Gastartikel erotische Kurzgeschichte: „Feierabend“

Ein wundervoller Lesegenuss des Gastautors „Steven“, der uns hier mit einer erotischen Geschichte verwöhnt. Vielen lieben Dank dem Gastautor für das Schenken seiner spannenden Gedankenreise!

Bitte nur Erwachsene lesen – FSK 18. Gastbeiträge als auch meine Beiträge unterliegen dem Urheberrecht und dürfen ohne Erlaubnis des Autors nicht vervielfältigt werden. Danke.


Beginn Gastartikel – FSK 18:

Jack saß in seinem grauen Anzug gekleidet in dem britischen Ledersessel vor dem Kamin.
Er trank einen Cinzano Tonic mit Eis und genoss sichtlich seine Zigarette, als die Tür aufging und seine Frau hereinschlenderte.

„Alles gut Jack?“ Fragte sie ihn und ging langsam auf ihn zu.

Er schaute sie an und fragte: „Friseur, Schuhgeschäft?“

„Friseur und Fußpflege, sonst nichts, mein Lieber.“ Entgegnete sie ihm.

„Du willst doch auch, dass ich morgen auf der Cocktail Party gut aussehe, nicht wahr Schatz?“

Jack musterte sie von oben bis unten. Keine Regung zeigte sich in seinem Gesicht.

Dann stellte sie ein Bein auf die Lehne vom Sessel, legte ein laszives Lächeln auf und rollte ihren halterlosen Strumpf langsam nach unten. Jack genoss den Anblick, verharrte dennoch in einer stoischen Ruhe. Schnell wechselte sie das Bein und wiederholte den Vorgang mit dem anderen Strumpf und dem gleich heißen Lächeln.

Als der Strumpf unten war, stieß sie ihn ab, in dem sie ihn leicht auf seinen Schoss kickte. Jetzt wies sie ihn auf die wunderschönen Beine und lackierten Zehen hin, während sie ihren Oberkörper leicht zurückfallen lies, ihr Haar öffnete und den Kopf leicht aufschüttelte.

Nun sah Jack ihre wunderbaren langen Beine und das betörende Rot der neuen Nägel, während ihm ihr orientalisch duftendes Parfüm in die Nase stieg. Jack musterte diese Szene für einen Moment, nahm noch einen tiefen Zug an seiner Zigarette, bevor in ihm die Begierde aufstieg.

Blitzschnell drückte er die Zigarette aus, sprang wie ein Tiger auf der Jagd auf, packte sie fest, dennoch behutsam am offenen Haar und…

Geschrieben von: Steven

Symbolbild

Gastbeitrag: Ein Weihnachtsgedicht

Ein lieber Follower schickte mir ein paar Weihnachtszeilen. Ich fand, sie würden vielleicht dem ein oder anderen Menschen da draußen Mut machen. So schenkt der Gastautor seine Poesie von Herzen gerne auch Euch! Vielen herzlichen Dank dafür! Ein wirkliches Talent dieser Dichter, wie ich finde. Er möchte gerne anonym bleiben. Schöne Weihnachten!


Hier beginnt der Gastbeitrag:

Die Sterne funkeln in ihrer Pracht,
die Lichter am Baum erhellen die Nacht.

Trotz den aktuell stürmischen Zeiten
möchte ich Euch eine Freude bereiten:)

Drum sende ich Euch, ob nah, ob fern,
meine lieben Grüße von Herzen gern.

Feiert mit Euren Lieben ein schönes Fest,
das Ihr sobald nicht vergesst!

Gastbeitrag: Der Physiotherapeut und seine Patientinnen

Ein Physiotherapeut gibt persönliche Einblicke in sein Berufsbild. Spannend sind hierbei immer wieder die Begegnungen mit Kundinnen, die sich eigentlich eine Frau als Behandelnde wünschen. Wie erlebt er diese Situationen in seiner Arbeit? In seinem Gastbeitrag lässt er den Leser daran teilhaben. Vielen herzlichen Dank dem Gastautor für seine Erzählung!


Beginn Gastbeitrag:

Kurz zu mir: Ich bin männlicher Physiotherapeut und habe, seitdem ich den Job angefangen habe, immer wieder damit zu kämpfen, dass ich ein Mann bin und sich Frauen nicht gern von Männern behandeln lassen möchten. Dabei kommt es nicht immer auf das Alter an, sondern meist auf die Erfahrung, welche die Patientinnen gemacht haben. Ich habe sowohl jüngere als auch ältere Damen erlebt, die sich von mir oder generell von einem Mann nicht behandeln lassen wollten.

Bei dem Thema fallen mir allerdings auch zwei Beispiele ein, bei denen es genau anders war:


Die eine Patientin war etwa Mitte 30, hatte Brustkrebs mit brusterhaltender OP. Sie fragte ihren Mann, ob er damit ein Problem hat, wenn ich ihre Brust behandle mit manueller Lymphdrainage. Er hatte kein Problem damit. Die Patientin konnte sich gut auf mich einlassen, denn ich bin schließlich Profi und seriös in meinem Job. Sie hat einige Rezepte vorbei gebracht. Am Ende hat sie die Therapie nicht mehr benötigt, ein voller Erfolg.

Die andere Dame hätte in etwa meine Mutter sein können, in ihren späten 50ern. Diese Kundin hatte anfänglich ein Problem mit mir, da sie vorher bei einer Kollegin war und ich diese krankheitsbedingt vertreten habe.
Nach den ersten zwei Behandlungen hat sie allerdings alle Scheu verloren und war froh, bei mir zu sein. Auch sie hatte einen Brustkrebs, weshalb ihre axillaren Lymphknoten entfernt wurden und ihre linke Brust extrem anschwoll. Nach einigen Behandlungen konnte ich auch dieses Ödem in den Griff bekommen, weshalb sie nach ein paar Rezepten keine weitere Therapie mehr nötig hatte.

Gastbeitrag: Wie das Liebesleben auffrischen, nachdem die Partner Eltern wurden?

Mein neuer Gastbeitrag ist von einem Mann verfasst, der andere Leser für ein ganz bestimmtes Thema sensibilisieren möchte: Wie geht ein Paar mit einer Sexflaute nach der Geburt des Kindes um? Aus seiner Sicht als Partner und Vater lässt er den Leser teilhaben an seinen persönlichen Empfindungen und Erlebnissen und möchte anderen Vätern und Männern Mut machen, an der Beziehung zu arbeiten und sich nicht aufzugeben. Vielen lieben Dank dem Autor!


Beginn Gastbeitrag:

Warum mache ich das?

Bevor ich meine Geschichte erzähle, wie ich zu dem kam, was ich jetzt mache und mir wichtig ist, möchte ich mich höflicherweise kurz vorstellen.

Ich bin Xander und 39 Jahre jung. Xander ist mein Autorenname auf meinem Blog. Wenn du wissen willst, wie ich richtig heiße, besuche meinen Blog. Vielleicht findest du dort meinen richtigen Namen. Ich bin glücklich verheiratet und habe einen Sohn. Und ja es stimmt, ich bin wirklich glücklich verheiratet. Warum? Weil ich meine Traumfrau geheiratet habe, ich immer noch Sex (mit meiner Frau) habe und täglich an meiner Beziehung mit meiner Frau arbeite. Natürlich liebe ich meinen Sohn auch über alles. 

Nun zu meiner Geschichte, die hoffentlich auch anderen Menschen Mut macht, ihre Beziehung wieder spannender und abwechslungsreicher zu gestalten.

Ich liebe Sex (Fängt schon gut an, oder?), der sich aber in den letzten Jahren verändert hat. Warum? Aufgrund unsere Sohnes. Kinder verändern das Leben in einer Partnerschaft. Aber auf der anderen Seite bereichern sie es ungemein. Dinge wie häufiger oder regelmäßiger Sex rücken in den Hintergrund.

Als meine Frau und ich noch keinen Nachwuchs hatten, hatten wir mehrmals in der Woche Sex. Wirklich abwechslungsreichen Sex. Das was uns gefiel oder wir ausprobieren wollten, haben wir gemacht. Von romantisch bis “dreckig” war alles dabei.

Aber wie bereits gesagt änderte sich das mit dem Tag, als mein Frau schwanger wurde. Unser Sohn ist ein absolutes Wunschkind. Wir haben lange dafür gebraucht. Obwohl wir oft miteinander geschlafen haben, hat es nicht funktionieren wollen. Bis zu diesem einen Tag, als wir die Nachricht erhielten, dass meine Frau schwanger war. Den Tag vergessen wir nie! Es war zufällig der Geburtstag meiner Schwester, als wie die Nachricht bekamen.

Von da an änderte sich unser Leben. Meine Frau nahm schnell und viel zu. Ihr Körper veränderte sich, was ja auch logisch bei einer Schwangerschaft ist. Aber die Erotik schwand dennoch. Sie hatte keine Anziehung mehr auf mich. Aber Fremdgehen kam nie für mich in Frage, nur um Sex zu haben. Wir hatten eben nur keinen Sex mehr. Das frustet mich natürlich. Hatte oft schlechte Laune. Und ich war unfair gegenüber meiner Frau. So ging es 9 Monate. Es gab auch gute Zeiten, obwohl die Schwangerschaft sehr anstrengend war.

Ich hatte die Hoffnung nach der Geburt, wenn sich der Alltag nach ein paar Wochen wieder eingependelt hat, dann wird es auch wieder mit dem Sex klappen. Aber Pustekuchen. Alles drehte sich nur um meinen Sohn, und abends war meine Frau so kaputt, dass sie keine Lust mehr hatte. Ich war weiterhin gefrustet. Da war bestimmt auch eine gute Portion Neid dabei. Das will ich gar nicht abstreiten. Ich überlegte, was ich tun kann. Komischerweise fiel mir das Einfachste nicht ein.

