Sub vs. Sub? Eifersucht und BDSM

Was war ich eifersüchtig…

Ich habe schon so manchem Mann höllische Kopfschmerzen bereitet… Und letztendlich mir damit auch.

Fast Jeder von uns kennt es, dieses bittere verzehrende Gefühl der Eifersucht. Eifer – Sucht. Die Sucht des Eifers.

In der Tat, eine Sucht.

Die Sucht nach Anerkennung, nach Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Die Sucht, das Beste und Schönste zu sein. Das Ultimo.

Nur ich erhebe Anspruch auf diesen Platz bei meinem Liebsten…

Rückblickend… Waren das meine Gedanken. Und meine Ängste. Und meine Unsicherheiten.

Ängste und Unsicherheiten?

Ja. Definitiv.

Angst davor, verlassen zu werden. Unsicher, nicht gut genug zu sein.

Ich vertraue mir selbst nicht. Und deswegen kann ich auch meinem Partner nicht vertrauen. Ich entwickle basierend auf diesen Komplexen Eifersucht. Der Partner soll nur mich sehen, nur für mich da sein. Nur mir seine Aufmerksamkeit widmen…

Eine alles vernichtende Spirale der Kontrolle über einen Menschen, den ich damit als meinen Besitz erachte.

Nicht als freien autonomen Menschen, der seine eigenen Entscheidungen trifft.

Wir alle wollen atmen…. Und werden auf kurz oder lang vor dem flüchten, was uns unfrei werden lässt. Zwangsläufig. Immer. Was ich am meisten fürchte, ziehe ich also unbewusst automatisch herbei.

Dabei geht es oftmals nicht einmal um den Partner ansich. Eifersucht entsteht immer bei einem selbst. Kein Partner ist schuld an meiner Eifersucht.

Wie kam ich nun zu diesen Erkenntnissen? Was ließ mich Innenschau halten, mich besinnen? Was ließ mich diese Reise zu meiner Seele antreten?

Die Essenz des BDSM.

Gelehrt und erfahren im Zusammenspiel mit Dom… Und mit Sub.

Das Auferlegenwollen bestimmter Verhaltensweisen…. Das sich Verschließen vor Spielvarianten… Das Ablehnen von konstruktivem Gespräch… All das zeigte mir letztendlich eines:

Dass ich mich meinen inneren Unsicherheiten stellen muss.

Meine Dämonen besiegen muss.

Meine Ängsten keine Macht mehr gebe.

Eifersucht macht klein. Eifersucht macht schwach. Eifersucht tötet früher oder später jede Liebe.

Ein schleichendes Gift….

Für jedes Miteinander. Für meine Seele.

Ihr solltet es ausprobieren, die Reflektion eures Innersten lohnt…

Diese Freiheit… Ängste besiegt und Unsicherheiten abgelegt zu haben… Die vielschichtigen Möglichkeiten, die sich Einem auf einmal auftun.

Heute sehe ich eine andere Sub, eine andere Frau in einem ganz neuen Blickwinkel.

Ich freue mich für alles Schöne, was ihr widerfährt. Ich freue mich für ihr gutes Aussehen. Ich freue mich auf diesen Menschen. Ich gehe unvoreingenommen auf sie zu…

Im BDSM ist eine andere Sub für mich wie eine Schwester:

Mit gleicher Gesinnung. Mit gleichem Geist. Mit gleichen Emotionen und Stärken und Schwächen. Vereint in der Gemeinschaft des BDSM. Der Essenz. Des Spirit.

Wohl dem Möchtegern-Dom, der meinen Weg kreuzt, und Sub gegen Sub ausspielt und somit schlechte Gefühle schürt wie Eifersucht.

Liebe Sub, jagt so Jemanden sofort zum Teufel! Zeitverschwendung…

Und vergnügt euch stattdessen lieber miteinander!

Dieser Artikel ist dem ehrenwerten Herrn Dom Harry gewidmet. Er wusch mir zur rechten Zeit den Kopf:)

Möge er in Frieden ruhen!

Photo by Nick Bondarev on Pexels.com

Veröffentlicht von Autoringewürztmitherz

Willkommen! Fühle Dich wohl bei mir und entspanne Dich bitte! Es würde mich freuen, meine Worte könnten Dich bereichern! Ich bin Autorin, und alle meine Artikel sind "Gewürzt mit Herz". Viel Spaß!

9 Kommentare zu „Sub vs. Sub? Eifersucht und BDSM

  1. Wow, welch ehrliche Selbstreflexion der eigenen Seele und Gefühle. Nur jemand, welcher selbst hier von betroffen war oder getroffen wurde, kann nachvollziehen wie schwer der Weg ist aus dieser Spirale zu entfliehen…

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    1. Hallo Bennegro! Vielen herzlichen Dank für deine liebenswerte und ehrliche Rückmeldung zu meinem Artikel. Selbstreflektion, die tiefgehende, die auch mal unbequem wird, lehrte mich BDSM. BDSM in meinem Verständnis reicht in tiefste Verhaltensmuster und Empfindungen. Ein Auseinandersetzen mit BDSM bedeutet für mich, ein Auseinandersetzen mit meiner Seele und Psyche… Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

    2. Es ist immer mangelnde Selbstliebe – Selbstwertgefühl, die uns irgendwann in unseren Leben eingeimpft worden sind durch unser Umfeld (Eltern – Kindergarten – Schule – Gesellschaft und..und) die in unserem Unterbewusstsein ganz tief verankert sind – schlummern, man nennt es auch alte Konditionierungen – negative Glaubenssätze –Glaubensmustern und umso älter wir werden umso tiefer liegen sie dort. Dieses ist auch ein Grund sie so schwer ins Positive zu transformieren, oder sie aufzulösen es ist oft ein sehr langer Weg – Prozess! Darüber könnte ich ganze Abhandlungen schreiben mit vielen eigenen negativen Erfahrungen. *seufzt* Darum sind wir auch erst wirklich frei oder aus *Diesem Hamsterrad heraus* wenn wir unsere alten Konditionierungen aufgelöst haben! In Wertschätzung: Ralf👍🌹😊

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