Claudia, ich bin nicht wirklich eine begehrenswerte Frau. Da soll ich Männer animieren können?“ Das Lachen, mit dem Nicole ihre Rede schloss, klang etwas hohl und ließ einen gewissen Zynismus mitschwingen.

Claudia quittierte es mit einer wegwerfenden Handbewegung und konterte mit einem „Ach papperlapapp“. Nachdem sie einen großen Schluck ihres Latte macchiatos getrunken hatte, strahlte sie Nicole mit ihren blauen Augen an: „Mache dich nicht schlecht Nicole! Du bist sehr viel attraktiver, als du denkst. Deine zurückhaltende und bedachte Art kann sehr erotisch wirken. Doch weil du nicht an dich glaubst, glauben andere Menschen auch nicht an dich. Für mich bist du die perfekte Besetzung für diese Stelle und ich denke, dass sie dir den Glauben an dich und deine Stärke zurückgeben wird.“ In einer eleganten Handbewegung stellte Claudia die langstielige Tasse ab und fuhr fort: „Deshalb, gerade weil ich an dich glaube und dieses als große Chance für dich erachte, habe ich unserem Chef Bescheid gegeben, dass du die Stelle gerne hättest. Heute Abend hast du ein Meeting-Date mit ihm. Dabei wird er dich in die Tätigkeit einweisen, und du kannst nächste Woche starten!“

Nicole verschluckte sich an dem Stück Apfelkuchen, das sie beim Zuhören gegessen hatte. Nachdem sie wieder zu Atem kam, blickte sie voller Entrüstung zu Claudia, die sie herausfordernd angrinste.

„Claudia, ich kann das wirklich nicht, ich bin nicht wie du, so sexy und selbstsicher. Ist das nicht auch unanständig, einen solchen Job auszuüben?“

Claudias Lächeln wurde noch strahlender und erhellte beinahe den gesamten Gastraum der Eisdiele. „Na klar ist der Job pikant, doch was kümmern uns die doofen Spießer? Außerdem sind die Doppelmoralisten unsere besten Kunden!“ Augenzwinkernd winkte Claudia dem Kellner zu und orderte die Rechnung. Dieser ließ beinahe das Tablett fallen, als er Claudias hübsche Erscheinung wahrnahm.

„Na toll, bei mir lässt der wohl nichts fallen!“, kommentierte Nicole selbstironisch die Reaktion des Angestellten. Claudia überhörte gekonnt Nicoles süffisante Äußerung und kramte fröhlich in ihrer türkisfarbenen Handtasche. „Du bist eingeladen, Süße!“ Mit einem breiten Lächeln, das ihre gepflegten weißen Zähne entblößte, ergänzte Claudia: „Tom, unser Chef, freut sich schon sehr darauf, dich kennenzulernen!“

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Was sollte sie nur anziehen? Tom war es bestimmt gewohnt, von schönen Frauen in stilvollen Kleidern umgeben zu sein. Claudia musste ihre Anspannung gespürt haben, denn sie bot sich an, mit ihr vor dem Treffen shoppen zu gehen. Eine Schnappatmung bekommend ließ sich Nicole von Claudia in einen Erotikshop ziehen und in eine Umkleide drängen, die bewusst abseits der Verkaufsräume lag. Dort musste sie auf Claudias Anweisungen hin aufregende Dessous und Kleider anprobieren. Schließlich hatte sich Nicole zu einem Kauf einer exklusiven Kombination überreden lassen, für die sich Nicole niemals alleine entschieden hätte. Nachdem ihr Claudia spielerisch mit einer Beendigung ihrer Freundschaft drohte, willigte sie schließlich lachend ein.

Nun umschmeichelte ein knöchellanges Wetlook-Kleid mit langen Ärmeln ihren kurvigen Körper und hob gekonnt ihre Vorzüge hervor. Zuvor hatte Nicole noch nie Wetlook getragen, doch sie empfand dieses anschmiegsame Material als sehr angenehm zu tragen und fühlte sich dadurch sehr weiblich und anziehend. Das schwarze Wetlook-Kleid erweckte in ihr ungekannte Gefühle von Selbstvertrauen und Erhabenheit, die durch die Latex-Dessous, die sie darunter trug, noch verstärkt wurden.

Oh ja – die Latex-Dessous! Da hatte Claudia auch ganz besondere Exemplare für sie entdeckt. Der BH schenkte ihr einen atemberaubenden Ausschnitt und das dazu passende Höschen betonte raffiniert ihre Hüften und Beine. Sie hatte schon von dem exquisiten Material gehört, sah diese spezielle Mode jedoch eher in dunklen Domina-Studios platziert. Dass auch eine ganz normale Frau wie sie Latex tragen konnte, gefiel ihr zunehmend. Sie fühlte sich damit herrlich unanständig und verrucht.

So aufreizend gekleidet hatte sich Nicole schon lange nicht mehr. Erstaunlicherweise fühlte sie sich nach einer anfänglichen Überwindung doch erstaunlich wohl. Insgeheim dankte sie Claudia, dass sie diese Empfindungen in ihr erkannt hatte und diesen zum Ausbruch verhalf durch ihre einfühlsame Beratung in Sachen Kleiderwahl.

Nervös blickte Nicole auf ihre kleine Uhr am Handgelenk. Nur noch ein paar Stunden, dann würde sie Tom gegenüberstehen. „Oh Gott!“, dachte sie und schluckte aufgeregt einen dicken Kloß herunter. „Hoffentlich werde ich ihm gefallen.“

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Sein angenehmes Parfum würde Nicole wohl nie wieder aus der Erinnerung entweichen. Der intensive Duft nach Moschus und Sandelholz umhüllte sie wie ein zartes Band, welches alle negativen und drückenden Gedanken der letzten Zeit fernhielt. Wie in einer wundervollen Blase saß Nicole gemeinsam mit Tom, dem Chef der Erotik-Hotline, an einem edlen Holztisch, welcher in seiner natürlichen Schlichtheit die Vertrautheit des Moments unterstrich.

Tom hatte sie von einem Fahrer abholen und in dieses heimelige Restaurant fahren lassen. Als der Wagen vorfuhr, sah sie Tom eindrucksvoll und von den schimmernden Lichtern des noblen Restaurants umrahmt am Eingang stehen.

Welch imposante Erscheinung er doch bot!

Nicole war sofort beeindruckt von diesem ihr noch unbekannten Mann und freute sich auf den gemeinsamen Abend, ob denn sie vor lauter Aufregung kaum ein Wort herausbrachte. Sie wäre ihm beinahe in die Arme gestolpert, als sich ihr leichter Seidenschal beim Aussteigen im Türrahmen der schwarzen Limousine verfing. Die ungewohnt hohen Pfennigabsätze ihrer High-Heels taten ihr übriges. Nicole war vollauf erleichtert gewesen, als Tom charmant lächelte und sie gekonnt in einer Drehung auffing, um sie dann galant in das stilvolle Restaurant zu führen.

Es war ein berauschendes Gefühl, als sie beide so über die Türschwelle schritten und alle Blicke auf sie gerichtet waren. Bisher drehte sich kaum jemand nach Nicole um. Um so mehr konnte sie mit dieser neuen und ungewohnten Situation kaum umgehen und blickte unsicher zu Tom auf, der einen ganzen Kopf größer als sie war und das trotz der High-Heels. Er hatte ihren Arm wie selbstverständlich in seine Armbeuge gelegt. Seine Körperwärme strahlte kraftvoll zu ihr und schenkte ein wohliges Gefühl des Getragen-seins, das sie veranlasste, ihm ihr Vertrauen zu schenken. Seine grauen Augen blickten sie liebevoll an, und sein spitzbübisches Grinsen verleitete auch sie, sich komplett losgelöst in die aufregend neue Situation zu begeben.