Miteinander reden!

Als ich sie eines Abends darauf ansprach, erklärte sie mir alles und ich sah alles mit anderen Augen. Jetzt verstand ich ihre Welt. Das Mama-sein. Eins der wichtigsten Aufgaben im Leben, wenn man es denn möchte. Genau wie das Papa-sein. Aber für Mamas ist es am Anfang schwerer und stressiger. So sind zumindest unsere Erfahrungen.

Nachdem weitere Wochen vergingen, der Alltag entspannter wurde und ich meine Frau besser verstand, schlich sich so langsam auch wieder die Zweisamkeit ein. Romantik und Zärtlichkeiten. Ein erster Schritt. 

Als unser Sohn ca. ein halbes Jahr alt war, fingen wir wieder an ein Paar zu sein. Nicht nur Mama und Papa, sondern wieder ein Paar. Wir nahmen uns bewusst Zeit für uns. Und das machen wir bis heute so. Klar, wir haben nicht mehr soviel Sex wie früher, aber wir haben wieder Sex. Wir verbringen Zeit miteinander. Und nehmen uns auch nur einfach mal in den Arm. Und auch die erotische Anziehungskraft, die meine Frau immer auf mich hatte, ist wieder zurück. Mehr denn je.

Ich bin davon überzeugt, dass es bei sehr vielen Paaren so ist, dass mit der Geburt ihres Kindes das Paar-sein aufhört. Leider.

Warum hat es bei uns funktioniert, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten?

Weil wir miteinander geredet haben. Oft. Was wir denken und was wir uns wünschen. Natürlich ging es dabei nicht nur um Sex. Aber es erleichtert das Miteinander. Es reinigt die Seele.

Und genau das habe ich mir jetzt durch meinen Blog zur Aufgabe gemacht. Ich möchte anderen Männern helfen, mit meinen Erfahrungen ihr Liebesleben wieder aufzufrischen. Denn jeder hat ein abwechslungsreiches und tolles Liebesleben verdient. Ich möchte Männern Mut machen, sich nicht zu verstecken oder es einfach so hinzunehmen.

Gastbeitrag: „Was es mir bedeutet, Vater zu sein“

Manchmal lernen wir in den sozialen Netzwerken wundervolle Menschen kennen, die unser Leben auf angenehme Art und Weise bereichern.

Einer dieser Menschen ist für mich Freric, der auf Twitter einen Account unter dem Namen @freric1973 führt. Auch hat er einen eigenen Blog mit einer tollen, kostenfreien Webseite feetlove1973.de . Er freut sich bestimmt über Euren Besuch, falls Ihr mögt.

Freric möchte uns einen Einblick in sein Leben vor und nach seinem Vater-werden schenken. Vielen lieben Dank dem Gastautor für seinen Gastbeitrag. 💚

Hinweis: Der Gastbeitrag enthält Themen wie Alkoholsucht, schwere Kindheit und klinische Behandlung zum Kinderwunsch.

Bitte nur Erwachsene lesen – FSK 18. Danke!

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Hier beginnt der Gastbeitrag von Freric:

Mein Gastbeitrag für Julia:

Was es mir bedeutet, Vater zu sein“

Julia und ich haben uns über Twitter kennengelernt. In ihren Tweets erzählte sie über ihr verstorbenes Kind und erklärt, wie sie mit ihrer Trauer umgeht und diese verarbeitet. Darüber bin ich gestolpert und dementsprechend auch über ihren Blog. Für sie bin ich der Nordmann mit der tiefen Stimme. Auf Twitter eher unter @feetlove1973 bekannt. Mein Rufname ist Freric, bin 48 Jahre jung und schreibe bisweilen auch in einem eigenen Blog. Doch heute möchte ich Euch und Ihnen erzählen, was es mir in meinem Leben bedeutet, Vater zu sein.

Früher hatte ich nicht viel mit Kindern zu tun, außer dass ich selbst eines war und offen gestanden, auch noch heute bin. Da ich in einem Kinderheim groß wurde, war ich trotzdem immer mit anderen Kindern umgeben. Das lag in der Natur eines Kinderheimes. Natürlich kümmerte ich mich um die jüngeren Kinder und beschützte sie vor den älteren Kameraden. Das war auch bitter nötig, da viele Kinder aus allen möglichen sozialen Schichten dort zusammen leben mussten – ob sie wollten oder nicht. Das führte zu inneren Spannungen, welche sie extern äußerten… höflich gesagt.

Damals dachte ich in keiner Weise daran, mal selbst eigene Kinder zu bekommen. Dies änderte sich lange Zeit auch nicht. Ich lebte mein Leben ziemlich alleine und dies war auch okay für mich. Meine berufliche Situation auf See ließ auch keine festen Beziehungen an Land zu. 15 Jahre bin ich zur See gefahren, mit Kreuzfahrtschiffen auf allen Weltmeeren. Und dauernd unterwegs. Heimweh und Fernweh gaben sich die Klinke in die Hand. Und wenn jemand ständig „Weh“ hat, flüchtet er. Ich flüchtete mich in den Alkohol, wurde stark abhängig und konnte irgendwann den Job auf den Schiffen nicht mehr machen. Durch Entzug und langen Therapien, Umschulung und durch Wechsel in ein völlig anderes Umfeld gelang es mir bis heute trocken zu bleiben, klar denken zu können und mein Leben nüchtern zu meistern.

Und etwa zu diesem Zeitpunkt lernte ich meine jetzige Frau kennen und lieben. Wir planten und heirateten und auch der Kinderwunsch stand im Raum. Jedoch sollte sich dieser nicht so schnell erfüllen. Wir probierten und versuchten so ziemlich alles, was uns in die Finger kam. Doch trotzdem hatten wir keinen Erfolg. Nachdem wir uns weiter Gedanken gemacht hatten, entschlossen wir uns die Ärzte zu befragen. Meine Frau ab zum Frauenarzt und ich… zum Männerdoktor. Und dabei kam eben heraus, dass mein Sperma untersucht wurde und uns gesagt wurde, dass die Nichtschwangerschaft kein Wunder wäre bei der miserablen Qualität desselben.

Uffz. Auf natürlichem Weg ging also gar nichts. Nach einer Weile, auch bei mir musste dieses Ergebnis erst einmal sacken, machten wir einen Termin in der Kinderwunschklinik, sprachen mit der Krankenkasse, und so nahm dieses Kapitel seinen Lauf. Meine Frau nahm Hormone, Spritzen und hatte echt zu kämpfen. Ich dagegen hatte wohl die wenigste Arbeit. Als der Tag nun endlich gekommen war, machten wir uns auf den Weg. Ich konnte meinen Teil in einen Plastikbecher dazu geben. Ein kleiner rot angestrichener Raum, welcher mich wohl „in Stimmung“ bringen sollte, war dafür vorgesehen. Ein paar Pornoheftchen- und Filme lagen da auch rum – von „Dolly´s dicke Dinger“ bis „Der Gärtner, der durch die Hintertür kam“. Also nichts, was mich tatsächlich erheiterte. Romantik sah anders aus. Versprochen. Nun denn, die Probe wurde mir entrissen, labortechnisch bearbeitet und meine Frau mit dem Ergebnis künstlich befruchtet.

Welch herbe Enttäuschung für uns, dass es beim ersten Mal nicht geklappt hatte. Der zweite Versuch brachte uns Erleichterung, denn dieser hatte funktioniert, und meine Frau wurde schwanger. Das war schon ein kleines Wunder, hörten wir doch immer wieder, dass dies nicht immer der Normalfall ist. Als ich hörte, dass sie schwanger ist, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Tausend Fragen taten sich auf. Was essen Baby´s so? Wachsen die schnell? Zerbricht ein Baby nicht, wenn ich es festhalte? Mag es mich? Welche Tapete für das Zimmer? Welche und wie viele Kuscheltiere braucht ein Menschenkindlein? Wie hoch ist der Schnullerverbrauch im Durchschnitt? Da wir beide Ersteltern wurden hatten wir mehr Fragen als Antworten. Wir taten unser Bestes, renovierten die Bude, richteten ein Kinderzimmer ein, kauften die sinnigsten und unsinnigsten Sachen ein und freuten uns auf unser Wunschkind.

Und dann war sie endlich da, ich durfte bei der Geburt zugegen sein, wenngleich ich nach der Geburt unserer Tochter erst einmal weggeschickt wurde. Unsere Tochter hat alles gut überstanden und die Frau Mama auch. Und wir waren selig. Und ich hatte immer noch Angst, mehr denn je, dieses kleine Etwas Mensch könnte in meinen grobmotorischen Händen kaputtgehen.  Tat es nicht. Die Welt drehte sich weiter und mit jedem Tag mit diesem wunderbaren Menschenjungen zeigte sich mir den Sinn des Lebens. Nicht nur der Sinn meines Lebens, sondern generell DES Lebens.

Dieses Kind zeigt mir jeden Tag, wie einfach das Leben sein kann. Die Augen leuchten, nicht nur wenn es Schokolade gibt. Nein, auch wenn wir albern sind und miteinander spielen. Ihre Augen sind traurig, wenn Papa zur Arbeit oder Mama kurz mal weg muss. Lachen und Weinen liegen oft eng beieinander. Doch einmal in den Arm genommen, ist alles wieder gut.

