Gastartikel erotische Kurzgeschichte: „Feierabend“

Ein wundervoller Lesegenuss des Gastautors „Steven“, der uns hier mit einer erotischen Geschichte verwöhnt. Vielen lieben Dank dem Gastautor für das Schenken seiner spannenden Gedankenreise!

Bitte nur Erwachsene lesen – FSK 18. Gastbeiträge als auch meine Beiträge unterliegen dem Urheberrecht und dürfen ohne Erlaubnis des Autors nicht vervielfältigt werden. Danke.


Beginn Gastartikel – FSK 18:

Jack saß in seinem grauen Anzug gekleidet in dem britischen Ledersessel vor dem Kamin.
Er trank einen Cinzano Tonic mit Eis und genoss sichtlich seine Zigarette, als die Tür aufging und seine Frau hereinschlenderte.

„Alles gut Jack?“ Fragte sie ihn und ging langsam auf ihn zu.

Er schaute sie an und fragte: „Friseur, Schuhgeschäft?“

„Friseur und Fußpflege, sonst nichts, mein Lieber.“ Entgegnete sie ihm.

„Du willst doch auch, dass ich morgen auf der Cocktail Party gut aussehe, nicht wahr Schatz?“

Jack musterte sie von oben bis unten. Keine Regung zeigte sich in seinem Gesicht.

Dann stellte sie ein Bein auf die Lehne vom Sessel, legte ein laszives Lächeln auf und rollte ihren halterlosen Strumpf langsam nach unten. Jack genoss den Anblick, verharrte dennoch in einer stoischen Ruhe. Schnell wechselte sie das Bein und wiederholte den Vorgang mit dem anderen Strumpf und dem gleich heißen Lächeln.

Als der Strumpf unten war, stieß sie ihn ab, in dem sie ihn leicht auf seinen Schoss kickte. Jetzt wies sie ihn auf die wunderschönen Beine und lackierten Zehen hin, während sie ihren Oberkörper leicht zurückfallen lies, ihr Haar öffnete und den Kopf leicht aufschüttelte.

Nun sah Jack ihre wunderbaren langen Beine und das betörende Rot der neuen Nägel, während ihm ihr orientalisch duftendes Parfüm in die Nase stieg. Jack musterte diese Szene für einen Moment, nahm noch einen tiefen Zug an seiner Zigarette, bevor in ihm die Begierde aufstieg.

Blitzschnell drückte er die Zigarette aus, sprang wie ein Tiger auf der Jagd auf, packte sie fest, dennoch behutsam am offenen Haar und…

Geschrieben von: Steven

Symbolbild

Meine Fetisch-Kurzgeschichte: Der Himmel des lieben Marie

FSK 18 – Bitte nur Erwachsene lesen, danke!


„Das ist ja ein Mann! Was ist denn das für ein Spinner?“

Spätestens jetzt waren alle Blicke der Wartenden an dieser Bushaltestelle auf Egon gerichtet. Er spürte, wie sich heiße Röte auf seinen Wangen ausbreitete und ihm der Schweiß ausbrach und den Rücken hinablief. Mitleid vermischte sich mit Verwirrung, Verwirrung wurde zu Ungläubigkeit, Ungläubigkeit mündete in Aggression.

„Was für eine Tunte! Na, braucht die Sissi mal was Richtiges?“ Die vulgäre Unverschämtheit wurde begleitet von einer unmissverständlichen Geste. Der stämmige Mann mittleren Alters fasste sich demonstrativ in den Schritt seiner Stoffhose und grinste Egon höhnisch an. Dabei entblößte er seine gelben Zähne, die sich wohl von jahrelangem Rauchen und mangelnder Pflege verfärbt hatten. Ein widerlicher Kerl! Dennoch genoss er die Zustimmung im Bad der Menschenmenge, die sich allmählich immer dichter um das Geschehen tummelte und missmutiges Gemurmel verlauten ließ.

Der ungehobelte Typ blähte seine beleibte Brust auf, stemmte seine feisten Arme in die Seiten seines dunklen Anzugs und setzte sein gehässiges Spotten ungeniert fort. Sein aufgequollener Finger zeigte direkt auf Egon, als er boshaft spie: „Solche Freaks wie du gehören doch weggesperrt! Wer braucht schon solche Abartigen wie dich!“

Um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen, stieß er mit einem seiner ledernen Halbschuhe die blonde Perücke wie einen Fußball mit Schwung von sich fort. Diese war Egon zuvor verrutscht und auf den Boden gefallen, genau vor seine cremefarbenen Pumps. Immer mehr Schaulustige blieben stehen und gesellten sich zu dem ungewöhnlichen Treiben hinzu, das sich an der Bushaltestelle allmählich verdichtete. Die umstehenden Leute grölten immer lauter, gestikulierten wild mit den Armen und blickten auf Egon, als sei er irgendein lästiges Insekt, das es zu verscheuchen galt. Egon war wie gelähmt. Er hatte schon des Öfteren Bekanntschaft mit kaltem Hass und rigider Ausgrenzung machen müssen und wollte aufbegehren und sich gegen den Hetzer und den Mob behaupten, doch es gelang ihm nicht. Alle Kraft war ihm auf einmal entwichen. Wie gejagtes Wild kauerte er in der Mitte der Ansammlung, unfähig, auch nur eine Silbe der Verteidigung zu erwidern und den unmöglichen Denunzianten zur Rede zu stellen.

„Ich brauche ihn!“, ertönte plötzlich eine wohlklingende, weibliche Stimme. Ob denn diese nicht schreiend ertönte, ließen die darin verborgene Autorität und Bestimmtheit die Versammlung augenblicklich verstummen. Neugierig drehten sich die Köpfe der Anwesenden in die Richtung, aus der die liebliche Stimme erklang. Wie durch Zauberhand teilte sich die Formation und bildete ein Mittelgang, durch den eine hochgewachsene, schlanke Frau schritt. Als sie auf ihrem Weg die blonde Frauenperücke passierte, bückte sie sich in einer grazilen Bewegung und hob diese anmutig auf. Ihre rot lackierten und perfekt manikürten Fingernägel strichen in einer zärtlichen Geste durch das Kunsthaar. Versonnen lächelnd blickte sie auf die Haarsträhnen. Wie seiden sie sich anfühlten. Da hob die Frau ihren Blick zu Egon, grinste keck und ging entschlossenen Schrittes auf ihn zu. Ihre grünen Tiefen schimmerten liebevoll, als sie ihm seine Perücke reichte. Egon erwiderte ihren wohlwollenden Blick mit einem dankbaren Lächeln und erhob sich unsicher aus seiner gebeugten schutzsuchenden Haltung, die er im Kreuzfeuer seines Widersachers unbewusst eingenommen hatte.

Die Frau war eine ausgesprochene Schönheit. Sie trug auffällige, mit Nieten besetzte High-Heels, die ihre Körpergröße provozierend hervorhoben. Ihre anthrazitfarbene Netzstrumpfhose und ihr enganliegender, schwarzer Bleistiftrock verliehen ihrer kurvigen Figur einen eleganten Charme und eine einladende Attraktivität. Ihre stille Präsenz wirkte deeskalierend auf die aufgepeitschte Situation und brachte das zuvor aufgebrachte Gemurmel der Leute augenblicklich zum Erliegen. Bewundernde Blicke folgten dem Gang der Frau und begleiteten diesen wie das Klackern ihrer Pfennigabsätze.

Als sie bei dem untersetzten Stimmungsmacher ankam, hob sie eine fein geschwungene Augenbraue und musterte den Mann mit unverhohlener Abscheu. Er war ihr nicht unbekannt. Einmal hatte sie von ihm eine Anfrage für ein spezielles Treffen erhalten, da ihm ihre Dienste von einem Bekannten empfohlen wurden. Sunny, so hieß die eloquente Dame, erinnerte sich, dass ihr die Anfrage und vor allem der Mann, der dahinterstand, spontan unsympathisch war. Ihr Gefühl riet ihr damals, von seinem Gesuch Abstand zu nehmen. Scheinbar hatte sie ihre Intuition nicht getäuscht.

Die Situation wirkte umso einnehmender, da Sunny den ungehobelt auftretenden Mann um Kopflänge überragte und diesen ihre körperliche Überlegenheit betonten Blickes spüren ließ.

„Gibt es hier irgendwelche Probleme?“, fragte sie bestimmt. Zunächst hielt der Fiesling ihrem strengen Blick stand. Er maß abschätzend und mit unverhohlener Gier ihre Erscheinung und tastete ihre weiblichen Attribute länger als notwendig mit forschen Augenblicken ab. Doch dann änderte sich etwas im Ausdruck des Mannes. Er hatte ihre mentale Überlegenheit erkannt.

Sunny sah den fliehenden Ausdruck in den blauen Augen des gedrungenen Mannes und jubelte innerlich. Der Hanswurst war eingeknickt. Jetzt würde sie ihn gänzlich erniedrigen, wie er es zuvor mit ihrem treuen Freund und Kunden Egon getan hatte. Solche Besserwisser benötigten eine Lektion. Im besten Fall würde die Wirkung ihrer Demütigung eine Weile anhalten und den Mobber stillsetzen. Leider würde der Nachhall der seelischen Verletzungen, die er Egon zugefügt hatte, wohl ein Leben lang andauern. Verdammtes Schwein!

Und so setzte Sunny an und holte dabei ihr Handy hervor: „Vielleicht sollte ich auch die Polizei rufen, um diesen Vorfall zur Anzeige zu bringen?“ Nachdem sie sich mit einem prüfenden Blick durch die Runde der Aufmerksamkeit der Sensationsgierigen sicher war, fuhr sie nach einer kunstvoll inszenierten Pause fort: „Warten Sie, sind Sie nicht der Herr Vorsitzende des Gerichts? Das passt ja wunderbar, dann kann Ihre Frau die Strafanzeige für Sie bearbeiten! Das bleibt dann sozusagen in der Familie! Ihre Angetraute arbeitet doch noch im entsprechenden Sekretariat?“

Sunny hatte noch nicht zu Ende gesprochen, da war der unangenehme Zeitgenosse auch schon aus ihrem Sichtfeld in der Menschenmenge verschwunden, die sich nun ebenso schnell verflüchtigte, wie sie aufgetreten war. Ihre bordeauxfarbenen Lippen verzogen sich zu einem zynischen Grinsen. Dieser Mistkerl hatte eine nette Frau, die sie ab und an in einem gehobenen Friseursalon antraf. Wie sie den Gesprächsfetzen bei diesen Zusammentreffen entnehmen konnte, hatte sich die Ehefrau wohl erst kürzlich einen aufmerksamen Liebhaber genommen. Sie brüstete sich fröhlich damit, wie sie ihrem Ehemann regelmäßig die Hörner aufsetzte.

Nun denn, das Beziehungsleben anderer Leute ging sie nichts an. Sunny war keine indiskrete Frau und schätzte und gab Privatsphäre. Was ihr ihre Kunden erschöpft keuchend und nach Luft ringend in den intimen Momenten ihrer erotischen Arrangements über ihre Partnerinnen erzählten, behielt sie grundsätzlich für sich.

Mit Zornesfalten auf der Stirn schimpfte Sunny noch den Gehenden hinterher: „Schämt euch, nichts unternommen zu haben!“ Dann war sie mit Egon alleine.

Egon, einer ihrer besten Kunden, der im Laufe der vergangenen Monate auch zu ihrem Freund wurde. Wie schön er heute aussah, er hatte sich sehr viel Mühe gegeben. Versonnen betrachtete sie seine Erscheinung. Egon trug ein schwarzes Kleid mit Blümchenmuster, kombiniert mit einer beigefarbenen Strumpfhose und den benannten cremefarbenen Pumps, in welche er gerade wieder schlüpfte. Eine lilafarbene Handtasche und Strassschmuck zierten sein Handgelenk, seine Finger und seine Brust. Die Linien des schicken Kleides zeichneten ein Bild von wohlgeformten, weiblichen Rundungen, die äußerst verführerisch wirkten. Komplettiert wurde das stilvolle Gesamtbild von der blonden Langhaarperücke, die nun wieder Egons Haupt zierte. Die formvollendete Weiblichkeit, gekonnt in Szene gesetzt.

Doch es war die Illusion einer Frau, denn ob denn sich Egon Marie nannte, wenn er diese schönen Kleider trug, war er biologisch gesehen ein Mann. Egon war ein Crossdresser. So werden Menschen bezeichnet, die gerne in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpften und sich dementsprechend kleideten. Sunny vermutete beim Anblick der inszenierten Kurven, dass Egon einen Ganzkörper-Silikonanzug unter der weiblichen Kleidung trug. Diesen oder Vagina-Höschen trug Egon bei ihren Sessions, wenn Sunny ihm eine ganz besondere Behandlung zukommen ließ. An den Silikon-Kleidungsstücken befanden sich Silikonbrüste und Silikonvagina. Der Träger derer konnte sich damit wie in einem realen Frauenkörper fühlen.

Der Weg dorthin war für Egon kein leichter gewesen, das wusste Sunny. In ihren gemeinsam verbrachten Sessions hatte er sich ihr vollkommen anvertraut und sie eingeladen, in die Tiefe seiner Seele einzutauchen. Bevor Egon zu Sunny fand, focht er so manchen inneren Kampf aus. Der bedeutsamste Moment war für Egon, sich seine ureigenen Bedürfnisse einzugestehen und diese aktiv auszuleben. Zunächst geschah das Praktizieren des Crossdressings ausschließlich hinter verschlossenen Türen. Dann rief er Sunny an einem schönen Sonntagmorgen, schlaftrunken und beschwipst, an. Er hatte zig Annoncen durchwühlt, bis er auf Sunny stieß. Ihm gefielen ihre Herzlichkeit und Natürlichkeit, er hatte sofort ein gutes Gefühl bei ihr.

Es vergingen weitere Wochen, bis Egon so viel Mut sammelte, sich bei ihr vorzustellen. Das war auch das erste Mal, dass er sich vor jemanden als Frau kleidete. Der Rahmen war ein geschützter, doch es war dennoch ein bedeutsamer Schritt gewesen.

Zudem war Egon vollkommen überrascht gewesen, dass Sunny nicht ausschließlich auf sexuelle Handlungen konzentriert war. Sie nahm sich Zeit für ihn, mehr als er ihr bezahlte. Hörte ihm zu, nahm aufrichtig Anteil. Zu keiner Zeit fühlte sich ihr Zusammensein als bloße Dienstleistung an. Sunny war Sexarbeiterin mit Leib und Seele, was wohl auch beinhaltete, Menschen zu lieben und sich für sie zu interessieren. Oftmals aßen sie auch zusammen Kuchen, den Egon für sie mitbrachte. Wenn Sunny Zeit fand, backte sie sogar und bezog seinen persönlichen Geschmack dabei mit ein.

So war die Sexarbeiterin zu einer lieben Freundin geworden, mit der er sich nicht nur sexuell, sondern auch menschlich sehr wohlfühlte. Egon vertraute ihr. Und sie war weise und lebenserfahren genug, um dieses Geschenk zu erkennen und wertzuschätzen. Sunny wusste zu gut, dass die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht käuflich waren, so abgehalftert das klingen mochte. Vertrauen war eines dieser Dinge. Es konnte niemals eingefordert werden oder vorausgesetzt. Es wuchs und bemaß sich an den Gedanken und Taten der Involvierten.

Wie schön Sunny heute wieder aussah, ging es Egon durch den Sinn. Und wie mutig sie sich für ihn einsetzte. Selbstloses Handeln wurde ihm sonst nicht zuteil. Um so mehr war er tief berührt von ihrem Auftreten ihm gegenüber. Verlegen richtete sich Egon seine Perücke und blinzelte Sunny mit erröteten Wangen an, die sein gut deckendes Make-up nicht vertuschen konnte. Sunny erwiderte liebevoll sein Lächeln und begann, nach etwas in ihrer Handtasche zu suchen.

Ihr Lächeln wurde spitzbübisch, als sie Egon ihren Lippenstift reichte. „Ziehe dir deine Lippen nach, falls dir danach ist, Marie.“ Ein Hauch von Erotik schwang mit, als sich Sunny an seine Schultern lehnte und unauffällig ihre Hand über seinen Rücken bis hin zu seinen Pobacken gleiten ließ. Flüsternd hauchte sie: „Wenn du mich bei unserem nächsten Treffen fickst, wird es Voraussetzung sein, dass du ihn trägst. Ich küsse gerne deine geschminkten Lippen, während dein harter Speer mein weiches Fotzenfleisch teilt!“

Ihre warmen Lippen legten sich auf seinen Mund und verlangten ihm einen schnellen, fordernden Kuss ab. Augenblicklich schoss ihm das Blut mit aller Kraft in seine Lenden. Sein Glied wurde hart. Noch während sich sein Hodensack beinahe schmerzhaft vor Verlangen nach oben zog, wandte sich Sunny keck winkend ab und ging mit schwingenden Hüften davon.

„Was für eine Frau!“, stöhnte Egon innerlich wie äußerlich auf. Bald fand ihr nächstes Treffen statt. Er konnte es kaum erwarten. Sunny verstand ihn und konnte seine verborgenen Sehnsüchte stillen wie keine andere. Er wollte sie nie wieder missen.

