Anregendes Kopfkino: Der Liebesbrief einer Herrin

Habt Ihr Lust auf anregendes Kopfkino, auf ein gedankliches Abschweifen vom Alltag? Dann seid herzlich willkommen, diesen Liebesbrief einer Herrin zu lesen. Und nicht vergessen: Die Welt ist bunt! Respektiert und achtet einander!

Das Kopfkino: „Liebesbrief einer Herrin“ ist ausschließlich nur für Erwachsene – FSK 18! Vielen Dank!

Nun lehnt Euch zurück und betretet für ein paar kostbare Augenblicke eine spannende, wertschätzende Welt…

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FSK 18 – bitte nur Erwachsene lesen! Die Personen und Inhalte sind frei erfunden.

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Und so schrieb eine Herrin ihrem Sklaven an jenem schönen Morgen einen Liebesbrief…

Einen schönen guten Morgen, geschätzter Sklave!

Deine Videos gefallen mir sehr, ich werde dir in der nächsten Zeit auch ein geiles Video von mir schicken. Dann siehst du die Fo… deiner Herrin in Action und wie schön sie für dich ist!
Deine Herrin ist viel und gerne feucht! Wenn meine Tage wieder durch sind, werde ich ein heißes Höschen für dich tragen und dir schicken. Du wirst dazu eine aufregende Aufgabe bekommen, darauf kannst du dich jetzt schon freuen! Meinen herrschaftlichen Duft inhalieren!

Wie geht es dir ansonsten fernab des Sexes? Wie geht es deinem Gemüt, wie ist deine seelische und geistige Verfassung? Erzähle mir auch davon, damit ich weiß, wie es um dich steht, geschätzter Sklave! Du bestehst nicht nur aus Schw…, ob denn dieser sehr ansprechend und schön ist!
Er darf bald wieder ejakulieren, richte ihm Grüße von seiner Herrin aus!
Du musst in der nächsten Zeit immer wieder ejakulieren, das ist mir wichtig. So kommt dein Hormonhaushalt in Schwung, und du wirst dich automatisch besser fühlen.
Die Sexualhormone halten dich gesund, sie sind wichtig für viele deiner Körperfunktionen!
Je mehr du dich ergießt, desto mehr werden sie produziert!

Du erhälst einen Auftrag für heute von mir: Während du dein großes Geschäft verrichtest, masturbierst du schnell und hart. Du musst dich nicht kontrollieren, sondern darfst an mich denken, meinen heißen, sexy Körper und wirst zügig Hand anlegen. Schnell und unkompliziert. Das kannst du auf der Toilette praktisch einbauen und fällt nicht auf.
Mache mich glücklich und ejakuliere beim Gedanken an mich!
Wenn geschehen und dir zeitlich möglich, erstelle einen Erfahrungsbericht, wie du dich dabei gefühlt hast. Dafür reichen mir ein oder zwei Sätze!

Während dem Hand anlegen wirst du dir vorstellen, ich stehe in einem engem Latex-Catsuit gekleidet und mit hohen Overknees versehen vor dir und sehe dir bei der Erledigung deiner Aufgabe zu!

Mein verehrter Sklave, habe Dank für deine Hingabe und dein Dienen, damit machst du mir eine große Freude und lässt mich glücklich sein!

Genieße deinen Tag und lasse dich nicht ärgern von intoleranten Menschen!
Bis dann Sklave!

Deine Herrin

Gastbeitrag: Wie das Liebesleben auffrischen, nachdem die Partner Eltern wurden?

Mein neuer Gastbeitrag ist von einem Mann verfasst, der andere Leser für ein ganz bestimmtes Thema sensibilisieren möchte: Wie geht ein Paar mit einer Sexflaute nach der Geburt des Kindes um? Aus seiner Sicht als Partner und Vater lässt er den Leser teilhaben an seinen persönlichen Empfindungen und Erlebnissen und möchte anderen Vätern und Männern Mut machen, an der Beziehung zu arbeiten und sich nicht aufzugeben. Vielen lieben Dank dem Autor!


Beginn Gastbeitrag:

Warum mache ich das?

Bevor ich meine Geschichte erzähle, wie ich zu dem kam, was ich jetzt mache und mir wichtig ist, möchte ich mich höflicherweise kurz vorstellen.

Ich bin Xander und 39 Jahre jung. Xander ist mein Autorenname auf meinem Blog. Wenn du wissen willst, wie ich richtig heiße, besuche meinen Blog. Vielleicht findest du dort meinen richtigen Namen. Ich bin glücklich verheiratet und habe einen Sohn. Und ja es stimmt, ich bin wirklich glücklich verheiratet. Warum? Weil ich meine Traumfrau geheiratet habe, ich immer noch Sex (mit meiner Frau) habe und täglich an meiner Beziehung mit meiner Frau arbeite. Natürlich liebe ich meinen Sohn auch über alles. 

Nun zu meiner Geschichte, die hoffentlich auch anderen Menschen Mut macht, ihre Beziehung wieder spannender und abwechslungsreicher zu gestalten.

Ich liebe Sex (Fängt schon gut an, oder?), der sich aber in den letzten Jahren verändert hat. Warum? Aufgrund unsere Sohnes. Kinder verändern das Leben in einer Partnerschaft. Aber auf der anderen Seite bereichern sie es ungemein. Dinge wie häufiger oder regelmäßiger Sex rücken in den Hintergrund.

Als meine Frau und ich noch keinen Nachwuchs hatten, hatten wir mehrmals in der Woche Sex. Wirklich abwechslungsreichen Sex. Das was uns gefiel oder wir ausprobieren wollten, haben wir gemacht. Von romantisch bis “dreckig” war alles dabei.

Aber wie bereits gesagt änderte sich das mit dem Tag, als mein Frau schwanger wurde. Unser Sohn ist ein absolutes Wunschkind. Wir haben lange dafür gebraucht. Obwohl wir oft miteinander geschlafen haben, hat es nicht funktionieren wollen. Bis zu diesem einen Tag, als wir die Nachricht erhielten, dass meine Frau schwanger war. Den Tag vergessen wir nie! Es war zufällig der Geburtstag meiner Schwester, als wie die Nachricht bekamen.

Von da an änderte sich unser Leben. Meine Frau nahm schnell und viel zu. Ihr Körper veränderte sich, was ja auch logisch bei einer Schwangerschaft ist. Aber die Erotik schwand dennoch. Sie hatte keine Anziehung mehr auf mich. Aber Fremdgehen kam nie für mich in Frage, nur um Sex zu haben. Wir hatten eben nur keinen Sex mehr. Das frustet mich natürlich. Hatte oft schlechte Laune. Und ich war unfair gegenüber meiner Frau. So ging es 9 Monate. Es gab auch gute Zeiten, obwohl die Schwangerschaft sehr anstrengend war.

Ich hatte die Hoffnung nach der Geburt, wenn sich der Alltag nach ein paar Wochen wieder eingependelt hat, dann wird es auch wieder mit dem Sex klappen. Aber Pustekuchen. Alles drehte sich nur um meinen Sohn, und abends war meine Frau so kaputt, dass sie keine Lust mehr hatte. Ich war weiterhin gefrustet. Da war bestimmt auch eine gute Portion Neid dabei. Das will ich gar nicht abstreiten. Ich überlegte, was ich tun kann. Komischerweise fiel mir das Einfachste nicht ein.

Miteinander reden!

Als ich sie eines Abends darauf ansprach, erklärte sie mir alles und ich sah alles mit anderen Augen. Jetzt verstand ich ihre Welt. Das Mama-sein. Eins der wichtigsten Aufgaben im Leben, wenn man es denn möchte. Genau wie das Papa-sein. Aber für Mamas ist es am Anfang schwerer und stressiger. So sind zumindest unsere Erfahrungen.

Nachdem weitere Wochen vergingen, der Alltag entspannter wurde und ich meine Frau besser verstand, schlich sich so langsam auch wieder die Zweisamkeit ein. Romantik und Zärtlichkeiten. Ein erster Schritt. 

Als unser Sohn ca. ein halbes Jahr alt war, fingen wir wieder an ein Paar zu sein. Nicht nur Mama und Papa, sondern wieder ein Paar. Wir nahmen uns bewusst Zeit für uns. Und das machen wir bis heute so. Klar, wir haben nicht mehr soviel Sex wie früher, aber wir haben wieder Sex. Wir verbringen Zeit miteinander. Und nehmen uns auch nur einfach mal in den Arm. Und auch die erotische Anziehungskraft, die meine Frau immer auf mich hatte, ist wieder zurück. Mehr denn je.

Ich bin davon überzeugt, dass es bei sehr vielen Paaren so ist, dass mit der Geburt ihres Kindes das Paar-sein aufhört. Leider.

Warum hat es bei uns funktioniert, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten?

Weil wir miteinander geredet haben. Oft. Was wir denken und was wir uns wünschen. Natürlich ging es dabei nicht nur um Sex. Aber es erleichtert das Miteinander. Es reinigt die Seele.

Und genau das habe ich mir jetzt durch meinen Blog zur Aufgabe gemacht. Ich möchte anderen Männern helfen, mit meinen Erfahrungen ihr Liebesleben wieder aufzufrischen. Denn jeder hat ein abwechslungsreiches und tolles Liebesleben verdient. Ich möchte Männern Mut machen, sich nicht zu verstecken oder es einfach so hinzunehmen.

Kurzgeschichte: Sinnliches Bi-Vergnügen

Lust auf einen heißen Trip an den See mit zwei tollen Frauen?

Dann habt gerne Spaß mit meiner lustvollen Kurzgeschichte nur für Erwachsene / FSK 18.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Die Personen und Inhalte meiner Geschichte sind frei erfunden.

Empfehlt mich und meine Geschichten gerne weiter, falls ihr mögt.

Eure Julia

Autorin „Gewürzt mit Herz“

https://www.rubberfashion.de/blog/latex-geschichte-karin-anna-und-der-schwarze-latexslip

Gastbeitrag: „Was es mir bedeutet, Vater zu sein“

Manchmal lernen wir in den sozialen Netzwerken wundervolle Menschen kennen, die unser Leben auf angenehme Art und Weise bereichern.

Einer dieser Menschen ist für mich Freric, der auf Twitter einen Account unter dem Namen @freric1973 führt. Auch hat er einen eigenen Blog mit einer tollen, kostenfreien Webseite feetlove1973.de . Er freut sich bestimmt über Euren Besuch, falls Ihr mögt.

Freric möchte uns einen Einblick in sein Leben vor und nach seinem Vater-werden schenken. Vielen lieben Dank dem Gastautor für seinen Gastbeitrag. 💚

Hinweis: Der Gastbeitrag enthält Themen wie Alkoholsucht, schwere Kindheit und klinische Behandlung zum Kinderwunsch.

Bitte nur Erwachsene lesen – FSK 18. Danke!

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Hier beginnt der Gastbeitrag von Freric:

Mein Gastbeitrag für Julia:

Was es mir bedeutet, Vater zu sein“

Julia und ich haben uns über Twitter kennengelernt. In ihren Tweets erzählte sie über ihr verstorbenes Kind und erklärt, wie sie mit ihrer Trauer umgeht und diese verarbeitet. Darüber bin ich gestolpert und dementsprechend auch über ihren Blog. Für sie bin ich der Nordmann mit der tiefen Stimme. Auf Twitter eher unter @feetlove1973 bekannt. Mein Rufname ist Freric, bin 48 Jahre jung und schreibe bisweilen auch in einem eigenen Blog. Doch heute möchte ich Euch und Ihnen erzählen, was es mir in meinem Leben bedeutet, Vater zu sein.

Früher hatte ich nicht viel mit Kindern zu tun, außer dass ich selbst eines war und offen gestanden, auch noch heute bin. Da ich in einem Kinderheim groß wurde, war ich trotzdem immer mit anderen Kindern umgeben. Das lag in der Natur eines Kinderheimes. Natürlich kümmerte ich mich um die jüngeren Kinder und beschützte sie vor den älteren Kameraden. Das war auch bitter nötig, da viele Kinder aus allen möglichen sozialen Schichten dort zusammen leben mussten – ob sie wollten oder nicht. Das führte zu inneren Spannungen, welche sie extern äußerten… höflich gesagt.

Damals dachte ich in keiner Weise daran, mal selbst eigene Kinder zu bekommen. Dies änderte sich lange Zeit auch nicht. Ich lebte mein Leben ziemlich alleine und dies war auch okay für mich. Meine berufliche Situation auf See ließ auch keine festen Beziehungen an Land zu. 15 Jahre bin ich zur See gefahren, mit Kreuzfahrtschiffen auf allen Weltmeeren. Und dauernd unterwegs. Heimweh und Fernweh gaben sich die Klinke in die Hand. Und wenn jemand ständig „Weh“ hat, flüchtet er. Ich flüchtete mich in den Alkohol, wurde stark abhängig und konnte irgendwann den Job auf den Schiffen nicht mehr machen. Durch Entzug und langen Therapien, Umschulung und durch Wechsel in ein völlig anderes Umfeld gelang es mir bis heute trocken zu bleiben, klar denken zu können und mein Leben nüchtern zu meistern.

Und etwa zu diesem Zeitpunkt lernte ich meine jetzige Frau kennen und lieben. Wir planten und heirateten und auch der Kinderwunsch stand im Raum. Jedoch sollte sich dieser nicht so schnell erfüllen. Wir probierten und versuchten so ziemlich alles, was uns in die Finger kam. Doch trotzdem hatten wir keinen Erfolg. Nachdem wir uns weiter Gedanken gemacht hatten, entschlossen wir uns die Ärzte zu befragen. Meine Frau ab zum Frauenarzt und ich… zum Männerdoktor. Und dabei kam eben heraus, dass mein Sperma untersucht wurde und uns gesagt wurde, dass die Nichtschwangerschaft kein Wunder wäre bei der miserablen Qualität desselben.

Uffz. Auf natürlichem Weg ging also gar nichts. Nach einer Weile, auch bei mir musste dieses Ergebnis erst einmal sacken, machten wir einen Termin in der Kinderwunschklinik, sprachen mit der Krankenkasse, und so nahm dieses Kapitel seinen Lauf. Meine Frau nahm Hormone, Spritzen und hatte echt zu kämpfen. Ich dagegen hatte wohl die wenigste Arbeit. Als der Tag nun endlich gekommen war, machten wir uns auf den Weg. Ich konnte meinen Teil in einen Plastikbecher dazu geben. Ein kleiner rot angestrichener Raum, welcher mich wohl „in Stimmung“ bringen sollte, war dafür vorgesehen. Ein paar Pornoheftchen- und Filme lagen da auch rum – von „Dolly´s dicke Dinger“ bis „Der Gärtner, der durch die Hintertür kam“. Also nichts, was mich tatsächlich erheiterte. Romantik sah anders aus. Versprochen. Nun denn, die Probe wurde mir entrissen, labortechnisch bearbeitet und meine Frau mit dem Ergebnis künstlich befruchtet.

Welch herbe Enttäuschung für uns, dass es beim ersten Mal nicht geklappt hatte. Der zweite Versuch brachte uns Erleichterung, denn dieser hatte funktioniert, und meine Frau wurde schwanger. Das war schon ein kleines Wunder, hörten wir doch immer wieder, dass dies nicht immer der Normalfall ist. Als ich hörte, dass sie schwanger ist, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Tausend Fragen taten sich auf. Was essen Baby´s so? Wachsen die schnell? Zerbricht ein Baby nicht, wenn ich es festhalte? Mag es mich? Welche Tapete für das Zimmer? Welche und wie viele Kuscheltiere braucht ein Menschenkindlein? Wie hoch ist der Schnullerverbrauch im Durchschnitt? Da wir beide Ersteltern wurden hatten wir mehr Fragen als Antworten. Wir taten unser Bestes, renovierten die Bude, richteten ein Kinderzimmer ein, kauften die sinnigsten und unsinnigsten Sachen ein und freuten uns auf unser Wunschkind.

Und dann war sie endlich da, ich durfte bei der Geburt zugegen sein, wenngleich ich nach der Geburt unserer Tochter erst einmal weggeschickt wurde. Unsere Tochter hat alles gut überstanden und die Frau Mama auch. Und wir waren selig. Und ich hatte immer noch Angst, mehr denn je, dieses kleine Etwas Mensch könnte in meinen grobmotorischen Händen kaputtgehen.  Tat es nicht. Die Welt drehte sich weiter und mit jedem Tag mit diesem wunderbaren Menschenjungen zeigte sich mir den Sinn des Lebens. Nicht nur der Sinn meines Lebens, sondern generell DES Lebens.

Dieses Kind zeigt mir jeden Tag, wie einfach das Leben sein kann. Die Augen leuchten, nicht nur wenn es Schokolade gibt. Nein, auch wenn wir albern sind und miteinander spielen. Ihre Augen sind traurig, wenn Papa zur Arbeit oder Mama kurz mal weg muss. Lachen und Weinen liegen oft eng beieinander. Doch einmal in den Arm genommen, ist alles wieder gut.

Mein Kind, und es ist mir bewusst, dass nicht jedes Kind ein glückbehaftetes zu Hause hat, soll von mir eine Kindheit bekommen, welche es glücklich sein lässt. Ich habe es geschworen, als sie aus dem Schoß meiner Frau kam.

Selbst habe ich eine Kindheit gehabt, wie ich sie niemandem wünschen würde. Es war die Hölle auf Erden! Und diese Kindheit erspare ich meinem Kind auf jeden Fall. Geliebt zu werden ist für ein Kind kein Privileg, das es sich erst verdienen muss. Nein, es ist eine Selbstverständlichkeit! Ja, natürlich müssen Werte wie Ethik und Moral an das Kind vermittelt werden. Aber passiert dies nicht automatisch, wenn dem Kind diese vorgelebt werden? Ich denke schon. Kinder zeigen einem selbst, ohne dass sie es willentlich merken, wie man sich gibt.

Sie spiegeln das Verhalten der näheren sozialen Umgebung und ich hoffe, dass wir beide unser Großmöglichstes tun und natürlich vorleben, wie es hoffentlich „richtig“ ist. Und ja, wir machen auch Fehler, wer kann von sich behaupten, perfekt zu sein? Doch wenn die Grundrichtung vorhanden ist, kann schon sehr viel Gutes passieren. Unser Kind muss nicht perfekt sein, es darf einfach „sein“. Ein Kind, ein glückliches. Mich rührt es, wenn sie unsere Nähe sucht und wir immer für sie da sein können. Ein Leben lang. Das ist für mich Glück!

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Liebe Julia, mir ist bewusst, dass das Thema „Eltern sein“ zwei Seiten in Deinem Leben hat. Und da ich allenfalls nur erahnen kann, was Du durchgemacht hast, möchte ich Dir sagen, dass ich trotzdem mit Dir fühle. Auch wenn ich weiß, dass keine noch so gut gemeinten Worte Deinen Schmerz auch nur ansatzweise lindern könnten. Wir Menschen haben ein paar gute Eigenschaften. Eine davon ist das Mitgefühl. Und so kann ich mit Dir fühlen. Ich muss oft an Dich denken, wenn ich in die kleinen Augen meiner Tochter schauen darf. Und fühle mit Dir.

In diesem Sinne, fühle Dich herzlich umarmt.

Freric

Kurzgeschichte: Nicole, die Erotik-Moderatorin

Liebe Leser!

Manche von Euch warten schon sehnsüchtig darauf, nun ist es endlich so weit! Hier meine neue erotische Kurzgeschichte für Euch!

https://www.rubberfashion.de/blog/latex-geschichte-nicole-vom-unscheinbaren-mauerbluemchen-zur-aufregenden-erotik-chatterin

Taucht ein in ein ganz besonderes Bewerbungsgespräch und lernt die hinreißende Nicole kennen! Alle handelnden Figuren meiner Geschichte als auch die Handlung selbst sind frei erfunden. Die Geschichte ist nur für Erwachsene – FSK 18! Danke.

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Julia

Kurzgeschichte: Erfolgreiches Baggern

Sie waren geradezu magisch, diese Freitagabende im Hallenbad. Bis 22 Uhr war immer geöffnet. Draußen lag alles im kompletten Dunkel, umso eindringlicher reflektierten die Glasscheiben das Geschehen in der Schwimmhalle. Das Wasser wurde oftmals stimmungsvoll beleuchtet, die Deckenbeleuchtung gedimmt. Da keine Vereine mehr trainierten, gab es keine abgetrennte Bahnen mehr, die Schwimmer konnten frei im Becken ihre Bahnen ziehen. Freitagabend waren oftmals die gleichen Schwimmer anwesend, die Stammkunden – so wie ich zu diesen zählte.

Wie immer nahm ich mir vor, zumindest eine halbe Stunde durchzuziehen. Freitags fiel mir das immer schwer, denn oftmals war ich etwas müde von der Woche. An diesem Abend trug ich einen roten Triangel-Bikini mit weißen Tüpfelchen und Rüschenvolant an Oberteil und Höschen.

Eindringliche Augenblicke

Ich hatte schon ungefähr die Hälfte hinter mir, da fiel mir ein Mann am anderen Ende des Beckens auf, der gerade eine Schwimmpause einlegte und mich eindringlich betrachtete. Ich schaute kurz in seine Richtung, konnte sein Gesicht jedoch nicht deutlich erkennen, da er sich im schummrigen Licht befand.

Mir fiel sein Oberkörper auf. Und Oberarme, die ihn am Beckenrand hielten. Meine Herren, war dieser Mann stark. Muskelbepackte Arme liefen in einen Brustkorb über, der definierter nicht hätte sein können. Der Mann fuhr sich mit einer riesigen Hand durch sein blondes kurzes Haar, bevor er sich zu voller Größe aufrichtete, auftauchte und seinen Körper bis zum Bauchnabel freilegte.

Dann fuhr er sich mit dieser Riesenhand über seine glatte Brust und schaute mich die ganze Zeit über an. Ein blaues Schimmern ließ mich nicht mehr los. Ich reagierte auf ihn und spürte leichte Erregung in mir aufsteigen. Verlegen senkte ich meinen Blick und schwamm wieder los.

Der Mann tat es mir gleich und durchpflügte das Wasser. Es war erkennbar, dass er seinen Körper trainierte und gut im Griff hatte, auch mental. Er schwamm konzentriert, ausdauernd und zielführend. Während den kurzen Drehungen am Beckenrand bemerkte ich im Blickwinkel, dass seine Augen immer wieder auf mir ruhten. Irgendwie schien sich der Abstand zwischen uns zu verringern, obwohl ich meine Position nicht verändert hatte.

Das Kennenlernen

Und so kam es, dass er auf einmal direkt in der Bahn neben mir schwamm. Er erreichte vor mir den Beckenrand. Als er sich erhob, erhaschte ich einen Blick auf seinen mächtigen Rücken.

Nun zog er die Schwimmbrille ab, die er aufgrund des Kraulens getragen hatte. Schwungvoll drehte er sich auf einmal zu mir um und sah mir zu, wie ich die letzten Meter zurücklegte, bis ich den Rand des Beckens erreicht hatte. Er drehte sich synchron mit mir, beide schauten wir eine Weile nach vorne und sahen uns in unserem Spiegelbild im Fenster vor uns.

Unvermittelt wandte er sich plötzlich zu mir und sagte mit tiefer Stimme: „Hallo.“

Ich drehte mich zu ihm und blickte in ein solch blaufunkelndes Augenpaar, wie ich es noch nicht erlebt hatte.

Ein helles, klares Blau mit Schatten von Grau. Ein Drei-Tage-Bart mit leicht rotblonder Note schmückte sein Gesicht, seine Wimpern und Augenbrauen standen hingegen im dunkleren Kontrast zu seiner hellblonden Haarfarbe. Er lächelte mich offen und liebevoll an und zeigte dabei seine schönen und gepflegten Zähne.

Faszinierende Vertrautheit

Ich konnte gar nicht anders, als sein Lächeln zu erwidern. „Hallo.“, antwortete ich.

„Ich heiße Waldemar.“

Anstatt ihm zu antworten, musterte ich ihn unauffällig.

„Wie heißt Du?“, hakte er nach.

„Julia.“

„Julia – ein schöner Name. Es freut mich dich kennenzulernen.“

Dabei kam er einen Schritt auf mich zu. Eine Bugwelle erreichte mich, als er mir seine Hand zur Begrüßung reichte.

Mein Gott waren das Pranken! Riesige Handteller, dicke Finger und ein kräftiger Händedruck. Meine eigene Hand verschwand in diesem Händedruck komplett.

Mir gefiel dieses höfliche Auftreten. Damit ehrte er mich auf eine ganz urtümliche Art und Weise. Sein Blick glitt unauffällig über meinen Körper, als er wieder etwas zurückwich.

„Du bist immer freitags hier, nicht wahr? Ich sehe dich schon länger und habe mein Training so gelegt, dich hier anzutreffen.“

Interessant, wie man doch gesehen wird. Er war mir bisher nicht bewusst aufgefallen.

„Was trainierst du denn?“

„Ich bin Boxer. Krafttraining gehört auch dazu. Am Schluss gehe ich dann immer schwimmen für die Kondition.“

„Das ist nicht zu übersehen“, äußerte ich spontan ohne nachzudenken. „Eigentlich bist du gar nicht mein Typ, das sind mir fast zu viele Muskeln.“

Verwegen grinste er mich an: „Dafür bist du genau mein Typ. Bist du Single? Da schwimmt manchmal ein Mann mit dir“.

„Das ist vermutlich Rouven, den du meinst. Wir treffen uns als auch hier. Er geht ebenfalls regelmäßig schwimmen. Ich bin aber nicht mit ihm zusammen. Rouven kommt gerade aus einer Beziehung und will erstmal keine Freundin.“

Ungeahnte Fürsorge

Waldemar musste auf einmal lachen. „Quatsch. Ich habe euch beobachtet. Er will was von dir. Nur ein dummer Mann will dich nicht.“

Er sagte es sehr bestimmt und eindringlich und als ich ihm widersprach, meinte er:

„Julia, du wirst immer gewollt sein. Ich sehe es in deinem Gang, du hast Stil. Dein Lachen ist herzlich und dein Herz ist ehrlich. Das sehe ich alles. Das wirst du auch als alte Frau noch haben!“

Ich war seltsam berührt von seinen Worten. Waldemar sprach mit mir, als würden wir uns schon Jahre kennen. Es war eine Intimität zwischen uns spürbar, die nichts mit Sexualität zu tun hatte. Im anschließenden Gespräch erzählte er mir, dass er Inhaber und Chef einer Firma war, die Personenschutz anbietet. Daher sein wacher Blick für seine Umgebung, kam es mir in Gedanken.

Ich hatte spontan ein Gefühl des absoluten Vertrauens. Instinktiv wusste ich, dass dieser Mann immer gut zu mir sein würde und immer aufrichtig und loyal. Seine Augen waren grundehrlich, seine Absichten spürbar rein. Optisch sah er aus wie der geborene Checker, doch spürte ich Güte von ihm ausgehen und ein riesengroßes Herz in seiner Brust wohnen. Seine scharfe Wahrnehmung hatte nichts mit Kontrollwahn zu tun. Dieser Mann sorgte sich um mich und mein Wohlergehen. Und das nach dieser kurzen Zeit…

Gastbeitrag: Meine Kindheit, die keine war

Ich möchte euch an dieser Stelle einen ganz besonderen Mann vorstellen. Wir kamen über ein soziales Netzwerk in Kontakt, als er von meiner Webseite und der Möglichkeit der Gastbeiträge erfuhr. Ich schrieb über Erziehung, wir kamen in das Gespräch und ich fragte ihn spontan, ob er etwas aus seiner Kindheit erzählen möchte. Er meinte, er hätte etwas zu erzählen.

Doch lest selbst…

Danke für dein Vertrauen in mich und im Namen aller, dass du deine Lebensgeschichte mit uns teilst. Es würde den Verfasser dieses Gastbeitrags freuen, nicht Sensationsgier zu stillen, sondern anderen eine Bereicherung zu sein und Mut zu machen.

Danke für deinen Mut, Gastautor ! 💙

Triggerwarnung: Den Leser erwarten Erzählungen von Gewalt, sexuellem Missbrauch und Drogenmissbrauch. Sensible oder betroffene Menschen sollten bitte mit Bedacht lesen.

FSK 18 – nur für Erwachsene.

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„Meine erste frühkindliche Erinnerung ist der Schlag mitten in das Gesicht. Ein Schlag, der mein Aussehen auch für immer verändern sollte. Das Nasenbein war zertrümmert und wurde auch nicht behandelt.

Ich war ungefähr 4,5 Jahre alt und sollte den langjährigen Freund meiner Mutter die „Pöhler“ (Fußballschuhe) säubern und einfetten. Das gelang mir wohl nicht zur vollsten Zufriedenheit, was sich dann so mit einem Schlag äußerte.

Das war nicht das erste Mal und auch nicht das letzte Mal. Er war nicht mein Vater und hatte trotzdem einen sehr starken Einfluss auf mich und meine Erziehung gehabt. Er hatte den Weg geebnet, wie meine Mutter ihre Kinder erzieht, mit wenig Empathie, viel Schläge und das man immer das Gefühl hatte, das man an allem Schuld ist.

Ich kann mit Fug und Recht sagen, dass es mehr auf die Fresse als zu essen gab. Das Jugendamt schaltete sich ein, änderte aber nichts an der Situation, da ich hier nicht offen reden konnte, da Mutter immer dabei saß in den Gesprächen oder mir auch nicht geglaubt wurde. Und hatte ich doch mal was erwähnt, dann gab es zur Belohnung im Anschluss Schläge.