Mein Kind, und es ist mir bewusst, dass nicht jedes Kind ein glückbehaftetes zu Hause hat, soll von mir eine Kindheit bekommen, welche es glücklich sein lässt. Ich habe es geschworen, als sie aus dem Schoß meiner Frau kam.

Selbst habe ich eine Kindheit gehabt, wie ich sie niemandem wünschen würde. Es war die Hölle auf Erden! Und diese Kindheit erspare ich meinem Kind auf jeden Fall. Geliebt zu werden ist für ein Kind kein Privileg, das es sich erst verdienen muss. Nein, es ist eine Selbstverständlichkeit! Ja, natürlich müssen Werte wie Ethik und Moral an das Kind vermittelt werden. Aber passiert dies nicht automatisch, wenn dem Kind diese vorgelebt werden? Ich denke schon. Kinder zeigen einem selbst, ohne dass sie es willentlich merken, wie man sich gibt.

Sie spiegeln das Verhalten der näheren sozialen Umgebung und ich hoffe, dass wir beide unser Großmöglichstes tun und natürlich vorleben, wie es hoffentlich „richtig“ ist. Und ja, wir machen auch Fehler, wer kann von sich behaupten, perfekt zu sein? Doch wenn die Grundrichtung vorhanden ist, kann schon sehr viel Gutes passieren. Unser Kind muss nicht perfekt sein, es darf einfach „sein“. Ein Kind, ein glückliches. Mich rührt es, wenn sie unsere Nähe sucht und wir immer für sie da sein können. Ein Leben lang. Das ist für mich Glück!

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Liebe Julia, mir ist bewusst, dass das Thema „Eltern sein“ zwei Seiten in Deinem Leben hat. Und da ich allenfalls nur erahnen kann, was Du durchgemacht hast, möchte ich Dir sagen, dass ich trotzdem mit Dir fühle. Auch wenn ich weiß, dass keine noch so gut gemeinten Worte Deinen Schmerz auch nur ansatzweise lindern könnten. Wir Menschen haben ein paar gute Eigenschaften. Eine davon ist das Mitgefühl. Und so kann ich mit Dir fühlen. Ich muss oft an Dich denken, wenn ich in die kleinen Augen meiner Tochter schauen darf. Und fühle mit Dir.

In diesem Sinne, fühle Dich herzlich umarmt.

Freric

Gastbeitrag: Meine Kindheit, die keine war

Ich möchte euch an dieser Stelle einen ganz besonderen Mann vorstellen. Wir kamen über ein soziales Netzwerk in Kontakt, als er von meiner Webseite und der Möglichkeit der Gastbeiträge erfuhr. Ich schrieb über Erziehung, wir kamen in das Gespräch und ich fragte ihn spontan, ob er etwas aus seiner Kindheit erzählen möchte. Er meinte, er hätte etwas zu erzählen.

Doch lest selbst…

Danke für dein Vertrauen in mich und im Namen aller, dass du deine Lebensgeschichte mit uns teilst. Es würde den Verfasser dieses Gastbeitrags freuen, nicht Sensationsgier zu stillen, sondern anderen eine Bereicherung zu sein und Mut zu machen.

Danke für deinen Mut, Gastautor ! 💙

Triggerwarnung: Den Leser erwarten Erzählungen von Gewalt, sexuellem Missbrauch und Drogenmissbrauch. Sensible oder betroffene Menschen sollten bitte mit Bedacht lesen.

FSK 18 – nur für Erwachsene.

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„Meine erste frühkindliche Erinnerung ist der Schlag mitten in das Gesicht. Ein Schlag, der mein Aussehen auch für immer verändern sollte. Das Nasenbein war zertrümmert und wurde auch nicht behandelt.

Ich war ungefähr 4,5 Jahre alt und sollte den langjährigen Freund meiner Mutter die „Pöhler“ (Fußballschuhe) säubern und einfetten. Das gelang mir wohl nicht zur vollsten Zufriedenheit, was sich dann so mit einem Schlag äußerte.

Das war nicht das erste Mal und auch nicht das letzte Mal. Er war nicht mein Vater und hatte trotzdem einen sehr starken Einfluss auf mich und meine Erziehung gehabt. Er hatte den Weg geebnet, wie meine Mutter ihre Kinder erzieht, mit wenig Empathie, viel Schläge und das man immer das Gefühl hatte, das man an allem Schuld ist.

Ich kann mit Fug und Recht sagen, dass es mehr auf die Fresse als zu essen gab. Das Jugendamt schaltete sich ein, änderte aber nichts an der Situation, da ich hier nicht offen reden konnte, da Mutter immer dabei saß in den Gesprächen oder mir auch nicht geglaubt wurde. Und hatte ich doch mal was erwähnt, dann gab es zur Belohnung im Anschluss Schläge.

Aufgrund meiner Unterernährung bin ich 2 Jahre hintereinander in einer Kinderklinik für 6 Wochen gelandet. Hier sollte ich zunehmen und war in der Regel das einzige Kind, was nicht auf Diät war. Was das bedeutete war abzusehen. Ich bekam zu jeder Sondermahlzeit von den anderen Kids Dresche…

Ich war immer ein Störfaktor, egal wo… Kindergarten, Schule, Sportverein und erst recht Zuhause. Viele Sommer lang Stubenarrest in einem kargen Zimmer, was kein Kinderzimmer war. Dort war ein altes Sofa mit frotteeähnlichem Bezug in dunkelgrün, welches nach kaltem Zigarettenrauch und Urin stank. Ein Fliesentisch mit 46 Kacheln, Nussholzfunier, ein dunkelbrauner Teppich mit Zigarettenlöchern um dem Tisch und ein Sofa drumherum. Zudem ein kleiner, eintüriger Kleiderschrank, jede Menge Rotkreuzsäcke, aus denen ich meine Kleidung raussuchen konnte. Diese wechselten dann auch monatlich. Ein alter Kohleoffen, beigefarbene Tapeten aus den 70-ern, wobei ich denke, dass die noch älter und vom Vormieter waren. Eigentlich weiß, aber durch Tonnen von Zigaretten und dem Kohleofen ihre Farbe verändert hatten.

Das erlernte Verhalten gegenüber anderen zeigte sich schon im Kindergarten, wo ich das von Zuhause Erlernte schnell umsetzte und dort alsbald rausflog. Das machte die Situation nicht besser. Auch in der Schule änderte ich mein Verhalten nicht, weil ich ja nur das umsetzen konnte, was ich im Umgang mit Menschen gelernt hatte. Ich flog darauf mehrfach für teilweise Monate aus der Schule. Einmal wurde ich versetzt, nur weil meine Mutter versprach, das wir aus der Stadt ziehen.

So mit 14 war es dann soweit, das ich freiwillig ins Heim ging, da mir damals schon klar war, Knast oder Tod, das ist nicht das was ich wollte, aber das war auch nur ein Traum. Aber darauf lief es hin. Opa, Onkel, Cousins und nähere Bekannte waren alle im Knast und dazu Alkoholiker. Das waren meine Vorbilder, ich lernte und lebte das Gesetzt der Straße.

Das war aber im Zusammenspiel mit den Heranwachsenden im Heim auch nicht die richtige Sprache. Und so wanderte ich dort auch von Gruppe zu Gruppe und später im „Betreuten Wohnen“ wurde ich dann mit 17 Jahren mir endlich alleine überlassen.

Vielleicht noch einmal ein bisschen zurück, da dies auch dazu gehört.

So mit 12-13 Jahren „durfte“ ich bei der Schwester meiner Oma übernachten. Die hatten ältere Kinder: Eine Tochter so um die 17-18 Jahre und einen erwachsenen Sohn schon 22-23 Jahre.
Hier erlebte ich eine andere Art, die mich für die nächsten Jahre prägte. Erst wurde ich von der Tochter, welche in meinen Augen damals ein wunderschöne und für mich schon erwachsene Frau verführt. Sie hatte mir eingeredet, dass Männer Versager sind, wenn sie die Frauen nicht zu einem Orgasmus bringen. Vorher darf man nicht aufhören. So brachte sie mir viele Techniken bei oder zumeist das, was ihr gefiel. Ihr älterer Bruder platze dann einmal herein. Anstatt sich zu echauffieren, zog er sich aus legte sich zu uns. Er hatte aber kein Interesse an seiner Schwester, sondern nur an mir. Was mir anfänglich in meiner frühpubertären Unbedarftheit gefallen hatte, änderte sich schnell zu einem Martyrium. Dies war ein sonderbarer Sommer, der sich für lange Jahre als einen Schatten auf meine sexuellen Interessen und Handlungen legte.

War ich bei Frauen im Sexuellen geradezu mit großem Eifer bei der Sache, war mein Interesse an Männern rein dominanter Natur. Bei Frauen hatte ich immer alles darum getan, das es ihnen gefiel. Die Frauen hatten oftmals mehrfach einen Orgasmus. Ich fühlte mich danach als ganzer Mann.

Allerdings war meist schnell mein Interesse auch an der Frau verloren, vor allem bei schnelle Bekanntschaften. Wenn die Frau sich schnell auf’s Bett einließ, war sie genauso schnell wieder weg.

Bei Männern war das schon eine etwas extremere Geschichte. Ich suchte mir Männerbekanntschaften aus der einschlägigen Szene und aus Portalen. Hier gab es keine Körperlichkeit und Nähe und niemals Küsse, sondern pure Dominanz!

Wenn klar war, dass was passiert, lief es immer gleich ab: Unterdrückung des Gegenübers. Harter Sex und danach Anziehen und Gehen, egal in welcher Situation. Die Männer waren ein Stück warmes Fleisch, welches ich benutzt habe. Keine Namen, kein „Wie war es, wie geht’s dir?“.

