Gastbeitrag: Erlebnisse eines Mannes mit der Inanspruchnahme eines Escort-Service

Spannende Erlebnisse schildert hier ein Mann, der andere an seinen besonderen Erlebnissen teilhaben lassen möchte. Nicht um die mögliche Sensationsgier der Leute zu stillen, sondern um anderen eine Bereicherung zu sein. Vielen Dank dem Verfasser für diesen offenen Einblick…

Es werden hier keine sexuellen Praktiken dargestellt oder etwas empfohlen, dennoch sollten den Gastbeitrag bitte nur Erwachsene (FSK 18) lesen. Danke.

„Ich will die Geschichte erzählen wie es dazu kam, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ernsthaft darüber nachgedacht habe, eine Escort-Dame zu engagieren.

Zu mir: Ich bin ein Mann Mitte 40, der in einer sexlosen Ehe lebt. In der Langeweile rund um die Weihnachtsfeiertage habe ich zur Ablenkung die Spielerei mit Twitter angefangen. Dort bin ich dann erstmal ziellos umhergewandert, und habe Accounts gesucht, die interessante oder lustige Inhalte teilen. Sehr zufällig bin ich dabei auf einen Spendenaufruf gestoßen und habe mich beteiligt. Mit einer der Organisatorinnen dieser Spendenaktion kam ich dann in’s Gespräch und wir führten eine Fachdiskussion über Themen, mit denen ich mich beruflich beschäftige.

Da das Tippen am Handy meistenteils für mich ein nerviges Geschäft ist, ist diese Diskussion zügig in ein Telefongespräch überführt worden.

Vicky (Anmerkung: Name geändert) stellte sich als intelligente und angenehme Gesprächspartnerin heraus. Erst zu diesem Zeitpunkt habe ich ihren Account besucht und verstanden, dass sie als Escort-Dame arbeitet.

In der Folge habe ich dann das „Privileg“ genossen, noch ein wenig mit Vicky zu telefonieren, bis es dann zu dem leidigen Thema „Geld“ kam.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht weiter darüber nachgedacht, fand aber die Stimme und den Intellekt ihrer durchaus angenehm und hatte nicht wirklich Langeweile und ein wenig Weihnachtsgeld zu verbrennen. Also haben wir uns auf einen angemessenen Preis für weitere, nicht sexuelle Telefonate geeinigt.

Über die nächsten Tage entwickelte sich von meiner Seite aus ein Vertrauensverhältnis und, ich gebe es zu, auch das Gefühl von Verliebtheit. In der Retrospektive ist Vicky mit der Situation relativ fair umgegangen: Ohne mir Hoffnungen zu machen, hat sie die Aufmerksamkeit sanft, aber bestimmt auf die Realitäten der Situation gelenkt (Kunde-Dienstleister-Verhältnis). Was mich faszinierte war definitiv ihr Geschäftsmotto („Die Zeit ist gekauft, das Interesse ist echt“) und der wache Geist hinter der sanften Stimme.

So kam es, dass ich anfing zu rationalisieren, dass es besser und einfacher wäre, mit einer professionellen Anbieterin Sex zu kaufen, als eine Affäre mit einer Frau zu beginnen. Ich kam zu dem Entschluss, dass ein Treffen und eine Nacht mit Vicky, von der ich zu diesem Zeitpunkt zwar einige Bilder gesehen hatte, aber noch nie das Gesicht, eine Option wäre.

An diesem Punkt sei erwähnt, dass bei Frauen für mich vor allem zwei Dinge wirklich wichtig sind: Zum Einen ein wacher Verstand und zum Anderen ein (für mich) hübsches Gesicht. Ich teilte ihr diese Überlegungen mit und erhielt ohne jede Diskussion 2 Bilder, die mir verrieten, dass all meine K.o.-Kriterien mit Leichtigkeit erfüllt waren.

Hier sei kurz erwähnt, dass ich mir Vicky nicht ausgesucht hätte, wenn es nur um Ihr Profil gegangen wäre. Falsche Haarfarbe, vielleicht etwas zu alt (jaja, ich weiß, alte Männer und junge Dinger 😉), Einschränkungen der möglichen Sexualpraktiken. Aber nichts davon spielte eine Rolle, den mir war die persönliche Beziehung, die ich zu diesem Zeitpunkt aufgebaut hatte, wichtiger als der eventuell mögliche Analsex oder die roten, blauen oder grünen Haare in welchem Schnitt auch immer. Ich wollte jemanden, dem ich Vertrauen schenken konnte; einen echten Menschen und nicht nur einen willigen Körper.

Und so einigten wir uns auf ein Date nach Corona oder zumindest zu einer Zeit, zu der Corona keine große Rolle mehr spielen sollte. Und wir wollten weiter miteinander telefonieren. Doch es kam anders.

Eines schönen Morgens, wir telefonierten wie üblich, sprachen über dies und das, überraschte Vicky mich. Sie wechselte mitten im Gespräch zügig und unvermittelt das Thema vom Kopf in Richtung Unterleib. Eine sehr unvorhergesehene und angenehme Überraschung. Ich bin bis heute davon überzeugt, dass diese Aktion eher ihrer spontanen Lust entsprang als geplant war. Bis zum heutigen Tag, sollte es bei dieser einen sexuellen Begegnung bleiben. Es war das erste Mal für mich, Telefonsex zu haben. Und bis heute weiß ich nicht, wie ich dieses Erlebnis bewerten soll.