Seine Erektion drängte sich gegen das Latex-Catsuit und erinnerte Egon daran, dass er gerade als Marie unterwegs war. Dem ungläubig dreinblickenden Alten, der tadelnd seinen Kopf schüttelte, warf Egon selbstbewusst eine Kusshand zu. Er begehrte keine Männer, doch wollte er den Moralisten auf die Schippe nehmen. Das schnelle Wegdrehen konnte den überraschten Blick des Urteilenden nicht verbergen, welches Egon ungekannte Befriedigung verlieh. „Ich lebe nicht, um eure Erwartungen zu erfüllen, Idiot!“, wisperte Egon kaum hörbar, doch laut genug, um dass es gehört werden konnte.

Da traf der Bus ein. Grinsend stöckelnd stieg Egon ein, nicht scherend der vielen Blicke, die ihm missmutig folgten. Irgendwie hatte es Sunny geschafft, dass er sich selbstsicherer fühlte und wieder mehr zu sich stehen konnte. Eine beeindruckende Persönlichkeit, seine Sunny. Bald durfte er sie wieder allumfassend genießen.

Urheber/Geschrieben von: Julia, Autorin „Gewürzt mit Herz“

Meine Kurzgeschichte: „Vom Einengen und Befreien – Ein Mann und seine Hassliebe zu Latex“

FSK 18

Die heruntergelassene Jalousie erlaubte es nur wenigen Sonnenstrahlen, in das Schlafzimmer des Einfamilienhauses vorzudringen und das dämmrige Licht zu durchbrechen. Dennoch herrschte in diesem Raum vornehmlich Dunkelheit, jedoch in einem überschaubaren Maße, welches es noch erlaubte, die Umgebung einigermaßen klar zu erkennen. Eine gewisse Schwüle waberte durch die Luft und ließ den leicht untersetzten Mann merklich schwitzen, der auf dem großen Bett saß. Ein grünes Handtuch war um seine Hüften gewickelt, ein paar letzte Wassertropfen glitzerten auf seinen kantigen Schultern. Er musste wohl gerade geduscht haben, denn Kondenswasser bildete sich am Badfenster. Der Mann musste in den Fünfzigern sein. Mit einer Hand fuhr er sich durch die graumelierten Schläfen, mit der anderen Hand griff er nach einem größeren Gegenstand, der neben ihm auf dem Bett lag.

Nun wandte er auch seinen glatt rasierten Oberkörper diesem größeren Gegenstand zu – einem Karton, dessen Klebeband schon entfernt worden war. Es musste nur der rechteckige Deckel angehoben werden, dann war der Inhalt dieser Kiste offenbart. Doch noch schien der geduldige Mann kein Interesse am Auspacken zu haben, denn er nahm die Kiste auf seinen Schoß und streichelte den Deckel zärtlich und liebevoll, so als würde er einen menschlichen Körper streicheln. In keiner Weise schien er es eilig zu haben, sondern zelebrierte stattdessen das Auspacken des Inhalts dieses braunen Kartons. Irgendetwas Besonderes musste wohl darin verborgen sein, denn mit einer gehaltvollen Inbrunst schien der fast nackte Mann diesem entgegenzufiebern. Scheinbar schienen seine Finger ein wenig vor freudvoller Erwartung zu zittern, als er den Deckel behände anhob. Überraschenderweise nahm er den gesichteten Inhalt nicht sofort aus dem Karton, sondern beugte sich mit seinem Kopf darüber und tätigte ein paar tiefe Atemzüge.

Die zuvor angespannten und hart wirkenden Gesichtszüge des Mannes entspannten sich augenblicklich.

Seine Schultern fielen sodann herab und gaben ihm sofort einen gelösteren Gesamteindruck. Der Geruch, welcher ihm aus dem Karton entgegen strömte, musste ihm wohl sehr gefallen. Ein wenig verweilte er noch in diesem sinnesstarken Vorgang, dann griff er mit seinen großen Händen hinein und ein leises Rascheln war zu hören. Kurz darauf wurde der in Karton befindliche Inhalt angehoben und entblößt. Zum Vorschein kam ein schwarzer Heavy-Rubber-Catsuit.

Beinahe zärtlich drückten die groben Hände des Mannes den festen Latexstoff gegen seine Wangen, um diesen im Anschluss an die schmalen Lippen zu führen und zu küssen. Als wäre er in einem Zwiegespräch mit einem Gegenüber, glitten die Hände des Mannes behutsam über den Latex und streichelten diesen wie die warme, weiche Haut eines geliebten Menschen.

Langsam ließ der Mann seinen stämmigen Oberkörper nach hinten gleiten, bis dieser auf der rotgemusterten Bettdecke zum Liegen kam. Genießerisch führten die sanften Bewegungen des Mannes den Latexstoff wohlig über seinen gesamten Körper, um auf dem Bauch letztendlich zum Stillstand zu kommen. Fest drückten die haarigen Hände des Mannes den schwarzen Heavy-Rubber-Catsuit an seine Körpermitte und entlockten ihm ein glückseliges Lächeln.

„Bald … Bald darf er wieder sein, mein Besuch der Gartenlaube“, erfüllte das kehlige Flüstern den spärlich beleuchteten Raum. Nach einer kurzen Pause ergänzte er: „Sehr bald …“ Daraufhin breitete sich ein glückliches Grinsen auf dem stoppeligen Gesicht des Mannes aus.

***

Die schweren, grauen Wolken des Morgens hatten es dem aufmerksamen Beobachter bereits angekündigt. Nun setzte der Landregen in stetig steigender Frequenz ein. Doch das schlechte Wetter störte den Mann kein bisschen. Im Gegenteil, er war bestens gelaunt. Heute war ein besonderer Tag – heute durfte es wieder geschehen. Fast schon hatte er ein schlechtes Gewissen. Er liebte seine Frau wirklich. Sie war eine gute Frau und gleichsam seine Freundin und Beraterin, ein Coach und eine Managerin des Alltags. Und doch hatte er ihr nie von seinen tiefsten Sehnsüchten und Bedürfnissen erzählt, nie von seinen inneren Dämonen und Gelüsten, ihr nie seine wahrhaftige Seele preisgegeben. Sie war weder devot noch dominant und konnte seines Erachtens nichts mit der Submission anfangen, geschweige denn mit den Ausartungen einer Fetischliebe.

Ja, sie pflegten noch Sexualität miteinander, auch regelmäßig. Der Sex war durchaus in Ordnung und sie war immer noch eine schöne und begehrenswerte Frau, trotz dass sie ihre Blütezeit schon länger überschritten hatte. Es machte durchaus Spaß, mit ihr zusammen zu sein und Zeit zu verbringen. Doch …

Und da waren auch noch die Kinder, zwei an der Zahl. Unglaublich dankbar war er seiner Frau für ihren unermüdlichen Einsatz und für ihr nimmermüdes Schaffen und Gestalten ihres Heimes, der Erziehung der Kinder und der Aufrechterhaltung ihres gesellschaftlichen Wirkens. Seine Frau hatte ihm stets diese Alltagssorgen vom Leib gehalten und ihn nicht mit unnützen Fragen genervt, die sie alleine entscheiden konnte. Ja, in der Tat, was hatte er doch für eine wundervolle Frau und zwei gesunde, talentierte Kinder.

Verdammt!

In seiner Magengegend zog es sich unangenehm zusammen, der Klumpen darin drückte ihm schwer auf das Gemüt. Verdammt! Sein schlechtes Gewissen meldete sich erneut zurück und ließ seinen Puls ansteigen. Warum haderte er mit seinem Dasein, wo er doch alles hatte, was sich jeder wünschte? Warum war er verdammt nochmal ein solcher Versager und verrückter Freak? Warum musste ausgerechnet er ein Spinner sein und nicht sein Nachbar? Die Welt des BDSM, warum hatte er nicht den Mut, sich zu dieser zu bekennen?

Heftige Schamgefühle breiteten sich in seinem Denken aus, schwappten über und bahnten sich ihren toxischen Weg durch sein gesamtes Sein. Wenn er nur ein richtiger Mann wäre, wenn er nur etwas mehr Courage besäße, dann könnte er seine Wirklichkeit genießen und diese inneren, besonderen Regungen unterdrücken.

Auf einmal bekam er etwas schlechter Luft. Eingeschnürt war er von gesellschaftlichen Verpflichtungen. Zu erfüllende Konventionen fühlten sich wie ein Korsett an, dass sich immer enger um seinen Leib schlang. Wo es nur ging, passte er sich den Umständen an und tat, was von ihm erwartet wurde. Dem ungerechten und selbstherrlichen Vorgesetzten gegenüber, dem er liebend gerne einmal die Fresse polieren würde! Seiner Familie und seinen Verwandten gegenüber und ja, sogar seinem ganzen sozialen Umfeld bis hin zu seinen Freunden war er in dieser Hinsicht absolut verlässlich. Niemand wusste von seinem Geheimnis. Er hatte dieses vermaledeite Versteckspiel so dermaßen satt! Diese immer drückende Demütigung begleitete ihn schon so lange und hing wie ein Damoklesschwert über seinem Haupt. Nie konnte er sicher sein, dass sich irgendwann dieses Schwert herabsenkte und ihn traf, ihn zerstörte und ihm seine Würde nahm, ihn bloßstellte als verrückten Freak – wenn sein Geheimnis entdeckt würde.

Was hatte er für eine andere Wahl, als sich zu verstecken wie ein Geächteter?

Gab es denn überhaupt eine Alternative?

Wie konnte er sein Glück und seine geheimsten Wünsche leben, und dennoch nicht alles Ansehen und allen Status zu verlieren? Schlicht gesagt, nicht sein Gesicht zu verlieren?

Die Stimme seiner Frau riss ihn aus seinen Gedanken. Gerade stand er mit ihr am Familienauto. „Liebling, alles ist verstaut und erledigt. Ich fahre dann mit den Kindern los zu meinen Eltern in das verlängerte Wochenende, ein bisschen Erholung finden. Möchtest du wirklich nicht mit? Etwas Entspannung würde dir, glaube ich, auch ganz guttun!“

Mit diesen Worten schloss sie den Kofferraum und näherte sich ihm schwungvoll, den Regentropfen verzweifelnd ausweichend. Er nahm sie in seine Arme und gab ihr einen schnellen Kuss auf die duftende Stirn. Ihr Parfum war wieder einmal hinreißend. Was für eine attraktive Frau sie doch noch immer war.

„Mach dir um mich bitte keine Gedanken Schatz, ich bleibe hier und nutze den Feiertag, um den Garten ein wenig auf Vordermann zu bringen. Habe viel Spaß und grüß bitte Horst und Inge von mir!“

Der blaue Van setzte sich geräuschvoll in Gang, passierte eine große Pfütze und bog in die angrenzende Straße. Der Wagen war noch nicht aus seinem Blickfeld entschwunden, da flüsterte er schon gedankenverloren zu sich selbst: „Ich werde Entspannung finden, Schatz, mehr als du erahnen kannst.“ Dass er dabei nicht vorhatte den hauseigenen Garten zu bewirtschaften, tat in diesem Moment nichts zur Sache.

***

In seiner Gartenlaube tat sich ihm eine vollkommen andere Welt auf. Diese war sein Zufluchtsort, seine sichere Insel in dem tobenden Gewässer des Alltags. Hier war sein Herz zu Hause, hier wohnte seine Seele, hier lebte er seinen tiefsten, inneren Spirit. Hier in dieser heimeligen Gartenlaube war er, schlichtweg gesagt, einfach er selbst. Nicht oft konnte er diesen Ort aufsuchen, es bedurfte immer ausreichend an Vorbereitung. Seine Frau wusste nichts von dieser Lokalität, warum auch. Sie sollte nicht unnötig beunruhigt werden. Das war seine Privatsphäre, hier schirmte er sich von der kompletten Außenwelt ab. Innerhalb dieser kleinen Welt gab es keine Richter und auch keine Henker, kein gesellschaftliches Diktat und keine rigiden und energieraubenden Verpflichtungen. Nicht einmal seine Freunde aus der BDSM-Szene wussten von dieser Hütte.

Er hatte sich nicht viel Mühe gegeben, eine wundervolle Atmosphäre zu schaffen, denn er hatte ein wenig Bedenken, jemand Unbefugtes könnte den Unterschlupf einmal überraschenderweise betreten. Vorsicht war hier auf jeden Fall besser als Nachsicht, und seine geheime Passion durfte nicht entdeckt werden. Royalblaue, schwere Vorhänge schirmten neugierige Blicke ab. Ein schlichter Schrank, ein Holztisch, ein bequemer, aber einfacher Stuhl und eine recht große, graue Couch bildeten das gesamte Möbelinterieur. Den Raum zierend wirkte ein großer auf dem Boden stehender Spiegel, dessen Mattigkeit wieder einmal wegpoliert werden müsste. Zudem hatte sich der Mann einen Wasseranschluss gebaut, welcher ein karges Spülbecken mit einem Wasserkanister verband, damit er sich nach der Anstrengung waschen konnte. Eine unauffällige Campingtoilette erlaubte eine ungestörte Notdurft.

Einzig in das Auge fallend, und gar nicht an diesen Ort passend, war ein weiblicher Torso, welcher in einer Ecke stand, umschlungen von einem extravaganten, roten Latex-BH. Er hatte diesen vor einigen Jahren als Geschenk für seine Frau gekauft, als er noch unbedarfter war und dachte, er könne sich ohne Weiteres offenbaren. Doch die Angst vor Ablehnung und „Verlassen-werden“ hatte gesiegt und eine Scheidung wollte er auf keinen Fall heraufbeschwören. Die vermeintliche Unvergänglichkeit des Materials gewährte Gnade und zeigte nicht, wie lange dieser Latex-BH bereits von der Puppe getragen wurde und nicht von seiner Frau.

Ein leicht-süßlicher Geruch von Gummi hing in der Luft und verriet sein geheimes Laster – er war ein Latex-Liebhaber, ein Material-Fetischist.

Dieser geschmeidige, sinnliche Gummistoff hatte es ihm rettungslos angetan. Schon als Teenager fand er Bilder von Damen und auch Herren reizvoll, die in Latexmode gekleidet waren. Damals kam er noch recht schwer an diese Bilder heran, er musste sich an Etablissements wenden, um diese zu erhalten. Seitdem bezahlte er auch regelmäßig Frauen dafür, dass sie sich nach seinen Wünschen in Latex hüllten und ihm davon Bilder zukommen ließen. Eine dieser käuflichen Frauen aufzusuchen und seine Materialliebe real mit einem anderen Menschen auszuleben, das hatte er sich bisher nicht getraut. Zu groß wäre sein Schuldempfinden gegenüber seiner Frau. Das stand für ihn jedoch auch nicht zwingend im Mittelpunkt. Herzstück seines Fetischs war das Tragen von Heavy-Rubber-Fashion.

Dieses Gefühl des „Umschlossen-Seins“ liebte er, diese vollkommene Enge, welche unaufhörlich an seinem Körper arbeitete, bis er allmählich seine Arme und Beine nicht mehr spürte. Dieses „Loslassen“ des Körpers, dieses „Kontrolle-abgeben“, dieses „Sich-intensiv-spüren“, das starke und unaufhörliche Schwitzen. Eng umfasst seinen Körper mental verlassen zu können und zu fliegen in weite Ferne, hin zu geilen Welten – das war es, was ihn antrieb, was ihn immer wieder in diese Gartenlaube trieb, in der er seinem Materialfetisch frönen durfte.

Seinen Fetisch auszuleben bedurfte immer einer gewissen Vorbereitung. Mal schnell nebenbei ging das auf keinen Fall, das schnelle Konsumieren barg für ihn nicht seine Erfüllung. Hier in dieser karg eingerichteten Gartenlaube zelebrierte er seine Heavy-Rubber-Latexliebe und das oftmals stundenlang. Noch war er jung genug und hatte die Konstitution dazu. Das Treibenlassen und Abtauchen in diese dunkle, geheime Lust war äußerst kräftezehrend und beanspruchte seinen Kreislauf immer sehr. Das eindringliche und starke Schwitzen unter dem nicht atmungsaktiven Material tat sein Übriges. Gott sei Dank hatte er keine Vorerkrankungen, hatte weder Diabetes noch eine Herzinsuffizienz. Stets ausreichend während einer Heavy-Latex-Session zu trinken, das war im Grunde das Einzige, auf das er gesundheitlich achten musste, denn schließlich war er hier vollkommen alleine. Wer sollte sich um ihn kümmern, falls er kreislaufbedingt einfach das Bewusstsein verlor? Trotz aller Latexliebe, solch ein Risiko wollte er nicht eingehen. Er beugte stets vor und hatte immer ausreichend Wasser im Geräteschuppen hinter der Gartenlaube deponiert. Unvernünftig sollte keiner seinen Fetisch ausleben.

Für einen kurzen Moment schloss er die Augen und atmete einige Male hörbar ein und aus. Ruhe erfasste ihn. Ruhe – und ein erhabenes Gefühl der Zufriedenheit, welches sich wie eine warme Flüssigkeit in seinem gesamten Körper ausbreitete.

Es begann.

Als würde er über eine unsichtbare Schwelle schreiten, straffte er seine Schultern und wirkte auf einmal wie ein anderer Mensch. Ein innerer Drang ließ in ihm den Wunsch aufkommen, seine Haut abzustreifen und sich eine andere Haut überzustreifen. Eine Haut, die seiner wahren Bestimmung entsprach – eine Latexhaut.