Galant zog Tom Nicoles Stuhl zurecht, als sie an dem romantisch eingedeckten Tisch Platz nahm. Tom setzte sich seitlich zu ihr und gab dem Kellner unauffällig einige geflüsterte Anweisungen, denen dieser umgehend nachkam. Eine stille Autorität begleitete diesen gutaussehenden Mann, die wohl nicht nur Nicole wahrnahm.

Dankbar, einige ruhige und unbeobachtete Momente für sich zu haben, folgte Nicole fasziniert Toms Fingern, die leise klackend auf die Armatur des Laptops auftippten. Den Laptop hatte er mitgebracht und vor ihnen aufgestellt.

Interessanterweise war Tom nicht Nicoles optischer Typ. Sein weißes Hemd spannte sich über seiner ausgeprägten Oberkörper- und Oberarmmuskulatur und ließ erahnen, welche Kraft sich hinter dieser verbarg. Nicole mochte zwar trainierte Männer, die Sport betrieben und auf ihren Körper achteten, doch zu viele Muskeln sollten es dann doch nicht sein. Normalerweise – vor dem Kennenlernen mit Tom.

Nun erwischte sie sich dabei, wie sie gebannt auf dessen lebendiges Spiel der Muskeln starrte und sogar eine leichte Erregung dabei verspürte. Auch war Tom älter als ihre bisherigen Partner. Sie schätzte ihn auf Ende Fünfzig, denn sein Haar war graumeliert und zu einem Zopf am Hinterkopf zusammengebunden. Es reichte ihm schätzungsweise bis auf die Schultern, und trotz seines Alters war es noch recht voll. Tom trug zudem einen Vollbart, der in einem geflochtenen Zopf mündete.

Nicole mochte ihre Männer bisher bartlos, störte sie sich doch an dem Kratzen und Kitzeln beim Küssen. Dann auch noch dieses Zöpfchen am Bart – Tom war eine Type, die einem nicht jeden Tag begegnete. Seine faszinierenden grauen Augen wirkten in keiner Weise kühl und unnahbar, wie es oft bei dieser Augenfarbe der Fall war. Ein kleines wildes Feuer loderte in diesen, ein Versprechen auf eine Leidenschaft, die sich Bahn brechen konnte und die seinem Blick eine attraktive Eindringlichkeit verlieh.

Nicoles errötete nervös. Um den Moment zu überspielen, nahm sie einen Schluck aus dem bauchigen Rotweinglas. Sie musste sich zusammenreißen und versuchen, nicht so intensiv auf diesen außergewöhnlichen Mann zu reagieren. Schließlich war dies hier ein Geschäftsessen und keine romantische Verabredung.

„Mich faszinieren errötende, rothaarige Schönheiten!“, murmelte Tom fast unmerklich und ohne Nicole anzusehen, doch seine liebevoll-neckenden Worte verfehlten ihre Wirkung nicht und trafen Nicole mitten ins Herz – und an anderer Stelle zwischen ihren Beinen. Diesem berauschenden Gefühl wollte sie jetzt nicht bewusst nachgehen.

Dass Tom sie schön nannte, war Nicole Balsam für ihre Seele. Um so mehr, da sie instinktiv spürte, dass es Tom ernsthaft meinte. Sie selbst hätte sich nie als schön bezeichnet. Claudia vielleicht mit ihrem blonden aparten Bob und ihrer athletischen Figur, die kein Gramm Fett zu viel hatte.

Doch sie mit ihren zehn Kilo zu viel auf den Rippen, mit ihrem vollen Busen und ihrem etwas zu prallen Hintern und strammen Schenkeln. Nicole würde wohl kaum dem gängigen Schönheitsideal entsprachen, sie sollte schön sein?

Dann noch ihre roten Haare, die sie oft mit einer brünetten Tönung abmilderte, damit sie sich nicht wie ein Kobold vorkam. Sie war weder besonders groß noch mit auffälligen Tattoos oder Piercings versehen. Nicole empfand sich als gewöhnlich, vielleicht höchstens als hübsch.

Toms angenehme Stimme riss Nicole aus ihren bewegten Gedanken, als er begann, ihr die organisatorischen und technischen Abläufe des Chat-Programms zu erklären. Das Gute daran war, dass sie dieses im Grunde überall aufrufen und damit arbeiten konnte. So war sie nicht an einen bestimmten Arbeitsort gebunden und musste keine Fahrtwege in Kauf nehmen. Auch versuchte Tom ihr die Nervosität vor dem erotischen Schreiben mit den Männern zu nehmen, in dem er ihr die Stammkunden und deren Anliegen vorstellte. Auch zeigte er Wege der Kommunikation auf, die sie auch in kniffligen Situationen anwenden und mit denen sie sich aus diesen manövrieren konnte.

Nach diesem Einführungsgespräch in den Tätigkeitsbereich einer Erotik-Chatterin fühlte sich Nicole wesentlich entspannter und sich der Aufgabe durchaus gewachsen. Ihre nagenden Selbstzweifel schienen an diesem Abend weit fort. Dies war der Verdienst dieses ungewöhnlichen Mannes, der immer wieder unauffällig ihren Unterarm streifte. Auch beugte sich Tom wiederholt zu ihr und verringerte somit unaufhörlich den Abstand zwischen ihnen.

Nachdem Nicole keine Fragen mehr hatte, genossen beide ein wundervoll abgeschmecktes Lammragout und frisch zubereitete Bandnudeln, welche die kulinarische Spezialität des gut besuchten Restaurants darstellten. Während sich Nicole und Tom angeregt über alle möglichen Themen unterhielten, berührten sich ihre Knie und Ellenbogen wieder und wieder, und Toms Blick suchte immer wieder Nicoles Augen. Auch fiel ihr auf, wie Tom in scheinbar ungesehenen Momenten zu ihr hinsah. Nicole empfand seine Blicke wie ein sanftes Streicheln und ließ sich nicht anmerken, wie sehr sie diese genoss.

Die Luft zwischen ihnen schien allmählich dünner zu werden. Ein leises, starkes Gefühl verschaffte sich zunehmend Gehör. Nicole konnte es nicht benennen, doch es sorgte dafür, dass ihr Puls anstieg. Fast schon berauschend war es, als Tom die Rechnung beglich und Nicoles Arm wie selbstverständlich in seine Armbeuge legte und sie nach draußen führte.

Scheinbar hatte Tom den Fahrer der schwarzen Limousine zwischenzeitlich kontaktiert, denn dieser wartete schon vor dem kleinen Restaurant, um seine Gäste nach Hause zu fahren.

„Macht es dir etwas aus, wenn ich dich nach Hause begleite?“, fragte Tom unvermittelt. Ein Anflug von Unsicherheit verdunkelte seine grauen Augen und zeigte seine Furcht vor einem Korb.

„Was antworte ich ihm nur?“, dachte Nicole panisch. Toms direkte Frage brachte sie gänzlich aus dem Konzept, zumal sie um ihre besondere Latex-Unterwäsche wusste. Bestimmt wollte er höflich sein und sie einfach ganz gentlemanlike nach Hause begleiten.

Doch wenn es doch zu mehr kommen und sie Zärtlichkeiten austauschen würden, was dann?

Diese Vorstellung löste einen wohligen Schauer in ihr aus. Ein tiefer Seufzer entfuhr ihr, als sie Tom klopfenden Herzens ein Küsschen auf die Wange gab. Sie wollte diesen einmaligen Moment nicht verstreichen lassen. Zu lange war sie das stille Mauerblümchen gewesen. Ein Prickeln rann ihr den Rücken herunter. Ja, sie wollte endlich vom Leben kosten und nicht nur existieren! So fasste sie all ihren Mut zusammen und setzte sich mit ihm auf die Rücksitze der Limousine. Eine dunkle Scheibe trennte Gast- und Fahrerraum und schenkte beiden Parteien Privatsphäre.

