Meine Fetisch-Kurzgeschichte: Der Himmel des lieben Marie

FSK 18 – Bitte nur Erwachsene lesen, danke!


„Das ist ja ein Mann! Was ist denn das für ein Spinner?“

Spätestens jetzt waren alle Blicke der Wartenden an dieser Bushaltestelle auf Egon gerichtet. Er spürte, wie sich heiße Röte auf seinen Wangen ausbreitete und ihm der Schweiß ausbrach und den Rücken hinablief. Mitleid vermischte sich mit Verwirrung, Verwirrung wurde zu Ungläubigkeit, Ungläubigkeit mündete in Aggression.

„Was für eine Tunte! Na, braucht die Sissi mal was Richtiges?“ Die vulgäre Unverschämtheit wurde begleitet von einer unmissverständlichen Geste. Der stämmige Mann mittleren Alters fasste sich demonstrativ in den Schritt seiner Stoffhose und grinste Egon höhnisch an. Dabei entblößte er seine gelben Zähne, die sich wohl von jahrelangem Rauchen und mangelnder Pflege verfärbt hatten. Ein widerlicher Kerl! Dennoch genoss er die Zustimmung im Bad der Menschenmenge, die sich allmählich immer dichter um das Geschehen tummelte und missmutiges Gemurmel verlauten ließ.

Der ungehobelte Typ blähte seine beleibte Brust auf, stemmte seine feisten Arme in die Seiten seines dunklen Anzugs und setzte sein gehässiges Spotten ungeniert fort. Sein aufgequollener Finger zeigte direkt auf Egon, als er boshaft spie: „Solche Freaks wie du gehören doch weggesperrt! Wer braucht schon solche Abartigen wie dich!“

Um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen, stieß er mit einem seiner ledernen Halbschuhe die blonde Perücke wie einen Fußball mit Schwung von sich fort. Diese war Egon zuvor verrutscht und auf den Boden gefallen, genau vor seine cremefarbenen Pumps. Immer mehr Schaulustige blieben stehen und gesellten sich zu dem ungewöhnlichen Treiben hinzu, das sich an der Bushaltestelle allmählich verdichtete. Die umstehenden Leute grölten immer lauter, gestikulierten wild mit den Armen und blickten auf Egon, als sei er irgendein lästiges Insekt, das es zu verscheuchen galt. Egon war wie gelähmt. Er hatte schon des Öfteren Bekanntschaft mit kaltem Hass und rigider Ausgrenzung machen müssen und wollte aufbegehren und sich gegen den Hetzer und den Mob behaupten, doch es gelang ihm nicht. Alle Kraft war ihm auf einmal entwichen. Wie gejagtes Wild kauerte er in der Mitte der Ansammlung, unfähig, auch nur eine Silbe der Verteidigung zu erwidern und den unmöglichen Denunzianten zur Rede zu stellen.

„Ich brauche ihn!“, ertönte plötzlich eine wohlklingende, weibliche Stimme. Ob denn diese nicht schreiend ertönte, ließen die darin verborgene Autorität und Bestimmtheit die Versammlung augenblicklich verstummen. Neugierig drehten sich die Köpfe der Anwesenden in die Richtung, aus der die liebliche Stimme erklang. Wie durch Zauberhand teilte sich die Formation und bildete ein Mittelgang, durch den eine hochgewachsene, schlanke Frau schritt. Als sie auf ihrem Weg die blonde Frauenperücke passierte, bückte sie sich in einer grazilen Bewegung und hob diese anmutig auf. Ihre rot lackierten und perfekt manikürten Fingernägel strichen in einer zärtlichen Geste durch das Kunsthaar. Versonnen lächelnd blickte sie auf die Haarsträhnen. Wie seiden sie sich anfühlten. Da hob die Frau ihren Blick zu Egon, grinste keck und ging entschlossenen Schrittes auf ihn zu. Ihre grünen Tiefen schimmerten liebevoll, als sie ihm seine Perücke reichte. Egon erwiderte ihren wohlwollenden Blick mit einem dankbaren Lächeln und erhob sich unsicher aus seiner gebeugten schutzsuchenden Haltung, die er im Kreuzfeuer seines Widersachers unbewusst eingenommen hatte.

Die Frau war eine ausgesprochene Schönheit. Sie trug auffällige, mit Nieten besetzte High-Heels, die ihre Körpergröße provozierend hervorhoben. Ihre anthrazitfarbene Netzstrumpfhose und ihr enganliegender, schwarzer Bleistiftrock verliehen ihrer kurvigen Figur einen eleganten Charme und eine einladende Attraktivität. Ihre stille Präsenz wirkte deeskalierend auf die aufgepeitschte Situation und brachte das zuvor aufgebrachte Gemurmel der Leute augenblicklich zum Erliegen. Bewundernde Blicke folgten dem Gang der Frau und begleiteten diesen wie das Klackern ihrer Pfennigabsätze.

Als sie bei dem untersetzten Stimmungsmacher ankam, hob sie eine fein geschwungene Augenbraue und musterte den Mann mit unverhohlener Abscheu. Er war ihr nicht unbekannt. Einmal hatte sie von ihm eine Anfrage für ein spezielles Treffen erhalten, da ihm ihre Dienste von einem Bekannten empfohlen wurden. Sunny, so hieß die eloquente Dame, erinnerte sich, dass ihr die Anfrage und vor allem der Mann, der dahinterstand, spontan unsympathisch war. Ihr Gefühl riet ihr damals, von seinem Gesuch Abstand zu nehmen. Scheinbar hatte sie ihre Intuition nicht getäuscht.

Die Situation wirkte umso einnehmender, da Sunny den ungehobelt auftretenden Mann um Kopflänge überragte und diesen ihre körperliche Überlegenheit betonten Blickes spüren ließ.

„Gibt es hier irgendwelche Probleme?“, fragte sie bestimmt. Zunächst hielt der Fiesling ihrem strengen Blick stand. Er maß abschätzend und mit unverhohlener Gier ihre Erscheinung und tastete ihre weiblichen Attribute länger als notwendig mit forschen Augenblicken ab. Doch dann änderte sich etwas im Ausdruck des Mannes. Er hatte ihre mentale Überlegenheit erkannt.

Sunny sah den fliehenden Ausdruck in den blauen Augen des gedrungenen Mannes und jubelte innerlich. Der Hanswurst war eingeknickt. Jetzt würde sie ihn gänzlich erniedrigen, wie er es zuvor mit ihrem treuen Freund und Kunden Egon getan hatte. Solche Besserwisser benötigten eine Lektion. Im besten Fall würde die Wirkung ihrer Demütigung eine Weile anhalten und den Mobber stillsetzen. Leider würde der Nachhall der seelischen Verletzungen, die er Egon zugefügt hatte, wohl ein Leben lang andauern. Verdammtes Schwein!

Und so setzte Sunny an und holte dabei ihr Handy hervor: „Vielleicht sollte ich auch die Polizei rufen, um diesen Vorfall zur Anzeige zu bringen?“ Nachdem sie sich mit einem prüfenden Blick durch die Runde der Aufmerksamkeit der Sensationsgierigen sicher war, fuhr sie nach einer kunstvoll inszenierten Pause fort: „Warten Sie, sind Sie nicht der Herr Vorsitzende des Gerichts? Das passt ja wunderbar, dann kann Ihre Frau die Strafanzeige für Sie bearbeiten! Das bleibt dann sozusagen in der Familie! Ihre Angetraute arbeitet doch noch im entsprechenden Sekretariat?“

Sunny hatte noch nicht zu Ende gesprochen, da war der unangenehme Zeitgenosse auch schon aus ihrem Sichtfeld in der Menschenmenge verschwunden, die sich nun ebenso schnell verflüchtigte, wie sie aufgetreten war. Ihre bordeauxfarbenen Lippen verzogen sich zu einem zynischen Grinsen. Dieser Mistkerl hatte eine nette Frau, die sie ab und an in einem gehobenen Friseursalon antraf. Wie sie den Gesprächsfetzen bei diesen Zusammentreffen entnehmen konnte, hatte sich die Ehefrau wohl erst kürzlich einen aufmerksamen Liebhaber genommen. Sie brüstete sich fröhlich damit, wie sie ihrem Ehemann regelmäßig die Hörner aufsetzte.

Nun denn, das Beziehungsleben anderer Leute ging sie nichts an. Sunny war keine indiskrete Frau und schätzte und gab Privatsphäre. Was ihr ihre Kunden erschöpft keuchend und nach Luft ringend in den intimen Momenten ihrer erotischen Arrangements über ihre Partnerinnen erzählten, behielt sie grundsätzlich für sich.

