Kurzgeschichte: Gastbeitrag: Die heimliche Vorführung

Ein Gastautor verwöhnt uns mit einer wundervollen, erotischen Kurzgeschichte! Vielen Dank dem Autor, der unerkannt bleiben möchte.

Viel Spaß beim Lesen! Bitte nur Erwachsene – FSK 18! Danke!

Eure Julia

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Hier beginnt der Gastbeitrag:

FSK 18

Klack! Das mechanische Geräusch des Zylinders im Schloss der Tür drang unnatürlich laut an ihr Ohr. Ihre Sinne waren geschärft. Ihre Knie zeigten nicht die geringsten Anzeichen von Standfestigkeit. Ihr Atem klang zittrig, voller Spannung. Klack! Sie hatte den Schlüssel ein weiteres Mal gedreht und merkte, wie die Tür ihren Widerstand aufgab. Leise schwang sie auf und gab den Blick in den dunklen Flur preis. 3 Türen, keine von ihnen geöffnet. Sie trat ein, vorsichtig, aber sicher, dass dies der Ort war. Der Ort, zu dem sie gerufen worden war!

Sie hatte noch kurz zuvor plötzlich unglaublichen Hunger bekommen. Also hatte sie sich aufgemacht zu dem kleinen griechischen Imbiss, zwei Straßen vom Büro entfernt. Sie ging schnell, hatte keinen Sinn für den an sich schönen Tag, sondern beeilte sich, schnell wieder im Büro zu sein. Mit dem in Aluminium eingewickelten Plastikteller lief sie zurück, schämte sich etwas für den Essensduft, den sie in dem engen Fahrstuhl verströmte. Sie schmunzelte vor sich hin, denn sie kannte das Gefühl, mit hungrigem Magen im Fahrstuhl dem quälenden Geruch anderer Leute Mahlzeiten ausgesetzt zu sein.

Nach einer Stippvisite in der Küche, um sich mit Besteck und einem Glas Wasser zu versorgen, eilte sie wieder an ihren Platz. Sie riss die Folie auf, stiess die Gabel in den Berg köstlich duftenden Fleisches und stopfte sich die ersten Bissen in den Mund. Sie schloss unwillkürlich leicht die Augen, genoss das Aroma – und verschluckte sich heftig, als sie die Augen wieder öffnete. An ihrem Bildschirm lehnte hochkant ein Kuvert. Ihr Name stand mit Schreibmaschine geschrieben auf der Seite. Es war nicht ihr richtiger Name. Es war ihr Spitzname! Nur er nannte sie so! Sie benutzten diesen Namen nicht in der Öffentlichkeit, außer ihnen kannte ihn keiner. Wie war er hier hineingekommen? Alle Türen zu diesem Gebäude waren gesichert, die Mitarbeiter waren angehalten, Fremde nicht hinein zu lassen. Aber im Grunde stellte sich die Frage nicht, denn das Kuvert war hier, wie auch immer es herkam.

Immer noch hustend griff sie nach dem Umschlag, riss ihn auf. Ein Schlüssel fiel heraus und landete auf dem Tisch. Es war ein Haustürschlüssel, nichts Besonderes. Es hing ein Etikett daran, so ein kleines blaues Plastikschildchen. Eine Adresse! Sie griff nach dem Umschlag, schaute nach, ob weitere Botschaften in ihm enthalten waren. Sie fand nichts! In diesem Moment klingelte ihr Telefon. Sie griff abwesend nach dem Hörer und erstarrte, als sie unmittelbar seine Stimme hörte. „Komm zu mir, heute Abend, nach der Arbeit! Mache keinen Umweg, du weißt, wo ich bin!“ Sie wollte antworten, Fragen stellen, Erklärungen haben, aber ihr gelang es nicht, einen einzigen Ton über ihre Lippen zu bringen. Sie saß da, den Hörer am Ohr, den Mund leicht geöffnet und starrte auf das Kuvert, dass zerrissen auf ihrem Tisch lag.