Aufgrund meiner Unterernährung bin ich 2 Jahre hintereinander in einer Kinderklinik für 6 Wochen gelandet. Hier sollte ich zunehmen und war in der Regel das einzige Kind, was nicht auf Diät war. Was das bedeutete war abzusehen. Ich bekam zu jeder Sondermahlzeit von den anderen Kids Dresche…

Ich war immer ein Störfaktor, egal wo… Kindergarten, Schule, Sportverein und erst recht Zuhause. Viele Sommer lang Stubenarrest in einem kargen Zimmer, was kein Kinderzimmer war. Dort war ein altes Sofa mit frotteeähnlichem Bezug in dunkelgrün, welches nach kaltem Zigarettenrauch und Urin stank. Ein Fliesentisch mit 46 Kacheln, Nussholzfunier, ein dunkelbrauner Teppich mit Zigarettenlöchern um dem Tisch und ein Sofa drumherum. Zudem ein kleiner, eintüriger Kleiderschrank, jede Menge Rotkreuzsäcke, aus denen ich meine Kleidung raussuchen konnte. Diese wechselten dann auch monatlich. Ein alter Kohleoffen, beigefarbene Tapeten aus den 70-ern, wobei ich denke, dass die noch älter und vom Vormieter waren. Eigentlich weiß, aber durch Tonnen von Zigaretten und dem Kohleofen ihre Farbe verändert hatten.

Das erlernte Verhalten gegenüber anderen zeigte sich schon im Kindergarten, wo ich das von Zuhause Erlernte schnell umsetzte und dort alsbald rausflog. Das machte die Situation nicht besser. Auch in der Schule änderte ich mein Verhalten nicht, weil ich ja nur das umsetzen konnte, was ich im Umgang mit Menschen gelernt hatte. Ich flog darauf mehrfach für teilweise Monate aus der Schule. Einmal wurde ich versetzt, nur weil meine Mutter versprach, das wir aus der Stadt ziehen.

So mit 14 war es dann soweit, das ich freiwillig ins Heim ging, da mir damals schon klar war, Knast oder Tod, das ist nicht das was ich wollte, aber das war auch nur ein Traum. Aber darauf lief es hin. Opa, Onkel, Cousins und nähere Bekannte waren alle im Knast und dazu Alkoholiker. Das waren meine Vorbilder, ich lernte und lebte das Gesetzt der Straße.

Das war aber im Zusammenspiel mit den Heranwachsenden im Heim auch nicht die richtige Sprache. Und so wanderte ich dort auch von Gruppe zu Gruppe und später im „Betreuten Wohnen“ wurde ich dann mit 17 Jahren mir endlich alleine überlassen.

Vielleicht noch einmal ein bisschen zurück, da dies auch dazu gehört.

So mit 12-13 Jahren „durfte“ ich bei der Schwester meiner Oma übernachten. Die hatten ältere Kinder: Eine Tochter so um die 17-18 Jahre und einen erwachsenen Sohn schon 22-23 Jahre.
Hier erlebte ich eine andere Art, die mich für die nächsten Jahre prägte. Erst wurde ich von der Tochter, welche in meinen Augen damals ein wunderschöne und für mich schon erwachsene Frau verführt. Sie hatte mir eingeredet, dass Männer Versager sind, wenn sie die Frauen nicht zu einem Orgasmus bringen. Vorher darf man nicht aufhören. So brachte sie mir viele Techniken bei oder zumeist das, was ihr gefiel. Ihr älterer Bruder platze dann einmal herein. Anstatt sich zu echauffieren, zog er sich aus legte sich zu uns. Er hatte aber kein Interesse an seiner Schwester, sondern nur an mir. Was mir anfänglich in meiner frühpubertären Unbedarftheit gefallen hatte, änderte sich schnell zu einem Martyrium. Dies war ein sonderbarer Sommer, der sich für lange Jahre als einen Schatten auf meine sexuellen Interessen und Handlungen legte.

War ich bei Frauen im Sexuellen geradezu mit großem Eifer bei der Sache, war mein Interesse an Männern rein dominanter Natur. Bei Frauen hatte ich immer alles darum getan, das es ihnen gefiel. Die Frauen hatten oftmals mehrfach einen Orgasmus. Ich fühlte mich danach als ganzer Mann.

Allerdings war meist schnell mein Interesse auch an der Frau verloren, vor allem bei schnelle Bekanntschaften. Wenn die Frau sich schnell auf’s Bett einließ, war sie genauso schnell wieder weg.

Bei Männern war das schon eine etwas extremere Geschichte. Ich suchte mir Männerbekanntschaften aus der einschlägigen Szene und aus Portalen. Hier gab es keine Körperlichkeit und Nähe und niemals Küsse, sondern pure Dominanz!

Wenn klar war, dass was passiert, lief es immer gleich ab: Unterdrückung des Gegenübers. Harter Sex und danach Anziehen und Gehen, egal in welcher Situation. Die Männer waren ein Stück warmes Fleisch, welches ich benutzt habe. Keine Namen, kein „Wie war es, wie geht’s dir?“.

Das ging so bis ich 30 wurde. Ich war zu dem Zeitpunkt Handwerker, da dies der einzigste Beruf war, der mir möglich war zu erlernen mit meinem Hauptschulabschluss der 9. Klasse.

Ich hatte keine festen Freunde, weil ich einfach jeden würdelos behandelte oder jede Frau von meinen Künsten im Bett überzeugen wollte, egal wessen Frau oder Freundin das gerade war.

Besonders wenn ich getrunken hatte, waren schneller Sex oder Fäuste die Devise. Auch war das Klientel mit dem ich „befreundet“ war ebenso simpel gestrickt wie ich. Die einzige Schnittmenge waren dann auch nur Fußball, Frauen, Feiern und Fäuste. Ein Leben auf der Überholspur. Je mehr Feinde ich mir machte, desto besser fühlte ich mich. War es doch das, was ich von Zuhause erlernt hatte. Das war ich. Ein Ich, das aber auch jahrelang Weihnachten und Feiertage allgemein alleine verbrachte und mit Drogen und mit hartem Alkohol Sorgen runterspülte. Ich wartete bis abends die Clubs aufmachten, um mich dort weiter zu produzieren und zu betäuben. Ob mit Drogen, Alkohol, Sex oder Gewalt war letztendlich egal…

Ich wurde dann so mit 30 krank, der Rücken. Ich konnte meinen Job nicht mehr ausführen und fiel in ein Loch. Alleine, keine Hilfe, keinen Zuspruch, dafür viel Zeit, um mich zu reflektieren.

Die Erkenntnis war dann für mich, dass ich immer alles auf meine Vergangenheit geschoben hatte. Ich habe meine Erziehung als Ausrede genutzt, selbst vor mir selbst. Es war nie so, das ich mich wohl gefühlt hatte in meiner Haut und in meinem Verhalten. Dadurch, dass ich mehr betäubt als mit klarem Kopf durch die Welt ging und mir ein Umfeld des verlogenen Zuspruchs gezimmert habe, hatte ich auch nicht die Kraft, Motivation und Ambitionen, um mich zu verändern. Mein Umfeld zu ändern. Ein anderes Leben zu führen. Ein Leben, womit ich mich wohl fühlte und mir nüchtern in den Spiegel schauen konnte.


So saß ich da vor den Trümmern meines Lebenswerks. Nichts was ich in eine neue Zukunft mitnehmen konnte.

Geld weg, Umfeld weg, Job weg, meine Identität weg.

Ich habe immer Ärger angezogen. Ein Blick reichte um mich selbst zu bestätigen. „Aus dir wird nie was!“ ist einer der Sprüche, die mich geprägt haben und an die ich immer geglaubt hatte. Nie gelernt mit Problemen umzugehen, immer weggelaufen und verdrängt und das Gute im Leben verscheucht.

Heute mit 45 bin ich froh, dass ich in meiner aggressiven Zeit scheinbar niemanden – meines Wissens – nachhaltig geschädigt habe, da alles immer in beidseitigem Einvernehmen stattfand. Das macht es nicht besser, aber ich bin heute demütig, dass ich aufrecht gehen kann, ein echten Freundeskreis habe, ein neues berufliches Umfeld gefunden habe, als Mensch gewachsen bin, finanziell zwar nicht ausgesorgt, aber dass es mir im Verhältnis gut geht und ich meine Schulden abbezahlte, was mir persönlich extrem wichtig war.

Wenn das ein Teil meines Canosa-Gangs ist, so gehe ich den gerne, denn vieles kann ich nicht wieder gut machen.

Eine Insolvenz kam für mich nie in Frage. Meine Teams auf der Arbeit gehen mit mir durch’s Feuer, weil ich es schaffe, die richtige und ehrliche Ansprache für jeden einzelnen zu finden. Meine Vorgesetzten sind froh mich zu haben, da mir persönlich nicht das Finanzielle im Vordergrund steht, sondern der Zuspruch und die Anerkennung meine Seele streichelt.

Klar dass diese das auch gerne ausnutzen, aber mich stört das nicht, da ich immer im Sinne der Company und auch im Sinne meiner Mitarbeiter handle.


Meine Freunde stehen zu mir.

Sie schätzen an mir die Ehrlichkeit und Empathie und wissen, dass sie für mich meine Familie sind. Und das seit beinahe 15 Jahren und das wird auch bis zum Ende gehen.

Ich habe eine Frau gefunden, die mein Totem ist. Sex ist kein Vergleich mehr zu früher und hat keinerlei Wichtigkeit mehr für mich. Keine Ahnung, ob das am Alter liegt oder ich mit mir damit im Reinen bin. Und trotzdem lieben wir uns und sind seit 6 Jahren verheiratet.

Heute sehe ich mich nicht mehr so, dass ich aus schlechten Elternhaus komme und es ja so super schwer hatte.

Ich habe mich da raus gekämpft und viele in meinem Umfeld sehen mir das auch nicht mehr an. Ich habe auch mit meinem Elternhaus Frieden geschaffen. Heute lebe ich so, wie es für mich will. Meine Dämonen habe ich im Griff und lasse mich davon nicht mehr beeinflussen. Ich bin stark und gewillt anderen Menschen nur Gutes zu tun, egal in welcher Situation – meine Hand ist immer griff- und hilfsbereit!

Gerade weil ich aus einem schlechten Elternhaus komme, möchte ich ein Pfad sein für diejenigen, die sich noch nicht erkannt haben, aber auch ihr Leben ändern wollen!“

Blogartikel: Das Strafbuch – Mittel zur Erziehung

Welche Bedeutung kommt dem Strafbuch im BDSM zu? Ist das nicht eine verstaubte Angelegenheit? Oder kann darin ein ganz besonderer Reiz liegen?

Ich habe mir Gedanken zum Erziehungsmittel „Strafbuch“ gemacht. Falls Ihr mögt, viel Spaß beim Lesen.

Bitte nur Erwachsene, vielen Dank!

Eure Julia

https://www.baumwollseil.de/Strafbuch.html

Vom Leben und Sterben eines Kindes, Teil 3

Den ganzen Tag über hatte ich ein ungutes Gefühl im Magen, mochte nichts essen, Angst schwirrte unaufhörlich in meinem Kopf herum. Angst, das eigene Kind zu verlieren. Vergangene Nacht hatte ich den Notarzt gerufen, da meine Kleine nur noch flach atmete und ihre Sättigungswerte sehr schlecht waren, begleitet von sehr hohem Fieber (siehe: “Vom Leben und Sterben eines Kindes, Teil 2”). “Ich weiß nicht, ob sie den Transport in das Krankenhaus überlebt”, hatte mir der Notarzt noch gesagt. Es hatte geklappt, nachdem das Ärzteteam vor dem Haus im Krankenwagen 15 Minuten lang brauchte, um sie soweit zu stabilisieren, dass die Fahrt starten konnte.

Ihr Vater war mit ihr im Krankenhaus; ich war zu Hause und versorgte den Kleinen, gerade war er erst vor zwei Wochen geboren. Er trank gut und mein Milchfluss noch nicht voll da, so konnte ich noch keine Vorräte an Muttermilch ansammeln. Somit brauchte er meine Anwesenheit, und ich konnte nicht bei ihr im Krankenhaus sein. Ich führte an diesem Tag Arztgespräche, erst mit dem diensthabenden Arzt, dann mit dem Oberarzt der Kinderintensivstation. Er machte mich darauf aufmerksam, dass sie nicht wüssten, ob die Kleine überleben würde, da ihre Lungentätigkeit weiter abnahm und ihr Fieber nicht sank. Irgendwann sprach dann der Chefarzt mit mir, erklärte mir die Vorgänge von Herzaktivität und Lungenfunktion. Ich hatte fast drei Jahre immer wieder Aufenthalte auf Intensivstationen hinter mir, ich wusste, was diese Dynamik bedeutete.

Einmal klingelte eine Nachbarin. Was denn bei uns los sei, der Krankenwagen sei vergangene Nacht vor unserem Haus gestanden. Ich konnte das Gespräch schnell abwimmeln. Keine Kraft für das gerade. Es klingelte noch ein paar Mal an der Tür, ich machte jedoch nicht mehr auf. Es war mir zu viel, ich brauchte mein bisschen Kraft für mich.

Mein Kleiner gab mir Halt und Trost. Diesen kleinen, warmen Körper zu spüren, in seine Augen zu sehen… Immer mal wieder musste ich weinen. Einfach so, konnte mich nicht beherrschen. Tröstende, wissende Augen schauten mich dann aus diesem jungen Gesicht an. So klein, verstand er vermeintlich schon alles.

Immer wieder führte ich auch Telefonate mit ihrem Vater. Er war müde, verzweifelt, traurig, erschöpft, überfordert vom Entscheidungen fällen, vom Zusehen müssen, was alles an medizinischen Behandlungen an ihr gemacht wurden. “Die Ärzte holen ständig Blut, geben dies und jenes Medikament, fragen immer, was sie im Notfall tun sollen, wie weit sie reanimieren sollen. Unsere Kleine ist nicht mehr aufgewacht. Sie scheint zu schlafen. Ich weiß nicht, ob sie überlebt…” Ich habe ihn in diesem Moment bewundert, wie er all das schaffte, wie er die ganze Zeit an der Seite seiner Tochter stand, seit 24 Stunden durchgehend wach.

Der Anruf

Abends legte ich mich mit meinem Kleinen hin. Er hatte gerade getrunken, ich legte derweil das Handy in Reichweite, falls ein Anruf kommen sollte. Ich hatte es wohl geahnt, der Anruf kam nachts um halb eins. Ihr Vater war am Apparat, unter Tränen brach seine Stimme: “Komm schnell in´s Krankenhaus. Sie sagen, sie wird bald sterben…”

Es ist seltsam, ein solcher Moment. Was geht da in einem vor? Eine merkwürdige Ruhe erfüllte mich. Ich musste auch nicht weinen. Irgendwie agierte ich wie ferngesteuert und rief Verwandtschaft an. Ich pumpte noch schnell Milch ab, damit der Kleine etwas hatte, sollte er später aufwachen. “Beeile dich”, sagte meine Verwandte, “dass du dich noch verabschieden kannst von ihr.” Der Kleine schlief friedlich, als ich mitten in der Nacht das Haus verließ, mich in das Auto setzte und in das Krankenhaus fuhr. Mein Unterbauch schmerzte noch beim Fahren, der Kaiserschnitt lag erst zwei Wochen zurück. Eigenartige Gefühle waren meine Wegbegleiter. Als ich so fuhr, sah ich in Gedanken eine Kerzenflamme, die immer schwächer wurde. Ich spürte, dass sie bald sterben würde. “Schatz, bitte halte durch, Mama ist gleich da”, flüsterte ich ihr in Gedanken zu.

Ich erreichte das Krankenhaus und fand aufgrund der Uhrzeit sofort einen Parkplatz. Etwas hinkend lief ich zum Eingang, die Narbe schmerzte am Bauch beim Gehen. Die Gänge waren menschenleer. Ich erreichte die Intensivstation, ein buntes Schild mit spielenden, lachenden Kindern zeigte auf die Eingangsklingel. Ich klingelte, meldete mich namentlich an, die großen Schwingtüren öffneten sich automatisch. Sofort umgab mich der vertraute Geruch von Krankenstation und Medizin. Eine Schwester saß am Tresen. Ihr Blick sprach Bände. Mitleid… Eine andere Schwester kam auf mich zu, ich kannte sie bereits von früheren Aufenthalten. Sie begleitete mich zur Isolierstation, auf die alle Patienten mit hohem Fieber kamen. Bevor ich das Krankenzimmer betrat, atmete ich einmal tief durch…

Meine Kleine

Das Kinderbett nahm den Raum fast gesamt ein. Um das Bettchen herum standen zig Apparate, Maschinen blinkten und summten, ab und an ein Piepsen. Monitore erleuchteten das fahle Licht. Ihr Vater stand neben dem Bett, eine andere Schwester war an ihr zugange. Es war ein altvertrauter Anblick, der sich mir da bot. Ich kam näher zum Bettchen, begrüßte die Anwesenden. Ihr Vater hatte eine tiefe Traurigkeit im Blick, unendlicher Schmerz zeichnete sich darin ab. Die Krankenschwester versuchte locker zu sein, lächelte mich an. Ihre Augen straften ihre Fröhlichkeit. Mitleid sprach aus ihnen sowie die Gewissheit, was kommen würde. “Ich kann nicht mehr, ich bin seit 24 Stunden wach”, sagte mir ihr Vater. “Lege dich ein wenig hin, ich bin jetzt da.” Die Schwester neben mir kommentierte lachend: “Vorhin war er mal eingenickt, wir mussten ihn dreimal ansprechen, bis er aufwachte.” “Haben Sie schon einmal 24 Stunden durchgehend am Krankenbett ihres sterbenden Kindes gewacht?” fragte ich die Schwester. Ihr Lachen erstarb daraufhin, sie entschuldigte sich. Sie erklärte mir, dass sie der Kleinen gerade ungefähr 10 Medikamente zeitgleich gaben, bei einem zeigte sie starke Nebenwirkungen, das mussten sie absetzen, da ihre Hände blau anliefen. Ich sah hinab auf die Hände meiner Kleinen: Eine Hand war fast schwarz, die andere blau. “Wieviel musstest du erleiden mein Schatz”, dachte ich mir. Stattdessen fragte ich die Schwester: “Geht das wieder weg an ihren Händen?” “Ja, das geht wieder weg”, meinte sie daraufhin. Wir wussten in diesem Moment beide, dass das keine Rolle mehr spielte. Ich bat die Schwester, ob sie mich mit meiner Kleinen alleine lassen könnte. Sie bejahte und verließ daraufhin den Raum. Ich war mit ihr alleine. Ihr Vater lag ein wenig entfernt auf einer Pritsche, er war sofort eingeschlafen vor lauter Erschöpfung.

Gedankenversunken schaute ich auf meine Süße herab. Ihre Haut war nicht mehr grau, sondern erstaunlicherweise ganz rosig. Zig Kabel liefen zu und von ihrem kleinen Körper weg, ein Tubus steckte in einem ihrer Nasenlöcher. Sie atmetet bereits nicht mehr selbstständig, eine Maschine erledigte dies stattdessen. “Hätte ich nur keinen Notarzt mehr gerufen”, dachte ich mir, als ich sie so sah, mit ihren dunklen Händen, den blauen Flecken vom Blut abnehmen, all die Schläuche. Ich beugte mich zu ihr herunter, legte meine Wange an ihre Stirn. Die einzige Stelle in ihrem hübschen Gesicht, die noch frei lag. “Schatz, du musst jetzt kämpfen. Wir lieben dich so sehr. Dein kleiner Bruder wartet daheim auf dich.” Nach einer kurzen Pause sprach ich weiter: “Wenn es nicht mehr geht, wenn du nicht mehr kannst, dann ist es in Ordnung Schatz, dann darfst du gehen.”

Ihre schwarze Hand mit den blaurot unterlaufenen Fingernägeln lag in meiner Hand, ich lauschte dem mechanischen Brummen der Beatmungsmaschine, roch sie noch einmal, wobei ihr eigentlicher ureigener Geruch bereits verflogen war. Auf einmal zuckte ihr linkes Bein. Ich richtete mich auf. Ihr Brustkorb zog sich daraufhin unnatürlich stark nach innen ein, zuckte zweimal. Ich blickte auf den Monitor, der ihre Vitalwerte anzeigte. Der Wert des Pulses begann sich auf einmal in steten Schritten zu senken: 125, 118, 108, 102…

Das Sterben

Ich rief zu ihrem Vater: “Wach bitte schnell auf… Sie stirbt…” . Sofort war er hellwach und eilte an das Krankenbett. Ich sah auf sie hinab und meinte zu sehen, wie ihr Gesicht leblos wurde. “Deine Seele geht gerade”, dachte ich mir. 88, 82, 78… Der Monitor, der die Vitalfunktionen aufzeichnete, fing in diesem Moment an, gelben Alarm zu schlagen. 74, 68, 62… Der Alarm verschärfte sich um eine Stufe nach oben, roter Alarm. 58, 52, 48… “Komm gut im Himmel an”, sagte ich zu ihr… Ihr Vater nahm meine Hand, wir sahen uns in die Augen, teilten den Schmerz des Moments…

Zwei Schwestern und eine Ärztin betraten auf einmal hastig den Raum. Die Ärztin sagte: “Es tut mir leid, ihr Kind stirbt gerade. Wollen sie es in den Arm nehmen?” Auf einmal kamen mir die Tränen, ich nickte. Eine Schwester schaltete den Monitor ab, der Wert des Pulses stand mittlerweile bei null. Als sie damals zwei Wochen alt war, hatte ich das schon einmal erlebt, diese Monitoranzeige bei null. Da hatte sie einen Herzinfarkt gehabt, konnte jedoch reanimiert werden und fing sich wieder…

Eilig entfernte die andere Schwester alle Schläuche und legte mir die Kleine in meine Arme. Ihr Vater wollte mir den Vortritt lassen. “Es tut mir so leid. Sie war ein so liebes Kind”, meinte noch die Ärztin, der wir schon bei früheren Aufenthalten begegnet waren. “Notieren Sie Todeszeitpunkt 4.35 Uhr”, hörte ich sie noch ihren Kollegen zurufen.

“Gehen Sie jetzt bitte”, brachte ich noch hervor. So lag meine wunderschöne Kleine in meinen Armen. Vielmehr ihr Körper, denn ihre Seele war schon entflogen. Absurderweise hob und sank sich ihr Brustkorb noch immer, die Schwestern hatten vergessen, die Beatmungsmaschine abzustellen. Es störte mich, dieses Heben und Senken. Eine Schwester kam erneut, stellte daraufhin die Maschine ab und schnitt den Schlauch zum Intubieren durch, dessen Gewicht ihr Gesicht auf die rechte Seite zog. Ich blickte in ihr Antlitz, sah, wie ihre Hautfarbe immer weißer wurde, genauso wie ihr Zahnfleisch und ihre Zunge. Ihr Lippen verfärbten sich langsam bläulich. Nach und nach erkaltete sie. Ich wollte ihr so gerne von meiner Körperwärme abgeben…

Nach einer Weile gab ich sie ihrem Vater. Ich hatte sie ungefähr eine Stunde gehalten, ihre Arme waren mittlerweile steif geworden. Auf meinen Pullover war Flüssigkeit gelaufen, die aus ihrer Bauchsonde austrat. Die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl, sie blickte bereits von oben auf uns herab. Irgendwann kam wieder eine Schwester und fragte, ob wir dabei sein möchten, wenn sie sie waschen und anziehen, um sie vorzubereiten für die Leichenschau. Ihr Vater blieb an ihrer Seite und half beim Waschen, während ich das Krankenzimmer verließ. Ich musste zurück nach Hause, die Verwandten hatten angerufen, der Kleine sei aufgewacht und hatte schon den Vorrat leergetrunken.

Das Danach

Ich lief den Flur entlang, vorbei an den Stationsräumen, sah die besorgten Eltern an den Bettchen ihrer Liebsten wachen. Vorbei an dem Empfangstresen, die Schwester zu mir: “Fahren Sie bitte vorsichtig.” Schlenderte durch den langen Flur, der hinweg von der Intensivstation führte bis hin zu einem offenen Bereich. Noch waren die Flure leer, bald würde der alltägliche Trubel einsetzen. Wie war ich diese Krankenhäuser leid. Und doch hatten wir sie gebraucht; ohne ärztliche Behandlung wäre die Kleine spätestens nach der Geburt verstorben, wäre sie überhaupt lebend auf die Welt gekommen. Ich verließ das Krankenhaus und holte vor dem Eingang ein paar Mal tief Luft. Diese schlechte und stickige Luft in den Krankenhäusern hatte ich immer gehasst. Am Auto angekommen, stieg ich ein und saß erst einmal nur da. Eine Kehrmaschine reinigte derweil den Gehsteig, gerade wurden der angrenzenden Apotheke Waren geliefert. Ein Taxi hielt und ließ eine ältere Person aussteigen. Der Verkehr auf den Straßen nahm an Fahrt auf, bald würde der Berufsverkehr richtig anrollen. Irgendwie fühlte sich all das surreal an. Gerade endete ein junges Leben, doch die Welt erlaubte sich einfach weiter zu machen, als sei nichts gewesen. Ich schrieb noch eine Nachricht an einen lieben Menschen, schrieb, dass meine Kleine gerade verstorben war. Komisch, diese Worte zu schreiben…

Dann startete ich den Motor, bog in die belebte Straße ein und machte mich auf den Heimweg. Komisch, ihren Körper dort in diesem Gebäude liegen zu wissen, nicht hier bei mir, auf dem Heimweg…

Irgendwie agierte ich wie ferngesteuert. An die Heimfahrt kann ich mich ansonsten nicht erinnern, der Körper fuhr wohl Automatismen ab. Daheim angekommen öffneten mir die Verwandten die Haustür. Sie nahmen mich in den Arm, ein kurzes Gespräch. Der Kleine sei wieder eingeschlafen. Ich bat daraufhin meine Verwandten, mich alleine zu lassen. Sie waren verständnisvoll und gingen. Zunächst lief ich die Treppe in den ersten Stock hinauf und schaute vorsichtig durch den Türspalt des Kinderzimmers. Der Kleine schlief tief und fest. Daraufhin ging ich in das Bad, zog mich aus, duschte. Als ich mich abtrocknete, erreichte mich die Nachricht des lieben Menschen, dem ich zuvor geschrieben hatte. Ich begann zu weinen, nahm die Wäsche vom Boden, zögerte jedoch einen Moment, bevor ich diese in die Waschmaschine tat. Ihre Körpersäfte waren darauf, irgendwie fühlte es sich so endgültig an, diese zu waschen, die Spuren von ihr zu löschen.

Dann ging ich in die Küche und setzte mich an den Küchentisch. Dort lag die Tageszeitung. Mir fiel auf, dass ihr Todestag eine Schnapszahl war. “Du musst etwas essen und trinken”, sagte ich zu mir selbst. Keinerlei Appetit begleitete mich, mein Mund war seltsam trocken. Doch ich war gezwungen zu essen, ansonsten würde mir die Milch wegbleiben, da ich voll stillte. Meinem Kleinen zuliebe aß ich ein paar Cornflakes, ein Brot hätte ich nicht schlucken können. Beinahe hätte ich mich daraufhin übergeben, doch ich konnte mich soweit konzentrieren und sammeln, dass ich den Impuls unterbinden konnte. Ich ging wieder nach oben, zu meinem Schlafzimmer und setzte mich auf das Bett. Vor mir stand ihr Kinderbett, mit ihrem Lieblingskuscheltier und ihrer Lieblingsdecke. Auf der linken Seite im Regal bewahrte ich ihre Pflegeartikel auf. Alles war griffbereit: die frische Kleidung, ihre Windeln, die Cremes. Der Hausmonitor, der zu Hause ihre Vitalwerte aufzeichnete, hing treu am Regal und wartete darauf, angestellt zu werden. Ich hatte das Gefühl, gleich kommt jemand mit ihr auf dem Arm in das Zimmer und gibt sie mir wieder, um dass ich mich um sie kümmern kann. Ansonsten war mein Kopf leer, ließ mich auf das Kinderbett starren.

Nach einer Weile ließ ich mich nach hinten fallen, zog meine Beine an und schloss die Augen. Kurz musste ich eingedöst sein, da hörte ich auch schon meinen Kleinen nach mir rufen. Sofort war ich wach und ging zu ihm in sein Kinderzimmer, nahm ihn auf meine Arme, setzte mich und legte ihn an meine Brust an. Er trank eifrig und kraftvoll, zufrieden seine wachen Augen. Während ich ihn stillte, liefen mir die Tränen über meine Wangen. Als er fertig war, setzte ich ihn vor mich auf meine Beine und bemerkte, dass er mich fragend ansah.

Ich sagte zu ihm: “Mein Schatz, Mama ist sehr traurig, aber nicht wegen dir. Du bist so ein liebes Kind. Vergangene Nacht, als du geschlafen hast, ist deine liebe Schwester von uns gegangen. Sie ist jetzt im Himmel. Schau, da oben…” und zeigte Richtung Zimmerdecke.

Blogartikel: Der Knebel der Lust

Welche Bedeutung kommt den Knebel-Toys zu, die mitunter gerne im BDSM zum Gebrauch kommen?

Ich habe mir Gedanken zu dieser Fragestellung gemacht und lade Euch herzlich ein, meinen neuen Blogartikel zu lesen, falls Ihr mögt.

Bitte nur Erwachsene, vielen Dank!

Viel Spaß beim Lesen!

Eure Julia

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Wann ist Leben lebenswert? Auf Leben und Tod

Ich sitze im Café der Spezialklinik und warte.

Warte auf den Anruf der Chefärztin, die gerade mit ihren Kollegen meine Kleine operiert. Nur der Chefanästhesist hatte sich bereit erklärt, die Operation zu begleiten, geschuldet seiner langjährigen Berufserfahrung, kein anderer Arzt sonst.

Angst.

Angst, ein Kind könnte unter den Händen wegsterben. Ich mache ihnen keinen Vorwurf und kann ihre Gedankengänge nachvollziehen. Was mache ich nur, wenn dieser Chefarzt in Rente geht?

Warten – stundenlanges Warten.

Warten, während dein Kind gerade am offenen Brustkorb operiert wird. Die Chancen 50/50 stehend laut Ärzten, dass sie überleben wird.

Wisst ihr, was alles nichtig wird in einem solchen Moment? Wie lächerlich manche Momente eines Lebens in diesem Moment wirken können?

Demut.

