Unglück geschieht nun einmal

Wer kennt es nicht….

Gedanken über Gedanken füllen den Geist, lassen den Kopf schwer werden.

Zig Möglichkeiten werden im Geiste gesponnen, wie sich ein Sachverhalt darstellen könnte.

Alle Seiten wägt man ab. Die analytische Herangehensweise an Fragen, die beschäftigen, die zusetzen, die sich immer wieder einbohren, die sich nicht verdrängen lassen.

Ein weiser Mann sagte einmal:

„Sehe ich die Zeichen richtig? Oder sehe ich die Zeichen so, wie ich sie gerne sehen möchte, wie es mir gefallen könnte?“

Diese Frage alleine zu beantworten scheint wohl schier unmöglich.

Das ureigene Denken ist immer subjektiv, beeinflusst durch Emotionen, Erfahrungen, Wünsche und Sehnsüchte.

Wer vermag sich davon freizumachen?

Helfen kann jedoch, sich aus sich selbst zurück zu nehmen, sich übertragenerweise neben sich zu stellen und das Gedankenkarussell so im besten Fall zu stoppen und zu reflektieren.

Nur in der Ruhe und in einem besinnlichen und offenen Zustand haben wir die Möglichkeit zu wachsen, zu wachsen an Erkenntnissen des Miteinbezugs anderer Sichtweisen.

Am besten gelingt dies, wenn eine Interaktion besteht und ein Austausch angestrebt wird.

Das Gegenüber kann gefragt werden:

„Habe ich das so richtig aufgefasst? Dies ist meine Interpretation. Liege ich damit richtig oder verkenne ich dich?“

Doch was ist, wenn es keine Kommunikationsebene mehr gibt? Wenn Schweigen herrscht, wo Worte hallen sollten?

Ganz einfach: Dann ist es de Fakto der Ist-Zustand, den man akzeptieren muss.

Wenn ein Gegenüber auf eine Gesprächsbereitschaft und auf Fragen nicht eingeht oder nicht eingehen möchte, hat es dafür seine Gründe. Auch wenn dies im Grunde für beide Parteien schädlich sein kann, Beziehungen zerstören und Gefühle verletzen kann, so bleibt es das Recht eines Jeden, zu sprechen – oder zu schweigen.

Akzeptanz kann Schlüssel sein zum Glück – Akzeptanz lässt einen abschließen mit Vergangenem.

Und nur durch einen Abschluss können Wunden heilen und kann Neues beginnen.

Doch manchmal geht das Schicksal seine eigenen Wege und unvermittelt sieht man sich mit Antworten auf Fragen konfrontiert, die entweder bewusst oder unbewusst in einem lagen.

So erfährt man auf einmal eine unschöne Wahrheit.

Eine Wahrheit, die man nicht hat kommen sehen.

Eine Wahrheit, die verwirrt und schockiert.

Eine Wahrheit, die am eigenen Urteilsvermögen zweifeln lässt.

Da steht sie nun im Raum, diese bittere Wahrheit und basierend auf einem Fakt, der vermutlich wenig Deutungsweisen offen lässt.

Wie geht man mit solch einschneidenden Erlebnissen um?

Die Frage nach dem Warum ist schwierig und oftmals nicht zielführend.

Warum geschieht Unglück?

Warum geschehen emotionale Verletzungen?

Eine nähere Reflektion eigener Verhaltensweisen ist wichtig zur persönlichen Weiterentwicklung.

Dann gibt es wiederum diese Dinge, die geschehen ohne unser Zutun.

Unglück geschieht manchmal einfach, so schrecklich es klingen mag.

Genauso wie das Glück, denn dies ist die andere Seite der Medaille. Das Eine bedingt das Andere.

Ohne Unglück wüsste man nicht das Glück schätzen. Ohne Tränen nicht das Lachen.

Alles ist Teil des Kreislaufs des Lebens.

Manche Dinge sollen geschehen. Wir haben darauf keinen Einfluss.

Sie sollen uns erkennen lassen – sehen lassen an was man ist und wie der eigene Weg weiter geht. Welche Lektionen des Lebens man noch lernen muss.

Im Grunde „schenkt“ das Schicksal diese unschönen Wahrheiten.

Oft erkennt man es erst im Nachhinein.

Nichts geschieht ohne Grund…

Diese Klarheit bringt Frieden und lässt den Geist zur Ruhe kommen und sich wieder finden.

Keine offenen Fragen mehr.

Vertrauen auf Bestimmung.

Vertrauen haben in das Leben.

Und der Kreis schließt sich – zum Guten.

Ein Gedanke zu “Unglück geschieht nun einmal

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