Das ging so bis ich 30 wurde. Ich war zu dem Zeitpunkt Handwerker, da dies der einzigste Beruf war, der mir möglich war zu erlernen mit meinem Hauptschulabschluss der 9. Klasse.

Ich hatte keine festen Freunde, weil ich einfach jeden würdelos behandelte oder jede Frau von meinen Künsten im Bett überzeugen wollte, egal wessen Frau oder Freundin das gerade war.

Besonders wenn ich getrunken hatte, waren schneller Sex oder Fäuste die Devise. Auch war das Klientel mit dem ich „befreundet“ war ebenso simpel gestrickt wie ich. Die einzige Schnittmenge waren dann auch nur Fußball, Frauen, Feiern und Fäuste. Ein Leben auf der Überholspur. Je mehr Feinde ich mir machte, desto besser fühlte ich mich. War es doch das, was ich von Zuhause erlernt hatte. Das war ich. Ein Ich, das aber auch jahrelang Weihnachten und Feiertage allgemein alleine verbrachte und mit Drogen und mit hartem Alkohol Sorgen runterspülte. Ich wartete bis abends die Clubs aufmachten, um mich dort weiter zu produzieren und zu betäuben. Ob mit Drogen, Alkohol, Sex oder Gewalt war letztendlich egal…

Ich wurde dann so mit 30 krank, der Rücken. Ich konnte meinen Job nicht mehr ausführen und fiel in ein Loch. Alleine, keine Hilfe, keinen Zuspruch, dafür viel Zeit, um mich zu reflektieren.

Die Erkenntnis war dann für mich, dass ich immer alles auf meine Vergangenheit geschoben hatte. Ich habe meine Erziehung als Ausrede genutzt, selbst vor mir selbst. Es war nie so, das ich mich wohl gefühlt hatte in meiner Haut und in meinem Verhalten. Dadurch, dass ich mehr betäubt als mit klarem Kopf durch die Welt ging und mir ein Umfeld des verlogenen Zuspruchs gezimmert habe, hatte ich auch nicht die Kraft, Motivation und Ambitionen, um mich zu verändern. Mein Umfeld zu ändern. Ein anderes Leben zu führen. Ein Leben, womit ich mich wohl fühlte und mir nüchtern in den Spiegel schauen konnte.


So saß ich da vor den Trümmern meines Lebenswerks. Nichts was ich in eine neue Zukunft mitnehmen konnte.

Geld weg, Umfeld weg, Job weg, meine Identität weg.

Ich habe immer Ärger angezogen. Ein Blick reichte um mich selbst zu bestätigen. „Aus dir wird nie was!“ ist einer der Sprüche, die mich geprägt haben und an die ich immer geglaubt hatte. Nie gelernt mit Problemen umzugehen, immer weggelaufen und verdrängt und das Gute im Leben verscheucht.

Heute mit 45 bin ich froh, dass ich in meiner aggressiven Zeit scheinbar niemanden – meines Wissens – nachhaltig geschädigt habe, da alles immer in beidseitigem Einvernehmen stattfand. Das macht es nicht besser, aber ich bin heute demütig, dass ich aufrecht gehen kann, ein echten Freundeskreis habe, ein neues berufliches Umfeld gefunden habe, als Mensch gewachsen bin, finanziell zwar nicht ausgesorgt, aber dass es mir im Verhältnis gut geht und ich meine Schulden abbezahlte, was mir persönlich extrem wichtig war.

Wenn das ein Teil meines Canosa-Gangs ist, so gehe ich den gerne, denn vieles kann ich nicht wieder gut machen.

Eine Insolvenz kam für mich nie in Frage. Meine Teams auf der Arbeit gehen mit mir durch’s Feuer, weil ich es schaffe, die richtige und ehrliche Ansprache für jeden einzelnen zu finden. Meine Vorgesetzten sind froh mich zu haben, da mir persönlich nicht das Finanzielle im Vordergrund steht, sondern der Zuspruch und die Anerkennung meine Seele streichelt.

Klar dass diese das auch gerne ausnutzen, aber mich stört das nicht, da ich immer im Sinne der Company und auch im Sinne meiner Mitarbeiter handle.


Meine Freunde stehen zu mir.

Sie schätzen an mir die Ehrlichkeit und Empathie und wissen, dass sie für mich meine Familie sind. Und das seit beinahe 15 Jahren und das wird auch bis zum Ende gehen.

Ich habe eine Frau gefunden, die mein Totem ist. Sex ist kein Vergleich mehr zu früher und hat keinerlei Wichtigkeit mehr für mich. Keine Ahnung, ob das am Alter liegt oder ich mit mir damit im Reinen bin. Und trotzdem lieben wir uns und sind seit 6 Jahren verheiratet.

Heute sehe ich mich nicht mehr so, dass ich aus schlechten Elternhaus komme und es ja so super schwer hatte.

Ich habe mich da raus gekämpft und viele in meinem Umfeld sehen mir das auch nicht mehr an. Ich habe auch mit meinem Elternhaus Frieden geschaffen. Heute lebe ich so, wie es für mich will. Meine Dämonen habe ich im Griff und lasse mich davon nicht mehr beeinflussen. Ich bin stark und gewillt anderen Menschen nur Gutes zu tun, egal in welcher Situation – meine Hand ist immer griff- und hilfsbereit!

Gerade weil ich aus einem schlechten Elternhaus komme, möchte ich ein Pfad sein für diejenigen, die sich noch nicht erkannt haben, aber auch ihr Leben ändern wollen!“

Gastartikel: Meine traumatische Geburt / CN: Gewalterfahrung im Kreissaal

Einen sehr bewegenden und aufwühlenden Gastartikel reichte mir @StupsiSchnut (Twitter-Account) ein. @StupsiSchnut nehme ich in meinem Empfinden als eine wundervolle und empathische Frau wahr, gespickt mit einem großen Herzen und einem liebenswürdigen und stilvollen Auftreten. Authentisch und mit allen Facetten ihres Seins lässt sie die Menschen auf ihrem Twitter-Account an ihrem Leben teilhaben, ungeschminkt und wahrhaftig. Besucht sie gerne auf ihrem Account, und Eure Zeit ist sinnvoll genommen.

@StupsiSchnut nimmt in ihrem Gastartikel den Leser mit in den Kreissaal, in welchem sie eine wohl traumatische Geburt erleben musste. Von Herzen danke für das Teilhaben lassen an diesen äußerst intimen Momenten und an diesen unschönen Gefühlen neben all dem Glück, Mutter geworden zu sein.

Zudem möchte @StupsiSchnut anderen Frauen Mut machen, über ihre gemachten Gewalterfahrungen während der Geburt zu sprechen und sich nicht dafür schämen zu müssen, sollten diese geschehen sein.

Ein Appell und Aufzeigen eines Misstandes, der so nicht hätte passieren dürfen, wie ich finde. Und doch höre und lese ich in den Medien und in Gesprächen, dass dieser immer wieder passiert.

Vielen lieben Dank @StupsiSchnut!

Hinweis: Der Gastartikel schildert Gewalterfahrungen bei der Geburt. Schwangere sollten ein Lesen gut abwägen.

Natürlich gibt es auch sehr wundervolle Geburtserfahrungen, und nicht jede Geburt geht mit schlimmen Erfahrungen einher.

Liebe Grüße

Eure Julia

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Gastartikel:

Nun reißen Sie sich mal zusammen!

Im Februar 2018 war es endlich soweit – mein lang ersehntes Kind sollte geboren werden. Gewissenhaft las ich Bücher, hatte zig Gespräche mit meiner Hebamme (die natürlich auch ganz gezielt ausgesucht wurde), die gepackte Tasche stand vorschriftsmäßig im Flur. Gebetsmühlenartig hätte ich den Ablauf einer Entbindung nach Lehrbuch herunterbeten können; hatte ich mir jedoch jeden Schritt gut eingeprägt und lauschte aufmerksam auf das kleinste Zeichen meines Körpers.

Doch es kam nichts. Kein Ziehen in den Bändern. Kein Absenken des Bauches. Nichtmal sporadische Verhärtungen der Bauchdecke wollten sich um den Termin herum einstellen!

Eines Nachts wurde ich dann doch davon wach, wie ein dünnes Rinnsal meine Beine entlang lief. Hmm. Ein Blasensprung wäre doch schwallartiges Wasser? Und von Wehen keine Spur. Zur Sicherheit doch lieber ins Krankenhaus, schließlich ist es mein erstes Kind, und ich war wahnsinnig unsicher, ob der unaufhaltsame Prozess der Geburt bereits begonnen hatte.

Im Krankenhaus gähnende Leere, zum Glück. Hektische Betriebsamkeit wäre meiner Nervosität sicher nicht zugutegekommen. Spärliche Beleuchtung versuchte den Flur zur Entbindungsstation zu erhellen, der Weg war mir noch vom Anmeldegespräche bekannt. Klingeln am Kreissaal.

Die Nachthebamme öffnet uns (der Vater des Kindes, zu der Zeit noch mein Ehemann, begleitete mich). Ein Blick, der mich schnell von oben bis unten taxierte; schließlich am Bauch hängen blieb.

„Was wollen Sie hier? Kann sich ja wohl kaum um eine Entbindung handeln, ihr Bauch ist viel zu klein. 7. Monat? 8.?“ Nachdem geklärt war, dass ich mich aufgrund des errechneten Termins und des abgängigen Wassers wohl doch zu Recht hier befände, durfte ich in dem einzigen freien Zimmer auf dem Bett Platz nehmen.