Ich schmecke weder den Kaffee noch die Butterbrezel vor mir. „Essen Sie etwas, vergessen Sie sich nicht“, hatten die Ärzte gesagt, „Sie werden die Kraft noch brauchen.“

Wie soll ich etwas essen können, wenn ich jederzeit einen Anruf bekommen könnte, mein Kind hat es nicht geschafft?

Ihr Gendefekt ist sehr selten und relativ unbekannt und leider kaum erforscht. Die Ärzte kennen bisher nicht den Weg für dieses Krankheitsbild. Zum Glück kann ich sie fühlen und trage sie in meinem Herzen.

Ob sie die OP dokumentieren dürfen, um Erfahrungswerte zu sammeln, wurde ich gefragt. „Versuchskaninchen und Testobjekt für die Forschung.“, kommt es mir zynisch in den Sinn.

„Diese Krankheitsbilder können nicht ausreichend erforscht werden, da 9 von 10 Frauen bei der Diagnose Gendefekt und behindert abtreiben.“, so die Aussage eines jungen, ambitionierten Arztes.

In die Dokumentation der OP willigte ich schließlich ein. Warum ich einwilligte? Weil die Erkenntnisse dieser OP vielleicht einmal einem anderen Kind helfen werden, um dass es leben darf.

Stunde um Stunde zieht sich das Warten hin.

Auf einmal spüre ich meine Kleine wieder, innerlich im Herzen, so als wäre sie gerade aufgewacht.

Sie hat es überstanden, Gott sei Dank, denke ich mir erleichtert. Wobei erleichtert ein zu lapidares Wort ist für dieses Gefühl. Eine halbe Stunde später die Bestätigung durch die Chefärztin:

„Die OP verlief gut und sie ist wohlauf. Wenn alles gut abheilt, wird sie in drei Tagen keine Atemunterstütztung mehr brauchen.“ Sie kann dann alleine atmen, ohne Hilfe von Geräten und mit einer enormen Verbesserung der Lebensqualität.

Das war mein Antrieb für die Einwilligung zu einer OP, in der mein Kind nur 50% Überlebenschancen hat.

Ich stehe auf und gehe zum Ausgang. Eine verschleierte Frau betritt das Café, auf dem Arm ein Kind, welches um den Kopf einen großen Verband trägt. Die Augen der Frau sind voller Sorge. Ich kann sie gut verstehen und denke mir, dass Elternliebe universal ist, unabhängig jeglicher Herkunft oder Nationalität.

Wollen wir nicht alle das beste für unsere Kinder?

Zig Flure durchquere ich und passiere eine Vielzahl von Menschen. Jeder trägt hier sein Kreuz und leidet im Stillen. Diese Atmosphäre auf den Fluren einer Intensivstation…

„Die wirklich Kranken hörst du nicht jammern, sie tragen ihr Schicksal in der Stille.“, denke ich mir.

Im Aufenthaltsraum sitzen zwei Teenies mit einem Mundschutz tragend. Sie stehen lachend auf und biegen in die Onkologie-Abteilung ab.

Ihr Mundschutzverweigerer, unterhaltet euch doch mal mit diesen Mädchen, die ihr Leben lang einen Mundschutz aufgrund ihrer nicht intakten Immunabwehr tragen müssen.

Ich komme im Zimmer an, in dem meine Kleine mit einem anderen Mädchen zusammen liegt und setze mich an die Seite ihres Krankenbettes, nehme ihre Hand und warte geduldig auf ihr Aufwachen. Jetzt kann es nur besser werden, flüstere ich ihr zu und dass ich sehr stolz auf sie bin.

Wenn ich sie umarmen will, soll ich einen Mundschutz tragen, zur Sicherheit. „Eine solch schwere OP schwächt das Immunsystem ungemein.“, so die Ärzte.

Ich schaue zu dem anderen Mädchen im Zimmer, welches von zig Maschinen umgeben und an einer Vielzahl von Schläuchen angeschlossen ist.

Ein wenig hatte ich vernommen, dass das Mädchen im Koma liegt und sein Gehirn abgestorben ist. Maschinen erhalten bei ihr das Leben, kontrollieren Atmung, Nahrung und Körpertemperatur. Sie ist dadurch ein Intensivstpflegefall.

Wann ist Leben lebenswert?

Eine ethische Frage….

Eine grausame Frage…

Für Diejenigen, die vor die Entscheidung gestellt werden, Maschinen anzulassen oder abzustellen.

Das Mädchen schaut unentwegt zur Decke. Sie wird ausschließlich fremdbewegt und günstig gelagert wegen ihren Wunden. Zudem wird der Schleim regelmäßig abgesaugt.

Hätte es das Mädchen so gewollt?

Oder hätte es lieber sterben wollen?

Ich wurde auch gefragt, falls eine lebensbedrohliche Situation eintritt, wie weit sollen die Ärzte die lebenserhaltenden Maßnahmen fortführen?

Welche Entscheidungen wir im Laufe unseres Lebens treffen müssen – Ich möchte einfach mal wieder nur entscheiden müssen, was ich zu Mittag essen darf.

Die moderne Medizin ist Fluch und Segen. Ohne sie wäre meine Kleine nicht lebend zur Welt gekommen…

„Unter den Kranken ist meine Kleine noch fit“, sagen die Ärzte.

Welch Erkenntnis einer furchtbaren Superlative…

Da sehe ich die Mutter des anderen Kindes sitzen, ganz versteckt hinter dem Krankenbett. Gestern wurde sie in die Pflege eingewiesen, denn sie möchte ihre Kleine mit nach Hause nehmen.

„Respekt und Achtung für diese Entscheidung“, denke ich mir.

Ich gehe zu ihr hin, irgendwie ist es mir ein Bedürfnis. Herzlich begrüße ich sie, als sie sich gerade unauffällig einige stille Tränen aus den Augen wischt. „Ihre Kleine ist wunderschön, so tolle dunkle Haare.“, sage ich ihr liebevoll und ernst gemeint. Ich meinte es so, sie war ein süßes Mädchen, zumindest das was ich von ihr hinter den Schläuchen erkennen konnte.

„Danke sehr, das sagen nicht mehr viele, seit sie hier ist. Wie geht es ihrer Kleinen, sie hatte doch heute OP, oder?“

„Zum Glück verlief alles so wie geplant laut Ärzten. Nachher erfahre ich mehr.“

„Seien Sie froh, Sie können nichts dafür, dass Ihr Mädchen dort liegen muss!“, sagt sie völlig unvermittelt.

„Wie meinen sie das?“

„Sie sagten doch, sie hat einen angeborenen Gendefekt. Unsere Kleine wurde gesund geboren. Sie war gerade am Laufen lernen. Mein Mann, jetzt Ex-Mann, konnte sie nicht beruhigen. Sie hat immer so viel geweint. Nur bei mir hat sie damit aufgehört. Ich hätte die beiden niemals alleine lassen sollen. Mein Ex schüttelte sie dann. Dadurch fiel sie ins Koma, weil ihr Gehirn starb.“

Oh Gott, da war sie wieder, diese grausame Sperlative.

Ich war sprachlos. Wie musste sie sich fühlen? Von Schuldgefühlen zerfressen, sich selbst die schlimmsten Vorwürfe machend?

Was sagt man einem Menschen in einer solchen Situation? Wirkt nicht jedes Wort hohl?

Ich streichle ihren Arm auf und ab, rein intuitiv und ohne lange nachzudenken. Eine ganze Weile stehen wir stumm beieinander, umgeben von Maschinen, die ständig Alarme abgeben, unsere Kinder von Herzen liebend.

„Wissen Sie, sie kriegt noch viel mit. Man kann es kaum glauben, aber auf ihre eigene Art und Weise spricht sie mit mir. Sie ist da. Ich spüre sie. Wie soll ich da den Ärzten sagen, stellt die Maschinen ab?“

Wann ist Leben lebenswert?

Ich vermag diese Frage nicht zu beantworten – vermögt ihr es?

„Sie schaffen das. Bitte glauben Sie an sich.“

„Haben Sie keine Angst etwas falsch zu machen und verantwortlich für ein Unglück sein zu können? Sie legen ihr die Sonde alleine,wie schaffen Sie das?“

Mir steigen Tränen in den Augen.

„Wie ich das schaffe? Wie es wohl alle Eltern schaffen, die ihre kranken Kinder pflegen: Ich will sie bewahren vor noch mehr Leid. Wenn die Ärzte die Sonde legen, bekommt sie immer Nasenbluten. Bei mir bekommt sie das nicht. Aber glauben Sie mir, es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn sie dabei weint.“

Nun streichelt sie mir den Arm. Ein wortloses Verstehen zweier Mütter vereint im selben Schicksal. Ich schaue sie an und äußere:

„Sie können es. Die Kraft dafür liegt tief in Ihnen, in Ihrem Herzen. Vertrauen Sie auf Ihren Mutterinstinkt und Ihre mütterliche Intuition. Kein Arzt vermag dies zu ersetzen. Lassen Sie sich dies niemals absprechen. Ihr Kind braucht diesen Instinkt. Er kann ausschlaggebend sein über Leben und Tod.“

„Danke…“, kaum hörbar geflüstert, war ihre Antwort.

Die Chefärztin betritt auf einmal den Raum. Ich atme tief ein und aus und versuche meinen Herzschlag zu beruhigen. Hoffentlich waren die Strapazen dieser OP für meine Kleine nicht umsonst, denke ich mir, während ich die Ärztin begrüße.

Symbolbild

Gastartikel: Entjungferung durch eine Escort-Dame

Den folgenden Gastbeitrag reichte mir ein junger Mann ein, der die Menschen daran teilhaben lassen möchte, wie er sein erstes Mal Sex mit 18 Jahren mit einer Escort-Dame erlebte.

Damit möchte er nicht die Sensationsgier der Leute stillen, sondern Mut machen, zu seinen Gefühlen zu stehen und das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mut wird oftmals belohnt! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle dem Autor des Gastartikels, der gerne anonym bleiben möchte.

Alle handelnden Personen in der Erzählung sind mindestens 18 Jahre alt. Bitte nur Erwachsene lesen, danke!

Liebe Grüße

Eure Julia

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Gastartikel:

Meine Geschichte handelt von meinem ersten Mal im doppelten Sinne. Es war meine erste sexuelle Erfahrung und dazu noch im Escort-Bereich. Angefangen hat es, als meine damalige Freundin und ich uns getrennt haben. Zu diesem Zeitpunkt war ich 18, und aufgrund verschiedener Dinge kam es bis dahin leider nicht zum ersten Mal.

Also fing ich an im Internet nach Anzeigen zu schauen, weil ich nun endlich diese Erfahrung machen wollte. Habe lange überlegt, ob ich diese Erfahrung wirklich so sammeln möchte, was ich im Nachhinein überhaupt nicht bereue.

Zurück zum eigentlichen Thema. Nach längerer Suche bin ich fündig geworden. Ich erklärte ihr die Situation, und sie zeigte großes Verständnis. Ein paar Nachrichten später war es klar, dass ich mit dieser Frau mein erstes Mal haben möchte, und so machten wir ein Treffen aus. Vor lauter Aufregung hab ich das erste Treffen in den Sand gesetzt und dachte schon, das wars. Aber nein, sie gab mir eine zweite Chance, die ich diesmal warnahm.

Kurz vor dem Klingeln bei ihr.

Vor der Haustüre angekommen wollte ich vor Nervosität schon wieder gehen, doch ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und klingelte. Eine liebevolle Stimme bat mich herauf zu kommen. Oben angekommen öffnete sie mir die Tür, und was soll ich sagen? Einfach ein Traum. Lange, dunkelbraune Haare, ein super süßes Gesicht, dazu eine üppige Oberweite und einen Po, der prall und knackig wie ein Apfel war.

Ich betrat die Wohnung und nahm auf der Couch im Wohnzimmer Platz. Total nervös und mit beginnender Erektion saß ich nun da, und sie setzte sich neben mich. Wir unterhielten uns, sie fragte mich noch einmal, ob ich mein erstes Mal wirklich so möchte und ich dürfte mich nicht verlieben. Fasziniert von ihrem Körper war ich wie benommen, und sie bemerkte schnell meine Schwellung in der Hose. Also fragte sie, ob ich bereit wäre und wo es mir am liebsten wäre.

Ich entschied mich für das Schlafzimmer.

Zuerst ging es ins Bad frisch machen. Langsam befreite sie mich von meinen Klamotten, küsste meinen Körper, bis ich nur noch in meiner Unterhose vor ihr stand. Als sie plötzlich mit ihrer Hand nach meinem Penis griff, stellten sich mir alle Haare auf. Sie zog meine Unterhose aus,  und so stand ich wie von Gott geschaffen vor ihr. Mein Penis platzte schon fast vor Geilheit, und ich hoffte nicht allzu schnell zu kommen. 

Aus dem Nichts fing sie an, ihn in den Mund zu nehmen und mit ihrer Zunge zu bearbeiten. Im Gespräch vorhin meinte sie zwar, dass sie gerne bläst, aber hey ich dachte nicht, dass es so geil wird.

Es war unbeschreiblich! Sie wusste genau, was ein Mann braucht.

So standen wir im Badezimmer, und sie bearbeitete abwechselnd mit ihrer Hand und Zunge meinen Penis. Auch meine Eier kamen nicht zu kurz. Es war einfach wunderschön. Nach einer Weile merkte sie, dass ich es nicht mehr lange halten würde, und so zog sie mich an meinem Schwanz ins Schlafzimmer, wo ich sie endlich näher betrachten konnte.

Sie zeigte auf ihren Po mit der Aufforderung, ihren Slip auszuziehen.

Ich weiß noch, wie sie meinte: „Nicht dass es dir gleich kommt“. Ich griff mit meinen Händen nach ihrem Arsch und zog ihren Slip herunter.  Ich knetete ihre Arschbacken und gab ihr Küsse. Als sie sich aufs Bett legte und ihr Oberteil freimachte, erstrahlte sie in ihrer ganzen Schönheit. Unbeholfen stand ich da, und sie zeigte auf ihre Vagina. Ich fragte verlegen, ob ich sie fingern, bzw. lecken dürfte.

Sie erwiderte mit der Antwort: „Sehr gerne“, und so begann ich meinen Finger langsam in ihre Muschi zu schieben. Sie zeigte mir, wie ich am besten Hand anlege. Nach kurzer Zeit vergrub ich mein Gesicht zwischen ihren Schenkel und began sie zu lecken.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl. So schön warm und weich.

Ich weiß nicht, ob es mir eingebildet habe, aber ich glaube, sie war trotz meiner Unerfahrenheit erregt und begann schwerer zu atmen. Nach einer gefühlten Ewigkeit nahm sie meinen Kopf und fragte, ob ich nun bereit wäre. Ich antwortete in Trance: „Klar“. Sie griff in ihrer Kommode nach einem Kondom, dass sie mir überzog. 

So lag ich nun auf ihrem Bett und war kurz davor, meine Jungfräulichkeit zu verlieren.

Als sie sich dann langsam näherte und meinen Penis vor ihrer Vagina platzierte, wusste ich mir nicht zu helfen. Dieser Anblick war zu schön. Wie sie auf mir saß und mich verträumt anschaute. Sie merkte meine Aufregung und flüsterte mir nur ins Ohr: „Keine Sorge, versuch nur nicht direkt zu kommen“. Leichter gesagt als getan bei meiner Geilheit.

Und dann war es soweit: Sie senkte ihr Becken herab, und mein steifer Schwanz drang in ihre Vagina ein.

Es war eine totale Reizüberflutung. Noch nie überkamen mich solche Gefühle. So warm, weich und schön. Sie bewegte sich auf und ab, während ich völlig unbeholfen da lag. Ich versuchte, mich mit ihr im Rhythmus zu bewegen, was leider nicht direkt so funktionierte. Aber das war nicht schlimm, denn meine Prinzessin wusste ja, dass ich in dem Moment das erste Mal mit einer Frau Sex hatte und übernahm die Führung. 

Es war einfach nur geil.

Durch die Spiegel konnte ich schön sehen wie sie auf mir ritt, langsam und sicher dem Orgasmus entgegen.  Mir fiel es sichtlich schwer nicht zu kommen, und so kündigte ich an, dass es gleich so weit wäre. Völlig unbeirrt erhöhte sie das Tempo, und ich griff zusätzlich nach ihrem Busen.

Plötzlich überkam es mich und ich spritzte drei bis vier starke Male in den Gummi. Sie blieb auf mir sitzen und küsste mich, bis mein Kleiner schlaff war. Wir lagen in ihrem Bett und kuschelten noch eine Weile, während ich es einfach genoss, mit ihr nackt da zu liegen. Nach einer gefühten Ewigkeit fragte sie, ob ich nochmal könnte und bereit wäre für eine zweite Runde. „Natürlich, nichts lieber!“, antwortete ich. So führte sie mich mit halber Erektion ins Bad zum Frischmachen. Danach ging es direkt wieder ins Schlafzimmer, wo sie ihn mit einem traumhaften Blowjob zum Stehen brachte wie eine Eins. Also Gummi drauf, und ich konnte es kaum erwarten, dieses geile Gefühl wieder zu erleben. Dieses Mal legte sie sich mit halb gespreizten Beinen aufs Bett und deutete darauf, dass ich zu ihr kommen sollte.

Total hilflos legte ich mich über sie, und sie platzierte meinen Penis vor ihrer Vagina.

Als ich schließlich in sie eindrang, versuchte ich die typischen Bewegungen zu machen, was leider nicht direkt funktionierte. Sie half mir mit einem Tipp und dann lief es. Es war einfach unbeschreiblich, wie ich das erste Mal mit einer Frau in der Missionar-Stellung Sex hatte. Ich rammelte drauf los, und ein paar gefühlte Sekunden später füllte sich wieder das Gummi. Wie gerne hätte ich in der Stellung Stunden auf ihr ihr liegen bleiben können, doch bevor mein Penis schlaff wurde, bat sie mich ihn rauszuholen, dass nicht noch etwas passiert. So lagen wir dann noch ein paar Minuten im Bett, wo wir redeten und kuschelten.

Gastartikel: Meine traumatische Geburt / CN: Gewalterfahrung im Kreissaal

Einen sehr bewegenden und aufwühlenden Gastartikel reichte mir @StupsiSchnut (Twitter-Account) ein. @StupsiSchnut nehme ich in meinem Empfinden als eine wundervolle und empathische Frau wahr, gespickt mit einem großen Herzen und einem liebenswürdigen und stilvollen Auftreten. Authentisch und mit allen Facetten ihres Seins lässt sie die Menschen auf ihrem Twitter-Account an ihrem Leben teilhaben, ungeschminkt und wahrhaftig. Besucht sie gerne auf ihrem Account, und Eure Zeit ist sinnvoll genommen.

@StupsiSchnut nimmt in ihrem Gastartikel den Leser mit in den Kreissaal, in welchem sie eine wohl traumatische Geburt erleben musste. Von Herzen danke für das Teilhaben lassen an diesen äußerst intimen Momenten und an diesen unschönen Gefühlen neben all dem Glück, Mutter geworden zu sein.

Zudem möchte @StupsiSchnut anderen Frauen Mut machen, über ihre gemachten Gewalterfahrungen während der Geburt zu sprechen und sich nicht dafür schämen zu müssen, sollten diese geschehen sein.

Ein Appell und Aufzeigen eines Misstandes, der so nicht hätte passieren dürfen, wie ich finde. Und doch höre und lese ich in den Medien und in Gesprächen, dass dieser immer wieder passiert.

Vielen lieben Dank @StupsiSchnut!

Hinweis: Der Gastartikel schildert Gewalterfahrungen bei der Geburt. Schwangere sollten ein Lesen gut abwägen.

Natürlich gibt es auch sehr wundervolle Geburtserfahrungen, und nicht jede Geburt geht mit schlimmen Erfahrungen einher.

Liebe Grüße

Eure Julia

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Gastartikel:

Nun reißen Sie sich mal zusammen!

Im Februar 2018 war es endlich soweit – mein lang ersehntes Kind sollte geboren werden. Gewissenhaft las ich Bücher, hatte zig Gespräche mit meiner Hebamme (die natürlich auch ganz gezielt ausgesucht wurde), die gepackte Tasche stand vorschriftsmäßig im Flur. Gebetsmühlenartig hätte ich den Ablauf einer Entbindung nach Lehrbuch herunterbeten können; hatte ich mir jedoch jeden Schritt gut eingeprägt und lauschte aufmerksam auf das kleinste Zeichen meines Körpers.

Doch es kam nichts. Kein Ziehen in den Bändern. Kein Absenken des Bauches. Nichtmal sporadische Verhärtungen der Bauchdecke wollten sich um den Termin herum einstellen!

Eines Nachts wurde ich dann doch davon wach, wie ein dünnes Rinnsal meine Beine entlang lief. Hmm. Ein Blasensprung wäre doch schwallartiges Wasser? Und von Wehen keine Spur. Zur Sicherheit doch lieber ins Krankenhaus, schließlich ist es mein erstes Kind, und ich war wahnsinnig unsicher, ob der unaufhaltsame Prozess der Geburt bereits begonnen hatte.

Im Krankenhaus gähnende Leere, zum Glück. Hektische Betriebsamkeit wäre meiner Nervosität sicher nicht zugutegekommen. Spärliche Beleuchtung versuchte den Flur zur Entbindungsstation zu erhellen, der Weg war mir noch vom Anmeldegespräche bekannt. Klingeln am Kreissaal.

Die Nachthebamme öffnet uns (der Vater des Kindes, zu der Zeit noch mein Ehemann, begleitete mich). Ein Blick, der mich schnell von oben bis unten taxierte; schließlich am Bauch hängen blieb.

„Was wollen Sie hier? Kann sich ja wohl kaum um eine Entbindung handeln, ihr Bauch ist viel zu klein. 7. Monat? 8.?“ Nachdem geklärt war, dass ich mich aufgrund des errechneten Termins und des abgängigen Wassers wohl doch zu Recht hier befände, durfte ich in dem einzigen freien Zimmer auf dem Bett Platz nehmen.

„Aber nicht zu gemütlich machen! Wir haben heute im Laufe des Tages noch geplante Kaiserschnitte. Bis dahin sind Sie entweder fertig oder Sie müssen dann auf Station wechseln. Irgendeinen Platz gibt’s schon. Und wenn’s noch gar nicht so richtig losgeht, tut’s auch mal der Flur für `ne Stunde, nech?“, sprach sie und lies uns verdutzt mit der Anweisung, wenn möglich zu schlafen und nur zu klingeln, wenn ich Wehen bekäme, allein.

Einige Stunden später, morgens gegen fünf, als das Gewimmel des frühen Tages im Krankenhaus die Atmosphäre durchdrang, musste ich in die kochend heiße Wanne steigen. „Wir wollen schließlich, dass es mal losgeht, `ne?“ Und zu meinem Mann gerichtet: „Ach und wenn ihr bisschen schwummerig wird, das ist normal! 15 Minuten sitzen lassen, dann raushelfen.“

Gesagt, getan, bereitwillig zurück auf´s Bett, um die Bemühungen meines Körpers im Nachgang zu kontrollieren. Eine Ärztin huschte in den Raum, stellte sich kurz vor. Mit einer raschen Bewegung waren die Handschuhe über den Fingern und ebendiese in mir. Zur Hebamme: „Gebärmutterhals steht noch fast 2 cm. So schnell wird das hier nix. Bewegung macht vielleicht was. Ich komme in ein paar Stunden wieder.“

Ich lief. Ich lief und lief und lief und lief. Immer wieder meine Kreise um die Station. Treppen rauf, Treppen runter. Wiederholung.

Endlich scharfer Schmerz, ein brennendes Ziehen im Bauchraum, das bis in den Rücken ausstrahlte. Aha – das waren also diese Wehen. Dank der Infos vorher wusste ich, ich solle laufen, bis der Schmerz so stark würde, dass entweder die Knie von selbst nachgeben würden oder keine andere Option als ein Rückzug in das Kreissaalzimmer für mich vorstellbar wäre. Auch hier, ich hielt mich an den Rat der Hebammen. Lief weiter. Hielt alle paar Minuten an, abstützen am Geländer des Treppenhauses.

Atmen. Laufen. Abstützen. Atmen. Laufen. Abstützen.

Bis es nicht mehr ging. Man gewährte mir Einlass in das ersehnte Zimmer, Pause auf dem Bett. Die Wehen rauschten durch meinen Körper. In den Nebenzimmern Schreie. Erst die Frauen, dann die Babys. Seit meinem Aufenthalt drei Geburten, und alle kamen nach mir in den Kreissaal.

Untersuchung. Mittlerweile früher Vormittag.

Aufmunterndes Tätscheln meines Schenkels. „Na, schon zwei Zentimeter offen! Geht doch. Aber wollen doch mal sehen, ob wir da nicht noch was machen können… Wehentropf wäre ok?“ Ich traute mich, vorsichtig zu erfragen, was mich dann erwarten würde. Ob es nicht auch natürlich weitergehen würde. „Bis morgen können wir Sie hier aber nicht liegen lassen! Wir hängen mal ran und schauen, ob in den nächsten Stunden die Öffnung besser und schneller klappt. Ist ja auch für Sie dann angenehmer.“

CTG war prima, Wehen vorhanden, aber der Körper weigerte sich nunmal hartnäckig, sich kooperativ zu zeigen und das Gewebe erweichen zu lassen.

Die Chemie tat schnell ihre Wirkung. Die Wehen kamen schneller, heftiger. Ich spare mir an dieser Stelle die Beschreibung des Schmerzes, der mich innerlich zerreißen wollte. Ich atmete mich in Trance. Jede Wehe, die heran rollte, visualisierte ich als Welle; tauchte in ihr ein, erklomm den Wellenberg und lies mich ins Tal hinabziehen. Pause. Nächste Welle.

Zwei Stunden später. Nächste Untersuchung. Unzufriedenes Stirnrunzeln der Ärztin zwischen meinen Beinen. „Das reicht nicht. Hier ist ja kaum etwas passiert. Höher dosieren.“

Mitleidiger Blick der Hebamme, welche mit der Tagesschicht betraut war. Die ersten aufmunternden, lieben Worte. Zum ersten Mal wurde auch mein Mann anders als wie die sich im Raum befindliche Stehlampe angesehen. Beruhigende Worte auch an ihn.

Ich klammerte mich an mein Bild der Wehen-Welle, atmete, atmete, atmete. Keine Pausen mehr. Welle, Welle, Welle. Mein Gesichtsfeld wurde eng und dunkel. Ich bestand nur noch aus gleißendem Schmerz. Und mein Körper, der Verräter, kooperierte noch immer nicht genügend. Die nächsten Schreie aus den Nebenzimmern. Kinder vier und fünf des Tages.

Mittlerweile seit 15 Stunden in der Klinik. Seit 8 Stunden Wehen. 5 cm offen.

Ich weiß noch, wie ich nach der Ärztin rief: „PDA, bitte, jetzt, ich kann nicht mehr!“ Noch nie habe ich mich für mein Versagen so sehr geschämt. Die natürlichste Sache der Welt – und bei mir geht nichts, der Körper verkrampft, verschließt sich, verhärtet. Kein Wehentropf vermochte das Gewebe geschmeidig werden zu lassen.

„Mit einer PDA spüren Sie dann die Wehen nicht mehr so stark, nur noch als Druck im Körper. Wollen Sie das?“ Zu diesem Zeitpunkt hätte sie mir auch mit einem rostigen Messer den Bauch längs aufschneiden können, es wäre mir egal gewesen, solange es nur meinem Kind gut geht und der Schmerz endlich vorbei ist.

Ihr Kind würde es so schaffen, aber wenn Sie natürlich schon zu schwach sind…“

Die PDA brachte endlich die kurzzeitige Atempause. Jede Wehe nur noch ein Druck im Bauch. Aber ihre Ausläufer zogen sich… Seit diesem Tag weiß ich, was die Redewendung durch „Mark und Bein“ wirklich bedeutet. Rückenschmerzen, als ob die Wirbel bersten wollten, gelähmte Muskulatur, in der ich mich selbst als Fremdkörper fühlte. Jede Stunde einen Zentimeter.

Auftritt Spätschicht-Hebamme. „Ja das muss wehtun, sonst passiert ja auch nichts! Und andere haben das auch geschafft, dann kriegen Sie das ja wohl auch hin! Hören Sie, drüben schon wieder eins. Sie dürfen sich nun mal nicht so anstellen, meine Güte!“

Weitere Stunden vergehen.

10 cm.

Endlich.

Positionswechsel. Verordnet natürlich.  

Ich spüre meine Beine kaum, den Bauch gar nicht, nur brüllenden Schmerz im Rücken. Vierfüßlerstand. Ich sacke zusammen.

„Festhalten! Da oben am Kopfende! Sie müssen schon mitmachen!“ Ein Paar Hände, das mich grob zusammenschiebt und auf dem Bett ausrichtet. „Pressen!“ „Doch nicht sooo!“ „Nach unten!“ „Wenn Ihr Kopf rot wird, machen Sie es falsch. Und der ist rot!“ „Das müssen Sie doch merken!“ „Naja, vielleicht ja wirklich nicht. Sie wollten schließlich eine PDA. Schade.“

Atmen. Schmerzen. Atmen.

Hilflosigkeit. Noch nie habe ich mich so gedemütigt, nackt und allein gelassen gefühlt. So ausgestellt, von Menschen verachtet, die in meinen Eingeweiden herumwühlen und deren Untauglichkeit laut bescheinigen.

Es scheint etwas zu passieren, die Ärztin wird konsultiert. „Sie schafft es nicht allein. Offen ist, Kind liegt noch zu weit oben. Keine Kraft mehr und pressen kann sie wohl nicht richtig. Zumindest bis jetzt nicht.“

Wieder Finger, die sich tastend in mir bewegen. Ich spüre sie nicht, sehe nur die Bewegung. „Schneiden werden wir nicht, es ist nur noch ein kleines Stück. Glocke.“ Durch den Schmerz und die Erschöpfung nahm ich alles nur noch wie durch einen zähen, dickflüssigen Nebel wahr.