Auf einmal setzte eine erwartungsvolle Stille ein. Im Nachhinein hätte Nicole nicht rekonstruieren können, wie es dazu kam, doch sie spürte plötzlich Toms weiche Lippen auf den ihren und seine feuchte Zunge in ihre Mundhöhle eindringen. Er stieß diese behutsam in sie und unterstrich sein Begehren mit seinen Händen, die zärtlich ihre Oberschenkel hinaufstrichen. Dabei schob er sanft den Wetlook-Rock hinauf und entblößte ihre leicht zitternden Beine. Nicole stöhnte in seinen drängenden Kuss und erwiderte diesen mit einer Inbrunst, die sie von sich so nicht kannte.

Was machte dieser faszinierende Mann nur mit ihr?

Der Kuss wurde zunehmend leidenschaftlicher und Toms Hände frecher. Nicole spürte einen kühlen Lufthauch an ihren Schenkeln, als Tom diese mit leichter Führung öffnete und seine Finger vor ihrem Latex-Höschen positionierte. Mit kreisenden Bewegungen begann er, diese gegen Nicoles Mitte zu drücken und durch den Latex-Stoff ihren Kitzler zu stimulieren. Diese intime und zugleich sehr achtsame Geste berührte Nicole zutiefst, und sie spreizte instinktiv ihre Beine noch ein wenig weiter und bäumte sich Toms starkem Körper entgegen.

Die Limousine führte kurz darauf eine starke Linkskurve aus, so dass Tom versehentlich ganz auf Nicole rutschte. Die drängenden Finger machten einer festen Beule Platz, die sich reibend gegen Nicoles Unterleib presste. Lautes Stöhnen erfüllte den Innenraum des Fahrzeugs, als der wunderschöne Latex-BH zum Vorschein kam und zwei volle milchige Wölbungen präsentierte. Tom grinste breit und murmelte an ihre Lippen: „Du kleines Luder! Dass du auf Latex stehst, hätte ich nicht gedacht.“ Nicole wollte entrüstet antworten, doch Tom umschloss lustvoll saugend eine ihrer Brustspitzen und brachte sie so zum wohligen Schweigen.

Nicole konnte nicht mehr klar denken; starke Emotionen bäumten sich in ihr auf.

Sie spürte ihre Vagina schon schmerzhaft pochen und griff mit ihren Händen beherzt an Toms Pobacken, um ihn noch näher an sich drücken zu können. Ob denn Toms Hose und Nicoles Latex-Höschen einen Haut-an-Haut-Kontakt verhinderten, konnte der Moment nicht inniger sein. 

Da hörte Nicole Toms tiefe Stimme an ihrem Ohr: „Meine Schöne, komm für mich!“

Nicole konnte nicht mehr an sich halten und verlor jegliche Selbstkontrolle. Mit einem lauten Aufschrei hob sie ein letztes Mal ihre Hüften an. Dann fühlte Nicole einen unglaublich intensiven Orgasmus über sich hinwegbrechen, der sie in zuckenden Wellen davontrug. Eine solche Heftigkeit hatte sie noch nie zuvor mit einem Mann erlebt. Auch wusste sie nicht, dass sie überhaupt zu solch einer großen Begierde fähig war.

Was machte dieser Mann nur mit ihr! Nicole erkannte sich selbst kaum wieder und atmete schwer ein und aus, um wieder Herr ihrer Sinne zu werden.

Toms verschmitztes Grinsen und sein Blick Richtung Hose holten Nicole sanft in die Wirklichkeit zurück. Ein großer dunkler Fleck breitete sich auf Toms Hose genau in seiner Schritthöhe aus und zeugte davon, dass auch er gerade einen großartigen Orgasmus gehabt hatte. Verlegen schlug Nicole ihre Augen nieder, überkamen sie doch Schuldgefühle, dieses nicht bemerkt zu haben.

„Entschuldige Tom, es ist so lange her, dass ich mit einem Mann beisammen war. Ich habe deinen Orgasmus gar nicht bemerkt. Hätte ich mich anders verhalten sollen?“

„Nicht doch, du hast dich genau richtig verhalten. Du warst authentisch, hast nicht über dein Handeln nachgedacht und mir vertrauensvoll deine Hingabe dargeboten. Dafür möchte ich dir von Herzen danken. Und zu deiner Latex-Unterwäsche kann ich nur staunend sagen: Wow!“

Um seinen bewundernden Worten Ausdruck zu verleihen, küsste Tom Nicole lange auf die Stirn und strich ihr eine seidene, rote Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Außerdem befinden wir uns wohl in einer ganz ähnlichen Situation.“ Mit erhobenen Augenbrauen glitt sein Blick zwischen ihre noch immer leicht geöffneten Beine auf ihr Latex-Höschen, an dessen Seiten ihr Nektar hervorquoll. Selbst an den Innenseiten ihrer Schenkel befand er sich und transportierte einen unvergleichlich süßen Duft. Tom beugte sich vor und nahm genussvoll ein paar tiefe Atemzüge, bevor er anzüglich grinste.

Dies gefiel Nicole so sehr, dass sie spontan ihren Slip auszog und ihm diesen feierlich reichte. Tom war davon vollkommen überrascht und konnte Nicole nur mit großen Augen anstaunen.  

„Ich könnte mir vorstellen, mein Geschenk gefällt dir. Behalte mein Höschen und trage es mit dir, dann kannst du meinen Duft überall genießen.“ Hatte das Nicole gerade wirklich gesagt? So als würde sie neben sich stehen, wartete sie gespannt auf Toms Reaktion.

„Meine Güte, du kannst wirklich meine Gedanken lesen! In der Tat liebe ich den Duft von Frauen und deinen ganz besonders. Sehr gerne nehme ich dein himmlisch-köstliches Geschenk an und werde deinen geilen Latex-Slip wie einen Schatz aufbewahren. Wenn ich an dich denke, werde ich deine Lust inhalieren und voller Sehnsucht auf unsere nächste Begegnung hoffen.“

Voller Inbrunst drückte er den außergewöhnlichen Stoff gegen seine Nase und leckte kurz über Nicoles Nässe, die noch am Slip heftete. Tom stöhnte auf und schien für einen kurzen Moment der Gegenwart entrückt.

„Wie fantastisch du bist, genauso wie dein Geschmack.“

Just in diesem Moment, als Nicole vor freudiger Erregung erneut errötete, hielt das schwarze Gefährt an. Kurze Zeit später öffnete der Fahrer die Tür auf Nicoles Seite, denn sie waren an ihrem Zuhause angekommen.

Auf einmal ergriff Tom Nicoles Hand und hielt diese fest umschlossen, als er sie um ein Wiedersehen bat. Spielerisch koket zögerte sie kurz, dann hauchte sie ihm ein erlösendes „Sehr gerne“ mit einer Kusshand entgegen, welches seine markanten Gesichtszüge freudvoll erstrahlen ließ.

Sie tauschten noch einen heißen Kuss, dann stieg Nicole aus und vernahm dabei Toms poetische Worte: „Was bist du nur für ein berückender Mensch!“

Eine kleine Ewigkeit verfingen sich ihre Blicke, graue in grüne Tiefen. Da äußerte Nicole auf einmal keck: „Wenn dir Latex so gut gefällt, kannst du dich ganz besonders auf ein Wiedersehen freuen. In meinem Kleiderschrank hängt ein neues Latex-Minikleid mit aufregenden Reißverschlüssen an ganz besonderen Stellen. Noch fand ich keine Gelegenheit es auszuführen.“ Ohne Toms Antwort abzuwarten, schloss Nicole geschwind die Tür. Sie erhaschte noch einen Blick in seine erstaunt blitzenden Augen, da setzte der Wagen schon an und war alsbald aus Nicoles Sichtfeld entschwunden.

Eine ganze Weile stand Nicole einfach nur da, gefangen in ihrer bewegten Gedankenwelt. War das gerade alles sie, die das erleben durfte?