„Aber nicht zu gemütlich machen! Wir haben heute im Laufe des Tages noch geplante Kaiserschnitte. Bis dahin sind Sie entweder fertig oder Sie müssen dann auf Station wechseln. Irgendeinen Platz gibt’s schon. Und wenn’s noch gar nicht so richtig losgeht, tut’s auch mal der Flur für `ne Stunde, nech?“, sprach sie und lies uns verdutzt mit der Anweisung, wenn möglich zu schlafen und nur zu klingeln, wenn ich Wehen bekäme, allein.

Einige Stunden später, morgens gegen fünf, als das Gewimmel des frühen Tages im Krankenhaus die Atmosphäre durchdrang, musste ich in die kochend heiße Wanne steigen. „Wir wollen schließlich, dass es mal losgeht, `ne?“ Und zu meinem Mann gerichtet: „Ach und wenn ihr bisschen schwummerig wird, das ist normal! 15 Minuten sitzen lassen, dann raushelfen.“

Gesagt, getan, bereitwillig zurück auf´s Bett, um die Bemühungen meines Körpers im Nachgang zu kontrollieren. Eine Ärztin huschte in den Raum, stellte sich kurz vor. Mit einer raschen Bewegung waren die Handschuhe über den Fingern und ebendiese in mir. Zur Hebamme: „Gebärmutterhals steht noch fast 2 cm. So schnell wird das hier nix. Bewegung macht vielleicht was. Ich komme in ein paar Stunden wieder.“

Ich lief. Ich lief und lief und lief und lief. Immer wieder meine Kreise um die Station. Treppen rauf, Treppen runter. Wiederholung.

Endlich scharfer Schmerz, ein brennendes Ziehen im Bauchraum, das bis in den Rücken ausstrahlte. Aha – das waren also diese Wehen. Dank der Infos vorher wusste ich, ich solle laufen, bis der Schmerz so stark würde, dass entweder die Knie von selbst nachgeben würden oder keine andere Option als ein Rückzug in das Kreissaalzimmer für mich vorstellbar wäre. Auch hier, ich hielt mich an den Rat der Hebammen. Lief weiter. Hielt alle paar Minuten an, abstützen am Geländer des Treppenhauses.

Atmen. Laufen. Abstützen. Atmen. Laufen. Abstützen.

Bis es nicht mehr ging. Man gewährte mir Einlass in das ersehnte Zimmer, Pause auf dem Bett. Die Wehen rauschten durch meinen Körper. In den Nebenzimmern Schreie. Erst die Frauen, dann die Babys. Seit meinem Aufenthalt drei Geburten, und alle kamen nach mir in den Kreissaal.

Untersuchung. Mittlerweile früher Vormittag.

Aufmunterndes Tätscheln meines Schenkels. „Na, schon zwei Zentimeter offen! Geht doch. Aber wollen doch mal sehen, ob wir da nicht noch was machen können… Wehentropf wäre ok?“ Ich traute mich, vorsichtig zu erfragen, was mich dann erwarten würde. Ob es nicht auch natürlich weitergehen würde. „Bis morgen können wir Sie hier aber nicht liegen lassen! Wir hängen mal ran und schauen, ob in den nächsten Stunden die Öffnung besser und schneller klappt. Ist ja auch für Sie dann angenehmer.“

CTG war prima, Wehen vorhanden, aber der Körper weigerte sich nunmal hartnäckig, sich kooperativ zu zeigen und das Gewebe erweichen zu lassen.

Die Chemie tat schnell ihre Wirkung. Die Wehen kamen schneller, heftiger. Ich spare mir an dieser Stelle die Beschreibung des Schmerzes, der mich innerlich zerreißen wollte. Ich atmete mich in Trance. Jede Wehe, die heran rollte, visualisierte ich als Welle; tauchte in ihr ein, erklomm den Wellenberg und lies mich ins Tal hinabziehen. Pause. Nächste Welle.

Zwei Stunden später. Nächste Untersuchung. Unzufriedenes Stirnrunzeln der Ärztin zwischen meinen Beinen. „Das reicht nicht. Hier ist ja kaum etwas passiert. Höher dosieren.“

Mitleidiger Blick der Hebamme, welche mit der Tagesschicht betraut war. Die ersten aufmunternden, lieben Worte. Zum ersten Mal wurde auch mein Mann anders als wie die sich im Raum befindliche Stehlampe angesehen. Beruhigende Worte auch an ihn.

Ich klammerte mich an mein Bild der Wehen-Welle, atmete, atmete, atmete. Keine Pausen mehr. Welle, Welle, Welle. Mein Gesichtsfeld wurde eng und dunkel. Ich bestand nur noch aus gleißendem Schmerz. Und mein Körper, der Verräter, kooperierte noch immer nicht genügend. Die nächsten Schreie aus den Nebenzimmern. Kinder vier und fünf des Tages.

Mittlerweile seit 15 Stunden in der Klinik. Seit 8 Stunden Wehen. 5 cm offen.

Ich weiß noch, wie ich nach der Ärztin rief: „PDA, bitte, jetzt, ich kann nicht mehr!“ Noch nie habe ich mich für mein Versagen so sehr geschämt. Die natürlichste Sache der Welt – und bei mir geht nichts, der Körper verkrampft, verschließt sich, verhärtet. Kein Wehentropf vermochte das Gewebe geschmeidig werden zu lassen.

„Mit einer PDA spüren Sie dann die Wehen nicht mehr so stark, nur noch als Druck im Körper. Wollen Sie das?“ Zu diesem Zeitpunkt hätte sie mir auch mit einem rostigen Messer den Bauch längs aufschneiden können, es wäre mir egal gewesen, solange es nur meinem Kind gut geht und der Schmerz endlich vorbei ist.

Ihr Kind würde es so schaffen, aber wenn Sie natürlich schon zu schwach sind…“

Die PDA brachte endlich die kurzzeitige Atempause. Jede Wehe nur noch ein Druck im Bauch. Aber ihre Ausläufer zogen sich… Seit diesem Tag weiß ich, was die Redewendung durch „Mark und Bein“ wirklich bedeutet. Rückenschmerzen, als ob die Wirbel bersten wollten, gelähmte Muskulatur, in der ich mich selbst als Fremdkörper fühlte. Jede Stunde einen Zentimeter.

Auftritt Spätschicht-Hebamme. „Ja das muss wehtun, sonst passiert ja auch nichts! Und andere haben das auch geschafft, dann kriegen Sie das ja wohl auch hin! Hören Sie, drüben schon wieder eins. Sie dürfen sich nun mal nicht so anstellen, meine Güte!“

Weitere Stunden vergehen.

10 cm.

Endlich.

Positionswechsel. Verordnet natürlich.  

Ich spüre meine Beine kaum, den Bauch gar nicht, nur brüllenden Schmerz im Rücken. Vierfüßlerstand. Ich sacke zusammen.

„Festhalten! Da oben am Kopfende! Sie müssen schon mitmachen!“ Ein Paar Hände, das mich grob zusammenschiebt und auf dem Bett ausrichtet. „Pressen!“ „Doch nicht sooo!“ „Nach unten!“ „Wenn Ihr Kopf rot wird, machen Sie es falsch. Und der ist rot!“ „Das müssen Sie doch merken!“ „Naja, vielleicht ja wirklich nicht. Sie wollten schließlich eine PDA. Schade.“

Atmen. Schmerzen. Atmen.

Hilflosigkeit. Noch nie habe ich mich so gedemütigt, nackt und allein gelassen gefühlt. So ausgestellt, von Menschen verachtet, die in meinen Eingeweiden herumwühlen und deren Untauglichkeit laut bescheinigen.

Es scheint etwas zu passieren, die Ärztin wird konsultiert. „Sie schafft es nicht allein. Offen ist, Kind liegt noch zu weit oben. Keine Kraft mehr und pressen kann sie wohl nicht richtig. Zumindest bis jetzt nicht.“

Wieder Finger, die sich tastend in mir bewegen. Ich spüre sie nicht, sehe nur die Bewegung. „Schneiden werden wir nicht, es ist nur noch ein kleines Stück. Glocke.“ Durch den Schmerz und die Erschöpfung nahm ich alles nur noch wie durch einen zähen, dickflüssigen Nebel wahr.

Tropfenweise sickerte die Erkenntnis in meine Gedanken, dass ich gleich mein Kind in den Armen halten werde. Was dazu nötig war, verstand ich nicht.

Eine zweite Ärztin, die Oberärztin, kam. Rollte irgendein schlankes, hohes Gerät ins Zimmer, der Schmerznebel nahm mir die Sicht. Positionierte sich zwischen meinen Beinen. Die Hebamme recht neben mir, ihre Hände umgriffen grob meine Arme, zerrten mich in eine halbsitzende Position, das nutzlose Stück Fleisch, das ich in dem Moment war.

Ärztin eins links neben mir. Alle reden durcheinander, aber nicht mit mir. Irgendwas Kaltes an meiner Scham. Irgendwas pikst. Warum fühle ich das überhaupt? Wehen. Atmen. Die Saugglocke. Ich soll pressen.

Ärztin eins legt ihren Arm um mich, doch nicht, um mich zu stützen. Ihr anderer Arm schnellt auf meinen Bauch, ihre Unterarmknochen bearbeiten drückend und schiebend meine Haut, gefühlt in dem Versuch, meine Organe neu zu ordnen. Es reicht nicht. Wieder Gebrüll. Pressen, Atmen, Schieben, Drücken, Schmerz.

Ein Schrei.

Mein kleiner, gesunder Junge wurde geboren.

Nach 21 Stunden Wehen.

„Nun freuen Sie sich doch mal, wir haben es geschafft.“

Ja, WIR hatten es geschafft. Nicht ich. Nicht mein Körper.

