Weihnachten ohne mein Sternchen

Weihnachten ohne meine Kleine. Ich musste viel an sie denken, immer wieder, und stellte ihre Taufkerze zu uns auf den Tisch, um dass sie bei uns sein konnte.

Es sind vor allem die kleinen Momente, in denen ich an mein Sternchen denke. Ein verschollenes Spielzeug, ein Strampler von früher, das eine Bilderbuch, das sie immer so mochte…

Immer mal wieder kommen die Tränen, müssen sie doch fließen, um den Schmerz zulassen zu können.

Die Zeit heilt gewissermaßen, doch eine Wunde wird immer bleiben. Mit Schorf überzogen, doch nie ganz geschlossen.

Viele Erinnerungen kamen mir wieder in den Sinn…

Musste sie doch ihr erstes Weihnachtsfest auf der Intensivstation verbringen, einmal auf Leben und Tod.

Ich habe mich in diesen Tagen entschlossen, all ihr Wirken zu ihren Ehren niederzuschreiben. Mir ist es ein Bedürfnis, dass etwas von ihr bleibt.

Die Vorschau des Buches habe ich schon erstellt, es kann bei Interesse bereits schon jetzt vorbestellt werden.

Ich danke euch allen für eure tolle Unterstützung in Form von lieben Worten und Gesten, ihr seid wundervoll, jeder von euch ❤!

Und so traf ich die Tage die ehemalige Babysitterin meiner Kleinen. Wie unsere Begegnung verlief, habe ich euch angeführt, da ich den Tweet auf Twitter veröffentlichte und ihr vermutlich nicht alle auf Twitter seid.

Ich danke euch von Herzen!

Auch im Namen meiner Kleinen im Himmel ❤!

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Ich gehe gerade die Straße entlang, die mich vom Friedhof wegträgt. Da höre ich ihre Stimme. Die Stimme der jungen Frau, die einst Babysitter bei meiner Kleinen war. Viele hatten Angst, meine Kleine in meiner Abwesenheit zu betreuen. Ich konnte sie alle verstehen und habe niemandem einen Vorwurf gemacht. Da steht sie vor mir. Sieht aus wie ein Engel mit ihren blonden feinen Locken, unsicher ihr Lächeln. Eine junge Frau, die bisher das Glück hatte, noch kein Leid erfahren zu müssen. Ich freue mich dafür für sie.
„Wie geht es Ihnen? Ich habe davon gehört.“

„Es ist nicht schön“, antworte ich ihr direkt.
„Waren Sie gerade bei ihr?“
„Ich gehe nahezu täglich zu ihr, ja. Weißt Du, wo ihr Grab ist, möchtest Du mal hin?“
Sie wird rot, ich sehe es trotz der frühen Dunkelheit.
„Alles gut. Du hast angefangen zu studieren, wie geht es Dir?“

Sie erzählt mir von ihrem anspruchsvollen Studium, dass sie froh ist, ein paar Tage durchatmen zu können. Ich schaue ihr lange in ihre strahlenden Augen. So jung, das Leben steht vor ihr mit all seinen Möglichkeiten, denke ich mir.
„Du kannst Dir auf die Schulter klopfen, ein solches Studium ist sehr anstrengend. Lobe Dich selbst einmal, das hast Du verdient.“


Sie lächelt verlegen…
„Ich wünsche Dir, dass Du nie Leid in Deinem Leben erfahren musst. Ich wünsche es Dir von Herzen. Ich habe angefangen zu schreiben. Es war schon immer mein Traum, die Worte schon immer mein Ausdrucksmittel. Mit meiner Kleinen fand ich durch die Vollzeitpflege schlichtweg nicht die Zeit dafür. Jetzt wird es Zeit…“
„Wie schön, das finde ich klasse! Darf ich die Arbeiten lesen? Ich vermisse sie sehr. Ich fühle mich ihr dann wieder nah.“


Tränen kommen mir. Das ist es, denke ich mir, meine Kleine wird in meinen Werken weiterleben. Sie ist gestorben, doch ihr guter Geist ist bei uns – nicht nur bei mir. Vielen Menschen gab sie von ihrer Fröhlichkeit, so wie dieser jungen Frau vor mir.
„Gehe sie ruhig besuchen. Sie merkt, wenn Du bei ihr bist. Sie freut sich bestimmt, Dich wieder einmal zu sehen. Sie mochte Dich immer sehr…“
Wir verabschieden uns. Als sie sich abwendet zum Gehen, sehe ich ihre Tränen…

Photo by Pixaby.com

(Produktplatzierung)

Veröffentlicht von Autoringewürztmitherz

Willkommen! Fühle Dich wohl bei mir und entspanne Dich bitte! Es würde mich freuen, meine Worte könnten Dich bereichern! Ich bin Autorin, und alle meine Artikel sind "Gewürzt mit Herz". Viel Spaß!

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