Bald würde die einbrechende Dämmerung die Nacht verabschieden und den Tag einläuten. Kaum hatte sie Gelegenheit gehabt sich zu sammeln, da vibrierte auch schon ihr Handy. Sie nahm es neugierig zur Hand und rief das Display auf. Tom hatte ihr geschrieben. Er bedankte sich für den wundervollen Abend und ihr entzückendes Geschenk. Und er schrieb, dass er sich auf ihr baldiges Wiedersehen sehr freute und noch nie eine solch bezaubernde Frau kennengelernt hatte.

Ein verführerisches Grinsen umspielte Nicoles rosafarbene Lippen, als sie Tom sogleich antworten wollte. Just in dem Augenblick, als sie ansetzen wollte, erhielt sie eine weitere Nachricht. Im Eifer des erotischen Gefechts hatte sie ganz vergessen, dass ihre Schicht im Erotikchat soeben begonnen hatte.

Die erste Nachricht eines Kunden hatte sie soeben erreicht. Darin war zu lesen: „Ich sitze hier auf dem Stuhl und warte gespannt, wie du aus der Dusche kommst.“

Nicoles aufkommendes, selbstbewusstes Lächeln verlieh ihr auf einmal einen ganz besonderen Glanz. Nicht einmal ein Höschen trug sie gerade. Ihr Leben schien wohl recht interessant zu werden…

Meine Kurzgeschichte: Mein Verehrer, der Boxer

Sie waren geradezu magisch, diese Freitagabende im Hallenbad. Bis 22 Uhr war immer geöffnet. Draußen lag alles im kompletten Dunkel, umso eindringlicher reflektierten die Glasscheiben das Geschehen in der Schwimmhalle. Das Wasser wurde oftmals stimmungsvoll beleuchtet, die Deckenbeleuchtung gedimmt. Da keine Vereine mehr trainierten, gab es keine abgetrennte Bahnen mehr, die Schwimmer konnten frei im Becken ihre Bahnen ziehen. Freitagabend waren oftmals die gleichen Schwimmer anwesend, die Stammkunden – so wie ich zu diesen zählte.

Wie immer nahm ich mir vor, zumindest eine halbe Stunde durchzuziehen. Freitags fiel mir das immer schwer, denn oftmals war ich etwas müde von der Woche. An diesem Abend trug ich einen roten Triangel-Bikini mit weißen Tüpfelchen und Rüschenvolant an Oberteil und Höschen.

Ich hatte schon ungefähr die Hälfte hinter mir, da fiel mir ein Mann am anderen Ende des Beckens auf, der gerade eine Schwimmpause einlegte und mich eindringlich betrachtete. Ich schaute kurz in seine Richtung, konnte sein Gesicht jedoch nicht deutlich erkennen, da er sich im schummrigen Licht befand.

Mir fiel sein Oberkörper auf. Und Oberarme, die ihn am Beckenrand hielten. Meine Herren, war dieser Mann stark. Muskelbepackte Arme liefen in einen Brustkorb über, der definierter nicht hätte sein können. Der Mann fuhr sich mit einer riesigen Hand durch sein blondes kurzes Haar, bevor er sich zu voller Größe aufrichtete, auftauchte und seinen Körper bis zum Bauchnabel freilegte.

Dann fuhr er sich mit dieser Riesenhand über seine glatte Brust und schaute mich die ganze Zeit über an. Ein blaues Schimmern ließ mich nicht mehr los. Ich reagierte auf ihn und spürte leichte Erregung in mir aufsteigen. Verlegen senkte ich meinen Blick und schwamm wieder los.

Der Mann tat es mir gleich und durchpflügte das Wasser. Es war erkennbar, dass er seinen Körper trainierte und gut im Griff hatte, auch mental. Er schwamm konzentriert, ausdauernd und zielführend. Während den kurzen Drehungen am Beckenrand bemerkte ich im Blickwinkel, dass seine Augen immer wieder auf mir ruhten. Irgendwie schien sich der Abstand zwischen uns zu verringern, obwohl ich meine Position nicht verändert hatte.

Und so kam es, dass er auf einmal direkt in der Bahn neben mir schwamm. Er erreichte vor mir den Beckenrand. Als er sich erhob, erhaschte ich einen Blick auf seinen mächtigen Rücken.

Nun zog er die Schwimmbrille ab, die er aufgrund des Kraulens getragen hatte. Schwungvoll drehte er sich auf einmal zu mir um und sah mir zu, wie ich die letzten Meter zurücklegte, bis ich den Rand des Beckens erreicht hatte. Er drehte sich synchron mit mir, beide schauten wir eine Weile nach vorne und sahen uns in unserem Spiegelbild im Fenster vor uns.

Unvermittelt wandte er sich plötzlich zu mir und sagte mit tiefer Stimme: „Hallo.“

Ich drehte mich zu ihm und blickte in ein solch blaufunkelndes Augenpaar, wie ich es noch nicht erlebt hatte.

Ein helles, klares Blau mit Schatten von Grau. Ein Drei-Tage-Bart mit leicht rotblonder Note schmückte sein Gesicht, seine Wimpern und Augenbrauen standen hingegen im dunkleren Kontrast zu seiner hellblonden Haarfarbe. Er lächelte mich offen und liebevoll an und zeigte dabei seine schönen und gepflegten Zähne.

Ich konnte gar nicht anders, als sein Lächeln zu erwidern. „Hallo.“, antwortete ich.

„Ich heiße Waldemar.“

Anstatt ihm zu antworten, musterte ich ihn unauffällig.

„Wie heißt Du?“, hakte er nach.

„Julia.“

„Julia – ein schöner Name. Es freut mich dich kennenzulernen.“

Dabei kam er einen Schritt auf mich zu. Eine Bugwelle erreichte mich, als er mir seine Hand zur Begrüßung reichte.

Mein Gott waren das Pranken! Riesige Handteller, dicke Finger und ein kräftiger Händedruck. Meine eigene Hand verschwand in diesem Händedruck komplett.

Mir gefiel dieses höfliche Auftreten. Damit ehrte er mich auf eine ganz urtümliche Art und Weise. Sein Blick glitt unauffällig über meinen Körper, als er wieder etwas zurückwich.

„Du bist immer freitags hier, nicht wahr? Ich sehe dich schon länger und habe mein Training so gelegt, dich hier anzutreffen.“

Interessant, wie man doch gesehen wird. Er war mir bisher nicht bewusst aufgefallen.

„Was trainierst du denn?“

„Ich bin Boxer. Krafttraining gehört auch dazu. Am Schluss gehe ich dann immer schwimmen für die Kondition.“

„Das ist nicht zu übersehen“, äußerte ich spontan ohne nachzudenken. „Eigentlich bist du gar nicht mein Typ, das sind mir fast zu viele Muskeln.“

Verwegen grinste er mich an: „Dafür bist du genau mein Typ. Bist du Single? Da schwimmt manchmal ein Mann mit dir“.

„Das ist vermutlich Rouven, den du meinst. Wir treffen uns als auch hier. Er geht ebenfalls regelmäßig schwimmen. Ich bin aber nicht mit ihm zusammen. Rouven kommt gerade aus einer Beziehung und will erstmal keine Freundin.“

Waldemar musste auf einmal lachen. „Quatsch. Ich habe euch beobachtet. Er will was von dir. Nur ein dummer Mann will dich nicht.“

Er sagte es sehr bestimmt und eindringlich und als ich ihm widersprach, meinte er:

„Julia, du wirst immer gewollt sein. Ich sehe es in deinem Gang, du hast Stil. Dein Lachen ist herzlich und dein Herz ist ehrlich. Das sehe ich alles. Das wirst du auch als alte Frau noch haben!“

Ich war seltsam berührt von seinen Worten. Waldemar sprach mit mir, als würden wir uns schon Jahre kennen. Es war eine Intimität zwischen uns spürbar, die nichts mit Sexualität zu tun hatte. Im anschließenden Gespräch erzählte er mir, dass er Inhaber und Chef einer Firma war, die Personenschutz anbietet. Daher sein wacher Blick für seine Umgebung, kam es mir in Gedanken.