Festen Schrittes ging er auf den Schrank zu. Dort angekommen öffnete er die etwas schwere Holztür, welche sich hörbar knarrend den Anweisungen fügte. Im Schrank offenbarte sich ihm eine beträchtliche Fülle an allerlei Latex-Fashion-Teilen, die fein säuberlich, akkurat und farblich sortiert an der Kleiderstange angeordnet waren. Ein süßlich-schwerer Duft erfüllte sogleich den kleinen Raum der Gartenlaube und lud ein zu einer Sinnesreise der besonderen Art.

All das, auch das Hinkommen dorthin, bildete die Grundlage für seinen vollkommenen Genuss. Behutsam nahm er den schwarzen Catsuit aus dem obersten Fach, welchen er sich damals schicken ließ. Der Anzug besaß eine Materialdichte von 0,8 und gehörte der Kategorie Heavy-Rubber an. Der schwarze Catsuit wog schwer in seinen Armen, so dass diese Anstrengung ihn das erste Mal seinen Körper bewusst spüren ließ. Behutsam trug er den Catsuit hin zum breiten Sofa und bereitete ihn darauf aus. Voller Vorfreude ging er erneut zum Schrank und nahm noch ein Paar schwarze Latexsocken sowie schwarze Latexhandschuhe heraus, die eine Länge bis zu den Ellbogen aufwiesen.

Wie in einem feierlichen Zeremoniell begann er, alle Latexkleidungsstücke auf links zu drehen und diese fein säuberlich mit einem speziell für diese Anlässe gefertigten Silikonöl einzureiben. Da er seinen Materialfetisch schon lange praktizierte, war ihm durchaus bewusst, dass er nicht zwei unterschiedliche Farben gleichzeitig verwenden durfte, sonst drohte eine Verfärbung, welche seine Kostbarkeiten für immer und unwiderruflich ruinieren würde. Auch legte er zuvor seinen Ehering ab, denn er wollte auf keinen Fall eine Schädigung der Struktur des Materials riskieren, welche Metall auf Latex grundsätzlich hervorrufen konnte. Das Silikonöl war geruchsneutral und ließ seine großen Hände sämig über den glatten Stoff gleiten. Wie die sinnlichen Berührungen eines Liebhabers vollzogen sich seine Bewegungen, untermalt vom liebevollen Blick seiner blauen Augen. Ab diesem Moment an verlor er jegliches Zeitgefühl und tauchte widerstandslos ein in diese wunderschöne Welt und trat eine aufregende Reise in sein Innerstes an.

Das Anziehen dieser außergewöhnlichen Kleidung erforderte all seine männliche Kraft. Das Silikonöl half zwar dabei, doch diese zweite Haut dem eigenen Körper zu schenken, diesen Vorgang fürchtete und genoss er jedes Mal gleichermaßen. Als er es endlich erreicht hatte, strich er sich mit stolzgeschwellter Brust über diese, erfüllt von unsagbarer Freude und Glückseligkeit. Fast augenblicklich reagierte sein eigener Körper auf den festen Griff des dicken Latexmaterials. Dieser biologische Vorgang verhalf ihm dabei, sich zu spüren. So oft musste er im mühsamen Alltag bestehen, funktionieren und agieren im Sinne der anderen, nie wirklich in seinem Sinne. Diese Erdung, dieses „Sich-Spüren“, diese Wonne schenkte ihm seine zweite Latexhaut, in deren konsequenter Umarmung er sich komplett fallen lassen konnte.

Konnte ihn ein Mensch überhaupt so halten wie diese Latexhaut?

Das Schwitzen setzte ein – unaufhörlich rannen die Schweißperlen über seine Haut, denn Latex ist atmungsinaktiv. So paradox dies für einen Außenstehenden klingen mag, auch das genoss er über alle Maßen. Mit jedem Tropfen dieses Schweißes entwich auch ein wenig seiner Beklemmung und seines Unwohlseins. Das fast zu Boden drückende Heavy-Rubber Material ließ ihn Stunde um Stunde leichter werden und hob ihn gleichzeitig in den Himmel. Er flog. Je schwerer und dicker der Latex war, desto schneller und wahrscheinlicher trat dieser psychologische Effekt bei ihm ein. Dünner Latex vermochte dies in der Tat für ihn persönlich eher nicht.

Mühsam bückend streifte er sich die Socken über die Beinenden des schwarzen Catsuits, darauf bedacht, dass der Schweiß nicht hinauslief. Bereits jetzt schon schränkte der Heavy-Rubber seinen gesamten Bewegungsapparat extrem ein und ließ seine Bewegungen holprig und seinen Gang staksig werden. Die ellenbogenlangen ebenfalls schwarzen Handschuhe hob er sich dabei bis zum Schluss auf, um es ein wenig leichter beim Anziehen der restlichen Kleidung zu haben.

Nun stand er fast komplett in dicken Latex gekleidet da. In langsamen Bewegungen suchte er den großen Spiegel auf, in welchem er sich eingehend betrachtete. Wie schön er sich selbst in diesen Augenblicken fand – wie perfekt. Diese gnadenbringende Perfektion, glatt und ohne Schnörkel, eben ohne Ecken und Kanten – warum vermochte es im Alltag nicht immer so sein? So leicht, so friedvoll, so ohne Probleme, die einen beinahe innerlich zerfraßen wie Salpetersäure?

Sein Blick im Spiegel richtete sich erneut auf das Innenleben des Schrankes. Im untersten Fach befand sich gewöhnliche Alltagskleidung. Karierte Hemden, Pullover, Jeanshosen, Socken, Unterhemden, Unterhosen. Er würde sein Werk vollenden und Alltagskleidung über seine Latexmontur überziehen, um sich wieder vermeintlich der Norm anzupassen. Doch insgeheim lachte er im Stillen über diese Spießbürger, wussten diese doch kein bisschen um sein prickelndes Geheimnis, welches er auf der Haut unter der Kleidung und im Herzen mit sich trug.

„Diese verdammten Idioten!“, lachte er in den Raum hinein und überlegte sich schon einmal gedanklich, an welcher Stelle er zuerst das Unkraut jäten würde. Der Landregen hatte mittlerweile aufgehört und der Boden duftete dadurch herrlich und urtümlich. Dank des Regens würde ihm diese eher unangenehme Arbeit ein wenig erleichtert sein. Die Hecke musste gestutzt werden und der angrenzende Geräteschuppen wartete auch auf ein wenig Aufräumen. Viel war zu tun, er würde vollends auf seine Kosten kommen.

Immer mehr würden dabei seine Gliedmaßen bei der körperlich fordernden Arbeit anfangen zu kribbeln, so als würden diese einschlafen. Immer mehr würde er gegen diese unsagbare Schwere des dicken Latex ankämpfen müssen, um Contenance zu wahren. Vielleicht würde er einen dieser blöden Spießer an der Nase herumführen, einen Plausch mit dem Parzellennachbar am Zaun halten?

Ein diebisches Grinsen breitete sich auf seinen herben Gesichtszügen aus. Ja, heute würde er allen den Mittelfinger zeigen.

Heute würde er wieder frei sein – und fliegen.

Seiner Seele würde Erdung widerfahren und seinem Geist würde Ruhe geschenkt. An diesem Tag würde er seine Batterien gänzlich wieder neu aufladen und sich vollends entspannen können.

Im Zugehen auf den Kleiderschrank passierte er den Frauentorso mit dieser atemberaubend schönen, roten Latexschönheit. Wehmut kam sogleich in ihm auf und ließ ihn bedächtig über die feinen Kurven der Figur streichen.

„Schatz, hoffentlich geht es dir gerade gut und du bist glücklich!“, kam es ihm gedankenverloren in den Sinn.

Dieser rote Latex-BH würde ihr so wundervoll stehen und sie glanz- und stilvoll einkleiden. Würde sie so geschmückt einen Raum betreten, wären ihr alle bewundernden Blicke gewiss. Jede andere Frau würde in ihrem Schatten stehen und sie neidvoll anblicken. Könnte er seine Frau nur ein einziges Mal seinen BDSM-Gleichgesinnten vorstellen oder gar bei einer Vorführung präsentieren, er wäre der glücklichste Mann auf Erden.

Unbeholfen wirkenden Schrittes setzte er seinen Gang und sein Vorhaben fort. Wie schade, dass diese bezaubernde Vorstellung seiner Frau, geziert mit dem rotem Latex-BH, wohl für immer eine Fantasie bleiben würde.

Mein Blogartikel: Die Macht der Seile

Die Macht der Seile

FSK 18

Seile sind wohl eines der bekanntesten Werkzeuge und nahezu Aushängeschild des BDSM, sowohl in vielen sozialen Netzwerken als auch in plakativen Darstellungen in den unterschiedlichsten Medien. Der gefesselte Körper wird zum Synonym für Submission und Unterwerfung, für Hingabe und Ergebenheit dem dominanten Part gegenüber.

Bei genauerer Betrachtung findet wohl kaum ein anderer Gegenstand innerhalb des Repertoires von Spielmitteln neben den positiven Assoziationen ebenso gleichsam viele negative.

Auf der Zeitreise in die geschichtliche Vergangenheit begegnet einem das Seil vielmals als bedrohliches Medium der Unterdrückung und Gewalt. Die Fesselung von Menschen stand dabei in keinerlei erbauendem Aspekt, sondern war stets mit einer Vielzahl an Qualen und Torturen verbunden. Das Seil machte Menschen wehrlos, um über deren Verbleib erbarmungslos Macht auszuüben, sie zu foltern oder festzusetzen. Nicht selten fanden einige dabei auch den Tod, sei es gerechtfertigter- oder ungerechtfertigterweise. Der Henker, der die Festigkeit des Seils vor der Hinrichtung prüft, die Verurteilten, die erhängt am Seil baumeln – neben den Geschichtsbüchern findet sich auch in zahllosen Filmen diese groteske Szenerie, welche wohl keinen so wirklich unberührt lässt.

Die gefesselten Hände können somit beim Betrachter derer ein Kaleidoskop an Empfindungen auslösen, die sehr facettenreich sein können. So können neben den an- und erregenden Gedanken auch Unsicherheiten und Bedenken in Bezug auf Seile im Raum stehen. Essentiell für ein harmonisches Miteinander scheint es, sich der Vielfalt an unterschiedlichsten Gefühlen bewusst zu sein, diese zuzulassen und nicht zu werten oder gar zu verdrängen. Ein Verdrängungsmechanismus dieser würde eine immer enger werdende Spirale der Verzweiflung erzeugen, aus welcher irgendwann kaum einer mehr unbeschadet entweichen kann.

Wie können nun Seile zu etwas sehr Erfüllendem werden, zu einem Mittel, welches im Guten erzittern und erglühen lässt?

 

Die Antwort darauf ist im Grunde simpel – durch Vertrauen.

 

Ansichten eines Doms:

„Vollständig bewegungslos verschnürt und ausgestellt…
Deine Brüste quellen anregend aus den Seilen, meine Finger streicheln kreisend deine Warzenhöfe, spielen gierig mit den Nippeln. Diese richten sich hart und steil auf. Meine Finger drücken und quetschen sie. Du spürst ein erregendes Pochen, ein Pulsieren und ein Gefühl der Hitze in deinen eng eingeschnürten Brüsten.

Nichts verdeckt den Blick auf die durch die Erregung leicht angeschwollen und zartrosafarbenen Lippen und die Spitzen der inneren und etwas dunkleren Schamlippen. Meine suchende Hand legt sich auf deine feuchten Schamlippen. Behutsam mit mal mehr, mal weniger Druck umkreise ich den Kitzler, ohne ihn jedoch zu berühren. Wie sehr sehnst du dich nach der nächsten Berührung…“

 

Nun wird kaum ein menschliches Gut oftmals so selbstverständlich eingefordert wie das Vertrauen. Sozusagen als eine Art Pfand wird dieses dem dominanten Part gereicht, um sich überhaupt auf jegliche Interaktionen im Rahmen der Submission wirklich und tief einzulassen. Nicht zu vergessen sei hier auch der Dom, welcher mindestens genauso viel Vertrauen in seine Sub benötigt, um diese fliegen lassen zu können.

So leicht und doch so schwer scheint es, wahrhaftiges Vertrauen in einen anderen Menschen zu finden. Gerade bei Ganzkörperfesselungen funktioniert ohne eine vertrauensvolle Basis nichts. Doch nicht nur im Vorfeld des Einsatzes von Seilen, auch währenddessen und auch im Nachhinein kann dieses Material intensive Empfindungen aufsteigen lassen. Angefangen von Panik, Tränen und Verzweiflung bis hin zu freudigen Gefühlsausbrüchen und grenzenloser Euphorie kann die ganze Bandbreite an Bewusstseinsebenen tangiert werden.

In solch besonderen Momenten sollten wohl beide Spielpartner sehr nah beieinander sein, um sich die ganze Zeit über in einer Session nicht zu verlieren, sich zu sehen und das gemeinsame Band der Verbindung nicht zu brechen.

Doch was macht den Reiz der Seile aus?

 

Dem Seil an sich als Mittel zum Zweck sollten sich alle Anwender stets sehr bewusst nähern. Die Hantierung mit Seilen bürgt eine große Verantwortung und das für beide Seiten. Druckstellen und Marken der Zeichnung sind oftmals erwünscht und lassen Sub und Dom erblühen in ihrer gegenseitigen Zuwendung und Wertschätzung, doch ein Abbinden und Abklemmen von Nervenbahnen gehören hier vermutlich weniger dazu. Damit ernsthafte Verletzungen ausbleiben, wäre es durchaus ratsam, einen Workshop oder eine ähnliche Weiterbildung in dieser Richtung vorzunehmen, um die lustvolle Fesselung eines Menschen gekonnt umsetzen zu können, gerade wenn zu Beginn ein wenig die Erfahrung fehlt. Auch eine Schulung über die unterschiedlichen Beschaffenheiten des Ausgangsmaterials des Seils kann äußerst hilfreich sein, bevor aktiv mit der Umsetzung begonnen wird.

Hierbei gibt es eine wunderschöne Philosophie, die sich wohl auf sehr viele Praktiken und auch Fetische übertragen lässt: Nicht der Kink findet den Menschen, sondern der Mensch den Kink.

So suchen sich viele Doms ihr Handwerkszeug passend für Sub und ihren Körper und vor allem ihrer Mentalität aus.

Soll es das schmale oder das breitere Seil sein?

Welches Material eignet sich am besten?

Spielt die Farbe dabei eine Rolle?

 

So sehen manche Doms ihre Sub und allmählich formt sich das Seil individuell zu der jeweiligen Person. Natürlich ist die Anwendung eines bereits vorhandenen Repertoires, welches auch bei wechselnden Subs zur Anwendung kommt, nicht verkehrt, da sich somit auch viel Erfahrungswert in der Anwendung anreichert. Wichtig sei hierbei immer, dass alle Beteiligten ihren eigenen für sich passenden Weg finden, sich selbst treu bleiben und eigene Eindrücke offen kommunizieren, dann kann alles Weitere in einem ausgeglichenen und befreienden Fluss folgen.

Ansichten eines Doms:

„Dein Haar riecht so gut… Deine Augen sind geschlossen und dein schöner Mund lächelt, als ich dir die Augen verbinde. Ein Seil fixiert schließlich deine Handgelenke, zwei weitere schnüren Unter- an Oberschenkel. Sicher ahnst du, dass das Seil hinter deinem Rücken gleich von mir straffgezogen wird.

Jetzt verspüre ich prickelnde Gänsehaut, als ich über dein Fleisch streichle, die weichen und sinnlichen Rundungen nachziehe und die Rückseiten deiner Schenkel striegele. Stimmvoll stöhnst du auf, als ich das Seil deiner gebundenen Hände straff durch Po und dein Geschlechtsteil ziehe.

Nun liegst du in all deiner Pracht vor mir… Ziemlich sicher wird es hinterher Abdrücke der Seilwicklungen geben, die dir keinen Bewegungsspielraum zulassen. Der Knoten im Seil, welcher auf deine empfindliche Perle drückt und bei der kleinsten Bewegung reibt, macht dir das Atmen schwer. Dieser erdrückt deine Perle beinahe und erlaubt kein Widerwort deinerseits. Fesseln müssen sein – Sie gehören zu dir. Sie binden dich, aber umfangen dich auch. So wehrlos du in ihnen erscheinst, so sehr findest du dich darin. Und in deiner Hingabe finde ich mich, gebunden an dich.

Es gefällt mir, Stück für Stück deines appetitlichen Körpers von oben bis unten zu betrachten. Ein perfektes Bild, verbunden mit deinem Duft.

Ich halte dein hübsches Bäckchen in der einen kräftigen Hand, kraule und knete es, während meine andere sich deinen Schopf krallt.

Mein Blick wird immer wieder abgelenkt von deinen sinnlichen Lippen. Deren geschmeidigen Bewegungen fesseln mich vollkommen. Wie sehr liebe ich es, wie du mich mit ihnen küsst und auch, diese zu beobachten. Jetzt kann ich dem intensiven Drang, mir ständig lüstern über die eigenen Lippen zu lecken, während ich deinen wunderschönen Körper mustere, kaum widerstehen.