ICH war schwach. ICH habe versagt. ICH konnte für mein Kind nicht stark sein. ICH wusste nicht, was mit mir gemacht wird. Welche Schritte wann und warum nötig waren. Was ICH vielleicht doch hätte tun können.

Mein Kind wurde untersucht, vermessen, gesäubert und in ein kleines Rollbettchen gelegt.

Ein nasser Waschlappen klatschte mir zwischen die Beine.

„Nun machen Sie sich mal schnell sauber, dann können Sie rüber auf die Station. Schade, dass das nötig war mit der Glocke zum Schluss jetzt. Aber Sie haben ja nicht geschrien, so wie die anderen Mütter, dann wissen wir ja auch nicht, ob sie wirklich Schmerzen haben. Manchmal muss man sich eben auch mal zusammenreißen! Bestimmt wäre es auch noch so gegangen eine Weile. Aber gut, ist jetzt durch. Und er ja zum Glück ganz fit. Alles Gute dann.“

Ich brauchte mehrere Monate therapeutische Begleitung, um die Schuldgefühle, die in Zusammenhang mit der Geburt standen, aufzuarbeiten.

Durch das Kristellern erlitt mein Kind eine Stauchung der Brustwirbelsäule und eine Zerrung des Zwerchfells. Letzteres wurde mit Geduld und Magnesium behandelt, ersteres durch Osteopathie und Physiotherapie.

Die Schuldgefühle, diese Folgen durch mein Unvermögen verursacht und meinem Kind geschadet zu haben, blieben bis heute.

Am 25.11. jeden Jahres ist der „Roses Revolution Day“ – eine Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe.

Jedes Jahr an diesem Datum lege ich vor diesem Kreissaal eine rosafarbene Rose nieder. Irgendwann vielleicht auch mal mit Zeilen wie diesen. Weil Gewalt in der Geburtshilfe keinen Platz haben darf.  

Gastbeitrag: Ich lebe meinen Albtraum

Wie sieht es in der Gefühlswelt eines Mannes in Bezug auf Partner- und Vaterschaft aus? Was kann er empfinden, wenn es zu einer Trennung kommt? Was geschieht mit den gemeinsamen Kindern?

Einen berührenden und sicherlich für viele Menschen bereichernden Einblick in seine persönliche Lebenswelt und seine reflektierten Ansichten als Mann und Vater gewährt uns netterweise @DrHalbzeitvater (Account-Name auf Twitter). Ein in meinem Empfinden großartiger Mensch, der Herz, Verstand und Seele zeigt.

Vielen lieben Dank an @DrHalbzeitvater für das Teilhaben lassen an seinem Kosmos und das Schreiben dieser Zeilen.

Gastbeitrag:

Ich lebe meinen Albtraum

Von einem, der auszog, um Vater zu bleiben

Sehr, sehr lange habe ich weder heiraten noch ein Familie gründen wollen. Auf der einen Seite, weil ich mich nicht festlegen wollte. Auf der anderen Seite, weil ich eine sehr traditionelle Sicht auf eine Familiengründung hatte und habe: Wenn, dann ist das wirklich „für immer“. Wenn ich das mache, dann muss ich für meine Familie – die Kinder und die Ehefrau – da sein. Für immer. Das ist eine große Verantwortung und zudem war Beständigkeit noch nie so meins. Ich habe Jobs gewechselt, Städte und Frauen. Immer dieselbe? Immer für die anderen da sein, meine Freiheit einschränken? Nein!

Daher trennte ich mich von der Frau, mit der ich schon einige Jahre zusammengelebt hatte. Weil sie eine Familie gründen wollte und ich … nun ja – siehe oben. Neuer Job, neue Stadt, sie in der „alten“ Stadt zurückgelassen. Weil sie eine Familie gründen wollte und ich nicht.

Aber nach nicht einmal einem Jahr hatte ich es verstanden: Sie war es! Mir ihr wollte ich mich tatsächlich festlegen und beständig werden und Verantwortung übernehmen. Und dann natürlich auch her mit den Kindern, denn Kinder mochte (und mag) ich gern und ich konnte schon immer ganz gut mit Kindern umgehen. Also: Neuer Job, alte Stadt und los – die Frau zurückerobern. Ich hatte einen Traum! Eine Familie. Mit ihr. Und zwei süßen Kindern – am besten erst ein Mädchen, dann ein Junge!

Es zeigte sich allerdings: Eine Frau, die man einmal im Regen hat stehen lassen, wieder von sich zu überzeugen – das ist gar nicht mal so einfach. Aber letztlich hatte ich es geschafft. Und dann ging es recht schnell: Tolle Hochzeit, tolle Flitterwochen, kaum zuhause tolle Nachrichten: Sie ist schwanger! Dann kam der tolle Junge … und zwei Jahre später gesellte sich das tolle Mädchen dazu.

Ich lebte meinen Traum!

Nun kam bei meiner Frau der Wunsch auf, in ihre Heimatstadt zurückzuziehen zu ihrer Familie, zu ihren alten Freunden. Unterstützung und Heimat. Konnte ich gut verstehen. War zwar nicht optimal für mich, aber ich konnte es verstehen. Also: Neue alte Stadt, neuer Job… Ich lebte weiter meinen Traum.

Und dann kam der Schlag. Wie aus dem Nichts, dafür umso härter. Sie hatte sich – zumindest kurzzeitig – in einen anderen verliebt, jedenfalls aber irgendwie von mir entliebt. Ich habe alles versucht, was mir einfiel (inklusive einer Paartherapie) – keine Chance, sie wollte die Trennung.

Nun begann mein Albtraum.

Ihr erinnert Euch an die einleitenden Worte? Mein Zögern, nicht Festlegen, keine Verantwortung? Ich hatte das alles überwunden, um mich dann dem Traum der Familie zuzuwenden. Für immer. Der absolute Horror für mich? Dass diese Familie zerbricht. Nicht nur, dass mich die Frau, die ich liebte, nicht mehr wollte. Das war schlimm genug, das tat schon furchtbar weh. Dazu angeschlagenes Selbstbewusstsein, dies das. Nein – die Familie, der Traum… kaputt! Ich war völlig am Boden, ganz tief unten.

Mein Albtraum. Schlimmer, als ich es jemals hätte albträumen können. Nie hätte ich das erwartet, nie! Das Letzte, womit ich gerechnet hätte.

Dennoch galt es, wenigstens das Wichtigste zu retten und zu schützen: die Kinder. Wenigstens für die kann ich für immer da sein. Also bin ich ausgezogen. Obwohl ich das nicht wollte. Und welcher Vollidiot sucht sich schon eine Wohnung in Sichtweite (sic!) der Frau, die ihn gerade verlassen hat? Na, ich. Weil es dann für die Kinder ganz easy ist. Wer läuft jeden Morgen dort vorbei, holt die Kinder und bringt sie zum Kindergarten und zur Schule? Na, ich. Weil die Kinder mich dann jeden Tag sehen und ich für sie ganz normal bin, der Papa halt. Wer hat die Kinder jedes Wochenende bei sich? Na, ich. Weil sie das von Anfang an so wollten. Und ich auch.

Seither bin ich die halbe Zeit allein (und arbeite). Und den anderen Teil verbringe ich mit meinen Kindern, ohne die Frau und Mutter. Ich lebe meinen Albtraum.

Am Wochenende essen wir zusammen – Zuhause oder gern auch draußen. Wir lesen, spielen, basteln zusammen – Zuhause oder draußen. Wir treffen Freunde – die der Kinder und meine, häufig beides. Wir schlafen zusammen in einem Zimmer, seit Corona sogar in einem Bett, aber das ist ein anderes Thema. Wir gehen ins Kino, ins Museum, in den Zoo und erleben Abenteuer zusammen. Wir lachen (viel), weinen (wenig) und streiten uns.

Wir machen alles zusammen, aber ohne die Frau und Mutter.

Wir fahren zusammen in Urlaub und zur Oma. Der Große hat bei mir aufgehört, Windeln zu tragen. Die Kleine hat bei mir aufgehört, Schnuller zu benutzen. Beide haben bei mir Fahrradfahren gelernt. Die Kleine Inliner-Laufen. Wir machen Schulaufgaben. Wir machen alles zusammen, aber ohne die Frau und Mutter.

Am Montagmorgen bringe ich sie dann in Kindergarten und Schule. Danach gehen sie wieder zu Mama. Aber ich bin bald wieder da – am Dienstagmorgen, am Mittwochmorgen… Ich denke, das System ist klar.

Vor etwa zweieinhalb Jahren bin ich ausgezogen. Ich lebe meinen Albtraum.

Aber mittlerweile beginnt es mir zu gefallen. Der Wechsel aus Zeit für mich (okay – das ist wenig, da ich viel arbeite) und Zeit mit den Kindern gefällt mir. Die Tatsache, dass ich mich mit der Ex-Frau zwar (natürlich!) hinsichtlich der Kinder abstimme, aber mein eigenes Leben so leben kann, wie ich will, gefällt mir. Meine neue Wohnung gefällt mir. Dass ich jetzt seit zweieinhalb Jahren ohne eine Frau an meiner Seite bin – tant pis! Ich habe sowieso keine Zeit dazu. Mir fehlt nichts. Vielleicht ändert sich das mal, aber im Moment ist es okay so.

Ich lebe meinen Albtraum. Aber er beginnt mir zu gefallen.

(Autor: @DrHalbzeitvater)

Symbolbild

Gastbeitrag: Zielsetzungen beim Sport

Alex Plum ist begeisteter Sportler und hat seine Passion diesbezüglich zum Beruf gemacht. In diesem Gastbeitrag möchte er darüber erzählen, wofür sein Herz brennt und wie wichtig es ist, sich eigene Ziele zu setzen.