Tropfenweise sickerte die Erkenntnis in meine Gedanken, dass ich gleich mein Kind in den Armen halten werde. Was dazu nötig war, verstand ich nicht.

Eine zweite Ärztin, die Oberärztin, kam. Rollte irgendein schlankes, hohes Gerät ins Zimmer, der Schmerznebel nahm mir die Sicht. Positionierte sich zwischen meinen Beinen. Die Hebamme recht neben mir, ihre Hände umgriffen grob meine Arme, zerrten mich in eine halbsitzende Position, das nutzlose Stück Fleisch, das ich in dem Moment war.

Ärztin eins links neben mir. Alle reden durcheinander, aber nicht mit mir. Irgendwas Kaltes an meiner Scham. Irgendwas pikst. Warum fühle ich das überhaupt? Wehen. Atmen. Die Saugglocke. Ich soll pressen.

Ärztin eins legt ihren Arm um mich, doch nicht, um mich zu stützen. Ihr anderer Arm schnellt auf meinen Bauch, ihre Unterarmknochen bearbeiten drückend und schiebend meine Haut, gefühlt in dem Versuch, meine Organe neu zu ordnen. Es reicht nicht. Wieder Gebrüll. Pressen, Atmen, Schieben, Drücken, Schmerz.

Ein Schrei.

Mein kleiner, gesunder Junge wurde geboren.

Nach 21 Stunden Wehen.

„Nun freuen Sie sich doch mal, wir haben es geschafft.“

Ja, WIR hatten es geschafft. Nicht ich. Nicht mein Körper.

ICH war schwach. ICH habe versagt. ICH konnte für mein Kind nicht stark sein. ICH wusste nicht, was mit mir gemacht wird. Welche Schritte wann und warum nötig waren. Was ICH vielleicht doch hätte tun können.

Mein Kind wurde untersucht, vermessen, gesäubert und in ein kleines Rollbettchen gelegt.

Ein nasser Waschlappen klatschte mir zwischen die Beine.

„Nun machen Sie sich mal schnell sauber, dann können Sie rüber auf die Station. Schade, dass das nötig war mit der Glocke zum Schluss jetzt. Aber Sie haben ja nicht geschrien, so wie die anderen Mütter, dann wissen wir ja auch nicht, ob sie wirklich Schmerzen haben. Manchmal muss man sich eben auch mal zusammenreißen! Bestimmt wäre es auch noch so gegangen eine Weile. Aber gut, ist jetzt durch. Und er ja zum Glück ganz fit. Alles Gute dann.“

Ich brauchte mehrere Monate therapeutische Begleitung, um die Schuldgefühle, die in Zusammenhang mit der Geburt standen, aufzuarbeiten.

Durch das Kristellern erlitt mein Kind eine Stauchung der Brustwirbelsäule und eine Zerrung des Zwerchfells. Letzteres wurde mit Geduld und Magnesium behandelt, ersteres durch Osteopathie und Physiotherapie.

Die Schuldgefühle, diese Folgen durch mein Unvermögen verursacht und meinem Kind geschadet zu haben, blieben bis heute.

Am 25.11. jeden Jahres ist der „Roses Revolution Day“ – eine Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe.

Jedes Jahr an diesem Datum lege ich vor diesem Kreissaal eine rosafarbene Rose nieder. Irgendwann vielleicht auch mal mit Zeilen wie diesen. Weil Gewalt in der Geburtshilfe keinen Platz haben darf.  

Zwiegespräch mit einem Kind über den Tod

Der Spielplatz ist gut besucht, als ich mit meinem Kleinen dort eintreffe. Gerade spielen wir an einem Spielgerät, da kommt ein kleiner Junge auf uns zu, ungefähr 7 Jahre alt.

Ich stelle ihm meinen Kleinen vor, da entsteht auf einmal ein wunderschönes Gespräch, wie ich es zumindest deklarieren würde.

Doch lest selbst und bildet Euch eine eigene Meinung.

Eure Julia

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Der Junge: „Hast du noch andere Kinder?“

Ich: „Ich habe noch ein Mädchen im Himmel.“

Der Junge: „Ist das schon gestorben?“

Ich: „Ja, mein Mädchen ist leider schon gestorben. Sie wurde krank geboren.“

Der Junge: „Das Kind von Petra ist auch im Bauch gestorben.“

Seine Mutter kommt hinzu, wir begrüßen uns und kennen uns ein wenig. Sie hat die Aussage ihres Sohnes gehört und weiß um mein Sternenkind.

Die Mutter: „Ja, da war Petra sehr traurig.“

Ich: „Manchmal sterben Kinder schon im Bauch, das kann passieren. Es wäre bestimmt gerne auf die Welt gekommen und hätte diese kennengelernt. Doch leider geschieht so etwas. Manchmal sterben Babys, manchmal alte Menschen.“

Die Mutter stimmt mir zu, der Junge blickt nachdenklich zu mir.

Der Junge: „Ist dein Mädchen jetzt ein Stern?“

Ich: „Ja, das ist sie. Vielleicht sind die vielen Sterne am Himmel alles Kinder, die schon gegangen sind.“

Der Junge: „Die schauen uns jetzt beim Spielen zu. Schade, dass sie nicht mitspielen können. „

Ich: „Weißt du, ich glaube, im Himmel spielen alle Kinder, die gestorben sind, miteinander. Wir sehen sie zwar nicht mehr, aber sie haben dort wo sie jetzt sind ganz bestimmt viel Spaß zusammen.“

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Symbolbild

Gastartikel: Die Zeit nach meiner Escort-Entjungferung

Der Gastautor, der anonym bleiben möchte und uns an seinem ersten Mal mit 18 Jahren mit einer Escort-Dame teilhaben ließ, verfasste einen Brief für alle Leser.

In diesem Brief möchte er uns schildern, wie es in seinem Leben nach dem intensiven Erlebnis seiner Entjungferung weiterging.

Vielen lieben Dank dem Gastautor für seinen Brief und seine Zeit.

Bitte nur Erwachsene lesen, danke.

Liebe Grüße, Julia

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Der Brief des Gastautors:

Ohje, ich hab jetzt nicht mit so Reaktionen gerechnet im positiven Sinne. Danke sehr!


Kurzum, die Vorteile meiner Entjungferung mit einer Escort-Dame waren offensichtlich. Weiter ging es eigentlich ganz ehrlich gesagt nur mit einer kurzen Zeit und einer längeren Beziehung, wo der Sex einfach Katastrophe war, weil was soll ich sagen? In meinem Alter sind die meisten entweder total geil oder was ich eigentlich gar nicht gesucht habe. Das, was ich gesucht habe, hat darin geendet, dass sich die Mädchen erst selbst finden mussten. Charakter aus Gold, aber dadurch das sie einfach verklemmt waren und nicht ansatzweise wussten, was sie wollten und nicht zu ihrem Körper standen, endete es in „guten“ Freundschaften.

Ich bin auch nicht krampfhaft auf der Suche, weshalb da nicht so viel bei raus kam. Was auch besser ist, weil entweder ergänzt es sich und passt oder eben nicht. Aber ja, sexuell ist es in meinem Alter schwer, weil umgekehrt bringt es mir auch nichts, wenn ich das Mädchen liebe, man sich Zukunft vorstellt, und sie wollen nur Sex oder Materielles.

Im Bereich Pay Sex hab ich es ein paar Mal danach wieder probiert, aber das ist halt wirklich nur für den schnellen Druckabbau. Klar, bei meinem Escortgirl und mir war es auch Geld gegen Sex, aber ehrlich? Kann man halt nicht miteinander vergleichen.

Wenn ich mit Kollegen im Laufhaus, Bordell, etc. war ist es einfach komisch, weil alles nach dem Eieruhr-Prinzip funktioniert. Für die einen ist es was, für die anderen eben nicht. Aber im Endeffekt ist es auch nicht schlimm, weil hey, ich bin zwar irgendwo ein Mann mit Trieb, aber nicht um jeden Preis muss ich mir sowas geben. Und der Scheiß war einfach oder ist bis heute, dass ich bedingt durch den Tod meiner Mutter schwer klar komme mit allem.

Sie ist jetzt seit fast 4 Jahren tot, und trotzdem vergeht kein Tag, wo ich nicht auf dem Friedhof bin und an sie denke. Gehört jetzt auch nicht hier her, aber das Gesamte macht es eben schwer. Auch durch Selbstständigkeit usw. habe ich gar nicht die Zeit und Lust, so auf die Suche zu gehen. Wie gesagt, wenn der Druck zu groß wird, geht’s halt schnell wohin, aber genauso schnell hat man die Begegnung wieder vergessen.


Und das können Sie mir jetzt glauben oder nicht, aber es ist gut so wie es ist, weil meistens scheitert es bei Menschen daran, dass sie Dinge erzwingen wollen, egal ob die große Liebe, Wohlstand oder sonst etwas. Sobald man etwas erzwingt, wird des nichts.

Und zuletzt hab ich die Arschkarte gezogen, dass bei mir das Beste zuerst kam und nicht zum Schluss, wie man sagt. Dachte damals auch, wenn es gut läuft, bin ich nach dem Treffen mit der Escort-Dame einfach keine Jungfrau mehr und alles ist gut. Mann ich konnte damals doch nicht wissen, dass mit ihr gleich das Beste kommt.

Klar wird noch viel passieren, aber sie hat halt die Messlatte zu hoch gelegt, und ich meine es in jeder Hinsicht.

Ob vom Wesen, Charakter oder Sex, wenn ich es vergleiche und das sollte ich nicht, wird es glaube ich schwer, so jemanden zu finden. War einfach alles zu schön, und ich weiß nicht, ob es am naiven Alter lag oder weil es das erste Mal war. Ich weiß nur, dass es super war. Und bevor ich hier einen Liebesbrief schreibe, muss ich mich selbst bremsen. Habe ja schon gesagt, sie hat alles richtig gemacht. Und ob wir uns je wieder sehen, überlasse ich ihr natürlich. Klar gäbe es nichts Schöneres, wie wenn wir einfach zusammen Sex hätten und sie mir Sachen zeigt, wo sie in meinem Alter dafür einfach nicht offen sind, aber es muss eben nichts sein.


Ich sag immer, Gott gibt und Gott nimmt, und alles was ich bekomme, nehme ich dankend an und hinterfrage nicht, was er für mich auf meinem Weg bereit hält.

Es gibt auch Menschen, die nicht allein sein können und immer einen Partner brauchen, aber ich habe meine Familie und ein paar sehr gute Freunde. Ich mag es nicht nicht zu wissen, woran man bei Menschen ist. Heutzutage ist es alles schwierig geworden, egal ob mit der Ehrlichkeit oder sonst was.

Katastrophe mit mir, Sie merken es ja selbst.

Auf jeden Fall schön, dass es so eine Resonanz auf den Beitrag gab!

Essay: Ethik von Mensch zu Mensch

Mein neuer Artikel ist verfasst – diesmal ein ganz anderer, als ihr es bisher vermutlich von mir gewohnt seid. Doch ich habe viele Facetten und diese Form der Erörterungen sind ebenso ein Teil von mir als Mensch und Autorin.

In dieser wissenschaftlich angelehnten Ausarbeitung geht es inhaltlich um die Ethik des Helfens, erörtert an aktuellen und zeitlosen Beispielen aus der sozialen Arbeit.

Ich durfte meinen Artikel als Gastautor bei meinem lieben Freund Freric auf seiner Webseite veröffentlichen. Vielen herzlichen Dank dafür! Besucht ihn doch einmal auf dieser, er ist ein großartiger Mensch und Kollege!

Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

Bleibt mir gerne treu!

Liebe Grüße!

“Ethik von Mensch zu Mensch”

Photo by Kamaji Ogino on Pexels.com

BDSM-Poesie: Liebesbrief einer Sub

Und so schrieb eine glückliche Sub ihrem geliebten Herrn:

„Oh ja – Mein Geist pulsiert, sie erregen mich wahnsinnig.
Fotze pocht stumm und leicht schmerzend für Ihren Herrn…
Sie sehnt Euch Herr.
Euer Schwanz ruft mich…
Eure Narben sehnen meine Küsse und zarten Berührung meiner Finger.
Ich begehre diese Eure Narben.
Sie zeigen mir, dass Ihr lebt und überwunden habt – Eure wahre Stärke…
Dann erst kommt die Peitsche.
Die nichts wäre, schlapp und kraftlos, ohne die Kraft Ihres Ausführenden und Herrn.
Mein Herr…
Wie schön Ihr seid.“

Narben, die vom Leben erzählen – meine Kaiserschnittnarbe

Vor der Zeit meiner Schwangerschaften machte ich mir nie wirklich darüber Gedanken – über die Körperregion zwischen Bauchnabel und Schambereich. Eher über die Stelle oberhalb meines Bauchnabels, da ich dort bereits eine Narbe trug. Als Kleinkind hatte ich ein Geldstück verschluckt, da ich dieses mit Schokoladen-Spielgeld verwechselte. Dem aufmerksamen Blick meiner Mutter entging dies zum Glück nicht, denn es geschah während dem Einkaufen. Als ich mich dann im Anschluss begann zu übergeben und damit nicht mehr aufhörte, brachten mich meine Eltern ins Krankenhaus. Nach der Diagnose wurde mir die Münze wieder entfernt, welche sich in einer inneren Gewebefalte verfangen hatte und somit vom Körper nicht ausgeschieden werden konnte. Deshalb der immer wiederkehrende Würgereiz, mit welchem sich mein Körper letztendlich befreien wollte.

Zu dieser Zeit wurden die Operationen an Kleinkindern noch nicht endoskopisch oder über den Weg durch die Speiseröhre durchgeführt, und die Ärzte wollten damals kein unnötiges Risiko eingehen, denn die Stelle, an welcher sich die Münze verzwackt hatte, war wohl scheinbar recht ungünstig für mich. So schnitten die Ärzte meinen Bauch auf und entfernten das verschluckte Geldstück. Erinnern kann ich mich nur noch daran, dass ich fürchterlich weinen musste, da meine Eltern nicht bleiben durften. Seinerzeit gab es keine Elternbetten auf Stationen, und die Eltern und Bezugspersonen der kleinen Patienten wurden nach Hause geschickt. Diese traumatische Trennung führte dazu, dass ich lange Zeit im Umgang mit Ärzten Probleme hatte, wirklich Vertrauen fassen zu können. Ein weißer Kittel löste lange Zeit unvermitteltes Unwohlsein in mir aus und das vollkommen unabhängig des Arztes, der diesen trug oder des medizinischen Vorgangs. Heutzutage agieren beispielsweise viele Ärzte in Untersuchungen mit Kindern ohne weißen Kittel, sondern in gewöhnlicher Kleidung, um den Kindern keine Ängste zu bereiten. Mittlerweile geht es bei mir mit meiner Phobie jedoch wieder und ich konnte mein Kindheitstrauma dahingehend aufarbeiten.Ein Teil dieser Aufarbeitung war das Friedenschließen mit der Narbe, die nach dieser Operation zurückblieb.

Narben sind Zeitzeugen und erinnern ein Leben lang an Ereignisse, Unfälle oder (überstandene) Krankheiten.

Mein Weg in dieser Hinsicht war dieser, mir ein Bauchnabelpiercing verpassen zu lassen, welches auf diese Körperstelle hinweist und zugleich diese hervorhebt und betont. Ich weiß noch, dass mich die freundliche Piercerin mehrmals fragte, ob ich mir über die Tatsache im Klaren sein würde, dass das Piercing den Blick auf diese Narbe lenkt.

So machte ich aus der Not eine Tugend und trug stolz meine Bauchnarbe zur Schau, funkelnd unterstützt durch einen schimmernden Stein im Nabelpiercing. Später gesellte sich noch ein zweites Bauchnabelpiercing hinzu, so dass ich ober- und unterhalb des Nabels Schmuck trug. Dann kamen meine Schwangerschaften und meine Fehlgeburt dazwischen, so dass es mir ein Bauchnabelpiercing einbüßte und sich eine Kaiserschnittnarbe hinzugesellte. Eigentlich wurde ein Kaiserschnitt zweimal bei mir vorgenommen, doch ich hatte großes Glück an eine sehr fähige Gynäkologin zu gelangen, welche den zweiten Schnitt exakt in der bereits vorhandenen Naht durchführte und sehr gekonnt diesen erneut vernähte. Im Nachhinein bin ich ihr für ihre Voraussicht sehr dankbar, dass sie nicht einen unabhängigen Schnitt setzte, sondern sich des ersten bediente, um ein kosmetisch gutes Ergebnis zu erzielen.

Solche Gedanken wurden mir jedoch erst im Nachhinein bewusst. Zur Zeit der Schwangerschaften war mir mein Aussehen im Grunde dahingehend völlig egal, als dass das Wohl des Kindes immer an erster Stelle stand. Ob ich dafür eine Narbe in Kauf nahm, war mir vollkommen und gänzlich unwichtig.

Nun befinde ich mich derzeit in der Zeit der körperlichen Regeneration, wie ich es ausdrücken würde. Mein Sohn ist mittlerweile abgestillt. Diesen Prozess der Ablösung von der Brust leitete er Stück für Stück selbst ein, als er zunehmend größer wurde. Über seine Bedürfnisse hinweg hätte ich niemals entschieden abzustillen, so lange es mir gesundheitlich möglich gewesen wäre. So war der Lauf der Dinge, und allmählich beruhigt sich mein Körper in Bezug auf seine hormonelle Lage wieder. Schwangerschafts- und Stillhormone sind sehr mächtig und führen allerlei physische und psychische Symptome mit sich. Einige davon sind schön, viele davon sind es leider allerdings weniger, zumindest rückblickend aus meiner Erfahrungswelt betrachtet.

Wenn sich nun alles wieder eingespielt, beruhigt und eingependelt hat, wird eines ein Leben lang bleiben: meine Kaiserschnittnarbe.

Noch als alte Frau werde ich vor einem Spiegel diese anblicken können und daran erinnert werden, dass ich einst Leben schenkte. Auch wenn ein Kaiserschnitt heutzutage oftmals schnell angeboten wird, um alle Risiken für Mutter und Kind auszuschließen und der Mutter Schmerzen zu ersparen, so ist er nicht zuletzt verantwortlich dafür, dass viele Kinder gesund zur Welt kommen dürfen. Noch vor fünfzig Jahren wären diese Kinder vermutlich während den Wehen verstorben oder unwiderruflich durch zum Beispiel Sauerstoffmangel während der Geburt geschädigt worden. Eine Querlage oder eine Nabelschnur, in welcher sich das Kind verfangen hat, können eine normale Geburt unmöglich machen und schlimme Konsequenzen nach sich ziehen.

Insofern ist der Kaiserschnitt aus der modernen pränatalen Medizin nicht mehr wegzudenken und überwiegend als Segen und Lebensretter für Mutter und Kind zu betrachten. Was bleibt ist eine Narbe. Manchmal zieht diese auch Unempfindlichkeiten und Taubheitsgefühle innerhalb der Körperregion nach sich, wie es bei mir danach auch einige Zeit der Fall war. Doch glücklicherweise vergingen diese dumpfen taktilen Unempfindlichkeiten wieder, und nun ist es von diesem Aspekt her wieder wie zuvor. Obwohl – nicht ganz.

Die Narbe teilt Weichgewebe an einer Stelle, an welcher nicht alle Frauen sehr schlank sind. Somit hebt sich das Unterhautfett ober- und unterhalb der Narbe hervor, was optisch etwas unschön wirken kann, zumindest durch meine Augen in Bezug auf meine Narbe betrachtet, nicht im Generellen gemeint. Doch es ist nun einmal so und es führt meiner Meinung nach wohl kein Weg daran vorbei, sich auch mit diesem Zeitzeugen zu akklimatisieren und Frieden zu schließen. Denn wäre diese Narbe nicht, hätte ich ganz bestimmt niemals meine Tochter lebend in meinen Armen halten können und vielleicht auch nicht meinen Sohn.

Bei meinem Sohn war die Geburt offen, doch da bereits ein krankes Kind da und er laut Ultraschall groß und bereits überfällig war, rieten die Ärzte zu einem Kaiserschnitt, um das Risiko für das Kind minimal zu halten. Einen Tag vor dem geplanten Kaiserschnitt setzten bei mir die Wehen ein, und mein Sohn erblickte während diesen per Kaiserschnitt das Licht der Welt.

Schon seit längerem fällt mir auf, dass ich auf den wenigsten Fashion- und Aktbildern Kaiserschnittnarben sehe. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich ein Modell in Unterwäsche, Bikini oder Akt sah, welches eine solche Narbe trug. Da dieser Eingriff jedoch sehr oft durchgeführt wird und ich mir nicht vorstellen kann, dass so viele Frauen keinen Kaiserschnitt hatten, liegt bei mir die Vermutung nahe, dass eine vielleicht vorhandene Narbe der Bildbearbeitung zum Opfer fiel und wegretouchiert wurde.

Wie erlebt Ihr das? Mögt Ihr mir Eure Meinung zu diesem Thema sagen?

Ich würde gerne vielen Frauen das Gefühl nehmen können, ihre Kaiserschnittnarbe verstecken oder als Makel betrachten zu müssen. Vielleicht auch – das wäre mein größter Wunsch – mit dieser ein Stück weit Frieden zu schließen, wie ich es gerade bei mir selbst tue. Von daher würde ich mich über eine rege Beteiligung und viele Rückmeldungen sehr freuen und hoffe damit viele Frauen erreichen und ansprechen zu können.

Wer möchte, schreibe mich bitte direkt auf meiner Webseite an. 

In meiner Rubrik „Gastbeiträge lieber Menschen“ würde ich gerne Eure Erfahrungen, Ansichten und Meinungen diesbezüglich veröffentlichen. Dies kann vollkommen anonym, teilanonym oder mit Klarnamen erfolgen, ganz wie Ihr es wünscht. Die möglichen Bilder Eurer Beiträge müssen dabei bitte von Euch persönlich stammen oder mit der Herkunft derer gekennzeichnet sein. Das Urheberrecht über Eure Texte bleibt dabei weiterhin Euch selbst behalten, auch nach einer Veröffentlichung auf meiner Webseite.

Nun würde ich mich über Euer Echo hinsichtlich meiner Gedanken und ins Leben gerufenen Aktion wahnsinnig freuen!

Denn ganz ehrlich:

Darf eine Kaiserschnittnarbe denn nicht gezeigt werden? Lebensretter sind doch keine Makel!

Eure Julia

Der Todestag meines Sternchens – ein schrecklich schöner Tag…

Und so schrieb ich einem guten Freund, der mich nach meinem Befinden fragte:

Wie schön und einfühlsam Deine Worte sind.
Es geht mir gut, sei unbesorgt. Ich vollbringe mein geliebtes Tagwerk und meine wundervolle Arbeit. Mein kleiner Schatz schenkt mir Tag für Tag sein Lachen.
Erinnerungen kommen hoch an einen geliebten Menschen, diese sind weder gut noch schlecht. Mir ist es möglich, diese herauslassen zu können durch mein Schreiben.
Dieses war mir von Anfang an ein gutes Ventil und es schafft meinem Sternchen ein bleibendes Denkmal ihres Seins auf Erden.
Neulich wurde ihr Grab bestellt.
Den Grabstein entwarf ich selbst.
Er wurde wunderschön und sehr individuell, wie ich finde. In diesem lebt sie weiter…
Ein würdiges Grab für ein würdiges Kind.

Ich möchte keinen meiner Freunde in dieser Zeit ihres Todestages zur Seite stellen… Nein.
Meine Freunde sind ein wichtiger Teil meines Lebens und darum bin ich froh und darüber freue ich mich.
Nein – Du musst nicht gehen. Bleibe bitte, Du störst nicht.

Wenn es einmal passt, werde ich mit Dir zum Grab meiner Tochter gehen, sie Dir vorstellen.
An ihrem Grab sollen die Menschen nicht weinen, das hätte sie nicht gewollt.
Es ist ein fröhlicher Grabstein – Ein lachender Engel sitzt darauf und lacht den Besucher freudig an.
Auf einem Füßchen des Engels sitzt ein Schmetterling. Diesen wählte ich für mein zweites Sternchen.
Ein Kind, mit dem ich nach ihr schwanger war, bevor mein Junge kam – Ich erlitt eine Fehlgeburt.
Damals war ich damit überfordert und ließ es in einem Massengrab bestatten, ein Fehler.
Deswegen nahm ich nun diesen Anlass wahr und setzte auch diesem Kind ein Denkmal – deswegen der kleine Schmetterling.
Neben dem Engel ist ein Herz aus Glas platziert…
Auf dem Grabstein eine Sonnenblume…
Denn sie strahlte immer und schenkte Wärme durch ihr Lachen…

So entwarf ich diesen Grabstein, der sie repräsentiert. Eine Steinmetzin und ein Glaskünstler setzten meine Ideen um.
Die Menschen sollen davor stehen und lachen, das hätte sie gewollt, darüber hätte sie sich gefreut.

Es ist eine leichte und friedvolle Grabstätte, wie sie zu Lebzeiten nun einmal war.
Und das andere Sternchen mit dabei…
Da ich das Geschlecht des Kindes nicht wusste, taufte ich es in Gedanken Joy – Freude.
So können die beiden gemeinsam im Himmel spielen, was ihnen zu Lebzeiten nicht möglich war.

Gerne finde ich mich in Deine Umarmung des Trostes ein.
Halte mich gerne ein Weilchen…

Danke, dass Du mir zur Seite stehst und da bist.
Bleibe, Du gehörst doch dazu – zu meinem Leben.

In liebevollem Gedenken…

Gastbeitrag: Ich lebe meinen Albtraum

Wie sieht es in der Gefühlswelt eines Mannes in Bezug auf Partner- und Vaterschaft aus? Was kann er empfinden, wenn es zu einer Trennung kommt? Was geschieht mit den gemeinsamen Kindern?

Einen berührenden und sicherlich für viele Menschen bereichernden Einblick in seine persönliche Lebenswelt und seine reflektierten Ansichten als Mann und Vater gewährt uns netterweise @DrHalbzeitvater (Account-Name auf Twitter). Ein in meinem Empfinden großartiger Mensch, der Herz, Verstand und Seele zeigt.

Vielen lieben Dank an @DrHalbzeitvater für das Teilhaben lassen an seinem Kosmos und das Schreiben dieser Zeilen.

Gastbeitrag:

Ich lebe meinen Albtraum

Von einem, der auszog, um Vater zu bleiben

Sehr, sehr lange habe ich weder heiraten noch ein Familie gründen wollen. Auf der einen Seite, weil ich mich nicht festlegen wollte. Auf der anderen Seite, weil ich eine sehr traditionelle Sicht auf eine Familiengründung hatte und habe: Wenn, dann ist das wirklich „für immer“. Wenn ich das mache, dann muss ich für meine Familie – die Kinder und die Ehefrau – da sein. Für immer. Das ist eine große Verantwortung und zudem war Beständigkeit noch nie so meins. Ich habe Jobs gewechselt, Städte und Frauen. Immer dieselbe? Immer für die anderen da sein, meine Freiheit einschränken? Nein!

Daher trennte ich mich von der Frau, mit der ich schon einige Jahre zusammengelebt hatte. Weil sie eine Familie gründen wollte und ich … nun ja – siehe oben. Neuer Job, neue Stadt, sie in der „alten“ Stadt zurückgelassen. Weil sie eine Familie gründen wollte und ich nicht.

Aber nach nicht einmal einem Jahr hatte ich es verstanden: Sie war es! Mir ihr wollte ich mich tatsächlich festlegen und beständig werden und Verantwortung übernehmen. Und dann natürlich auch her mit den Kindern, denn Kinder mochte (und mag) ich gern und ich konnte schon immer ganz gut mit Kindern umgehen. Also: Neuer Job, alte Stadt und los – die Frau zurückerobern. Ich hatte einen Traum! Eine Familie. Mit ihr. Und zwei süßen Kindern – am besten erst ein Mädchen, dann ein Junge!

Es zeigte sich allerdings: Eine Frau, die man einmal im Regen hat stehen lassen, wieder von sich zu überzeugen – das ist gar nicht mal so einfach. Aber letztlich hatte ich es geschafft. Und dann ging es recht schnell: Tolle Hochzeit, tolle Flitterwochen, kaum zuhause tolle Nachrichten: Sie ist schwanger! Dann kam der tolle Junge … und zwei Jahre später gesellte sich das tolle Mädchen dazu.

Ich lebte meinen Traum!

Nun kam bei meiner Frau der Wunsch auf, in ihre Heimatstadt zurückzuziehen zu ihrer Familie, zu ihren alten Freunden. Unterstützung und Heimat. Konnte ich gut verstehen. War zwar nicht optimal für mich, aber ich konnte es verstehen. Also: Neue alte Stadt, neuer Job… Ich lebte weiter meinen Traum.

Und dann kam der Schlag. Wie aus dem Nichts, dafür umso härter. Sie hatte sich – zumindest kurzzeitig – in einen anderen verliebt, jedenfalls aber irgendwie von mir entliebt. Ich habe alles versucht, was mir einfiel (inklusive einer Paartherapie) – keine Chance, sie wollte die Trennung.

Nun begann mein Albtraum.

Ihr erinnert Euch an die einleitenden Worte? Mein Zögern, nicht Festlegen, keine Verantwortung? Ich hatte das alles überwunden, um mich dann dem Traum der Familie zuzuwenden. Für immer. Der absolute Horror für mich? Dass diese Familie zerbricht. Nicht nur, dass mich die Frau, die ich liebte, nicht mehr wollte. Das war schlimm genug, das tat schon furchtbar weh. Dazu angeschlagenes Selbstbewusstsein, dies das. Nein – die Familie, der Traum… kaputt! Ich war völlig am Boden, ganz tief unten.

Mein Albtraum. Schlimmer, als ich es jemals hätte albträumen können. Nie hätte ich das erwartet, nie! Das Letzte, womit ich gerechnet hätte.