Du bist meiner fresslustigen Attacke ausgeliefert, keine Chance! Deine Geilheit wird von mir fremdbestimmt, meine wundervolle Sub. Ich bin da, wo ich sein will…“

 

Nun ist die Grundlage geschaffen und das Seil wird zum Gegenstand der gemeinsamen Reise.

Welche Faszination geht davon aus?

Das Seil wird zum verlängerten Arm des dominanten Parts, die Berührung damit ist zeitgleich seine Berührung. Nicht irgendein Gegenstand nimmt Besitz von Subs Körper, nein, es ist und bleibt der Dom, der seine Sub mit den Seilen umarmt.

Seile transportieren sehr viel Sinnlichkeit; einerseits im taktilen und sensomotorischen Sinne, andererseits durch deren wundervolle Optik, welche sie hervorbringen.

Das Verschnüren zeichnet die Konturen des jeweiligen Körpers nach und umschließt Rundung um Rundung. Dadurch werden diese stark akzentuiert und in Szene gesetzt, weshalb diese visuelle Betonung sehr reizvoll sein kann.

Synonym für die Liebe zum Seil ist die pure und uneingeschränkte Hingabe an den jeweils anderen Menschen. Nur in diesem absoluten Vermögen, sich komplett und bedingungslos auf den anderen ein- und fallenlassen zu können, erschließt sich der volle Wert der Bondage.

Der geschenkte süße Schmerz des eher groben Materials auf weicher Haut lässt ungeahnte Wonnen aufsteigen und unendliche Lust aufkommen. Doch geben diese Verknotungen und Schnürungen gleichsam auch Halt und lassen das gesamte Empfinden sehr viel sensibler werden.

Das ist wohl eines der Paradoxen des Seils – Es nimmt alle Freiheit und schenkt dennoch vollkommenen Halt und absolute Sicherheit. Dieses Finden von Geborgenheit im Umschlossensein und die Einschränkung des eigenen Bewegungsspielraums bilden wohl einige der größten Reize der Fesselung mit Seilen aus, neben der geschenkten Hingabe und dem grenzenlosen
Urvertrauen in das Gegenüber.

So führt jeder weitere Knoten zu noch lauterem Stöhnen und zu noch stärkerer Ekstase, so dass die Seile zu einem sehr bedeutsamen Medium des Agierens in der Welt des BDSM werden.

Im Kleinen starten und alles in Ruhe und mit Bedacht angehen, um die Spiele mit dem Seil im Anschluss Stück für Stück zu steigern, dies könnte ein achtsamer Weg und der Beginn einer erfüllenden Reise in die Welt der Seile sein – und letztendlich zu sich selbst.                                                                     

Kurzgeschichte: Gastbeitrag: Die heimliche Vorführung

Ein Gastautor verwöhnt uns mit einer wundervollen, erotischen Kurzgeschichte! Vielen Dank dem Autor, der unerkannt bleiben möchte.

Viel Spaß beim Lesen! Bitte nur Erwachsene – FSK 18! Danke!

Eure Julia

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Hier beginnt der Gastbeitrag:

FSK 18

Klack! Das mechanische Geräusch des Zylinders im Schloss der Tür drang unnatürlich laut an ihr Ohr. Ihre Sinne waren geschärft. Ihre Knie zeigten nicht die geringsten Anzeichen von Standfestigkeit. Ihr Atem klang zittrig, voller Spannung. Klack! Sie hatte den Schlüssel ein weiteres Mal gedreht und merkte, wie die Tür ihren Widerstand aufgab. Leise schwang sie auf und gab den Blick in den dunklen Flur preis. 3 Türen, keine von ihnen geöffnet. Sie trat ein, vorsichtig, aber sicher, dass dies der Ort war. Der Ort, zu dem sie gerufen worden war!

Sie hatte noch kurz zuvor plötzlich unglaublichen Hunger bekommen. Also hatte sie sich aufgemacht zu dem kleinen griechischen Imbiss, zwei Straßen vom Büro entfernt. Sie ging schnell, hatte keinen Sinn für den an sich schönen Tag, sondern beeilte sich, schnell wieder im Büro zu sein. Mit dem in Aluminium eingewickelten Plastikteller lief sie zurück, schämte sich etwas für den Essensduft, den sie in dem engen Fahrstuhl verströmte. Sie schmunzelte vor sich hin, denn sie kannte das Gefühl, mit hungrigem Magen im Fahrstuhl dem quälenden Geruch anderer Leute Mahlzeiten ausgesetzt zu sein.

Nach einer Stippvisite in der Küche, um sich mit Besteck und einem Glas Wasser zu versorgen, eilte sie wieder an ihren Platz. Sie riss die Folie auf, stiess die Gabel in den Berg köstlich duftenden Fleisches und stopfte sich die ersten Bissen in den Mund. Sie schloss unwillkürlich leicht die Augen, genoss das Aroma – und verschluckte sich heftig, als sie die Augen wieder öffnete. An ihrem Bildschirm lehnte hochkant ein Kuvert. Ihr Name stand mit Schreibmaschine geschrieben auf der Seite. Es war nicht ihr richtiger Name. Es war ihr Spitzname! Nur er nannte sie so! Sie benutzten diesen Namen nicht in der Öffentlichkeit, außer ihnen kannte ihn keiner. Wie war er hier hineingekommen? Alle Türen zu diesem Gebäude waren gesichert, die Mitarbeiter waren angehalten, Fremde nicht hinein zu lassen. Aber im Grunde stellte sich die Frage nicht, denn das Kuvert war hier, wie auch immer es herkam.

Immer noch hustend griff sie nach dem Umschlag, riss ihn auf. Ein Schlüssel fiel heraus und landete auf dem Tisch. Es war ein Haustürschlüssel, nichts Besonderes. Es hing ein Etikett daran, so ein kleines blaues Plastikschildchen. Eine Adresse! Sie griff nach dem Umschlag, schaute nach, ob weitere Botschaften in ihm enthalten waren. Sie fand nichts! In diesem Moment klingelte ihr Telefon. Sie griff abwesend nach dem Hörer und erstarrte, als sie unmittelbar seine Stimme hörte. „Komm zu mir, heute Abend, nach der Arbeit! Mache keinen Umweg, du weißt, wo ich bin!“ Sie wollte antworten, Fragen stellen, Erklärungen haben, aber ihr gelang es nicht, einen einzigen Ton über ihre Lippen zu bringen. Sie saß da, den Hörer am Ohr, den Mund leicht geöffnet und starrte auf das Kuvert, dass zerrissen auf ihrem Tisch lag.

Unter einer der Türen drang schwaches, flackerndes Licht in den Flur. Wie ein Wegweiser zeigte der Schein auf dem Fussboden den Eingang. Aber wohin? Wohin würde sie dieser Eingang führen? Sie hatten schon häufiger Spiele gespielt, aber immer in gegenseitiger Absprache, das hier war neu. Er befahl und sie gehorchte! Sie ging auf die Tür zu, langsam mit stetig wachsender Nervosität. Noch bevor sie die Tür erreicht hatte, vernahm sie gedämpft, aber eindeutig seine Stimme. „Tritt ein!“ Sie drückte die Türklinke und stellte fest, dass die Tür nur angelehnt war. Weil sie damit nicht gerechnet hatte, stolperte sie fast in den Raum. Sie vernahm ein heiseres leises Lachen und blickte in Richtung der Herkunft. Bis auf die Wand mit der Tür waren die Grenzen des Raumes in der Dunkelheit nicht auszumachen. Sie sah ihn nicht, konnte nur ahnen, wo er sich befand und sprach in seine Richtung: „Was machst du? Was soll das?“ Es klang unsicher, viel unsicherer, als sie sich das vorgestellt hatte. Aus einer vollkommen anderen Richtung als erwartet kam die Antwort. Sie schleuderte herum. „Ich spiele! Mit dir! Weil du es willst!“

Mit diesem Versteckspiel nahm er ihr das letzte bisschen Vertrauen. Sie kam sich vor wie auf dem Schulhof, wenn man mal wieder den Älteren zu Nahe gekommen war. Sie umringten einen und schubsten einen herum. Nur war es diesmal nur einer und dem konnte sie nicht nah genug kommen. Immer wieder änderte er seinen Standort, und sie hatte keine Ahnung, wo er sich befand! Er schubste sie herum, ohne sie nur ein einziges Mal zu berühren. „Zieh dich aus!“ Wieder keine Ahnung, woher das kam, dennoch war die Aufforderung unmissverständlich. Und sie gehorchte! Sie knöpfte den Blazer auf, ließ ihn über ihre Schulter gleiten und einfach fallen. Ihre Hände griffen nach hinten, öffneten den Reißverschluss ihres Rockes. Sie ließ ihn zu Boden gleiten und stieg einfach hinaus. Als sie den BH öffnen wollte, nahm sie ihn hinter sich wahr. Er packte ihre Hände und drückte sie nach unten, legte sie seitlich an seinen Körper. Sie spürte seine Haut, er war nackt. Schnell und kaum merklich öffnete er ihren BH, ließ ihn fallen.

Er schob sie weiter in den Raum und sie musste feststellen, dass dieser deutlich größer war als vermutet. Plötzlich verlor sie den Kontakt zu ihm, drehte sich um – er war weg, verschluckt von der Dunkelheit. Sie stand da, allein vor dem Bett. Sie war verloren in dem großen Raum. „Aufs Bett!“ Sie erschrak, denn sie hatte nicht mit der Nähe seiner Stimme gerechnet. Die zwischenzeitlich gewonnene Stabilität ihrer Beine war wieder verflogen. Sie ging zum Bett, kletterte darauf. Es kam ihr riesig vor. Sie legte sich auf den Rücken und schloss die Augen, denn das Licht über dem Bett blendete. Sie kam sich vor wie auf einer Bühne. Und sie ahnte nicht, wie recht sie damit hatte! Ihr gegenüber, irgendwo am Fussende, leuchtete plötzlich eine kleine rote Lampe auf! Zuerst konnte sie damit nichts anfangen, dann erkannte sie es – es war eine Kamera. Sie lächelte in sich hinein! Da war also das Spiel! Das war das Überraschungsmoment!

„Den Slip! Zieh ihn aus!“ Sie reckte ihren Po in die Luft, ganz leicht und zog den Slip wie gewünscht langsam über ihre Beine nach unten. Sie wartete! Gleich würden bestimmt neue Befehle erfolgen. Ihr gefiel es, seine Befehle zu befolgen. Sie hatte wirklichen Gefallen daran gefunden. Aber es blieb still. Einzig das leise Surren der Kamera erfüllte den Raum. Sie setzte sich auf, schaute sich um. Dunkelheit! Bewegung? „Ich will sehen, wie du dich streichelst, dich verwöhnst, dich entspannst! Zeig es mir!“ Sie lässt sich wieder zurück fallen und greift sich unmittelbar zwischen die Beine. Ihre mittlerweile unermessliche Lust lässt ihr keine Wahl. Er biete ihr die Chance etwas von ihrer Lust abzubauen, sie greift zu. Ihr Finger gleitet zwischen ihre Lippen, sie ist bereits feucht, nein, nass! Sie massiert ihren empfindlichen Kitzler und genießt es. Ihr Stöhnen wird lauter, intensiver, sie will diesen Höhepunkt. Sie arbeitet direkt darauf zu, spürt wie die Lust zwischen ihren Beinen stärker und stärker pocht. „STOP!“ Sie sitzt sofort, schaut sich um, ihr ist schwindelig, und sie weiß nicht, ob das am schnellen Aufsetzen oder an dem herannahenden Orgasmus liegt. Enttäuscht spürt sie die Wellen, die ihn ankündigten, schwächer werden. Aus irgendeiner Richtung fliegt etwas auf ihr Bett. Es ist ein Dildo. Etwas unsicher schaut sie ihn an, traut sich nicht, ihn anzufassen. „Nimm ihn!“ Wird sie diesmal vollenden dürfen, was sie eben begann? Sie hofft….und greift zu!

Das Spiel beginnt von vorn! Eine Vorbereitung braucht sie nicht mehr, das Spielzeug gleitet schnell in sie hinein. Sie stimuliert sich, sie weiß ja schließlich, wie es am schnellsten geht. Ihre Hände sind geschickt, ihre Lust riesig! Noch ein kleines bisschen, nur noch ein kleines bisschen! „STOP!“ Nein, sie will nicht aufhören, will ihn jetzt! „HÖR AUF!“ Sie hält inne. Die Stimme lässt keinen Widerspruch zu! Sie stoppt sich, kann kaum Atmen in den Wellen der schwindenden Lust. Sie kann nicht mehr. Jede Berührung ist mittlerweile so intensiv, dass sie ihre Gier kaum noch zurückhalten kann. Sie will nicht mehr aufhören, sie will ihn jetzt, den erlösenden Orgasmus. Sie richtet sich auf, schaut sich um. Sie vermutete etwas zu sehen, doch bevor ihre Augen sich zu sehr an die Schwärze gewöhnt haben, schreitet er auf sie zu. Er kommt aus der Richtung, in der sie die Tür vermutet, steigt zu ihr auf das Bett und beginnt sofort, sie leidenschaftlich zu küssen. Sie wird von ihm und seiner Lust überrollt, lässt sich überrollen, genießt seine Direktheit, befolgt seinen Willen. Sie nimmt ihn auf, lässt ihn das Tempo bestimmen, fügt sich seinem Rhythmus. Sie kommt mehrfach auf dem Weg zu seinem Höhepunkt, der schließlich laut und stürmisch das Treiben ausklingen lässt.

Sie fallen zurück auf das Bett, genießen die Anwesenheit des anderen. Küsse, Berührungen, sie nickt kurz ein. Ein paar Atemzüge später erwacht sie, er sitzt auf einem Sessel vor dem Bett, betrachtet sie. „Danke! Du hast dir also gemerkt, dass ich mal ein Video von mir wollte!“ Sie lächelt ihn an, als sie dies ausspricht.

Er erwidert: „Ja!“

„Was hast du dir noch gemerkt?“, fragt sie gespannt.

Er steht auf, geht durch die Dunkelheit. Sie hört das Klacken eines Lichtschalters.

Sie blickt in vier fremde Augenpaare.

„Dass du mal Zuschauer haben wolltest!“

Gastbeitrag: Unanständige Gedanken mit einer attraktiven Sekretärin

Ein Gastautor, der unerkannt bleiben möchte, teilt seine erotischen Gedanken mit euch! Ein aufregendes Kopfkino mit einer attraktiven Büroangestellten und – vielleicht dir?
Vielen Dank dem Gastautor! Viel Spaß beim Lesen!
Nur für Erwachsene – FSK 18!

Eure Julia

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FSK 18
Beginn Gastartikel:

Lass dich nur nicht ablenken Süße….
Wenn ich in dein Büro komme und du mich nicht bemerkst. Ich von hinten an dich herantrete und du auf deinem Stuhl sitzt, lege ich meine Hände auf deine Schultern. Du zuckst zusammen, weil du damit nicht gerechnet hast.
Meine Hände wandern abwärts zu deinen Brüsten auf der Kleidung und liegen dort erstmal auf. Ich will deine Atmung spüren, während ich mit meinem Kopf seitlich deinen Nacken erreiche und zuerst nur Luft durch meine Nase puste, um deine Reaktion abzuwarten.
Meine Hände tun nichts, mein Mund allerdings öffnet sich, um deinen Nacken sanft zu küssen. Du legst deinen Kopf dafür zur Seite, weil es dir gefällt.
Ich spüre deine Erregung und beginne deine Bluse aufzuknöpfen. Knopf für Knopf. Deine Brüste durch deinen BH zu berühren.
Du raunst und wirst lauter, weil du es schön findest und mir zuflüsterst, dass du bereits schon ganz feucht bist. Du beugst dich eben nach vorn, um selbst den BH komplett zu öffnen und ihn von deinen Schultern zu streifen. Meine Zunge wandert zu deinem Ohr und beginnt an der Ohrmuschel zu knabbern und zu lecken, während meine Hände deine Brustwarzen zwirbeln und kneifen.
Du stöhnst auf, dass du mich willst. Ich drehe deinen Stuhl um, sodass du zu mir blickst. Da stehst du fix auf, streifst deinen engen Bleistiftrock herunter und setzt dich wieder. Ich spreize deine Beine und lass meinen Kopf dazwischen verschwinden, um deine heiße Mitte zu erforschen.
Meine Zunge arbeitet sich voran und verwöhnt dich, während meine Hände deine Schenkel sanft halten.
Du stöhnst und windest dich, weißt nicht, wo dir der Kopf steht. Presst meinen Kopf mit deinen Händen noch mehr in deinen Schritt.
Nicht mehr lange und dein Körper wird sich anspannen, während dein Orgasmus dir süße Befriedigung verspricht.

Photo by W R on Pexels.com -Symbolbild-

Meine Kurzgeschichte: Nicole

Liebe Leser!

Manche von Euch warten schon sehnsüchtig darauf, nun ist es endlich so weit! Hier meine neue Kurzgeschichte für Euch!

Taucht ein in ein ganz besonderes Bewerbungsgespräch und lernt die hinreißende Nicole kennen! Alle handelnden Figuren meiner Geschichte als auch die Handlung selbst sind frei erfunden. Die Geschichte ist nur für Erwachsene – FSK 18! Danke.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Julia


FSK 18

Nicole

„Sag mal, wäre das nichts für dich, als Erotik-Chatterin zu arbeiten?“

Claudias warme Stimme riss Nicole augenblicklich aus ihren abschweifenden Gedanken. Sie hatte gerade ein junges Pärchen durch die Scheiben der kleinen Eisdiele beobachtet, welches Hand in Hand stehend in einer Seitengasse vor einem Juweliergeschäft die glitzernde Auslage betrachtete. Der blonde Mann lächelte versonnen seine brünette Partnerin an, als seine kantige Hand über ihre Wange strich.