Vielen lieben Dank Alex Plum für die Bereitstellung dieses Gastbeitrags! 😊

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Mein Vater hat immer gesagt: “Von nix kommt nix!” Ich denke diesen Spruch haben viele von ihren Eltern gehört, oder? Und haben wir ihn beherzigt? Der eine ja, der andere nein.

Natürlich gibt es auch immer wieder diese Ausnahme-Menschen, die einfach nichts machen müssen. Denen alles in den Schoß fällt. Aber darauf will ich nicht hinaus.

Hallo, mein Name ist Alex und meine Liebe gehört meiner Familie und meinen Leidenschaften, dem Sport und BBQ! Ich hatte das große Glück, mein Hobby zum Beruf zu machen. Nach ca. 16 Jahren Leistungssport, war es für mich an der Zeit, in’s Berufsleben einzutreten. Was lag da näher als eine Berufskarriere im Sport einzuschlagen. Also habe Fitnessökonomie studiert mit dem Schwerpunkt Ernährung. Mein Berufsalltag spielte sich überwiegend in Fitnessstudios oder Sportvereinen ab. Dort betreute ich Mannschaften und Einzelpersonen, die mit ihren Problemen zu mir kamen. 

Der eine wollte mehr Muskeln, der andere hatte Rückenprobleme, eine junge attraktive Frau wollte noch attraktiver werden und ihre letzten 2 Kilo verlieren und so weiter und so weiter. Es gab einige Herausforderungen für mich. Und wie ich nunmal so bin, wurden diese Menschen von mir ganzheitlich beraten. Von A bis Z. Oftmals gibt es nur einen Trainingsplan und dann heißt es: “ Hier mach mal und in 12 Wochen schauen wir weiter.” Nicht mit mir.

Gesagt, getan – Kunde glücklich. Natürlich sprach ich die Leute immer wieder an und erkundigte mich nach ihren Fortschritten. Und da sah ich es schon in ihren Augen: Das was sie mir erzählten, stimmte nicht mit dem überein, was die Realität war.

Was war los?

Menschen kommen zu mir, um ein gesundheitliches oder ästhetisches Problem zu lösen. Der Gedanke der Menschen: „Ach, ich geh mal ins Fitnessstudio, dann lass ich mal beraten und dann mach ich das mal!”

Die Realität: Der Mensch muss für seine Ziele etwas tun! Wenn ich ein Problem lösen will, muss ich das ändern, was ich bisher getan habe. Das ist doch logisch oder? Leider ist das der Punkt, an dem die meisten dran scheitern und ihre Ziele deshalb nicht erreichen.

Ich habe irgendwann aufgegeben mit diesen Menschen zu diskutieren. Wenn sie nicht wollen, dann kann ich noch soviel auf sie einreden, sie werden sich nicht ändern.

Wenn eine hübsche Frau meint, sie müsse noch 5 Kilo abnehmen, dann  habe ich sie gelassen und sie einfach trainieren lassen.

Wenn ein Mann zu mir kam und wollte unter 100 Kilo wiegen, weil ihm seine momentanen  126 Kilo zu viel sind, dann sagte ich ihm: “Okay, können wir gerne in Angriff nehmen, aber plane dafür mal 2 Jahre ein.” Schon sank seine Motivation und ich wusste genau, der wird niemals unter 100 Kilo kommen.

Und so gibt es noch viele Geschichten, die ich erzählen könnte.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich findes es super, wenn Menschen nicht stehen bleiben und etwas ändern wollen. Aber dann sollen sie auch bitte der Realität ins Auge sehen. Was man Monate oder Jahre lang versäumt hat, holt man nicht in 6 Wochen wieder auf, nur weil ich Sport mache (oder was anderes ändere).

Was will ich damit sagen?

Wenn ihr euch ein Ziel setzt, egal wo und egal für was, dann müsst ihr was ändern und höchstwahrscheinlich eure Komfortzone verlassen.

Denn: Von NIX kommt NIX

Verliert euer Ziel nicht aus dem Blick. Manchmal läuft es eben nicht so, wie man es sich vorstellt. Aber das heißt nicht, dass man sein Ziel nicht erreicht. Es gibt genug Mentoren, die einem helfen können. Ich meine wirklich helfen und ein wahres Interesse daran haben, das jemand sein Ziel erreicht.

Genau das habe ich als Fitnesstrainer und Personaltrainer immer versucht. Den Menschen zu helfen, ihre sportlichen, ästhetischen oder gesundheitlichen Problem zu lösen.

Leider hatten es viele als Spaß angesehen und waren nicht wirklich motiviert, ihr Ziel zu erreichen. Dann war es zu anstrengend, dann dort ein Wehwehchen und da.

Ausrede über Ausrede!

Ziele sind dazu da, um erreicht zu werden. Nutzt das und gebt niemals auf! Und ja, man muss seine Komfortzone verlassen, um Ziele zu erreichen.

Zu diesem Thema habe ich zwei Bücher geschrieben. Einmal speziell für den Mann und einmal speziell für die Frau. Einfach zur besseren Unterstützung bei sportlichen oder ästhetischen Zielen.

Vielen Dank für euer offenes Ohr!“

Gastbeitrag: Wegwerfartikel Mensch

Weitere wundervolle Gedanken von @hspmauli, sehr lesenswert und menschlich gehaltvoll.

Vielen lieben Dank dem Autor für das Teilen seiner Gedanken…

Wegwerfartikel Mensch

„Wegwerfgesellschaft wurden wir genannt,
das ist uns noch aus den 70-ern und 80-ern bekannt.

Doch waren es nur Gegenstände,
von denen man sich schnell trennte.

So musste weichen das Alte dem Neuen,
und wir warfen das Alte weg, ohne es zu bereuen.

Es wurden damals aber nur Gegenstände ersetzt
und man hat niemanden damit verletzt.

Aber unser Wohlstand heutzutage vielen Menschen es erlaubt,
die ihres Verstandes und Herzens wurden beraubt.

Gegenstände und Menschen gleich zu setzen
und sie wegzuwerfen und sie zu ersetzen.

Der Mensch ist leider zum Wegwerfartikel mutiert,
von dem man sich trennt ganz einfach, schnell, offen und ungeniert.

Wenn andere nicht den eigenen Vorstellungen und Ansprüchen entsprechen,
begeht man schnell ein körperliches und seelisches Verbrechen.

Denn man entledigt sich sehr schnell eines anderen Menschen,
anstatt für die zwischenmenschliche Beziehungen zu kämpfen.

Ich kann zwar mit den Augen nicht sehen,
aber mit dem Herzen jeden verstehen.

Darum wünschte ich mir, das Menschen bald wieder menschlich sind
und nicht mehr auf dem Herzen blind.“

© hspmauli

Gastbeitrag: Abendgedanken

Herzlichen Dank an @hspmauli für dieses Geschenk dieser wundervollen Poesie…

Nachtgedanke

„Wenn mich so viele Dinge in der Seele bewegen
kann ich mich nicht einfach so schlafen legen.

Denn meine Gedanken lassen mir dann keine Ruh
weil sie sich drehen in meinem Kopfe immer zu.

Weil du durchlebst all diese Gedanken die du denkst,
auch wenn das Ereignis für diese Gedanken ist vergangen schön längst.

Trotzdem all die Eindrücke vom Tage oftmals Nachts sehr lange nachklingen
und mich dabei um den Schlafe bringen.

Aber das gehört zu meinem Leben und belastet mich nicht sehr,
weil ich weiß, dass ich denke und fühle sehr viel mehr.

Ich treffe immer wieder Menschen, bei denen ich fühle oft viel Schmerz
und das geht mir sehr nah an mein Herz.

Möchte immer gerne jedem helfen wo ich kann,
weil ich all die Herzen schreien hören kann.

Ja, das viele Denken und Fühlen bestimmt mein Leben
und ich würde es für kein Geld der Welt hergeben.

Oder sogar eintauschen gegen das Augenlicht?
Niemals, denn sonst wäre ich nicht ganz Ich.

Und selbst wenn ich dafür könnte wieder sehen,
da bin ich lieber blind und kann die Menschen verstehen.

Und sehen für immer nur mit Verstand und meinem Herzen,
ob die Menschen um mich herum bedrücken vielleicht seelische Schmerzen.“
© hspmauli

Gastbeitrag zum Thema: Blind und hochsensibel

Der Gastautor @hspmauli (Twitter-Account-Name) nimmt uns im folgenden wissenschaftlichen und sogleich sehr spannenden Artikel mit auf eine Reise der besonderen Art. Öffnen Sie Ihr Herz für diesen wundervollen Menschen!

Ein herzliches Dankeschön an @hspmauli für diese interessanten Zeilen…

Blind und Hochsensibel:

„Gibt es Unterschiede zwischen sehenden und blinden Hochsensiblen ?

In welchen Bereichen gibt es denn Unterschiede ?

Nun gibt es aktuell leider noch keine wissenschaftlichen Studien zum Thema „Blind und Hochsensibel“. Trotz alledem gibt es meiner
Meinung nach eine Vielzahl an Unterschieden zwischen sehenden und blinden Hochsensiblen.

Die Unterschiede finden sich im sensorischen, emotionalen als auch im kognitiven Bereich.
Da dieses Thema sehr umfangreich ist, werde ich einen wesentlichen Unterschied aus dem sensorischen Bereich beschreiben, der wohl jedem zuerst einfällt, wenn er das Wort Blind liest oder hört.