Mit Zornesfalten auf der Stirn schimpfte Sunny noch den Gehenden hinterher: „Schämt euch, nichts unternommen zu haben!“ Dann war sie mit Egon alleine.

Egon, einer ihrer besten Kunden, der im Laufe der vergangenen Monate auch zu ihrem Freund wurde. Wie schön er heute aussah, er hatte sich sehr viel Mühe gegeben. Versonnen betrachtete sie seine Erscheinung. Egon trug ein schwarzes Kleid mit Blümchenmuster, kombiniert mit einer beigefarbenen Strumpfhose und den benannten cremefarbenen Pumps, in welche er gerade wieder schlüpfte. Eine lilafarbene Handtasche und Strassschmuck zierten sein Handgelenk, seine Finger und seine Brust. Die Linien des schicken Kleides zeichneten ein Bild von wohlgeformten, weiblichen Rundungen, die äußerst verführerisch wirkten. Komplettiert wurde das stilvolle Gesamtbild von der blonden Langhaarperücke, die nun wieder Egons Haupt zierte. Die formvollendete Weiblichkeit, gekonnt in Szene gesetzt.

Doch es war die Illusion einer Frau, denn ob denn sich Egon Marie nannte, wenn er diese schönen Kleider trug, war er biologisch gesehen ein Mann. Egon war ein Crossdresser. So werden Menschen bezeichnet, die gerne in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpften und sich dementsprechend kleideten. Sunny vermutete beim Anblick der inszenierten Kurven, dass Egon einen Ganzkörper-Silikonanzug unter der weiblichen Kleidung trug. Diesen oder Vagina-Höschen trug Egon bei ihren Sessions, wenn Sunny ihm eine ganz besondere Behandlung zukommen ließ. An den Silikon-Kleidungsstücken befanden sich Silikonbrüste und Silikonvagina. Der Träger derer konnte sich damit wie in einem realen Frauenkörper fühlen.

Der Weg dorthin war für Egon kein leichter gewesen, das wusste Sunny. In ihren gemeinsam verbrachten Sessions hatte er sich ihr vollkommen anvertraut und sie eingeladen, in die Tiefe seiner Seele einzutauchen. Bevor Egon zu Sunny fand, focht er so manchen inneren Kampf aus. Der bedeutsamste Moment war für Egon, sich seine ureigenen Bedürfnisse einzugestehen und diese aktiv auszuleben. Zunächst geschah das Praktizieren des Crossdressings ausschließlich hinter verschlossenen Türen. Dann rief er Sunny an einem schönen Sonntagmorgen, schlaftrunken und beschwipst, an. Er hatte zig Annoncen durchwühlt, bis er auf Sunny stieß. Ihm gefielen ihre Herzlichkeit und Natürlichkeit, er hatte sofort ein gutes Gefühl bei ihr.

Es vergingen weitere Wochen, bis Egon so viel Mut sammelte, sich bei ihr vorzustellen. Das war auch das erste Mal, dass er sich vor jemanden als Frau kleidete. Der Rahmen war ein geschützter, doch es war dennoch ein bedeutsamer Schritt gewesen.

Zudem war Egon vollkommen überrascht gewesen, dass Sunny nicht ausschließlich auf sexuelle Handlungen konzentriert war. Sie nahm sich Zeit für ihn, mehr als er ihr bezahlte. Hörte ihm zu, nahm aufrichtig Anteil. Zu keiner Zeit fühlte sich ihr Zusammensein als bloße Dienstleistung an. Sunny war Sexarbeiterin mit Leib und Seele, was wohl auch beinhaltete, Menschen zu lieben und sich für sie zu interessieren. Oftmals aßen sie auch zusammen Kuchen, den Egon für sie mitbrachte. Wenn Sunny Zeit fand, backte sie sogar und bezog seinen persönlichen Geschmack dabei mit ein.

So war die Sexarbeiterin zu einer lieben Freundin geworden, mit der er sich nicht nur sexuell, sondern auch menschlich sehr wohlfühlte. Egon vertraute ihr. Und sie war weise und lebenserfahren genug, um dieses Geschenk zu erkennen und wertzuschätzen. Sunny wusste zu gut, dass die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht käuflich waren, so abgehalftert das klingen mochte. Vertrauen war eines dieser Dinge. Es konnte niemals eingefordert werden oder vorausgesetzt. Es wuchs und bemaß sich an den Gedanken und Taten der Involvierten.

Wie schön Sunny heute wieder aussah, ging es Egon durch den Sinn. Und wie mutig sie sich für ihn einsetzte. Selbstloses Handeln wurde ihm sonst nicht zuteil. Um so mehr war er tief berührt von ihrem Auftreten ihm gegenüber. Verlegen richtete sich Egon seine Perücke und blinzelte Sunny mit erröteten Wangen an, die sein gut deckendes Make-up nicht vertuschen konnte. Sunny erwiderte liebevoll sein Lächeln und begann, nach etwas in ihrer Handtasche zu suchen.

Ihr Lächeln wurde spitzbübisch, als sie Egon ihren Lippenstift reichte. „Ziehe dir deine Lippen nach, falls dir danach ist, Marie.“ Ein Hauch von Erotik schwang mit, als sich Sunny an seine Schultern lehnte und unauffällig ihre Hand über seinen Rücken bis hin zu seinen Pobacken gleiten ließ. Flüsternd hauchte sie: „Wenn du mich bei unserem nächsten Treffen fickst, wird es Voraussetzung sein, dass du ihn trägst. Ich küsse gerne deine geschminkten Lippen, während dein harter Speer mein weiches Fotzenfleisch teilt!“

Ihre warmen Lippen legten sich auf seinen Mund und verlangten ihm einen schnellen, fordernden Kuss ab. Augenblicklich schoss ihm das Blut mit aller Kraft in seine Lenden. Sein Glied wurde hart. Noch während sich sein Hodensack beinahe schmerzhaft vor Verlangen nach oben zog, wandte sich Sunny keck winkend ab und ging mit schwingenden Hüften davon.

„Was für eine Frau!“, stöhnte Egon innerlich wie äußerlich auf. Bald fand ihr nächstes Treffen statt. Er konnte es kaum erwarten. Sunny verstand ihn und konnte seine verborgenen Sehnsüchte stillen wie keine andere. Er wollte sie nie wieder missen.

Seine Erektion drängte sich gegen das Latex-Catsuit und erinnerte Egon daran, dass er gerade als Marie unterwegs war. Dem ungläubig dreinblickenden Alten, der tadelnd seinen Kopf schüttelte, warf Egon selbstbewusst eine Kusshand zu. Er begehrte keine Männer, doch wollte er den Moralisten auf die Schippe nehmen. Das schnelle Wegdrehen konnte den überraschten Blick des Urteilenden nicht verbergen, welches Egon ungekannte Befriedigung verlieh. „Ich lebe nicht, um eure Erwartungen zu erfüllen, Idiot!“, wisperte Egon kaum hörbar, doch laut genug, um dass es gehört werden konnte.

Da traf der Bus ein. Grinsend stöckelnd stieg Egon ein, nicht scherend der vielen Blicke, die ihm missmutig folgten. Irgendwie hatte es Sunny geschafft, dass er sich selbstsicherer fühlte und wieder mehr zu sich stehen konnte. Eine beeindruckende Persönlichkeit, seine Sunny. Bald durfte er sie wieder allumfassend genießen.

Urheber/Geschrieben von: Julia, Autorin „Gewürzt mit Herz“

Meine Kurzgeschichte: Laura

Liebe Leser!

Es ist eine verbotene Fantasie und heißer Stoff für ein aufregendes Kopfkino!

Begleitet die junge Studentin Laura, die wider Erwarten käuflich wird…

Die Kurzgeschichte ist nur für Erwachsene / FSK 18. Alle Personen und Handlungen sind frei von mir erfunden. Wenn Euch die Geschichte gefällt, empfehlt mich gerne weiter!

Liebe Grüße

Eure Julia

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Kurzgeschichte / FSK 18:

Laura

„Würdest du dich für hundert Euro mit mir treffen und Sex haben?“

Laura wollte eigentlich ihrem ersten spontanen Impuls folgen und die Nachricht von diesem Fremden löschen. „Unverschämtheit!“, dachte sie sich empört und ging im Geiste den äußerst knappen Wortwechsel durch, den sie mit dem 15 Jahre älteren Mann in dem Chat der Singlebörse gehabt hatte. Seit einigen Tagen hatte sie sich diese neue Dating-App heruntergeladen und sich ein ausführliches Profil angelegt, um nicht zu viele in die Leere laufende Aufmerksamkeiten zu bekommen. Als junge Frau mit gutem Aussehen wurde ihr Account regelrecht gestürmt und erfreute sich sehr großer Beliebtheit. Glücklicherweise beinhaltete die App auch einen Fetisch-Schwerpunkt, so dass sich Gleichgesinnte gezielt kennenlernen konnten. Laura hatte eine gewisse Vorliebe für aufregende Stoffe und Materialien. Sie liebte Wetlook-Dessous und Kleidungsstücke aus Latex, ferner auch Leder.