„Nicole, ich habe dir eine Frage gestellt!“, beharrte Claudia, doch ihr liebevoller Blick strafte die Strenge ihrer Worte Lügen. Nicole wandte widerwillig den Blick von dem verliebt wirkenden Pärchen ab. Eine leichte Melancholie glomm in ihren grünen Augen nach, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Claudia lenkte.

Diese sah erwartungsvoll zu ihr. „Ich soll als Erotik-Chatterin arbeiten, ist das dein Ernst?“, hakte Nicole mit hochgezogenen Augenbrauen zögerlich nach.

„Warum denn nicht? Das ist eine spannende Tätigkeit. Du kommst mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt, und es wird dir dabei garantiert nicht langweilig. Außerdem arbeite ich in einem klasse Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. Ein Moderator hört nächste Woche aus privaten Gründen auf. Die Stelle wäre demnach neu zu besetzen. Dabei dachte ich spontan an dich Nicole!“ Claudia untermauerte ihre Aussage mit einem charmanten Lächeln, das ihre Schönheit und Eloquenz in besonderer Weise hervorhob.

Eine leichte Spur von Neid verdunkelte Nicoles Gedankengänge. Sofort schämte sie sich dafür, denn sie hatte Claudia vom ersten Tag an in ihr Herz geschlossen. Claudia war nicht nur optisch eine äußerst attraktive Frau; sie besaß auch viele wundervolle Charaktereigenschaften, die ihre ganze Person wie eine kleine Sonne erstrahlen ließen. Dennoch gestand sich Nicole zähneknirschend ein, dass sie Claudia nicht wirklich das Wasser reichen konnte, ginge es nach dem gängigen Schönheitsideal. Nicole würde zwar auch von sich behaupten, einen guten Charakter und ein aufrichtiges Herz ihr Eigen nennen zu können, doch wirklich gutaussehend fand sie sich nicht. Wenn sie durch die Straßen flanierte, drehten sich nur gelegentlich Männer nach ihr um. Ganz anders bei Claudia, die beim Betreten eines Raumes diesen fast gänzlich für sich einnahm.  

„Ich weiß nicht, Claudia. Das ist sehr nett von dir, dass du dabei an mich gedacht hast. Doch ich bin nicht so selbstbewusst wie du, eher das unscheinbare Mauerblümchen, das niemand sieht. Sollten so einen Job nicht eher mutige Frauen machen, die jeden Mann um den Finger wickeln können? Was soll ich den Kunden denn erzählen? Mir fällt da nichts Passendes ein, zumal ich nicht einmal ein aufregendes Sexleben, eine Beziehung oder eine Affäre habe. Claudia, ich bin nicht wirklich eine begehrenswerte Frau. Da soll ich Männer animieren können?“ Das Lachen, mit dem Nicole ihre Rede schloss, klang etwas hohl und ließ einen gewissen Zynismus mitschwingen.

Claudia quittierte es mit einer wegwerfenden Handbewegung und konterte mit einem „Ach papperlapapp“. Nachdem sie einen großen Schluck ihres Latte macchiatos getrunken hatte, strahlte sie Nicole mit ihren blauen Augen an: „Mache dich nicht schlecht Nicole! Du bist sehr viel attraktiver, als du denkst. Deine zurückhaltende und bedachte Art kann sehr erotisch wirken. Doch weil du nicht an dich glaubst, glauben andere Menschen auch nicht an dich. Für mich bist du die perfekte Besetzung für diese Stelle und ich denke, dass sie dir den Glauben an dich und deine Stärke zurückgeben wird.“ In einer eleganten Handbewegung stellte Claudia die langstielige Tasse ab und fuhr fort: „Deshalb, gerade weil ich an dich glaube und dieses als große Chance für dich erachte, habe ich unserem Chef Bescheid gegeben, dass du die Stelle gerne hättest. Heute Abend hast du ein Meeting-Date mit ihm. Dabei wird er dich in die Tätigkeit einweisen, und du kannst nächste Woche starten!“

Nicole verschluckte sich an dem Stück Apfelkuchen, das sie beim Zuhören gegessen hatte. Nachdem sie wieder zu Atem kam, blickte sie voller Entrüstung zu Claudia, die sie herausfordernd angrinste.

„Claudia, ich kann das wirklich nicht, ich bin nicht wie du, so sexy und selbstsicher. Ist das nicht auch unanständig, einen solchen Job auszuüben?“

Claudias Lächeln wurde noch strahlender und erhellte beinahe den gesamten Gastraum der Eisdiele. „Na klar ist der Job pikant, doch was kümmern uns die doofen Spießer? Außerdem sind die Doppelmoralisten unsere besten Kunden!“ Augenzwinkernd winkte Claudia dem Kellner zu und orderte die Rechnung. Dieser ließ beinahe das Tablett fallen, als er Claudias hübsche Erscheinung wahrnahm.

„Na toll, bei mir lässt der wohl nichts fallen!“, kommentierte Nicole selbstironisch die Reaktion des Angestellten. Claudia überhörte gekonnt Nicoles süffisante Äußerung und kramte fröhlich in ihrer türkisfarbenen Handtasche. „Du bist eingeladen, Süße!“ Mit einem breiten Lächeln, das ihre gepflegten weißen Zähne entblößte, ergänzte Claudia: „Tom, unser Chef, freut sich schon sehr darauf, dich kennenzulernen!“

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Was sollte sie nur anziehen? Tom war es bestimmt gewohnt, von schönen Frauen in stilvollen Kleidern umgeben zu sein. Claudia musste ihre Anspannung gespürt haben, denn sie bot sich an, mit ihr vor dem Treffen shoppen zu gehen. Eine Schnappatmung bekommend ließ sich Nicole von Claudia in einen Erotikshop ziehen und in eine Umkleide drängen, die bewusst abseits der Verkaufsräume lag. Dort musste sie auf Claudias Anweisungen hin aufregende Dessous und Kleider anprobieren. Schließlich hatte sich Nicole zu einem Kauf einer exklusiven Kombination überreden lassen, für die sich Nicole niemals alleine entschieden hätte. Nachdem ihr Claudia spielerisch mit einer Beendigung ihrer Freundschaft drohte, willigte sie schließlich lachend ein.

Nun umschmeichelte ein knöchellanges Wetlook-Kleid mit langen Ärmeln ihren kurvigen Körper und hob gekonnt ihre Vorzüge hervor. Zuvor hatte Nicole noch nie Wetlook getragen, doch sie empfand dieses anschmiegsame Material als sehr angenehm zu tragen und fühlte sich dadurch sehr weiblich und anziehend. Das schwarze Wetlook-Kleid erweckte in ihr ungekannte Gefühle von Selbstvertrauen und Erhabenheit, die durch die Latex-Dessous, die sie darunter trug, noch verstärkt wurden.

Oh ja – die Latex-Dessous! Da hatte Claudia auch ganz besondere Exemplare für sie entdeckt. Der BH schenkte ihr einen atemberaubenden Ausschnitt und das dazu passende Höschen betonte raffiniert ihre Hüften und Beine. Sie hatte schon von dem exquisiten Material gehört, sah diese spezielle Mode jedoch eher in dunklen Domina-Studios platziert. Dass auch eine ganz normale Frau wie sie Latex tragen konnte, gefiel ihr zunehmend. Sie fühlte sich damit herrlich unanständig und verrucht.

So aufreizend gekleidet hatte sich Nicole schon lange nicht mehr. Erstaunlicherweise fühlte sie sich nach einer anfänglichen Überwindung doch erstaunlich wohl. Insgeheim dankte sie Claudia, dass sie diese Empfindungen in ihr erkannt hatte und diesen zum Ausbruch verhalf durch ihre einfühlsame Beratung in Sachen Kleiderwahl.

Nervös blickte Nicole auf ihre kleine Uhr am Handgelenk. Nur noch ein paar Stunden, dann würde sie Tom gegenüberstehen. „Oh Gott!“, dachte sie und schluckte aufgeregt einen dicken Kloß herunter. „Hoffentlich werde ich ihm gefallen.“

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Sein angenehmes Parfum würde Nicole wohl nie wieder aus der Erinnerung entweichen. Der intensive Duft nach Moschus und Sandelholz umhüllte sie wie ein zartes Band, welches alle negativen und drückenden Gedanken der letzten Zeit fernhielt. Wie in einer wundervollen Blase saß Nicole gemeinsam mit Tom, dem Chef der Erotik-Hotline, an einem edlen Holztisch, welcher in seiner natürlichen Schlichtheit die Vertrautheit des Moments unterstrich.

Tom hatte sie von einem Fahrer abholen und in dieses heimelige Restaurant fahren lassen. Als der Wagen vorfuhr, sah sie Tom eindrucksvoll und von den schimmernden Lichtern des noblen Restaurants umrahmt am Eingang stehen.

Welch imposante Erscheinung er doch bot!

Nicole war sofort beeindruckt von diesem ihr noch unbekannten Mann und freute sich auf den gemeinsamen Abend, ob denn sie vor lauter Aufregung kaum ein Wort herausbrachte. Sie wäre ihm beinahe in die Arme gestolpert, als sich ihr leichter Seidenschal beim Aussteigen im Türrahmen der schwarzen Limousine verfing. Die ungewohnt hohen Pfennigabsätze ihrer High-Heels taten ihr übriges. Nicole war vollauf erleichtert gewesen, als Tom charmant lächelte und sie gekonnt in einer Drehung auffing, um sie dann galant in das stilvolle Restaurant zu führen.

Es war ein berauschendes Gefühl, als sie beide so über die Türschwelle schritten und alle Blicke auf sie gerichtet waren. Bisher drehte sich kaum jemand nach Nicole um. Um so mehr konnte sie mit dieser neuen und ungewohnten Situation kaum umgehen und blickte unsicher zu Tom auf, der einen ganzen Kopf größer als sie war und das trotz der High-Heels. Er hatte ihren Arm wie selbstverständlich in seine Armbeuge gelegt. Seine Körperwärme strahlte kraftvoll zu ihr und schenkte ein wohliges Gefühl des Getragen-seins, das sie veranlasste, ihm ihr Vertrauen zu schenken. Seine grauen Augen blickten sie liebevoll an, und sein spitzbübisches Grinsen verleitete auch sie, sich komplett losgelöst in die aufregend neue Situation zu begeben.

Galant zog Tom Nicoles Stuhl zurecht, als sie an dem romantisch eingedeckten Tisch Platz nahm. Tom setzte sich seitlich zu ihr und gab dem Kellner unauffällig einige geflüsterte Anweisungen, denen dieser umgehend nachkam. Eine stille Autorität begleitete diesen gutaussehenden Mann, die wohl nicht nur Nicole wahrnahm.

Dankbar, einige ruhige und unbeobachtete Momente für sich zu haben, folgte Nicole fasziniert Toms Fingern, die leise klackend auf die Armatur des Laptops auftippten. Den Laptop hatte er mitgebracht und vor ihnen aufgestellt.

Interessanterweise war Tom nicht Nicoles optischer Typ. Sein weißes Hemd spannte sich über seiner ausgeprägten Oberkörper- und Oberarmmuskulatur und ließ erahnen, welche Kraft sich hinter dieser verbarg. Nicole mochte zwar trainierte Männer, die Sport betrieben und auf ihren Körper achteten, doch zu viele Muskeln sollten es dann doch nicht sein. Normalerweise – vor dem Kennenlernen mit Tom.

Nun erwischte sie sich dabei, wie sie gebannt auf dessen lebendiges Spiel der Muskeln starrte und sogar eine leichte Erregung dabei verspürte. Auch war Tom älter als ihre bisherigen Partner. Sie schätzte ihn auf Ende Fünfzig, denn sein Haar war graumeliert und zu einem Zopf am Hinterkopf zusammengebunden. Es reichte ihm schätzungsweise bis auf die Schultern, und trotz seines Alters war es noch recht voll. Tom trug zudem einen Vollbart, der in einem geflochtenen Zopf mündete.

Nicole mochte ihre Männer bisher bartlos, störte sie sich doch an dem Kratzen und Kitzeln beim Küssen. Dann auch noch dieses Zöpfchen am Bart – Tom war eine Type, die einem nicht jeden Tag begegnete. Seine faszinierenden grauen Augen wirkten in keiner Weise kühl und unnahbar, wie es oft bei dieser Augenfarbe der Fall war. Ein kleines wildes Feuer loderte in diesen, ein Versprechen auf eine Leidenschaft, die sich Bahn brechen konnte und die seinem Blick eine attraktive Eindringlichkeit verlieh.

Nicoles errötete nervös. Um den Moment zu überspielen, nahm sie einen Schluck aus dem bauchigen Rotweinglas. Sie musste sich zusammenreißen und versuchen, nicht so intensiv auf diesen außergewöhnlichen Mann zu reagieren. Schließlich war dies hier ein Geschäftsessen und keine romantische Verabredung.

„Mich faszinieren errötende, rothaarige Schönheiten!“, murmelte Tom fast unmerklich und ohne Nicole anzusehen, doch seine liebevoll-neckenden Worte verfehlten ihre Wirkung nicht und trafen Nicole mitten ins Herz – und an anderer Stelle zwischen ihren Beinen. Diesem berauschenden Gefühl wollte sie jetzt nicht bewusst nachgehen.

Dass Tom sie schön nannte, war Nicole Balsam für ihre Seele. Um so mehr, da sie instinktiv spürte, dass es Tom ernsthaft meinte. Sie selbst hätte sich nie als schön bezeichnet. Claudia vielleicht mit ihrem blonden aparten Bob und ihrer athletischen Figur, die kein Gramm Fett zu viel hatte.

Doch sie mit ihren zehn Kilo zu viel auf den Rippen, mit ihrem vollen Busen und ihrem etwas zu prallen Hintern und strammen Schenkeln. Nicole würde wohl kaum dem gängigen Schönheitsideal entsprachen, sie sollte schön sein?

Dann noch ihre roten Haare, die sie oft mit einer brünetten Tönung abmilderte, damit sie sich nicht wie ein Kobold vorkam. Sie war weder besonders groß noch mit auffälligen Tattoos oder Piercings versehen. Nicole empfand sich als gewöhnlich, vielleicht höchstens als hübsch.

Toms angenehme Stimme riss Nicole aus ihren bewegten Gedanken, als er begann, ihr die organisatorischen und technischen Abläufe des Chat-Programms zu erklären. Das Gute daran war, dass sie dieses im Grunde überall aufrufen und damit arbeiten konnte. So war sie nicht an einen bestimmten Arbeitsort gebunden und musste keine Fahrtwege in Kauf nehmen. Auch versuchte Tom ihr die Nervosität vor dem erotischen Schreiben mit den Männern zu nehmen, in dem er ihr die Stammkunden und deren Anliegen vorstellte. Auch zeigte er Wege der Kommunikation auf, die sie auch in kniffligen Situationen anwenden und mit denen sie sich aus diesen manövrieren konnte.

Nach diesem Einführungsgespräch in den Tätigkeitsbereich einer Erotik-Chatterin fühlte sich Nicole wesentlich entspannter und sich der Aufgabe durchaus gewachsen. Ihre nagenden Selbstzweifel schienen an diesem Abend weit fort. Dies war der Verdienst dieses ungewöhnlichen Mannes, der immer wieder unauffällig ihren Unterarm streifte. Auch beugte sich Tom wiederholt zu ihr und verringerte somit unaufhörlich den Abstand zwischen ihnen.

Nachdem Nicole keine Fragen mehr hatte, genossen beide ein wundervoll abgeschmecktes Lammragout und frisch zubereitete Bandnudeln, welche die kulinarische Spezialität des gut besuchten Restaurants darstellten. Während sich Nicole und Tom angeregt über alle möglichen Themen unterhielten, berührten sich ihre Knie und Ellenbogen wieder und wieder, und Toms Blick suchte immer wieder Nicoles Augen. Auch fiel ihr auf, wie Tom in scheinbar ungesehenen Momenten zu ihr hinsah. Nicole empfand seine Blicke wie ein sanftes Streicheln und ließ sich nicht anmerken, wie sehr sie diese genoss.

Die Luft zwischen ihnen schien allmählich dünner zu werden. Ein leises, starkes Gefühl verschaffte sich zunehmend Gehör. Nicole konnte es nicht benennen, doch es sorgte dafür, dass ihr Puls anstieg. Fast schon berauschend war es, als Tom die Rechnung beglich und Nicoles Arm wie selbstverständlich in seine Armbeuge legte und sie nach draußen führte.

Scheinbar hatte Tom den Fahrer der schwarzen Limousine zwischenzeitlich kontaktiert, denn dieser wartete schon vor dem kleinen Restaurant, um seine Gäste nach Hause zu fahren.

„Macht es dir etwas aus, wenn ich dich nach Hause begleite?“, fragte Tom unvermittelt. Ein Anflug von Unsicherheit verdunkelte seine grauen Augen und zeigte seine Furcht vor einem Korb.