Ich hatte spontan ein Gefühl des absoluten Vertrauens. Instinktiv wusste ich, dass dieser Mann immer gut zu mir sein würde und immer aufrichtig und loyal. Seine Augen waren grundehrlich, seine Absichten spürbar rein. Optisch sah er aus wie der geborene Checker, doch spürte ich Güte von ihm ausgehen und ein riesengroßes Herz in seiner Brust wohnen. Seine scharfe Wahrnehmung hatte nichts mit Kontrollwahn zu tun. Dieser Mann sorgte sich um mich und mein Wohlergehen. Und das nach dieser kurzen Zeit…

Mein Blogartikel: Das Strafbuch

Welche Bedeutung kommt dem Strafbuch im BDSM zu? Ist das nicht eine verstaubte Angelegenheit? Oder kann darin ein ganz besonderer Reiz liegen?

Ich habe mir Gedanken zum Erziehungsmittel „Strafbuch“ gemacht. Falls Ihr mögt, viel Spaß beim Lesen.

Bitte nur Erwachsene, vielen Dank!

Eure Julia

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FSK 18

Ein Strafbuch als Mittel der Erziehung ist ein wenig verkannt. Oftmals wird dieses belächelt und genießt eher weniger Ansehen in seiner Verwendung. Ein Grund dafür könnte sein, dass dieses ein eher subtileres Mittel der Disziplinierung darstellt und nur innerhalb eines absoluten Vertrauensverhältnisses seine wirkliche Kraft entfalten kann. Warum dieses, fragt Ihr Euch?

Nun, es ist ganz einfach: Die Handhabung eines Strafbuchs erfordert eine unabdingbare Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit des devoten Parts und stellt somit eine unglaublich große Respektbekundung an den dominanten Part dar. Ein Strafbuch erfordert auch eine gewisse Eigenständigkeit als auch Kreativität des Subs. In diesen Momenten agiert Dom nicht unmittelbar, sondern überträgt eine gewisse Selbstständigkeit an Sub. Ein Strafbuch macht insofern auch nur Sinn, wenn dieses Sub ernst nimmt und entsprechend würdigt. Dabei steht nicht das „Nach-Lust-und-Laune“-Prinzip im Vordergrund, sondern dass das wahrhaftige Geschehen dokumentiert wird. Der devote Part steht dabei in der Pflicht, eigene Empfindungen und Bedürfnisse sehr differenziert wahrzunehmen und sich selbst gegenüber absolut aufrichtig sein. Gerade in solchen Momenten des Interagierens zeigt sich, ob Sub wirklich Achtung vor Dom hat, denn dieser sollte alles festhalten und sich diesen Prozessen der Erziehung ernsthaft stellen. Nur so können diese sehr wichtigen und oft unbewusst ablaufenden Meilensteine der Disziplinierung ihre volle Wirksamkeit entfalten.

Ein Strafbuch soll auch nicht unbedingt Spaß machen und Freude schenken. Es soll durch das Niederschreiben ein Bewusstwerden implizieren über Gewesenes und über das Empfangen von daraus resultierenden Konsequenzen. Anstatt Strafbuch kann es auch Reflektions- oder Findungsbuch genannt werden, denn letztendlich ist das Erleben des Aufschreibens und nochmaligen Durchlesens und des Vortragens dieser Niederschriften vor Dom ein sehr klares Herangehen und Aufzeigen von persönlichen Strukturen und Denkmustern, die es in der Erziehung aufzuzeigen und anzugehen gilt. Nimmt Sub das Strafbuch ernst, nimmt sie auch ihren Dom ernst und vor allem die eigene Submission. Dieser wiederrum vertraut in Sub, um dass Sub ehrlich aufschreibt und kein Schauspiel darstellt, welches Dom`s Verhalten im schlechtesten Fall manipulieren soll.

Manipulieren? Ja, genau das. Steht Sub auf Schläge, könnte dieser doch Vergehen erfinden, um in den Genuss derer zu kommen. Oder Sub empfängt diese lieber nicht und verschweigt deswegen Vergehen gegen zuvor vereinbarte Regeln. Auch dies stellt eine ernstzunehmende Beeinflussung der Erziehungsmaßnahmen dar und beleidigt Dom und ehrt letzten Endes weder Dom noch Sub.

Von daher stellt ein Strafbuch auch immer einen Gradmesser für die wirkliche Substanz und Ernsthaftigkeit ein jeder submissiven Verbindung dar. Macht Euch dies bitte vor Anwendung dieses Disziplinierungsmittels bewusst. Ob von allen Beteiligten oder von einzelnen gewünscht, ein Strafbuch kann Zeiten der Trennung sehr interessant und anregend gestalten und bereichernd überbrücken. Sei es nun innerhalb einer Übergangsphase zwischen zwei Treffen oder im Rahmen einer Online-Erziehung, ein Strafbuch kann ein äußerst reizvolles Mittel der Erziehung und Formung darstellen.

Ein Tipp für Euch:

Bitte verzichtet dabei jedoch auf die Handhabung von Beweismitteln wie zum Beispiel den gerne angewandten Beweisbildern. Warum? Beweismedien sollen dem Namen nach etwas beweisen, also sicherstellen. So oder so sind Beweisvorgänge immer Misstrauensvoten an den anderen gerichtet nach dem Motto: „Zeige mir, dass du es gemacht hast!“ Sub wird es von sich aus wollen und genießen, Dom mit seinen Mitteln zu erfreuen und Doms Vertrauen mehrfach auf seine ureigene Art und Weise wertzuschätzen. Dies liegt in der submissiven Natur eines jeden Subs. Je weniger Dom einfordert, desto mehr bekommt dieser aus freien Stücken von Sub. Einfach mal ausprobieren und neue Wege gehen!

Gastartikel: Das erste Mal bei einer Escort-Dame

Den folgenden Gastbeitrag reichte mir ein junger Mann ein, der die Menschen daran teilhaben lassen möchte, wie er sein erstes Mal Sex mit 18 Jahren mit einer Escort-Dame erlebte.

Damit möchte er nicht die Sensationsgier der Leute stillen, sondern Mut machen, zu seinen Gefühlen zu stehen und das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mut wird oftmals belohnt! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle dem Autor des Gastartikels, der gerne anonym bleiben möchte.

Alle handelnden Personen in der Erzählung sind mindestens 18 Jahre alt. Bitte nur Erwachsene lesen, danke!

Liebe Grüße

Eure Julia

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FSK 18

Gastartikel:

Meine Geschichte handelt von meinem ersten Mal im doppelten Sinne. Es war meine erste sexuelle Erfahrung und dazu noch im Escort-Bereich. Angefangen hat es, als meine damalige Freundin und ich uns getrennt haben. Zu diesem Zeitpunkt war ich 18, und aufgrund verschiedener Dinge kam es bis dahin leider nicht zum ersten Mal.

Also fing ich an im Internet nach Anzeigen zu schauen, weil ich nun endlich diese Erfahrung machen wollte. Habe lange überlegt, ob ich diese Erfahrung wirklich so sammeln möchte, was ich im Nachhinein überhaupt nicht bereue.

Zurück zum eigentlichen Thema. Nach längerer Suche bin ich fündig geworden. Ich erklärte ihr die Situation, und sie zeigte großes Verständnis. Ein paar Nachrichten später war es klar, dass ich mit dieser Frau mein erstes Mal haben möchte, und so machten wir ein Treffen aus. Vor lauter Aufregung hab ich das erste Treffen in den Sand gesetzt und dachte schon, das wars. Aber nein, sie gab mir eine zweite Chance, die ich diesmal warnahm.