Dabei schrieben sie deutlich ältere oftmals verheiratete oder gebundene Männer an, die mit ihren Partnerinnen aus vielerlei Gründen keinen Geschlechtsverkehr mehr hatten. Jedoch auch Männer im gleichen Alter wie sie oder sogar noch jünger, die sich meist eine Beziehung wünschten. Einige kamen sehr schnell zur Sache und machten deutlich, dass sie Unverbindlichkeit suchten. Andere lehnten den schnellen Sex kategorisch ab und suchten eine aufrichtige Tiefe und wollten sie als Menschen erst einmal in Ruhe kennenlernen.

Da ihr die Flut an Mitteilungen schlichtweg zu viel wurde, hatte sie sehr viel gelöscht und auch stumm geschaltet. So war Laura dann doch vollkommen überrumpelt, als ihr dieser Mann nach einem Korb von ihr erneut schrieb. Viele meldeten sich dann einfach nicht mehr oder beschimpften sie sogar. Irgendwie setzte auf einmal ein angenehmes Kribbeln als Reaktion auf die Frage ein, welches sie nicht so wirklich deuten konnte. Auch ein drängendes Pochen machte sich zwischen ihren Beinen bemerkbar und förderte ihre Feuchtigkeit zutage. Vermutlich hatte sie zu lange keinen Sex gehabt.

Laura war grundsätzlich sehr wählerisch, was die Menschen anbelangte, die sie näher an sich heran und zum Teil ihres Lebens werden ließ. Diese Haltung war nicht aus Arroganz oder gar Überheblichkeit geboren, sondern basierte auf reinem Selbstschutz. Wenn Laura liebte, dann liebte sie wahrhaftig und ohne Halten. Dieser besondere Mensch durfte sich dann maßlos über ihre Liebe freuen, denn für diesen tat sie alles und opferte sich auf, um dass dieser ein sehr angenehmes Leben mit ihr führen durfte. Dabei stellte es für sie auch kein Problem dar zu verzichten, eigene Bedürfnisse hintenanzustellen oder diese Person in den Mittelpunkt zu heben, denn dann war diese in diesem Moment ihr vollkommener Dreh- und Angelpunkt.

Viele Männer nutzten diese umsorgende und großherzige Charaktereigenschaft von Laura leider oftmals rücksichtslos aus und zogen nur die eigenen Vorteile aus einer Beziehung mit ihr. So geriet sie in ihrer Vergangenheit leider immer wieder an Egoisten oder Narzissten, denen sie gefällig war und die sich durch ihre Schönheit und ihren Geist schmückten, jedoch kaum etwas ausreichend oder selbstlos zurückgaben. Immer wieder gab sie alles – immer wieder brach ihr dann ein Partner das Herz und immer wieder starb dann ein kleiner Teil ihres Selbstwertgefühls. Mit der Zeit war diese Spirale toxisch, denn Laura kam sich vermehrt hohl und unempfindsam vor und hatte Angst, irgendwann nicht mehr wirklich fähig sein zu können, vollen Herzens zu lieben.

Da das Alleinsein auf Dauer aber auch nicht ihrem Naturell entsprach und sie ernsthaft anfing, einen Menschen an ihrer Seite zu vermissen, reifte in ihr der Gedanke, wieder auf Partnersuche zu gehen. Wie es der Zufall im Leben manchmal dann will, las sie just in dem Moment von einer neu entwickelten Dating-App, die ihren Mitgliedern scheinbar so einiges zu bieten hatte. Also war sie spontan, überlegte diesmal nicht lange und wägte auch nicht zig Mal das Für und Wider ab und meldete sich kurzerhand an.

Binnen kürzester Zeit gingen die ersten Profilanfragen ein und gaben Laura ein freudiges Gefühl der Anerkennung und Wertschätzung in Bezug auf ihre Person. Ein paar Mal wurde sie von anderen Usern sogar gefragt, ob sie echt sei und kein Fake-Account, da ihre Bilder so gut aussehen würden wie bei einem professionellen Fotomodell. Diese Rückmeldungen taten ihr gut, denn obgleich Laura kein eingebildeter Mensch war, pflegte sie sich und ihren Körper, achtete auf ihre Ernährung und trieb regelmäßig Sport. Das Rauchen hatte sie zum Glück nie angefangen und der Konsum von Alkohol lag ihr mehr als fern.

So wirkte ihr Aussehen fast jugendlich und nicht nur einmal musste sie schon ihren Ausweis bei Alterskontrollen vorlegen. Laura studierte Betriebswirtschaftslehre und hatte zuvor ihr Abitur mit einem sehr guten Notenschnitt absolviert. Gedichte und Songtexte schreiben war ein großes Hobby ihrer gleich nach den abwechslungsreichen Fitnesskursen. Sie war also nicht nur attraktiv mit dem gewissen Etwas, sondern auch gebildet und studiert. Mit ihrer Intelligenz kamen leider auch nicht alle Männer klar, sahen sie doch in ihr mitunter das typische Blondchen mit Schmollmund und großem Busen, welches nichts im Kopf zu haben schien. Doch von dieser Sorte Mann hielt sie sich schon lange bewusst fern; zu wichtig war für Laura ihr eigenes Seelenwohl und zu oft hatte sie schon wegen solchen Egozentrikern, die eine Freude daran hatten sie klein zu halten, geweint.

Laura ging gedankenversunken auf die Toilette und erleichterte ihre Blase. Als sie sich mit dem Toilettenpapier abputzte, wunderte sie sich über ihre unglaubliche Nässe. Dieser unvermutete Zustand überraschte sie vollkommen, hatte sie doch gar kein erotisches Kopfkino gehabt oder sich selbst berührt. Dieses Pochen an ihrem Kitzler war urplötzlich wieder da und wie fremdgesteuert fing sie an, sich ihre Perle zwischen den Zeigefinger und Daumen zu nehmen und zu reiben.

Dabei stellte sie sich vor wie es wohl wäre, einem Mann zur Verfügung zu stehen, der sie gekauft hatte und der für gemeinsamen Sex bezahlte. In ihrer Phantasie zog sie sich ganz langsam vor diesem aus, schwang dabei ihre sinnlichen Hüften und lockte und reizte ihn damit gleichermaßen. Die Dessous, die dabei von ihrem heißen Körper glitten, waren aus dem glänzenden Material, welcher sich Wetlook nannte. Dieses umschloss ihre Kurven gekonnt, engte sie jedoch nicht wirklich ein. Eine bequeme und sexy Wäsche sozusagen, in welcher sich jede Frau sehr wohl und gleichsam gewollt fühlen konnte.

Laura hatte das aufregende Material erst kürzlich für sich entdeckt; seitdem trug sie es sehr gerne und auch mal auf einer Party oder gar in der Uni, also nicht ausschließlich nur in einem erotischen Zusammenhang. Ein besonders aufregender Favorit war dabei für sie ein Wetlook-Glanz-Kleidchen mit einem auf dem Rücken liegenden sexy Reißverschluss, süßen Rüschen am Rockteil und einem integrierten Slip. Darin fühlte sie sich äußerst begehrenswert und liebte das anschmiegsame Tragegefühl des glänzenden Materials mit seinem hohen Elasthan-Anteil.

Wie aufregend das war und wie begehrt sich Laura dadurch fühlte. Dann genoss sie es, dass sie ihre Beine vor dem Freier spreizte und er sie ausgiebig in Augenschein nahm. „Du wirst jetzt von mir rangenommen, Schlampe!“, entgegnete ihr der markant aussehende und ihr doch kaum bekannte Mann, als dieser sich genüsslich und bestimmend in Position brachte. Laura erfühlte sein steifes Glied kurz am Oberschenkel, da schob er ihr seinen harten Riemen schon in einem Satz tief in ihre Vagina ein. Kurz raubte ihr ein Gefühl zwischen Erregung und Schmerz den Atem, dann begleitete das Klatschen seiner Hüften an ihr weiches Fleisch ihr erfülltes Stöhnen.