Unter einer der Türen drang schwaches, flackerndes Licht in den Flur. Wie ein Wegweiser zeigte der Schein auf dem Fussboden den Eingang. Aber wohin? Wohin würde sie dieser Eingang führen? Sie hatten schon häufiger Spiele gespielt, aber immer in gegenseitiger Absprache, das hier war neu. Er befahl und sie gehorchte! Sie ging auf die Tür zu, langsam mit stetig wachsender Nervosität. Noch bevor sie die Tür erreicht hatte, vernahm sie gedämpft, aber eindeutig seine Stimme. „Tritt ein!“ Sie drückte die Türklinke und stellte fest, dass die Tür nur angelehnt war. Weil sie damit nicht gerechnet hatte, stolperte sie fast in den Raum. Sie vernahm ein heiseres leises Lachen und blickte in Richtung der Herkunft. Bis auf die Wand mit der Tür waren die Grenzen des Raumes in der Dunkelheit nicht auszumachen. Sie sah ihn nicht, konnte nur ahnen, wo er sich befand und sprach in seine Richtung: „Was machst du? Was soll das?“ Es klang unsicher, viel unsicherer, als sie sich das vorgestellt hatte. Aus einer vollkommen anderen Richtung als erwartet kam die Antwort. Sie schleuderte herum. „Ich spiele! Mit dir! Weil du es willst!“

Mit diesem Versteckspiel nahm er ihr das letzte bisschen Vertrauen. Sie kam sich vor wie auf dem Schulhof, wenn man mal wieder den Älteren zu Nahe gekommen war. Sie umringten einen und schubsten einen herum. Nur war es diesmal nur einer und dem konnte sie nicht nah genug kommen. Immer wieder änderte er seinen Standort, und sie hatte keine Ahnung, wo er sich befand! Er schubste sie herum, ohne sie nur ein einziges Mal zu berühren. „Zieh dich aus!“ Wieder keine Ahnung, woher das kam, dennoch war die Aufforderung unmissverständlich. Und sie gehorchte! Sie knöpfte den Blazer auf, ließ ihn über ihre Schulter gleiten und einfach fallen. Ihre Hände griffen nach hinten, öffneten den Reißverschluss ihres Rockes. Sie ließ ihn zu Boden gleiten und stieg einfach hinaus. Als sie den BH öffnen wollte, nahm sie ihn hinter sich wahr. Er packte ihre Hände und drückte sie nach unten, legte sie seitlich an seinen Körper. Sie spürte seine Haut, er war nackt. Schnell und kaum merklich öffnete er ihren BH, ließ ihn fallen.

Er schob sie weiter in den Raum und sie musste feststellen, dass dieser deutlich größer war als vermutet. Plötzlich verlor sie den Kontakt zu ihm, drehte sich um – er war weg, verschluckt von der Dunkelheit. Sie stand da, allein vor dem Bett. Sie war verloren in dem großen Raum. „Aufs Bett!“ Sie erschrak, denn sie hatte nicht mit der Nähe seiner Stimme gerechnet. Die zwischenzeitlich gewonnene Stabilität ihrer Beine war wieder verflogen. Sie ging zum Bett, kletterte darauf. Es kam ihr riesig vor. Sie legte sich auf den Rücken und schloss die Augen, denn das Licht über dem Bett blendete. Sie kam sich vor wie auf einer Bühne. Und sie ahnte nicht, wie recht sie damit hatte! Ihr gegenüber, irgendwo am Fussende, leuchtete plötzlich eine kleine rote Lampe auf! Zuerst konnte sie damit nichts anfangen, dann erkannte sie es – es war eine Kamera. Sie lächelte in sich hinein! Da war also das Spiel! Das war das Überraschungsmoment!

