Mein Dom – mein Therapeut?

Ich habe großen Respekt vor jedem Dom. Er schenkt Schmerzen, er überlegt sich wundervolle Sessions, er scheint immer zu wissen, was ich als Sub denke und fühle…

All dies vermag er nur gewissenhaft und in größtem Einvernehmen und größter Achtung mir gegenüber zu können, wenn er wirkliches Interesse an meiner Person hat, sich für mein Innerstes interessiert, es zu seiner Passion wird, mich lesen zu können.

Ein Dom blickt in die tiefsten Winkel meiner Seele, meiner Existenz, all meiner Facetten. Er kennt mein Schönes… Und mein Hässliches…

Er sieht mich. Und steht mir zur Seite, nimmt mich an die Hand, um mich zu führen. In unser beider vollkommenes Glück, in die allumfassende Erfüllung, die uns Beide fliegen lässt.

Dies gelingt nur durch aufrichtige wahrhaftige Gespräche. Nur durch dieses Annähern, dieses Erfassen beidseitiger Essenz, kann es zu dieser ersehnten endlosen Tiefe kommen… Und gegenseitigem Urvertrauen und bedingungslosem Fallenlassen.

Es liegt nahe, dass ein Dom meine Seele in Besitz nimmt, weil ich ihn dazu einlade.

Doch wird er dadurch auch zu einer Art Therapeut für mich?

Sollte er das werden? Oder nicht?

Gibt es diesbezüglich überhaupt eine Grenze? Oder ist sie fließend im Schenken von Geborgenheit, Schutz und absoluter Akzeptanz und Annahme meiner Person?

Jeder von uns, ob Sub oder Dom, wird diese Fragen individuell für sich beantworten. Und das soll so sein und ist auch gut so.

Ich persönlich beantworte diese Fragen so: Mein Dom ist mein Himmel, mein Seelenverwandter und mein geliebter Gefährte.

Er macht mich in gewisser Weise zu einem besseren Menschen und ist ein Teil der Heilung meiner Wunden und Verletzungen. Er komplettiert mich, ergänzt den fehlenden Teil in mir. Ansonsten würde ich rastlos und suchend…

Doch mein Therapeut? Seelische und psychische Stabilität sind für mich wichtige Standbeine eines verantwortungsvoll gelebten BDSM.

Wenn ich mich nicht wohl fühle, Probleme wälze, ist er mir ein wichtiger und wertvoller Ratgeber, dessen Meinung ich sehr schätze. Doch meine Probleme lösen, kann das nicht letztendlich nur ich alleine in dem Weg meiner Persönlichkeitsentfaltung?

Wie schön es ist, er trifft für mich Entscheidungen, dass ich die Kontrolle über mich in seine Hände legen darf… Er sich der großen Verantwortung bewusst ist und bereit, diese zu übernehmen.

Ich gebe diese Entscheidungsfreiheit in seine Hände, in dem Wissen, ich selbst könnte diese Entscheidungen für mich treffen. Wäre ich dazu nicht in der Lage aufgrund einer psychischen Erkrankung, sollte ich mir in Form einer Therapie Hilfe suchen.

In Liebe und Wertschätzung zu ihm…

Und in Liebe und Wertschätzung zu mir.

Veröffentlicht von Autoringewürztmitherz

Willkommen! Fühle Dich wohl bei mir und entspanne Dich bitte! Es würde mich freuen, meine Worte könnten Dich bereichern! Ich bin Autorin, und alle meine Artikel sind "Gewürzt mit Herz". Viel Spaß!

4 Kommentare zu „Mein Dom – mein Therapeut?

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