Sie zu hören war sehr erregend, aber zugleich war ich sehr reserviert und um Kontrolle bemüht, so dass ich mir beim Genuss vielleicht auch selbst etwas im Weg gestanden bin. Ich werde diesem Rätsel wohl nicht mehr auf den Grund gehen können, jedenfalls nicht mit Vicky.

Ihr fragt, warum, wo doch alles so gut läuft? Ganz einfach, weil es nicht mehr so gut weiterlief. Es kam zu erheblichen Verwerfungen in meine Wahrnehmung. Missverständnisse der Wahrnehmung, dass Vicky kein Interesse mehr an der Erfüllung unserer Abmachungen hätte. Dazu, ich gebe es unumwunden zu, kam noch das Gefühl, als Mensch und Gesprächspartner nicht mehr interessant zu sein. Mein persönliches Kryptonit, ich kann schlecht damit umgehen, dass Menschen, denen ich Bedeutung für mein Leben beimesse, dieses Gefühl nicht erwidern. Dabei geht es nicht darum, dass ich mir viel Aufmerksamkeit von der Welt wünsche oder allgemein hohe Ansprüche an meine Umwelt habe.

Meinen reflektiven Selbstwert ziehe ich aus der Beziehung zu ausgewählten Menschen und ich habe den Fehler (nicht sicher, ob es ein Fehler war oder einfach nur eine schmerzhafte Lernerfahrung) gemacht, Vicky in diesen erlauchten Kreis aufzunehmen. Nun, jedenfalls war ich sehr kurz davor, aus dem Gefühl heraus, dass unsere Vereinbarung entweder nicht eingehalten wurde oder aber, falls die Einhaltung so aussah wie es aussah meinen Bedürfnissen nicht gerecht wurde, die ganze Sache zu beenden. Warum auch eine Verbindung aufrechterhalten, die mir kein Vergnügen bereitet und dann auch noch dafür bezahlen?

Nun, ich tat also was ich lange nicht mehr gemacht habe und was schon immer sehr gut NICHT geklappt hat: Ich habe geschmollt, mich totgestellt und auf eine Reaktion gewartet.

Wie ein vernünftiger Mensch erwartet hätte, ist eben nichts passiert. Also habe ich mit genau derselben Sturheit, die auch einem Felsklotz eigen ist, genau mehr von dem getan, was zuerst schon keinen Erfolg zeigte. Über diese Übung verbesserte sich meine Laune natürlich täglich etwas mehr und wer hier den Sarkasmus nicht erkennt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Das Ganze endete in einem höflichen Telefonat, in dem der Telefon-Service aufgekündigt wurde. Einige der Missverständnisse konnten ausgeräumt werden und ganz die professionelle Dienstleiterin, erklärte Vicky, dass zumindest ein Teil der Schuld für unsere verschiedenen Erwartungshaltungen bei ihr zu verorten wäre. Ob das jetzt ernsthaftes Anerkenntnis von Schuld oder Beschwichtigung war, es hat funktioniert. Sie konnte zumindest den Löwenanteil unserer Vereinbarung, ihren Besuch bei mir retten.

Aber auch hier konnte und wollte ich Änderungen durchsetzen: Corona, die Inzidenzen und ich wurden uns leider nicht einig, ich hatte keine Lust mehr, zu warten bis in Deutschland wieder alles Mögliche erlaubt wurde und habe nach einem früheren Termin gefragt. Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, hier von irgendwelchen illegalen Aktivitäten zu sprechen, ein Wohnsitz im Ausland ist doch manchmal von Vorteil, denn andere Länder andere Regeln. Auch haben wir vereinbart, dabei Masken zu tragen. Scheinbar war das nicht mal im Ansatz ein Problem für die junge Dame und so wurden wir uns recht schnell einig.

In der Folge entspannte sich die Situation merklich. Kein Vertrag bedeutet ja auch, dass keine Abmachungen gebrochen oder nicht eingehalten werden können. Mein Aufmerksamkeit-Defizit-Problem war einigermaßen unter Kontrolle, und ansonsten hatte ich so viel mit meinem Job und meinen Hobbies zu tun, dass ich tatsächlich tagelang gar nicht an Vicky dachte.

Bis mir dreieinhalb Wochen vor unserem Date plötzlich klar wurde, dass es langsam aber sicher ernst wurde. Das Bahnticket war schon zugestellt und im Prinzip war der Zeitpunkt, die Reißleine zu ziehen und abzusagen, schon so gut wie überschritten. Mir viel nichts Besseres ein, als Vicky eine Textnachricht zu schicken: „Hallo Vicky, kennst Du kalte Füße? Die kriege ich grade.“ Zu meiner Überraschung erhielt ich nahezu sofort eine Antwort, und in Folge wurde meine Nervosität in einem sehr freundlichen Telefonat zumindest so weit kuriert, dass ich dem Treffen jetzt positiv entgegensehe.

Man könnte sagen, ich freue mich schon sehr. Wir werden sehen, was dann passiert. Ich verspreche, zu berichten.“

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