Kurz vor dem Klingeln bei ihr.

Vor der Haustüre angekommen wollte ich vor Nervosität schon wieder gehen, doch ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und klingelte. Eine liebevolle Stimme bat mich herauf zu kommen. Oben angekommen öffnete sie mir die Tür, und was soll ich sagen? Einfach ein Traum. Lange, dunkelbraune Haare, ein super süßes Gesicht, dazu eine üppige Oberweite und einen Po, der prall und knackig wie ein Apfel war.

Ich betrat die Wohnung und nahm auf der Couch im Wohnzimmer Platz. Total nervös und mit beginnender Erektion saß ich nun da, und sie setzte sich neben mich. Wir unterhielten uns, sie fragte mich noch einmal, ob ich mein erstes Mal wirklich so möchte und ich dürfte mich nicht verlieben. Fasziniert von ihrem Körper war ich wie benommen, und sie bemerkte schnell meine Schwellung in der Hose. Also fragte sie, ob ich bereit wäre und wo es mir am liebsten wäre.

Ich entschied mich für das Schlafzimmer.

Zuerst ging es ins Bad frisch machen. Langsam befreite sie mich von meinen Klamotten, küsste meinen Körper, bis ich nur noch in meiner Unterhose vor ihr stand. Als sie plötzlich mit ihrer Hand nach meinem Penis griff, stellten sich mir alle Haare auf. Sie zog meine Unterhose aus,  und so stand ich wie von Gott geschaffen vor ihr. Mein Penis platzte schon fast vor Geilheit, und ich hoffte nicht allzu schnell zu kommen. 

Aus dem Nichts fing sie an, ihn in den Mund zu nehmen und mit ihrer Zunge zu bearbeiten. Im Gespräch vorhin meinte sie zwar, dass sie gerne bläst, aber hey ich dachte nicht, dass es so geil wird.

Es war unbeschreiblich! Sie wusste genau, was ein Mann braucht.

So standen wir im Badezimmer, und sie bearbeitete abwechselnd mit ihrer Hand und Zunge meinen Penis. Auch meine Eier kamen nicht zu kurz. Es war einfach wunderschön. Nach einer Weile merkte sie, dass ich es nicht mehr lange halten würde, und so zog sie mich an meinem Schwanz ins Schlafzimmer, wo ich sie endlich näher betrachten konnte.

Sie zeigte auf ihren Po mit der Aufforderung, ihren Slip auszuziehen.

Ich weiß noch, wie sie meinte: „Nicht dass es dir gleich kommt“. Ich griff mit meinen Händen nach ihrem Arsch und zog ihren Slip herunter.  Ich knetete ihre Arschbacken und gab ihr Küsse. Als sie sich aufs Bett legte und ihr Oberteil freimachte, erstrahlte sie in ihrer ganzen Schönheit. Unbeholfen stand ich da, und sie zeigte auf ihre Vagina. Ich fragte verlegen, ob ich sie fingern, bzw. lecken dürfte.

Sie erwiderte mit der Antwort: „Sehr gerne“, und so begann ich meinen Finger langsam in ihre Muschi zu schieben. Sie zeigte mir, wie ich am besten Hand anlege. Nach kurzer Zeit vergrub ich mein Gesicht zwischen ihren Schenkel und begann sie zu lecken.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl. So schön warm und weich.

Ich weiß nicht, ob es mir eingebildet habe, aber ich glaube, sie war trotz meiner Unerfahrenheit erregt und begann schwerer zu atmen. Nach einer gefühlten Ewigkeit nahm sie meinen Kopf und fragte, ob ich nun bereit wäre. Ich antwortete in Trance: „Klar“. Sie griff in ihrer Kommode nach einem Kondom, dass sie mir überzog. 

So lag ich nun auf ihrem Bett und war kurz davor, meine Jungfräulichkeit zu verlieren.

Als sie sich dann langsam näherte und meinen Penis vor ihrer Vagina platzierte, wusste ich mir nicht zu helfen. Dieser Anblick war zu schön. Wie sie auf mir saß und mich verträumt anschaute. Sie merkte meine Aufregung und flüsterte mir nur ins Ohr: „Keine Sorge, versuch nur nicht direkt zu kommen“. Leichter gesagt als getan bei meiner Geilheit.

Und dann war es soweit: Sie senkte ihr Becken herab, und mein steifer Schwanz drang in ihre Vagina ein.

Es war eine totale Reizüberflutung. Noch nie überkamen mich solche Gefühle. So warm, weich und schön. Sie bewegte sich auf und ab, während ich völlig unbeholfen da lag. Ich versuchte, mich mit ihr im Rhythmus zu bewegen, was leider nicht direkt so funktionierte. Aber das war nicht schlimm, denn meine Prinzessin wusste ja, dass ich in dem Moment das erste Mal mit einer Frau Sex hatte und übernahm die Führung. 

Es war einfach nur geil.

Durch die Spiegel konnte ich schön sehen wie sie auf mir ritt, langsam und sicher dem Orgasmus entgegen.  Mir fiel es sichtlich schwer nicht zu kommen, und so kündigte ich an, dass es gleich so weit wäre. Völlig unbeirrt erhöhte sie das Tempo, und ich griff zusätzlich nach ihrem Busen.

Plötzlich überkam es mich und ich spritzte drei bis vier starke Male in den Gummi. Sie blieb auf mir sitzen und küsste mich, bis mein Kleiner schlaff war. Wir lagen in ihrem Bett und kuschelten noch eine Weile, während ich es einfach genoss, mit ihr nackt da zu liegen. Nach einer gefühten Ewigkeit fragte sie, ob ich nochmal könnte und bereit wäre für eine zweite Runde. „Natürlich, nichts lieber!“, antwortete ich. So führte sie mich mit halber Erektion ins Bad zum Frischmachen. Danach ging es direkt wieder ins Schlafzimmer, wo sie ihn mit einem traumhaften Blowjob zum Stehen brachte wie eine Eins. Also Gummi drauf, und ich konnte es kaum erwarten, dieses geile Gefühl wieder zu erleben. Dieses Mal legte sie sich mit halb gespreizten Beinen aufs Bett und deutete darauf, dass ich zu ihr kommen sollte.

Total hilflos legte ich mich über sie, und sie platzierte meinen Penis vor ihrer Vagina.

Als ich schließlich in sie eindrang, versuchte ich die typischen Bewegungen zu machen, was leider nicht direkt funktionierte. Sie half mir mit einem Tipp und dann lief es. Es war einfach unbeschreiblich, wie ich das erste Mal mit einer Frau in der Missionar-Stellung Sex hatte. Ich rammelte drauf los, und ein paar gefühlte Sekunden später füllte sich wieder das Gummi. Wie gerne hätte ich in der Stellung Stunden auf ihr ihr liegen bleiben können, doch bevor mein Penis schlaff wurde, bat sie mich ihn rauszuholen, dass nicht noch etwas passiert. So lagen wir dann noch ein paar Minuten im Bett, wo wir redeten und kuschelten.

Gastartikel: Die Zeit nach meinem Escort-Besuch

Der Gastautor, der anonym bleiben möchte und uns an seinem ersten Mal mit 18 Jahren mit einer Escort-Dame teilhaben ließ, verfasste einen Brief für alle Leser.

In diesem Brief möchte er uns schildern, wie es in seinem Leben nach dem intensiven Erlebnis seiner Entjungferung weiterging.

Vielen lieben Dank dem Gastautor für seinen Brief und seine Zeit.

Bitte nur Erwachsene lesen, danke.

Liebe Grüße, Julia

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FSK 18

Der Brief des Gastautors:

Ohje, ich hab jetzt nicht mit so Reaktionen gerechnet im positiven Sinne. Danke sehr!