Diesen aufregenden und ein wenig verbotenen Gedanken hing Laura nach und als sie sich gerade ausmalte, von dem dominanten Herrn hart und ausdauernd von hinten genommen zu werden, kam es ihr in einem heftigen und intensiven Orgasmus.

Noch die fantastischen Nachwehen auskostend und dennoch ein wenig ratlos und konstatiert vom eigenen Verhalten, begab sich Laura wieder vor ihren Laptop und las sich die Nachricht des abgewiesenen Mannes noch einmal durch – ein unmoralisches Angebot sozusagen. Ob denn sie masturbiert hatte, war diese Grundanspannung in ihrem Inneren immer noch da. Sollte sie es wagen?

„Um ehrlich zu sein, könnte ich das Geld gerade schon gut gebrauchen.“, ging es Laura durch den Kopf. Die Leasingraten für ihr kleines Auto drückten jeden Monat auf den Geldbeutel genauso wie die unverschämte Miete, bei der ihr vom Vermieter erst vor vier Tagen eine Erhöhung angekündigt wurde. Und neue Klamotten hatte sie sich seit langen Zeiten nicht mehr gegönnt, da sie sehr sparen musste, um über die Runden zu kommen. Hmmm…

„Ach was soll`s!“, rief Laura aus und schrieb dem Unbekannten zurück, dass sie es sich überlegen würde mit einer Zusammenkunft. Zudem bat sie ihn, ein Foto von sich zu schicken und fragte ihn, was er sich für hundert Euro so vorstellte, mit ihr machen zu wollen.

Binnen zwei Minuten erfolgte bereits seine Antwort: „Keine Sorge, ich bin kein Spinner oder Freak. Ich will keine abartigen Sachen mit dir machen. Du bist echt eine süße Maus und ich habe einfach spontan Bock auf dich. Zudem gefällt mir deine Vorliebe für außergewöhnliche Stoffe und Kleidungsstücke. Wenn ich dich zum Essen einladen würde, hätte ich das Geld auch ausgegeben und es wäre nicht sicher, ob wir im Bett landen würden. So ist es irgendwie einfacher und ehrlicher, finde ich. Lass uns kuscheln und dann sehen wir weiter, ok?“

Seine Worte wirkten sympathisch und Laura konnte im folgenden Wortwechsel Vertrauen zu ihm fassen. Sie hatte wohl auch ein wenig Angst, er könnte kein Gentleman sein oder ihr dann nach dem Sex das Geld nicht geben. Doch die Neugier es ausprobieren zu wollen war größer.

So stimmte Laura schließlich ein, dass sie sich bei ihr daheim für Sex treffen könnten. Dass sie damit ein großes Wagnis einging, in dem sie ihm ihre Adresse gab, war ihr zu dieser Zeit nicht wirklich bewusst. Schließlich war sie kein Profi und empfing das erste Mal einen Freier, der sie für Sex bezahlen würde.

So kam der Tag des erotischen Treffens. Laura duschte sich in aller Ruhe und sehr ausgiebig und genoss das wohlige Plätschern des warmen Wassers auf ihrer Schulter- und Rückenpartie. Wäre sie für sich gewesen und hätte keinen Besuch erwartet, hätte sie gerade liebend gerne Lust gehabt, sich den Strahl des Duschkopfes direkt auf ihre Perle zu richten und die erregenden Wonnen dabei voll und ganz zu genießen. Doch leider konnte das nun nicht sein, denn die Uhr tickte unaufhörlich und erinnerte sie daran, dass sie sich ein wenig beeilen musste. Schließlich wollte sie sich noch ein ansprechendes, wenn auch dezentes Make-up auflegen und sich attraktiv kleiden. So zog sie sich aufreizende rote Latex-Dessous an, welche sich eng und straff an ihre weiblichen Kurven schmiegten und darüber das aufregende schwarze Wetlook-Glanz-Kleidchen, welches sie wie ein anziehendes Dienstmädchen aussehen ließ. Laura fühlte sich rundum wohl in ihrem attraktiven Outfit und wartete im Anschluss an das Ankleiden gespannt auf ihren Gast. So machte sie im Anschluss dem Mann die Wohnungstür auf, mit dem sie geschrieben hatte und stellte fest, dass er ehrlich zu ihr gewesen war und aussah wie auf dem Bild, das er ihr zur Verfügung gestellt hatte. Irgendwie seltsam waren diese ersten Minuten des Kennenlernens.

Da Laura und er in ihrer Wohnung waren, fühlte sie sich jedoch ganz gut und fing an, sich vor ihm in noch etwas unsicheren, jedoch nicht minder lasziven Bewegungen auszuziehen. Die bewundernden Blicke des Mannes gaben ihr Recht, mit dem Wetlook-Glanz-Kleidchen eine gute Auswahl getroffen zu haben. Sein warmer und vor Begierde schimmernder Blick ruhte auf ihren sinnlichen Kurven, als sie im roten Latex-BH und -Slip vor ihm stand.

„Wie wunderschön du bist, Laura!“, rief er unverhohlen bewundernd aus und holte freundlich lächelnd und ohne Aufforderung ihrer den vereinbarten Geldbetrag aus seiner Jeans und gab ihn ihr. Mit etwas zitternden Händen nahm Laura diesen dankend entgegen und verstaute die Scheine unauffällig in einer Schublade.

Dabei fand sie es sehr rücksichtsvoll und einfühlsam von ihm, dass sie von ihm gefragt wurde, ob er sie anfassen durfte. Dieser Mann, der ihre Dienstleistung gekauft hatte, behandelte Laura die ganze Zeit über sehr respektvoll und zuvorkommend und bezog sie die ganze Zeit über in die sexuellen Handlungen mit ein. Dadurch konnte sie sich entspannen und fand auch eine gewisse Erregung dabei. Laura begann, ihn oral zu verwöhnen und fand beim Ablecken seiner Eichel, dass seine Lusttropfen wundervoll schmeckten. Auch sein männlich-herber Moschusduft im Intimbereich war ihr sehr angenehm und ehrlicherweise war sie sehr froh darum. Der Mann ließ Laura das Tempo des Blasens bestimmen, denn er wollte ihr durch plötzliches Einlenken keinen absichtlichen Würgereiz verursachen, da er sie dafür schlicht zu wenig kannte und sie nicht erschrecken wollte.

Auf einmal zog er sich ruckartig aus Lauras Mund zurück und quittierte ihren überraschten Gesichtsausdruck mit einem verständnisvollen Lächeln: „Weißt du Laura, für mich ist das alles genau so aufregend wie für dich. Wir hatten zwar sehr schön miteinander geschrieben, doch wusste ich letztendlich ja nicht, was mich hier bei dir erwartet. Oder auch besser gesagt wer. Dabei meine ich nicht dich selbst oder dein Aussehen, sondern eher, dass ein Mann auch in einen Hinterhalt gelockt werden kann, wenn er sich auf solche Dates einlässt. Schon so mancher wurde währenddessen überfallen und ausgeraubt und zwar von Männern, die sich irgendwo im Hintergrund versteckt hielten und eine gutaussehende Frau nur als Lockvogel fungierte. Ein wenig Herzklopfen habe ich noch immer, entschuldige. Du bist so wunderschön, ich möchte keinen Fehler machen, es soll trotz des Geldes auch schön für dich sein. Gerade wäre ich beinahe gekommen, doch ich weiß nicht, ob ich wegen meiner Nervosität ein zweites Mal ohne längere Pause könnte.“

Irgendwie rührte dieses Geständnis an Lauras Herz und spontan und ohne langes Nachdenken ergriff sie seine Hand und gab ihm einen Kuss darauf. Diese unvermutete Geste der Zärtlichkeit zog beide in ihren Bann, war sie doch aus freien Stücken und unaufgefordert gegeben. Zärtlichkeit ist immer ein in Freiwilligkeit gegebenes Geschenk an einen anderen Menschen und kann niemals erkauft werden. Dieser eindringliche und zugleich sehr menschliche Moment zwischen beiden brach das Eis vollends. Nicht nur Laura, sondern auch Tom, so hieß ihr Freier, wirkten nun viel lockerer miteinander und genossen zusehends ihr Miteinander. So legte sich Tom auf das Bett, während Laura auf ihn stieg und seinen prallen Harten in ihre nasse Scheide einführte. Pikanterweise hatte sie ihre roten Latex-Dessous noch immer an, denn auch Tom war Wäscheliebhaber und absoluter Latexfan. So präsentierte ihm Laura die Öffnung am roten Latexslip ouvert, durch welche sie Toms hartes Glied schob und in sich aufnahm. Tom genoss das Gefühl der zusätzlichen Reibung an seiner Peniswurzel sehr, welche ihm durch den Latexstoff an der Öffnung im Slip geboten wurde. Große, kantige Männerhände gruben Lauras üppigen Busen aus dem roten Latex-BH, umschlossen diesen gierig und rieben ihre rosigen Brustspitzen, bis Laura ihn immer heftiger ritt, bis sie beide beinahe zeitgleich zum Orgasmus kamen. Natürlich hatten sie ein Kondom benutzt, wie zuvor auch schon beim Oralverkehr. Zum Glück hatte Tom diese selbst mitgebracht, denn als Single und keinen Sex habend hatte Laura diese gar nicht im Haus gehabt und in ihrer Aufregung zuvor schlicht vergessen, welche zu besorgen.