Dennoch galt es, wenigstens das Wichtigste zu retten und zu schützen: die Kinder. Wenigstens für die kann ich für immer da sein. Also bin ich ausgezogen. Obwohl ich das nicht wollte. Und welcher Vollidiot sucht sich schon eine Wohnung in Sichtweite (sic!) der Frau, die ihn gerade verlassen hat? Na, ich. Weil es dann für die Kinder ganz easy ist. Wer läuft jeden Morgen dort vorbei, holt die Kinder und bringt sie zum Kindergarten und zur Schule? Na, ich. Weil die Kinder mich dann jeden Tag sehen und ich für sie ganz normal bin, der Papa halt. Wer hat die Kinder jedes Wochenende bei sich? Na, ich. Weil sie das von Anfang an so wollten. Und ich auch.

Seither bin ich die halbe Zeit allein (und arbeite). Und den anderen Teil verbringe ich mit meinen Kindern, ohne die Frau und Mutter. Ich lebe meinen Albtraum.

Am Wochenende essen wir zusammen – Zuhause oder gern auch draußen. Wir lesen, spielen, basteln zusammen – Zuhause oder draußen. Wir treffen Freunde – die der Kinder und meine, häufig beides. Wir schlafen zusammen in einem Zimmer, seit Corona sogar in einem Bett, aber das ist ein anderes Thema. Wir gehen ins Kino, ins Museum, in den Zoo und erleben Abenteuer zusammen. Wir lachen (viel), weinen (wenig) und streiten uns.

Wir machen alles zusammen, aber ohne die Frau und Mutter.

Wir fahren zusammen in Urlaub und zur Oma. Der Große hat bei mir aufgehört, Windeln zu tragen. Die Kleine hat bei mir aufgehört, Schnuller zu benutzen. Beide haben bei mir Fahrradfahren gelernt. Die Kleine Inliner-Laufen. Wir machen Schulaufgaben. Wir machen alles zusammen, aber ohne die Frau und Mutter.

Am Montagmorgen bringe ich sie dann in Kindergarten und Schule. Danach gehen sie wieder zu Mama. Aber ich bin bald wieder da – am Dienstagmorgen, am Mittwochmorgen… Ich denke, das System ist klar.

Vor etwa zweieinhalb Jahren bin ich ausgezogen. Ich lebe meinen Albtraum.

Aber mittlerweile beginnt es mir zu gefallen. Der Wechsel aus Zeit für mich (okay – das ist wenig, da ich viel arbeite) und Zeit mit den Kindern gefällt mir. Die Tatsache, dass ich mich mit der Ex-Frau zwar (natürlich!) hinsichtlich der Kinder abstimme, aber mein eigenes Leben so leben kann, wie ich will, gefällt mir. Meine neue Wohnung gefällt mir. Dass ich jetzt seit zweieinhalb Jahren ohne eine Frau an meiner Seite bin – tant pis! Ich habe sowieso keine Zeit dazu. Mir fehlt nichts. Vielleicht ändert sich das mal, aber im Moment ist es okay so.

Ich lebe meinen Albtraum. Aber er beginnt mir zu gefallen.

(Autor: @DrHalbzeitvater)

Symbolbild

Kurzgeschichte: Gekaufter Sex

Liebe Leser!

Es ist eine verbotene Fantasie und heißer Stoff für ein aufregendes Kopfkino!

Gekaufter Sex…

Begleitet die junge Studentin Laura, die wider Erwarten käuflich wird…

Die Kurzgeschichte ist nur für Erwachsene / FSK 18. Alle Personen und Handlungen sind frei von mir erfunden.

Wenn Euch die Geschichte gefällt, empfehlt mich gerne weiter!

Liebe Grüße

Eure Julia

https://www.rubberfashion.de/blog/latex-geschichte-laura-wie-eine-junge-studentin-zum-gut-gebuchten-escortgirl-wurde

Tierrettung in letzter Minute

Der junge Mann war vielleicht 19 oder 20 Jahre alt. Behände tänzelte er am Ufer auf und ab, dann glitt er geschwind in das Wasser, um dem starken Zug an seiner Angelrute zu folgen.

Aufmerksam betrachtete ich vom Wasser aus das Geschehen. Es war ein heißer Sommertag und ich frönte meiner Passion für das Schwimmen. Den Großteil meiner Runde hatte ich schon zurückgelegt, da fiel mir der Angler auf. Eine ganze Menge an Repertoire befand sich um eine Bank drapiert um seinen Platz herum; er schien zu wissen, was er da machte. Bisher hatte ich mich noch nicht wirklich mit dem Angelsport auseinandergesetzt, denn im Grunde mieden sich Angler und Schwimmer gegenseitig.

Als Schwimmer musste ich stets auf die ausgelegten und treibenden Köder im Wasser achten, die nahezu unsichtbar verborgen waren und welche bei Kontakt zu empfindlichen Verletzungen führen konnten. Insofern hielt ich immer gebührend Abstand zu Anglern, wenn diese zeitgleich am Baggersee zugegen waren.

Ein ziemlich großer Fisch musste da in das Netz gegangen sein. Das Tier schien zu kämpfen, denn die Leine spannte sich stark und kleine Wasserwellen schwappten zu mir herüber. Mitleid mit diesem stieg unvermittelt in mir auf, hatte es doch keine Chance mehr, seinem traurigen Schicksal zu entkommen.

Vorsichtig näherte sich der junge Mann dem sich windenden Treiben vor ihm. Langsam hob er den mitgeführten Käscher in das Wasser und bewegte sich mit seinem Fang in überlegten Bewegungen Richtung Uferböschung zurück. Gerade wollte ich umdrehen und mich vom Geschehen abwenden, da geschah etwas, das ich so nicht für möglich gehalten hätte.

Mit bedachten Handlungen entfernte der Angler den Widerhaken aus dem Maul des stattlichen, orange-bräunlich schimmernden Fisches, trug diesen auf den Armen und immer mit Wasser benetzt zur Seemitte zurück und setzte diesen wieder in die Freiheit. Beinahe meinte ich das erleichterte Aufstöhnen des Tieres zu vernehmen, noch einmal dem sicheren Tod entronnen zu sein.

Diese Vorgehensweise überraschte mich gänzlich, hätte ich doch erwartet, der junge Mann postete seinen Angelerfolg in den sozialen Netzwerken, nachdem er sich ausgiebig über das Jagdergebnis gefreut hätte. Doch nichts von alledem passierte, der stolze Fisch war wieder seiner natürlichen Umgebung zugeführt worden.

Mich plagte die Neugier und wie ich einmal so bin, dachte ich nicht lange darüber nach, sondern machte mich auf den Weg hin zum Angler. Dieser war gerade damit beschäftigt, Utensilien zu verstauen und sich vermutlich neu aufzustellen. In den Augenwinkeln musste der Mann mich scheinbar bemerkt haben, denn er wirkte auf einmal ein wenig nervös und fahrig.

Als ich das Ufer erreicht hatte, hielt ich inne und wartete geduldig, bis er sich zu mir umdrehte, denn ich wollte ihn weder erschrecken noch in seiner Tätigkeit stören.

Nachdem wir uns dann begrüßt hatten, fragte ich ihn direkt, warum er so wie eben agiert hatte. Er gab mir bereitwillig Auskunft und erklärte mir, dass es Vorschrift war, nur Tiere behalten zu dürfen, die ein gewisses Körpermaß nicht überschritten. Das gerade war ein Muttertier, dieses durfte auf keinen Fall mitgenommen werden und musste immer wieder ausgesetzt werden. Somit waren die Angler verpflichtet, bei einem vermuteten großen Fang an der Rute umsichtig vorzugehen, um das Tier nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Diese Achtung vor der Natur und den Lebewesen an sich sei ihnen wichtig und essentiell für die Sichtweise eines Menschen, der Angelsport betrieb.

Diese Informationen waren vollkommen neu für mich. Vielleicht fehlte mir dieser Bereich der Allgemeinbildung schlichtweg, doch ich fand es gut, dass sich wenn geangelt wurde nicht einfach rücksichtslos und ohne Sinn und Verstand an der Natur bedient wurde.

„Tragen die Fische keine Wunden im Maul davon?“, hakte ich noch beim Angler nach.

„Diese haben eine Art Hornhaut im Maulareal. Wenn ich als Angler vorsichtig den Widerhaken entferne und ruhig mit dem Tier umgehe, dürfte es ohne Wunden vonstatten gehen.“

Ich bedankte mich bei ihm für seine gegebenen Informationen und den kleinen Einblick, den er mir in den Angelsport schenkte. Manchmal ist es sinnvoll, mit den Menschen das Gespräch zu suchen und nachzufragen, waren meine Gedanken, als ich mich wieder schwimmend entfernte. Wie sich mir die Situation rein als Betrachter dargestellt hatte, hätte ich diese nämlich völlig anders eingeschätzt.

Meine Vermarktung

Es ist schon sonderbar…

Da schreibst du völlig unbedarft einige Zeilen. Aus den Zeilen werden Geschichten und so reiht sich auf einmal nach und nach eine weitere Geschichte an. Auf einmal haltest du eine Sammlung deiner persönlichsten Gedanken in deinen Händen, ohne je bewusst beabsichtigt zu haben, diese zu haben.

Genau so entstanden meine ersten Werke. Ich hatte nie bewusst diesen Entschluss gefasst, es ergab sich sozusagen aus dem Moment heraus.

Schon immer habe ich gerne geschrieben, die Wörter und die Sprache waren für mich seit jeher ein Ausdrucksmittel, Gefühle und Erlebtes zu verarbeiten und mit anderen zu teilen. Meinen Physiklehrer konnte ich zum Verzweifeln bringen, meinen Deutschlehrer hingegen verstand ich auf Anhieb.

Als meine Kleine verstarb, hatte ich auf einmal wieder mehr Zeit für mich. Etwas, das ich über eine lange Zeit durch die Vollzeitpflege, die ich gerne machte, kaum hatte. Ich spürte mich wieder viel bewusster. Nicht nur die Mutter in mir, sondern auch die Frau. Und ich spürte, dass ich einen Weg für mich finden musste, um all die schweren Emotionen zu verarbeiten: Trauer, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht. An die Verarbeitung derer schlossen sich die angenehmen Gefühle an: Freude, Seligkeit, Begeisterungsfähigkeit, Hoffnung. Bei diesem persönlichen Prozess der Aufarbeitung von Tragik konnte mir kein Mensch von außen helfen, weder ein Familienmitglied, noch Freunde, noch ein Therapeut.

Ob denn ich wundervolle und helfende Gespräche mit meinen Lieben führen durfte, musste ich den wesentlichen Kern von allem mit mir selbst innerlich austragen. Diese Traueraufarbeitung konnte mir kein Nahestehender abnehmen. Daraus entsprang innerlich immer mehr der Drang, Wege der Verarbeitung zu finden, die mir dabei halfen.

Zunächst einmal wurde ich mir meiner wieder viel bewusster. Es ist seltsam, denn ich war fast drei Jahre lang nicht mehr richtig bei mir selbst. Ich lebte für meine Kleine und ihre Pflege. Das war gut so, genauso wählte ich es für uns, so sollte es sein. Dies war mir eine große Herzensangelegenheit. Und doch gab es auch Zeiten, in denen ich schlicht funktionierte, in denen Angst um ihr Leben und Sorge um ihr Wohl alles überschatteten. Anderes gerät dadurch in diesen Momenten vollkommen in den Hintergrund.

Ich weiß noch, wie ich mich das erste Mal wieder ausgiebig schminkte. In aller Ruhe, einfach im Moment verweilend. Oder als ich das erste Mal beim Friseur saß, ohne die Angst zu haben, hoffentlich passiert daheim nichts Schlimmes und der Babysitter möge alles im Griff haben. Oder als ich das erste Mal wieder bewusst shoppen ging, ohne Zeitdruck und entspannt bummelnd. Ich weiß noch, dass ich mir dabei einen Lederrock aussuchte. Dieser ist trendy und erinnerte mich an eine andere Welt, eine Welt, die lange verschollen war: Frau sein, Frausein leben… Dieser Kauf des Lederrocks war eher symbolisch für mich. Schon immer gab mir das Tragen von Ledermode das Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit, Weiblichkeit und Selbstbewusstsein. In etwa ist es vergleichbar mit dem Anlegen einer „Uniform“. Kleidung hat nun einmal eine große Wirkung auf unser Wohlbefinden.

Nach einiger Zeit, in welcher ich mich wieder nach und nach bewusster wahrnahm und spürte, kam dieser Drang in mir auf – der Drang zu schreiben. Beinahe war es so, als hätte es diese Zeit mit meiner Kleinen gebraucht, mich wieder zum Wesentlichen des Lebens hinzuführen, so paradox dies möglicherweise klingen mag. Irgendwie leben wir doch oftmals unser Leben, bis auf einmal etwas Großes geschieht und das Leben uns ein Stoppschild vor Augen hält und uns zur Innenschau zwingt.

Wenn ich bei meiner Kleinen am Grab stehe und mit ihr spreche, gibt sie mir Antworten auf meine Fragen. Dann spricht sie zu mir:

„Mama, du warst immer für mich da, ich danke dir. Jetzt sei nicht mehr traurig, es geht mir im Himmel gut. Wir sehen uns doch irgendwann wieder. Lebe dein Leben, auch für mich. Ich konnte es nicht, wie ich wollte, denn ich war krank. Aber du bist gesund, du hast die Möglichkeiten, deinen Traum zu leben. Warte nicht zu lange damit. Denke an dich und vertraue in dich. Ich schaue dir von oben zu und begleite dich auf deinen Wegen.“

Und so war auf einmal alles im Fluss und ging seinen Gang. Mein gesamtes Leben, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, tat sich vor mir auf. Auf einmal spürte ich ohne lange zu überlegen instinktiv, was zu tun war. Ich war in der Pflicht, Verantwortung für mich zu übernehmen und meinen Traum zu leben. Und mein Traum war und ist es unter anderem zu schreiben.

Dabei ließ ich mein bisheriges Leben Revue passieren: Erlebnisse, Begegnungen, Erfahrungen. So fing ich an zu schreiben, durchlebte dadurch die Begegnungen erneut, erlebte vor meinem geistigen Auge die Menschen dieser wieder und spürte wiederholt die damit verbundenen Emotionen. Schlicht gesagt, ich spürte das Erwachen und das Pulsieren des Lebens. Wie es so meine Art ist, war die durchdachte und gelenkte Vorgehensweise bei mir in dieser Hinsicht weniger der Fall, denn bewusst tat ich nichts. So entstanden Schriften meinerseits, fernab des Mainstreams, aus spontanen und besonderen Moment geboren und unschuldig in ihrer Gesinnung.

Nach der Erstellung dieser begegnete mir manchmal, dass es mitunter im Denken der Menschen entweder das Schwarze oder das Weiße gibt.

Wo bleibt das Grau?

Zum Beispiel geht es doch nicht, unterhaltsame Kurzgeschichten zu verfassen und gleichsam auch die Geschichte des verstorbenen Kindes aufzuarbeiten. Solch ein gesellschaftlicher Tonus begegnete und begegnet mir immer wieder. Konventionen und das Korsett der Norm sind sehr präsent im Denken der Leute, dieses gegenseitige Kategorisieren und Einordnen. Fast schon macht es Spaß, nicht die Norm zu bedienen und den Konventionen zu entsprechen, obwohl ich dies nicht bewusst initiiere oder herbeiführe.

So verfasste ich meine persönlichsten Gedanken in der Gesinnung, weitere Gedanken folgen zu lassen, denn es ist mir ein Anliegen zu zeigen, dass eine Frau viele Facetten hat. Oftmals wird ihr ein Korsett auferlegt und ihr eine Facette zugeteilt, die sie dann auch bitte zu erfüllen hat! So verlangen es die gebräuchlichen Werte, welche es zu erfüllen und zu bedienen gilt, um mit dem Strom zu schwimmen und nicht aufzufallen. Auf diese Weise lebst du dein Leben für andere und niemals für dich. Wenn mich eines mein Sternchen lehrte, dann dass unsere geschenkte Zeit auf Erden endlich ist und mitunter schnell zu Ende gehen kann. Konventionen einzuhalten, das ist nun einmal nicht immer das Wahre.

Dann steht sie also immer wieder und mit jeder neuen Niederschrift an, die Vermarktung meines persönlichen Gedankenguts. Es ist schwer zu beschreiben, was das mit einem macht. Einerseits kann es schwer fallen, das persönliche Gedankengut unwiderruflich herzugeben, andererseits möchtest du den Spirit deiner Gedanken weiterreichen. Du möchtest eine Sinnhaftigkeit in die Welt tragen und das geht nur durch Vermarktung.

So sammelte und sammle ich gerade die unterschiedlichsten Erfahrungen, die allesamt spannend sind und mich bereichern, jedoch auch aufwühlen und nahe gehen. Einen Auftragstext zu verfassen mit klaren Vorgaben und darüber ein Feedback zu erhalten ist etwas ganz Anderes, als über dein eigenes Gedankengut eines zu erhalten. Dieser Prozess ist unglaublich spannend und ich danke jedem, der sich Lebenszeit und Muse nimmt, in meine Zeilen einzutauchen und mit mir ein Stück meines Lebensweges zu gehen.

Im besten Fall nimmt sich derjenige beim Lesen meiner Gedanken und Geschichten etwas für sich daraus mit. Dieses wäre für mich das größte Kompliment, denn dann gab mein Wirken auch anderen Menschen etwas Licht und Glück! Genau diese Erfahrung möchte ich dabei als Autorin nicht mehr missen!

Wenn ich von den Erlebnissen und Erfahrungen mit meiner Kleinen schreibe, tue ich das als sehr bewussten Vorgang, denn ich möchte ihr etwas Bleibendes schenken und ihr Wirken und ihre damit verbundene Bereicherung für die Welt teilen und sie damit ehren.

So bleiben Zeilen, welche die Zeiten überdauern…

Wenn ihr kleiner Bruder einmal groß genug ist und vielleicht von seiner Schwester lesen möchte, kann er diese durch das Lesen in Ruhe kennenlernen und ihr somit im besten Fall nahe sein ❤!

Das ist mein Uranliegen, mein Herzblut und meine Intuition in Bezug auf das Verfassen meiner Texte zu ihr und nicht zuletzt meine Aufgabe als Mutter.

Und wisst Ihr was? Auch wenn es mitunter schmerzt, freue ich mich sehr darauf!

Baggersee und Polizeieinsatz

Seit zwei Jahren habe ich angefangen, Kaltwasser-Schwimmen zu praktizieren. Im Grunde war dies kein sehr bewusster Vorgang, denn ich schwamm nach den Sommermonaten schlicht einfach weiter. So begann die Jahreszeit Herbst und mit ihr die kühleren Zeiten. Da sich mein Körper nach und nach an die allmähliche Absenkung der Wassertemperatur durch das nahezu tägliche Schwimmen gewöhnte, konnte ich noch lange dieses ausführen, natürlich zeitlich angepasst, bevor ich mit dem eintreffenden Winter und dem damit verbundenen Schnee und Eis aufhörte. Nach einer Pause fing ich dann in den frühen Frühlingsmonaten wieder an. Interessanterweise stellte sich mein Körper recht schnell auf die rauen Gegebenheiten ein, so dass ich meiner Leidenschaft ungehindert frönen konnte.

Ein sehr angenehmer Nebeneffekt der unwirscheren Außentemperatur waren die wegbleibenden Menschen. Immer mehr brach im Spätsommer der Besucherstrom ab, bis ich schließlich alleine meine Runden im See drehte. Dieses Einssein mit der Natur und der Flora und Fauna war für mich neben der sportlichen Betätigung die Entspannungs- und Wohlfühloase schlechthin. Die Einsamkeit jagte mir keine Angst ein, im Gegenteil, denn das schlimmste Tier war ja fort, nämlich der Mensch. So tauchte ich ein in das ursprüngliche Treiben um mich herum und wurde ein Teil dessen. Vollmond um Vollmond passierte, bis zum heutigen Tage.

Es war mittlerweile ein warmer Tag, der die Menschen an den See lockte. Schon als ich den Parkplatz anfuhr, konnte ich mir einen ersten Überblick über die mögliche Anzahl der Badegäste machen. Da schluckte ich das erste Mal und fand es fast schon schade, dass es Tag um Tag wärmer wurde. Nach dem Parken betrat ich das Gelände des Badesees. Der Anblick an Menschen erschlug mich beinahe. Viele lagen am Rande und sonnten sich, andere grillten an einer Stelle oder angelten. Ein paar Einzelne wagten sich in das Wasser, dass noch frisch war. Der Geräuschpegel war enorm und ließ mich beinahe zurückweichen, doch meine Lust am Schwimmen war größer.

So fand ich mich an einem Plätzchen ein, welches ganz lauschig war und zum Verweilen einlud. Ich blickte zum Nest der zwei Stockenten, welches gut geschützt in einem Gestrüpp verborgen war und welches ich seit einigen Tagen beobachtet hatte. Leider war es wohl nicht gut genug versteckt, denn einige Kinder versuchten dieses mit Steinen zu bewerfen, doch einige Erwachsene hielten die Kinder zum Glück zurück. „Ihr lieben Enten, tut mir das für euch leid, dass ihr nun vermutlich keine Ruhe mehr habt“, sagte ich leise in Gedanken vor mich hin. Noch während ich zum Wasser hinunter ging, hörte ich den lautstarken Streit in einiger Entfernung.

„Na komm doch! Ich hab` keine Angst vor dir!“, „Du H….sohn!“, „F… dich doch!“

Ein wenig erschrocken über die heftigen Kraftausdrücke folgte ich diesen akustisch und erblickte ein Pärchen und einen älteren Mann, der gerade von beiden weglief. Ich entledigte mich meiner Kleidung, den blauen Bikini trug ich darunter. Genüsslich glitt ich in den See und zog kontinuierlich meine Bahnen, bevor ich am Schluss noch auf dem Rücken schwamm. Als ich die Kälte des Wassers spürte, verließ ich dieses und trocknete mich am Ufer zügig ab und zog mich wieder an. Währenddessen hörte ich die Frau des Pärchens ihrem Pendant sagen, dass sie Angst habe, zum Auto zurückzukehren. Der Mann beruhigte sie und gemeinsam verließen sie den See.

Kurz darauf folgte ich ihnen, da ich gemütlich den Trampelpfad zum Ausgang entlangschlenderte, bis ich mein Auto erreichte. Als ich die Beifahrertür öffnete, um meine Badesachen zu verstauen, kam mir eine betriebsame Frau entgegen, die Richtung Pärchen lief, welches an ihrem Auto zu warten schien.

„Der Typ will abhauen! Da hinten ist er raus!“, rief die Frau aufgebracht.

Ich setzte mich in mein Auto und sah beim Herausscheren, dass das Pärchen weiterhin an seinem Auto verharrte. Da ich keine Notlage feststellen konnte, fuhr ich vorsichtig los und Richtung Hauptstraße den Feldweg entlang. Beim Näherkommen bemerkte ich den Streifenwagen der Polizei, welcher den Blinker setzte und in den Feldweg abbog. Um dass mich dieser gut passieren konnte, fuhr ich an den Wegesrand und wartete. Der Polizeibeamte der den Einsatzwagen steuerte, winkte mir freundlich grüßend zu, dann war die Streife schon an mir durchgefahren Richtung Baggersee den Weg, den ich gerade hinter mich gebracht hatte.

Aufmerksam auf den Verkehr achtend fuhr ich in die Hauptstraße ein und sinnierte über das gerade Erlebte nach. Soviel stand fest: Die Badesaison hatte wieder begonnen und mit ihr trafen viele unterschiedliche Menschen zusammen…

Gastbeitrag: Zielsetzungen beim Sport

Alex Plum ist begeisteter Sportler und hat seine Passion diesbezüglich zum Beruf gemacht. In diesem Gastbeitrag möchte er darüber erzählen, wofür sein Herz brennt und wie wichtig es ist, sich eigene Ziele zu setzen.

Vielen lieben Dank Alex Plum für die Bereitstellung dieses Gastbeitrags! 😊

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Mein Vater hat immer gesagt: “Von nix kommt nix!” Ich denke diesen Spruch haben viele von ihren Eltern gehört, oder? Und haben wir ihn beherzigt? Der eine ja, der andere nein.

Natürlich gibt es auch immer wieder diese Ausnahme-Menschen, die einfach nichts machen müssen. Denen alles in den Schoß fällt. Aber darauf will ich nicht hinaus.

Hallo, mein Name ist Alex und meine Liebe gehört meiner Familie und meinen Leidenschaften, dem Sport und BBQ! Ich hatte das große Glück, mein Hobby zum Beruf zu machen. Nach ca. 16 Jahren Leistungssport, war es für mich an der Zeit, in’s Berufsleben einzutreten. Was lag da näher als eine Berufskarriere im Sport einzuschlagen. Also habe Fitnessökonomie studiert mit dem Schwerpunkt Ernährung. Mein Berufsalltag spielte sich überwiegend in Fitnessstudios oder Sportvereinen ab. Dort betreute ich Mannschaften und Einzelpersonen, die mit ihren Problemen zu mir kamen. 

Der eine wollte mehr Muskeln, der andere hatte Rückenprobleme, eine junge attraktive Frau wollte noch attraktiver werden und ihre letzten 2 Kilo verlieren und so weiter und so weiter. Es gab einige Herausforderungen für mich. Und wie ich nunmal so bin, wurden diese Menschen von mir ganzheitlich beraten. Von A bis Z. Oftmals gibt es nur einen Trainingsplan und dann heißt es: “ Hier mach mal und in 12 Wochen schauen wir weiter.” Nicht mit mir.

Gesagt, getan – Kunde glücklich. Natürlich sprach ich die Leute immer wieder an und erkundigte mich nach ihren Fortschritten. Und da sah ich es schon in ihren Augen: Das was sie mir erzählten, stimmte nicht mit dem überein, was die Realität war.

Was war los?

Menschen kommen zu mir, um ein gesundheitliches oder ästhetisches Problem zu lösen. Der Gedanke der Menschen: „Ach, ich geh mal ins Fitnessstudio, dann lass ich mal beraten und dann mach ich das mal!”

Die Realität: Der Mensch muss für seine Ziele etwas tun! Wenn ich ein Problem lösen will, muss ich das ändern, was ich bisher getan habe. Das ist doch logisch oder? Leider ist das der Punkt, an dem die meisten dran scheitern und ihre Ziele deshalb nicht erreichen.

Ich habe irgendwann aufgegeben mit diesen Menschen zu diskutieren. Wenn sie nicht wollen, dann kann ich noch soviel auf sie einreden, sie werden sich nicht ändern.

Wenn eine hübsche Frau meint, sie müsse noch 5 Kilo abnehmen, dann  habe ich sie gelassen und sie einfach trainieren lassen.

Wenn ein Mann zu mir kam und wollte unter 100 Kilo wiegen, weil ihm seine momentanen  126 Kilo zu viel sind, dann sagte ich ihm: “Okay, können wir gerne in Angriff nehmen, aber plane dafür mal 2 Jahre ein.” Schon sank seine Motivation und ich wusste genau, der wird niemals unter 100 Kilo kommen.

Und so gibt es noch viele Geschichten, die ich erzählen könnte.

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich findes es super, wenn Menschen nicht stehen bleiben und etwas ändern wollen. Aber dann sollen sie auch bitte der Realität ins Auge sehen. Was man Monate oder Jahre lang versäumt hat, holt man nicht in 6 Wochen wieder auf, nur weil ich Sport mache (oder was anderes ändere).

Was will ich damit sagen?

Wenn ihr euch ein Ziel setzt, egal wo und egal für was, dann müsst ihr was ändern und höchstwahrscheinlich eure Komfortzone verlassen.

Denn: Von NIX kommt NIX

Verliert euer Ziel nicht aus dem Blick. Manchmal läuft es eben nicht so, wie man es sich vorstellt. Aber das heißt nicht, dass man sein Ziel nicht erreicht. Es gibt genug Mentoren, die einem helfen können. Ich meine wirklich helfen und ein wahres Interesse daran haben, das jemand sein Ziel erreicht.

Genau das habe ich als Fitnesstrainer und Personaltrainer immer versucht. Den Menschen zu helfen, ihre sportlichen, ästhetischen oder gesundheitlichen Problem zu lösen.

Leider hatten es viele als Spaß angesehen und waren nicht wirklich motiviert, ihr Ziel zu erreichen. Dann war es zu anstrengend, dann dort ein Wehwehchen und da.

Ausrede über Ausrede!

Ziele sind dazu da, um erreicht zu werden. Nutzt das und gebt niemals auf! Und ja, man muss seine Komfortzone verlassen, um Ziele zu erreichen.

Zu diesem Thema habe ich zwei Bücher geschrieben. Einmal speziell für den Mann und einmal speziell für die Frau. Einfach zur besseren Unterstützung bei sportlichen oder ästhetischen Zielen.

Vielen Dank für euer offenes Ohr!“

Gastbeitrag: Erlebnisse eines Mannes mit der Inanspruchnahme eines Escort-Service

Spannende Erlebnisse schildert hier ein Mann, der andere an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben lassen möchte. Nicht um die mögliche Sensationsgier der Leute zu stillen, sondern um anderen eine Bereicherung zu sein. Vielen Dank dem Verfasser für diesen offenen Einblick…

Es werden hier keine sexuellen Praktiken dargestellt oder etwas empfohlen, dennoch sollten den Gastbeitrag bitte nur Erwachsene (FSK 18) lesen. Danke.

„Ich will die Geschichte erzählen wie es dazu kam, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ernsthaft darüber nachgedacht habe, eine Escort-Dame zu engagieren.

Zu mir: Ich bin ein Mann Mitte 40, der in einer sexlosen Ehe lebt. In der Langeweile rund um die Weihnachtsfeiertage habe ich zur Ablenkung die Spielerei mit Twitter angefangen. Dort bin ich dann erstmal ziellos umhergewandert, und habe Accounts gesucht, die interessante oder lustige Inhalte teilen. Sehr zufällig bin ich dabei auf einen Spendenaufruf gestoßen und habe mich beteiligt. Mit einer der Organisatorinnen dieser Spendenaktion kam ich dann in’s Gespräch und wir führten eine Fachdiskussion über Themen, mit denen ich mich beruflich beschäftige.