Kurzum, die Vorteile meiner Entjungferung mit einer Escort-Dame waren offensichtlich. Weiter ging es eigentlich ganz ehrlich gesagt nur mit einer kurzen Zeit und einer längeren Beziehung, wo der Sex einfach Katastrophe war, weil was soll ich sagen? In meinem Alter sind die meisten entweder total geil oder was ich eigentlich gar nicht gesucht habe. Das, was ich gesucht habe, hat darin geendet, dass sich die Mädchen erst selbst finden mussten. Charakter aus Gold, aber dadurch das sie einfach verklemmt waren und nicht ansatzweise wussten, was sie wollten und nicht zu ihrem Körper standen, endete es in „guten“ Freundschaften.

Ich bin auch nicht krampfhaft auf der Suche, weshalb da nicht so viel bei raus kam. Was auch besser ist, weil entweder ergänzt es sich und passt oder eben nicht. Aber ja, sexuell ist es in meinem Alter schwer, weil umgekehrt bringt es mir auch nichts, wenn ich das Mädchen liebe, man sich Zukunft vorstellt, und sie wollen nur Sex oder Materielles.

Im Bereich Pay Sex hab ich es ein paar Mal danach wieder probiert, aber das ist halt wirklich nur für den schnellen Druckabbau. Klar, bei meinem Escortgirl und mir war es auch Geld gegen Sex, aber ehrlich? Kann man halt nicht miteinander vergleichen.

Wenn ich mit Kollegen im Laufhaus, Bordell, etc. war ist es einfach komisch, weil alles nach dem Eieruhr-Prinzip funktioniert. Für die einen ist es was, für die anderen eben nicht. Aber im Endeffekt ist es auch nicht schlimm, weil hey, ich bin zwar irgendwo ein Mann mit Trieb, aber nicht um jeden Preis muss ich mir sowas geben. Und der Scheiß war einfach oder ist bis heute, dass ich bedingt durch den Tod meiner Mutter schwer klar komme mit allem.

Sie ist jetzt seit fast 4 Jahren tot, und trotzdem vergeht kein Tag, wo ich nicht auf dem Friedhof bin und an sie denke. Gehört jetzt auch nicht hier her, aber das Gesamte macht es eben schwer. Auch durch Selbstständigkeit usw. habe ich gar nicht die Zeit und Lust, so auf die Suche zu gehen. Wie gesagt, wenn der Druck zu groß wird, geht’s halt schnell wohin, aber genauso schnell hat man die Begegnung wieder vergessen.


Und das können Sie mir jetzt glauben oder nicht, aber es ist gut so wie es ist, weil meistens scheitert es bei Menschen daran, dass sie Dinge erzwingen wollen, egal ob die große Liebe, Wohlstand oder sonst etwas. Sobald man etwas erzwingt, wird des nichts.

Und zuletzt hab ich die Arschkarte gezogen, dass bei mir das Beste zuerst kam und nicht zum Schluss, wie man sagt. Dachte damals auch, wenn es gut läuft, bin ich nach dem Treffen mit der Escort-Dame einfach keine Jungfrau mehr und alles ist gut. Mann ich konnte damals doch nicht wissen, dass mit ihr gleich das Beste kommt.

Klar wird noch viel passieren, aber sie hat halt die Messlatte zu hoch gelegt, und ich meine es in jeder Hinsicht.

Ob vom Wesen, Charakter oder Sex, wenn ich es vergleiche und das sollte ich nicht, wird es glaube ich schwer, so jemanden zu finden. War einfach alles zu schön, und ich weiß nicht, ob es am naiven Alter lag oder weil es das erste Mal war. Ich weiß nur, dass es super war. Und bevor ich hier einen Liebesbrief schreibe, muss ich mich selbst bremsen. Habe ja schon gesagt, sie hat alles richtig gemacht. Und ob wir uns je wieder sehen, überlasse ich ihr natürlich. Klar gäbe es nichts Schöneres, wie wenn wir einfach zusammen Sex hätten und sie mir Sachen zeigt, wo sie in meinem Alter dafür einfach nicht offen sind, aber es muss eben nichts sein.


Ich sag immer, Gott gibt und Gott nimmt, und alles was ich bekomme, nehme ich dankend an und hinterfrage nicht, was er für mich auf meinem Weg bereit hält.

Es gibt auch Menschen, die nicht allein sein können und immer einen Partner brauchen, aber ich habe meine Familie und ein paar sehr gute Freunde. Ich mag es nicht nicht zu wissen, woran man bei Menschen ist. Heutzutage ist es alles schwierig geworden, egal ob mit der Ehrlichkeit oder sonst was.

Katastrophe mit mir, Sie merken es ja selbst.

Auf jeden Fall schön, dass es so eine Resonanz auf den Beitrag gab!

BDSM-Poesie: Liebesbrief einer Sub

FSK 18

Und so schrieb eine glückliche Sub ihrem geliebten Herrn:

„Oh ja – Mein Geist pulsiert, sie erregen mich wahnsinnig.
Meine Mitte pocht stumm und leicht schmerzend für Ihren Herrn…
Sie sehnt Euch Herr.
Eure Essenz ruft mich…
Eure Narben sehnen meine Küsse und zarten Berührung meiner Finger.
Ich begehre diese Eure Narben.
Sie zeigen mir, dass Ihr lebt und überwunden habt – Eure wahre Stärke…
Dann erst kommt die Peitsche.
Die nichts wäre, schlapp und kraftlos, ohne die Kraft Ihres Ausführenden und Herrn.
Mein Herr…
Wie schön Ihr seid.“

Narben, die vom Leben erzählen – meine Kaiserschnittnarbe

Vor der Zeit meiner Schwangerschaften machte ich mir nie wirklich darüber Gedanken – über die Körperregion zwischen Bauchnabel und Schambereich. Eher über die Stelle oberhalb meines Bauchnabels, da ich dort bereits eine Narbe trug. Als Kleinkind hatte ich ein Geldstück verschluckt, da ich dieses mit Schokoladen-Spielgeld verwechselte. Dem aufmerksamen Blick meiner Mutter entging dies zum Glück nicht, denn es geschah während dem Einkaufen. Als ich mich dann im Anschluss begann zu übergeben und damit nicht mehr aufhörte, brachten mich meine Eltern ins Krankenhaus. Nach der Diagnose wurde mir die Münze wieder entfernt, welche sich in einer inneren Gewebefalte verfangen hatte und somit vom Körper nicht ausgeschieden werden konnte. Deshalb der immer wiederkehrende Würgereiz, mit welchem sich mein Körper letztendlich befreien wollte.

Zu dieser Zeit wurden die Operationen an Kleinkindern noch nicht endoskopisch oder über den Weg durch die Speiseröhre durchgeführt, und die Ärzte wollten damals kein unnötiges Risiko eingehen, denn die Stelle, an welcher sich die Münze verzwackt hatte, war wohl scheinbar recht ungünstig für mich. So schnitten die Ärzte meinen Bauch auf und entfernten das verschluckte Geldstück. Erinnern kann ich mich nur noch daran, dass ich fürchterlich weinen musste, da meine Eltern nicht bleiben durften. Seinerzeit gab es keine Elternbetten auf Stationen, und die Eltern und Bezugspersonen der kleinen Patienten wurden nach Hause geschickt. Diese traumatische Trennung führte dazu, dass ich lange Zeit im Umgang mit Ärzten Probleme hatte, wirklich Vertrauen fassen zu können. Ein weißer Kittel löste lange Zeit unvermitteltes Unwohlsein in mir aus und das vollkommen unabhängig des Arztes, der diesen trug oder des medizinischen Vorgangs. Heutzutage agieren beispielsweise viele Ärzte in Untersuchungen mit Kindern ohne weißen Kittel, sondern in gewöhnlicher Kleidung, um den Kindern keine Ängste zu bereiten. Mittlerweile geht es bei mir mit meiner Phobie jedoch wieder und ich konnte mein Kindheitstrauma dahingehend aufarbeiten.Ein Teil dieser Aufarbeitung war das Friedenschließen mit der Narbe, die nach dieser Operation zurückblieb.