Erschöpft lag nun Laura an Toms Seite und sinnierte gedanklich darüber nach, dass sie gerade sehr viel Spaß hatte und das Geld eigentlich sehr leicht verdient war. Dafür hätte sie in irgendeinem Restaurant lange kellnern müssen. Da spürte sie wie sich Tom ihr zuwandte und sie nonchalant anlächelte. Dabei entblößte er seine gepflegten Zähne und Laura dachte auf einmal, wie sie wohl reagiert hätte, wären die Zähne nicht so adrett gewesen.

„Hättest du Lust, dass wir das demnächst wiederholen? Wir können gerne ins Kino gehen, ich würde dich gerne einladen. Wenn es für dich in Ordnung ist, würde ich gerne mit dir dann einen Blowjob im Auto in der Tiefgarage und auch Analverkehr haben. Das dann bei dir daheim oder in einem Hotelzimmer in aller Ruhe. Ich gehe auch ganz behutsam vor, mache dir keine Sorgen. Solltest du irgendetwas brauchen an Hilfe oder Unterstützung, melde dich gerne bei mir, meine Nummert hast du ja. Ansonsten melde ich mich wieder bei dir, falls ich darf.“ Wie leicht das alles ging, damit hätte Laura nun wirklich nicht gerechnet.

Tom wollte eine Wiederholung des Ganzen. Das Schöne daran war, dass sie ihn nun kannte und alles beim nächsten Mal noch vertrauter wäre. Dennoch zögerte Laura ein wenig ihm gleich eine Zusage zu geben. So erbat sie sich Bedenkzeit, denn sie merkte schon, dass sie erstmal ein wenig zur Ruhe kommen und das aufregende Erlebnis heute verdauen musste, wenn sie wieder alleine war.

„Kein Ding Laura, auch für mich war das alles recht neu; ich mache solche Treffen sonst auch nicht jeden Tag. Du bist einfach so wundervoll und ehrlich zu mir. Gerade fühle ich mich eher wie dein Freund und nicht wie dein Freier. Richtig wohl fühle ich mich mit und bei dir. Deine Dessous vorhin waren übrigens sehr heiß und sexy. Ich werde morgen mal im Internet schauen und dir für das nächste Mal, sollte es stattfinden, ein Geschenk mit Wetlook- oder Latex-Wäsche mitbringen. Das sage ich dir, damit du dich bereits jetzt schon darauf freuen kannst. Du wirst es immer gut mit mir haben, das verspreche ich dir!“

Einerseits fühlte sich Laura sehr geschmeichelt, andererseits brauchte sie jetzt Zeit für sich. Das drängende Bedürfnis, das Erlebte verarbeiten zu wollen, stieg nun mit aller Kraft in ihr auf. So löste sich Laura als Erste aus der Umarmung und begann sich wieder anzuziehen. Ihre roten Latex-Dessous sahen einfach nur himmlisch und absolut verführerisch aus. Tom duschte noch und war die ganze Zeit über freudig aufgelegt.

Als er dann zirka 20 Minuten später die Türe hinter sich schloss, ließ sich Laura erleichtert auf das grüne Sofa fallen. Sie schloss mit einem Aufseufzen die Augen und grübelte über den fantastischen Sex nach, den sie gerade mit einem fast Fremden gehabt hatte. Ihre blonde Mähne nach hinten werfend, sinnierte sie aber auch über die Gefahr nach, in welche sie sich leichtfertig begeben hatte. Nein, sich bei ihr daheim zu verabreden, das ist wohl keine so gute Idee gewesen, das würde sie so nicht noch einmal umsetzen. Ihre Privatsphäre würde sie in Zukunft sehr viel besser wahren, dessen war sich Laura nun sicher. Sie hatte auch schon von gewissen Portalen gehört, die interessierte Frauen wie Laura suchten und zahlenden und seriösen Kunden vermittelten. Oder sollte sie diese Erfahrung als einmalig abhaken und nicht mehr wiederholen?

Laura entschied sich eindeutig für ein Weitermachen. Sie traf Tom wieder und verbrachte mit ihm noch einige tolle Dates. Irgendwann sprach er von Liebe, da beendete Laura schweren Herzens die Treffen mit ihm, denn sie wollte Tom nicht unnötig verletzen, da sie ihn wohl sehr mochte, jedoch nicht liebte. Dieses ließ die Leichtigkeit ihres Zusammenseins leider immer mehr schwinden. Dennoch erinnerte sie sich immer gerne an Tom zurück, schließlich war er ihr erster Kunde und stets ehrenvoll zu ihr gewesen.

Auch beschloss Laura ihr eigener Herr zu werden und meldete sich offiziell als Sexarbeiterin an, um sich nicht verletzbar zu machen und natürlich korrekt zu agieren. So wurde sie zu einem sehr begehrten Escortgirl, welches ein gewisses Ansehen erlang, gut gebucht wurde und stets zufriedene Gäste hatte.

Am Tag, als Laura ihr Studium erfolgreich absolvierte, klopfte ihr Herz vor Freude bis zum Hals. Dumm war sie mit ihrer blonden Haarpracht und ihrem süßen Aussehen nun wirklich nicht. Dumm war, wer dies ernsthaft glaubte.  

– Symbolbild –

Meine Kurzgeschichte: Nicole

Liebe Leser!

Manche von Euch warten schon sehnsüchtig darauf, nun ist es endlich so weit! Hier meine neue Kurzgeschichte für Euch!

Taucht ein in ein ganz besonderes Bewerbungsgespräch und lernt die hinreißende Nicole kennen! Alle handelnden Figuren meiner Geschichte als auch die Handlung selbst sind frei erfunden. Die Geschichte ist nur für Erwachsene – FSK 18! Danke.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Julia


FSK 18

Nicole

„Sag mal, wäre das nichts für dich, als Erotik-Chatterin zu arbeiten?“

Claudias warme Stimme riss Nicole augenblicklich aus ihren abschweifenden Gedanken. Sie hatte gerade ein junges Pärchen durch die Scheiben der kleinen Eisdiele beobachtet, welches Hand in Hand stehend in einer Seitengasse vor einem Juweliergeschäft die glitzernde Auslage betrachtete. Der blonde Mann lächelte versonnen seine brünette Partnerin an, als seine kantige Hand über ihre Wange strich.

„Nicole, ich habe dir eine Frage gestellt!“, beharrte Claudia, doch ihr liebevoller Blick strafte die Strenge ihrer Worte Lügen. Nicole wandte widerwillig den Blick von dem verliebt wirkenden Pärchen ab. Eine leichte Melancholie glomm in ihren grünen Augen nach, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Claudia lenkte.

Diese sah erwartungsvoll zu ihr. „Ich soll als Erotik-Chatterin arbeiten, ist das dein Ernst?“, hakte Nicole mit hochgezogenen Augenbrauen zögerlich nach.

„Warum denn nicht? Das ist eine spannende Tätigkeit. Du kommst mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt, und es wird dir dabei garantiert nicht langweilig. Außerdem arbeite ich in einem klasse Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. Ein Moderator hört nächste Woche aus privaten Gründen auf. Die Stelle wäre demnach neu zu besetzen. Dabei dachte ich spontan an dich Nicole!“ Claudia untermauerte ihre Aussage mit einem charmanten Lächeln, das ihre Schönheit und Eloquenz in besonderer Weise hervorhob.

Eine leichte Spur von Neid verdunkelte Nicoles Gedankengänge. Sofort schämte sie sich dafür, denn sie hatte Claudia vom ersten Tag an in ihr Herz geschlossen. Claudia war nicht nur optisch eine äußerst attraktive Frau; sie besaß auch viele wundervolle Charaktereigenschaften, die ihre ganze Person wie eine kleine Sonne erstrahlen ließen. Dennoch gestand sich Nicole zähneknirschend ein, dass sie Claudia nicht wirklich das Wasser reichen konnte, ginge es nach dem gängigen Schönheitsideal. Nicole würde zwar auch von sich behaupten, einen guten Charakter und ein aufrichtiges Herz ihr Eigen nennen zu können, doch wirklich gutaussehend fand sie sich nicht. Wenn sie durch die Straßen flanierte, drehten sich nur gelegentlich Männer nach ihr um. Ganz anders bei Claudia, die beim Betreten eines Raumes diesen fast gänzlich für sich einnahm.  