Da das Tippen am Handy meistenteils für mich ein nerviges Geschäft ist, ist diese Diskussion zügig in ein Telefongespräch überführt worden.

Vicky (Anmerkung: Name geändert) stellte sich als intelligente und angenehme Gesprächspartnerin heraus. Erst zu diesem Zeitpunkt habe ich ihren Account besucht und verstanden, dass sie als Escort-Dame arbeitet.

In der Folge habe ich dann das „Privileg“ genossen, noch ein wenig mit Vicky zu telefonieren, bis es dann zu dem leidigen Thema „Geld“ kam.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht weiter darüber nachgedacht, fand aber die Stimme und den Intellekt ihrer durchaus angenehm und hatte nicht wirklich Langeweile und ein wenig Weihnachtsgeld zu verbrennen. Also haben wir uns auf einen angemessenen Preis für weitere, nicht sexuelle Telefonate geeinigt.

Über die nächsten Tage entwickelte sich von meiner Seite aus ein Vertrauensverhältnis und, ich gebe es zu, auch das Gefühl von Verliebtheit. In der Retrospektive ist Vicky mit der Situation relativ fair umgegangen: Ohne mir Hoffnungen zu machen, hat sie die Aufmerksamkeit sanft, aber bestimmt auf die Realitäten der Situation gelenkt (Kunde-Dienstleister-Verhältnis). Was mich faszinierte war definitiv ihr Geschäftsmotto („Die Zeit ist gekauft, das Interesse ist echt“) und der wache Geist hinter der sanften Stimme.

So kam es, dass ich anfing zu rationalisieren, dass es besser und einfacher wäre, mit einer professionellen Anbieterin Sex zu kaufen, als eine Affäre mit einer Frau zu beginnen. Ich kam zu dem Entschluss, dass ein Treffen und eine Nacht mit Vicky, von der ich zu diesem Zeitpunkt zwar einige Bilder gesehen hatte, aber noch nie das Gesicht, eine Option wäre.

An diesem Punkt sei erwähnt, dass bei Frauen für mich vor allem zwei Dinge wirklich wichtig sind: Zum Einen ein wacher Verstand und zum Anderen ein (für mich) hübsches Gesicht. Ich teilte ihr diese Überlegungen mit und erhielt ohne jede Diskussion 2 Bilder, die mir verrieten, dass all meine K.o.-Kriterien mit Leichtigkeit erfüllt waren.

Hier sei kurz erwähnt, dass ich mir Vicky nicht ausgesucht hätte, wenn es nur um Ihr Profil gegangen wäre. Falsche Haarfarbe, vielleicht etwas zu alt (jaja, ich weiß, alte Männer und junge Dinger 😉), Einschränkungen der möglichen Sexualpraktiken. Aber nichts davon spielte eine Rolle, den mir war die persönliche Beziehung, die ich zu diesem Zeitpunkt aufgebaut hatte, wichtiger als der eventuell mögliche Analsex oder die roten, blauen oder grünen Haare in welchem Schnitt auch immer. Ich wollte jemanden, dem ich Vertrauen schenken konnte; einen echten Menschen und nicht nur einen willigen Körper.

Und so einigten wir uns auf ein Date nach Corona oder zumindest zu einer Zeit, zu der Corona keine große Rolle mehr spielen sollte. Und wir wollten weiter miteinander telefonieren. Doch es kam anders.

Eines schönen Morgens, wir telefonierten wie üblich, sprachen über dies und das, überraschte Vicky mich. Sie wechselte mitten im Gespräch zügig und unvermittelt das Thema vom Kopf in Richtung Unterleib. Eine sehr unvorhergesehene und angenehme Überraschung. Ich bin bis heute davon überzeugt, dass diese Aktion eher ihrer spontanen Lust entsprang als geplant war. Bis zum heutigen Tag, sollte es bei dieser einen sexuellen Begegnung bleiben. Es war das erste Mal für mich, Telefonsex zu haben. Und bis heute weiß ich nicht, wie ich dieses Erlebnis bewerten soll.

Sie zu hören war sehr erregend, aber zugleich war ich sehr reserviert und um Kontrolle bemüht, so dass ich mir beim Genuss vielleicht auch selbst etwas im Weg gestanden bin. Ich werde diesem Rätsel wohl nicht mehr auf den Grund gehen können, jedenfalls nicht mit Vicky.

Ihr fragt, warum, wo doch alles so gut läuft? Ganz einfach, weil es nicht mehr so gut weiterlief. Es kam zu erheblichen Verwerfungen in meine Wahrnehmung. Missverständnisse der Wahrnehmung, dass Vicky kein Interesse mehr an der Erfüllung unserer Abmachungen hätte. Dazu, ich gebe es unumwunden zu, kam noch das Gefühl, als Mensch und Gesprächspartner nicht mehr interessant zu sein. Mein persönliches Kryptonit, ich kann schlecht damit umgehen, dass Menschen, denen ich Bedeutung für mein Leben beimesse, dieses Gefühl nicht erwidern. Dabei geht es nicht darum, dass ich mir viel Aufmerksamkeit von der Welt wünsche oder allgemein hohe Ansprüche an meine Umwelt habe.

Meinen reflektiven Selbstwert ziehe ich aus der Beziehung zu ausgewählten Menschen und ich habe den Fehler (nicht sicher, ob es ein Fehler war oder einfach nur eine schmerzhafte Lernerfahrung) gemacht, Vicky in diesen erlauchten Kreis aufzunehmen. Nun, jedenfalls war ich sehr kurz davor, aus dem Gefühl heraus, dass unsere Vereinbarung entweder nicht eingehalten wurde oder aber, falls die Einhaltung so aussah wie es aussah meinen Bedürfnissen nicht gerecht wurde, die ganze Sache zu beenden. Warum auch eine Verbindung aufrechterhalten, die mir kein Vergnügen bereitet und dann auch noch dafür bezahlen?

Nun, ich tat also was ich lange nicht mehr gemacht habe und was schon immer sehr gut NICHT geklappt hat: Ich habe geschmollt, mich totgestellt und auf eine Reaktion gewartet.

Wie ein vernünftiger Mensch erwartet hätte, ist eben nichts passiert. Also habe ich mit genau derselben Sturheit, die auch einem Felsklotz eigen ist, genau mehr von dem getan, was zuerst schon keinen Erfolg zeigte. Über diese Übung verbesserte sich meine Laune natürlich täglich etwas mehr und wer hier den Sarkasmus nicht erkennt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Das Ganze endete in einem höflichen Telefonat, in dem der Telefon-Service aufgekündigt wurde. Einige der Missverständnisse konnten ausgeräumt werden und ganz die professionelle Dienstleiterin, erklärte Vicky, dass zumindest ein Teil der Schuld für unsere verschiedenen Erwartungshaltungen bei ihr zu verorten wäre. Ob das jetzt ernsthaftes Anerkenntnis von Schuld oder Beschwichtigung war, es hat funktioniert. Sie konnte zumindest den Löwenanteil unserer Vereinbarung, ihren Besuch bei mir retten.

Aber auch hier konnte und wollte ich Änderungen durchsetzen: Corona, die Inzidenzen und ich wurden uns leider nicht einig, ich hatte keine Lust mehr, zu warten bis in Deutschland wieder alles Mögliche erlaubt wurde und habe nach einem früheren Termin gefragt. Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, hier von irgendwelchen illegalen Aktivitäten zu sprechen, ein Wohnsitz im Ausland ist doch manchmal von Vorteil, denn andere Länder andere Regeln. Auch haben wir vereinbart, dabei Masken zu tragen. Scheinbar war das nicht mal im Ansatz ein Problem für die junge Dame und so wurden wir uns recht schnell einig.

In der Folge entspannte sich die Situation merklich. Kein Vertrag bedeutet ja auch, dass keine Abmachungen gebrochen oder nicht eingehalten werden können. Mein Aufmerksamkeit-Defizit-Problem war einigermaßen unter Kontrolle, und ansonsten hatte ich so viel mit meinem Job und meinen Hobbies zu tun, dass ich tatsächlich tagelang gar nicht an Vicky dachte.

Bis mir dreieinhalb Wochen vor unserem Date plötzlich klar wurde, dass es langsam aber sicher ernst wurde. Das Bahnticket war schon zugestellt und im Prinzip war der Zeitpunkt, die Reißleine zu ziehen und abzusagen, schon so gut wie überschritten. Mir viel nichts Besseres ein, als Vicky eine Textnachricht zu schicken: „Hallo Vicky, kennst Du kalte Füße? Die kriege ich grade.“ Zu meiner Überraschung erhielt ich nahezu sofort eine Antwort, und in Folge wurde meine Nervosität in einem sehr freundlichen Telefonat zumindest so weit kuriert, dass ich dem Treffen jetzt positiv entgegensehe.

Man könnte sagen, ich freue mich schon sehr. Wir werden sehen, was dann passiert. Ich verspreche, zu berichten.“

Gastbeitrag: Wegwerfartikel Mensch

Weitere wundervolle Gedanken von @hspmauli, sehr lesenswert und menschlich gehaltvoll.

Vielen lieben Dank dem Autor für das Teilen seiner Gedanken…

Wegwerfartikel Mensch

„Wegwerfgesellschaft wurden wir genannt,
das ist uns noch aus den 70-ern und 80-ern bekannt.

Doch waren es nur Gegenstände,
von denen man sich schnell trennte.

So musste weichen das Alte dem Neuen,
und wir warfen das Alte weg, ohne es zu bereuen.

Es wurden damals aber nur Gegenstände ersetzt
und man hat niemanden damit verletzt.

Aber unser Wohlstand heutzutage vielen Menschen es erlaubt,
die ihres Verstandes und Herzens wurden beraubt.

Gegenstände und Menschen gleich zu setzen
und sie wegzuwerfen und sie zu ersetzen.

Der Mensch ist leider zum Wegwerfartikel mutiert,
von dem man sich trennt ganz einfach, schnell, offen und ungeniert.

Wenn andere nicht den eigenen Vorstellungen und Ansprüchen entsprechen,
begeht man schnell ein körperliches und seelisches Verbrechen.

Denn man entledigt sich sehr schnell eines anderen Menschen,
anstatt für die zwischenmenschliche Beziehungen zu kämpfen.

Ich kann zwar mit den Augen nicht sehen,
aber mit dem Herzen jeden verstehen.

Darum wünschte ich mir, das Menschen bald wieder menschlich sind
und nicht mehr auf dem Herzen blind.“

© hspmauli

Gastbeitrag: Abendgedanken

Herzlichen Dank an @hspmauli für dieses Geschenk dieser wundervollen Poesie…

Nachtgedanke

„Wenn mich so viele Dinge in der Seele bewegen
kann ich mich nicht einfach so schlafen legen.

Denn meine Gedanken lassen mir dann keine Ruh
weil sie sich drehen in meinem Kopfe immer zu.

Weil du durchlebst all diese Gedanken die du denkst,
auch wenn das Ereignis für diese Gedanken ist vergangen schön längst.

Trotzdem all die Eindrücke vom Tage oftmals Nachts sehr lange nachklingen
und mich dabei um den Schlafe bringen.

Aber das gehört zu meinem Leben und belastet mich nicht sehr,
weil ich weiß, dass ich denke und fühle sehr viel mehr.

Ich treffe immer wieder Menschen, bei denen ich fühle oft viel Schmerz
und das geht mir sehr nah an mein Herz.

Möchte immer gerne jedem helfen wo ich kann,
weil ich all die Herzen schreien hören kann.

Ja, das viele Denken und Fühlen bestimmt mein Leben
und ich würde es für kein Geld der Welt hergeben.

Oder sogar eintauschen gegen das Augenlicht?
Niemals, denn sonst wäre ich nicht ganz Ich.

Und selbst wenn ich dafür könnte wieder sehen,
da bin ich lieber blind und kann die Menschen verstehen.

Und sehen für immer nur mit Verstand und meinem Herzen,
ob die Menschen um mich herum bedrücken vielleicht seelische Schmerzen.“
© hspmauli

Gastbeitrag zum Thema: Blind und hochsensibel

Der Gastautor @hspmauli (Twitter-Account-Name) nimmt uns im folgenden wissenschaftlichen und sogleich sehr spannenden Artikel mit auf eine Reise der besonderen Art. Öffnen Sie Ihr Herz für diesen wundervollen Menschen!

Ein herzliches Dankeschön an @hspmauli für diese interessanten Zeilen…

Blind und Hochsensibel:

„Gibt es Unterschiede zwischen sehenden und blinden Hochsensiblen ?

In welchen Bereichen gibt es denn Unterschiede ?

Nun gibt es aktuell leider noch keine wissenschaftlichen Studien zum Thema „Blind und Hochsensibel“. Trotz alledem gibt es meiner
Meinung nach eine Vielzahl an Unterschieden zwischen sehenden und blinden Hochsensiblen.

Die Unterschiede finden sich im sensorischen, emotionalen als auch im kognitiven Bereich.
Da dieses Thema sehr umfangreich ist, werde ich einen wesentlichen Unterschied aus dem sensorischen Bereich beschreiben, der wohl jedem zuerst einfällt, wenn er das Wort Blind liest oder hört.


Es geht um das SEHEN, also um das Visuelle und dessen Einfluss auf den Menschen.
Bevor ich auf den Unterschied im Bereich der Hochsensiblität eingehe, wollte ich noch einen Unterschied ansprechen, der generell alle sehenden und blinden Menschen betrifft und der
auf wissenschafllichen Studien beruht und dadurch auch belegt ist.


Es ist wohl den wenigsten Menschen bekannt, dass das Sehzentrum (Sehrinde) im Gehirn, das normalerweise für das Sehen zuständig ist, bei einem blinden Menschen nicht nutzlos ist, sondern anders gentuzt wird.
Es wird bei anderen sensorischen Wahrnehmungen wie dem Hören oder Tasten aktiviert .

Nun bestätigt sogar eine Studie, dass es auch bei höheren kognitiven Leistungen wie z.B. der Sprachverarbeitung genutzt wird.
Während z.B. die normale Sprechgeschwindigkeit bei ca. 5 Silben/Sekunde liegt, können Blinde lernen, beschleunigte synthetische Sprachäußerungen bis zu einer Rate von über 20 Silben/Sekunde zu verstehen.
So viel zum generellen Unterschied zwischen allen Sehenden und den
blinden Menschen.


Nun werde ich versuchen den Unterschied zwischen sehenden und blinden hochsensiblen Menschen
aus meiner Sicht zu erläutern.


Da der Sinn Sehen ca. 70 Prozent aller Sinneswahrnungen einnimmt, ist es von daher auch nicht verwunderlich,
dass das Sehen auch einen sehr großen Einfluss auf hochsensible Menschen hat.
Größtenteils im emotionalen und kognitiven Bereich, aber auch einen kleineren Teil im sensorischen Bereich.


Was ist bei blinden Hochsensiblen nun anders?


Davon mal ab gesehen, dass ein blinder Hochsensibler nicht unter einer visuellen Reizüberflutung leiden kann, so unterliegt er auch nicht dem Einfluss des Visuellen was den Geschmack, den Geruch, das Ertasten (Berührung), die Gedanken und die Gefühle angeht.


Auch Meinungen, Ansichten und die dadurch getroffenen Entscheidungen und Handlungen beruhen oft auf dem, was man sieht oder gesehen hat.


Von all dem bleiben Blinde unberührt.
Blinde nehmen daher ihre Umwelt und Menschen realer, bewusster und intensiver wahr.


Sie nehmen mehr wahr auf der emotionalen Ebene.


Fakt ist auch, dass Menschen niemals ganz unbbeinflussbar sind und das jeder
Mensch anders ist in seiner Beeinflussbarkeit.

Trotz alle dem werden viele
dieser Beinflussungen über das Sehen angetoßen oder ausgelöst.
Das Sehen stößt Gedanken an, die wiederum Gefühle auslösen können und daraus können Entscheidungen und Handlungen enspringen.
Es ist ein Zusammenspiel der sensorischen, emotionalen und kognitiven Bereiche, die in einem Ablauf stehen, deren Ursprung das Sehen ist.


Dessen ist der blinde Hochsensible nicht ausgesetzt, daher ist er vorurteilsfreier und
weniger beeinflussbar in seinen Gedanken, Gefühlen und Emotionen.


Woher ich das alles weiß?


Weil ich nicht immer blind war, sondern erblindet bin. Ich habe von daher auch einige Jahre mit der Beeinflussung des Visuellen gelebt und weiß, wie es beeinflussen kann.

Nun hab ich einen klareren und unverfälschteren Blick auf das Leben und ihre Menschen, denn ich sehe was IST und nicht was zu SEIN scheint.
Blind zu sein ist keine Last, sondern es zeigt dir die Welt aus einer ganz anderen Perspektive.

Es zeigt dir so manches, das du sehend niemals gesehen hättest…'“

Gastbeitrag zum Thema: Freundschaft und Barrieren (Sehend-Blind)

Auf Twitter lernte ich schon viele wundervolle Menschen kennen, worüber ich sehr dankbar bin. Einer von ihnen ist @hspmauli. Er geht sehr offen mit seiner körperlichen Beeinträchtigung des Blind-Seins um und hat ein paar persönliche und bewegende Worte dazu poetisch als Reim verfasst.

An dieser Stelle vielen herzlichen Dank für das Teilhaben lassen!

Freundschaft und Barrieren

(sehend-blind)

„Wir waren alle mal ein Kind,
ob sehend oder blind.

Wir sind alle herangewachsen
und wurden dann erwachsen.

Ob sehend oder blind,
wir haben alle zusammen gespielt als Kind.

Als Erwachsener nun
sich große Gräben zwischen uns auftun.

Ich bin blind und du bist es nicht.
Bin ich nun anders, weil ich seh‘ kein Licht?

Warum hast du nun Angst vor mir,
obwohl ich früher stand so nahe dir?

Warum hast du Berührungsängste nun
oder hast du Angst mir weh zu tun?

Warum stellst du mir denn keine Fragen, wenn dich doch so viele Fragen plagen?

Denkst du nun was die Gesellschaft denkt oder wirst du nur von deinem Herzen gelenkt?

Verbindest du Blindheit mit Mitleid nun
und denkst ich kann gar nichts mehr tun?

Denkst du Blindheit könnte ansteckend sein oder warum lässt du mich jetzt allein?

Wir waren doch Freunde als Kind,
nun bist du in deinem Herzen blind.

Hast du nun auch eine Barriere im Kopf
und wirfst alle Menschen in einen Topf?

Aber Barrieren gibt es doch wirklich nur im Kopf, denn das Herz wirft nie alle in einen Topf.

Nun öffne wieder dein Herz und lass es sprechen, dann alle die Barrieren zwischen uns wieder brechen.

Denn Barrieren sind nur von Erwachsenen gemacht,
über die jedes kleine Kind wohl lacht.

Lass uns wieder Freunde sein,
als wären wir wieder klein.“

© hspmauli

Dies ist ein Symbolbild.

Gastbeitrag: Vermeintliches Kennen in sozialen Netzwerken und der Außenwirkung dessen

Tagtäglich lerne ich mitunter sehr sympathische Menschen kennen mit interessanten Geschichten und Lebensläufen. Einige von ihnen erweisen mir die Ehre und lassen mich an sehr persönlichen Einsichten ihrer teilhaben. Einer von diesen Menschen ist ein Mann in den Vierzigern, der diesen Gastbeitrag zum Thema: „Vermeintliches Kennen in sozialen Netzwerken und der Außenwirkung dessen“ verfasste. Vielen Dank dem Autor für das Teilhaben lassen an diesen sehr emotionalen Gedanken:

„Bist Du echt oder ein Chamäleon?
In vielen sozialen Netzwerken gibt man viel von sich preis. Doch wie hoch ist dieser Preis wirklich?

Ich spreche einfach von mir selbst. Ich mag soziale Medien und den digitalen sozialen Austausch mit Schulkollegen, Bekannten und Freunden. So begann das früher. Das ist die virtuelle Welt.

In der realen Welt ist dem nicht so. Sehr früh wurde ich gehänselt, war wohl zu klein und zu dürr und habe Spitznamen bekommen, die ich nicht mochte. Kinder können gemein und grausam sein.

Diese Erlebnisse trägt man mit sich, egal wie gut das Elternhaus ist. In der Pubertät ging das dann so weiter. Irgendwann kam der Wendepunkt mit den Fragen: „Wer bin ich? Wer will ich sein?“

Ich begann Ich zu werden und holte das Tiefste aus mir raus. Meine Devise wurde: Nie wieder understanding!

So lernte ich, meine Meinung zu sagen. Ich zeigte allen, wer ich wirklich bin. Meine Mutter wollte nicht, dass ich zur Bundeswehr gehe. Dennoch ging ich.

Der Jüngelsken war nicht mehr!

So habe ich viel gesehen, auch sehr viel Unschönes. Sowas erdet wieder und dies ist auch verdammt gut so. Die sozialen Netzwerken werden mehr, werden persönlicher und individueller. So wirst du zu einem sogenannten Account, beinhaltend eine Ava und eine Biographie; es entsteht ein Scheinbild ob gewollt oder nicht gewollt. Dieses Scheinbild ist subjektiv.

Ich sehe mich als Chamäleon: Ein Til Eulenspiegel, der den Leuten den Spiegel vorhält. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin ein harmonischer Mensch, aber ab und zu reitet mich der Teufel. Da kann ich dann nicht anders. Dieses wird mir dann oft als Arroganz, Überheblichkeit oder „Arschlochverhalten“ ausgelegt und gedeutet. Ich möchte zum Denken anregen und spiele mit Gedanken, Einstellungen und profanem Denken.

Es liegt in der Natur der Sache gefallen zu wollen, da spreche ich mich nicht frei von. Manches schmückt man aus, manches nicht. Manche Menschen erschaffen ein virtuelles, digitales Ich. Das ist ok. Ich kenne Menschen, die ein komplett anderes Ich haben als in der normalen Welt. Sowas kann gefährlich enden, wenn sich die Realität vermischt mit der digitalen Welt. Eine Abhängigkeit und eine Sucht nach Bestätigung, ein „Ich“ so wie ich sein will, aber wohl niemals sein werde.

Vorsicht!

Wenn man sich seiner bewusst ist, lass die digitale Welt eine Bühne sein und wir sind die Zuschauer. Manche dieser Zuschauer durchschauen die Scharade, andere nicht.

Ich verbleibe mit einer Verbeugung. Der Vorhang schliesst sich und aus dem Lautsprecher ertönt: „Wir lesen und sehen uns im Internet!“

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.“

Blogartikel: Ist ein Fetisch eine psychische Erkrankung?

In meinem neuen Blogartikel geht es um die Entstehung eines Fetischs aus wissenschaftlicher Sicht.

Ist ein Fetisch Zeichen einer psychischen Erkrankung?

Auf diese und weitere Fragen gehe ich in diesem Blogartikel ein.

Den Blogartikel könnt ihr kostenfrei lesen.

Vielen Dank ❤

Viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße!

FSK 18

https://www.rubberfashion.de/blog/was-ist-ein-fetisch-und-wie-entsteht-er

Tragische Neuigkeiten

Ich lese Zeitung…

… Ein 14-jähriger Junge soll einen gleichartigen Jungen ermordet haben. Angenommenes Tatmotiv: Eifersucht.

… Der Nachschub an Impfdosen steht bereit. Wie lange schützt die Impfung? Welcher Wirkstoff greift bei Mutationen? Wird das Virus nach einer Impfung nicht mehr weitergegeben?

… Ein 55-jähriger Deutscher soll sensibles Wissen des Bundestags an den russischen Geheimdienst weitergegeben haben.

… Helfen negative Schnelltests aus dem Lockdown?

… Eine chinesische Frau soll von ihrem Ex-Mann eine Wiedergutmachung für die erbrachte Hausarbeit erhalten.

… Gegen einen Hassredner soll ein Haftbefehl vorliegen. Doch wo hält er sich nur auf?

… Die Neuinfektionen scheinen rückläufig zu sein.

… Welcher Bewertungsmaßstab gilt bei einer Geiselnahme? Der verurteilte Täter lässt Revision einlegen.

… Ist der Abbau von Personal ein richtiges oder falsches Signal?

… Ein Bundestrainer soll seine ihm anvertrauten Schützlinge sexuell angegangen haben.

… Ein Musiker produziert nun, anstatt live aufzutreten.

… Wie erleben Betroffene alltäglichen Rassismus?

… Eine Firma spendet eine große Summe an ehrenamtlich und karitativ tätige Einrichtungen.

… Das Straßennetz soll für Fahrradfahrer sicherer werden.

… Eine historische Persönlichkeit wurde unehelich geboren.

… Aus Kostengründen wird die geplante Verpflanzung einer Grünanlage auf unbestimmte Zeit vertagt.

… Die Gebühren steigen an.

… Ein nie gekannter Stand an Besitzern von Aktien stürmt den Markt.

… Eine stadtbekannte Person verstirbt, bevor das gemeinnützige Lebenswerk vollendet war.

Ich lege die Zeitung beiseite und vollbringe mein Tagwerk.

Habe ich Corona?

Es flog an mich heran wie aus heiterem Himmel.

Vor einigen Tagen fühlte ich mich urplötzlich schlecht und hatte ein Krankheitsgefühl sowie rasende Kopfschmerzen und einen Druck auf dem Brustkorb, dazu Gliederschmerzen und eine verstopfte Nase. Alles war trocken ohne Sekret, kein Husten und kein Schnupfen. Gerade die heftigen Kopfschmerzen kannte ich so nicht. Sonst war ich auch schon sehr lange nicht mehr krank gewesen.

Eine diffuse Angst überkam mich: Habe ich etwa Corona? Habe ich es vielleicht irgendwo aufgeschnappt? Dabei habe ich stets aufgepasst und alle Regeln des Abstands eingehalten als auch den Mundschutz getragen.

Oh Gott, bitte nicht…

Eine noch stärkere Angst als die erste kam hinzu: Die Angst um meinen Sohn, denn ich hatte es erlebt, hautnah, das Sterben einer kollabierenden Lunge.

Bitte nicht…

Sich nicht verrückt machen und ruhig bleiben, das war nun die Devise, an die ich mich halten sollte.

Werde ich jetzt sterben?

Ruhig bleiben und die Gedanken sammeln und tief durchatmen, um sich zu beruhigen. Dies lernte ich in den Zeiten, als meine Kleine auf Leben und Tod lag, als sie operiert wurde.

Ich aß ein paar Stunden später zu Abend, es gab Käsebrot mit Apfel, alles wie immer. Dann gönnte ich mir einen süßen Joghurt als Nachtisch und: verdammt! Ich schmeckte die Süße der Nachspeise nicht, denn mein Mund fühlte sich wie betäubt an. „Bitte nicht, bitte nicht schon wieder Krankheit, Leid und Tod!“, ging es mir durch den Sinn. „Reiße dich zusammen und bleibe ruhig!“, war das nächste Gedankengut. Panisch und um mich selbst zu überzeugen, dass ich mich nur hatte irren können, aß ich einen kurzen Moment später ein wenig Schokolade, obwohl ich mich zu diesem Zeitpunkt lieber hätte übergeben wollen. Dies brachte mir eine gewisse Erlösung, denn ich konnte die Süße schmecken und das in vollem Umfang.

Ruhig bleiben, immer ruhig bleiben.

Am nächsten Morgen rief ich beim Vertretungsarzt an, da mein Hausarzt in Ferien war. So fragte ich die Sprechstundenhilfe direkt und mit weichen Knien nach einem Corona-Test. „Haben Sie denn Beschwerden? Wissen Sie, die Tests sind knapp und nur aus der bloßen Angst heraus. ..“, vernahm ich die Stimme der älteren Dame am anderen Ende der Leitung.

„Ich habe bereits ein Kind an Krankheit verloren. Falls ich Corona haben sollte, möchte ich es wissen, dann kann ich mich dementsprechend behandeln lassen und meinen Kleinen schützen. Es ist mir nicht wegen mir, sondern dringlich wegen meinem Sohn. Falls es zu einer Notsituation kommt, wissen die Ärzte im Krankenhaus dann schneller zu reagieren, wenn der Feind bekannt ist…“, antwortete ich ihr sehr ruhig und dennoch bestimmt. Sich von Sprechstunden nicht abwimmeln lassen und Ärzte für sich einfordern, das hatte ich zu genüge in der Vergangenheit gelernt. Das hatte die Mitarbeiterin wohl überzeugt, denn sie sagte mir: „Kommen Sie nach der Sprechstunde. Wir müssen Sie isoliert behandeln, das ist immer Vorschriftsmaßnahme. Wenn Sie vor der Praxis stehen, rufen Sie bitte an, dann hole ich Sie an der Tür ab…“

Ablenken… Ablenken. Immer wieder…

Ich legte den Hörer auf und schaute gen Himmel: „Bitte Schatz, hilf deinem Bruder…“, flüsterte ich mein Gebetsmantra.

Endlich war es Mittag und der Test-Termin stand an. Vor der Arztpraxis tätigte ich wie vereinbart das Telefonat und meldete damit meine Ankunft an. Nachdem ich an der Eingangstüre empfangen wurde, wies mich die Sprechstundenhilfe in ein Behandlungszimmer mit den deutlichen Worten, ich solle mich nicht hinsetzen und solle auch nicht die Jacke ablegen. Kurz darauf betrat der Vertretungsarzt das Zimmer. Er war spezialisiert auf Lungenkrankheiten, wie er mir in einer kurzen Begrüßung erzählte. Ansonsten war es sehr ungewohnt, so steril behandelt zu werden. Der Arzt hielt die ganze Zeit über größtmöglichen Abstand zu mir und gab mir Anweisungen, die ich ausführen sollte, jedoch nicht sprechen dabei. „Fragen können Sie nach dem Testen stellen.“, meinte er sehr bestimmt.