Es geht um das SEHEN, also um das Visuelle und dessen Einfluss auf den Menschen.
Bevor ich auf den Unterschied im Bereich der Hochsensiblität eingehe, wollte ich noch einen Unterschied ansprechen, der generell alle sehenden und blinden Menschen betrifft und der
auf wissenschafllichen Studien beruht und dadurch auch belegt ist.


Es ist wohl den wenigsten Menschen bekannt, dass das Sehzentrum (Sehrinde) im Gehirn, das normalerweise für das Sehen zuständig ist, bei einem blinden Menschen nicht nutzlos ist, sondern anders gentuzt wird.
Es wird bei anderen sensorischen Wahrnehmungen wie dem Hören oder Tasten aktiviert .

Nun bestätigt sogar eine Studie, dass es auch bei höheren kognitiven Leistungen wie z.B. der Sprachverarbeitung genutzt wird.
Während z.B. die normale Sprechgeschwindigkeit bei ca. 5 Silben/Sekunde liegt, können Blinde lernen, beschleunigte synthetische Sprachäußerungen bis zu einer Rate von über 20 Silben/Sekunde zu verstehen.
So viel zum generellen Unterschied zwischen allen Sehenden und den
blinden Menschen.


Nun werde ich versuchen den Unterschied zwischen sehenden und blinden hochsensiblen Menschen
aus meiner Sicht zu erläutern.


Da der Sinn Sehen ca. 70 Prozent aller Sinneswahrnungen einnimmt, ist es von daher auch nicht verwunderlich,
dass das Sehen auch einen sehr großen Einfluss auf hochsensible Menschen hat.
Größtenteils im emotionalen und kognitiven Bereich, aber auch einen kleineren Teil im sensorischen Bereich.


Was ist bei blinden Hochsensiblen nun anders?


Davon mal ab gesehen, dass ein blinder Hochsensibler nicht unter einer visuellen Reizüberflutung leiden kann, so unterliegt er auch nicht dem Einfluss des Visuellen was den Geschmack, den Geruch, das Ertasten (Berührung), die Gedanken und die Gefühle angeht.


Auch Meinungen, Ansichten und die dadurch getroffenen Entscheidungen und Handlungen beruhen oft auf dem, was man sieht oder gesehen hat.


Von all dem bleiben Blinde unberührt.
Blinde nehmen daher ihre Umwelt und Menschen realer, bewusster und intensiver wahr.


Sie nehmen mehr wahr auf der emotionalen Ebene.


Fakt ist auch, dass Menschen niemals ganz unbbeinflussbar sind und das jeder
Mensch anders ist in seiner Beeinflussbarkeit.

Trotz alle dem werden viele
dieser Beinflussungen über das Sehen angetoßen oder ausgelöst.
Das Sehen stößt Gedanken an, die wiederum Gefühle auslösen können und daraus können Entscheidungen und Handlungen enspringen.
Es ist ein Zusammenspiel der sensorischen, emotionalen und kognitiven Bereiche, die in einem Ablauf stehen, deren Ursprung das Sehen ist.


Dessen ist der blinde Hochsensible nicht ausgesetzt, daher ist er vorurteilsfreier und
weniger beeinflussbar in seinen Gedanken, Gefühlen und Emotionen.


Woher ich das alles weiß?


Weil ich nicht immer blind war, sondern erblindet bin. Ich habe von daher auch einige Jahre mit der Beeinflussung des Visuellen gelebt und weiß, wie es beeinflussen kann.

Nun hab ich einen klareren und unverfälschteren Blick auf das Leben und ihre Menschen, denn ich sehe was IST und nicht was zu SEIN scheint.
Blind zu sein ist keine Last, sondern es zeigt dir die Welt aus einer ganz anderen Perspektive.

Es zeigt dir so manches, das du sehend niemals gesehen hättest…'“

Gastbeitrag zum Thema: Freundschaft und Barrieren (Sehend-Blind)

Auf Twitter lernte ich schon viele wundervolle Menschen kennen, worüber ich sehr dankbar bin. Einer von ihnen ist @hspmauli. Er geht sehr offen mit seiner körperlichen Beeinträchtigung des Blind-Seins um und hat ein paar persönliche und bewegende Worte dazu poetisch als Reim verfasst.

An dieser Stelle vielen herzlichen Dank für das Teilhaben lassen!

Freundschaft und Barrieren

(sehend-blind)

„Wir waren alle mal ein Kind,
ob sehend oder blind.

Wir sind alle herangewachsen
und wurden dann erwachsen.

Ob sehend oder blind,
wir haben alle zusammen gespielt als Kind.

Als Erwachsener nun
sich große Gräben zwischen uns auftun.

Ich bin blind und du bist es nicht.
Bin ich nun anders, weil ich seh‘ kein Licht?

Warum hast du nun Angst vor mir,
obwohl ich früher stand so nahe dir?

Warum hast du Berührungsängste nun
oder hast du Angst mir weh zu tun?

Warum stellst du mir denn keine Fragen, wenn dich doch so viele Fragen plagen?

Denkst du nun was die Gesellschaft denkt oder wirst du nur von deinem Herzen gelenkt?

Verbindest du Blindheit mit Mitleid nun
und denkst ich kann gar nichts mehr tun?

Denkst du Blindheit könnte ansteckend sein oder warum lässt du mich jetzt allein?

Wir waren doch Freunde als Kind,
nun bist du in deinem Herzen blind.

Hast du nun auch eine Barriere im Kopf
und wirfst alle Menschen in einen Topf?

Aber Barrieren gibt es doch wirklich nur im Kopf, denn das Herz wirft nie alle in einen Topf.

Nun öffne wieder dein Herz und lass es sprechen, dann alle die Barrieren zwischen uns wieder brechen.

Denn Barrieren sind nur von Erwachsenen gemacht,
über die jedes kleine Kind wohl lacht.

Lass uns wieder Freunde sein,
als wären wir wieder klein.“

© hspmauli

Dies ist ein Symbolbild.

Gastbeitrag: Vermeintliches Kennen in sozialen Netzwerken und der Außenwirkung dessen

Tagtäglich lerne ich mitunter sehr sympathische Menschen kennen mit interessanten Geschichten und Lebensläufen. Einige von ihnen erweisen mir die Ehre und lassen mich an sehr persönlichen Einsichten ihrer teilhaben. Einer von diesen Menschen ist ein Mann in den Vierzigern, der diesen Gastbeitrag zum Thema: „Vermeintliches Kennen in sozialen Netzwerken und der Außenwirkung dessen“ verfasste. Vielen Dank dem Autor für das Teilhaben lassen an diesen sehr emotionalen Gedanken:

„Bist Du echt oder ein Chamäleon?
In vielen sozialen Netzwerken gibt man viel von sich preis. Doch wie hoch ist dieser Preis wirklich?

Ich spreche einfach von mir selbst. Ich mag soziale Medien und den digitalen sozialen Austausch mit Schulkollegen, Bekannten und Freunden. So begann das früher. Das ist die virtuelle Welt.

In der realen Welt ist dem nicht so. Sehr früh wurde ich gehänselt, war wohl zu klein und zu dürr und habe Spitznamen bekommen, die ich nicht mochte. Kinder können gemein und grausam sein.

Diese Erlebnisse trägt man mit sich, egal wie gut das Elternhaus ist. In der Pubertät ging das dann so weiter. Irgendwann kam der Wendepunkt mit den Fragen: „Wer bin ich? Wer will ich sein?“

Ich begann Ich zu werden und holte das Tiefste aus mir raus. Meine Devise wurde: Nie wieder understanding!

So lernte ich, meine Meinung zu sagen. Ich zeigte allen, wer ich wirklich bin. Meine Mutter wollte nicht, dass ich zur Bundeswehr gehe. Dennoch ging ich.

Der Jüngelsken war nicht mehr!

So habe ich viel gesehen, auch sehr viel Unschönes. Sowas erdet wieder und dies ist auch verdammt gut so. Die sozialen Netzwerken werden mehr, werden persönlicher und individueller. So wirst du zu einem sogenannten Account, beinhaltend eine Ava und eine Biographie; es entsteht ein Scheinbild ob gewollt oder nicht gewollt. Dieses Scheinbild ist subjektiv.

Ich sehe mich als Chamäleon: Ein Til Eulenspiegel, der den Leuten den Spiegel vorhält. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin ein harmonischer Mensch, aber ab und zu reitet mich der Teufel. Da kann ich dann nicht anders. Dieses wird mir dann oft als Arroganz, Überheblichkeit oder „Arschlochverhalten“ ausgelegt und gedeutet. Ich möchte zum Denken anregen und spiele mit Gedanken, Einstellungen und profanem Denken.

Es liegt in der Natur der Sache gefallen zu wollen, da spreche ich mich nicht frei von. Manches schmückt man aus, manches nicht. Manche Menschen erschaffen ein virtuelles, digitales Ich. Das ist ok. Ich kenne Menschen, die ein komplett anderes Ich haben als in der normalen Welt. Sowas kann gefährlich enden, wenn sich die Realität vermischt mit der digitalen Welt. Eine Abhängigkeit und eine Sucht nach Bestätigung, ein „Ich“ so wie ich sein will, aber wohl niemals sein werde.

Vorsicht!

Wenn man sich seiner bewusst ist, lass die digitale Welt eine Bühne sein und wir sind die Zuschauer. Manche dieser Zuschauer durchschauen die Scharade, andere nicht.

Ich verbleibe mit einer Verbeugung. Der Vorhang schliesst sich und aus dem Lautsprecher ertönt: „Wir lesen und sehen uns im Internet!“

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.“