„Was antworte ich ihm nur?“, dachte Nicole panisch. Toms direkte Frage brachte sie gänzlich aus dem Konzept, zumal sie um ihre besondere Latex-Unterwäsche wusste. Bestimmt wollte er höflich sein und sie einfach ganz gentlemanlike nach Hause begleiten.

Doch wenn es doch zu mehr kommen und sie Zärtlichkeiten austauschen würden, was dann?

Diese Vorstellung löste einen wohligen Schauer in ihr aus. Ein tiefer Seufzer entfuhr ihr, als sie Tom klopfenden Herzens ein Küsschen auf die Wange gab. Sie wollte diesen einmaligen Moment nicht verstreichen lassen. Zu lange war sie das stille Mauerblümchen gewesen. Ein Prickeln rann ihr den Rücken herunter. Ja, sie wollte endlich vom Leben kosten und nicht nur existieren! So fasste sie all ihren Mut zusammen und setzte sich mit ihm auf die Rücksitze der Limousine. Eine dunkle Scheibe trennte Gast- und Fahrerraum und schenkte beiden Parteien Privatsphäre.

Auf einmal setzte eine erwartungsvolle Stille ein. Im Nachhinein hätte Nicole nicht rekonstruieren können, wie es dazu kam, doch sie spürte plötzlich Toms weiche Lippen auf den ihren und seine feuchte Zunge in ihre Mundhöhle eindringen. Er stieß diese behutsam in sie und unterstrich sein Begehren mit seinen Händen, die zärtlich ihre Oberschenkel hinaufstrichen. Dabei schob er sanft den Wetlook-Rock hinauf und entblößte ihre leicht zitternden Beine. Nicole stöhnte in seinen drängenden Kuss und erwiderte diesen mit einer Inbrunst, die sie von sich so nicht kannte.

Was machte dieser faszinierende Mann nur mit ihr?

Der Kuss wurde zunehmend leidenschaftlicher und Toms Hände frecher. Nicole spürte einen kühlen Lufthauch an ihren Schenkeln, als Tom diese mit leichter Führung öffnete und seine Finger vor ihrem Latex-Höschen positionierte. Mit kreisenden Bewegungen begann er, diese gegen Nicoles Mitte zu drücken und durch den Latex-Stoff ihren Kitzler zu stimulieren. Diese intime und zugleich sehr achtsame Geste berührte Nicole zutiefst, und sie spreizte instinktiv ihre Beine noch ein wenig weiter und bäumte sich Toms starkem Körper entgegen.

Die Limousine führte kurz darauf eine starke Linkskurve aus, so dass Tom versehentlich ganz auf Nicole rutschte. Die drängenden Finger machten einer festen Beule Platz, die sich reibend gegen Nicoles Unterleib presste. Lautes Stöhnen erfüllte den Innenraum des Fahrzeugs, als der wunderschöne Latex-BH zum Vorschein kam und zwei volle milchige Wölbungen präsentierte. Tom grinste breit und murmelte an ihre Lippen: „Du kleines Luder! Dass du auf Latex stehst, hätte ich nicht gedacht.“ Nicole wollte entrüstet antworten, doch Tom umschloss lustvoll saugend eine ihrer Brustspitzen und brachte sie so zum wohligen Schweigen.

Nicole konnte nicht mehr klar denken; starke Emotionen bäumten sich in ihr auf.

Sie spürte ihre Vagina schon schmerzhaft pochen und griff mit ihren Händen beherzt an Toms Pobacken, um ihn noch näher an sich drücken zu können. Ob denn Toms Hose und Nicoles Latex-Höschen einen Haut-an-Haut-Kontakt verhinderten, konnte der Moment nicht inniger sein. 

Da hörte Nicole Toms tiefe Stimme an ihrem Ohr: „Meine Schöne, komm für mich!“

Nicole konnte nicht mehr an sich halten und verlor jegliche Selbstkontrolle. Mit einem lauten Aufschrei hob sie ein letztes Mal ihre Hüften an. Dann fühlte Nicole einen unglaublich intensiven Orgasmus über sich hinwegbrechen, der sie in zuckenden Wellen davontrug. Eine solche Heftigkeit hatte sie noch nie zuvor mit einem Mann erlebt. Auch wusste sie nicht, dass sie überhaupt zu solch einer großen Begierde fähig war.

Was machte dieser Mann nur mit ihr! Nicole erkannte sich selbst kaum wieder und atmete schwer ein und aus, um wieder Herr ihrer Sinne zu werden.

Toms verschmitztes Grinsen und sein Blick Richtung Hose holten Nicole sanft in die Wirklichkeit zurück. Ein großer dunkler Fleck breitete sich auf Toms Hose genau in seiner Schritthöhe aus und zeugte davon, dass auch er gerade einen großartigen Orgasmus gehabt hatte. Verlegen schlug Nicole ihre Augen nieder, überkamen sie doch Schuldgefühle, dieses nicht bemerkt zu haben.

„Entschuldige Tom, es ist so lange her, dass ich mit einem Mann beisammen war. Ich habe deinen Orgasmus gar nicht bemerkt. Hätte ich mich anders verhalten sollen?“

„Nicht doch, du hast dich genau richtig verhalten. Du warst authentisch, hast nicht über dein Handeln nachgedacht und mir vertrauensvoll deine Hingabe dargeboten. Dafür möchte ich dir von Herzen danken. Und zu deiner Latex-Unterwäsche kann ich nur staunend sagen: Wow!“

Um seinen bewundernden Worten Ausdruck zu verleihen, küsste Tom Nicole lange auf die Stirn und strich ihr eine seidene, rote Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Außerdem befinden wir uns wohl in einer ganz ähnlichen Situation.“ Mit erhobenen Augenbrauen glitt sein Blick zwischen ihre noch immer leicht geöffneten Beine auf ihr Latex-Höschen, an dessen Seiten ihr Nektar hervorquoll. Selbst an den Innenseiten ihrer Schenkel befand er sich und transportierte einen unvergleichlich süßen Duft. Tom beugte sich vor und nahm genussvoll ein paar tiefe Atemzüge, bevor er anzüglich grinste.

Dies gefiel Nicole so sehr, dass sie spontan ihren Slip auszog und ihm diesen feierlich reichte. Tom war davon vollkommen überrascht und konnte Nicole nur mit großen Augen anstaunen.  

„Ich könnte mir vorstellen, mein Geschenk gefällt dir. Behalte mein Höschen und trage es mit dir, dann kannst du meinen Duft überall genießen.“ Hatte das Nicole gerade wirklich gesagt? So als würde sie neben sich stehen, wartete sie gespannt auf Toms Reaktion.

„Meine Güte, du kannst wirklich meine Gedanken lesen! In der Tat liebe ich den Duft von Frauen und deinen ganz besonders. Sehr gerne nehme ich dein himmlisch-köstliches Geschenk an und werde deinen geilen Latex-Slip wie einen Schatz aufbewahren. Wenn ich an dich denke, werde ich deine Lust inhalieren und voller Sehnsucht auf unsere nächste Begegnung hoffen.“

Voller Inbrunst drückte er den außergewöhnlichen Stoff gegen seine Nase und leckte kurz über Nicoles Nässe, die noch am Slip heftete. Tom stöhnte auf und schien für einen kurzen Moment der Gegenwart entrückt.

„Wie fantastisch du bist, genauso wie dein Geschmack.“

Just in diesem Moment, als Nicole vor freudiger Erregung erneut errötete, hielt das schwarze Gefährt an. Kurze Zeit später öffnete der Fahrer die Tür auf Nicoles Seite, denn sie waren an ihrem Zuhause angekommen.

Auf einmal ergriff Tom Nicoles Hand und hielt diese fest umschlossen, als er sie um ein Wiedersehen bat. Spielerisch koket zögerte sie kurz, dann hauchte sie ihm ein erlösendes „Sehr gerne“ mit einer Kusshand entgegen, welches seine markanten Gesichtszüge freudvoll erstrahlen ließ.

Sie tauschten noch einen heißen Kuss, dann stieg Nicole aus und vernahm dabei Toms poetische Worte: „Was bist du nur für ein berückender Mensch!“

Eine kleine Ewigkeit verfingen sich ihre Blicke, graue in grüne Tiefen. Da äußerte Nicole auf einmal keck: „Wenn dir Latex so gut gefällt, kannst du dich ganz besonders auf ein Wiedersehen freuen. In meinem Kleiderschrank hängt ein neues Latex-Minikleid mit aufregenden Reißverschlüssen an ganz besonderen Stellen. Noch fand ich keine Gelegenheit es auszuführen.“ Ohne Toms Antwort abzuwarten, schloss Nicole geschwind die Tür. Sie erhaschte noch einen Blick in seine erstaunt blitzenden Augen, da setzte der Wagen schon an und war alsbald aus Nicoles Sichtfeld entschwunden.

Eine ganze Weile stand Nicole einfach nur da, gefangen in ihrer bewegten Gedankenwelt. War das gerade alles sie, die das erleben durfte?

Bald würde die einbrechende Dämmerung die Nacht verabschieden und den Tag einläuten. Kaum hatte sie Gelegenheit gehabt sich zu sammeln, da vibrierte auch schon ihr Handy. Sie nahm es neugierig zur Hand und rief das Display auf. Tom hatte ihr geschrieben. Er bedankte sich für den wundervollen Abend und ihr entzückendes Geschenk. Und er schrieb, dass er sich auf ihr baldiges Wiedersehen sehr freute und noch nie eine solch bezaubernde Frau kennengelernt hatte.

Ein verführerisches Grinsen umspielte Nicoles rosafarbene Lippen, als sie Tom sogleich antworten wollte. Just in dem Augenblick, als sie ansetzen wollte, erhielt sie eine weitere Nachricht. Im Eifer des erotischen Gefechts hatte sie ganz vergessen, dass ihre Schicht im Erotikchat soeben begonnen hatte.

Die erste Nachricht eines Kunden hatte sie soeben erreicht. Darin war zu lesen: „Ich sitze hier auf dem Stuhl und warte gespannt, wie du aus der Dusche kommst.“

Nicoles aufkommendes, selbstbewusstes Lächeln verlieh ihr auf einmal einen ganz besonderen Glanz. Nicht einmal ein Höschen trug sie gerade. Ihr Leben schien wohl recht interessant zu werden…

Meine Kurzgeschichte: Mein Verehrer, der Boxer

Sie waren geradezu magisch, diese Freitagabende im Hallenbad. Bis 22 Uhr war immer geöffnet. Draußen lag alles im kompletten Dunkel, umso eindringlicher reflektierten die Glasscheiben das Geschehen in der Schwimmhalle. Das Wasser wurde oftmals stimmungsvoll beleuchtet, die Deckenbeleuchtung gedimmt. Da keine Vereine mehr trainierten, gab es keine abgetrennte Bahnen mehr, die Schwimmer konnten frei im Becken ihre Bahnen ziehen. Freitagabend waren oftmals die gleichen Schwimmer anwesend, die Stammkunden – so wie ich zu diesen zählte.

Wie immer nahm ich mir vor, zumindest eine halbe Stunde durchzuziehen. Freitags fiel mir das immer schwer, denn oftmals war ich etwas müde von der Woche. An diesem Abend trug ich einen roten Triangel-Bikini mit weißen Tüpfelchen und Rüschenvolant an Oberteil und Höschen.

Ich hatte schon ungefähr die Hälfte hinter mir, da fiel mir ein Mann am anderen Ende des Beckens auf, der gerade eine Schwimmpause einlegte und mich eindringlich betrachtete. Ich schaute kurz in seine Richtung, konnte sein Gesicht jedoch nicht deutlich erkennen, da er sich im schummrigen Licht befand.

Mir fiel sein Oberkörper auf. Und Oberarme, die ihn am Beckenrand hielten. Meine Herren, war dieser Mann stark. Muskelbepackte Arme liefen in einen Brustkorb über, der definierter nicht hätte sein können. Der Mann fuhr sich mit einer riesigen Hand durch sein blondes kurzes Haar, bevor er sich zu voller Größe aufrichtete, auftauchte und seinen Körper bis zum Bauchnabel freilegte.

Dann fuhr er sich mit dieser Riesenhand über seine glatte Brust und schaute mich die ganze Zeit über an. Ein blaues Schimmern ließ mich nicht mehr los. Ich reagierte auf ihn und spürte leichte Erregung in mir aufsteigen. Verlegen senkte ich meinen Blick und schwamm wieder los.

Der Mann tat es mir gleich und durchpflügte das Wasser. Es war erkennbar, dass er seinen Körper trainierte und gut im Griff hatte, auch mental. Er schwamm konzentriert, ausdauernd und zielführend. Während den kurzen Drehungen am Beckenrand bemerkte ich im Blickwinkel, dass seine Augen immer wieder auf mir ruhten. Irgendwie schien sich der Abstand zwischen uns zu verringern, obwohl ich meine Position nicht verändert hatte.

Und so kam es, dass er auf einmal direkt in der Bahn neben mir schwamm. Er erreichte vor mir den Beckenrand. Als er sich erhob, erhaschte ich einen Blick auf seinen mächtigen Rücken.

Nun zog er die Schwimmbrille ab, die er aufgrund des Kraulens getragen hatte. Schwungvoll drehte er sich auf einmal zu mir um und sah mir zu, wie ich die letzten Meter zurücklegte, bis ich den Rand des Beckens erreicht hatte. Er drehte sich synchron mit mir, beide schauten wir eine Weile nach vorne und sahen uns in unserem Spiegelbild im Fenster vor uns.

Unvermittelt wandte er sich plötzlich zu mir und sagte mit tiefer Stimme: „Hallo.“

Ich drehte mich zu ihm und blickte in ein solch blaufunkelndes Augenpaar, wie ich es noch nicht erlebt hatte.

Ein helles, klares Blau mit Schatten von Grau. Ein Drei-Tage-Bart mit leicht rotblonder Note schmückte sein Gesicht, seine Wimpern und Augenbrauen standen hingegen im dunkleren Kontrast zu seiner hellblonden Haarfarbe. Er lächelte mich offen und liebevoll an und zeigte dabei seine schönen und gepflegten Zähne.

Ich konnte gar nicht anders, als sein Lächeln zu erwidern. „Hallo.“, antwortete ich.

„Ich heiße Waldemar.“

Anstatt ihm zu antworten, musterte ich ihn unauffällig.

„Wie heißt Du?“, hakte er nach.

„Julia.“

„Julia – ein schöner Name. Es freut mich dich kennenzulernen.“

Dabei kam er einen Schritt auf mich zu. Eine Bugwelle erreichte mich, als er mir seine Hand zur Begrüßung reichte.

Mein Gott waren das Pranken! Riesige Handteller, dicke Finger und ein kräftiger Händedruck. Meine eigene Hand verschwand in diesem Händedruck komplett.

Mir gefiel dieses höfliche Auftreten. Damit ehrte er mich auf eine ganz urtümliche Art und Weise. Sein Blick glitt unauffällig über meinen Körper, als er wieder etwas zurückwich.

„Du bist immer freitags hier, nicht wahr? Ich sehe dich schon länger und habe mein Training so gelegt, dich hier anzutreffen.“

Interessant, wie man doch gesehen wird. Er war mir bisher nicht bewusst aufgefallen.

„Was trainierst du denn?“

„Ich bin Boxer. Krafttraining gehört auch dazu. Am Schluss gehe ich dann immer schwimmen für die Kondition.“

„Das ist nicht zu übersehen“, äußerte ich spontan ohne nachzudenken. „Eigentlich bist du gar nicht mein Typ, das sind mir fast zu viele Muskeln.“

Verwegen grinste er mich an: „Dafür bist du genau mein Typ. Bist du Single? Da schwimmt manchmal ein Mann mit dir“.

„Das ist vermutlich Rouven, den du meinst. Wir treffen uns als auch hier. Er geht ebenfalls regelmäßig schwimmen. Ich bin aber nicht mit ihm zusammen. Rouven kommt gerade aus einer Beziehung und will erstmal keine Freundin.“

Waldemar musste auf einmal lachen. „Quatsch. Ich habe euch beobachtet. Er will was von dir. Nur ein dummer Mann will dich nicht.“

Er sagte es sehr bestimmt und eindringlich und als ich ihm widersprach, meinte er:

„Julia, du wirst immer gewollt sein. Ich sehe es in deinem Gang, du hast Stil. Dein Lachen ist herzlich und dein Herz ist ehrlich. Das sehe ich alles. Das wirst du auch als alte Frau noch haben!“

Ich war seltsam berührt von seinen Worten. Waldemar sprach mit mir, als würden wir uns schon Jahre kennen. Es war eine Intimität zwischen uns spürbar, die nichts mit Sexualität zu tun hatte. Im anschließenden Gespräch erzählte er mir, dass er Inhaber und Chef einer Firma war, die Personenschutz anbietet. Daher sein wacher Blick für seine Umgebung, kam es mir in Gedanken.

Ich hatte spontan ein Gefühl des absoluten Vertrauens. Instinktiv wusste ich, dass dieser Mann immer gut zu mir sein würde und immer aufrichtig und loyal. Seine Augen waren grundehrlich, seine Absichten spürbar rein. Optisch sah er aus wie der geborene Checker, doch spürte ich Güte von ihm ausgehen und ein riesengroßes Herz in seiner Brust wohnen. Seine scharfe Wahrnehmung hatte nichts mit Kontrollwahn zu tun. Dieser Mann sorgte sich um mich und mein Wohlergehen. Und das nach dieser kurzen Zeit…

Gastartikel: Das erste Mal bei einer Escort-Dame

Den folgenden Gastbeitrag reichte mir ein junger Mann ein, der die Menschen daran teilhaben lassen möchte, wie er sein erstes Mal Sex mit 18 Jahren mit einer Escort-Dame erlebte.