Mit einem Nicken signalisierte ich meine Zustimmung und dass ich seine Anweisungen verstanden hatte. So hob ich die Arme und am Rücken wurde meine Lunge abgehört. Dann erfolgte die Durchführung des Tests, ein langes Stäbchen wurde mir in Mund und Nasenlöcher eingeführt, um eine Sekretprobe zu entnehmen. Der Arzt lobt mich und meinte beruhigend, dass er keine untypischen Geräusche bei meiner Atmung in der Lunge vernehmen konnte. Meine Lunge sei frei und er glaubte nicht, dass ich Corona haben könnte. Doch natürlich müsse das Testergebnis abgewartet werden.

Nun folgte das wohl Notwendige, wenn auch das, was mich am meisten aufwühlte: Der Arzt informierte mich über alle Notfallnummern, sowohl für mich als auch für meinen Kleinen. Zudem wurde ich darüber informiert, dass die Auswertung des Tests ein paar Tage dauern kann. Ich sollte mich bis dahin gesund ernähren und viel schlafen sowie viel trinken und vor allem keine Angst haben. Angst fördere stets die Entstehung von Krankheit, bei mir und dem Kleinen, der natürlich meine Angst spüren würde. Die prägnanten Aussagen des erfahrenen Arztes machten Eindruck und wirkten durchweg überzeugend auf mich.

„Ein wirklich sympathischer und kompetenter Arzt.“, dachte ich mir. Sehr orientiert am Menschen, authentisch und trotz professioneller Distanz gleichsam nah. Dennoch war es ein komisches Gefühl, die ganze Zeit über wie ein Geächteter behandelt worden zu sein. Die Bedenken in den Augen der Menschen, wenn es nicht sicher ist, ob man Corona hat, die ich lesen konnte. Mir wurde angeordnet, nirgends hinzugehen, bis das Testergebnis feststand und ich sollte zudem stets den Mundschutz tragen wegen dem Kleinen, auch Zuhause.

Als ich wieder im Auto saß, dachte ich mir, dass wenn ich Corona haben sollte, könnte es mein Kleiner schon längst haben. Diese vermeintliche Gewissheit verursachte mir ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend. Durch ruhiges und bewusstes Atmen versuchte ich diesem bedrohlichen Gefühl Herr zu werden.

Nun begann das Warten…

Verdammt, wie hasste ich dieses. Gefühle von früher kamen währenddessen in mir hoch. Warten, immer musste ich warten auf die Nachricht, ob das Kind den Eingriff und auch sonst überlebt hatte…

Ruhig bleiben und einfach weiter atmen.

Die Angst, noch ein Kind verlieren zu können, wieder an eine Krankheit, sie schlich sich in alle Glieder. Dieses seelische Gift, welches dir den Verstand rauben kann, wenn du diesem nicht Einhalt gebieten kannst…

Die Tage vergingen und mittlerweile ging es mir gesundheitlich deutlich besser. Ich hatte nur noch ein wenig Schnupfen und ab und an leichte Schluckbeschwerden. Auch schmecke ich alles und hatte auch kein Fieber mehr. Zum Glück ging es auch meinem Kleinen gut, die ganze Zeit über hatte er keinen Infekt gehabt.

Zwei Tage später klingelte endlich das Telefon, als ich auf dem Display die Nummer des Arztes angezeigt bekam. Panik stieg urplötzlich in mir auf und mein Herz pochte wie wild. Kaum konnte ich sprechen und erschrak selbst über meine heisere Stimme. Für einen Moment schloss ich meine Augen, atmete tief durch und nahm das Telefonat an.

Der nette Arzt am anderen Ende der Leitung bat mich, meine Daten zu bestätigen: mein Geburtsdatum und meine Adresse. Diese Vorgehensweise sei immer Vorschrift vor Nennung des Testergebnisses, um Verwechslungen auszuschließen und Diskretion zu wahren. Kaum ein Wort brachte ich heraus und meine Hände zittern, als ich mit ihm mit belegter Stimmfarbe die Daten abglich.

So war ich zutiefst dankbar, als ich seine folgenden ruhigen Worte vernahm: „Ihr Testergebnis ist negativ. Unauffälliger Befund. Zusammen mit meiner klinischen Untersuchung ist eine Corona-Infektion mit größter Wahrscheinlichkeit auszuschließen.“

Mir fielen in diesem Moment tausend Steine vom Herzen und ich konnte gar nicht sprechen vor lauter Erleichterung. Der Arzt schob noch freundlich hinterher: „Ich freue mich für Sie. Machen Sie sich bitte keine Sorgen mehr. Sie haben kein Corona.“

Im Anschluss ging ich zu meinem Kleinen hoch, der gerade aufgewacht war. Vermutlich hatte er meine intensiven Emotionen gespürt, denn er begrüßte mich mit einem strahlenden Lächeln, welches mir sofort zu Herzen ging. Später am Wickeltisch beugte ich mich zu ihm und sprach zu ihm mit Tränen in den Augen:

„Schatz, deine Schwester hat uns geholfen. Mama hat kein Corona.“

Das erste Weihnachtsfest ohne mein Sternchen

Das erste Weihnachtsfest ohne meine Kleine. Dabei musste ich viel an sie denken, immer wieder, und stellte ihre Taufkerze zu uns auf den Tisch, um dass sie bei uns sein konnte.

Es sind vor allem die kleinen Momente, in denen ich an mein Sternchen denke. Ein plötzlich auftauchendes Spielzeug, ein Strampler von früher, das eine Bilderbuch, das sie immer so mochte, das eine Kinderlied, das sie immer so mochte…

Immer mal wieder kommen mir dann die Tränen; so müssen sie doch fließen, um den Schmerz zulassen zu können, sonst könnte dieser toxisch werden. Die Zeit heilt gewissermaßen, in der Tat, doch eine Wunde wird immer bleiben. Zwar mit Schorf überzogen, doch nie ganz geschlossen.

Viele Erinnerungen kamen mir wieder in den Sinn…

Musste sie doch ihr erstes Weihnachtsfest auf der Intensivstation verbringen, einmal sogar auf Leben und Tod.

In diesen Tagen habe ich mich entschlossen, all ihr Wirken zu ihren Ehren niederzuschreiben. Mir ist es ein Bedürfnis, dass etwas von ihr bleibt.

An dieser Stelle möchte ich euch danke für eure tolle Unterstützung in Form von lieben Worten und Gesten sagen, ihr seid wundervoll, jeder von euch! ❤

Wie es der Zufall so will, traf ich die Tage die ehemalige Babysitterin meiner Kleinen. Dann geschah dies:

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Gerade gehe ich die Straße entlang, welche mich vom Friedhof wegträgt, da höre ich ihre Stimme. Die Stimme der jungen Frau, die einst Babysitter bei meiner Kleinen war. Viele hatten Angst, meine Kleine in meiner Abwesenheit zu betreuen. Ich konnte sie alle verstehen und habe niemandem einen Vorwurf deswegen gemacht. Da stand sie wieder vor mir und sah aus wie ein Engel mit ihren blonden feinen Locken und ihrem unsicheren Lächeln. Eine junge Frau, die bisher das Glück hatte, noch kein Leid erfahren zu müssen. So fragte sie mich aufgeregt:
„Wie geht es Ihnen? Ich habe davon gehört.“

„Es ist nicht schön“, antwortete ich ihr direkt.


„Waren Sie gerade bei ihr?“, fragte mich die Babysitterin.
„Ich gehe nahezu täglich zu ihr zum Grab, ja. Weißt Du, wo ihr Grab ist, möchtest Du auch mal hin?“
Der ehemalige Babysitter wurde rot, trotz der frühen Dunkelheit konnte ich es deutlich erkennen.
„Alles gut. Du hast angefangen zu studieren, wie geht es Dir?“

Sie erzählte mir von ihrem anspruchsvollen Studium, dass sie froh sei, ein paar Tage durchatmen zu können. Lange blickte ich ihr in ihre strahlend blauen Augen. So jung und das Leben steht vor ihr mit all seinen Möglichkeiten, denke ich mir.
„Du kannst Dir auf deine Schulter klopfen, ein solches Studium ist sehr anstrengend. Lobe Dich selbst einmal, das hast Du verdient.

Sie lächelte verlegen…


„Ich wünsche Dir, dass Du nie Leid in Deinem Leben erfahren musst. Das wünsche ich Dir von ganzem Herzen. Ich habe angefangen zu schreiben. Es war schon immer mein Traum gewesen, die Worte schon immer ein wichtiges Medium zum Ausdruck. Mit meiner Kleinen fand ich durch die Vollzeitpflege schlichtweg nicht die Zeit dafür. Jetzt wird es Zeit…“
„Wie schön, das finde ich klasse! Darf ich die Arbeiten lesen? Ich vermisse sie sehr. Ich fühle mich ihr dann wieder nah.“


Tränen kommen mir. Das ist es, denke ich mir, meine Kleine wird in meinen Werken weiterleben. Sie ist gestorben, doch ihr guter Geist ist bei uns – nicht nur bei mir. Vielen Menschen schenkte sie von ihrer Fröhlichkeit, so wie dieser jungen Frau hier vor mir.
„Gehe sie ruhig besuchen. Sie merkt, wenn Du bei ihr bist. Sie freut sich bestimmt, Dich wieder einmal zu sehen. Sie mochte Dich immer sehr.“


Wir verabschiedeten uns. Als sie sich abwandte zum Gehen, sah ich ihre Tränen…

Dunkle, verborgene Geheimnisse

Habt ihr auch diesen einen abgeschlossenen Schrank in euren Gedanken?

Diesen einen Schrank, der irgendwo in der hintersten Ecke eures Bewusstseins steht, verstaubt und kaum genutzt?

Ab und zu besucht ihr mal diesen Schrank. Ihr fahrt dann mit den Händen über die schönen Holzkonturen, atmet die etwas muffige Luft ein, genießt für einen kurzen Moment die Stille um euch herum. Doch Vorsicht, bloß nicht den Schrank öffnen, oder? Wie auch, wo der Schlüssel zum Schloss doch irgendwann auf dem Weg eures Lebens abhanden kam.

Dieser Schrank führt ein verkümmertes Dasein. Und doch ruft er sich immer wieder in euer Gedächtnis zurück, mal stiller und mal lauter. Aber was ist denn nun in diesem wunderlichen Schrank? Was wurde darin weggesperrt, doch wohl nicht gänzlich entsorgt?

Was verbirgt sich hinter dessen Türen, was nicht hinaus darf?

Nun, darin verborgen ruhen unsere Träume. Unsere Träume, die wir gedanklich irgendwann einmal in unserem Leben erweckten, die geboren wurden aus Liebe, Zuversicht und dem Glauben an sich und die anderen.

Diese wundervollen und lebendigen Träume, die so mächtig werden können, so vereinnahmend scheinen können.

Diese Träume, die uns einst strahlen und lachen ließen, welche die Kraft des Lebens durch unsere Pulsadern fließen ließen.

Diese machtvolle Injektion an Pioniergeist, Visionen und der allumfassenden Zuversicht, dass sich genau dieser eine Weg vor uns auftut, den es zu beschreiten gilt. Oh Gott, schnell noch ein Schloss anbringen an der Tür des Schrankes. Noch mehr Verschluss und Abriegelung zur Sicherheit, so bleiben die Träume schön verwahrt und in Schach gehalten. Denn kurz war diese große, ausfüllende Energie spürbar, kurz begehrte das Träumen auf, kurz fand es Gehör.

Schnell wieder weg von diesem Schrank, schnell wieder zurück in das sicher geglaubte Leben.

Ein Leben, welches in geordneten Bahnen läuft, welches ohne viel Aufregung bequem vor sich hin plätschert. Das ist doch schließlich das Leben, für welches ihr euch entschieden habt! Das ist doch das Leben, welches euch glücklich macht. Zumindest ein bisschen glücklich macht, das muss immerhin reichen. Das ist eure Komfortzone, diese Wege geht ihr seit Jahren immer wieder auf und ab.

Diese Wege sind bewährt und an deren Wert ist nicht zu rütteln, oder?

Also still, ihr aufschäumenden Träume in diesem einen Schrank in eurem Kopf! Lasst in Ruhe, es ist keine Zeit, um sich mit euch auseinanderzusetzen! Mist, da vorne ist ein Verkehrsschild. Darauf steht, der Lebensweg geht irgendwann zu Ende, doch ein paar Jahre verbleiben noch zu verweilen. Uff, dann ist es ja zum Glück nicht so dringlich, dann bleibe ich einfach auf diesem gewohnten Weg, bis er eben endet. So soll es sein und so ist es gut!

Auf einmal siehst du in Gedanken wieder diesen Schrank vor dir, diesen Schrank voller ungelebter Träume.

Mmmmhhhh…

Vielleicht diesen Schrank doch noch einmal wieder öffnen?

Diesen meinen Schrank habe ich wieder geöffnet und fand meine Passion für das Schreiben als Medium meines Ausdrucks wieder. Ich habe begonnen, einen neuen und unbekannten Weg zu beschreiten. Der Ausgang dieses Weges ist im Grunde nicht wichtig. Wesentlich ist das Beschreiten dieses Weges, nämlich meinen Traum zu leben. Dem Ruf meines Herzens folge ich nun, denn wenn ich eines schmerzlich lernen musste, dann dass wir alle endlich sind und nur ein geschenktes Leben haben.

Findet euren Weg und nutzt eure Lebenszeit. Hört ihr? Euer Schrank ruft euch…

Der Besuch ihres Grabes

Ich bin bei meiner Kleinen auf dem Friedhof, mein kleiner Großer ist dabei.

Wir entdecken einen wunderschönen Christbaum auf einer Anhöhe auf dem Gelände des Friedhofs. Gemeinsam gehen wir hin, um ihn uns genauer anzuschauen. Es ist schon dunkel, obwohl es noch gar nicht spät ist. Umso mehr leuchtet uns der Baum den Weg.


„Siehst du Schatz, wie der Stern über dem Stall von Bethlehem den Weg wies, so zeigt uns das Strahlen des Christbaums den Weg“, meinte ich zu meinem Sohn.


Wir hatten die Anhöhe gerade erreicht und waren ein wenig außer Atem. Wunderschön leuchtet der Baum inmitten der Dunkelheit. Als wir beim Christbaum ankommen, halten wir inne und genießen die Stille.


„Hat den der liebe Gott hingestellt Mama, um den Menschen eine Freude zu machen? Alle Menschen sind doch gerade traurig wegen der Corona-Krankheit.“


„Ach Schatz, das ist eine gute Frage. Ich vermute, der Herr Pfarrer hat ihn zusammen mit Freunden aufgestellt und so schön geschmückt. Er wollte dem lieben Gott bestimmt Arbeit abnehmen, wo doch gerade überall so viele Christbäume stehen. Aber ich glaube, es geschah im Sinne des Herrn.“


Eine Weile standen wir still beisammen. Dann überkam es mich und spontan begann ich Weihnachtslieder zu singen. Irgendwie gab mir das Singen Trost und Zuversicht.

Mein Sohn stimmte mit ein so gut er konnte und so hallen unsere Stimmen in der Dunkelheit.


Auf einmal hörten wir zwei weitere Stimmen im Gesang. Erschrocken fuhr ich herum und sah in gewisser Entfernung zwei Menschen stehen, ein Mann und eine Frau.


„Entschuldigen Sie, stört es Sie, wenn wir mitsingen? Wir halten sicheren Abstand wegen der Schutzmaßnahmen, keine Sorge. Es hat gerade gut getan zu singen.“


„Natürlich können Sie mitsingen, Sie stören nicht, danke dass Sie fragen und auch Abstand halten. Das dachten wir gerade auch, dass es uns gut tut.“


„Sie sind doch die Frau, die ihr Kind verloren hat? Oh je, ich bin indiskret, entschuldigen Sie.“


„Alles gut, ja das bin ich. Unsere Kleine singt die ganze Zeit mit, denn sie steht im Geiste an unserer Seite. Haben Sie nur keine Berührungsängste.“


„Wissen Sie, ich frage deshalb, weil ich Ihr Leid kenne. Ich habe auch ein Kind verloren. Die Geburt ging seinerzeit zu lange und die Medizin war noch nicht so gut wie heute.“


Ich lächle und frage: „Weitersingen?“

Die Frau lächelt mich wissend an, sind wir doch zwei Verbündete im Leid.

Sie schaute dem Mann neben ihr lange in die Augen, eine reife Liebe zeigte gerade ihr Gesicht.

Der Mann legte eine Hand auf ihre Schulter und küsste sie auf die Wange. Ich freute mich für deren beider Glück. Dann wandten sich beide wieder uns zu.

„Sehr gerne, lassen Sie uns fortfahren!“

Vom Leben und Sterben eines Kindes, Teil 2

Heute Nacht schläft sie aber lange, denke ich mir auf einmal.

Ich pumpe gerade Milch ab, um endlich einmal Vorräte anzusammeln und den Milchfluss anzuregen.

Er gedeiht wundervoll und trinkt tüchtig, alle Vorräte hat er zeitnah aufgebraucht.

So beende ich mein Abpumpen, weil mich auf einmal eine innere Unruhe erfasst, begleitet von einem schweren Gefühl, dass mir fast die Luft zum Atmen nimmt.

Eine Stimme sagt in meinen Gedanken: „Der Tod wird kommen“.

Ich verdränge das Gefühl augenblicklich, mache mich auf den Weg zum Zimmer, in dem meine Kleine schläft. Halte noch an der Tür zum Zimmer meines Kleinen und schaue einmal vorsichtig hinein.

Er schläft friedlich mit ruhiger Atmung. Etwas das ich bis heute nicht ablegen kann, auf seine Atmung im Schlaf zu achten.

Die Ärzte sagten immer, die gefährlichen Situationen geschehen im Stillen…

Ich gehe weiter in’s Zimmer meiner Tochter. Ein drückendes Gefühl begleitet mich. Die Schwere, wenn der Tod anklopft…

Ich kenne dieses Gefühl zu gut, träume ich doch oftmals den Tod von Nahestehenden. Ihren Tod hatte ich nicht geträumt, alles wird gut, denke ich mir…

„Nein“, vernehme ich das Flüstern. Ich verdränge es vehement und betrete den Raum, mach Licht.

Ich höre sie nicht atmen.

Komisch, denke ich mir, die letzten Tage hatte sie schwer geschnarcht, und auch so atmete sie nie lautlos.

„Gesunde Kinder hören sie nicht im Schlaf, Schnarchen ist ein Zeichen von Schleimverlegung“, meinten die Ärzte immer.

Ich sehe sie an. Sie ist ganz grau im Gesicht und atmet sehr flach.

Ich bekomme eine Gänsehaut und Angst durchfährt meinen Körper. Mein Herz klopft auf einmal schneller. Irgendetwas stimmt nicht, spüre ich instinktiv.

Der Kinderarzt war erst am Nachmittag da. Ich hatte ihn gerufen, da mir ihre Atmung nicht gefiel und ihr Sättigungswert niedrig war. Ich hatte ihn dreimal gefragt, ob sie Antibiotikum brauchen würde.

„Nein“, hatte dieser gesagt, „inhalieren sie mit dem Medikament. Ihre Bronchien sind etwas zu. Wenn es in zwei Tagen nicht besser ist, geben wir Antibiotika“.

Sie sollte diese Frist nicht mehr erleben…

Ich schaue auf den Monitor, an dem sie immer beim Schlafen angeschlossen ist. Mein elektronischer Babysitter, nannte ich ihn immer. Irgendwann musste ich auch mal schlafen…

Die Werte sind gerade an der Grenze zum Alarm und schlechter als am Nachmittag. Oh Gott, bitte nicht! Angst… immer größere Angst…

Ich nehme sie hoch auf meine Arme, versuche sie aufzuwecken.

„Wenn sie schlecht atmet, wecken sie sie auf“, meinten die Ärzte immer.

Beim Anheben merke ich, dass sie glüht. Oh Gott, wo kommt auf einmal dieses Fieber her?

Fieber bedeutet für einen herzkranken Menschen immer Lebensgefahr. Ein gesundes Kind hält Fieber drei Tage unbedenklich aus, ein krankes Kind einen Tag.

Panik erfasst mich. Ich versuche ruhig zu bleiben, Panik hilft ihr nicht.

Sie hängt schlaff in meinen Armen, wacht nicht auf.

Ich lege sie auf das Bett. Sie hat die Augen halb geöffnet, reagiert jedoch nicht auf meine Ansprache. Ich bekomme sie nicht mehr wach.

„Bitte Schatz, du musst aufwachen, bitte, sonst stirbst du, bitte.“

„Bitte Herr, lasse sie nicht sterben. Nimm mich bitte, nicht sie.“, bete ich.

Ich rufe ihren Vater herbei. Dann setze ich einen Notruf ab und rufe einen Krankenwagen.

Der Mensch am anderen Ende fragt mich, ob ich wirklich einen Arzt brauche. Ich sage ihm: „Ja , sofort, meine Tochter atmet immer schlechter und ist bewusstlos“.

Der Monitor beginnt Alarm abzugeben. Ein schrilles Piepsen. Es kriecht mir durch Mark und Bein.

Ihre Werte sinken unaufhörlich. Ich stelle ihren Sauerstoff höher und noch höher, bis zur höchsten Stufe und stabilisiere ihre Körperlage. „Bitte wach auf Schatz!“

Sie wacht nicht auf.

Ihr Gesicht grau, ihr Körper marmoriert, ein Zeichen von Sauerstoffmangel im Blut. Ich hatte es oft gesehen auf der Intensivstation, erst wurden die Kinder grau – und dann weiß.

Die Rettungssanitäter treffen zuerst ein. Zwei junge Männer betreten den Raum. Sie erkennen sofort, dass die Lage ernst ist. Den Ausdruck in ihren Blicken werde ich nie vergessen. „Das arme, sterbende Kind“, sagen die Blicke.

„Meine Tochter erstickt gerade, bitte helfen sie ihr.“

Der Notarzt trifft ein. Der gleiche Blick. Er stellt ihre Bewusstlosigkeit fest.

„Wir versuchen sie ins Krankenhaus zu bringen, ich weiß aber nicht, ob sie die Fahrt überlebt, da bin ich ehrlich mit Ihnen. Wollen Sie sie in den Krankenwagen tragen?“

Ich will instinktiv aufstehen, liegt sie doch in meinen Armen. Da spüre ich ein scharfes Stechen. „Ich hatte vor zwei Wochen einen Kaiserschnitt“, sage ich wie in Trance.

Der Notarzt nickt und nimmt sie auf seine Arme. „Gehen Sie mit?“, fragte er mich.

„Ich kann nicht, ein Säugling ist noch im Haus. Ihr Vater begleitet sie.“

Sie brachten meine Tochter aus dem Haus und mussten sie 15 Minuten stabilisieren, bevor sie die Fahrt ins Krankenhaus antreten konnten.

Ich schließe die Haustür und gehe wie betäubt in die Küche. Auf einmal breche ich zusammen und weine heftig.

„Bitte nicht, bitte lasse sie nicht sterben!“, rufe ich immer wieder gen Himmel.

Nach einer Weile gehe ich nach oben und schaue in das Kinderzimmer meines Sohnes. Er hat von dem ganzen Drama nichts mitbekommen und schläft weiterhin friedlich. Der Morgen graut bereits, es wird allmählich hell.

Wie ferngesteuert lege ich mich etwas hin. Eine halbe Stunde später erwacht mein Sohn und macht sich bemerkbar.

Ich stehe auf, streife im Vorbeigehen das Bett meiner Tochter.

Ihr Kopfabdruck ist noch im Kissen sichtbar. Die Decke verwuschelt, ihr Lieblingskuscheltier sitzt brav im Eck ihres Bettes.

Ich gehe zu meinem Sohn und nehme ihn aus seinem Bettchen. Lachend quakend begrüßt er mich, nichtsahnend des vergangenen Geschehens. Wir gehen in das Kinderzimmer seiner Schwester zurück, da ich ihn dort stillen möchte.

Beim Vorbeigehen schaut er in das Kinderbett seiner Schwester.

Es durchfährt mich ein heftiger Schmerz, so intensiv wie noch nie zuvor erfahren.

„Schatz, deine Schwester musste in’s Krankenhaus. Es geht ihr nicht gut…“

Der Geächtete der Gesellschaft

Gerade verlasse ich das Geschäft, da höre ich ihn schon, bevor ich ihn sehe:

Einen Mann Anfang Vierzig, hagere Erscheinung, strähniges Haar, das Gesamtbild ungepflegt.

Noch auffallender als sein Äußeres sind seine Äußerungen, vielmehr die Lautstärke derer.

Er spricht mit sich selbst, ab und an unterbricht er seinen Monolog mit Ansprachen von vorbeilaufenden Passanten.

Ich erkenne den Mann: Er ist auch bekannt als der Dorftrottel.

Irgendwann in seinem Leben ging etwas schief, und er konnte dieses Schiefgehen wohl nicht verarbeiten.

Er begann zu trinken. Erst Bier, dann Wein, dann folgte der Schnaps. Seine Eltern starben, als er gerade volljährig war.

Er hat einen jüngeren Bruder, der einem Beruf nachgeht. Er selbst hatte Maschinenbau studiert. Eine Frau und Kinder hatte er nicht. Ein sanierungsbedürftiges Häuschen mitten im Ortskern ist sein Eigen, geerbt von den Eltern.

Woher ich das alles weiß, ohne je ein Wort mit ihm gesprochen zu haben?

Vom Dorfgespräch, vom Dorftratsch, von der Weitergabe der Vita eines Menschen durch Klatsch.

Die Leute scheinen alles über diesen Mann zu wissen…

Und doch weiß niemand etwas über dich, nicht wahr?

Wie schnell die Gesellschaft ein Urteil über einen anderen Menschen fällt, wie gnadenlos sich Menschen über andere Menschen als deren Richter aufspielen…

Während ich die Einkäufe im Wagen verstaue, spricht der Mann Passanten an. Freundlich, nicht wüst, doch merklich verwirrt.

Er ist stark alkoholisiert, denke ich mir. Jeder seiner Ansprachen ein Hilferuf nach gesehen werden, nach wahrgenommen werden.

Nicht als Abschaum der Gesellschaft, nicht als Alkoholiker, nicht als gestrandeter Versager, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt.

Gesehen werden als Mensch wie du und ich, ohne Urteil und Vorurteil, ohne falsche Anteilnahme, sondern mit aufrichtigem Interesse an der eigenen Person.

Was hat dich zu einem Schatten deiner selbst werden lassen?

Was verletzte dich so dermaßen, dass du nur die Flucht in die Sinnesbetäubung sahst?

Ein anderer Mann winkt ihn mit abfälliger Handgeste ab, Frauen schauen an ihm durch, ein paar Jugendliche lachen ihn aus.

Keiner behandelt ihn als gleichwertigen Mensch. Jeder nimmt sich das Recht heraus, sich über ihn zu erheben.

„Du bist Abschaum am Rande der Gesellschaft!“, scheint jede dieser Reaktionen zu sagen.

Weil er ein offensichtliches Alkoholproblem hat?

Weil er zu laut spricht?

Weil er überhaupt andere Menschen anspricht?

Keinem tritt er zu nahe, keinen Menschen beleidigt er. Der „Dorftrottel“ behandelt sein Gegenüber mit Achtung und Respekt und zeigt mehr Würde im Verhalten als jeder dieser Passanten.

Der „Dorftrottel“ ist ein Mahnmal für die Menschen. Er ist vermeintliches Synonym für Schwäche und Brechen am Leben und seiner Tragik.

Er erinnert unbewusst an all die unschönen Seiten unseres Seins, unfreiwillig hält er uns einen Spiegel vor.

Keiner spricht mit ihm, nur schnell vorbei an diesem Menschen. Er wendet sich daraufhin einem Hund zu, der im Auto auf seine Besitzer wartet.

Die Tragik dieser Reaktion versetzt mir einen Stich in den Magen. Dieser Mensch, der vermutlich dem Alkohol erliegen könnte, wenn sein Körper den übermäßigen Konsum irgendwann quittiert.

Oder schafft er doch noch die Kurve?

Ein Gefühl überkommt mich, dass er selbst nicht mehr daran glaubt, an sich selbst.

Ein Schicksal wie viele andere Schicksale auch.

Wer vermag ihm die Hand zu reichen?

Wer weiß, vielleicht möchte er diese annehmen…

Vom Leben und Sterben eines Kindes, Teil 1

Es gab einen Moment, da kam ich an meine persönlichen Grenzen. Da merkte ich, das schaffe ich psychisch nicht.

Es war der Moment, als du dein Kind in den Vorbereitungsraum für eine Operation begleitest. Diese letzten Minuten, bevor dein Kind hinter Türen verschwindet und du nicht weißt, ob du es wieder lebend sehen wirst.

Diesen Moment konnte ich für sie nicht stark sein, denn ich wollte nicht, dass sie Mama weinen sieht, bevor sie von all den fremden Gesichtern des OP-Teams umgeben ist.

Ich war heilfroh, dass es ihren Vater gab. Er war genauso mitgenommen wie ich, doch er schaffte es, diesen Moment so fröhlich zu gestalten, wie sie es verdiente.

Das war stets sein Part. Die Ärzte meldeten mir später immer zurück, wie liebevoll er mit seiner Tochter redete und umging und dass das gar nicht selbstverständlich sei.

Meistens würden die Mütter bleiben, mit Ausnahme ein paar weniger Väter. Das „Kreuz“ ein krankes Kind zu schultern wäre eine Bestandsprobe eines jeden, meinten sie.

Ich war wieder schwanger und der Geburtstermin rückte immer näher. Mit meinem Engel redete ich viel, erklärte ihr die neuen Umstände, dass es Veränderungen geben wird, dass ich sie dennoch genauso lieben würde wie vorher, dass sie dann einen Spielkameraden hätte, sie, die große Schwester.

Die letzten vier Wochen vor der Geburt wurden anstrengend. Ich war schnell erschöpft und kämpfte mit Rückenschmerzen.

„Heben Sie die Kleine nicht mehr hoch, sonst kann das eine Frühgeburt auslösen.“, mahnte mich mein Frauenarzt.