„Ich weiß nicht, Claudia. Das ist sehr nett von dir, dass du dabei an mich gedacht hast. Doch ich bin nicht so selbstbewusst wie du, eher das unscheinbare Mauerblümchen, das niemand sieht. Sollten so einen Job nicht eher mutige Frauen machen, die jeden Mann um den Finger wickeln können? Was soll ich den Kunden denn erzählen? Mir fällt da nichts Passendes ein, zumal ich nicht einmal ein aufregendes Sexleben, eine Beziehung oder eine Affäre habe. Claudia, ich bin nicht wirklich eine begehrenswerte Frau. Da soll ich Männer animieren können?“ Das Lachen, mit dem Nicole ihre Rede schloss, klang etwas hohl und ließ einen gewissen Zynismus mitschwingen.

Claudia quittierte es mit einer wegwerfenden Handbewegung und konterte mit einem „Ach papperlapapp“. Nachdem sie einen großen Schluck ihres Latte macchiatos getrunken hatte, strahlte sie Nicole mit ihren blauen Augen an: „Mache dich nicht schlecht Nicole! Du bist sehr viel attraktiver, als du denkst. Deine zurückhaltende und bedachte Art kann sehr erotisch wirken. Doch weil du nicht an dich glaubst, glauben andere Menschen auch nicht an dich. Für mich bist du die perfekte Besetzung für diese Stelle und ich denke, dass sie dir den Glauben an dich und deine Stärke zurückgeben wird.“ In einer eleganten Handbewegung stellte Claudia die langstielige Tasse ab und fuhr fort: „Deshalb, gerade weil ich an dich glaube und dieses als große Chance für dich erachte, habe ich unserem Chef Bescheid gegeben, dass du die Stelle gerne hättest. Heute Abend hast du ein Meeting-Date mit ihm. Dabei wird er dich in die Tätigkeit einweisen, und du kannst nächste Woche starten!“

Nicole verschluckte sich an dem Stück Apfelkuchen, das sie beim Zuhören gegessen hatte. Nachdem sie wieder zu Atem kam, blickte sie voller Entrüstung zu Claudia, die sie herausfordernd angrinste.

„Claudia, ich kann das wirklich nicht, ich bin nicht wie du, so sexy und selbstsicher. Ist das nicht auch unanständig, einen solchen Job auszuüben?“

Claudias Lächeln wurde noch strahlender und erhellte beinahe den gesamten Gastraum der Eisdiele. „Na klar ist der Job pikant, doch was kümmern uns die doofen Spießer? Außerdem sind die Doppelmoralisten unsere besten Kunden!“ Augenzwinkernd winkte Claudia dem Kellner zu und orderte die Rechnung. Dieser ließ beinahe das Tablett fallen, als er Claudias hübsche Erscheinung wahrnahm.

„Na toll, bei mir lässt der wohl nichts fallen!“, kommentierte Nicole selbstironisch die Reaktion des Angestellten. Claudia überhörte gekonnt Nicoles süffisante Äußerung und kramte fröhlich in ihrer türkisfarbenen Handtasche. „Du bist eingeladen, Süße!“ Mit einem breiten Lächeln, das ihre gepflegten weißen Zähne entblößte, ergänzte Claudia: „Tom, unser Chef, freut sich schon sehr darauf, dich kennenzulernen!“

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Was sollte sie nur anziehen? Tom war es bestimmt gewohnt, von schönen Frauen in stilvollen Kleidern umgeben zu sein. Claudia musste ihre Anspannung gespürt haben, denn sie bot sich an, mit ihr vor dem Treffen shoppen zu gehen. Eine Schnappatmung bekommend ließ sich Nicole von Claudia in einen Erotikshop ziehen und in eine Umkleide drängen, die bewusst abseits der Verkaufsräume lag. Dort musste sie auf Claudias Anweisungen hin aufregende Dessous und Kleider anprobieren. Schließlich hatte sich Nicole zu einem Kauf einer exklusiven Kombination überreden lassen, für die sich Nicole niemals alleine entschieden hätte. Nachdem ihr Claudia spielerisch mit einer Beendigung ihrer Freundschaft drohte, willigte sie schließlich lachend ein.

Nun umschmeichelte ein knöchellanges Wetlook-Kleid mit langen Ärmeln ihren kurvigen Körper und hob gekonnt ihre Vorzüge hervor. Zuvor hatte Nicole noch nie Wetlook getragen, doch sie empfand dieses anschmiegsame Material als sehr angenehm zu tragen und fühlte sich dadurch sehr weiblich und anziehend. Das schwarze Wetlook-Kleid erweckte in ihr ungekannte Gefühle von Selbstvertrauen und Erhabenheit, die durch die Latex-Dessous, die sie darunter trug, noch verstärkt wurden.

Oh ja – die Latex-Dessous! Da hatte Claudia auch ganz besondere Exemplare für sie entdeckt. Der BH schenkte ihr einen atemberaubenden Ausschnitt und das dazu passende Höschen betonte raffiniert ihre Hüften und Beine. Sie hatte schon von dem exquisiten Material gehört, sah diese spezielle Mode jedoch eher in dunklen Domina-Studios platziert. Dass auch eine ganz normale Frau wie sie Latex tragen konnte, gefiel ihr zunehmend. Sie fühlte sich damit herrlich unanständig und verrucht.

So aufreizend gekleidet hatte sich Nicole schon lange nicht mehr. Erstaunlicherweise fühlte sie sich nach einer anfänglichen Überwindung doch erstaunlich wohl. Insgeheim dankte sie Claudia, dass sie diese Empfindungen in ihr erkannt hatte und diesen zum Ausbruch verhalf durch ihre einfühlsame Beratung in Sachen Kleiderwahl.

Nervös blickte Nicole auf ihre kleine Uhr am Handgelenk. Nur noch ein paar Stunden, dann würde sie Tom gegenüberstehen. „Oh Gott!“, dachte sie und schluckte aufgeregt einen dicken Kloß herunter. „Hoffentlich werde ich ihm gefallen.“

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Sein angenehmes Parfum würde Nicole wohl nie wieder aus der Erinnerung entweichen. Der intensive Duft nach Moschus und Sandelholz umhüllte sie wie ein zartes Band, welches alle negativen und drückenden Gedanken der letzten Zeit fernhielt. Wie in einer wundervollen Blase saß Nicole gemeinsam mit Tom, dem Chef der Erotik-Hotline, an einem edlen Holztisch, welcher in seiner natürlichen Schlichtheit die Vertrautheit des Moments unterstrich.

Tom hatte sie von einem Fahrer abholen und in dieses heimelige Restaurant fahren lassen. Als der Wagen vorfuhr, sah sie Tom eindrucksvoll und von den schimmernden Lichtern des noblen Restaurants umrahmt am Eingang stehen.

Welch imposante Erscheinung er doch bot!

Nicole war sofort beeindruckt von diesem ihr noch unbekannten Mann und freute sich auf den gemeinsamen Abend, ob denn sie vor lauter Aufregung kaum ein Wort herausbrachte. Sie wäre ihm beinahe in die Arme gestolpert, als sich ihr leichter Seidenschal beim Aussteigen im Türrahmen der schwarzen Limousine verfing. Die ungewohnt hohen Pfennigabsätze ihrer High-Heels taten ihr übriges. Nicole war vollauf erleichtert gewesen, als Tom charmant lächelte und sie gekonnt in einer Drehung auffing, um sie dann galant in das stilvolle Restaurant zu führen.

Es war ein berauschendes Gefühl, als sie beide so über die Türschwelle schritten und alle Blicke auf sie gerichtet waren. Bisher drehte sich kaum jemand nach Nicole um. Um so mehr konnte sie mit dieser neuen und ungewohnten Situation kaum umgehen und blickte unsicher zu Tom auf, der einen ganzen Kopf größer als sie war und das trotz der High-Heels. Er hatte ihren Arm wie selbstverständlich in seine Armbeuge gelegt. Seine Körperwärme strahlte kraftvoll zu ihr und schenkte ein wohliges Gefühl des Getragen-seins, das sie veranlasste, ihm ihr Vertrauen zu schenken. Seine grauen Augen blickten sie liebevoll an, und sein spitzbübisches Grinsen verleitete auch sie, sich komplett losgelöst in die aufregend neue Situation zu begeben.