Damit möchte er nicht die Sensationsgier der Leute stillen, sondern Mut machen, zu seinen Gefühlen zu stehen und das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mut wird oftmals belohnt! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle dem Autor des Gastartikels, der gerne anonym bleiben möchte.

Alle handelnden Personen in der Erzählung sind mindestens 18 Jahre alt. Bitte nur Erwachsene lesen, danke!

Liebe Grüße

Eure Julia

………………………………………………………

FSK 18

Gastartikel:

Meine Geschichte handelt von meinem ersten Mal im doppelten Sinne. Es war meine erste sexuelle Erfahrung und dazu noch im Escort-Bereich. Angefangen hat es, als meine damalige Freundin und ich uns getrennt haben. Zu diesem Zeitpunkt war ich 18, und aufgrund verschiedener Dinge kam es bis dahin leider nicht zum ersten Mal.

Also fing ich an im Internet nach Anzeigen zu schauen, weil ich nun endlich diese Erfahrung machen wollte. Habe lange überlegt, ob ich diese Erfahrung wirklich so sammeln möchte, was ich im Nachhinein überhaupt nicht bereue.

Zurück zum eigentlichen Thema. Nach längerer Suche bin ich fündig geworden. Ich erklärte ihr die Situation, und sie zeigte großes Verständnis. Ein paar Nachrichten später war es klar, dass ich mit dieser Frau mein erstes Mal haben möchte, und so machten wir ein Treffen aus. Vor lauter Aufregung hab ich das erste Treffen in den Sand gesetzt und dachte schon, das wars. Aber nein, sie gab mir eine zweite Chance, die ich diesmal warnahm.

Kurz vor dem Klingeln bei ihr.

Vor der Haustüre angekommen wollte ich vor Nervosität schon wieder gehen, doch ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und klingelte. Eine liebevolle Stimme bat mich herauf zu kommen. Oben angekommen öffnete sie mir die Tür, und was soll ich sagen? Einfach ein Traum. Lange, dunkelbraune Haare, ein super süßes Gesicht, dazu eine üppige Oberweite und einen Po, der prall und knackig wie ein Apfel war.

Ich betrat die Wohnung und nahm auf der Couch im Wohnzimmer Platz. Total nervös und mit beginnender Erektion saß ich nun da, und sie setzte sich neben mich. Wir unterhielten uns, sie fragte mich noch einmal, ob ich mein erstes Mal wirklich so möchte und ich dürfte mich nicht verlieben. Fasziniert von ihrem Körper war ich wie benommen, und sie bemerkte schnell meine Schwellung in der Hose. Also fragte sie, ob ich bereit wäre und wo es mir am liebsten wäre.

Ich entschied mich für das Schlafzimmer.

Zuerst ging es ins Bad frisch machen. Langsam befreite sie mich von meinen Klamotten, küsste meinen Körper, bis ich nur noch in meiner Unterhose vor ihr stand. Als sie plötzlich mit ihrer Hand nach meinem Penis griff, stellten sich mir alle Haare auf. Sie zog meine Unterhose aus,  und so stand ich wie von Gott geschaffen vor ihr. Mein Penis platzte schon fast vor Geilheit, und ich hoffte nicht allzu schnell zu kommen. 

Aus dem Nichts fing sie an, ihn in den Mund zu nehmen und mit ihrer Zunge zu bearbeiten. Im Gespräch vorhin meinte sie zwar, dass sie gerne bläst, aber hey ich dachte nicht, dass es so geil wird.

Es war unbeschreiblich! Sie wusste genau, was ein Mann braucht.

So standen wir im Badezimmer, und sie bearbeitete abwechselnd mit ihrer Hand und Zunge meinen Penis. Auch meine Eier kamen nicht zu kurz. Es war einfach wunderschön. Nach einer Weile merkte sie, dass ich es nicht mehr lange halten würde, und so zog sie mich an meinem Schwanz ins Schlafzimmer, wo ich sie endlich näher betrachten konnte.

Sie zeigte auf ihren Po mit der Aufforderung, ihren Slip auszuziehen.

Ich weiß noch, wie sie meinte: „Nicht dass es dir gleich kommt“. Ich griff mit meinen Händen nach ihrem Arsch und zog ihren Slip herunter.  Ich knetete ihre Arschbacken und gab ihr Küsse. Als sie sich aufs Bett legte und ihr Oberteil freimachte, erstrahlte sie in ihrer ganzen Schönheit. Unbeholfen stand ich da, und sie zeigte auf ihre Vagina. Ich fragte verlegen, ob ich sie fingern, bzw. lecken dürfte.

Sie erwiderte mit der Antwort: „Sehr gerne“, und so begann ich meinen Finger langsam in ihre Muschi zu schieben. Sie zeigte mir, wie ich am besten Hand anlege. Nach kurzer Zeit vergrub ich mein Gesicht zwischen ihren Schenkel und begann sie zu lecken.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl. So schön warm und weich.

Ich weiß nicht, ob es mir eingebildet habe, aber ich glaube, sie war trotz meiner Unerfahrenheit erregt und begann schwerer zu atmen. Nach einer gefühlten Ewigkeit nahm sie meinen Kopf und fragte, ob ich nun bereit wäre. Ich antwortete in Trance: „Klar“. Sie griff in ihrer Kommode nach einem Kondom, dass sie mir überzog. 

So lag ich nun auf ihrem Bett und war kurz davor, meine Jungfräulichkeit zu verlieren.

Als sie sich dann langsam näherte und meinen Penis vor ihrer Vagina platzierte, wusste ich mir nicht zu helfen. Dieser Anblick war zu schön. Wie sie auf mir saß und mich verträumt anschaute. Sie merkte meine Aufregung und flüsterte mir nur ins Ohr: „Keine Sorge, versuch nur nicht direkt zu kommen“. Leichter gesagt als getan bei meiner Geilheit.

Und dann war es soweit: Sie senkte ihr Becken herab, und mein steifer Schwanz drang in ihre Vagina ein.

Es war eine totale Reizüberflutung. Noch nie überkamen mich solche Gefühle. So warm, weich und schön. Sie bewegte sich auf und ab, während ich völlig unbeholfen da lag. Ich versuchte, mich mit ihr im Rhythmus zu bewegen, was leider nicht direkt so funktionierte. Aber das war nicht schlimm, denn meine Prinzessin wusste ja, dass ich in dem Moment das erste Mal mit einer Frau Sex hatte und übernahm die Führung. 

Es war einfach nur geil.

Durch die Spiegel konnte ich schön sehen wie sie auf mir ritt, langsam und sicher dem Orgasmus entgegen.  Mir fiel es sichtlich schwer nicht zu kommen, und so kündigte ich an, dass es gleich so weit wäre. Völlig unbeirrt erhöhte sie das Tempo, und ich griff zusätzlich nach ihrem Busen.

Plötzlich überkam es mich und ich spritzte drei bis vier starke Male in den Gummi. Sie blieb auf mir sitzen und küsste mich, bis mein Kleiner schlaff war. Wir lagen in ihrem Bett und kuschelten noch eine Weile, während ich es einfach genoss, mit ihr nackt da zu liegen. Nach einer gefühten Ewigkeit fragte sie, ob ich nochmal könnte und bereit wäre für eine zweite Runde. „Natürlich, nichts lieber!“, antwortete ich. So führte sie mich mit halber Erektion ins Bad zum Frischmachen. Danach ging es direkt wieder ins Schlafzimmer, wo sie ihn mit einem traumhaften Blowjob zum Stehen brachte wie eine Eins. Also Gummi drauf, und ich konnte es kaum erwarten, dieses geile Gefühl wieder zu erleben. Dieses Mal legte sie sich mit halb gespreizten Beinen aufs Bett und deutete darauf, dass ich zu ihr kommen sollte.

Total hilflos legte ich mich über sie, und sie platzierte meinen Penis vor ihrer Vagina.

Als ich schließlich in sie eindrang, versuchte ich die typischen Bewegungen zu machen, was leider nicht direkt funktionierte. Sie half mir mit einem Tipp und dann lief es. Es war einfach unbeschreiblich, wie ich das erste Mal mit einer Frau in der Missionar-Stellung Sex hatte. Ich rammelte drauf los, und ein paar gefühlte Sekunden später füllte sich wieder das Gummi. Wie gerne hätte ich in der Stellung Stunden auf ihr ihr liegen bleiben können, doch bevor mein Penis schlaff wurde, bat sie mich ihn rauszuholen, dass nicht noch etwas passiert. So lagen wir dann noch ein paar Minuten im Bett, wo wir redeten und kuschelten.

Gastartikel: Die Zeit nach meinem Escort-Besuch

Der Gastautor, der anonym bleiben möchte und uns an seinem ersten Mal mit 18 Jahren mit einer Escort-Dame teilhaben ließ, verfasste einen Brief für alle Leser.

In diesem Brief möchte er uns schildern, wie es in seinem Leben nach dem intensiven Erlebnis seiner Entjungferung weiterging.

Vielen lieben Dank dem Gastautor für seinen Brief und seine Zeit.

Bitte nur Erwachsene lesen, danke.

Liebe Grüße, Julia

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FSK 18

Der Brief des Gastautors:

Ohje, ich hab jetzt nicht mit so Reaktionen gerechnet im positiven Sinne. Danke sehr!


Kurzum, die Vorteile meiner Entjungferung mit einer Escort-Dame waren offensichtlich. Weiter ging es eigentlich ganz ehrlich gesagt nur mit einer kurzen Zeit und einer längeren Beziehung, wo der Sex einfach Katastrophe war, weil was soll ich sagen? In meinem Alter sind die meisten entweder total geil oder was ich eigentlich gar nicht gesucht habe. Das, was ich gesucht habe, hat darin geendet, dass sich die Mädchen erst selbst finden mussten. Charakter aus Gold, aber dadurch das sie einfach verklemmt waren und nicht ansatzweise wussten, was sie wollten und nicht zu ihrem Körper standen, endete es in „guten“ Freundschaften.

Ich bin auch nicht krampfhaft auf der Suche, weshalb da nicht so viel bei raus kam. Was auch besser ist, weil entweder ergänzt es sich und passt oder eben nicht. Aber ja, sexuell ist es in meinem Alter schwer, weil umgekehrt bringt es mir auch nichts, wenn ich das Mädchen liebe, man sich Zukunft vorstellt, und sie wollen nur Sex oder Materielles.

Im Bereich Pay Sex hab ich es ein paar Mal danach wieder probiert, aber das ist halt wirklich nur für den schnellen Druckabbau. Klar, bei meinem Escortgirl und mir war es auch Geld gegen Sex, aber ehrlich? Kann man halt nicht miteinander vergleichen.

Wenn ich mit Kollegen im Laufhaus, Bordell, etc. war ist es einfach komisch, weil alles nach dem Eieruhr-Prinzip funktioniert. Für die einen ist es was, für die anderen eben nicht. Aber im Endeffekt ist es auch nicht schlimm, weil hey, ich bin zwar irgendwo ein Mann mit Trieb, aber nicht um jeden Preis muss ich mir sowas geben. Und der Scheiß war einfach oder ist bis heute, dass ich bedingt durch den Tod meiner Mutter schwer klar komme mit allem.

Sie ist jetzt seit fast 4 Jahren tot, und trotzdem vergeht kein Tag, wo ich nicht auf dem Friedhof bin und an sie denke. Gehört jetzt auch nicht hier her, aber das Gesamte macht es eben schwer. Auch durch Selbstständigkeit usw. habe ich gar nicht die Zeit und Lust, so auf die Suche zu gehen. Wie gesagt, wenn der Druck zu groß wird, geht’s halt schnell wohin, aber genauso schnell hat man die Begegnung wieder vergessen.


Und das können Sie mir jetzt glauben oder nicht, aber es ist gut so wie es ist, weil meistens scheitert es bei Menschen daran, dass sie Dinge erzwingen wollen, egal ob die große Liebe, Wohlstand oder sonst etwas. Sobald man etwas erzwingt, wird des nichts.

Und zuletzt hab ich die Arschkarte gezogen, dass bei mir das Beste zuerst kam und nicht zum Schluss, wie man sagt. Dachte damals auch, wenn es gut läuft, bin ich nach dem Treffen mit der Escort-Dame einfach keine Jungfrau mehr und alles ist gut. Mann ich konnte damals doch nicht wissen, dass mit ihr gleich das Beste kommt.

Klar wird noch viel passieren, aber sie hat halt die Messlatte zu hoch gelegt, und ich meine es in jeder Hinsicht.

Ob vom Wesen, Charakter oder Sex, wenn ich es vergleiche und das sollte ich nicht, wird es glaube ich schwer, so jemanden zu finden. War einfach alles zu schön, und ich weiß nicht, ob es am naiven Alter lag oder weil es das erste Mal war. Ich weiß nur, dass es super war. Und bevor ich hier einen Liebesbrief schreibe, muss ich mich selbst bremsen. Habe ja schon gesagt, sie hat alles richtig gemacht. Und ob wir uns je wieder sehen, überlasse ich ihr natürlich. Klar gäbe es nichts Schöneres, wie wenn wir einfach zusammen Sex hätten und sie mir Sachen zeigt, wo sie in meinem Alter dafür einfach nicht offen sind, aber es muss eben nichts sein.


Ich sag immer, Gott gibt und Gott nimmt, und alles was ich bekomme, nehme ich dankend an und hinterfrage nicht, was er für mich auf meinem Weg bereit hält.

Es gibt auch Menschen, die nicht allein sein können und immer einen Partner brauchen, aber ich habe meine Familie und ein paar sehr gute Freunde. Ich mag es nicht nicht zu wissen, woran man bei Menschen ist. Heutzutage ist es alles schwierig geworden, egal ob mit der Ehrlichkeit oder sonst was.

Katastrophe mit mir, Sie merken es ja selbst.

Auf jeden Fall schön, dass es so eine Resonanz auf den Beitrag gab!

BDSM-Poesie: Liebesbrief einer Sub

FSK 18

Und so schrieb eine glückliche Sub ihrem geliebten Herrn:

„Oh ja – Mein Geist pulsiert, sie erregen mich wahnsinnig.
Meine Mitte pocht stumm und leicht schmerzend für Ihren Herrn…
Sie sehnt Euch Herr.
Eure Essenz ruft mich…
Eure Narben sehnen meine Küsse und zarten Berührung meiner Finger.
Ich begehre diese Eure Narben.
Sie zeigen mir, dass Ihr lebt und überwunden habt – Eure wahre Stärke…
Dann erst kommt die Peitsche.
Die nichts wäre, schlapp und kraftlos, ohne die Kraft Ihres Ausführenden und Herrn.
Mein Herr…
Wie schön Ihr seid.“

Gastbeitrag: Erlebnisse eines Mannes mit der Inanspruchnahme eines Escort-Service

Spannende Erlebnisse schildert hier ein Mann, der andere an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben lassen möchte. Nicht um die mögliche Sensationsgier der Leute zu stillen, sondern um anderen eine Bereicherung zu sein. Vielen Dank dem Verfasser für diesen offenen Einblick…

Es werden hier keine sexuellen Praktiken dargestellt oder etwas empfohlen, dennoch sollten den Gastbeitrag bitte nur Erwachsene (FSK 18) lesen. Danke.


FSK 18

Beginn Gastbeitrag:

„Ich will die Geschichte erzählen wie es dazu kam, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ernsthaft darüber nachgedacht habe, eine Escort-Dame zu engagieren.

Zu mir: Ich bin ein Mann Mitte 40, der in einer sexlosen Ehe lebt. In der Langeweile rund um die Weihnachtsfeiertage habe ich zur Ablenkung die Spielerei mit Twitter angefangen. Dort bin ich dann erstmal ziellos umhergewandert, und habe Accounts gesucht, die interessante oder lustige Inhalte teilen. Sehr zufällig bin ich dabei auf einen Spendenaufruf gestoßen und habe mich beteiligt. Mit einer der Organisatorinnen dieser Spendenaktion kam ich dann in’s Gespräch und wir führten eine Fachdiskussion über Themen, mit denen ich mich beruflich beschäftige.

Da das Tippen am Handy meistenteils für mich ein nerviges Geschäft ist, ist diese Diskussion zügig in ein Telefongespräch überführt worden.

Vicky (Anmerkung: Name geändert) stellte sich als intelligente und angenehme Gesprächspartnerin heraus. Erst zu diesem Zeitpunkt habe ich ihren Account besucht und verstanden, dass sie als Escort-Dame arbeitet.

In der Folge habe ich dann das „Privileg“ genossen, noch ein wenig mit Vicky zu telefonieren, bis es dann zu dem leidigen Thema „Geld“ kam.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht weiter darüber nachgedacht, fand aber die Stimme und den Intellekt ihrer durchaus angenehm und hatte nicht wirklich Langeweile und ein wenig Weihnachtsgeld zu verbrennen. Also haben wir uns auf einen angemessenen Preis für weitere, nicht sexuelle Telefonate geeinigt.