Also passte ich auf, denn ich trug Verantwortung für beide, obwohl es mir sehr schwerfiel, das Spielen mit ihr einschränken zu müssen.

Manchmal schaute sie mich lange an, in den kindlichen Augen fast schon den weisen Ausdruck eines Erwachsenen.

Ich war überfällig. Als ich die 42. Woche begann, schickte mich mein Frauenarzt zur Kontrolle ins Krankenhaus, da war der Ultraschall genauer.

„Gehen Sie kein Risiko ein, die Versorgung des Babys durch die Plazenta wird generell nach der 40. Woche immer unzureichender.“, riet er.

So ließ ich einen Kaiserschnitt-Termin vereinbaren, denn ich wollte nicht schuld sein an einem vermeidbaren Unglück.

Einen Tag vor dem Kaiserschnitt-Termin entschied sich mein Junge, sich auf den Weg zu machen.

Für einige Tage hatte ich eine Betreuung für meinen Engel organisiert mit professionellen Pflegekräften, doch wohl war mir dabei nicht, sie so lange aus meiner Fürsorge zu geben. Unter starkem Wehenschmerz schaffte ich noch mit Mühe sie zu versorgen, bis die Pflegekraft eintraf.

Im Krankenhaus offenbarte man mir, dass der Muttermund sich bisher 3 Zentimeter geöffnet hatte. Auf der Toilette bemerkte ich grünes Fruchtwasser. Das heißt, das Baby hatte Stress. Die Wehen kamen in zu kurzen Abständen.

Es war zu erwarten, dass er groß werden würde laut Ultraschall. So entschied ich mich gemeinsam mit dem Vater für einen Kaiserschnitt und wollte kein Risiko mehr eingehen.

„Wenn er stecken bleibt, können wir auch mit Kaiserschnitt nichts mehr tun.“, meinten die Ärzte. Durch einen Geburtsfehler sollte er keinen Schaden nehmen…

Ich dachte die ganze Zeit auf dem OP-Tisch, bitte lass alles gut werden…

Der erste kraftvolle Schrei…

Er ist gesund, wusste ich sofort. Kranke Kinder schreien nicht mehr kraftvoll, sie wimmern, weil ihnen die Kraft und die Luft zum Schreien fehlt.

Die Ärzte sagten immer, bei den wirklich gefährlichen Situationen hört man die Kinder nicht mehr.

Ein süßer Junge, 4.1 kg, erblickte das Licht der Welt. Er ist doppelt so schwer wie seine Schwester bei der Geburt, kam es mir in den Sinn…

4-5 Tage ist die empfohlene Aufenthaltsdauer bei einem Kaiserschnitt im Krankenhaus. Der Kleine trank ohne Probleme, er entwickelte sich völlig unauffällig und prächtig. Alle Schwestern hatten sich schon in ihn verliebt.

Doch trotz meinem Mutterglück spürte ich zeitgleich, dass meine Kleine nach mir rief.

Ich ließ die Schmerzmittel fast weg, so dass ich mich spüren konnte und unterschrieb etwas und entließ uns selbst nach 3 Tagen. Der Kinderarzt und der Frauenarzt hatten nach einer Abschlussuntersuchung unser beider ihr OK gegeben.

Daheim angekommen stellte ich die beiden Geschwister einander vor. Sie hatten gleich einen innigen Draht zueinander.

Alles wäre gut gegangen, sie war nur stiller als sonst, meinten die Pflegerinnen.

Ich begrüßte meinen Engel ausgiebig. Sie war weniger überschwenglich mir gegenüber.

Erst nach zwei Tagen schaute sie mir wieder richtig in die Augen, denn ich spürte, sie war verärgert mit mir, dass ich solange nicht da war.

Ein paar Tage voller Glück und Freude vergingen. Beide Geschwister zusammen zu erleben war wundervoll für alle Beteiligten.

Es sollte die letzte gemeinsame Zeit der beiden bleiben…

Gedanken einer Sternchen-Mama

Nun stehe ich wieder an deinem Grab mein Engel, wie Tag um Tag und egal bei welchem Wetter.

Es ist mir ein inneres Bedürfnis, einmal am Tag nach dir zu sehen und zu schauen, ob es dir gut geht.

Jetzt, wo der liebe Gott auf dich aufpasst und ich meine Fürsorge um dich in seine Hände legen musste.

Bitte gebe ihr ausreichend zu trinken, sage ich ihm manchmal, weil du doch immer viel trinken musstest.

Musstest, weil es Teil deiner Pflege war, weil die Flüssigkeit deinen Schleim in den Atemwegen locker hielt.

„Müssen“ musstest du so viel in deinem kurzen Leben, mein Engel.

Viele Schmerzen, Operationen, Aufenthalte auf Intensivstationen musstest du hinnehmen.

Und tatest dies wie eine Kämpferin und hast uns dennoch immer wieder alles verziehen.

Die Ärzte sagten immer, dass du nicht viel mitbekommen würdest, dass deine Wahrnehmung beeinträchtigt sei und sie nicht wüssten, was du alles realisierst.

Viel nur mir dieser Widerspruch auf?

Dein Gendefekt, verbunden mit einer Behinderung, wurde zum Stigma, als würdest du einen durchsichtigen Stempel auf der Stirn tragen.

„Totgeweiht“ sagt dieses Stigma.

Uns allen widerfährt dieses Schicksal. Du hattest das Kreuz zu tragen, dass die Ärzte bei dir täglich darauf warteten.

Wie ein Mantra sagten sie, du könntest jederzeit aufhören zu atmen oder dein Herz aufhören zu schlagen.

Du hast den Ärzten in Gedanken dann immer den Mittelfinger gezeigt…

Nie wolltest du Mützen tragen.

Lange kam ich nicht dahinter, warum du dich gegen das Anziehen von Mützen gewehrt hast.

Dann wurde es mir klar…

Der Beatmungsschlauch hing die ersten drei Lebensmonate an einer Kappe befestigt.

Ich hätte an deiner Stelle auch keine Lust mehr auf Mützen gehabt…

Bei Männern mit Brillen im Familien- und Bekanntenkreis hast du angefangen zu weinen, obwohl sie lieb zu dir waren.

Warum nur, fragte ich mich…

Welcher Arzt mit Brille musste an dir eine unangenehme Behandlung vorgenommen haben, welche dir so dermaßen zusetzte, dass du dir dies gemerkt hast und mit einer Brille in Verbindung gesetzt hast.

Aber sie kriegt doch nichts mit, sagten sie immer…

Menschen mit Beeinträchtigung sind ein solch menschlicher Zugewinn, eine solch wertvolle Bereicherung, dass sie ohne Diskussionen in unsere gesellschaftliche Mitte gehören.

Habt keine Angst vor Diagnosen mit Behinderung in Bezug auf eure Kinder, freut euch um das Glück, sie bei euch zu wissen…

So stehe ich an deinem Grabe…

Und denke mir so oft, wenn es gegangen wäre, hätte ich dir sofort dieses Kreuz abgenommen und deine Krankheit getragen.

Sofort.

Doch es ging nicht, warum dieses Unglück auch geschehen musste.

Ich hoffe, ich konnte dir zumindest einen Teil deines Leids abnehmen und ihn mit Freude füllen…

Du hast mir gezeigt, wie wertvoll das Leben ist.

Du, der Mensch mit Behinderung, der Mensch jenseits aller Norm, hast die Essenz des Lebens sofort verstanden.

Du hast uns Erwachsenen an die Hand genommen, geduldig und verzeihend und hast unsere Dunkelheit mit deinem kostbaren Licht erhellt.

Du, der Mensch mit Beeinträchtigung, hast wohl so manches Mal gedacht, wie begriffstutzig die Großen doch sind und die Botschaft des Lebens nicht verstehen.

Am Tage deines Versterbens starb ein Teil von mir mit. Er liegt bei dir, damit du nicht so alleine bist mein Engel.

Eine Wunde bleibt lebenslang, denn ein Teil deiner ging…

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Liebe Mamas und Papas von Sternenkindern!

Nehmt diese Wunde in eurem Herzen wahr. Weint, trauert, schreit, zweifelt, leidet…

All diese Emotionen müssen nach außen kommen, sonst vergiftet ihr euch nach und nach im Innern und das hätte euer Sternchen nicht gewollt.

Erst nach dem Durchleben des Abschieds seid ihr wieder offen und bereit für das Leben mit all seinen Wundern.

Achtet auf euch, tut euch Gutes, lebt, lebt, lebt – für euer Sternchenkind.

Eine Wunde, die äußerlich blutet, würdet ihr doch auch kompromisslos versorgen…

Unglück geschieht nun einmal

Wer kennt es nicht….

Gedanken über Gedanken füllen den Geist, lassen den Kopf schwer werden.

Zig Möglichkeiten werden im Geiste gesponnen, wie sich ein Sachverhalt darstellen könnte.

Alle Seiten wägt man ab. Die analytische Herangehensweise an Fragen, die beschäftigen, die zusetzen, die sich immer wieder einbohren, die sich nicht verdrängen lassen.

Ein weiser Mann sagte einmal:

„Sehe ich die Zeichen richtig? Oder sehe ich die Zeichen so, wie ich sie gerne sehen möchte, wie es mir gefallen könnte?“

Diese Frage alleine zu beantworten scheint wohl schier unmöglich.

Das ureigene Denken ist immer subjektiv, beeinflusst durch Emotionen, Erfahrungen, Wünsche und Sehnsüchte.

Wer vermag sich davon freizumachen?

Helfen kann jedoch, sich aus sich selbst zurück zu nehmen, sich übertragenerweise neben sich zu stellen und das Gedankenkarussell so im besten Fall zu stoppen und zu reflektieren.

Nur in der Ruhe und in einem besinnlichen und offenen Zustand haben wir die Möglichkeit zu wachsen, zu wachsen an Erkenntnissen des Miteinbezugs anderer Sichtweisen.

Am besten gelingt dies, wenn eine Interaktion besteht und ein Austausch angestrebt wird.

Das Gegenüber kann gefragt werden:

„Habe ich das so richtig aufgefasst? Dies ist meine Interpretation. Liege ich damit richtig oder verkenne ich dich?“

Doch was ist, wenn es keine Kommunikationsebene mehr gibt? Wenn Schweigen herrscht, wo Worte hallen sollten?

Ganz einfach: Dann ist es de Fakto der Ist-Zustand, den man akzeptieren muss.

Wenn ein Gegenüber auf eine Gesprächsbereitschaft und auf Fragen nicht eingeht oder nicht eingehen möchte, hat es dafür seine Gründe. Auch wenn dies im Grunde für beide Parteien schädlich sein kann, Beziehungen zerstören und Gefühle verletzen kann, so bleibt es das Recht eines Jeden, zu sprechen – oder zu schweigen.

Akzeptanz kann Schlüssel sein zum Glück – Akzeptanz lässt einen abschließen mit Vergangenem.

Und nur durch einen Abschluss können Wunden heilen und kann Neues beginnen.

Doch manchmal geht das Schicksal seine eigenen Wege und unvermittelt sieht man sich mit Antworten auf Fragen konfrontiert, die entweder bewusst oder unbewusst in einem lagen.

So erfährt man auf einmal eine unschöne Wahrheit.

Eine Wahrheit, die man nicht hat kommen sehen.

Eine Wahrheit, die verwirrt und schockiert.

Eine Wahrheit, die am eigenen Urteilsvermögen zweifeln lässt.

Da steht sie nun im Raum, diese bittere Wahrheit und basierend auf einem Fakt, der vermutlich wenig Deutungsweisen offen lässt.

Wie geht man mit solch einschneidenden Erlebnissen um?

Die Frage nach dem Warum ist schwierig und oftmals nicht zielführend.

Warum geschieht Unglück?

Warum geschehen emotionale Verletzungen?

Eine nähere Reflektion eigener Verhaltensweisen ist wichtig zur persönlichen Weiterentwicklung.

Dann gibt es wiederum diese Dinge, die geschehen ohne unser Zutun.

Unglück geschieht manchmal einfach, so schrecklich es klingen mag.

Genauso wie das Glück, denn dies ist die andere Seite der Medaille. Das Eine bedingt das Andere.

Ohne Unglück wüsste man nicht das Glück schätzen. Ohne Tränen nicht das Lachen.

Alles ist Teil des Kreislaufs des Lebens.

Manche Dinge sollen geschehen. Wir haben darauf keinen Einfluss.

Sie sollen uns erkennen lassen – sehen lassen an was man ist und wie der eigene Weg weiter geht. Welche Lektionen des Lebens man noch lernen muss.

Im Grunde „schenkt“ das Schicksal diese unschönen Wahrheiten.

Oft erkennt man es erst im Nachhinein.

Nichts geschieht ohne Grund…

Diese Klarheit bringt Frieden und lässt den Geist zur Ruhe kommen und sich wieder finden.

Keine offenen Fragen mehr.

Vertrauen auf Bestimmung.

Vertrauen haben in das Leben.

Und der Kreis schließt sich – zum Guten.

Diagnose Gendefekt – natürlich abtreiben! Oder? Die Geschichte eines Engels

Ich möchte euch teilhaben lassen…

Teilhaben lassen am Dasein eines ganz besonderen Menschen…

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Es war eine wundervolle Schwangerschaft, völlig unkompliziert und ohne Probleme. Die Kleine in mir war sehr lieb, kaum bis wenig Schwangerschaftsbeschwerden hatte ich. Bis zum Beginn des letzten Drittels der Schwangerschaft…

Der Frauenarzt wurde zunehmend beunruhigter, da das Kind in mir nicht altersentsprechend wuchs. Es war für die jeweiligen Schwangerschaftswochen schlicht zu klein und nahm zu wenig zu.

Ich erinnere mich noch gut an die Normlinie des Wachstums, die mir immer wieder gezeigt wurde. Die Diskrepanz meines Kindes zu der Linie wurde zunehmend immer größer…

Dann traten auf einmal Ungereimtheiten beim Herz-CTG auf.

Der Arzt riet mir zum Kaiserschnitt zwei Wochen vor errechnetem Geburtstermin zum Wohle des Kindes, um eine mögliche Schwangerschaftsvergiftung zu verhüten. Die Untersuchungsergebnisse wurden immer beunruhigender…

Was fühlt man in diesem Moment?

Angst um dein Kind und dessen Gesundheit. Einfach nur Angst. Ich hatte die pränatalen Möglichkeiten der Diagnostik nicht wollen. Das Baby wurde geholt. Ich hielt mir die ganze Nacht zuvor den Bauch und redete mit ihm, redete ihm gut zu und beruhigte es.

Dann hörte ich während dem Kaiserschnitt-Eingriff den ersten Schrei eines wundervollen neuen Lebens.

Von Anfang an liebte ich sie und jetzt noch mehr. Sie war ein absolutes Wunschkind gewesen.

Mit diesen Auffälligkeiten hätte ich sie bis zum Einsetzen der Wehen legal abtreiben können.

Ein behindertes Kind kann nicht zugemutet werden, wäre die Begründung gewesen. Sehr oft wurde ich direkt und indirekt in meiner Schwangerschaft von den Ärzten darauf hingewiesen. Keinen, der sich dafür entscheidet, möchte ich verurteilen, doch eine Abtreibung kam für mich nie in Frage. Nie. Ich hatte von ihrer Zeugung an Verantwortung für sie übernommen und mit jedem Tag wuchs meine Mutterliebe in das Unendliche. Niemals hätte ich in ihre Tötung bewusst einwilligen können.

Kaum ein Arzt zeigte für meine Entscheidung Verständnis.

Mein Baby wurde mir nicht gebracht, stattdessen spürte ich ein emsiges Treiben um mich herum. „Wo ist meine Tochter?“, fragte ich die Anästhesie, während sie mich zunähten. Ausweichende Antworten. In mir stieg ein Gefühl auf, ein intensiver Schmerz, eine unheilvolle Vorahnung. Ich wurde in ein Zimmer verlegt.

Die Hebamme fragte mich überrascht, ob ich von der Behinderung meines Kindes wusste während meiner Schwangerschaft – ob ich mich bewusst für das Kind entschieden hätte.

Ich schaute sie völlig perplex an, noch völlig geschafft vom Kaiserschnitt und von der Sorge um mein Kind. Die Hebamme wurde daraufhin rot und hatte es plötzlich sehr eilig, das Zimmer wieder zu verlassen. „Ein Arzt kommt gleich zu Ihnen.“, rief sie mir über ihre Schulter noch zu. Dann war ich allein.

Nach einigen Stunden des Wartens, ohne mein Baby, kam endlich der Arzt.

Er sagte, dass meine Tochter nicht alleine atmen könne und mit einer Sonde ernährt werden müsse. Und dass ihr Herzschlag ungewöhnlich ist…

Wie fühlt man sich in einem solchen Moment?

Wenn der Boden unter einem aufgeht und du fällst und fällst und fällst… Der Arzt fragte: „Wollten Sie das Kind trotzdem?“ Ich konnte es allmählich nicht mehr hören. Warum brauchte sie eine solche Daseinsberechtigung? Weil sie nicht gesund ist?

Mir war nicht mehr nach Diskutieren mit diesem blasierten Arzt. Von daher antwortete ich ihm knapp: „Ich liebe mein Baby. Bringen Sie mich bitte zu ihr.“

Umgehend wurde ich im Krankenbett auf die Kinderintensivstation gerollt. Alle Augen waren auf mich gerichtet.

Mitleid in den Blicken.

Ein Stationsarzt begrüßte mich unsicher. „Ja, also“ stotterte er. „Ihr Kind hat….“ Er zählte mir alle möglichen Unzulänglichkeiten auf.

Ich hörte ihn nicht mehr, sondern erblickte vor mir mein Baby in einem Glaskasten liegen, angeschlossen an zig Kabeln, beatmet, mit Sonde, das ständige Piepen und Agieren von Maschinen in den Ohren. Kaum etwas sah ich von ihrem kleinen Köpfchen, soviel war an ihr angebracht.

Und soll ich euch etwas sagen?

Ich sah gerade das wundervollste, schönste Wesen, das ich je gesehen hatte.

Ein tiefes, reines Gefühl von Mutterliebe für mein Mädchen durchflutete mich. Sofort wusste ich, dass ich sie vor allem Unheil bewahren würde und immer lieben, so wie sie ist. Für mich war sie in ihrer Nicht-Perfektion perfekt.

Mein Mädchen wurde mit einem Gendefekt und seltenen Herzfehler geboren. Sie war aufgrund dessen behindert.

Und sie war das liebste, unschuldigste und wunderbarste Wesen, das ich je kennenlernen durfte.

Ich war stolz, ihre Mutter sein zu dürfen.

Die folgende Zeit war geprägt von Operationen, Kummer, Sorgen, zig Arztterminen.

Und gefüllt mit tiefer von Herzen kommender Liebe, viel Lachen und wunderschönen gemeinsamen Erlebnissen. So viel Dankbarkeit spiegelte sie zurück, dass sie sein durfte, so viel Freude schenkte sie allen, die ihren Weg ein Stück begleiten durften.

Ein Engel wurde geschenkt.

Ich übernahm ihre Pflege, holte sie nach einer medizinischen Schulung nach Hause und lernte, wie man Vitalfunktionen überwacht, Sonden legt, Medikamente verabreicht. Eine Intensivkrankenschwester sagte mir einmal, dass sie in fremder Obhut keine vier Wochen überlebt hätte, denn Elternliebe sei nicht zu ersetzen. Wenn kranke Kinder fühlen, sie sind angenommen, das würde sehr viel ausmachen, ergänzte sie.

Und ich lernte das erste Mal in meinem Leben die Bedeutung von Demut. Die Freude an den kleinen Dingen des Lebens. Schlichtweg gesagt, die Essenz des Lebens. Irgendwie war dies ihr Auftrag auf Erden dies weiterzutragen an all die unwissenden Erwachsenen, die sie umgaben.

Meine Kleine lehrte alle Menschen in ihrem Umfeld, was Leben wirklich ausmacht – und was nicht.

Vieles wird auf einmal nichtig. All das Streben nach materiellen Werten und das Streiten über Sinnloses…

Mir wurde durch sie bewusst, was Leben bedeutet – und was wirklichen Wert hat.

Immer wieder musste ich Ärzten ihr Dasein erklären. Immer wieder wurde ich überrascht gefragt, warum ich nicht abgetrieben hatte, als sich im letzten Drittel der Schwangerschaft die Schwierigkeiten abzeichneten. Ich hätte doch bis zum Schluss noch können, ohne rechtliche Konsequenzen. Eine Spritze, Tabletten, das Kind hätte doch keine Schmerzen gehabt, es hätte das Sterben nicht bemerkt, wurde mir so mitgeteilt.

Ich möchte mit meiner persönlichen Einstellung und meinen Erfahrungen keinem Betroffenen zu nahe treten. Ein behindertes, krankes Kind zu haben ist definitiv nicht einfach, das möchte ich nicht schön reden.

  • Du musst bereit sein, fast dein komplettes Leben diesem einen Wesen zu opfern, um die Pflege auf dich nehmen zu können.
  • Du musst psychisch gefestigt sein, denn es wird dir alle Kraft abverlangen.
  • Du musst dich darauf einstellen, oftmals überzeugen zu müssen und für dein Kind einzustehen, zu kämpfen für dessen Rechte, welche für ein gesundes Kind selbstverständlich sind. Bei einem Kind mit Gendefekt darf zum Beispiel von Seiten der Klinik eine Operation abgelehnt werden, auch wenn diese Entscheidung den Tod für das Kind bedeuten würde. Bei einem gesunden Kind sieht das ganz anders aus.
  • Du musst Ärzte für dich gewinnen, damit sie den Mut finden und es wagen, dein Kind zu operieren, damit es leben darf.
  • Du wirst immer Sorgen haben und oft Kummer.
  • Andere Menschen werden deine Entscheidung mitunter nicht gut heißen. Damit musst du lernen umgehen zu können.

Du wirst leiden, wie du noch nie gelitten hast…

Es ist wahrlich keine leichte Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung zu sein, ob das Kind nun gesund ist oder krank. Doch ich hätte es nicht können, niemals. Ich wollte nicht über Leben und Tod meines Kindes entscheiden, nur weil es das Los hatte, behindert zu sein.

Meine Verantwortung für dieses Leben begann mit der Schwangerschaft und endete mit ihrem Tod.

Sie durfte fast 3 Jahre bei mir bleiben, ehe ihr Herz aufhörte zu schlagen und sie friedlich einschlief.

Dieser süße Engel wurde wieder in den Himmel gerufen; er war mir nur geliehen.

Ich möchte keinen einzigen dieser Tage mit meiner Kleinen missen, keinen einzigen. Dankbar und froh bin ich, ihre Mutter gewesen sein zu dürfen. Sie hat mich teilhaben lassen an ihrer Lebensfreude und an ihrer ureigenen Sicht auf die Dinge.

Ihr Dasein war mir eine unendliche Bereicherung.

Und sie schien so dankbar, dass sie auf Erden sein durfte, wie jedes gesunde Kind auch. Man sagte mir nach ihrer Geburt, sie würde nicht älter als 2 Wochen werden. Sie wurde fast 3 Jahre alt. Natürlich kommt es immer auf individuelle Lebensumstände und auf das konkrete Krankheitsbild an.

Ich möchte aus ganzem Herzen keinem Menschen zu nahe treten oder gar urteilen über getroffene Entscheidungen. Das liegt mir mehr als fern und stünde mir auch nicht zu. Mein Anliegen, warum ich euch an diesem Kapitel meines Lebens teilhaben lasse, ist folgendes:

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Liebe Eltern!

Lasst euch keine Angst machen und vertraut bei Entscheidungen immer auf euer Bauchgefühl. Lasst euch Zeit mit der Entscheidung und euch nicht überreden oder überrumpeln, auch nicht von Familienmitgliedern oder Partnern oder anderen Menschen in eurem Leben. Ihr alleine wisst, was zu tun ist. In euch steckt diese Wahrheit und diese Erkenntnis, denn ihr wisst am besten, was gut für euer Kind ist…

Glaubt an euch.

Diese Entscheidung wird euch ein Leben lang beschäftigen. Trefft sie von daher in Ruhe und nach reiflicher Überlegung.

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Wenn ich heute als zum Schwimmen an den Baggersee fahre und plötzlich die Wolkendecke an einem verhangenen Tag aufbricht…

Wenn ich dann den See betrete und ein Lichtstrahl zwischen den Wolken hindurchscheint…

Dann schaue ich immer Richtung Himmel und sage schmunzelnd: „Danke mein geliebter Engel…“

Und ich meine sie antworten zu hören: „Mama, so lange warst du für mich da. Jetzt hast du wieder mehr Zeit für dich. Wir sehen uns irgendwann wieder…“

Und ich lächle ihr zu: „Ja Schatz…“

Poesie der Zuversicht

Wenn dich das Schicksal drückt…

Du nicht mehr weißt, was dich erquickt…

Deine Gedanken fahren im Karussell…

Dein Herzschlag schlägt schnell um schnell…

Das Hadern zieht dir alle Kraft…

Der Alltag lastet mit aller Macht…

Fragen nach dem Warum…

Schwirren dir im Kopf herum…

In diesem Raum ohne Fenster…

Jagen dich quälende Gespenster…

Der Schlüssel, der die Türe öffnet…

Lautet Annahme, die das Hadern schröpfet…

Akzeptiere, was dir vorgesehen…

Sehe die Fügung nicht als Versehen…

Und wenn es noch so furchtbar wähnt…

Deine Freude und dein Glücke zähmt…

So lehret uns stets das Leben…

Wege zu gehen und zu nehmen…

Blicke hinauf zum Horizont…

Auch dir ist das Gute bald wieder hold.

Der zurückhaltende Mann! Gut oder schlecht?

Der zurückhaltende Mann! Der zurückhaltende Mann?

Welche Frau kennt dies nicht:

Liebevoll und verständnisvoll habt ihr miteinander geschrieben, ein wundervolles Date miteinander verbracht, vielleicht ein Kuss zum Abschied ausgetauscht? Und dann meldet er sich auf einmal nicht mehr oder nur ab und an und einsilbig. Er wirkt auf einmal zurückhaltend, du erreichst ihn irgendwie kaum noch.

Als Frau verstehst du auf einmal die Welt nicht mehr.

Habe ich ihn verärgert? Fand er mich doch nicht passend für sich? Hat er mich insgeheim doch unattraktiv gefunden? Dabei hattest du so ein gutes Gefühl! Das Kopfkino läuft auf Hochtouren und meist mit weniger schönen Gedanken. Du hast das Bedürfnis, mit ihm darüber zu reden und ihn auf deine Fragen anzusprechen, möchtest Position in Bezug auf dich von ihm. Doch er sucht seit dem Date keinen Kontakt mehr zu dir oder nur sporadisch.

So eine Situation auszuhalten ist für viele Frauen schwer. Die Gedanken kreisen unaufhörlich, die innere Unsicherheit gewinnt an Macht und Selbstzweifel können lauter werden.

Jede Frau geht mit einer solchen Situation anders um und natürlich gibt es unterschiedliche Beweggründe eines Mannes, sich von einer Frau zu distanzieren.

Jeder Mensch ist individuell und das ist zum Glück so.

Nun habe ich mich mit Männern ausgetauscht, bin meinen Fragen nachgegangen und habe bei ihnen offen diesbezüglich nachgefragt. Dabei erkannte ich, dass es oftmals einen gemeinsamen Nenner gab, unabhängig von diversen Beweggründen:

Der Mann zog sich zurück, um Klarheit über seine Gefühle in Bezug auf diese Frau zu erlangen. Er brauchte den Rückzug, um die Emotionen, die in ihm tobten, einzuordnen und zu verarbeiten. Gerade wenn mit der Frau intensive Gefühle einhergingen, brauchte er Zeit für sich und erstmal keine Kommunikation mit ihr.

Natürlich soll dies kein allumfassend gültiges Raster für alle Männer sein. Dies möchte ich damit auf keinen Fall aussagen und Verallgemeinerung entspräche auch nicht meiner Weltanschauung. Auch muss sich nicht jede Frau mit der Zurückhaltung eines Mannes, sollte diese eintreten, schwertun.

Dies bildete jedoch den Konsens unserer Gespräche und dieser Konsens löste in mir viel aus. Daraufhin reflektierte ich mein Denken und erkannte, dass ich einige sehr starre Denkmuster verinnerlicht hatte, bewusste und unbewusste. Diese waren geprägt von der Kindheit und Erziehung, von gesellschaftlichen Konventionen und persönlichen Erfahrungen.

Zum Beispiel: Er meldet sich nicht, also ist er nicht interessiert an mir. Oder er ist vielleicht ein eher schüchterner Mensch. Oder er meldet sich nicht, weil ihn irgendetwas an mir stört. Oder, oder, oder… Ich habe daraufhin meinen Blickwinkel geändert und habe mir vorgenommen, möglichst unvoreingenommen in eine solche Situation zu gehen.

Denn ein Mann hat es sehr schwer, wenn ich Schlussfolgerungen auf ihn übertrage, diese dann für Wahrheiten halte und welche er dann erst durch sein Verhalten revidieren „muss“. Revidieren mit einem „richtigen“ Verhalten in meinem Empfinden und nicht dem „falschen“ Verhalten eines Rückzugs (das alte Denkmuster).

Richtig und Falsch – diese Wertvorstellungen sind fest verankert in unseren Köpfen. Es ist Balsam für die Seele und das Herz, seine eigenen Denkweisen zu überprüfen und wieder tief durchzuatmen nach dem Verlassen dieses Korsetts.

Er ist auf einmal zurückhaltend. Ich akzeptiere dies. Wenn er bereit ist, wird er sich melden und das Gespräch mit mir suchen. Oder er meldet sich nicht mehr. Ich gebe ihm die Möglichkeit, selbst zu wählen und frei zu entscheiden. Damit möchte ich meine Wertschätzung ihm gegenüber ausdrücken und sein Bedürfnis nach Ruhe anerkennen und achten.

Zurückhaltung ist nicht schlecht – Zurückhaltung ist nicht gut…

Zurückhaltung ist.