Galant zog Tom Nicoles Stuhl zurecht, als sie an dem romantisch eingedeckten Tisch Platz nahm. Tom setzte sich seitlich zu ihr und gab dem Kellner unauffällig einige geflüsterte Anweisungen, denen dieser umgehend nachkam. Eine stille Autorität begleitete diesen gutaussehenden Mann, die wohl nicht nur Nicole wahrnahm.

Dankbar, einige ruhige und unbeobachtete Momente für sich zu haben, folgte Nicole fasziniert Toms Fingern, die leise klackend auf die Armatur des Laptops auftippten. Den Laptop hatte er mitgebracht und vor ihnen aufgestellt.

Interessanterweise war Tom nicht Nicoles optischer Typ. Sein weißes Hemd spannte sich über seiner ausgeprägten Oberkörper- und Oberarmmuskulatur und ließ erahnen, welche Kraft sich hinter dieser verbarg. Nicole mochte zwar trainierte Männer, die Sport betrieben und auf ihren Körper achteten, doch zu viele Muskeln sollten es dann doch nicht sein. Normalerweise – vor dem Kennenlernen mit Tom.

Nun erwischte sie sich dabei, wie sie gebannt auf dessen lebendiges Spiel der Muskeln starrte und sogar eine leichte Erregung dabei verspürte. Auch war Tom älter als ihre bisherigen Partner. Sie schätzte ihn auf Ende Fünfzig, denn sein Haar war graumeliert und zu einem Zopf am Hinterkopf zusammengebunden. Es reichte ihm schätzungsweise bis auf die Schultern, und trotz seines Alters war es noch recht voll. Tom trug zudem einen Vollbart, der in einem geflochtenen Zopf mündete.

Nicole mochte ihre Männer bisher bartlos, störte sie sich doch an dem Kratzen und Kitzeln beim Küssen. Dann auch noch dieses Zöpfchen am Bart – Tom war eine Type, die einem nicht jeden Tag begegnete. Seine faszinierenden grauen Augen wirkten in keiner Weise kühl und unnahbar, wie es oft bei dieser Augenfarbe der Fall war. Ein kleines wildes Feuer loderte in diesen, ein Versprechen auf eine Leidenschaft, die sich Bahn brechen konnte und die seinem Blick eine attraktive Eindringlichkeit verlieh.

Nicoles errötete nervös. Um den Moment zu überspielen, nahm sie einen Schluck aus dem bauchigen Rotweinglas. Sie musste sich zusammenreißen und versuchen, nicht so intensiv auf diesen außergewöhnlichen Mann zu reagieren. Schließlich war dies hier ein Geschäftsessen und keine romantische Verabredung.

„Mich faszinieren errötende, rothaarige Schönheiten!“, murmelte Tom fast unmerklich und ohne Nicole anzusehen, doch seine liebevoll-neckenden Worte verfehlten ihre Wirkung nicht und trafen Nicole mitten ins Herz – und an anderer Stelle zwischen ihren Beinen. Diesem berauschenden Gefühl wollte sie jetzt nicht bewusst nachgehen.

Dass Tom sie schön nannte, war Nicole Balsam für ihre Seele. Um so mehr, da sie instinktiv spürte, dass es Tom ernsthaft meinte. Sie selbst hätte sich nie als schön bezeichnet. Claudia vielleicht mit ihrem blonden aparten Bob und ihrer athletischen Figur, die kein Gramm Fett zu viel hatte.

Doch sie mit ihren zehn Kilo zu viel auf den Rippen, mit ihrem vollen Busen und ihrem etwas zu prallen Hintern und strammen Schenkeln. Nicole würde wohl kaum dem gängigen Schönheitsideal entsprachen, sie sollte schön sein?

Dann noch ihre roten Haare, die sie oft mit einer brünetten Tönung abmilderte, damit sie sich nicht wie ein Kobold vorkam. Sie war weder besonders groß noch mit auffälligen Tattoos oder Piercings versehen. Nicole empfand sich als gewöhnlich, vielleicht höchstens als hübsch.

Toms angenehme Stimme riss Nicole aus ihren bewegten Gedanken, als er begann, ihr die organisatorischen und technischen Abläufe des Chat-Programms zu erklären. Das Gute daran war, dass sie dieses im Grunde überall aufrufen und damit arbeiten konnte. So war sie nicht an einen bestimmten Arbeitsort gebunden und musste keine Fahrtwege in Kauf nehmen. Auch versuchte Tom ihr die Nervosität vor dem erotischen Schreiben mit den Männern zu nehmen, in dem er ihr die Stammkunden und deren Anliegen vorstellte. Auch zeigte er Wege der Kommunikation auf, die sie auch in kniffligen Situationen anwenden und mit denen sie sich aus diesen manövrieren konnte.

Nach diesem Einführungsgespräch in den Tätigkeitsbereich einer Erotik-Chatterin fühlte sich Nicole wesentlich entspannter und sich der Aufgabe durchaus gewachsen. Ihre nagenden Selbstzweifel schienen an diesem Abend weit fort. Dies war der Verdienst dieses ungewöhnlichen Mannes, der immer wieder unauffällig ihren Unterarm streifte. Auch beugte sich Tom wiederholt zu ihr und verringerte somit unaufhörlich den Abstand zwischen ihnen.

Nachdem Nicole keine Fragen mehr hatte, genossen beide ein wundervoll abgeschmecktes Lammragout und frisch zubereitete Bandnudeln, welche die kulinarische Spezialität des gut besuchten Restaurants darstellten. Während sich Nicole und Tom angeregt über alle möglichen Themen unterhielten, berührten sich ihre Knie und Ellenbogen wieder und wieder, und Toms Blick suchte immer wieder Nicoles Augen. Auch fiel ihr auf, wie Tom in scheinbar ungesehenen Momenten zu ihr hinsah. Nicole empfand seine Blicke wie ein sanftes Streicheln und ließ sich nicht anmerken, wie sehr sie diese genoss.

Die Luft zwischen ihnen schien allmählich dünner zu werden. Ein leises, starkes Gefühl verschaffte sich zunehmend Gehör. Nicole konnte es nicht benennen, doch es sorgte dafür, dass ihr Puls anstieg. Fast schon berauschend war es, als Tom die Rechnung beglich und Nicoles Arm wie selbstverständlich in seine Armbeuge legte und sie nach draußen führte.

Scheinbar hatte Tom den Fahrer der schwarzen Limousine zwischenzeitlich kontaktiert, denn dieser wartete schon vor dem kleinen Restaurant, um seine Gäste nach Hause zu fahren.

„Macht es dir etwas aus, wenn ich dich nach Hause begleite?“, fragte Tom unvermittelt. Ein Anflug von Unsicherheit verdunkelte seine grauen Augen und zeigte seine Furcht vor einem Korb.

„Was antworte ich ihm nur?“, dachte Nicole panisch. Toms direkte Frage brachte sie gänzlich aus dem Konzept, zumal sie um ihre besondere Latex-Unterwäsche wusste. Bestimmt wollte er höflich sein und sie einfach ganz gentlemanlike nach Hause begleiten.

Doch wenn es doch zu mehr kommen und sie Zärtlichkeiten austauschen würden, was dann?

Diese Vorstellung löste einen wohligen Schauer in ihr aus. Ein tiefer Seufzer entfuhr ihr, als sie Tom klopfenden Herzens ein Küsschen auf die Wange gab. Sie wollte diesen einmaligen Moment nicht verstreichen lassen. Zu lange war sie das stille Mauerblümchen gewesen. Ein Prickeln rann ihr den Rücken herunter. Ja, sie wollte endlich vom Leben kosten und nicht nur existieren! So fasste sie all ihren Mut zusammen und setzte sich mit ihm auf die Rücksitze der Limousine. Eine dunkle Scheibe trennte Gast- und Fahrerraum und schenkte beiden Parteien Privatsphäre.

Auf einmal setzte eine erwartungsvolle Stille ein. Im Nachhinein hätte Nicole nicht rekonstruieren können, wie es dazu kam, doch sie spürte plötzlich Toms weiche Lippen auf den ihren und seine feuchte Zunge in ihre Mundhöhle eindringen. Er stieß diese behutsam in sie und unterstrich sein Begehren mit seinen Händen, die zärtlich ihre Oberschenkel hinaufstrichen. Dabei schob er sanft den Wetlook-Rock hinauf und entblößte ihre leicht zitternden Beine. Nicole stöhnte in seinen drängenden Kuss und erwiderte diesen mit einer Inbrunst, die sie von sich so nicht kannte.