„Den Slip! Zieh ihn aus!“ Sie reckte ihren Po in die Luft, ganz leicht und zog den Slip wie gewünscht langsam über ihre Beine nach unten. Sie wartete! Gleich würden bestimmt neue Befehle erfolgen. Ihr gefiel es, seine Befehle zu befolgen. Sie hatte wirklichen Gefallen daran gefunden. Aber es blieb still. Einzig das leise Surren der Kamera erfüllte den Raum. Sie setzte sich auf, schaute sich um. Dunkelheit! Bewegung? „Ich will sehen, wie du dich streichelst, dich verwöhnst, dich entspannst! Zeig es mir!“ Sie lässt sich wieder zurück fallen und greift sich unmittelbar zwischen die Beine. Ihre mittlerweile unermessliche Lust lässt ihr keine Wahl. Er biete ihr die Chance etwas von ihrer Lust abzubauen, sie greift zu. Ihr Finger gleitet zwischen ihre Lippen, sie ist bereits feucht, nein, nass! Sie massiert ihren empfindlichen Kitzler und genießt es. Ihr Stöhnen wird lauter, intensiver, sie will diesen Höhepunkt. Sie arbeitet direkt darauf zu, spürt wie die Lust zwischen ihren Beinen stärker und stärker pocht. „STOP!“ Sie sitzt sofort, schaut sich um, ihr ist schwindelig, und sie weiß nicht, ob das am schnellen Aufsetzen oder an dem herannahenden Orgasmus liegt. Enttäuscht spürt sie die Wellen, die ihn ankündigten, schwächer werden. Aus irgendeiner Richtung fliegt etwas auf ihr Bett. Es ist ein Dildo. Etwas unsicher schaut sie ihn an, traut sich nicht, ihn anzufassen. „Nimm ihn!“ Wird sie diesmal vollenden dürfen, was sie eben begann? Sie hofft….und greift zu!

Das Spiel beginnt von vorn! Eine Vorbereitung braucht sie nicht mehr, das Spielzeug gleitet schnell in sie hinein. Sie stimuliert sich, sie weiß ja schließlich, wie es am schnellsten geht. Ihre Hände sind geschickt, ihre Lust riesig! Noch ein kleines bisschen, nur noch ein kleines bisschen! „STOP!“ Nein, sie will nicht aufhören, will ihn jetzt! „HÖR AUF!“ Sie hält inne. Die Stimme lässt keinen Widerspruch zu! Sie stoppt sich, kann kaum Atmen in den Wellen der schwindenden Lust. Sie kann nicht mehr. Jede Berührung ist mittlerweile so intensiv, dass sie ihre Gier kaum noch zurückhalten kann. Sie will nicht mehr aufhören, sie will ihn jetzt, den erlösenden Orgasmus. Sie richtet sich auf, schaut sich um. Sie vermutete etwas zu sehen, doch bevor ihre Augen sich zu sehr an die Schwärze gewöhnt haben, schreitet er auf sie zu. Er kommt aus der Richtung, in der sie die Tür vermutet, steigt zu ihr auf das Bett und beginnt sofort, sie leidenschaftlich zu küssen. Sie wird von ihm und seiner Lust überrollt, lässt sich überrollen, genießt seine Direktheit, befolgt seinen Willen. Sie nimmt ihn auf, lässt ihn das Tempo bestimmen, fügt sich seinem Rhythmus. Sie kommt mehrfach auf dem Weg zu seinem Höhepunkt, der schließlich laut und stürmisch das Treiben ausklingen lässt.

Sie fallen zurück auf das Bett, genießen die Anwesenheit des anderen. Küsse, Berührungen, sie nickt kurz ein. Ein paar Atemzüge später erwacht sie, er sitzt auf einem Sessel vor dem Bett, betrachtet sie. „Danke! Du hast dir also gemerkt, dass ich mal ein Video von mir wollte!“ Sie lächelt ihn an, als sie dies ausspricht.

Er erwidert: „Ja!“

„Was hast du dir noch gemerkt?“, fragt sie gespannt.

Er steht auf, geht durch die Dunkelheit. Sie hört das Klacken eines Lichtschalters.

Sie blickt in vier fremde Augenpaare.

„Dass du mal Zuschauer haben wolltest!“

2 Gedanken zu “Kurzgeschichte: Gastbeitrag: Die heimliche Vorführung

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