Narben sind Zeitzeugen und erinnern ein Leben lang an Ereignisse, Unfälle oder (überstandene) Krankheiten.

Mein Weg in dieser Hinsicht war dieser, mir ein Bauchnabelpiercing verpassen zu lassen, welches auf diese Körperstelle hinweist und zugleich diese hervorhebt und betont. Ich weiß noch, dass mich die freundliche Piercerin mehrmals fragte, ob ich mir über die Tatsache im Klaren sein würde, dass das Piercing den Blick auf diese Narbe lenkt.

So machte ich aus der Not eine Tugend und trug stolz meine Bauchnarbe zur Schau, funkelnd unterstützt durch einen schimmernden Stein im Nabelpiercing. Später gesellte sich noch ein zweites Bauchnabelpiercing hinzu, so dass ich ober- und unterhalb des Nabels Schmuck trug. Dann kamen meine Schwangerschaften und meine Fehlgeburt dazwischen, so dass es mir ein Bauchnabelpiercing einbüßte und sich eine Kaiserschnittnarbe hinzugesellte. Eigentlich wurde ein Kaiserschnitt zweimal bei mir vorgenommen, doch ich hatte großes Glück an eine sehr fähige Gynäkologin zu gelangen, welche den zweiten Schnitt exakt in der bereits vorhandenen Naht durchführte und sehr gekonnt diesen erneut vernähte. Im Nachhinein bin ich ihr für ihre Voraussicht sehr dankbar, dass sie nicht einen unabhängigen Schnitt setzte, sondern sich des ersten bediente, um ein kosmetisch gutes Ergebnis zu erzielen.

Solche Gedanken wurden mir jedoch erst im Nachhinein bewusst. Zur Zeit der Schwangerschaften war mir mein Aussehen im Grunde dahingehend völlig egal, als dass das Wohl des Kindes immer an erster Stelle stand. Ob ich dafür eine Narbe in Kauf nahm, war mir vollkommen und gänzlich unwichtig.

Nun befinde ich mich derzeit in der Zeit der körperlichen Regeneration, wie ich es ausdrücken würde. Mein Sohn ist mittlerweile abgestillt. Diesen Prozess der Ablösung von der Brust leitete er Stück für Stück selbst ein, als er zunehmend größer wurde. Über seine Bedürfnisse hinweg hätte ich niemals entschieden abzustillen, so lange es mir gesundheitlich möglich gewesen wäre. So war der Lauf der Dinge, und allmählich beruhigt sich mein Körper in Bezug auf seine hormonelle Lage wieder. Schwangerschafts- und Stillhormone sind sehr mächtig und führen allerlei physische und psychische Symptome mit sich. Einige davon sind schön, viele davon sind es leider allerdings weniger, zumindest rückblickend aus meiner Erfahrungswelt betrachtet.

Wenn sich nun alles wieder eingespielt, beruhigt und eingependelt hat, wird eines ein Leben lang bleiben: meine Kaiserschnittnarbe.

Noch als alte Frau werde ich vor einem Spiegel diese anblicken können und daran erinnert werden, dass ich einst Leben schenkte. Auch wenn ein Kaiserschnitt heutzutage oftmals schnell angeboten wird, um alle Risiken für Mutter und Kind auszuschließen und der Mutter Schmerzen zu ersparen, so ist er nicht zuletzt verantwortlich dafür, dass viele Kinder gesund zur Welt kommen dürfen. Noch vor fünfzig Jahren wären diese Kinder vermutlich während den Wehen verstorben oder unwiderruflich durch zum Beispiel Sauerstoffmangel während der Geburt geschädigt worden. Eine Querlage oder eine Nabelschnur, in welcher sich das Kind verfangen hat, können eine normale Geburt unmöglich machen und schlimme Konsequenzen nach sich ziehen.

Insofern ist der Kaiserschnitt aus der modernen pränatalen Medizin nicht mehr wegzudenken und überwiegend als Segen und Lebensretter für Mutter und Kind zu betrachten. Was bleibt ist eine Narbe. Manchmal zieht diese auch Unempfindlichkeiten und Taubheitsgefühle innerhalb der Körperregion nach sich, wie es bei mir danach auch einige Zeit der Fall war. Doch glücklicherweise vergingen diese dumpfen taktilen Unempfindlichkeiten wieder, und nun ist es von diesem Aspekt her wieder wie zuvor. Obwohl – nicht ganz.

Die Narbe teilt Weichgewebe an einer Stelle, an welcher nicht alle Frauen sehr schlank sind. Somit hebt sich das Unterhautfett ober- und unterhalb der Narbe hervor, was optisch etwas unschön wirken kann, zumindest durch meine Augen in Bezug auf meine Narbe betrachtet, nicht im Generellen gemeint. Doch es ist nun einmal so und es führt meiner Meinung nach wohl kein Weg daran vorbei, sich auch mit diesem Zeitzeugen zu akklimatisieren und Frieden zu schließen. Denn wäre diese Narbe nicht, hätte ich ganz bestimmt niemals meine Tochter lebend in meinen Armen halten können und vielleicht auch nicht meinen Sohn.

Bei meinem Sohn war die Geburt offen, doch da bereits ein krankes Kind da und er laut Ultraschall groß und bereits überfällig war, rieten die Ärzte zu einem Kaiserschnitt, um das Risiko für das Kind minimal zu halten. Einen Tag vor dem geplanten Kaiserschnitt setzten bei mir die Wehen ein, und mein Sohn erblickte während diesen per Kaiserschnitt das Licht der Welt.

Schon seit längerem fällt mir auf, dass ich auf den wenigsten Fashion- und Aktbildern Kaiserschnittnarben sehe. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich ein Modell in Unterwäsche, Bikini oder Akt sah, welches eine solche Narbe trug. Da dieser Eingriff jedoch sehr oft durchgeführt wird und ich mir nicht vorstellen kann, dass so viele Frauen keinen Kaiserschnitt hatten, liegt bei mir die Vermutung nahe, dass eine vielleicht vorhandene Narbe der Bildbearbeitung zum Opfer fiel und wegretouchiert wurde.

Wie erlebt Ihr das? Mögt Ihr mir Eure Meinung zu diesem Thema sagen?

Ich würde gerne vielen Frauen das Gefühl nehmen können, ihre Kaiserschnittnarbe verstecken oder als Makel betrachten zu müssen. Vielleicht auch – das wäre mein größter Wunsch – mit dieser ein Stück weit Frieden zu schließen, wie ich es gerade bei mir selbst tue. Von daher würde ich mich über eine rege Beteiligung und viele Rückmeldungen sehr freuen und hoffe damit viele Frauen erreichen und ansprechen zu können.

Wer möchte, schreibe mich bitte direkt auf meiner Webseite an. 

In meiner Rubrik „Gastbeiträge lieber Menschen“ würde ich gerne Eure Erfahrungen, Ansichten und Meinungen diesbezüglich veröffentlichen. Dies kann vollkommen anonym, teilanonym oder mit Klarnamen erfolgen, ganz wie Ihr es wünscht. Die möglichen Bilder Eurer Beiträge müssen dabei bitte von Euch persönlich stammen oder mit der Herkunft derer gekennzeichnet sein. Das Urheberrecht über Eure Texte bleibt dabei weiterhin Euch selbst behalten, auch nach einer Veröffentlichung auf meiner Webseite.

Nun würde ich mich über Euer Echo hinsichtlich meiner Gedanken und ins Leben gerufenen Aktion wahnsinnig freuen!

Denn ganz ehrlich:

Darf eine Kaiserschnittnarbe denn nicht gezeigt werden? Lebensretter sind doch keine Makel!

Eure Julia