Über die nächsten Tage entwickelte sich von meiner Seite aus ein Vertrauensverhältnis und, ich gebe es zu, auch das Gefühl von Verliebtheit. In der Retrospektive ist Vicky mit der Situation relativ fair umgegangen: Ohne mir Hoffnungen zu machen, hat sie die Aufmerksamkeit sanft, aber bestimmt auf die Realitäten der Situation gelenkt (Kunde-Dienstleister-Verhältnis). Was mich faszinierte war definitiv ihr Geschäftsmotto („Die Zeit ist gekauft, das Interesse ist echt“) und der wache Geist hinter der sanften Stimme.

So kam es, dass ich anfing zu rationalisieren, dass es besser und einfacher wäre, mit einer professionellen Anbieterin Sex zu kaufen, als eine Affäre mit einer Frau zu beginnen. Ich kam zu dem Entschluss, dass ein Treffen und eine Nacht mit Vicky, von der ich zu diesem Zeitpunkt zwar einige Bilder gesehen hatte, aber noch nie das Gesicht, eine Option wäre.

An diesem Punkt sei erwähnt, dass bei Frauen für mich vor allem zwei Dinge wirklich wichtig sind: Zum Einen ein wacher Verstand und zum Anderen ein (für mich) hübsches Gesicht. Ich teilte ihr diese Überlegungen mit und erhielt ohne jede Diskussion 2 Bilder, die mir verrieten, dass all meine K.o.-Kriterien mit Leichtigkeit erfüllt waren.

Hier sei kurz erwähnt, dass ich mir Vicky nicht ausgesucht hätte, wenn es nur um Ihr Profil gegangen wäre. Falsche Haarfarbe, vielleicht etwas zu alt (jaja, ich weiß, alte Männer und junge Dinger 😉), Einschränkungen der möglichen Sexualpraktiken. Aber nichts davon spielte eine Rolle, den mir war die persönliche Beziehung, die ich zu diesem Zeitpunkt aufgebaut hatte, wichtiger als der eventuell mögliche Analsex oder die roten, blauen oder grünen Haare in welchem Schnitt auch immer. Ich wollte jemanden, dem ich Vertrauen schenken konnte; einen echten Menschen und nicht nur einen willigen Körper.

Und so einigten wir uns auf ein Date nach Corona oder zumindest zu einer Zeit, zu der Corona keine große Rolle mehr spielen sollte. Und wir wollten weiter miteinander telefonieren. Doch es kam anders.

Eines schönen Morgens, wir telefonierten wie üblich, sprachen über dies und das, überraschte Vicky mich. Sie wechselte mitten im Gespräch zügig und unvermittelt das Thema vom Kopf in Richtung Unterleib. Eine sehr unvorhergesehene und angenehme Überraschung. Ich bin bis heute davon überzeugt, dass diese Aktion eher ihrer spontanen Lust entsprang als geplant war. Bis zum heutigen Tag, sollte es bei dieser einen sexuellen Begegnung bleiben. Es war das erste Mal für mich, Telefonsex zu haben. Und bis heute weiß ich nicht, wie ich dieses Erlebnis bewerten soll.

Sie zu hören war sehr erregend, aber zugleich war ich sehr reserviert und um Kontrolle bemüht, so dass ich mir beim Genuss vielleicht auch selbst etwas im Weg gestanden bin. Ich werde diesem Rätsel wohl nicht mehr auf den Grund gehen können, jedenfalls nicht mit Vicky.

Ihr fragt, warum, wo doch alles so gut läuft? Ganz einfach, weil es nicht mehr so gut weiterlief. Es kam zu erheblichen Verwerfungen in meine Wahrnehmung. Missverständnisse der Wahrnehmung, dass Vicky kein Interesse mehr an der Erfüllung unserer Abmachungen hätte. Dazu, ich gebe es unumwunden zu, kam noch das Gefühl, als Mensch und Gesprächspartner nicht mehr interessant zu sein. Mein persönliches Kryptonit, ich kann schlecht damit umgehen, dass Menschen, denen ich Bedeutung für mein Leben beimesse, dieses Gefühl nicht erwidern. Dabei geht es nicht darum, dass ich mir viel Aufmerksamkeit von der Welt wünsche oder allgemein hohe Ansprüche an meine Umwelt habe.

Meinen reflektiven Selbstwert ziehe ich aus der Beziehung zu ausgewählten Menschen und ich habe den Fehler (nicht sicher, ob es ein Fehler war oder einfach nur eine schmerzhafte Lernerfahrung) gemacht, Vicky in diesen erlauchten Kreis aufzunehmen. Nun, jedenfalls war ich sehr kurz davor, aus dem Gefühl heraus, dass unsere Vereinbarung entweder nicht eingehalten wurde oder aber, falls die Einhaltung so aussah wie es aussah meinen Bedürfnissen nicht gerecht wurde, die ganze Sache zu beenden. Warum auch eine Verbindung aufrechterhalten, die mir kein Vergnügen bereitet und dann auch noch dafür bezahlen?

Nun, ich tat also was ich lange nicht mehr gemacht habe und was schon immer sehr gut NICHT geklappt hat: Ich habe geschmollt, mich totgestellt und auf eine Reaktion gewartet.

Wie ein vernünftiger Mensch erwartet hätte, ist eben nichts passiert. Also habe ich mit genau derselben Sturheit, die auch einem Felsklotz eigen ist, genau mehr von dem getan, was zuerst schon keinen Erfolg zeigte. Über diese Übung verbesserte sich meine Laune natürlich täglich etwas mehr und wer hier den Sarkasmus nicht erkennt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Das Ganze endete in einem höflichen Telefonat, in dem der Telefon-Service aufgekündigt wurde. Einige der Missverständnisse konnten ausgeräumt werden und ganz die professionelle Dienstleiterin, erklärte Vicky, dass zumindest ein Teil der Schuld für unsere verschiedenen Erwartungshaltungen bei ihr zu verorten wäre. Ob das jetzt ernsthaftes Anerkenntnis von Schuld oder Beschwichtigung war, es hat funktioniert. Sie konnte zumindest den Löwenanteil unserer Vereinbarung, ihren Besuch bei mir retten.

Aber auch hier konnte und wollte ich Änderungen durchsetzen: Corona, die Inzidenzen und ich wurden uns leider nicht einig, ich hatte keine Lust mehr, zu warten bis in Deutschland wieder alles Mögliche erlaubt wurde und habe nach einem früheren Termin gefragt. Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, hier von irgendwelchen illegalen Aktivitäten zu sprechen, ein Wohnsitz im Ausland ist doch manchmal von Vorteil, denn andere Länder andere Regeln. Auch haben wir vereinbart, dabei Masken zu tragen. Scheinbar war das nicht mal im Ansatz ein Problem für die junge Dame und so wurden wir uns recht schnell einig.

In der Folge entspannte sich die Situation merklich. Kein Vertrag bedeutet ja auch, dass keine Abmachungen gebrochen oder nicht eingehalten werden können. Mein Aufmerksamkeit-Defizit-Problem war einigermaßen unter Kontrolle, und ansonsten hatte ich so viel mit meinem Job und meinen Hobbies zu tun, dass ich tatsächlich tagelang gar nicht an Vicky dachte.

Bis mir dreieinhalb Wochen vor unserem Date plötzlich klar wurde, dass es langsam aber sicher ernst wurde. Das Bahnticket war schon zugestellt und im Prinzip war der Zeitpunkt, die Reißleine zu ziehen und abzusagen, schon so gut wie überschritten. Mir viel nichts Besseres ein, als Vicky eine Textnachricht zu schicken: „Hallo Vicky, kennst Du kalte Füße? Die kriege ich grade.“ Zu meiner Überraschung erhielt ich nahezu sofort eine Antwort, und in Folge wurde meine Nervosität in einem sehr freundlichen Telefonat zumindest so weit kuriert, dass ich dem Treffen jetzt positiv entgegensehe.

Man könnte sagen, ich freue mich schon sehr. Wir werden sehen, was dann passiert. Ich verspreche, zu berichten.“

Mein Blogartikel: Ist ein Fetisch eine psychische Erkrankung?

In meinem neuen Blogartikel geht es um die Entstehung eines Fetischs aus wissenschaftlicher Sicht.

Ist ein Fetisch Zeichen einer psychischen Erkrankung?

Auf diese und weitere Fragen gehe ich in diesem Blogartikel ein.

Den Blogartikel könnt ihr kostenfrei lesen.

Vielen Dank! ❤ Viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße

Julia

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FSK 18

Die Entstehung eines Fetischs

Manchmal wissen die Menschen um ihre besonderen Bedürfnisse, manchmal auch nicht und die Suche verläuft unbewusst – gemeint ist der Fetisch, das Verlangen nach einer ganz speziellen Sache, einem Objekt, einem Material, einer Besonderheit, einem bestimmten körperlichen Attribut. Die unterschiedlichsten und intensivsten Emotionen gehen mit einem Fetisch einher. Die Skala reicht dabei von wunderschönen und erfüllenden Gefühlen bis hin zu beklemmenden und unschönen Empfindungen. In der Regel entspricht ein Fetisch nicht den gängigen gesellschaftlichen Konventionen, so dass allein diese Tatsache schon allerlei Konfliktpotenzial in sich birgt. Dabei sind manche Fetische im allgemeinen Verständnis tolerierter, andere hingegen genießen einen eher schlechten Ruf. So ist naheliegend, dass über persönliches Fetischempfinden recht selten offen und frei gesprochen wird und viele Menschen verborgene Leidenschaften als festes und sicheres Geheimnis oft ein Leben lang mit sich herumführen.

Wie entwickelt sich ein Fetisch?

Der Psychoanalytiker Sigmund Freud hatte wohl seine helle Freude daran, dafür so allerlei Theorien darzulegen, denn lange Zeit galt Fetisch ähnlich wie Homosexualität als Krankheit, die es zu therapieren galt. Wenn wir in der Geschichte zurückblicken, liegt die Auffassung nahe, dass mit dem Bewusstwerden eines Fetischs sehr viel Scham und vermutlich auch Ekel vor sich selbst einhergingen. Die Geheimhaltung diente letztendlich dazu, weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können und schlimmstenfalls nicht verhaftet und in eine psychiatrische Klinik weggesperrt zu werden. Das klingt fürchterlich, war jedoch rückblickend lange Zeit Realität für die Menschen.

Nicht nur zur damaligen Zeit beschäftigten sich Forscher und Wissenschaftler bis hin zu Ärzten und Psychiatern mit der Frage, wie eigentlich ein Fetisch entsteht.

Wieso betrifft es manche Menschen und andere wiederrum nicht?

Wieso können Füße oder ein bestimmtes Material so großen Einfluss auf unser Sexualleben gewinnen?

Dabei wird als Fetisch eine Form des sexuellen Verlangens verstanden, bei der ein bestimmtes Material, Kleidungsstück, Gegenstand, Körperteil, etc… Anlass zu äußerster Erregung und nur durch diese Gegebenheiten wirkliche Befriedigung erfahren werden kann. Bei sehr starker Ausprägung kann nur noch Sexualität durch den Fetisch erlebt und empfunden werden. Bei abgeschwächten Erscheinungen kann auch ohne den Fetisch Sexualität praktiziert werden, jedoch meist mit weniger intensivem Empfinden.

Auch gibt es Formen des Fetischs, die in einen Suchtbereich münden und dadurch so viel Raum im Alltag einnehmen, dass ein normales und unabhängiges Leben nicht mehr möglich ist. Wie bei jeder anderen Sucht sollte in diesem Fall professionelle Hilfe aufgesucht werden.

Wie kommt es zum Fetisch?

Zunächst einmal sind wir alles Individuen, die unterschiedlich sind und unterschiedliche sexuelle Vorlieben haben. Kein Mensch gleicht hier haargenau dem anderen. Dabei spiegelt diese Individualität auch verschiedene erotische Fantasien und Vorlieben wider. Dennoch befassten sich Experten und Forscher mit genau diesem Thema der Analyse und kamen zu erstaunlichen Ergebnissen.

Dabei wurde auch auf die Frage eingegangen, ob bei Menschen mit Fetischempfinden eine psychische Erkrankung vorliegt und vielleicht ausschlaggebend sein kann, warum manche Fesseln, Erniedrigung, Windeln für Erwachsene oder Latex aufregend finden und in die Sexualität einbinden.

In diesem Zusammenhang ging es auch um die Tatsache, dass ein Fetisch oft Gegenstände oder Körperteile betrifft, denen normalerweise kein erotisches Attribut anhängt. Dabei meint es zum Beispiel verschiedene Materialien wie Leder oder Nylon, Körperteile wie Hände, Füße oder Haare oder Objekte wie Autos. Die Studien beschäftigten sich auch mit der Frage, warum sich bei manchen Menschen eine Vorliebe für einen bestimmten Lebensstil herausbildet, welcher ein Ausleben von Dominanz und Unterwerfung, Bondage, Rollenspiele und Sadomasochismus (BDSM) ermöglicht. Dabei gibt es alternative erotische Lebensformen und Fetische in einer großen Vielzahl an Formen, die von allgemeiner bis hin zu extremer Erscheinung reichen.

Ist eine psychische Erkrankung Ursache für die Bildung eines Fetischs?

Sind Menschen, die einen besonders starken Fetisch haben oder mit besonders schwerem Fetischempfinden psychisch krank?

Die Forschungen kamen zu folgendem Ergebnis:  

Einige Menschen eben dieser Kategorie können möglicherweise psychisch krank sein oder ein Trauma erlebt haben. Psychische Erkrankungen sind aber ganz klar und entschieden kein Prädiktor für die Entstehung von Fetischen.

Bei all den paraphilen Störungen oder Angelegenheiten sexuellen Interesses, bei denen es nicht um übliche und der Norm entsprechende Verhaltensweisen und Attribute geht, bleibt die Frage im Raum bestehen, wie sich ein solches Fetischverhalten entwickeln oder was dies für einen Lebensstil bedeuten kann.

Viele dieser Fragen und Theorien hierzu sind nach wie vor offen und nicht klar definiert oder beantwortet. Im Allgemeinen muss hier festgehalten werden, dass dies individuell zu beobachten gilt und sich nicht zu verallgemeinerten Thesen verleitet werden lassen kann.

Außergewöhnliche sexuelle oder kreative Fantasien zu haben und deren Umsetzung zu suchen, macht einen Betroffenen noch lange nicht zu einem psychisch kranken Menschen. Dies würde den Menschen großes Unrecht tun und ausschließlich Vorurteile und Intoleranz nähren. Denn genau damit haben Begeisterte von Fetisch und BDSM in der Gesellschaft zu kämpfen und sehen sich vielmals mit Ausgrenzung, Beleidigung und Diskriminierung konfrontiert. Gerade auch Unwissenheit und vorgefertigte Meinungen führen zu dieser Diskrepanz und zu dieser inakzeptablen und unschönen Haltung.

Die meisten Menschen, die einen Fetisch haben und diesen pflegen und als eine wichtige persönliche Facette annehmen, sind psychisch vollkommen gesund und stehen oftmals mitten im Leben. In jeder sexuellen Auslebungsform wird es prozentual ein paar Ausnahmen geben. Dies findet sich dann jedoch auch in gleicher Häufung in nicht ungewöhnlich gelebten Sexualitäten, also auch außerhalb von Fetisch und BDSM. Nun also zu der Ursprungsfrage:

Wann entsteht ein Fetisch?

In vielen Fällen bildet sich ein Fetisch in der Pubertät aus, manchmal auch schon im Kindheitsalter. Dies sind jedoch sehr unbewusste Vorgänge, die die Betroffenen zu dieser Zeit nicht klar erkennen, verbalisieren oder gar akzeptieren können. Da die Pubertät an sich eine sehr ereignisreiche Zeit mit vielen verschiedenen und aufregenden Eindrücken ist, sich die Charakterbildung ausreift und meist gegen bestehende Umstände rebelliert wird, ist die Zeit des Erwachsenwerdens keine bewusst reflektierte Zeit.

Sexuelle Fantasien sind in dieser Zeit alle noch sehr neu und unbekannt, da wird dabei eher selten akzeptiert, dass zum Beispiel ein bestimmtes Objekt oder ein spezifisches Material erregt. Das gesamte Spektrum ist hierbei sehr unterschiedlich. Von daher könnten Fetische ein Element unserer individuellen Vielfalt in Bezug auf sexuelles Interesse und Erregung sein. Ähnlich wie beim Essen verhält es sich hierbei auch mit dem Herausbilden unterschiedlicher Geschmäcker und Vorlieben.

Nicht auszuschließen und wahrscheinlich anzunehmen ist von daher auch, dass sich ein Fetisch erst im Erwachsenenalter bilden kann, so wie sich unsere Geschmäcker im Laufe des Lebens auch stetig verändern und in andere Richtungen entwickeln können.

Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass sich ein Fetisch frühestens in der Zeit der Pubertät ausbildet. Genauso gut kann er aber auch erst im Erwachsenenalter entstehen und sich entwickeln. Ein Fetisch ist also in den meisten Fällen eine ganz normale Sache, nicht ungewöhnlich und auf keinen Fall ein Symptom oder ein Einhergehen mit einer psychischen Erkrankung.

Macht euch frei von diesen Gedanken, gebt dem Gerede der Leute nicht so viel Wichtigkeit und lebt euer Leben nach eurer Fasson, denn ihr habt nur das eine!