Was machte dieser faszinierende Mann nur mit ihr?

Der Kuss wurde zunehmend leidenschaftlicher und Toms Hände frecher. Nicole spürte einen kühlen Lufthauch an ihren Schenkeln, als Tom diese mit leichter Führung öffnete und seine Finger vor ihrem Latex-Höschen positionierte. Mit kreisenden Bewegungen begann er, diese gegen Nicoles Mitte zu drücken und durch den Latex-Stoff ihren Kitzler zu stimulieren. Diese intime und zugleich sehr achtsame Geste berührte Nicole zutiefst, und sie spreizte instinktiv ihre Beine noch ein wenig weiter und bäumte sich Toms starkem Körper entgegen.

Die Limousine führte kurz darauf eine starke Linkskurve aus, so dass Tom versehentlich ganz auf Nicole rutschte. Die drängenden Finger machten einer festen Beule Platz, die sich reibend gegen Nicoles Unterleib presste. Lautes Stöhnen erfüllte den Innenraum des Fahrzeugs, als der wunderschöne Latex-BH zum Vorschein kam und zwei volle milchige Wölbungen präsentierte. Tom grinste breit und murmelte an ihre Lippen: „Du kleines Luder! Dass du auf Latex stehst, hätte ich nicht gedacht.“ Nicole wollte entrüstet antworten, doch Tom umschloss lustvoll saugend eine ihrer Brustspitzen und brachte sie so zum wohligen Schweigen.

Nicole konnte nicht mehr klar denken; starke Emotionen bäumten sich in ihr auf.

Sie spürte ihre Vagina schon schmerzhaft pochen und griff mit ihren Händen beherzt an Toms Pobacken, um ihn noch näher an sich drücken zu können. Ob denn Toms Hose und Nicoles Latex-Höschen einen Haut-an-Haut-Kontakt verhinderten, konnte der Moment nicht inniger sein. 

Da hörte Nicole Toms tiefe Stimme an ihrem Ohr: „Meine Schöne, komm für mich!“

Nicole konnte nicht mehr an sich halten und verlor jegliche Selbstkontrolle. Mit einem lauten Aufschrei hob sie ein letztes Mal ihre Hüften an. Dann fühlte Nicole einen unglaublich intensiven Orgasmus über sich hinwegbrechen, der sie in zuckenden Wellen davontrug. Eine solche Heftigkeit hatte sie noch nie zuvor mit einem Mann erlebt. Auch wusste sie nicht, dass sie überhaupt zu solch einer großen Begierde fähig war.

Was machte dieser Mann nur mit ihr! Nicole erkannte sich selbst kaum wieder und atmete schwer ein und aus, um wieder Herr ihrer Sinne zu werden.

Toms verschmitztes Grinsen und sein Blick Richtung Hose holten Nicole sanft in die Wirklichkeit zurück. Ein großer dunkler Fleck breitete sich auf Toms Hose genau in seiner Schritthöhe aus und zeugte davon, dass auch er gerade einen großartigen Orgasmus gehabt hatte. Verlegen schlug Nicole ihre Augen nieder, überkamen sie doch Schuldgefühle, dieses nicht bemerkt zu haben.

„Entschuldige Tom, es ist so lange her, dass ich mit einem Mann beisammen war. Ich habe deinen Orgasmus gar nicht bemerkt. Hätte ich mich anders verhalten sollen?“

„Nicht doch, du hast dich genau richtig verhalten. Du warst authentisch, hast nicht über dein Handeln nachgedacht und mir vertrauensvoll deine Hingabe dargeboten. Dafür möchte ich dir von Herzen danken. Und zu deiner Latex-Unterwäsche kann ich nur staunend sagen: Wow!“

Um seinen bewundernden Worten Ausdruck zu verleihen, küsste Tom Nicole lange auf die Stirn und strich ihr eine seidene, rote Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Außerdem befinden wir uns wohl in einer ganz ähnlichen Situation.“ Mit erhobenen Augenbrauen glitt sein Blick zwischen ihre noch immer leicht geöffneten Beine auf ihr Latex-Höschen, an dessen Seiten ihr Nektar hervorquoll. Selbst an den Innenseiten ihrer Schenkel befand er sich und transportierte einen unvergleichlich süßen Duft. Tom beugte sich vor und nahm genussvoll ein paar tiefe Atemzüge, bevor er anzüglich grinste.

Dies gefiel Nicole so sehr, dass sie spontan ihren Slip auszog und ihm diesen feierlich reichte. Tom war davon vollkommen überrascht und konnte Nicole nur mit großen Augen anstaunen.  

„Ich könnte mir vorstellen, mein Geschenk gefällt dir. Behalte mein Höschen und trage es mit dir, dann kannst du meinen Duft überall genießen.“ Hatte das Nicole gerade wirklich gesagt? So als würde sie neben sich stehen, wartete sie gespannt auf Toms Reaktion.

„Meine Güte, du kannst wirklich meine Gedanken lesen! In der Tat liebe ich den Duft von Frauen und deinen ganz besonders. Sehr gerne nehme ich dein himmlisch-köstliches Geschenk an und werde deinen geilen Latex-Slip wie einen Schatz aufbewahren. Wenn ich an dich denke, werde ich deine Lust inhalieren und voller Sehnsucht auf unsere nächste Begegnung hoffen.“

Voller Inbrunst drückte er den außergewöhnlichen Stoff gegen seine Nase und leckte kurz über Nicoles Nässe, die noch am Slip heftete. Tom stöhnte auf und schien für einen kurzen Moment der Gegenwart entrückt.

„Wie fantastisch du bist, genauso wie dein Geschmack.“

Just in diesem Moment, als Nicole vor freudiger Erregung erneut errötete, hielt das schwarze Gefährt an. Kurze Zeit später öffnete der Fahrer die Tür auf Nicoles Seite, denn sie waren an ihrem Zuhause angekommen.

Auf einmal ergriff Tom Nicoles Hand und hielt diese fest umschlossen, als er sie um ein Wiedersehen bat. Spielerisch koket zögerte sie kurz, dann hauchte sie ihm ein erlösendes „Sehr gerne“ mit einer Kusshand entgegen, welches seine markanten Gesichtszüge freudvoll erstrahlen ließ.

Sie tauschten noch einen heißen Kuss, dann stieg Nicole aus und vernahm dabei Toms poetische Worte: „Was bist du nur für ein berückender Mensch!“

Eine kleine Ewigkeit verfingen sich ihre Blicke, graue in grüne Tiefen. Da äußerte Nicole auf einmal keck: „Wenn dir Latex so gut gefällt, kannst du dich ganz besonders auf ein Wiedersehen freuen. In meinem Kleiderschrank hängt ein neues Latex-Minikleid mit aufregenden Reißverschlüssen an ganz besonderen Stellen. Noch fand ich keine Gelegenheit es auszuführen.“ Ohne Toms Antwort abzuwarten, schloss Nicole geschwind die Tür. Sie erhaschte noch einen Blick in seine erstaunt blitzenden Augen, da setzte der Wagen schon an und war alsbald aus Nicoles Sichtfeld entschwunden.

Eine ganze Weile stand Nicole einfach nur da, gefangen in ihrer bewegten Gedankenwelt. War das gerade alles sie, die das erleben durfte?

Bald würde die einbrechende Dämmerung die Nacht verabschieden und den Tag einläuten. Kaum hatte sie Gelegenheit gehabt sich zu sammeln, da vibrierte auch schon ihr Handy. Sie nahm es neugierig zur Hand und rief das Display auf. Tom hatte ihr geschrieben. Er bedankte sich für den wundervollen Abend und ihr entzückendes Geschenk. Und er schrieb, dass er sich auf ihr baldiges Wiedersehen sehr freute und noch nie eine solch bezaubernde Frau kennengelernt hatte.

Ein verführerisches Grinsen umspielte Nicoles rosafarbene Lippen, als sie Tom sogleich antworten wollte. Just in dem Augenblick, als sie ansetzen wollte, erhielt sie eine weitere Nachricht. Im Eifer des erotischen Gefechts hatte sie ganz vergessen, dass ihre Schicht im Erotikchat soeben begonnen hatte.

Die erste Nachricht eines Kunden hatte sie soeben erreicht. Darin war zu lesen: „Ich sitze hier auf dem Stuhl und warte gespannt, wie du aus der Dusche kommst.“

Nicoles aufkommendes, selbstbewusstes Lächeln verlieh ihr auf einmal einen ganz besonderen Glanz. Nicht einmal ein Höschen trug sie gerade. Ihr Leben schien wohl recht interessant zu werden…